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Wieder ein Oberhesse Ritterkreuzträger

cs Zeichen des Dankes und der Verbundenheit t?m Korpsführer des NSKK., Hühnlein, einen

(hrendolch als Geschenk des Heeres.

4711

(Nachdruck verboten.)

H. Fortsetzung.

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weist den Weg zur richtigen Zahnpflege

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Mit seinen Glückwünschen zur Vollendung des f3. Lebensjahres widmete der Oberbefehlshaber des feeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch,

Verdunkelungszeit

16. September von 19.34 bis 6.55 Uhr.

Die Zähne hängen eng mit dem Blutkreislauf zusammen. 3ft cs ein Wunder, datz kranke Zähne den Körper vergiften?

fahrt zu ermöglichen.

Das Zeitzeichen der deutschen Seewarte

NSG Den Hörern des Reichssenders Frankfurt wird es aufgefallen (ein, daß feit einiger Zeit tag. lich kurz vor 14 Uhr der Ansager das Kurz-Zeit- ken gelassen hatte. Und dann richtete sich seine dumme Empörung gegen dos Schicksal, das sich ge- rade ihn als Opfer ausersehen hatte. Es war em kindischer Zornesausbruch, ein Hadern mit dem Schicksal, töricht und ein wenig komisch, wenn man die Ursachen bedachte. Aber zum Teufel, hatte er nicht seine Aufgabe, die ihn ganz in Anspruch nahm und die keine Ablenkung vertrug, und vor ollem keine so dumme und lästige Ablenkung wie diesen Weiberkram? Oder sollte das jetzt etwa so eine Art Nebenbeschäftigung von ihm werden, den Derrnitt- lungsaugust zwischen den beiden Weibern zu spie­len? Danke!

Er klopfte an Fräulein Zöglings Tür und mel- bete sich.Äch möchte Sie sprechen wenn es möglich ist."

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Die ötti HMmgMöer

Vornan von Horst Blernath

Der Führer hat dem Generaldirektor der Ufa Ludwig K l i tz s ch zum 60. Geburtstag telegraphisch feine herzlichen Glückwünsche übermittelt.

*

Der Führer hat dem Hofrat Friedrich Geh- » a ch e r in Salzburg aus Anlatz der Vollendung im es 75. Lebensjahres in Würdigung feiner großen erdienfte um die Pflege der Musik Mozarts die o e t h e. M e d a i l l e für Kunst und Wissenschaft rrliehen.

chien überhell ins Zimmer und spiegelte sich vot- end in dem polierten Nickelfuß der kleinen Lese- ampe, die auf dem Tischchen unter dem Femter

/Bitte, Herr Doktor, nehmen Sie doch Platz .." Er ging etwas ungeschickt, die rechte Schulter vorschiebend, als fürchte er. in dem kleinen Raum ein Möbelstück umzustoßen, zu dem angebotenen Sessel in der Nähecke und wartete, daß Fraulein Zögling ihm gegenüber Platz nehme. Jedoch er wartete vergeblich. Fräulein Zögling trat zum Fen- (ter und blieb dort stehen. In der hell einfallenden Mittagssonne waren nur die Umrisse ihrer Gestalt deutlich gezeichnet; ihr Gesicht, von dem lichtüber- flossenen Haar wie von einem blinkenden Silber­rahmen eingefaßt, lag in tiefem Schatten. Ähre Hände zerrten an einem zusammengeknüllten wei­ßen Spitzentüchlein. Unter diesen Umständen ver­achtete Hellwang darauf, von dem angebotenen Stuhl Gebrauch zu machen. Er trat einen kleinen Schritt zurück und lehnte sich gegen die gelbe Bie­dermeierkommode, auf der das Abschiedsgeschenk des Grafen Ädell-Ädell leise auf der metallenen Unterlage klirrte.

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griffen, daß ein wichtiger Brückenkopf gegen bedroh­liche feindliche Angriffe gehalten werden konnte und somit die Vorbedingungen für das weitere Vor­gehen der deutschen Truppen geschaffen wurden. Bei seinen Schlachtflügen hat er bisher sieben feind­liche Flugzeuge abgeschossen.

