Ausgabe 
16.8.1941
 
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Samstag, 16. Sonntag. N. August 194!

Am Schwarzen Meer

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Ln hartem Gtraßenkampf

,nbe Deutschlands in Schweden immerhin ein

Dorf eingedruygen und kämpfen sich trotz des es durch den Ort durch. (PK.-Meycr-PBZ-

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an gebot wird also teilweise durch fehlende Nachfrage wieder ausgeglichen. Aber selbst der eifrigste An­hänger der vergangenengoldenen Zeiten" kann nicht leugnen, daß Schweden nur deshalb einer Katastrophe während dieses Krieges entging, weil es sich, wenigstens wirtschaftlich, auf die Belange des neuen groß europäischen Wirtschaftsraumes um­stellte.

werden, daß schon einmal im Jahre 1918 deutsche Truppen in diesem Raum ostwärts von Odessa an der Küste des Schwarzen Meeres standen Bei dem Einmarsch in den südlichen Teil der Ukraine im Frühjahr 1918 waren auch nach der Krim, nach Taurien und nach dem zwischen der Ukraine und den Donkosaken strittigen Kreis Tagan­rog, der Gegend von Lugansk und nach Rostow am Don deutsche Truppen in größerer Zahl gelangt, während der Süden und Südwesten des Landes dem österreichisch-ungarischen Verbündete^ über­lassen blieb. Eine Verschiebung trat ein, als die Er­eignisse auf dem Balkan und vor allem die Auf­lösung des österreichisch-ungarischen Ostheeres nenck Maßnahmen erforderten. Rach dem Ausbruch der? Novemberrevolte haben deutsche Truppen auf ihren!

6|| mar, wenn auch schon vor 1914 ernste Männer MHeydenstamm und vor allem Prof. Kellen vor

*s Kontingent bildeten. Die Massen aber wa- i soweit sie der städtischen Intelligenz oder den äterkreisen angehörten, nach England ausgevich- lind alle Erkenntnisse der großen Gefahren, die »eben von dieser Kriegs Verbindung des bolfche-

Ergebnisloser Angriffsversuch von Sowjetbombern auf das Reichsgebiet.

B e r H n, 16. Aug. (DNB. Funkspruch.) Line ge­ringe Anzahl von Sowjetbombern unternahm in der Nacht zum 16. August einen Angriffs- versuch auf das nordostwärts und ostwär- tlge Reichsgebiet, der ergebnislos blieb. Nur ein Flugzeug konnte den Stadtrand von Bet- l i n erreichen, wo es vom Flakfeuer abgewiesen wurde.

Der Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 15. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

wie bereits durch Sondermeldung bekannlgegeben, wurde Odessa von rumänischen, Nikolajew von deutschen und ungarischen Truppen einge­schlossen. Ostwärts des Bugs nahmen schnelle deutsche Verbände in rastloser Verfolgung des ge­flogenen Feindes das wichtige Erzgebiet von kriwoj Bog.

Auch an den übrigen Teilen der Ostfront verlaufen die Kämpfe erfolgreich.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiff­fahrt vernichtete die Luftwaffe vor der schotti­schen Ost käste einen Frachter von 5000 BRT. und traf ein zweites großes Handelsschiff schwer. Andere Kampfflugzeuge versenkten aus Geleitzügen ostwärts Lromer und Great Yarmouth zwei Handelsschiffe mit zusammen 15 000 BRT., warfen zwei Frachter in Brand und beschädigten zwei wettere Handelsschiffe schwer. Andere Luft­

zeuge im Luftkampf abgeschofsen.

Erfolgreiche Operationen her Zinnen.

Helsinki, 16. Aug. (DNB. Funkspruch.) Wie von gut unterrichteten Seite mitgeteilt wird, gehen die Operationen der finnischen Armee an der Ost­front erfolgreich weiter. Die sowjetischen Gegenangriffe von der Murman-Bahn h e r brachen mit schweren Verlusten zusammen. An einer Stelle hatte der Feind 1000 Mann an Ge­fallenen. Nordwestlich des Ladoga-Sees hat die Säuberung der Einkesselungen weitere Fort­schritte gemacht.

