Ausgabe 
16.10.1941
 
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nische Gewässer hindurchführt. Die Japaner befürchten mit Recht, daß das amerikanische Kriegs­material nicht nach Europa weiter geht, sondern in Wladiwostok liegenbleibt und die Sowjetarmee im Fernen Osten verstärkt. Die Japaner empfinden daher den Durchtransport amerikanischen Kriegs­materials durch japanische Küstengewässer nach Wladiwostok als eine Unfreundlichkeit und als ein Glied in der Kette der antijapanischen Ein­kreisungsbewegung.

Zur Entlastung des sibirischen Weges suchten Lon­don und Moskau nach einer neuen Verbindung untereinander, um den Sowjetwiderstand zu ver­längern. Der brutale- Ueberfall der beidenGroß- räuber des Meeres und der Steppe", wie der eng­lische Geograph Mackinder England und Rußland nannte, auf Iran kam daher nicht überraschend. Er ist das Eingeständnis der britischen Ohnmacht im östlichen Mittelmeer und an den Meerengen. Da man dort nicht durchkonnte, wählte man den Weg über Iran, um an diesem schwachen Punkt die nö­tige Verbindung herzustellen, wobei man gleichzei- tig vorteilhaft die Hand auf das iranische Oel legen konnte. Das unmittelbare Angriffsziel war die transiranischs Bahn, die den Hafen Bender. Schahpur am Persischen Golf und den Hafen Ben­der-Schah am Süüostufer des Kaspischen Meeres verbindet. Außerdem besteht noch eine Bahn von der sowjetischen Kaukasusgrenze nach Täbris. Die Linie zwischen Täbris und Teheran ist dagegen noch nicht fertiggestellt.

Wenn auch eine gewisse Verkehrsmöglichkeit auf der eingleisigen transiranischen Bahn zwischen Eng- land und der Sowjetunion besteht, so kann sie doch nicht als ein ausreichender Ersatz für die verschlos­senen Verkehrswege angesehen werden. Die zwei­malige Umladung, die nötig ist, trägt nicht dazu bei, den Verkehr zu erleichtern.

Reben Alexandrien wird nun auch Ben­der-Schahpur zum Stapelplatz und Versor­gungszentrum der britischen Streitkräfte im Rahen Osten werden. Die Gewässer um Arabien erhalten damit steigende Bedeutung. Die Verlängerung der Transportwege werden im übrigen eine weitere Verschärfung der britisch-amerikanischen Schiffsraum­knappheit mit sich bringen. Der Vorstoß über Iran kann uns nicht darüber hinwegtäuschen, daß das ganze M i t t e l m e e r für die normale Handels­schiffahrt der Angelsachsen verschlossen, der Suezkanal ausgeschaltet und ein neuer Umweg nö­tig geworden ist. Die deutsche Strategie zwingt England zu diesen krummen Wegen und Notbehel­fen. Auch die Notbrücke über das vergewaltigte Iran wird Moskau vor der völligen Niederlage nicht retten.

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Gießener Anzeiger

Die Vkinichlung bei Brjansk und Wjasma

Britischer Zerstörer vor Gibraltar versenkt.

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15.10. bei Einflügen in das französische Kü­stengebiet bei Le Havre, in Holland und über der Rordsee erhebliche Verluste erlitten.

11 Bristol-Vlenheim-Bomber und 7 Spitfire-Iagdflugzeuge wurden a b - geschossen. 14 Flugzeuge wurden durch deutsche Jäger und 4 durch Flakartillerie in wenigen Stun­den zum 2lbsturz gebracht.

ober tarn Jofjner, 88. Ge> inismW« rische. N

^undschaftsvertrag abzuschließen, der von rus­cher Seite als «ein Akt der Unterwerfung ausge-

Kaukasus unter der Bolschewistenherrschaft ein wahres Golgacha durchlebt und trotz aller Bedrän­gung ihre Nationalität und Sprache bewahrt haben. Weltwirtschaftlich betrachtet, hat der Kaukasus eine besondere Bedeutung dadurch erlangt, daß die große Leitung für das wertvolle kaukasische Erdöl von Baku am Kaspischen Meer nach Datum am Schwar­zen Meer führt.