Eine Sekunde, bitte..

Er wartete und starrte auf seine Armbanduhr. Innen gab es ein eiliges Hin- und Herhuschen, Wassergeplätlcher, Klirren von Glas... Es dauerte zwei Minuten und fünfundzwanzig Sekunden, bis Fräulein Zögling ihm die Tür öffnete. (Er_ trat, ein wenig geblendet, über die Schwelle, die sonne

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Abschiedsfeier für Käthe Töpelmann.

Der vorige Sonntag war ein bedeutsamer Tag für die Führerinnen des Untergaues 116. Am Vor­tag hatte eine Tagung aller Gruppenführerinnen, Sozialwartinnen und Sportwartinnen des Unter­gaues stattgefunden.

Hieran schloß sich die Feier am Sonntag, die ins­besondere der scheidenden Untergauführerin Käthe Töpelmann galt. Die allzeit bereite Spielschar der. eröffnete die Stunde mit einer Komposition von Telemann und steuerte im Verlaufe noch einen schönen Satz von Händel bei. Gedichtoorträge und Lieder des.-Ehores brachten hübsche Abwechslung.

Die erste Ansprache hielt Gauredner Wagner. Er betonte den Dreiklang im germanischen Men- schen: Körper, Geist und Seele, und leitete aus ihm die Unsterblichkeit unseres Volkes ab. Arbeit, Kampf und treue Kameradschaft sind die Merkmale der heutigen Zeit. Alles, was das Große und Schöne zersetzt, leynen wir ab. Wir müssen dafür sorgen, daß in keinem Deutschen mehr auch nur ein Rest des jüdisch-kapitalistischen Geistes verbleibt. Dann wird noch in ferner Zeit der Satz gelten: Deutsch­land ist der Nationalsozialismus der National­sozialismus ist Deutschland!

Nach dem letzten Lied sprach die Obergauführerin Gertrud Samper. Sie dankte der bisherigen Untergauführerin Käthe Töpelmann für die van ihr geleistete Arbett, besonders in den Äähren, wo sie restlos auf ihrem Posten stehen mußte und stand. Mit den herzlichsten Worten für das weitere Leben der verdienstvollen Führerin schloß sie. Käthe Töpelmann dankte für die Anerken­nung ihres Wirkens und gab den Dank weiter an alle Führerinnen, die chr bei der Arbeit halfen, so­wie an den Kreisleiter und die Bürgermeister des Untergaues für alle Unterstützung.

Kreisleiter D a ck h a u s , der sich besonders an die scheidende Führerin wandte, und Inge Hack, dis jetzige Untergauführerin, richteten noch kurze Worts an die Ehrengäste. Es folgte der Gruß an den ge­liebten Führer des Volkes, und mit den Liedern der Nation fand die schöne Feier ihr Ende.

Die am Nachmittag stattfindende wohlgelungene Sportschau des DDM. in Bad-Nauheim fand reges Interesse. ____________________

Also heraus damit, Kathi, weshalb vertragen Sie sich mit Fräulein Zögling nicht?"

Ich...?" rief Kathi gekränkt und erstaunt und bekräftigte ihre maßlose Verwunderung noch da- dirch, daß sie den Daumen empört gegen ihren tufen stieß;fragen Sie lieber das Fräulein, wer sich hier vertragen tut und wer nicht! Und wer sich her andauernd beleidigt fühlt und wer nicht! Und iter in die Küche gerannt kam und mit dem Tratsch argefangen hat! Bittschön, und Hann wird sich ja h: rausstellen, wer hier Grund hat, sich nicht wohl jx fühlen..." Und hier lachte Kathi dumpf und verächtlich, so wie im Greiffinger Liebhabertheater D Wildfeuer" Schreinermeister Bierdimpfl zu la- ieu pflegte, in dessen bewährten Händen stets die Sollen schuldlos ins Unglück verstrickter Helden la- g>n. Aber Kathi beeindruckte Hellwang damit nicht alju stark. Er ließ den Sessel airf den Hinterbeinen nippen und warf ihr einen schmalen, mißtrauischen tlirf zu, und sein verkniffener Mund schien zu fegen: Kathi, Kathi, wir beide kennen uns, und ich veiß, daß du ein Satan bist, wenn dir jemand

^Äch werde mit Fräulein Zögling sprechen!" ocr- ktzidete er schließlich. ..

