firmen zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit ver-' Holsen oder ihnen beim Eintritt junger Erdenbürger in das Leben beigestanden. Weit über Gießen hinaus wird ihm nicht nur in der Fachwelt und von den Aerzten schlechthin, sondern auch in allen Bevölkerungsschichten große Wertschätzung dargebracht. Durch ihn und sein Wirken hat die Universitäts- Frauenklinik in Gießen einen Ruf erlangt der weit im Reich und im Ausland einen guten Klang besitzt. Damit hat der Jubilar in hohem Maße zur Steigerung der wissenschaftlichen Geltung unserer Universität beigetraqen. An seinem morgigen 60. Geburtstage werden daher mit der Universität auch seine Schüler und Mitarbeiter sowie weite Bevölkerungskreise gern des Jubilars gedenken. Auch wir bringen Professor von Iaschke unsere herzlichen Wunsche zu seinem Geburtstage und für ein weiteres langjähriges Wirken in unserer Stadt dar.
Intendant Klein
auf weitere 4 Jahre verpflichtet.
Aus dem Büro der Intendanz des Stadttheaters wird uns mitgeteift:
Die vertragliche Verpflichtung des Intendanten Hans Walter Klein wurde auf Grund feiner Leistungen im ersten Jahre seiner Intendanz am Theater der Universitätsstadt Gießen von Oberbürgermeister Pg. Ritter auf weitere vier Jahre festgesetzt. Intendant Klein hat es nicht zuletzt durch die großzügigen Unterstützungen der Stadtverwaltung, die das Theater als Mittelpunkt der Stadt auffaßt, verstanden, trotz der sich aus der Zeitlage ergebenden Schwierigkeiten eine hervorragende Aufbauarbeit an der Gießener Bühne zu leisten. Unter Steigerung der guten Gießener Schauspieltradition gliederte er dem Hause eine ganzjährige Oper mit voll und erstklassig besetzten Fächern an, erweiterte den Wirkungskreis der Bühne durch regelmäßige Gastspiele in den größeren theaterlosen Städten der drei Gaue Hessen-Nassau, Kurhessen, Westfalen-Süd, brachte die Gießener Stamm-Mieterzahlen wieder zum Steigen und führte einen Spielplan von hochwertigen Werken durch. Mit klugen organisatorischen und finanziellen Maßnahmen sicherte er den weiteren Aufstieg des Gießener Theaters, das mit organisch gesteigerten Kräften an die notwendigen Aufgaben der neuen Spielzeit geht.
, Ludwig Spilger, der Botaniker des Vogelsbergs.
Zu seinem 60. Geburtstag.
Am 19. August begeht der aus Laubach gebürtige, jetzt in Darmstaldt ansässige Botaniker Dr. Ludwig S p i l g e r feinen 60. Geburtstag. Mit feiner grundlegenden Arbeit „Flora und Vegetation des Vogelsbergs" hat sich Spilger einen weit über die Grenzen unserer Heimat gehenden Rus geschaffen. Aus dieser liebevollen und umfassenden Arbeit baut sich sein ganzes Lebenswerk auf. An dieser Stelle können die Früchte seiner Forschung nur aufge- zählt werden, aber der Fachkundige vor allem wird daran ermessen, wieviel hier getan ist. Spilgers Verdienst ist es, über zehntausend Botaniker-Briefe, darunter zweitausend des Frankfurter Botanikers Anton de Bary und über fünftausend des berühmten Laubacher Botanikers Graf Hermann zu Solms- Laubach, ausgegraben zu haben. Dazu kommt die Entdeckung und Bearbeitung vieler botanischer Manuskripte, darunter eine alte Flora von Lauterbach aus dem Jahre 1740, Manuskripte des Gießener Botanikers Dillenius (1720) unb ein wertvolles Herbarium des Friedberger Gelehrten Huth (1740). Das Studium der hinterlassenen Handschriften Senckenbergs veranlaßte Professor Spilger zu einer großen Arbeit über „Senckenberg als Botaniker", die jetzt mit Unterstützung der Stadt Frankfurt in den „Abhandlungen der Senckenberg-Gesellschaft in Frankfurt" erscheint.
