Ausgabe 
16.7.1941
 
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alten

Handschuh, den sich jedermann aus einem

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VortzielabendderIIIMsWederASS.Krastdmch Freude

am

Dornotizen.

'tempfung von Brandbomben: 20.15 Uhr auf dem Mdplatz. Oeffentlicher Vortrag der Univer-

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Verdunkelungszeit

16. Juli von 21.39 bis 5.17 Uhr.

Die Dominiks.

Roman von Hellmuth M. Böttcher.

Keine Angst vor der Brandbombe

Durch Mut und Umsicht können auch Frauen und Jugendliche die Brandbombengefahr bannen.

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Aus der Siadi Gießen

Ausstattungsbeihilfen für Hausgehilfinnen.

Iköt 20.15 Uhr im Hörsaal 34 der Universität. Vor- lagPros. Dr. Vollrath J). St. Chamberlain tbDie deutsche Goetheforschung". Gloria-Palast, Mrsweg: ,challo Janine". Lichtspielhaus, ichhofstraße:Der Dschungel ruft".

Tageskalender für Mittwoch.

Hftentliche Vorführung über die Löschung und Brandbomben: 20.15 Uhr auf dem

vieler Volksgenossen stattfand.

Die große Feuerwehrleiter unserer Feuerwache war bis zur letzten Sprosse ausgefahren worden, um in recht anschaulicher Weise die englischen Stab- Brandbomben aus großer Höhe auf den Uebungs- raum herabwerfen zu können. Dadurch gewannen die belehrenden Vorführungen in hohem Maße den Charakter der Unmittelbarkeit des Geschehens. Nachdem der Ortsgruppenführer des RLB., Haupt­lustschutzführer Clotz, einleitend mit dem Zweck und Ziel der belehrenden Vorführung bekanntge­macht und der Ortsgruppen-Werbeleiter R u n k die Anwendung unb Wirkung der Brandbombe er­läutert hatte, die mit großem Interesse folgenden Volksgenossinnen und Volksgenossen auch eine ganze Anzahl englischer Stab-Brandbomben zur Besichti­gung in Händen halten konnten, begannen die prak­tischen Vorführungen. Luftschutzführer Schmalz zeigte mit zwei seiner Lehrtrupps (junge Frauen und Mädchen im Feuerwehranzug des RLB.) die Bekämpfung der abgeworfenen Brandbomben. Zu­erst wurde die Unschädlichmachung einer Brand­bombe mit Wasser gezeigt, dann folgte die Bekämp­fung einer weiteren Brandbombe mit Sand und schließlich das Wegbringen einer dritten Bombe im brennenden Zustand. Es kann nicht der Aweck die­ses Berichtes fein, im einzelnen die technischen Mit­tel und Handreichungen zur Vernichtung dieser feindlichen Brandstifterwaffe zu schildern. Dagegen feien die Erkenntnisse, die sich allen Beobachtern dieser praktischen Aufklärung offenbarten, in ihren wichtigsten Grundsätzen umrissen. Vor allem zeigte sich, daß auch Frauen und Mädchen und Jugend­liche durchaus in der Lage sind, mit Mut, Umsicht und völliger Ruhe dieser Brandstiftungsmittel Herr zu werden. Dazu gehören vor allem reichlich Sand und verhältnismäßig garnicht allzuviel Wasser, eine Schaufel mit langem totiel und ein als Schutzmittel geeigneter Kistendeckel oder ähnliches, um die löschende Person gegen umherspritzende Brandfun- ken zu schützen. Wie mit diesen Hilfsmitteln alle Ge­fahr der Brandbomben schnell und wirksam besei­tigt werden fanh, wurde bei den Vorführungen an­schaulich gezeigt. Wohl für alle Zuschauer war es eine besondere, überraschende Erkenntnis, daß man diese gefährlichen Dinaer auch mit der Hand fort­tragen kann, wenn die Hand durch einen derben