Rastlose Verfolgung in der Llkraine.

Buffet. ; August, (d chsfettlg. ttn blauen cJ den ihr ich elpfuud? n verurteilte r<i Mona«

angriffe richteten sich gegen Hafenantagen an der englischen Ostküste.

In Rordafrika erzielten Kampfflugzeuge einen Bombenvolltresfer auf einen britischen Zer­störer nördlich von Sidi el Baran i.

Beim Angriff eines stärkeren deutschen Kampf­fliegerverbandes auf den Flugplatz Jsmailia in der Rächt zum 14. August entstanden große Brände in Flugzeughallen und Unterkünften.

An der Kanalküste schossen Jäger und Flak­artillerie am gestrigen Tage neun britische Jagd­flugzeuge ab.

Wirkungsvoller Einsatz der Lustwaffe.

Schützenkompanien sind in ein ' des Feindes durch

Ülmmbme von Anzeige» für die MittagSnummer bis8'/,Ubr deS vormittags

Ameigen-Preiie:

Anzeigenteil 7 Rpf.te nun bei 22 nun Zeilenbrette, Tertteil 50 Rpf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung)25 /omehr

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Verluste. .

Im nördlichen Frontabschnitt vernich­teten am 13. 8. deutsche 'Verbände bei vergeblichen Angriffsversuchen der Bolschewisten 26 Panzer In den Kämpfen am 14. 8. wurden 17 sowjetische Pan­zer zerstört. Bei erfolgreichem Gegenstoß setzten die deutschen Truppen elf sowjetische Geschütze außer Gefecht. Am 14. August schlossen deutsche Truppen in einem Abschnit der Ostfront stärkere sowietischö Kräfte ein. Sie wurden auf engstem Raum zu- sammenqedrängt und vernich t e t D-sher wurden 20 000 Gefangene gemacht und 32 sowjetische Pan­zerkampfwagen, 85 Geschütze und ein P^uzerzug erbeutet bzw. zerstört. Die Verluste der Dolschewi^ sten waren bei diesen Kämpfen außerordentlich hoch. An der f i n n i s ch e n F r o n t versuchten die Bolschewisten das tatkräftige Vorgehen der deutschen und finnischen Truppen durch Gegenangriffe auf* Inhalten Die Bolschewisten wurden untfr blutigen Verlusten zurückgeschlagen. 13V0 tote Sowjets büe- ben auf dem Schlachtfeld. Deutsche Soldaten beob­achteten, daß Bolschewisten bei dem Versuch, sich zu ergeben, von politischen Kommissaren n i e d e r g e s ch o s s e n wurden. Diese Beobachtung während der Gefechte wurde von sow,etischen Ge­fangenen später bestätigt.

Die deutschen Truppen, die nach heftigen Ver­folgungskämpfen riesige Marschleistungen in der heißen, bäum armen und schattenlosen Sud Ukraine zurücklegen mußten, werden beim Anblick der Kü­sten des Schwarzen Meeres von den gleichen Ge­fühlen beseelt gewesen sein die einst die Griechen mit ihrem JubelrufThalami, Thalatta, das Meer, bas Meer!" ausdrückten. Mehr als 2300 Jahre nachdem Lenophons Feldzeichen an der Küste des Schwarzen Meeres aufgepflanzt waren, grüßen nun deutsche Fahnen dasgastliche Meer .den Pontos euxeinos. Damals hatten 10 000 Grie­chen, von dem Perserprinzen Kyros zum Kriegs­zuge nach Mesopotamien gelockt und dann nach der unglücklichen Schlacht von Kunaxa am Euphrat (401 v. Ehr.) auf sich allein gestellt, unendlich lange Märsche durch Wüsten und Gebirge bis zum Schwarzen Meer überwunden. Ihre Ankunft be­deutete nicht nur ein Ende der Mühsalen, sondern ie begrüßten dieses Meer auch als ein Helle- n isches Meer. Noch Ovid, der als Verbannter in Tomis, dem heutigen Konstanza, starb, erstaunte, dort eine fast rein griechische Kolonie zu finden. Die Griechen von damals hatten sich allerdings ihrer Umgebung anpassen müssen und es entrüstet sich auch der Römer Ovid darüber, daß die Abkommen der stolzen Hellenen struppige Bärte undHosen nach Barbarenart" trugen.