Spilger hat in seiner Heimatstadt Laubach die Volksschule und das Gymnasium besucht, ftubierfe in Gießen und Berlin, betätigte sich dann im Schuldienst an der Realschule in Alzey, am Seminar in Bensheim und an der Lehrerhochschule in Darmstadt. Die Wissenschaft verdankt ihm eine Menge Lehrbücher und Arbeiten über den biologischen Schulunterricht. Er verstand es, das Interesse der Lehrerschaft für die heimische Pflanzenwelt zu wecken und veranstaltete zahllose Exkursionen und Lehrgänge. An der Gründung und dem Ausbau des „Hessischen Heimatbundes" hat Professor Spilger wesentlichen Anteil. Die von ihm veranlaßte Naturschutzausstellung in Darmstadt 1931 führte zur Neubelebung des Naturschutzgedankens in Hessen und zum Hessischen Natmlchutzgesetz 1932. In letzter
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
terlein, das nicht nur den Hauswirt bezaubert, I» dem auch einen braven Rheinschiffer veranlag der neugebackenen Pension vor Anker zu gehen:..J durchschaut sehr bald die wahre Ursache allen Uk» und bringt hartnäckig und zielbewußt alles ins Fahrwasser. Daß er selber dabei nicht zu kurz korr versteht sich am Rande. Was hier gleichsam als gangssituation eines Films kurz angedeutet hat der Spielleiter Carl B o e f e nach einer Konr^ Carl Sünjes zu einem behaglichen, ganz uni J tionellen Dolksstück ausgesponnen, das durch fau*J Regie ung treffliches Ensemblespiel und nicht Jjjj durch eine schlichte Natürlichkeit für sich einniN- Es ist hier eine Stimmung geschaffen, der man
Der Kapitän a. D. Barkhahn im schönen & am Rhein gehört zu der für ihre Mitmeim nicht ganz ungefährlichen Sorte von Leuten» zwar niemals einen Pfennig in der Tasche fic« jedenfalls keinen eigenen, um so mehr aber 'Die sie zu Geld machen möchten. Der gute DarW ist eine Seele von Mensch, aber eben fein GescbiH mann. Trotz aller Anschläge, trotz aller Betriebs feit hat er fein Glück, feit er die Planken Rheindampfers verlassen und festen Boden uiv den Füßen hat. Nun soll ihm eine neue Jdee^ > „Pension mit Familienanschluß" aus der corlacu letzten Pleite retten. Sie tut es auch, freilich« L andere Weise, wie er es sich gedacht hatte. Denn» Anfang mit auf Stottern gekauften Möbeln J schuldig gebliebener Miete ist genau fo unsolides alle seine früheren' Geschäfte. Aber da ist ein
Zeit widmet sich Spilger mit Vorliebe der gesW lich-botanischen Forschung
Professor Spilger begeht seinen 60. GebuM rüstig und bei guter Gesundheit. Viele Leute Fach holen sich bei ihm Rat und Belehrung, fr die Fülle seiner Kenntnisse steht dem in der Uwr der Zeit bedrängten Nachwuchs als Quelle rew Erfahrung helfend zur Seite. M.-W
Gloria: „Familienanschluß/
Aus der (Stabt Gießen.
Glück der Scholle.
Etwas vom Ackerbauer steckt noch in jedem Stadtbewohner. Wenn auch der Alltag mit seinem gerüttelten Maß an Pflichten gebieterisch andere Aufgaben fetzt: es kommt immer mal die Stunde, wo die dumpfe Erinnerung an die segensreiche Bodenarbeit der Vorfahren den Drang wachwerden läßt, in der Erde zu wühlen, um dem Mysterium von Wachsen und Gedeihen näher zu sein. Dann ge- schieht es wohl, daß wir Bohnen in den Blumentopf legen, die bald fruchtbar zu sprießen beginnen. Es kann auch fein, daß wir einen Balkonkasten an» legen, in dem es an jedem Abend etwas Neues zu sehen gibt. Dieser Stimmung entspringt auch die Bereitschaft, etwa während des Urlaubs unserem bäuerlichen Wirt mit mehr Eifer als Geschick bei der Arbeit zu helfen. Der Ruf der Scholle verhallt eben
Verdunkelungszeit
16. August von 20.47 bis 6.01 Uhr.
17. August von 20.45 bis 6.02 Uhr.
nie ganz, wenn er auch zeitweise übertönt wird von dem Lärm und der Geschäftigkeit der städtischen Umwelt.