Das tun Sie nur, Herr Doktor , mckte Kathi beifällig; ihre fromme Stimme dabei war reine Niedertracht. ... s

Ich werde es auch tun!" schrie Hellwang wütend, .Mb zwar sofort!" Er ließ Kachi stehen und rannte ns dem Zimmer. Die Kinder zogen die Kopse ?ii, als er an ihnen vorüberfegte. Nur Söhnchen blieb gleichmütig.An Zorn hat er, der ftonm, an mächttqen Zorn..." stellte er laut und unbekum-

Hellwang verhielt ein paar Sekunden, bevor er bie Treppe emporftieg. Stunk im Hause, wo e >!uhe brauchte! Herrgott noch einmal, so mutzte das kcmmen. Für einen Augenblick empfand er fast Erfühl der Bitterkeit gegen Luisa, so als ob sie (chnenflüchtig geworden war und chn im Dreck stei-

zeichen der deutschen Seewarte ankündigt. Dieses Zeichen, dos jeweils eine halbe Minute dauert und genau zur vollen Stunde endet, wird allerdings ohne Ansage auch um 10, 18 und 22 Uhr in die lausende Sendung eingeblendet. Insgesamt 17 Töne werden in verschiedenen Abständen ae« sendet, von denen die ersten 11 lediglich zur An­kündigung dienen. Die folgenden sechs Zeichen wer- den genau auf Sekunde 45, 50, 55 und 58, 59, 60 der letzten Minute zur vollen Stunde gegeben. Maß­gebend für äußerste Genauigkeit beim Uhrenver­gleich ist immer der Anfang der einzelnen Töne. Der Hörer, der seine Uhr wirklich einwandfrei -und ganz genau stellen will, hat jetzt durch Vergleich mit dem Zeitzeichen der deutschen Seewarte täglich mehrmals Gelegenheit dazu.

Für unsere Soldaten.

Im Auftrag des Oberkommandos der Wehrmacht wartete die NS.°>Gemeinschaft .Kraft durch Freude" vor Einheiten der Wehrmacht mit einem Bunten Abend auf, der von Mitgliedern des Frankfurter Opernhauses bestritten wurde. Än ähnlicher Zusam­mensetzung durften die Frankfurter Künstler bereits im Sommer dieses Jahres im Gloria-Palast vor dem Gießener Publikum Lorbeeren ernten. Was da in bunter Reihenfolge an musikalischen, gesanglichen und tänzerischen Leistungen an unseren Soldaten vorbeizog, war recht dazu angetan, sie in eine frohe Feierahendstimmung zu versetzen. Die dankbaren Besucher wurden immer wieder zu lebhaftem Bei­fall hingerissen, der die Künstler zu verschiedenen Wiederholungen und Zugaben zwang. Der Wider­hall, den die Darbietungen in den Herzen der Sol­daten fanden, wird den Künstlern der schönste 'Lohn gewesen fein. So war auch der Dank an die Bor­tragenden, den ein Offizier am Schluß der Darbie­tungen zum Ausdruck brachte, den Zuhörern ganz aus dem Herzen gesprochen.

