Ausgabe 
17.9.1941
 
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Mittwoch. 17. September Ml

Aus den Dnjepr-Brückenköpfen in breiter Front siegreich nach Osten vorgestoßen.

Am Ilmensee neun Eowjetdivisionen vernichtet, neun weitere zerschlagen.

Die Sondermeldung über die große Schlacht süd­lich des Ilmensees führt uns in das Q u e l l g e - biet der Wolga. Aber nicht um die Wolga­quelle geht es, wenigstens zunächst nicht. Sondern: Die Sowjets wollten auch einmal einen Flan­kenangriff probieren. Ihr Ziel war der Durch­bruch in Richtung auf Porchow und Pleskau-Pskow. Die Sowjets sahen ja schon nach dem Ueberschreiten der Narwa und der Luga das Verhängnis auf Le­ningrad zukommen. Also stand ihr Sinn danach, die deutsche Front gegen Leningrad von der Flanke her im Rücken aufzurollen.

Für diese zeitlich und räumlich ausgedehnten Kämpfe bekommen wir das beste Verständnis, wenn wir an die Kämpfe etwas weiter westlich, aber ebenfalls südlich im Raum vom Ilmensee erinnern. Am 24. August sagte der Wehrmachtbericht:Süd­lich des Ilmensees wurden stärkere sowjetische Kräfte geschlagen und über den Lowat-Fluß zu­rückgeworfen. Mehr als 10 000 Gefangene und um­fangreiche Beute fielen in unsere Hand." Am 27. August lasen mir im Wehrmachtbericht:Ostwärts Welikije Luki wurde die Masse der 22. Sowjetarmee nach mehrtägigen hartnäckigen Kämpfen ernge- schlossen und vernichtet, lieber 30000 Gefangene und 400 Geschütze fielen in unsere Hand. Die un­gewöhnlich hohen Verluste des Feindes sind nut mehr als 40 000 Toten festgestellt." Ein Vergleich mit der Sondermeldung am 16. September ergiot, daß es sich hier um eine fortgesetzte Aktion der Sowjets gegen die rechte Flanke der deutschen Nord­armee handelt. Die Verluste sind in beständigem Steigen. Bei Welikije Luki hatten die Sowjets keine Panzerkampfwagen eingesetzt, zweifellos^ um die­ses für sie recht kostbar gewordene Kriegsgerat zu sparen. Die Heftigkeit ihrer neuen Versuche, et­was weiter östlich von Welikije Luki ihre Flan­kenangriffe zu erneuern, geht daraus hervor, daß sie jetzt auch ziemliche Mengen von Panzerkamps­wagen einsetzten, was der Verlust von 320 Panzern bezeugt. In diesem Gelände berühren sich auch die mittlere Heeresgruppe des Sowjetmarschalls T i mo­sch e n k o und die nördliche Heeresgruppe des Sow­jetmarschalls Woroschilow.

Der Sonderkorrespondent des Reuterburos drah­tete aus Moskau noch am 14. September:Die Truppen Tinwschenkos sind zahlreich und gut be­waffnet. Sie nehmen die Gelegenheit der deutschen Truppenansammlung im Süden und in der Gegend von Leningrad wahr, um weit über Ielnia heftig anzugreifen. Die Sowjets sind der Meinnung, daß die Lage in dieser Gegend außerordentlich befrie-

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Der Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauplquartier, 16. Sept. (DRV.) Das, Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

In der Ukraine haben Verbände des deut­schen Heeres mit wirksamer Unterstützung durch die Luftwaffe in kühnen Angriffen an den wichtigsten Stellen Brückenkßpfe über den breiten Unterlauf des D n j e p r gebildet. Nachdem die Brückenköpfe in mehrtägigen Kämpfen gegen erbitterte starke feindliche Angriffe zum Teil mit Panzerunter- stühung gehalten und erweitert werden konnten, sind nunmehr die deutschen Divisionen aus ihnen heraus in breiter Front siegreich weiter nach Osten vorgesioßen.

