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Tücht'ge Facharbeiter werden Meister.

Die deutschen Betriebe brauchen Unterführer- Nachwuchs. Dieser kann nur aus den Reihen der 'tüchtigen Facharbeiter des eigenen Betriebes Her­vorgeyen. Um allen befähigten, charakterlich und weltanschaulich einwandfreien Facharbeitern der' Eisen- und Metallindustrie die Möglichkeit zu geben, die für die Ausfüllung eines Meisterpostens fehlenden Kenntnisse zu erwerben und die Quali­fikation eines betrieblichen Unterführers zu erlan­gen, führt die Deutsche Arbeitsfront, Hauptabtei­lung für Berufserziehung und Betl^iebsführung, Gießen, einen fünfsemestrigen Lehrgang durch. Nach Abschluß dieses Lehrgangs legen die Teilnehmer eine Prüfung ab und erhalten nach Bestehen der Prüfung ein Zeugnis, welches die Fähigkeiten und Kenntnisse zur Ausübung der Tätigkeit als Meister und betrieblicher Unterführer nachweist. Voraus­setzung zur Teilnahme ist abgeschlossene Lehre, welt­anschaulich einwandfreie Haltuna und ein Mindest­alter von 25 Jahren. Interessenten wenden sich zwecks näherer Auskunft und Einsichtnahme in den Stoffplan an die DAF., Kreiswaltung Wetterau, Hauptabteilung für Berufserziehung und Betriebs­führung, Gießen, Schanzenstraße 18.

Schont den weißen Randsteinanstrich'

Welch wertvolles Hilfsmittel zur Orientierung bei Nacht der weiße Randsteinanstrich ist, weiß jeder. Natürlich wird der ursprünglich weiße An­strich abgenutzt und geht allmählich in den grauen Ton der Straße oder des Bürgersteigs über, wes­wegen er nach einigen Wochen erneuert werden muß. Das kostet Mühe, Zeit und Arbeitskräste. Darum sollte jeder darauf bedacht sein, den Rand-. stein möglichst nicht zu betreten, wenigstens nicht, solange der Anstrich frisch und noch nicht trocken ist. Auch Kraftfahrzeuge und sonstige Wagen be­schädigen häufig die Randsteinanstriche, wenn sie beim Rechtseinbiegen den Randstein befahren.

Achtet auf die Wachhunde.

Es wird vielfach festgestellt, daß beim Halten von Wachhunden die Vorschriften des Tierschutzgesetzes nicht beachtet werden. Der Unterkunftsraum für Wachhunde muß so beschaffen sein, daß er den Tieren tatsächlich vor den Unbilden der Witterung (sengende Sonne, Nässe, Wind, Kälte, Schnee) aus­reichenden Schutz bietet. Das Lager muß trocken, die Lagerstreu, besonders in der kalten Jahreszeit, reichlich sein und öfters gewechselt werden. Der Un­terkunftsraum ist regelmäßig zu reinigen und nö­tigenfalls von Ungeziefer zu befreien. Die Hunde find auskömmlich zu füttern. Futter- und Trink­gefäße müssen rein gehallen sein. Der von dem angeketteten Hund belaufene Umkreis ist sauber zu halten. Auch muß dem angeketteten Hund die Mög­lichkeit gegeben werden, täglich einige Stunden, wenn nötig unter Aufsicht, frei herumzulaufen.

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 16. Sept. Auf dem heutigen Wochen­markte kosteten: Molkereibutter, Vi kg L80 NM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln 5 kg 53, Wirsing, grün, % kg 10 bis 12, Weiß­kraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römisch­kohl 10, Bohnen, grün, 25 bis 30, Mischgemüse 8 bis 10, Tomaten 25 bis 30, Schwarzwurzeln 40,

Das iniereffiert dis Hausfrau.