Indessen gibt es auch unter uns genügend tat- freudige Mitmenschen, die das Glück der Scholle auch als Stadtbewohner genießerisch auskosten: die Kleingärtner. Es ist gewöhnlich nicht viel, was ihnen für die Bodenbewirtschaftung zur Verfügung steht, wenn es hoch kommt, sind es einige hundert Quadratmeter. Aber auf diesem Fleckchen Erde versteht es der begeisterte Kleingärtner, alles wachsen zu lassen, was fein Herz und seine Küche begehrt. Man höre nur einmal einen richtigen Kleingärtner, wenn er von feiner Tätigkeit spricht. Es offenbart sich, daß die Gartenarbeit zu seinem zweiten Lebensinhalt geworden ist, der sein Sinnen und Trachten zu allen Jahreszeiten gilt, selbst im Winter, wo er bereits wieder mit neuen Plänen für die Bestellung umgeht. Die Beschäftigung mit der Erdkrume und ihren ge* heimnisvollen Beziehungen trägt in jeden Tag seines Daseins neue Impulse, deren Wellenschläge frische Lebensfreude wecken.
Den nachhaltigsten Eindruck von dem Glück des Kleingärtners aber gewinnt man, wenn man ihn in dieser Jahreszeit in seinem Garten aufsucht. Er strahlt, wenn er Gelegenheit hat, die Ergebnisse feines fleißigen Wirkens an Ort und Stelle zu zeigen. Da ranken sich an hohen Stangen die prächtigen Feuerbohnen, da wachsen verheißungsvolle Tomatenstauden, und da gedeihen auf den Beeten nahrhafte Kohlsorten. Auch Steinobst und Beeren hat er sorgfältig gezogen, es ist eine Lust, inmitten der grünen Umwelt zu sitzen, aus der in allen Farben die schönsten Blumen leuchten. Die Frau des Kleingärtners ist aber emsig dabei, durch Einmachen für den Winter vorzusorgen, und indem man unter einem Apfelbaum den Abendfrieden genießt, kommen die Gedanken zu dem Schluß, daß dieses Glück der Scholle doch im ganzen Reiche zu einem erfreulichen Teile mit dazu beiträgt, die Ernährung des Volkes sicherzustellen. H. W. Sch.
Dornotizen.
Tageskalender für Samstag.
Zirkus Kreifer-Barum: Beginn 15 Uhr und 19.30 Uhr. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Famllienan- schluß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Gewehr über". — Gemeinnützige Baugenossenschaft 1894 e. G. d. H: Gastwirtschaft „Germania", Kaiserallee 141, 20 Uhr Jahres-Hauptversammlung.
Tageskalender für Sonntag.
Zirkus Kreiser-Barum: Beginn 15 Uhr und 19.30 Uhr. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Familienanschluß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Gewehr über".
Professor Or. von Iaschke 60 Jahre alt.
Der Ordinarius für das Fach der Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen und Direktor der Uni» versitäts-Frauenklinik, Professor Dr. med. Edler von Iaschke, kann am morgigen Sonntag, 17. August 1941, in bester Frische seinen 60. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist durch seine Tätigkeit weit über den Kreis unserer Stadt und der engeren Heimat hinaus bekannt geworden.