Im Raum südlichdes Ilmensees wurden, wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, in den letzten Wochen starke Kräste der sowjetischen 11., 27. und 34. Armee durch Truppen des deutschen Heeres unter Führung des Generalobersten Busch mit Unterstützung durch Verbände der Luftflotte des Generalobersten Keller entscheidend geschlagen. Neun feindliche Divisionen wurden völlig vernichtet, neun weitere unter blu­tigen Verlusten für den Feind zerschlagen. Reber 53 000 Gefangene fielen in unsere Hand, 320 Panzer, 695 Geschütze aller Art sowie zahl-

Der Sieg am Ilmensee

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Lampenfieber in Gibraltar

Von unserem Dr. H. L.-Korrespondenten.

Tanger, im September 1941.

Die Sonne versinkt hinter den Hügeln, an deren Hängen Tanger vom Meere aufsteigt, und ihre letz­ten Strahlen tauchen den Felsen von Kap Mala­bata in violettes Licht. Aus Nordosten bläst ein schwacher Wind und zeichnet krause Muster auf das dunkelblaugrüne Wasser der Meerenge. Spa­niens Berge verschwinden fast im Abenddunst des Sommertages. Alles atmet Ruhe und Frieden, nicht einmal die sonst unvermeidliche Silhouette eines Zerstörers ttübt das ewig gleiche, immer wieder neue Bild des Sonnenuntergangs am Meer.

Plötzlich rollt auf den Fittichen des Abendwindes ein dumpfer Ton vom anderen Ufer herüber. Wie­der und wieder grollt es dort in der Ferne. Der Wind weht aus Gibraltar her und trägt die Sprache der Geschütze über das Wasser. Hier weiß man nicht, ob ihr Gruß einem Angreifer gilt oder ob nur, wie schon so oft, dasLampenfieber" der Besatzung die Granaten gelöst hot, die heute lose in den Rohren sitzen. Jedoch der Abendfrieden ist gestört, und die Gedanken sind nicht mehr bei der Sonne, die inzwischen versunken ist, sondern sie ver­suchen, die rasch hereinbrechende Dunkelheit zu durchdringen, sie suchen den bizarr geformten Fel­sen, um welchen heute Sorge und Fürsorge eines ganzen Weltreiches kreisen.

Ja, man ist nervös geworden in Gibral­tar. Man sieht oft Feinde und Angreifer, ohne daß diese vorhanden sind. Man kämpft gleichsam mit Windmühlen, und es mag wohl sein, daß der Geist des edlen Ritters aus der Mancha heute hin und wieder - aus seiner Heimat nach Gibraltar kommt, welches doch damals, als er und sein Schöpfer Cer­vantes über Spaniens staubige Straßen zogen, noch ein Teil der großen spanischen Heimat war. Aller­dings glauben die Herren von Gibraltar heute bes­ser für den Kampf gerüstet zu sein als es Don Quichote damals mar; sie sind aber auch keine Ritter sonder Furcht und Tadel und müssen sich schon lieber auf ihre Kanonen als auf ihr edles Ge­müt und ihr reines Herz verlassen.

So ist denn Gibraltar heute eine Stätte der Un­ruhe und des Waffenlärms geworden. Die Selbst­sicherheit, mit welcher die Briten anderthalb Jahr­hunderte hindurch auf dem Felsen gesessen haben, hat vor reichlich einem Jahr einen schweren vtoh erlitten. Der Zusammenbruch Frankreichs hatte nicht nur ihre strategischen Berechnungen über den Hau­sen geworfen. Der Verlauf des Feldzuges im We­sten hatte vor ollem gezeigt, daß die technischen Waffen dieses Krieges alle Anschauungen über öie Uneinnehmbarkeit von Festungswerken Lügen stra­fen. Alle bisher getroffenen Vorkehrungen für Die Verteidigung Gibraltars erwiesen sich als unzuläng-