Die Griechen haben den Wert des Schwarzen Meeres verkannt. Gewiß hat es dort einst im grauen Altertum blähende Handelszentren wie Heraklea-Pontica, Amastris, Sinope, Amisos und Trapezunt gegeben. Aber später vergaß man die kolonisatorischen Aufgaben und mit dem Verluste des Schwarzen-Meer-Gebietes war es mit der Welt­machtstellung Griechenlands zu Ende. Auch Ale­xander der Große dachte nicht daran, die hel­lenische Kultur am Schwarzen Meer zu retten. Ct jagte seinen überspannten Träumen einer assyrischen Großkönigschaft nach. Rund hundert Jahre vor Christus erstand in diesem Gebiet ein kühner Er­oberer, Mithridates Eupator, dem es ge* lang, die sämtlich um den Pontus herumsitzenden Völkerschaften in einem machtvollen Großstaat zu vereinen; es war das erste und blieb bis heute das letzte Mal, baß die Lösung dieser politischen Auf­gabe zeitweilig gelang. Unter den Stürmen der Völkerwanderung brach diese Staatsschopfung zu* sammen und nun schien es, als ob das Schwarze Meer ein deutsches Meer werden sollte. Goten, Burgunder, Vandalen, Langobarden gaben sich h'er gewissermaßen ein Stelldichein. Aber auch ihres Weilens war nicht lange, und als die Markomannen sich nach Bayern zurückgezogen hatten, da konnten die deutschen Völ'kerstämme sich vor den von Osten einstürmenden Mongolen nicht mehr halten.

Nunmehr schien es, als ob für die slawischen Völker der Weg zur Propontis frei gemacht worben fei Im 9. Jahrhundert freilich stürmten bie skandl- navisch-warägischen Ruriks auf ihren Beutezügen bis zum Schwarzen Meer, aber wieder machte der mongolische Sturm ein festes Staatsgebaude un­möglich. Nunmehr gelangte das harte Moskowlter- tum in dieses Gebiet des östlichen Europa. Es schuf eine schlimme Tyrannei. Diese Aufgabe wurde den Moskowiterfürsten erleichtert durch die Vielfalt der Völkerschaften, die an den Ufern des Schwarzer, Meeres saßen. Da waren Letten, Litauer, Polen, Ruthenen, Baschkiren, Kalmücken, Kirgisen und Turk- menen. Die Moskowiter erkannten die Bedeutung des Schwarzen Meeres, und mit der Inbesitznahme ' ging ihr Eroberungswille weiter, richtete sich dis slawische Idee auf Konstantinopel und auf die Dar­danellen. Ein letzter verzweifelter Versuch, dem groß- russischen Imperialismus in die Arme zu fallen, machte noch der schwedische König Karl XII. zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Mit Unterstützung des Kosakenhetmans Mazeppa hoffte er am Schwär- zen Meer festen Fuß fassen zu können, indessen bej Poltawa zersplitterte sein Schwert, und das Schicksal Südosteuropas schien für immer besiegelt. Auch die Türken verloren ihren Anspruch in diesem Gebiet, sie mußten im Frieden von 1774 die Unabhängigkeit der Halbinsel Krim anerkennen und außerdem noch Asow und Kertsch an den Zaren abtreten. Der za­ristische Wunsch nach der Bosporusdurchfahrt aber ging doch nicht in Erfüllung, und im Pariser Friede» von 1865 wurde das Schwarze Meer versiegelt.