In chrer wachsenden Sorge und Bedrängnis ru­fen die Engländer angesichts der entscheidenden deutschen Siege nach einer stärkeren und schnelleren Hilfe für Moskau, da man mehr denn je in großer Sorge um den bolschewistischen Bundesgenossen ist. Churchill mußte in Beantwortung von Anfragen im Unterhaus bereits zugeben, daßgewisse geo­graphische Schwierigkeiten beständen", um die Hilfe nach der Sowjetunion zu senden. In der Tat ist die­ses Problem schon im Wellkrieg aufgetaucht, als die Alliierten dem zaristischen Rußland Hilfe brin-

- - deutsche Flotte die Ostsee und blockierte dort erfolgreich die russische Schiff­fahrt. Seit der Skagerrakschlacht konnten die Eng­länder nicht mehr wagen, durch die Ostsee hindurch den russischen Freunden zu Hilfe zu eilen. Das Schwarze Meer wird von den Meerengen abge­schlossen. Hier konnte die deutsch-türkische Verteidi­gung die englischen Angriffe bei Gallipoli unter schwersten Verlusten der Briten erfolgreich Zurück­schlagen. Auch hier blieb also ein Durchbruch ver­

sagt.

Als ein Ausweg erschien damals der lange Weg über Wladiwostok und Sibirien, der von dem Kriegsmaterial benutzt wurde, das damals aus Japan und den USA. stammte. Der Weg über die Sibirische Bahn beanspruchte jedoch lange Zeit und ist wegen der beschränkten Leistungsfähigkeit unsicher und schwierig. Als letzte Möglichkeit wurde damals der Verkehr über die nördlichen Eismeer­häfen Archangelsk und Murmansk ge­leitet. Archangelsk ist jedoch nur während der Som­mermonate benutzbar. Nach Murmansk wurde 1915 bis 1916 unter Einsatz Zehntausender von deutschen und österreichischen Kriegsgefangenen durch den Ur­wald die Murmanbahn gebaut als nötige Voraus­

gen wollten.

Die strategische Lage der sowjetischen Seewege i)t sehr ungünstig. Nirgends stößt die russische Küste an das offene Meer, überall an abgeschlossene Nebenmeere oder an Randmeere, die " ......t werden können. Im

Der Kaukasus ist kein russisches Land. Er ist auch Ittn einheitlicher Landstrich, er wird vielmehr von Urnen Völkern bewohnt, die sich durch Rasse, brache und Glaubensbekenntnis unterscheiden. Von $=er zu Meer führt die grusinische oder georgische

schlagen. Die Säuberung des Daldgebietes südlich Brjansk von den dort umzingelten Resten der geschlagenen feindlichen Armeen ist noch im Gange. Die Masse der in dieser gewaltigen Durchbruchs- und llmfassungsschlacht beteiligten deutschen Kräfte ist bereits für d.ie Fortführung der Operationen frei geworden.

Bisher find 560 000 Gefangene eingebracht sowie 888 Panzerkampfwagen und 4133 Geschütze als erbeutet oder vernichtet gemeldet. Eine hervorragende Leistung.

Berlin, 16. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die Ver­senkung eines britischen Zerstörers vor Gibral- t a r durch ein deutsches Unterseeboot stellt eine hervorragende Leistung der deutschen Untersee­bootwaffe und eine neue Ruhmestat der deutschen Kriegsmarine dar. Es handelt sich um den ersten Angriff einer Einheit der deutschen Kriegsmarine in der Meerenge von Gibraltar während dieses Krieges. Es zeigt sich damit, daß Gibraltar, das bereits öfter durch Luftangriffe der italienischen Luftwaffe und von Flugzeugen ungenannter Na­tionalität in Mitleidenschaft gezogen worden ist, auch von der Seeseite her schweren Schlägen ausgesetzt ist. Zu dem erfolgreichen Angriff italienischer Sturmboote gegen den Hafen von Gibraltar kommt nun der neue erfolggekrönte Angriff in der Meerenge selbst durch ein deut­sches Unterseeboot, der mit der Versenkung eines britischen Zerstörers endete. Der neue Schlag, den die deutsche Unterseebootwaffe damit der bri­tischen Kriegsmarine zugefügt hat, ist um so be­merkenswerter, als ein Angriff in der an der schmälsten Stelle nur 13 Kilometer brei­ten Straße von Gibraltar naturgemäß mit Schwierigkeiten verknüpft ist. Die Straße ist ungefähr halb so breit wie der Kanal an seiner engsten Stelle. Mit Stolz vernimmt das deutsche Volk auch diese Tat eines deutschen Unterseebootes, die in London zweifellos um so bekümmerter aus­genommen werden wird, als sie in einer Zeit all­gemeinen Katzenjammers auf der britischen Insel fällt.