Sachverständigen doch ernste Gedanken machen. Der Hafen, der an der Ostküste der Bucht von Algericas liegt, kann durch Artillerieeinwirkung unbrauchbar oder doch wenigstens unbenutzbar gemacht werden. Das bedeutet, daß den Engländern eine effektive Sperrung der Meerenge nicht mehr möglich wäre, daß sie aber selbst diesen Schiffahrtsweg nicht mehr benutzen könnten. Es gibt jedoch noch eine viel ernstere Sorge, die schon bei der gegenwärtigen politischen Konstellation Bedeutung bekommt: Gi­braltar besitzt keinen Flughafen! Die Fläche der ganzen Besitzung ist zu klein dafür; augenblick­lich benutzen die Flugboote den Hafen zum Wassern, doch kann dieser niemals als Stützpunkt einer größeren Anzahl von Flugbooten benutzt werden. Das bedeutet aber, daß die Festung einem ernst­haften Luftangriff keine Jagdabwehr ent­gegenstellen kann, sondern sich allein auf die Bo­denabwehr verlassen muß. Daher die ernste Sorge um die Sicherheit Gibraltars, daher die Forderung nach immer neuen Flak-Batterien, daher dasLam­penfieber" der Besatzung, wenn nur ein Punkt irgendwo am Himmel auftaucht. Daher auch das dumpfe Grollen, das der Wind über das abend­stille Meer nach Afrika herüberttug.

(9l. Jahrgang Nr. 221 Erscheint tägltch außer Sonntags und feiertags

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So begann ein hastiges, vielfach geradezu fteber= Haftes Rüsten. Obwohl die heimatliche Insel nach der Katastrophe von Dünkirchen nahezu ohne Waf­fen mar, galt die Hauptsorge der Londoner Regie­rung zunächst den Positionen ums Mittelmeer. Die Garnison von Gibraltar, die im Frieden nur 2900 Mann stark war, wurde vervielfacht. Um Raum für die neuen Besatzungtruppen zu schassen und um zugleich Vorsorge für den Fall eines An­griffs zu treffen, wurde die Zivilbevölkerung nach und nach evakuiert. So kommt es, daß Gibraltar heute praktisch eine Stabt ohne 3 raue n ist; von der männlichen Zivilbevölkerung blieben nur die als Arbeitskräfte unentbehrlichen Personen zurück. Zugleich mit den Truppen begannen Die Materialtransporte einzutreffen. Hier galt es vor allem zwei Hauptbedürfniffe zu befriedigen: die Luftabwehr, deren Unzulänglichkeit seit Ausbruch des Krieges immer wieder im Unterhaus in London gerügt morden mar, mußte fetzt schleu­nigst auf einen ausreichenden Stand gebracht wer­den; daneben sollten die Vorkehrungen gegen ei­nen Angriff von der Landseite beschleu- niat und verstärkt werden. .

Gibraltar wurde zur Insel. Quer durch den etwa kilometerbreiten Isthmus von La Linea wurde ein Graben von dreieinhalb Meter Breite und vier­einhalb Meter Tiefe gezogen. Sem Hauptzweck i|t die Verhinderung von Tanka ngris f e n, fein südlicher Rand ist deshalb mit zahlreichen Bun­kern gespickt, die mit panzerbrechenden Massen aus- gerüstst sind. Dahinter erstreckt sich das etwa einen Kilometer tiefe Vorfeld bis zum Fuß des Felsens es ist durchzogen von Gräben und Stellungen, alle der Abwehr eines Lanbangnffs dienen. Um per Artillerie besseres Schußfeld zu geben, ^murberii mele Häuser am Stadtrand und tm Vorfeld medergeris- fen. Aus dem Felsen selbst und /inas um .den Ha­fen wurden zahlreiche neue Flakgeschütze eingebaut. Innerhalb des Felsens legte man riesige Ahlen bauten an; dort finden sich heute Unterkunftsraume für die Besatzung, Befehlsstellen, Büros, zwei m - berne Lazarette, Vorratsraume, welche der Be- fatzung zwei Jahre lang bas Ausharren ermög­lichen sollen, Munitionsdepots und schließlich viel leicht am wichtigsten - Tr.n was.

f e r b e b ä 11 e r. Das namtich ist im Falle einer langen Belagerung bas schwierigste Problem, weil Gibraltar ausschließlich auf bas Regenwafser an­gewiesen ist, welches in ^ionderen Anlagen aui bem Felsen aufaefanaen und dann filtriert wird.