Wir haben dann in den letzten hundert Jahren erlebt, wie immer und immer wieder das slawische Bestreben auf Beherrschung der Dardanellen ging, Von diesemHinterhof des Mittelmeeres" glaubte man in das warme Meer vordringen zu können, und zuletzt ist es noch Molotow gewesen, der in seinen Gesprächen beim Führer wiederum den Wunsch nach der Dardanellenherrschaft hat laut werden lassen.

Damit ist es nun freilich aus. Die militärische Be­deutung der Küste des Schwarzen Meeres ist unver­kennbar, darüber hinaus aber ist die Sowjetunion auch an ihrem wirtschaftlichen Lebensnerv getroffen worden, auch wenn man die wirtschaftliche Bedeu­tung der Schwarzmeerhäfen heute im Zeichen der Sowjetunion nicht mehr so hoch einschätzen kann als einstmals vor dem Weltkrieg. Durch die Inbesitz­nahme der Schwarzmeerküste sind klare Verhältnisse geschaffen und ein wichtiger Schritt zur endgültigen Niederringung der Sowjetunion getan worden.

In diesem Zusammenhang darf daran erinnert

gesetzt.

Südlich Kiew griffen Kampfflugzeuge einen sow­jetischen Panzerzug im Tiefflug mit Bomben und Bordwaffen an. Der Panzerzua wurde in Brand geworfen und vernichtet. Im gleichen Raum wurden 13 sowjetische F l u gz e u g e abgeschossen. Im Angriff auf sowjetische Schiffsziele bombardier­ten deutsche Flugzeuge vor Odessa einen sowjetischen Zerstörer, der schwer beschädigt wurde. An der mittleren Front nördlich Gomel richteten sich wirk­same Angriffe auf befestigte Stellungen der Sow­jets. Im Sturzflug wurden Artilleriestellungen mit Bomben belegt und acht Geschütze außer Gefecht gesetzt. Motorisierte Kolonnen wurden überraschend angegriffen und wirksam bombardiert. Bei einem Angriff auf sowjetische Lastkrastwagenkolonnen wür­ben 60 Fahrzeuge in Brand geworfen und vernich­tet. In diesem Raum wurden vier sowjetische Flug-

N Jahrgang Nr. 19^

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' Mickieck 11686 Frankf^M.

Wie spürt Schweden den Krieg?

Von unserem Si.-Berichterstatter. i

uge. ElellvÄw oEch für ?'Dr. Hani & "eßen, Pronin^

Moskowitertums mit der Ehurchillpluto- drohen, haben immer noch nicht vermocht, Iw^en politisch einen klaren Weg finden zu [|i> ist z. B. in Schweden als dem einzigen

hiermit jur[ 6» ist z. B. in Schweden als dem einzigen nfalls ein fcl.ki&ß des europäischen Kontinents heute noch Übung ein^HW Bolschewismus nicht verboten. Allerdings mrh-- '^Pit fich die Stimmen im Lande, die zum Anschluß , n : ie neueuropäischen Ideen mahnen. Wenn auch 6e t eiftige Umwandlung sehr langfan't vor sich geht, | Dinh sie doch wesentlich unterstützt durch die ckammer 1R fe geläufige Erkenntnis, daß diegoldene Zeit" M für dieses reiche Land versunken ist. Der M'jebc, der sich immer eigentlich auf der Sette tzkBesitzenden" fühlte, hat an praktischen Bei­ge ii gesehen und erfahren, daß Besitz zerrinnt Rd bas, was man von den Vätern erwarb, aufs

Berlin, 15.August. (DNB.) Deutsche Truppen etzten in den letzten Tagen in der Ukraine die rast­lose Verfolgung der geschlagenen Truppen fort. Verschiedentlich konnten die Bolschewisten zum Kampf gestellt werden. Die Sowjets haben in aller Eile Ersatztruppen aus den nächsten Garnisonen heran­geholt und mit zusammengewürfelten Verbänden der auf dem Rückzug befindlichen zerschlagenen sow­jetischen Divisionen in den Kampf geworfen. Deutsche Truppen brachen überall den sowjetischen Wider­stand und setzten ihren Vormarsch fort. In diesen Kämpfen erlitten die Bolschewisten schwere blutige