Die im August vorigen Jahres durch die NSG. Kraft durch Freude" in Gießen eingerichtete Musik- chule für Jugend und Volk, die unter der bewähr­ten Leitung von Musiklehrer H. Blaß steht, trat gestern zum ersten Mal mit einem Dorspielabend in der Aula der Langemarckschule vor die Oeffent- lichkeit. Der Zweck des Abend war, die Eltern und Angehörigen der Schüler und die Freunde und Gönner der Schule bekannt zu machen mit dem Wesen und Geist dieser Musikerziehungsstätte, bann aber auch zu zeigen, was durch deren neuartige Arbeitsweise innerhalb eines knappen Jahres zu leisten möglich ift. Die Lehrweise der Schule gibt den seither allgemein üblichen Einzelunterricht gro­ßenteils auf und vollzieht sich im Gruppenunter­richt. Wenn damit auf die individuelle Behandlung der Schüler im Einzelunterricht, der dadurch un­streitig seine Vorzüge hat und somit auch tn Zu­kunft seine Daseinsberechtigung behalten wird, ver­zichtet wird, so sind aber auch gewisse Gründe vor­handen, die für den Gruppenunterricht sprechen. Das Musizieren in Gruppen bedeutet vor allem für die Schüler eine gegenseitige 2Ineiferung: es schafft weiterhin die Möglichkeit, bald auch mit den An­fängern mehrstimmig zu musizieren und gestaltet so den Unterricht lebensvoll und abwechslungsreich. Dazu kommt, daß das Zusammenspiel die Takt­sicherheit der Schüler fördert. Und schließlich mag darauf hingewiesen fein, daß durch die gruppen­weise Zusammenfassung sich die Ausbildungskosten für die Lernenden ermäßigen, so daß weiten Volks­kreisen auch finanziell die Möglichkeit zur musikali­schen Ausbildung gegeben ist.

Der Ablauf des gestrigen Dorspielabends hat nun erstmalig den Arbeitserfolg der Musikschule unter Beweis gestellt. Der Wend wurde eröffnet mit einer Anstiche des Schulleiters, Herrn Blaß, in welcher er die zahlreichen Besucher begrüßte, dar­unter den Gaubeauftragten der Musikschulen für Jugend und Volk, Direktor D r ö ß e r (Wiesbaden), und als Ziel der Schule die schrittweise Heranfüh­rung der Lernenden zu den wahren Quellen der Musik, zu den Werken unserer großen Meister, auf­stellte. Nur so könnten wir Deutschen unsere Stel­lung als großes Musikvolk in der Welt behaupten. Auch die Schule möchte hierzu in bescheidener Weise

Nissen ist in den nächsten Wochen fast leben Nach­mittag nach Arbeitsschluß mit Brigitte Zusammen. Manchmal eine Sttmbe, manchmal nur für einige kurze Worte, öfter aber auch für köstliche lange Spaziergänge ober Wanberungen in bie tiefen Ost­seewälder mit ihren heimlichen Seen und ihren leise rauschenden Kiefern.

Er braucht die Muße des Ausspannens und Atem- holens Sie gibt ihm Kraft und Leistungsfähigkeit für die langen Abendstunden, die er nachher noch allein oder zusammen mit Lietzendorf am Reißbrett verbringt. . n. ,

lieber ihn und Brigitte ist der Taumel der Siebe gekommen. Sie halten sich bei den Händen, wenn es niemand sieht, sie sagen sich süße Worte, sie nertnen sich bei Kosennamen, deren Ursprung und Sinn nur sie verstehen, sie flüstern von allen Dingen, die ihnen das Herz vollmachen.

Nur über eins sprechen sie nicht. Heber den Zwist

festen Stoffrest selbst anfertigen kann, genügend ge- schützt ist, unb baß vor allem Sand unb immer wieder Sand die wirksamste Waffe neben der un­erschütterlichen Ruhe der löschenden Personen dar-

der Richtigkeit meiner Methode so überzeugt, daß ich ihr mein Leben anzuvertrauen bereit wäre."

In seinen Augen steht mit einem Male ein Glanz, den Nissen noch nie zuvor darin bemerkt hat.