Rudolf Edler von Iaschke stammt aus der Steiermark, wo er am 17. August 1881 in Pettau geboren wurde. Nach dem Besuche der humanistischen Gymnasien in Villach (Kärnten) und Linz a. d. Donau studierte er auf den Universitäten Innsbruck, Berlin, Wien und Freiburg. Nach seiner Ausbildung in der inneren Medizin, der Anatomie, der Chirurgie und der Bakteriologie wirkte er vom 1. Mai 1907 ab als Gynäkologe, zuerst als Schüler von Alfons von Nosthorn, nach dessen Tode als Assistent bei Professor Krömer in Greifswald. Am 1. August 1911 wurde er zum Oberarzt an der Akademischen Frauenklinik in Düsseldorf ernannt, anschließend war er vom 1. April 1912 ab an der Universitäts- Frauenklinik in Gießen tätig. Hier habilitierte er sich im Juli 1912. Arn 1. Juli 1916 wurde er außerordentlicher Professor, und am 1. April 1918 wurde er nach primo-loco-Vorschlag als Ordinarius für das Fach der Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universität Gießen berufen und gleichzeitig zum Direktor der Universitäts-Frauenklinik ernannt. Seitdem wirkt er ununterbrochen in seinem hiesigen Amt. Mehrere Berufungen an andere Universitäten hat er abgelehnt, da er sein Streben als Wissenschaftler, Hochschullehrer und Arzt in Gießen erfüllt sah. Neben feiner Lehrtätigkeit und der Leituna der Universitäts-Frauenklinik hat er noch eine umfangreiche fachschriftstellerische Arbeit bei der Herausgabe von Lehr- und Handbüchern geleistet, in denen sein reiches Fachwissen und seine großen Erfahrungen ihren Niederschlag zum Nutzen des ärztlichen Nach- wuchses und damit im Dienste der Gesundheitspflege an unserer Volksgemeinschaft gesunden haben.
Als Hochschullehrer hat Professor von Iaschke vielen angehenden Aerzten sein Wissen und seine ärztliche Kunst zur Ausbildung angedeihen lassen. Als Arzt hat er einem großen Kreis von Patien-
Die Baugenossenschastsarbeii in Gießen.
Am heutigen Samstagabend findet die Jahres ° Hauptversammlung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft 1894 Gießen statt. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit auf die Arbeit der Baugenossenschaften in unserer Stadt erneut hingelenkt. Wir haben uns darüber mit Verwaltungsdirektor Martin, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Gemeinnützigen Baugenossenschaft 1894 und der I Kriegersiedlung Gießen, Gern. Baugenossenschaft m. b. H., unterhalten.
Im Rahmen der Wohnungsbautätigkeit in jeder Stadt spielen die gemeinnützigen Baugenossenschaften eine bedeutende Rolle. Sie kommen neben dem privaten und dem städtischen Wohnungsbau in hervorragendem Maße als Wohnungsproduzenten in Betracht und erfüllen namentlich in Zeiten großer Wohnungsnot eine besondere soziale Aufgabe, indem sie in erster Linie den Bau von guten Kleinwohnungen durchführen und damit dem wirtschaftlich schwächer gestellten Volksgenossen eine feinen finanziellen Möglichkeiten angepaßte zeitgemäße Wohngelegenheit verschaffen. Daß die gemeinnützigen Baugenossenschaften bei dieser Tätigkeit die besondere Förderung durch die öffentliche Hand, d. h. durch Reich, Staat und Gemeinde, gefunden haben und auch heute noch genießen, ist verständlich und durchaus berechtigt. So hat auch der gemeinnützige genossenschaftliche Wohnungsbau in Gießen stets die nachhaltige Unterstützung der Gießener Stadtverwaltung gefunden, ohne dadurch aber zu einem sog. „Kostgänger" der Stadt geworden zu sein. Die Baugenossenschaften in unserer Stadt arbeiten vielmehr dank ihrer sorgsamen und weitblickenden Geschäftsführung und des genossenschaftlichen Geistes in ihren Reihen durchweg auf einer guten finanzwirtschaftlichen und genossenschaftlichen Grundlage, auf der bisher sehr be- achtenswerte Arbeitsergebnisse im Wohnungsbau erreicht worden find.
rund 150 000 RM. beliefen. Die Wohnhausbauten wurden, wie es dem Wesen und her Zweckbestimmung des Vereins entsprach, für Angehörige der Reichsbahn in Gießen errichtet. Insgesamt hat der Verein 21 Häuser mit 70 Wohnungen geschaffen, die sich in her Klinikstraße, Freiligrathstraße, Am Schlangenzahl und Wetzlarer Weg im Südviertel unserer Stadt befinden. Die Wohnungen werden tn der Hauptsache von mittleren Reichsbahnbeamten bewohnt, denen mit dieser genossenschaftlichen Wohn- gelegenheit ein guter Dienst erwiesen wird. Die Bautätigkeit des Vereins war namentlich in den Jahren von 1920 bis 1922 rege im Gange.