-s.ist zwar'eine Tatsache, daß manche Kaukasier, 31 z. B. der aus dem georgischen Volksteil stam-

i heutigen

llte Ferkel 518 M, □tüct Jos 1 gering«

Oberleutnant Spaete, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader: Leutnant Seelmann, Staffel­kapitän in einem Jagdgeschwader; Leutnant Roh - wer, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader; Unteroffizier Beerenbrock, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.

Oer Wehrmachtberichi.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 15. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, sind die im Raum von Wjasma eingeschlossenen Kräfte des Gegners nunmehr endgültig vernichtet. Auch in dem Kessel um Brjansk schreitet die Auflösung des Feindes unaufhaltsam fort. Die Gefange­ll enza hl aus dieser gewaltigen Doppel­schlacht ist auf über 500 000 angewachsen und ist noch ständig im Steigen.

Die Gesamtzahl der seit Beginn des O st - feldzuges eingebrachlen sowjelrussischen Gefan­genen hat schon jetzt die höhe von drei Millio­nen weit überschritten.

Kampfflugzeuge griffen in der Rächt zum 15. Ok­tober kriegswichtige EinrichtuUgen in M o s k a u an. In wehrwirtschaftlichen Anlagen entstanden mehrere Brände.

Vor Gibraltar wurde ein britischer Zerstörer durch ein Unterseeboot versenk t.

Die britische Luftwaffe flog in der letzten Rächt mit schwächeren Kräften in West- und Süddeutsch- land ein. Durch Abwurf von Spreng- und Brand­bomben entstand in verschiedenen Orten geringer Schaden. 6 britische Flugzeuge wurden abgeschossen.

Oer Kessel von Brjansk zerschlagen.

Riesige Kriegsbeute.

DRV.Aus dem Führerhauptquartier, 15. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Doppelschlacht von Vrjansk und Wjasma nähert sich ihrem Abschluß. 3m Laufe des heutigen Tages wurden auch die in den Kesseln nördlich Brjansk eingeschlossenen Kräfte un­ter schwersten blutigen Verlusten des Gegners z e r -

ki wurde. Mit diesem Vertrage hatte Petersburg jmen Einfluß direkt in das Herz des Kaukasus tragen. Die Völkerschaften des nördlichen Kauka- \» unter dem Scheich Mansur vereinigten sich nun

18 britische Flugzeuge abgeschossen.

Berlin, 16.Ott (DRB. Funkspruch.) Die tische Luftwaffe hat in den Mittagsstunden

Das Ritterkreuz.

Berlin, 15. Okt. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall G ö r i n a, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz an Oberleutnant Hohagen, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader;

Annahme von An,eine« für die Mittagsnummer oiS8'/,Ubr des BormittagS

Arueiaen-Pretle:

Anzeigenteil 7 Rvt ie mm bei 22 mm Zellenbreite, Tertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlasse:

Wiederholung Malstassell Abschlüsse Mengenstaffel B Plavoorichrikt (vorherige Vereinbarung) 25°/« meor

setzung für die verkehrsrnätzige Benutzung von Mur­mansk, das durch den Golfstrom den ganzen Winter eisfrei bleibt. Der Verkehr über diesen nördlichsten Hasen Rußlands war natürlich entsprechend der beschränkten Umladeeinrichtungen auch gering. Er konnte das Ende der zaristischen Armee nicht auf­halten, die besonders stark an dem Mangel moder­nen Kriegsmaterials litt So hatte damals die erfolgreiche deutsch-türkische Blockade gegen Ruß­land zum Zusammenbruch des Kolosses beigetragen.