Aber Sie werden verstehen", sagt er darum erst nach einer langen Weile,daß ich nicht an einer Sache mitschaffen kann, der ich kein Vertrauen ent­gegenbringe."

Natürlich."

Unb baß für die Dominik-Werst die Lösung, die endgültige, nötig ist, das verstehen Sie ebenfalls?"

Natürlich."

Was würden Sie also an meiner Stelle tun?

Lietzendorf kneift die Lippen zusammen.

Er hat noch einen zweiten Plan, den er für den Fall des ersten Versagens in der Reserve halten wollte. Soll er ihn preisgeben? Kein Mensch kann bas von ihm verlangen.3eber ist sich selbst der Nächste!" würde Herr Lind sagen.

Er zuckt ein wenig zusammen bei der Erinnerung an den Namen. Hier ist noch eine Schuld abzu­tragen! Eine Schuld, an der er schuldlos ist, und die dennoch drückt. Und die weiter drücken wird, bis man sie eines Tages bezahlt hat.

Er holt tief Atem und geht dabei in langen Schritten durch den Konstruktionssaal, vorüber an den Zeichenbrettern, an denen tagsüber bie Zeichner sitzen und mit Dreieck, Lineal und Zirkel die Dinge ersinnen, die nachher Eisen und Stahl werden sollen. Jetzt, wie alle Abende, sind die Plätze natürlich leer.

Und dann sagt Lietzendorf es doch.

Ich machte neulich bereits eine Andeutung. Es gibt noch einen zweiten Weg ..." fängt er an.

Sie meinen den der Ueberführung der Kohlen­säure in Kohleoxyd bei Glühtemperatur?"

Der Chefingenieur bleibt stehen. Er nickt.

Sie haben gut aufgemerkt. Ja. Das meine ich/ Er nimmt wieder seine Wanderung auf.

,^ch bin bereit, Ihnen meine Ideen vorzutragen und Sie bet der weiteren Ausarbeitung zu unter­stützen, wenn Sie mir eine Bitte erfüllen "

Nissen legt den Bleistift hin unb blickt auf.

Unb um was soll es sich dabei handeln?" fragte er.

Sie lassen mir weiter für die Ausarbeitung meiner Ideen freie Hand geben."

(Fortsetzung folgt)

Die letzte große Aussprache mit Lietzendorf hat Nissen enbgüüig die Auaen geöffnet.

Die Prozedur war schmerzhaft. Aber sie war nötig.

Jetzt sieht er klar.

Es ist nichts mit der Nachahmung der Pflanze.

Aber es ist auch nichts mit der Methode des Chef­ingenieurs. Nissen kann es nicht beweisen. Dazu fehlt ihm das wissenschafttiche Rüstzeug. Doch es gibt Dinge, deren Richtigkeit ober Unrichtigkeit man fühlt

Er sagt bas Lietzendorf unumwunden.

Der lächelt wieder fein feines Lächeln.

Dann sagt er:

Sie können recht haben. Aber Sie können auch unrecht haben. Das muß die Zukunft ergeben. Man kann sich bei solchen Fragen nicht auf Gefühle Der- lassen. Auch Gefühle können trügen. Ich bin von

Mitgliedertreffen des 71SBDT.

Das Juli-Mitgliedertreffen des Nationalsozialisti- chen Bundes Deutscher Techniker (NSBDT.) fand im Hotel Hopfeld statt. Auch diesmal standen zwei Kurzvorttäge im Mittelpunkt. Es sprach Pg. Architekt Wilhelm Wagner über die Entwicklung des deutschen Bauwesens. Er ging auf die Nieder­gangserscheinungen vor der Machtübernahme ein, bann beleuchtete er ben Austrieb, den das deutsche Bauwesen durch die Machtübernahme Adolf Hillers genommen hat. Seine Ausführungen endeten damit, daß das deutsche Bauwesen auch noch dem Kriege allen Aufgaben gerecht sein wirb. Dann sprach Pg. Divl.-Jng. Wilhelm R e g 1i n g über bie Braun- koylenvorkommen Deutschlanbs. Er schilderte die Wichtigkeit der Braunkohle für Deutschland, vor allem auch in der jetzigen Kriegszeit. Auch auf die außerdeutschen Braunkohlenvorkommen ging er mit