Eine wahrhaft wilbe Tätigkeit herrsch!: aber im Hafen, auf ben Kais unb m ben Werften. Hier liegt an manchen Tagen Schift an Schift , Tecks finb es Frachter, welche ihre Ladung loschen ober darauf warten, baß wieber ein Konvoi für bie g - fäbrliche Englandfahrt ober für die nicht ininde gefahrvolle Reise nach Aegypten Zusammen gestellt wirb; teils finb es bie hier stationiertenZerstorer bie gerabe von Patrouillenfahrt Zuruckg^hrt -nb unb sich für neue Fahrten ruft en. Immer häufiger aber sind es Kriegsschiffe aller.Klassen, die m zersplittertem Deck ober aufgerissener Borbwanb schwerfällig ben Hafen erdichten unb fetzt daraus warten, daß die Reihe der Reparatur an sie kommt,

reiches Kriegsmaterial wurden erbeutet oder zer­stört.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiff­fahrt vernichtete die Luftwaffe am Tage w e st l i ch der Hebriden einen Tanker von 7300 BRT. In der vergangenen Nacht wurden im Seegebiet um England aus Geleltzügen heraus zwei große Han­delsschiffe, darunter ein Transporter, in Brand geworfen.

JnNordafrika führten deutsche Truppen aus der Soll um front einen erfolgreichen Aufklä­rungsvorstoß mit Panzern durch. Bei Tobruk wurde nach hartem Kampf eine wichtige höhe ge­nommen. In Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden am 14. September in Nordafrika ohne eigene Verluste acht britische Flugzeuge abgeschossen.

Versuche britischer Flugzeuge, am gestrigen Tage die Deutsche Bucht und die holländische Küste anzu­greifen, blieben wirkungslos. Jäger schossen zwei feindliche Flugzeuge ab.

Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf verschiedene Orte Nordwest-Deutsch­lands. Die Zivilbevölkerung hatte, vor allem in Hamburg, Verluste an Toten und Verletzten. Nacht­jäger und Flakartillerie schossen neun der angrei­fenden Bomber ab.

Dasgroße Geschäft" als Kriegsparole.

Trotzdem der große amerikanische Boß, Franklin Delano Roosevelt, sich nun offen zu bem in Wirklichkeit längst vorher gegebenen Schießbefehl an die OZ^.-Marine bekannt unb damit eine wei­tere Etappe in seiner notorischen Kriegshetze mit bem Ziel bes offenen Eintritts in ben englischen Krieg erreicht hat, ist das Volk der Vereinigten Staaten noch immer nicht restlos bereit, der höhe­ren Weisheit seines von Juda erleuchteten Präsi­denten bedingungslos zu folgen. Die Opposition gegen Roosevelt schlägt im Gegenteil stärkere Töne an als je zuvor. Alle bisherigen Propagandaparolen haben offenbar nicht das gehalten, was man sich von ihnen versprach. DieDemokratie" wurde zwar als amerikanisches Ideal anerkannt, aber man sah nicht recht ein, warum man für dieses, im Ernst ja gar nicht bedrohte Ideal Amerikas in Europa Krieg führen sollte. Auch der dilettantische Versuch, ben Völkern burch einozeanisches Programm" zu imponieren, in bem bie ältesten Labenhüter Wilsons mit Völkerbunbsibeen unb mit dem angelsächsischen Weltherrschaftsanspruch zu einem wüsten Sammel­surium zusammengekocht waren, hat versagt. Man scheint sich infolgedessen entschlossen zu haben, ein­mal in der Sprache zu reden, tye im allgemeinen in Amerika am besten verstanden wird, indem man ganz einfach vomGeschäft" redet.