Heute ist die Sage ähnlich. Die Ostsee ist wie­derum für den sowjetisechn Schiffsverkehr unbe­nutzbar gemacht. Die Murmanbahn ist durch deutsche Flieger schon an mehreren Stellen unter­brochen worden. Deutsche See- und Luftstreit- kräste stören im nördlichen Eismeer überdies den sowjetischen Seehandel. Auch hier also ist die Sowjetunion von ihrem westlichen Bundesgenossen abgeschlagen.

Der Weg durch die Meerengen und durch das Schwarze Meer ist für die Briten seit dem Verlust Griechenlands verschlossen. Die vereinigten Streitkräfte der Achsenmächte haben durch die Be­setzung der griechischen Inseln und Kretas praktisch die britische Flotte aus der Aegäis verdrängt. Heute erkennt man erst die ganze Bedeutung der Erobe­rung Kretas, weil damit den Briten der Zugang zu den türkischen Meerengen und ins Schwarze Meer versperrt wurde. Die Herrschaft der Achsen­mächte im Aegäischen Meer bedeutet gleichzeitig die Kontrolle über die Meerengen und die Abschlie - ßung des Schwarzen Meeres. Auch hier also kann England Moskau nicht zu Hilfe eilen.

Der noch bleibende Weg über die Sibirische Bahn ist, wie wir bereits oben sagten, lang und beschwerlich. Für britisches Kriegsmaterial kommt er überhaupt nicht in Bettacht, weil der Schiffs­raum fehlt, um, die Waren erst nach Wladi­wostok zu befördern. Für amerikanische Waffenliefe­rungen ist der Weg über Wladiwostok freilich der gegebene, aber er hat, abgesehen von den Mängeln der Bahn, den Nachteil, daß er durch japa-

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Linier unseren Schlägen.

Mit der Vernichtung der im Raum von Wjasma eingeschlossenen Kräfte des Gegners sind die deut­schen Operationen an der 1200 Kilometer langen Kampffront ein bedeutendes Stück der Vernich­tung der bolschewistischen Riesen­armee näher gekommen. An geschlossenen Kampfverbänden bleiben nunmehr lediglich die in den Kesseln bei Brjansk eingeschlossenen Truppen Timoschenkos und die Leningrad-Armee Woro­schilows übrig. Auch diese gehen unaufhaltsam chrer Auflösung entgegen. Die Zahl der Gefangenen an der Ostfront ist nach dem deutschen Wehrmacht­bericht vom 15. Oktober inzwischen weit über die drei Millionen hinausgewachsen.

Das ist der Tatbestand, über den sich jetzt selbst die Londoner Militärsachverständigen nichts mehr oormachen. Aus der Rede des Führers vom 3. Ok­tober wissen wir, daß uns das Ausmaß der gewal­tigen Sowjetwehrmacht sowohl hinsichllich ihrer zahlenmäßigen Ueberlegenheit, als ihrer moder­nen Ausrüstung überrascht hatte. Die geniale deutsche Führung, der wagemutige Einsatz der Truppe und der Heldenmut jedes einzelnen deut­schen Soldaten haben trotzdem diese Ueberlegenheit ausgeglichen und im Laufe der jetzt 114 Tage wäh­renden ununterbrochenen harten Kämpfe beseitigt. Die Menschenverluste der Sowjets sind katastrophal, selbst für Moskauer Begriffe. Die Ausrüstung der Sowjetarmee ist im wesentlichen zerschlagen oder von den deutschen Truppen erbeutet. Die sowjetische Luftarmee hat vom ersten Tage der Offensive an die Lufthoheit über dem sowjetischen Raum an die deutsche Luftwaffe abgeben müssen. Die Seestreit­kräfte der Sowjets sind entweder vernichtet, in der Finnischen Bucht in der deutschen Minensperre ein* geschlossen, im Schwarzen Meer bedeutungslos oder im nördlichen Eismeer zur Untätigkeit verurteilt. Das gesamte Verkehrsnetz der Sowjetunion, soweit es strategische Bedeutung hat, ist entweder bereits schon zerstört, ober es zerbricht unter dem täglichen Bombenhagel der deutschen Kampfstaffeln der Luft, lieber die systematische Zerschlagung der sow­jetischen Wirtschaftskraft ist mehrfach berichtet wor­den; sie ist so weit gediehen, daß die sowjetische Kriegswirtschaft nicht mehr in der Lage ist, aus eigener Kraft die Bedürfnisse der Front zu be­friedigen.