Dieser Tage sprach vor einer Einheit Prof. Dr. Vollrath', Gießen, über England und Schott­land, ein Kapitel innerbritischer Zwistigkeiten. Aus Grund seines langjährigen Englandstudiums durch öftere Besuche der Insel verstand es der Redner in der ihm eigenen anregenden Art, die Zuhörer zu fesseln, indem er ein klarumrissenes Bild schottischen Wesens zeichnete, das sich so vielfach im Gegensatz zu englischem Wesen befindet und andererseits man­ches mit unserer eigenen Art Gemeinsame aufweist. Heimatliebe und doch Drang in die Ferne und sol­datische Tugend wurden an vielen Beispielen her- ausgestellt, die Beziehungen der Schotten zu deut­schem artverwandtem, Wesen wurden geschichtlich gewürdigt. Don dem eigenartigen schottischen Humor war die Rede als der inneren Heiterkeit eines po­litisch Verdrossenen. Die sogenannte schottische Re­naissance als eine Besinnung auf die eigene Art wurde beleuchtet. In ihrer Zielsetzung erstrebt sie Homerule, eigenes Parlament, Selbständigwerden, in manchen Vertretern eine vollständige Loslösung von England. Auch die Art, wie England mit die- 1 Jen schottischen Bestrebungen fertig zu werden sucht, wurde eingehend gekennzeichnet. Das nähere (rin* , gehen auf die Geschichte einzelner schottischer Regi- ' menter fand bei unseren Soldaten natürlich beson- t bere Aufmerksamkeit. Der Redner hatte die Zuhörer . über eine Stunde in feinen Bann gezogen, und ihre - Spannung löste sich am Schluß^in^starkem^Beifall^

Sie können sich gewiß denken, weshalb ich Sie aufgesucht habe und da Kathi sich wie gewöhnlich bockbeinig stellte und nichts aus sich herausbringen liefe, möchte ich nun Sie bitten, mir doch zu sagen, ; was sich da eigentlich für eine Tragödie abgespielt

Wie wir an anderer Stelle unseres heutigen Blattes berichten, wurde der Staffelkapitän in der Luftwaffe Alfred D rusche! vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus­gezeichnet.

Oberleutnant D r u s che 1 erblickte in Ober- Hessen das Licht der Welt. Er wurde am 4. Fe- bruar 1917 in Bindsachsen (Kreis Büdingen) geboren. Bei zahlreichen Einsätzen in den Feld­zügen gegen Polen, Frankreich, England, auf dem Balkan und auch im Osten hat er seine Todesver­achtung und seinen beispiellosen Mut bewiesen. Er brachte seine Staffel wiederholt so zum Einsatz, dafe entscheidende Krisen zugunsten der eigenen Truppe gewendet werden konnten. So wurde unter anderem südlich Grodno eilt aus der Flanke angelegter feindlicher Panzerangriff durch das todesmutige Eingreifen feiner Staffel im Keime erstickt, wobei elf feindliche Panzer durch Bomben und Bordwaffen vernichtet wurden. Äm Raume von Ulla hat er, ebenfalls an der Spitze seiner Staffel fliegend, so entscheidend in den Erdkampf einge-

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Bei der Geburt Alfred Drusch eis im Februar 1917 stand sein Vater Äohann Konrad D r u s ch e l, Sohn eines Landwirts, als Vizewacht­meister im Artillerie-Regiment Nr. 84 im Weltkrieg im Felde. Die Mutter des neuen Ritterkreuzträgers, Anna Druschel, geb. Naumann, ist die Tochter eines Landwirts in Bindsachsen und hielt sich damals, während ihr Mann im Felde stand, im Elternhause auf. Nach dem Kriege verließ das Ehepaar Druschel mit seinen Kindern Bind­sachsen, und der Vater trat in die Beamtenlaufbahn bei der Strafeenbauoerroaltung über. Zuletzt war er als Kreisstraßenmeister tätig und wohnte in Wiesbaden, wo er inzwischen verstorben ist. Die Mutter Alfred Druscheis wohnt noch in Wiesbaden.

cs gut mit jungen Hunden meintWillst du wohl" klingelte der Wahrer drohend. Bekam der kleine . Hund plötzlich Angst? Er hockte sich nieder und er­ledigte etwas. Gebannt starrten aller Augen auf den Hund. War es vorstellbar, dafe das krumme Pünktchen etwas so Gewaltiges wie eine Straßen- dahn zum Stehen brächte? Oder würde die Stra- zenbahn, dieses Riesentier aus Eisen, einfach über das bißchen warme Leben hinwegfahren, über einen dummen jungen Hund ...?