Einem Spezialzweck dient die Kriegersieb- luna Gießen, Gem. Baugenossenschaft m. b. H. Gießen insofern, als ihre Häuser in der Hauptsache für Kriegsbeschädigte von 1914/18 bestimmt sind. Bei rund 100 Mitgliedern beläuft sich die Höhe der eingezahlten Geschäftsanteile auf 7306 RM. Das Anlagevermögen belief sich am 31. Dezember 1940 auf 821 500 RM., die Hohe der Schulden bezifferte sich zu jener Zeit auf rund 800 000 RM., die Rücklagen auf rund 35 000 RM. In der Friedensstraße und am Aulweg hat die Kriegersiedlung in 30 Häusern 90 Wohnungen schaffen lassen, die in den Jahren 1927/29 erbaut wurden. Die Stadt Gießen hat die Verwirklichung des Wohnungsbauprogramms der Kriegersiedlung, eingedenk unserer besonderen Verpflichtung gegenüber den Kriegsbeschädigten, in großzügiger Weise durch Bürgschaftsübernahme für Hypotheken und durch bare Zuschußleistungen unterstützt, ferner läßt sie den in dieser Genossenschaft zusammengeschlossenen Weltkriegsopfern gewisse steuerliche Vergünstigungen für die Genossenschaft als solche zugute kommen, um hierdurch an ihrem Teile den Dank
des deutschen Volkes an seine Kriegsopfer i|y Ausdruck zu bringen. Gestützt auf diese Fordern durch die Stadt konnte die Kriegersiedlung Aufgabe bisher in ausreichendem Maße erfüll- obwohl ihr wirtschaftlicher Status angespannt if.
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In den eingemeinbeten Vororten bestehen kleinere Baugenossenschaften. In Wieseck zähl, hi Gemeinnützige a u g e n o ff e n f d;o || e. G. m. b. H. G i e ß e n - W i e s e ck noch U' Stande vom 31. Dezember v. I. 49 Mitglieder üj 1 14 527 RM. Geschäftsanteile eingezahlt haben. N \ Anlagevermögen beläuft sich auf 130 955 RM.. z, Höhe der Schulden auf 110 574 RM., bie 1 Rücklagen auf rund 10 000 RM. In 9 Häusern ht1 Genossenschaft befinben sich 24 Wohnungen. H Gemeinnützige Baugenossenscha s! e. G. m. b. H. Gießen-Klein-Linben M am 31. Dezember v. I. 52 Mitglieber mit U1W\ Reichsmark Geschäftsanteilen. Ihrem SlnlaJ mögen von 81129 RM. steht eine Schuldners tung in Höhe von 30 389 RM. gegenüber, die M lagen beziffern sich insgesamt auf rund 46 000 Wl Die Genossenschaft besitzt 5 Häuser mit 16 M nungen.
Es ist bekannt, baß hinsichtlich ber BaugenG schäften an höherer Stelle Zusarnrnensch!,, ßungsplöne bestehen, bei bereu Verwirkliche kleinere unb für sich allein nicht allzu leistungsschtz Genossenschaften in eine größere unb leiftungsparl Baugenossenschaft übergeführt werben sollen. & wieweit diese Plane für die Baugenossenschaftei j, Gießen aktuelle Bedeutung gewinnen werden, un I zu welchem Zeitpunkt dies der Fall fein wich, | bis jetzt noch nicht bekannt. ffl
Die Vaugenossenschast 1894 im Mre 1940.