Egt er Produktion, seinen Weizenbedarf bis zu K i ch. aus der eigenen Scholle. Dazu kommt eine femrragenbe Vieh wirtschaft, wenngleich bei Dünge» tob Futtermitteln schon immer ein Einfuhrbedarf jejtnb und auch Schweden seineFettlücke" auf« K Immerhin konnte eine Einschränkung des Drauches an Speisefetten um rund 25 v. H., die «s tlolge des Krieges notwendig geworden war, kjtgcn werben, und die Versuche, durch die ab seist 1940 vor genommene Herstellung von Fut- Imlhilofe die Futtereinfuhr zu ersetzen, verliefen fich ungünstig.

; le Bevölkerung von rund 6V2 Millionen hatte »130 Jahren keinen Krieg erlebt. Sie war satt M behäbig und im Weltkrieg hatte sich ein Gold- £31 auf Schweben ergossen, bas politisch anglo-

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Gießener Anzeiger

vrghlsche Uniotrftttisbraderei 8. tauge General-Anzeiger für Oberhessen * «its>kn^ch«lsir-tze 7-4

Berlin, 15. Aug. (DNB.) Am Donnerstag be­legten Derbänbe ber beutschen Luftwaffe Eisen- bahnlinien und Verkehrswege der Sow­jets hinter der Front erfolgreich mit Bomben. Die Strecken Lug aL eningra dN o w g or ob er­hielten an zahlreichen Stellen Volltreffer, bie die Gleise und ben Bahndamm aufrissen. In demselben Raum beschossen die deutschen Flieger sowjetische Truppentransporte und Material- z ü g e. Durch Bombentreffer wurden sieben Loko­motiven und sieben Eisenbahnzüge vernichtet. Am Nordabschnitt wurde ein größeres Munitions­lager in die Luft gesprengt. Vier Batterien und 26 Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt, und 185 Fahrzeuge zerstört. Bei Luftkämpfen wurden neun bolschewistische Flugzeuge abgeschossen. An einem anderen Frontabschnitt wurden Artillerie- und Flak­stellungen der Sowjets mit Bomben belegt und mm Schweigen gebracht. Auf einem Flugplatz der Bolschewisten wurden in kürzester Zeit sieben Flug­zeuge am Boden zerstört und Unterkünfte in Brand

auf 197 hinauf, bann sogar auf 219, blieben aber inzwischen unverändert. Allerdings trat diese Sta­bilität erst ein, nachdem auch die Preise für Le­bensmittel durch die Rattonierung gehalten wurden. Wenn diese Rationierung auch, gemäß dem libera- listischen Charakter der Regierung, spät und zögernd einsetzte, so mußte sie doch unter dem Zwange der Not auf viele Wirtschaftsartikel ausgedehnt werden. Im wesentlichen aber kann gesagt werden, daß das starke Ansteigen der Preise und Lebenshaltungs­kosten in Schweden nicht voll durch die Lohner­höhungen ausge-glichen wurde. Die Folge ist ein Nachlassen der Kaufkraft, und cs ist be» merkenswert, daß auch die Umsätze in Waren, die nicht rationiert sind, in den letzten Monaten zurück- gingen; nach den Berechnungen ber Regierung so­gar bis zu 10 v. H. Eine Derkn-appung im Waren-

Qf)ren 3 r?sport i1 rtätiaj Abfrage & liÄ- Uni8 Stockholm, im August 1941.

»I ^chdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

QUfopfr ' II5 schwedische Volk gehörte bis zum Ausbruch n ven ,-^ Wei^ Krieges zu den v e r w ö h n t e st e n Völkern 'I Sein hoher Lebensstandard wurde bedingt 1 ! den Reichtum an Erz und Holz, ferner durch

i qualitativ hochstehende Produktion und Land- -chaft. Im Gegensatz zu Norwegen deckt Schwe. in normalen Jahren seinen Roggenbedarf aus

i&rei Sangt! ...... .............,--------

M Verflechtung mit England warnten und die

8e r f ä m p f t werden muß.