In den Ländern der sowjetischen Verbündeten ist mehr oder weniger offen die Frage erhoben wor­den, wodurch sich die nicht mehr wegzuleugnende furchtbare Niederlage der Sowjets erklären läßt. Eine wesentliche Ursache des deutschen Erfolges sieht der militärische Mitarbeiter der Stefani in der be­stialischen Taktik der Sowjets, die ohne Rücksicht ungeheure Massen von Menschen und Material op­fert. Im Gegensatz hierzu steht die deutsche mili­tärische Führung, die sich an das Wort des Füh­rers hält, mit den geringstmöglichen Opfern den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Das ist einerseits der Erfolg der deutschen Ausbildung, zum andern aber die geistige Ueberlegenheit und die idealistische Auffassung des deutschen Soldaten vom Kampf um die Freiheit-des Vaterlandes. Dazu kommt die über­ragende waffenmäßige Ausrüstung der deutschen Truppe, für die das Beste nach des Führers Wort gerade gut genug ist. Damit ist der deutsche Soldat dem Sowjetgardisten als Kämpfer weit überlegen. Der Bolschewist kennt nach der kommunistischen Schule weder selbständiges Denken, noch selbständig

Zwischen zwei Meeren und zwei Kontinenten

Von unserem Ust.-Berichterstatter.

Jahrgang Nr. 246

^scheint täglich außer sonntags und feiertags

Beilagen:

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Monatlich......RM1L0

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General-Anzeiger für Oberhessen $*

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Ankara, im Oktober 1941.

Mit dem siegreichen Vorwärtsdringen der deut- |:cn und verbündeten Truppen in den Gebieten des Ichwar3en und des Asowschen Meeres ri/t auch der Kaukasus ins Blickfeld des ge- riltigen Geschehens unserer Zeitepoche. Ist doch tr Kaukasus, der zwischen zwei Meeren (Schwar- pi und Kaspischem Meer) und zwischen zwei Kon- : enten liegt, dazu bestimmt, die Rolle einer natür- L)cn Grenzscheide zu spielen. Für die Griechen fir der Kaukasus die Wiege ihrer Mythologie, dort pr Prometheus angeschmiedet, dorthin kamen die tgonauten auf der Suche nach Gold, lieber das frbiet des Kaukasus führte auch der kürzeste Weg un Asien nach Europa durch diePorta Portarum^ kitt diePylae oafpiae". Die großen Eroberer ver- pngener Zeiten klopften an dieses Tor. Die Horden lchingis Khans und Tamerlans zogen durch dieses ir hindurch nach Westen. Durch das südliche Ge­ht des Kaukasus ging die Seidensttaße aus (ina und Indien an das Schwarze Meer und im Men die Handelsstraße aus Mittelasien an den t>n. Als dann später das Reich der russischen Zaren ft ausdehnte, zog diePorta Portarum" oder lrbentsche Pforte die Aufmerksamkeit der Groß- richt des Nordens auf sich. Aber der Plan Peters js Großen, nach Mittelasien einzudringen, miß- tig. Sein Heer wurde 1717 in Chiwa geschlagen. Ji unternahm der Zar einen Marsch zum Kau- t us und erkämpfte sich den Durchgang. Von dieser jit an beginnt das systematische Eindringen der kssen in den Kaukasus.

2ine für die Geschichte des Kaukasus verhängnis- olle Wende trat im Jahre 1783 ein, als sich der k, te König von Georgien, Georg XIII., dazu über«

uorqien unter Djordania erließ einen Appell an «i>*i< Völker Europas und teilte den Beschluß auch

dec'' Genfer Bund mit, der davon Kenntnis nahm.