Dem Bürgermeister der Weltkapitale des Juden­tums, dem Halbjuden La Guardia, wurde wie- der einmal der ehrenvolle Auftrag zuteil, den ersten Versuchsballon in dieser Richtung zu starten, und so erklärte denn der ehrenwerte La Guarbia in einer Ansprache ganz offen, bie Amerikaner seien ja nicht nur Jbealisten und Demokraten, sondern sie seien vor allem und in erster Linie doch immer Geschäftsleute, unb als solche müßten sie jetzt auch im Kriege hanbeln. Um was für ein Geschäft sich dabei dreht, das verkündete dann nach der bewährten Methode der Arbeitsteilung zur Ab­wechslung wieder einmal eine englische Zeitung, und zwar dieFinancial New s". Diese als Inter- essenorgan plutokratischer Kreise Englands beson­ders dazu berufene Zeitschrift erläutert ihren Lesern bie Notwendigkeit einer industriellen A b - rüftung Deutschlands. Entscheidend für die Kraft der deutschen Wehrwirtschaft sind ihrer Mei­nung nach besonders die deutschen Werkmaschi - n e n. Es ist also höchst einfach: Deutschland muß zunächst einmal sämtliche Werkmaschinen abliefern und darf in Zukunft keine mehr bauen. Damit man auch wirklich sicher geht, daß bie Deutschen nicht boch irgendwo noch im Verborgenen solche Maschi­nen bauen, müssen die deutschen Werkzeugmaschinen­fabriken vom Boden bis zum Keller restlos zer­stört werden.. Damit aber noch nicht genug, muß den Deutschen auch dieverwerfliche" Herstel­lung neuer Rohstoffe, wie Benzin, Buna und Zellwolle verboten werden. Alle für diese Zwecke errichteten Fabriken sind natürlich ebenfalls zu zerstören, unb außerbem ist dafür Sorge zu tragen, bah Deutschland nur noch Rohstoffe aus U e b e r f e e beziehen kann.

Nach diesem Beweise engster plutokratischer See­lengemeinschaft kommt bann schließlich Herr Dou­glas Miller, ein ehemaliger Handelsattache der O5^.-Botschaft in Berlin, mit einem Plan heraus, der nicht nur die Ausführungen seiner Vorgänger noch erweitert, sondern der vor allem auch der kenkopf. Die Sowjets versuchten vergeblich, durch Gegenangriffe den Brückenkopf wieder einzudrücken. Alle Angrife brachen unter schweren blutigen Ver­lusten für bie Bolschewisten zusammen. Das deutsche Armeekorps machte 3000 Gefangene unb erbeutete zehn sowjetische Geschütze.

Am Unterlauf des Dnjepr wiederholten die Bolschewisten ihre erfolglosen Versuche, auf bas Westufer bes Dnjepr überzusetzen. So näherte sich ein stärkerer sowjetischer Spähtrupp auf 5 Schlauch­booten den Stellungen ber oerbünbeten Truppen auf bem westlichen Dnjepr-Ufer. Durch bie Wach­samkeit ber ungarischen Truppen wurde ber Ver­such jeboch rechtzeitig erkannt. Das konzentrierte Feuer ber ungarischen Truppen vernichtete die fünf Schlauchboote unb ihre Besatzung.

Wirkungsvolle Aktionen der Luftwaffe.

Berlin, 16. Sept. (DNB.) Deutsche Kampf- flugzeuge griffen in ber Nacht zum 16. 9. i m S ü b- abschni11 ber Ostfront mit gutem Erfolg meh­rere große Bahnhöfe an. Noch während ber Angriffe würben zahlreiche große Bränbe beob­achtet. Tagesangriffe richteten sich im Lause bes 16. 9. gegen zahlreiche sowjetische Bahnhöfe unb Flugplätze. Mit gutem Erfolg würben mehrere wichtige sowjetische Bahnhofsanlagen mit Bomben belegt. Am 15. 9. griffen Teile der Luftwaffe wich­tige Eisenbahnlinien in der Südukraine an. Die über bie Lanbbrücke zur Krim füh- renben Eisenbahnstrecken würben an vielen Stel­len unterbrochen. Auch ein wichtiger Bahnhof erhielt schwere Bombentreffer. Die sowjetischen Be­festigungsanlagen würben wieberholt burch Sturz­kampfflugzeuge bombarbiert unb zerstört ober be- schäbigt. Starke Kräfte ber Luftwaffe griffen am 15. 9. mit unoerminberter Wucht bie im Raum von ßeningrab eingesetzten Sowjettruppen unter blutigen Verlusten für bie Sowjets an. (Eben» falls starke Derbänbe griffen in rollenbem Einsatz sowjetische Truppen unb Kampfstellungen i m Raum von Kiew an. Kampf- unb Sturzkampf­flugzeuge zerstörten Verkehrswege, vernichteten sow­jetische Felbstellungen und trafen zum Kampf aus- marschierenbe sowjetische Truppenteile schwer. Zahl­reiche Fahrzeugkolonnen wurden mit Bomben und : Borbwaffen bekämpft und 20 Panzerkampfwagen zerstört. Von beutschen Jägern wurden 14 sowjcti- sche Maschinen, burch Flak zwei weitere Flugzeuge : abgeschossen, 33Sowjetflugzeuge am Boden zerstört.

beim bie drei Docks in Gibraltar werden kaum mehr leer, obwohl Tag und Nacht dort gearbeitet wirb.