Da bremste der Fahrer mit hartem Ruck den Wagen und hielt drei Meter vor dem Hündchen, das ihm entqegenftarrte, ohne sich vom Fleck zu rühren. Der Fahrer trat auf die Klingel; so mußte früher das Sturmläuten bei Feuersbrünsten von den Türmen geklungen haben. Der dumme junge Hund aber blieb sitzen. Da stieg der Fahrer ab, griff das Hündchen, das sich vertrauensvoll in feine großen Männerfäufte schmiegte und trug es ganz behutsam zum Bürgersteig. Ueber das, was zwi­schen den Schienen zurückblied, ging er zur Der- kehrsordnung über. Die Bahn fuhr weiter. Der Fahrer meinte seufzend:Mit was man sich nicht alles abgeben muß!" Und die Menschen hinter ihm lächelten milde. H. W.

Sornofiien.

Tageskalender für Dienstag.

Stadttheater: 19 UhrDie Zauberflöte". Gloria-Palast, Seltersweg:Die Rothschilds". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Grüß mir die Lore noch einmal".

Die Zauberflöte" im Theater der Universitätsstadt Gießen.

Die heute zur Eröffnung der Opernspielzett als Festvorstellung zur Aufführung gelangende OperDie Zauberflöte" von W. A. Mozart soll dem Gedenken Mozarts anläfelich seines 150. Todestages in die­sem Jahre huldigen. Das Mozart-Jahr 1941 voran- Iahte die Intendanz, die Opernspielzeit unter den Leitgedanken zu stellen: Don Mozart zu Mozart. Die Eröffnung mitDie Zauberflöte" wird darum ihre Ergänzung mitFigaros Hochzeit" erfahren. Die Festvorstellung derZauberflöte" steht unter der Stabführung Otto Söllners, die Inszenierung leitet Max Schwarze, in den Hauptrollen fingen die Damen Possinke, Schröter-Beckers, Abbt, Mauer, Meinet, Lange und die Herren Schmitz, Ecsy, Lott, Druschel. Es sei besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Aufführungen derZauberflöte" wegen großer technischer Anforderungen jeweils schon um 19 Uhr beginnen müssen.

Am Mittwoch singt in der OperetteZigeuner- liebe" wegett Erkrankung von Fräulein Annemarie Schwind die Partie derIlona" als Gast Fräu­lein Hansi Salzmann, die den Gießenern aus ihrer früheren Tätigkeit als Operettensoubrette an der hiesigen Bühne noch in bester' (Erinnerung sein dürfte. Es sei nochmals darauf aufmerksam ge­macht, daß diese Vorstellung, wie übrigens alle Mittwoch-Vorstellungen, um 19 Uhr beginnt, um den auswärtigen Besuchern die rechtzeitige Ruck-

hat..."

(Er blinzelte in die Ecke und wartete auf eine Antwort; aber er begegnete einem Schweigen und bemerkte plötzlich bei dem Versuch, das Gesicht von Fräulein Zögling zu erkennen, daß sie den Stopf sinken liefe und den kleinen weißen Spitzenball an ihren Mund drückte.

Oh oh!" machte er betroffen und streckte die Hände vor, als beabsichtigte er, ihr zu Hilfe zu eilen;was haben Sie denn? Was ist denn gesche­hen? Um Himmels willen..." (Er war mit ein paar Schritten bei ihr und nötigte sie, etwas unbe­holfen und gewaltsam besorgt, sich zu setzen. Er selber blieb vor dem Sessel stehen, ziemlich ratlos und mit unglücklichem Gesicht, und brachte dabei irgendwelche mertroürbigeri Laute in beruhigendem Baß hervor,aber, aber" undta ta ta", als hätte er ein verirrtes, weinendes Kind vor sich.

Verzeihen Sie", stammelte Fräulein Zögling mit zitternder, tränenerftidter Stimme,aber ich kann nicht mehr ich halte das nicht länger aus..."