Man nehme Paprikaschoten...-

Mißtrauisch werden die Paprikaschoten, die wir z. Z. überall in den Geschäften unseres Gaues se­hen, von vielen Hausfrauen angesehen.Soll man sich davon mal holen? Die müssen aber doch schreck­lich scharf sein, schon allein bei dem Wort »Paprika* brennt einem doch beinahe die Zunge!" Nein, so schlimm ist's nicht, und wenn wir die grüne Pa­prikaschote richtig vorbereiten, ist sie wohlschmeckend, und, da sehr vitaminreich, äußerst gesund und leicht verdaulich. Das ist doch -schon verlockend, und wenn wir erst einmal wissen, daß wir unseren Familien damit nährreiche Kost bringen, dann probieren wir's doch noch mal so gerne. Die Schärfe der Paprika­schoten liegt in den Körnern und dem inneren Teil der Schote, deshalb.wird beides entfernt. Dazu schneiden wir die Schote unten am Stielansatz auf und nehmen die Körner und die inneren Rippen vollständig heraus. Darauf werden die Schoten ge­waschen und auf verschiedene Art zubereitet.

Man kann sie feinnudelig schneiden und in Fett dünsten oder auch geschnitzelte Paprika mit geschnit­tenen Bohnen mischen. Gefüllte Paprika­schoten lassen sich mit verschiedenen Füllungen sehr schmackhaft zubereiten. Man schneidet den Scho­ten hierfür einen Deckel ab, entfernt Rippen und Kerne, tut die Füllung hinein und setzt den Deckel wieder auf .Wir können diese gefüllten Schoten im Ofen in einer Auflaufform garmachen oder im Kochtopf. Als Füllung lassen sich neben einer Fleischmasse auch Reis, Nährmittel, Kartoffelteig oder Fisch verwenden. Die Füllungen werden kräf­tig mit Kräutern abgeschmeckt. Fleischfüllungen kön­nen wir auch durch Beigabe von Nährmitteln gut

strecken. Füllungen, die längere Kochdauer brauchen, werden vorgekocht, da die Paprikaschote gar keine lange Garzeit benötigt (etwa eine halbe Stunde).

Als Gemüseeintopf bereiten wir in Strei­fen geschnittene Paprikaschoten mit Tomaten zu gleichen Teilen und der doppelten Menge Kartof­feln, zu dem wir die Paprikaschoten vorher in Speck und Zwiebeln andünsten.

Eine Paprika - Tomatensuppe stellen wir auf folgende Art her: Für 4 Personen 2 Pa­prikaschoten, 500 Gramm Tomaten, Zwiebeln oder Lauch, drei bis vier gekochte, geriebene Kartoffeln, IV« Liter Wasser oder halb Milch, halb Wasser. Die vorbereiteten Paprikaschoten werden in £eine Streifen geschnitten. Die Tomaten legt man in ein Sieb, das man kurz in, kochendes Wasser hält und die Haut abzieht. In h'eißem Fett röstet man die kleingeschnittenen Zwiebeln an, fügt Paprika und die geschnittenen Tomaten hinzu, füllt mit einem halben Liter Wasser auf und kocht gut durch. Dann gibt man Kartoffeln und die restliche Flüssigkeit zu. Man läßt noch einmal aufkochen, schmeckt ab und richtet mit Schnittlauch an. Auch Kartoffel- ober Gemüseauflauf können mir durch Beigabe von ge­kochten oder rohen Paprikaschoten um einen pikan­ten Geschmack bereichern.

Wir sehen also, Möglichkeiten, Paprikaschoten zu verwerten, gibt es verschiedene. Wir wissen auch, daß man nie auslernt, und etwas neues probieren hat immer feinen eigenen Reiz. Deshalb lassen mir uns nicht länger nötigen, sondern folgen der freund­lichen Aufforderung, die da lautet:Man nehme Paprikaschoten..."

Rhabarber 15, Kürbis 10, Frühäpfel 30, Birnen 35 bis 45, Blumenkohl, das Stück 30 bis 50, Salat 10 bis 12, Salatgurken 20 bis 40, Endivien 10 bis 15, Rettich 10 bis 12, Radieschen, Bund 12 Rpf.

** Blühendes Gift! Aus dem Wiesengrund drängen jetzt überall die keimenden Herbstzeitlosen ans Licht. Warnt eure Kinder! Nicht nur das Jn- denmundnehmen ist tödliche Gefahr, sondern schon das Pflücken der hübschen Blumen. Saftreste aus ihren Stengel, die an den Händen bleiben, bringen den Tod, roenn man mit ungesäuberten Händen sein Frühstücksbrot zum Munde führt.