Zu den Vorbereitungen auf einen Angriff muß auch die Ernennung Lord ©orts zum Militär- gouoerneur der Festung gerechnet werden. Auf bem Posten bes Reichsgeneralstabschefs vor dem Kriege unb als Oberbefehlshaber ber britischen Truppen in Frankreich hat General Gort wohl kaum die Zweifel beseitigen können, ^die viele seiner Kame­raden hinsichtlich seiner strategischen Talente hegen; aber daß er ein tollkühner Draufgänger ist, be- treitet ihm niemand, und wohl nicht zuletzt aus üefem Grunde hat man denTiger", wie ihn seine Untergebenen schon im vorigen Krieg tauften, zum Kommandanten der Felsenfestung gemacht.

Halten die Engländer nun als Ergebnis aller dieser Vorkehrungen Gibraltar wieder für unein­nehmbar? In ihren für die Außenwelt bestimmten Erklärungen tun sie das gewiß; aber in ihres Herzens Kämmerlein müssen sich die militärischen

digend ist. Ihre erhöhte Tätigkeit im Abschnitt von Welikije Luki sticht hervor." Nach dieser Probe darf es nicht wunde rnehmen, daß sich sogar in England und ben Vereinigten Staaten die Stimmen weißer Raben vernehmen lassen, bie sich über die irre­führende Berichterstattung ber Sowjets unb ihre Verweigerung von Frosttbesuchen für die englischen und amerikanischen Missionsoffiziere beklagen.

Der Wehrmachtsbericht vom 16. September ver­zeichnet die Sondermeldung über diese so erfolg­reichen Kämpfe im Norden aber erst an zweiter Stelle. An erster Stelle berichtet er, daß Verbände bes deutschen Heeres mit wirksamer Unterstützung der Luftwaffein kühnen Angriffen an den wich­tigsten Stellen Brückenköpfe über den breiten Unterlauf bes Dnjepr" gebildet haben. Der Dnjepr ist an seinem Unterlauf etwa zwei Kilo­meter breit. Man kann sich leicht vorstellen, welchen Wert die Sowjets daraus gelegt haben, diese ge­waltige natürliche Schranke zu halten. Es war alles umsonst. Diese zwei Kilometer breite Barriere wurde trotz allen feindlichen Widerstandes bezwungen. Die Brückenköpfe konnten erweitert werden. Und nun­mehrsind die deutschen Divisionen aus ihnen her­aus in breiter Front siegreich weiter nach Osten vorgestoßen". Damit sind also neue gewaltige Ope­rationen bereits im Laufen.

Neue Erfolge in allen Abschnitten.

Berlin, 16. September. (DNB.) Im Raume südlich des Ilmensees vordringende deut­sche Truppen haben allein in den Kämpfen des 13.9. wiederum Taufe nde von sowjeti­schen Gefangenen gemacht. 29 Panzerkampf­wagen und 53 Geschütze verschiedener Kaliber wur­den von den deutschen Truppen vernichtet oder er­beutet. Im Befestigungsgürtel von Le­ningrad durchstieß am 14.9. eine deutsche In­fanterie-Division eine von den Sowjets hartnäckig verteidigte Bunker st ellung und eroberte nach heftigem Häuserwiderstand eine größere Ortschaft. Insgesamt wurden 91 Bunker außer Gefecht ge­setzt, über 800 Sowjetsoldaten gefangengenommen, mehrere Panzerkampfwagen, zahlreiche Geschütze und Infanterie-Waffen zerstört.

Ein im mittleren Abschnitt der Ostfront angreifendes deutsches Armeekorps überschritt einen Flußlauf und bildete am jenseitigen Ufer trotz hart­näckigen bolschewistischen Widerstandes einen Brük-

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