Er beugte sich über sie.Nun beruhigen Sie sich doch erst einmal...", bat er und legte seine Hand beruhigend auf ihre Schulter und atmete etwas verwirrt den herben Duft ihres Haares und spürte die Wärme ihrer Haut durch die dünne Seide der Bluse... *

Ich versuche ja, mich zu beherrschen", flüsterte Fräulein Zögling mit einem verschleierten Lächeln, das tapfer wirken sollte und so kläglich anzusehen roar, daß Hellwang eine Welle ehrlichen Mit­gefühls und einen tüchtigen Grimm gegen Kathi in sich auffteigeu fühlte.Glauben Sie mir, bitte, Herr Doktor", fuhr Fräulein Zögling mit kleiner Stimme fort,ich wollte mir ja nichts anmerken lasten und ich wollte Sie gerade jetzt, wo Sie Ruhe dringend nötig haben, mit diesen Geschichten verschonen, aber es ging einfach nicht meine Nerven versagten..." Ihre Sippen zitterten schon wieder, und Hellwang griff behutsam nach Fräu­lein Zöglings Hand, um sie beruhigend zwischen seinen Fingern zu halten und ihr gut zuzusprechen.

Sie sind wirklich sehr freundlich zu mir, Herr

Doktor", flüsterte Fräulein Zögling beschämt, als verdiene sie soviel Güte garnicht.

Nun ja", sagte er und starrte dabei auf dir breiten Nagelköpfe aus Messing, mit denen die Armlehnen des Sessels beschlagen waren,dazu sind wir ja schließlich da, um uns bas Leben gegen­seitig leichter zu machen. Ich revanchiere mich so­zusagen nur..."

Fräulein Zögling betupfte sich bie Augen:»ch habe mich in Ihrem Hause sehr wohlgefühlt, Herr Doktor ich kann es wohl sagen, wie nirgends sonst in meinem Leben. Die Kinder sind mir richtig ans Herz gewachsen..." Ähre Stimme sank zu einem kaum mehr verständlichen Flüstern herab: ,Zch habe sie geliebt und mich um sie gesorgt, als ob es meine eigenen wären .. .* Sie zögerte plötz­lich, als ginge das, was sie nun sagen mußte, über ihre Kraft:Trotzdem muß ich Sie jetzt bitten, sich nach einem Ersatz für mich umzusehen. Ich verstehs vollkommen, daß Sie Kathi nicht entlassen können, da sie nun schon so lange zu ihrem Hause gehört. . Äch bin ja erst ein halbes Jahr hier. Und es wird Ähnen gewiß nicht schwer werden, sich an einen neuen Menschen zu gewöhnen..."

Um Himmelswillen!" fiel Hellwang bestürzt rn, liebes Fräulein Zögling, was reden Sie da! Nem, das dürfen Sie mir nicht antun, Sie dürfen mich jetzt nicht im Stich lasten! Auf keinen Fall! Ich laste das einfach nicht zu, ich nehme Ähre Kündi- gung gar nicht an! Bitte, bedenken Sie doch, was soll ich hier allein anfangen?"

Sie haben ja Kathi..."

Kathi, Kathi", polterte er los,warten Sie, der werde ich Bescheid sagen! Aber was war denn eigentlich los? Nun möchte ich es wirklich wissen .."

Ich weiß ja selbst nicht", klagte Fräulein Zög­lingwomit ich die Behandlung verdient habe, dis Kathi mir widerfahren läßt. Ich habe mit allen Mitteln versucht, mich mit ihr gut zu stellen, aber vom ersten Augenblick an bin ich auf eisige Ab­lehnung und stummen Widerstand gestoßen. Ver­stehen Sie bitte, nicht auf Beleidigungen, nicht auf offene Kränkungen, sondern auf einen stillen, sturen Haß, der auf die Dauer einfach unerträglich ist. Niemals richtet sie ein Wort an mich, uno wenn ich etwas sage, so ist es, als spräche ich zu einem Stein ober gegen bie Wand..."

(Fortsetzung folgt)

Aus der Stadt Gießen.

Höhere Gewalt.