M Bolschewisten fanden sich anfangs, wenigstens Schein, mit dieser Tatsache ab. Aber es dauerte iDfl Mt lange, so brachen sie ihre Zusage, und über- oWW bolschewistische Kräfte drangen unter dem |bfl, ?Echtigten Massenschlächter Bela Khun m das iifslfi# kme Land ein und veranstalteten ein furchtbares lOn ^metzel, in dem weder Frauen noch Kinder ver­las h nt wurden. , ~ t

^«eerfttaße", die die nördliche mohammedanische icherkessenwelt von der südlichen christlichen Welt br Georgier ober Grusiner scheidet. Südlich davon tet die Hauptmenge der Armenier, südöstlich liegt Vi Gebiet der Turko-Tataren und Aserbeidscha- iin. Dort auf der Halbinsel Apscheron am Kajpi- |en Meer leben die letzten Feueranbeter. Aus rem Heiligtum, das von einer hohen weißen ßiuer eingeschlossen ist, brechen aus schornsteln- itigen Röhren seit undenklichen Zeiten Flammen tzxen den Himmel, die durch Raphchagase gespeist vrden.

g.ien Rußland und führten sieben Jahre lang bis 131 auf der ganzen Linie von Dagestan bis zur Mte des Schwarzen Meeres, unterstützt von den Sitten, einen heroischen Kampf gegen die Erobe- 1 eng des Nordens. Der Stampf fand feinen Ab- i jrlllß durch die Gefangennahme des Scheich Man- . ji" Aber es dauerte noch lange Jahrzehnte, ehe

[t| Zar Nikolaus I. nach blutigen Kämpfen gegen 6 kaukasischen Freiheitshelden Schamil und Hadji üurab als wirklicher Herr über den Kaukasus füh-

v -o. oer aus oem .....- '

, lh Stolm ober ber Ehes ber Tscheka und fpote*

$ W 9 ^.?PU. Berija, eine führende Nolle in^der bolsche-

3He die Volker des Kaukasus, Georgier, Tscher- en, Armenier usw. besitzen eine alte Kultur und tien auf eine große Vergangenheit Zurück. Am hc» der Königin Tamara versammelten sich Phüo- oihen und Dichter. Vom König Heraklius von Ge- ii' ten sagte Friedrich ber Große, daß er sich gern ii. diesem Herrscher vergleichen lassen wolle. Der H des Königs Tigran von Armenien gehörte im Jahrhundert zu den glänzendsten jener Zeit. Der fcmta|us ist sagenumwoben: Die Tscherkessen nen» :<i den Elbrus, denOschga-Maschua" (Berg des 6$ens), denn in seinen Schluchten soll sich ber Em- ;cng in das Reich ber Feen, ber Pari-Dschms be= tiSen; auf feinen eisgekrönten Gipfeln befindet sich !e Horst besGott-Äblers", bes Samurg, dessen 5-gelschläge bte Felsen im Sturm erzittern lassem »t- Laufe ber fünfzig Jahre vor dem Ausbruch -k Weltkrieges hatte die russische Durchbrrngung te Kaukasus erhebliche Fortschritte gemacht. Viele rchne der bekanntesten kaukasischen Familien nah- Nm am Hofe von Petersburg und in der Armee 6 Zaren hervorragende Stellungen ein. Der kai- -i iche Statthatter in Tiflis verstand es, sich rZreunde «er den eingeborenen Völkern zu erwerben, und o-.: einer ernsthaften Widerstandsbewegung gegen durch andere Machte blockiert üi russische Herrschaft konnte keine Rede mehr sein. Weltkrieg beherrschte die deut 5as änderte sich plötzlich mit dem Sturz desZaren- hnrt .

Nis. Kaurn daß Kerenski an die Spitze der Re- '"rung getreten war, erklärten die Volker des tafafus ihre Lostrennung vorn russi'chen Reich

erklärten sich getreu dem Prinzip der Selbst-

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U s>mung d-r.Völker, für,, foun.ran^Staaten.