GonSergerichi in Gießen.

Heinrich Wolf in Launsbach mar angeklagt, im April und Mai d. I. in Gießen fortgesetzt gehässige, hetzerische und von niedriger Gesinnung zeugende Aeußerungen über führende Persönlichkeiten des Staates und die Partei, über ihre Anordnungen und die von ihnen geschaffenen Einrichtungen ge­macht zu haben, die geeignet waren, das Vertrauen des Volkes zur politischen Führung zu untergraben, wobei er damit rechnen mußte, das seine böswilligen Aeußerungen in die Öffentlichkeit bringen wür­den. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefäng­nisstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr, auf die ein Monat der Untersuchungshaft angerechnet wurde, verurteilt.

Zn der Scheune tödlich abgestürzt.

* Holzheim (Kreis Gießen), 15. September. Am Samstagvormittag stürzte der hiesige Landwirt und Schreiner Peter Heinrich Jung in feiner Scheune vom hohen Gerüst ab und fiel auf einen in der Scheune stehenden Leiterwagen. Bei dem harten Aufprall erlitt der bedauernswerte Mann einen Schädelbruch und schwere in­nere Verletzungen, an denen er bald darauf verstarb. Der Verunglückte war mit dem Herauf­ziehen von Getreidegarben auf den Scheunenboden beschäftigt gewesen und dabei vermutlich abgerutscht. Auch Taschenlampenlicht ist gefährlich.

Lpd. Frankfurt a. M., 15. Sept. Das Amts­gericht Frankfurt bestrafte eine 34jährige Frau wegen Uebertretung der Verdunkelungsvorschriften mit 50 RM. Geldstrafe. Die Angeklagte hatte wäh­rend eines Fliegeralarms ihr nicht ver­dunkeltes Schlafzimmer betreten und mit einer Taschenlampe unter das Bett geleuchtet, um ein Paar Schuhe zu holen.

Gefängnis für eine Spritztour.

Lpd. Em Händler hatte feinen Kraftwagen zur Beförderung mehrerer Kisten Bohnerwachs nach Höchst benutzt und eine Frau und einen Bekannten mitgenommen. Man kam bann überein, einen net­ten Abend in Höchst zu verleben. Der Händler fuhr

nach Frankfurt zurück, um eine weitere Bekannte zu holen. Diese Fahrt stellte eine mißbräuchliche Benutzung des Autos dar und hatte zur Folge, daß der Händler vom Amtsgericht Frankfurt zu einem Monat Gefängnis verurteilt wurde.

G. A.-Spori.

T. D. v. 1846 Gießen.

Am Sonntag wurden, verbunden mit dem Lands­krone-Bergfest in Oppenheim am Rhein, die ersten Gebietsmeisterschaften des Gebietes 13 (Hessen- Nassau) der HI. im Faustball ausgetragen. Als Vertreter des Bannes 116 war die Jugendmann­schaft des Tv. von 1846 Gießen beteiligt. Obwohl die Jungen durch die Einberufung ihres Trainers den ganzen Sommer hindurch keine Trainings­möglichkeit hatten, konnten sie doch einen achtbaren 3. Platz belegen. Schlußstand der Endrunde: 1. und Gebietsmeister Bann 115 (Pfungstadt), 2. Bann 81 (Licht-Luft Frankfurt), 3. Bann 116 (To. v. 1846 Gießen). Die Mannschaft: Heinz Becker, Helmut Becker, Helmut Baldauf, H. Gerbig (alle Bann- spieler), K. H. Vollmöller (Motor-HI.).

Hitler-Jugend Bann 116.

Fähnlein 2/116 Jungsianun 1/116 3:2 (0:2).

Nachdem das Fähnlein 2 bereits durch einen 8:0-Sieg über das Jungvolk vom Biebertal von sich reden gemacht hat, gelang am Samstag der große Wurf. Die Auslese der drei übrigen Gießener Fähn­lein wurde von einem Fähnlein geschlagen! Trotz der durch die niedrigen Altersstufen bedingten kör­perlichen Unterlegenheit waren die Jungen vom Fähnlein 2 im Kampf überlegen. Zwei Tore des Jungstammes konnten nicht entmutigen, doch fehlte in der ersten Halbzeit der herzhafte Torschuß der roten 2er". Nach der Pause war für den Jung­stamm nichts mehr zu bestellen. In hartem Kampf wurden die Tore zum Siege geschossen.