Die Fahrgäste eines vollbesetzten Sttaßonbahn- wagens erfuhren dieser Tage, daß es sehr sonder­bare Fälle ,chöherer Gewalt" gibt. Die Bahn fuhr in flottem Tempo dahin. Zwischen den Schienen tanzte ein breiter Streifen Sonne. Aber dann er» chien darin ein dunkles Pünktchen, und der Fahrer <og die Brauen über den Augen zusammen. Das Pünktchen wuchs. Nun sahen es auch die Menschen auf der vorderen Plattform. Die Bahn verlang- amte ihr Tempo, obwohl sie eben erst von einer Haltestelle abgefahren roar. Energisch und derb trat der Fahrer auf die Klingel, dringend, rufend, war­nend.

Äetzt sah man den Punkt ganz deutlich es war ein kleiner Hund. (Ein ganz junger, bummer Hund mußte es sein, fein Zweifel. Er lief immer dem Sonnenstrahl nach, als ob er wüßte, daß bie Sonne

nie es im Derleihungsdekret heißtwegen der Imsicht und der persönlichen Tapferkeit, mit der p in glänzender Weise bie Operationen einer aus putschen und rumänischen Verbänden zusammeu- resetzten Armee geführt und dabei durch bie ferechung bes Wiberstanbes bes Feinbes zur Be- reiung des rumänischen Bodens des Nordducken- rnbes und Bessarabiens beigetragen hat", mit dem 3hen rumänischen OrdenMichael der Tapfere" usaezeichnet worden war, überaus warmaehaltene adjrufe.Curentul" schreibt:Die Nachricht füllt rrfere Augen mit Tränen. Unser Schmerz ist um , tiefer, als dieser Held der Armee des Dritten eiches an der Seite unseres Staats- jljrers Antonescu an der besfarabischen ront für bie Befreiung unserer Brüder vom -ücfenben Äoch bes Hoibentums und für bie Zu- itferoberung ber von ben Woivvden geschaffenen stgrenze gearbeitet hat."

7!eun preisgekrönte $ilmc ür die deulsche Produktion in Venedig. Venedig, 15. Sept. (DNB.) Am Sonntag» bend fand im Palazzo Reale als Abschluß der l internationalen FUm-Kunst-Schau in Venedig e Preisverteilung statt. Durch neun preisge­tönte Filme hat die deutsche Film-Prvduktivn re Leistungsfähigkeit vor einem internationalen orum bewiesen. Unter allen beteiligten auslän- schen Nationen erhielt Deutschland die Ersten okale, Preise und Medaillen. Es erhielten den iussolini-Pokal für den besten ausländischen Film r Tobis-Film ,.O h m Krüger", den Pokal des rinisteriums für Dolkskultur der Wien-Film Heimkehr", den Dolpi-Pokal für die beste chsuspielerin, Luise Ullrich für den Ufa-Film Ilnnelie", den Pokal der Biennale, der Tobis- ilmIch klage a n", die Goldene Medaille der Hennale für die beste Regieleistung, G. W. Pabst r den Bavaria-FilmKomödianten", Medaillen i ir Kulturfilme: DieDeutsche Wochenschau", friedliche Jagd mit der Farbkamera",Flößer" ribRügen". Die italienischen und ausländischen > ihne errangen an Preisen: Die Coppa Mussolini i cs bester italienischer FilmDie eiserne : r o n e", den Pokal der Faschistischen ParteiD a s reiße Schiff" (Italien), den Dolpi-Pokal für

: ?n besten Schauspieler, (Ermete Za c coni für *n FilmBuonaparte" (Italien). Den Pokal der iennale:Die mißbrauchten Liebes- riefe" (Schweiz),Eine Nacht in Sieben- ürgen" (Ungärn),Mariane11a" (Spanien) tnbÄ l Marit i" (Italien).

Kleine politische Nachrichten.

Än der Nacht zum 15. September bombardierten rutsche Kampfflugzeuge erfolgreich Hafen und erschiebebahnhos von A l e x a n d r i e n.

Der Führer hat dem Kronprinzen von Italien l-im Geburtstag telegraphisch seine herzlichen Glück- rünsche übermittelt.

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