Die größte dieser Organisationen, die Gemeinnützige Baugenossenschaft 1894 e. G. m. b. H. Gießen, bildet mit 520 Mitgliedern unb 146 841 RM. eingezahlten Geschäftsanteilen — nach dem Stande vom 31. Dezember 1940 — einen starken wirtschaftlichen Faktor in unserer Stadt. Am gleichen Zeitpunkt belief sich die Hohe ihres Anlagevermögens auf 2 143 332 RM., dem Schuldverpflichtungen in Höhe von 1855 345 RM. gegertüberftanöen. Die Rücklagen bezifferten sich zur gleichen Zeit auf rund 230 000 RM. Im Laufe ihres Bestehens hat die Baugenossenschaft 1894 insgesamt 192 Häuser mit 338 Wohnungen errichtet. Davon befinden sich htzute noch 135 Häuser mit 278 Wohnungen im Besitz der Genossenschaft, während 57 Häuser mit 60 Wohnungen mittlerweile in Privatbesitz abgegeben wurden. Die Wohnungsbautätigkeit der Genossenschaft war in den Jahren von 1920 bis 1930 besonders stark. Die Häuser wurden in ber Crebnerstraße, im Mittelweg, Wetzlarer Weg, Lanbmannstraße, Plattenhausen (Licher Straße,. Annerober Weg, Döringstraße), Liebig- straße, Aulweg, Am Kugelberg, Friebensstraße, Karl-Dogt-Straße, Günthersaraben, Alten Steinbacher Weg, Memeler Straße, Jahnstraße unb Tannenweg in verschiebenen Haustypen geschaffen. Den Kleinwohnungsbau unter sozialen Gesichtspunkten pflegte sie" durch die Erstellung von Einfamilienhäusern, sie schuf aber auch mehrgeschossige Häuser, wobei besonders der sog. Wohnhof am Aulweg hervorzuheben ist. Der genossenschaftliche Gedanke des Gemeinschaftsgeistes war bei der Schaffung aller dieser Wohnungen stets richtunggebend und hat dazu geführt, daß den Mietern gute Wohnungen zur Verfügung gestellt werden konnten, bei bereit Unterhaltung stets der Gedanke der Gemeinschaft ausschlaggebend ist.
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Als zweitgrößte Baugenossenschaft kommt der G e- meinnützige Eisenbahnerheim st ät° t e n d e r e t n e. G. m. b. H., Gießen, in Betracht. Bei 110 Mitgliedern — nach dem Stande vom 31. Dezember 1939 — mit 27 475 RM. eingezahlten Geschäftsanteilen besaß der Verein nach dem Ausweis vom Jahresschluß 1939 ein Anlagevermögen in Höhe von 552 723 RM., dem an Schuldverpflichtungen 391 624 RM. gegenüberstanden, während sich die Rücklagen auf insgesamt
Der Geschäftsbericht 1940 der Gemeinnützigen Baugenossenschaft 1894 e. G. m. b. H. Gießen erinnert in seiner Einleitung an die für den Wohnungsbau bedeutsamen Anordnungen des Generalbevollmächtigten für die Regelung ber Bauwirtschaft vom 16. Februar 1940 und bas darin ausgesprochene Neubauverbot für alle Bauvorhaben über 5000 RM. Kostenaufwand, soweit sie nicht als kriegswichtig anerkannt gelten. Unter der Auswirkung dieses Verbotes mußte das von ber Genossenschaft geplante größere Bauvorhaben in ber Friedensstraße, bas in-ber Planung unb Finanzierung bereits fertig vorliegt, zunächst zurückgestellt werden.. Die Verwaltung ber Genossenschaft hat neben diesem Vorhaben noch eine weitere Planung vorbereitet, bei deren Durchführung aiif item Gelände an der Ecke Wilhelmstraße/Welckerstraße eine große Anzahl weiterer Wohnungen geschaffen werden sollen. Der Besitz der Genossenschaft mit 40 Mehrfamilienhäusern mit 183 Wohnungen und 95 Einfamilienhäusern, zusammen 278 Wohnungen, blieb im Berichtsjahr unverändert.
Den Eingang ber Mieten bezeichnet der Vorstand im allgemeinen als normal. Außer den lebensnotwendigen Unterhaltungs- und Jnstand- setzunasarbeiten konnten Schönheitsreparaturen nur in beschränktem Umfange durchgeführt werden. Die dadurch ersparten Geldmittel werden ber Dau- erneuerungsrückstellung zugeführt. Die Sckukdver- schreibungen des ehemaligen evangelischen Arbeitervereins, eines Vorläufers der Genossenschaft, wurden zur Einlösung aufgerufen; es handelt sich dabei um eine Aufwertungssumme von 2987 RM. Auf eine Hypothek von ber Verbrauchergenossenschaft in Höhe von 33 000 RM. wurde ber Betrag von 23 000 RM. getilgt, ber Rest von 10 000 RM. bleibt unkündbar, solange bas Vertrdgsoerhältnis mit der Verbrauchergenossenschaft über den von ihr genutzten Laden in der Liebigstraße besteht.