e Lehren dieses Krieges sind zwar in Stock- noch nicht voll erkannt worden, aber seine chaftlichen Auswirkungen waren doch immer-- JKn so einschneidend, daß auch Schweden einige ifcinbe Lehren daraus entnahm. Der wichtige Dzenhandel blieb in den ersten Knegsmo- Mer einigermaßen unberührt. Die mehr als 70 p die Schweden über die Nordsee aushandelte, Men erst eigentlich im Frühjahr 1940 durch bie M^ung der Niederlande, Belgiens, eines Teiles vu Frankreich usw. verloren, zumal, als Italien in lentirieg eintrat. Zunächst kam, nach dem sehr er- !»brn Einfuhrbedarf der ersten Kriegsmonate, ht völlige Lähmung, dann aber zeigte sich eine 1 rft iangfame, bann immer schnellere Erholung, und Mr, weil Schweden, das über bie Hälfte seiner Imelsschiffe an England verloren hatte, sich.wirt- Wiblich auf ben Handel mit dem europäischen Mond warf. So wurde man mit der Absper- Wiskrise verhältnismäßig gut fertig.

Ibe Umstellung auf inländische Ersatz guter sowie I Rüstungswelle, bie auch Schweden nicht ver- Ws-te, wirkten sich bei der Rührigkeit der fdjwebn Her Industrie insofern günstig aus, als d er V e- 'ßti ftigungsgrab n>icht scharf ^bsank. Im 3ti):e 1940 betrug z. B. der Wert der rndusttlellen Nvltitionen immerhin noch 85 n.Sy

Ißt, wie ein Bericht des schwedischen Jnbustriel- e -banbes ausweist. Bezeichnend aber fit daß Mn dieser Summe nicht weniger als bereits em Wentel für Anlagen im Zusammenhang mit der Wichtung neuer Produktionen bestimmt war. Wenn «t.auch bis in die Mitte des laufenden Jahres Ml) die kriegsüblichen Schwierigkeiten .^lfften md der B a u m a r f t gänzlich darniederlieg , so tf voch die Ausfuhr gegenüber der glichen 8'i des Vorjahres wesentlich Sestlegen und «- «llem der H o l z m a r k t hatte ^ne Entlastung ^zeichnen. Heute gehen fast zwei Dattel aller indischen Hölzer und ^blzerzeugn ss sytschland. Am schwedischen ® 1 f . n h Veschäftigungsstand und Auftragsemga g g bl eben, wen. auch Schwierigkeiten m ber Be- irfunq von Legierungsmaterial zu 3 .

Allerdings zeigte sich. d°ß d,e Pre'se w.ld i'wden waren. Für seine Ausfuhrwaren ) h ieben etwa ben gleichen ^los w - > (pn waren die Einfuhrgüter durchschnttt ch n l bis Mai 1941. um rund 60 Punkte in^oie V" gegangen und jetzt schon um actD(?z

V i ßlich dieser Kriegsnotstand .zu ertragen g wo sl , wenn nicht gewissermaßen ein Pre . rf)jgn und zwar auf allen Gebieten, ber

M der kriegsbedingten Preissteigerung lag also Ar ssermaßen lediglich den Besitzern "on fQm

Oder den Lebensmittelproduzenten zg ^

hie Folge davon war, daß auch die Reiterfd^a i'o-t mit Lohnerhöhungen I

kn sich die Preiserhöhungsschra^ Ifints drehen zu wollen. In o e

Mlten sich bie Kennziffern der schwedischen L e

b shaltungskosten um rund^50 w Sy naj frei; aber in Wirklichkeit war es nochvrel scynm

als es die amtliche ?lattfttk erschei au2 N 'N» nicht nur die Preise für kjfpf ftieqen

r Lebensmittel und sonsttge Konsumattike ! £ rhmeg auf bas Doppelte^ Die Arbettslohne^we^ j J feit Kriegsbeginn durch eine s bes

| ftr auf der Basis 1914-100 err-ech - . ^949 WDen 1940 noch 178, gingen dann bis E