Leihgestern 1. 3gb. - Lich 1. Jgd. 4:0 (0:0).

Am Sonntag hatte die erste Jugend der Spiel­vereinigung Leihgestern die gleiche des VfR. Lich im ersten Berbandsspiel zum Gegner. In der ersten Halbzeit hielt Lich das Spiel vollkommen offen und brachte die Leihgesterner Hintermannschaft oft in Verwirrung. In der zweiten Halbzeit wurde der Bann von Leihgestern gebrochen, die in flottem Spiel vier Tore schießen konnten.

Die zweite Jugend hielt sich tapfer und verlor in Garbenteich nur knapp, obwohl^ sie stark ersatzge­schwächt das Spiel bestreiten mußte.

2B.-$feinberg Jgd. Mendorf (Lahn) Jgd. 9:0.

Die Mannschaften traten in Watzenborn-Stein­berg zu ihrem ersten Bannmeisterschaftsspiel an. Die Gäste kamen nicht zu einem Ehrentor, da ihre weit vorgelegten Angriffe an der Läuferreihe und Verteidigung der Platzbesitzer hängen blieben.

Garbenleich 1. Jgd. Steinbach 1. Jgd. 3:3.

In Garbenteich standen sich im ersten Runden- spiel beide Mannschaften gegenüber. In der ersten Halbzeit waren die Platzbesitzer leicht überlegen und konnten "bis zum Wechsel 3:1 führen. In der zweiten Hälfte kamen die Gäste mehr auf und konn­ten bis zum Schluß gleichziehen.

Die 2. Jugend von Steinbach trat in Heuchelheim nur mit 10 Mann an. Bereits nach zehn Minuten Spielzeit hieß es 1:1. Kurz vor Schluß schossen die Gastgeber zum Siegestor ein.

Am Donnerstag, dem 11. Sept., früh 5 Uhr, verschied ganz plötzlich an Herzschlag unsre liebe, treusorgende Mutter, Schwieger­mutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Minna Hochstätter

geb. Kästner

im 74. Lebensjahr.

In tiefem Schmerz

im Namen aller Angehörigen:

Hans-Otto Hochstätter

Alma Hochstätter

Carlotta Hochstätter, geb.Sinogöwitz.

Gießen, Lübeck, Apolda, Kassel, den 15. September 1941.

Auf Wunsch der Verstorbenen fand die Bei­setzung in aller Stille statt.

03073

Am 14. September entschlief nach kurzem, schweren Leiden in der Klinik zu Gießen unser herzensgutes Kind, mein einziges Schwesterchen, unser liebes Enkelkind

Karla

im Alter von 4 Jabren.

In tiefem Schmerz:

Familie Otto Rudolph, Daubringen Familie Carl Otto Weller, Alten-Buseck und alle Angehörigen.

Daubringen, den 16. September 1941.

Die Beerdigung findet Mittwoch, 17. Sept., nachmittags 4 Uhr statt.

___________________________________3848 D

»Jahrelang litt ich an

heftigen Nerven-

u. Rhenmaschmerzen zeitw. so stark, daß ich nichts mehr arbeiten u. kaum mehr gehen konnte. Nach einer mehrwöchig. Kur mit Trineral-Ovaltabletten bin ich mein Leiden vollständig

los." Schreibt am 23. 5. 40 Fr. Marie Tessarz, Hausbesitzerin, Hintersdors/ND., Hauptstr. 40. Bei Glieder-, Gelenk-, Nerven- «. Kopfschmerzen. Gicht, Nhenma, Ischias, Hexenschuß, Grippe, Er- kältuugskraukh. helfen die hochwirksamen Trineral- Ovaltabletten. Sie werden auch von Herz-, Ma­gen- und Darmempfindlichen bestens vertragen. Machen Sie sofort einen Versuch! Beachten Sie Inhalt u. Preis d.Packg.:20Tabl.uur 79 Psg.! In all. Avoth. o.Trineral GmbH.. München A 27/547 Kosten!. Brosch.Lebensfreude ö. Gesundheit" tterL!

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