Ueber die Mitglieberbewegung im Berichtsjahr wird mitgeteilt, daß 528 Mitgliedern bei Beginn des Geschäftsjahres 1940 am Schlusst dieses Jahres 520 Mitglieder mit 601 Anteilen gegenüberstehen. Die Verminderung ber Mitgliederzahl ist auf Todesfälle und Aufkündigungen zurückzuführen. Der Vorstand blieb im Berichtsjahr unverändert.
Eingehend beschäftigt sich der Vorstand sodann mit den neuen reichsgesetzlichen Bestimmungen über
die Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen Dom H Februar 1940 und den dazu am 23. Juli 194(« lassenen Dürchführüngsvorschriften. Ferner elon tert er den Erlaß des Führers vom 45. Nomuh 1940 zur Vorbereitung des deutschen Wvhn^ baues nach dem Kriege, durch den die grundlM. den Voraussetzungen zur Lösung des sozialen ß»! blems auf dem Gebiete ber WohnungswirtW geschaffen werden. Darüber sagt ber Geschäft richt u. a.: „Die Erfüllung der vom Führer fleM ten Forderungen ist Aufgabe des Reiches. damit der soziale Wohnungsbau auch weitgsjei den privaten Wirtschaftseinwirkungen entriif:! und dem staats- unb sozialpolitischen Machtbeiei sowie der Einftußnahme ber Partei zugeoi-in wirb, so bedeutet dies keineswegs eine Verstvitk chung des Wohnungsbaues. Dies ergibt sich aii daraus, baß bie bewährten Einrichtungen der Wik! schäft soweit möglich zur Finanzierung unb bie a wirtschaftlicher Grundlage arbeitenden gemeimrüji gen Wohnungsunternehmen zur Mitarbeit ferm gezogen werden sollen.... Der Erlaß des FM bebeutet in jedem Abschnitt materiell unb foM eine Neuordnung ber Dinge, er bildet eine Id Verfassungsgefetz im deutschen Wohnungsbau.'"
Die Bilanz zum 31. Dezember 1940 schließ! il Aktiva unb Passiva mit je 2 245 098,68 RM. Ä Als Anlagevermögen finb bie Wohngebäude M sonstigen Gebäube mit 2143 331,62 RM. aum wiesen. Die Geschäftsguthaben ber Mitglieder Mil den mit 146 841,37 RM., die Reservefonds M 173 654,22 RM., die Rückstellungen (Bauemqi rungsrückstellungen) mit 57111,24 RM., die Verki« ! lichkeiten mit 1 855 345,10 RM., ber Reingelrin! I im Geschäftsjahr 1940 mit 10 680,51 RM. geben. Die Verlust- unb Gewinnrechnung schM mit 177 502,02 RM. ab. Ueber bie Verwendung;du Reingewinns von 10 680,51 RM. unterbreit«! Vorstand und Aufsichtsrat der GeneralversammH folgenden Vorschlag: Zuweisung zur gesetzlüh« Rücklage 1100 RM., Zuweisung zur Bäuerin^ rungsrückstellung 2029,71 RM., Rückstellung ft Wasser-, Frost- unb Sturrnschöben 2200 RM., teilung von 4 v. H. Dividenbe auf 133162,07 Geschäftsguthaben 5350,80 RM. Das ©enwW schaftsverrnögen beträgt etwa 17,30 v. H. be$> * samten Geschäftsvermögens.
„Au — mich hat was gestochen!"
Dann betupfen Sie den Stich mit Sepso-Tinktur! Sie besitzt eine besonders große Tiefenwirkung unb beseitigt daher rasch bie durch den Insektenstich verursachte Geschwulst unb den lästigen Juckreiz. Nehmen Sie deshalb immer das handliche unb bruchsichere Sepso-Tupfröhr- chen mit! Es ist in allen Apotheken unb Drogerien zu neununboierzig Pfennigen erhältlich unb dient auch zur Desinfektion von kleinen Wunden unb Pickeln sowie zur Verhütung von Entzündungen. Sepso-Tinktur desinfiziert wie Jod-Tinktur und "wird genau jo angewandt.