Daß die von feindlichen Fliegern abgeworfenen Brandbomben gar nicht so vernichtende Unheil­bringer sind, wenn man ihre Bekämpfung mit be­herztem Mut, Umsicht und Sachkunde sofort nach dem Auffinden vornimmt, ist allen Volksgenossen schon durch mancherlei Aufklärung durch die Amts- träger des Reichsluftfchutzbundes, durch Schulungs­veranstaltungen der örtlichen Luftschutzleiter und durch Aufsätze unb Hinweise in der Presse oftmals bekanntgegeven worden. Diese Erkenntnis soll aber nicht zu einer Unterschätzung der Brandbomben- gefahr für den einzelnen sowohl als auch für die Volksgemeinschaft führen, denn der Ernst dieser Gefahr ist zweifellos groß genug, um alle Auf­merksamkeit unh alle Kraft zu ihrer Bekämpfung wachzurufen. Jedoch ist zu übertriebener Furcht vor diesen Dingern glücklicherweise kein Anlaß gegeben. Diese Schlußfolgerung zeigte sich klar unb über­zeugend oei der ersten öffentlichen praktischen Auf­klärung über die Bekämpfung der englischen Brand­bomben, die am Montagabend vom Reichsluftschutz- bunb in Gießen auf Oswaldsgarten in Gegenwart

Am heutigen Mittwochabend, um 20.15 Uhr, wird auf dem Brand platz die zweite öftentliche Aufklä­rung dieser Art gegeben werden, der am kommen« den Freitag um 20.15 Uhr die dritte und letzte Auf­klärungsveranstaltung auf dem Platze vor dem Lie- bisbau in der Liebigstraße folgen wird. Im eigen­sten Interesse aller Dolksgenossen sei dringend emp« fohlen, diese lehrreichen Vorführungen zu besuchen unb sich dadurch mit ben (Erforberniffen bes Selbst­schutzes gegen Brandbombengefahr vertraut zu machen. Es darf wohl erhofft und erwartet werden, daß bei diesen beiden Veranstaltungen noch weit mehr Volksgenossen als am Montag zugegen sein ~ ' i und im wohloerstan-

Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

bracht J6»gar die Presse beginnt sich mit den Derhältnis-

1 et ruf der Dominik-Werst zu beschäftigen. Ueberall

i nl.?utschland gibt es zu tun rm Ueberflutz zu it bas

tbeüa ' die Dominik-Werft bildet eine Ausnahme.

* muß doch wohl an der Leitung liegen!

Uri) dann kommt doch ein Lichtblick.

! Ihr Prokurist Arndt weiß es zuerst und lauft mit lanif0' kurzen, immer ein bißchen hastig erscheinen- ^ponliei Stritten durch die Büros.

brti lm0 [|t fcer Chef? Hat keiner den Ches ge-

ihrer Väter und alles, was damit Zusammenhängen kann. Behutsam weichen sie jedem Worte aus, das die Geister dieses bösen Streites auch über sie her­aufbeschwören könnte.

Und es gibt leider genug Dinge, die jedem von ihnen beiden im stillen bas Herz schwer machen.

Brigitte ist Zeugin eines Gespräches zwischen Vater unb Mutter gewesen, in bem von einem Aktienkauf bie Rebe wat. Sie Hot nur wenig ver­standen. Erst als der Name Dominik fiel, war sie aufmerksam geworden. Vater war sehr laut, Mutter sehr stille. Das meiste, was sie saate, war nur ge­flüstert. Nachher hatte sie rote Augen, und der Vater kam nicht zum Essen. Seitdem steht etwas zwischen den Eltern wie ein Schatten. Sie sprechen nur das Nötigste. Und Brigitte fühlt, daß das noch nicht das Schlimmste, noch nicht das Letzte ist. Der Schatten bläht sich auf. Er fließt weiter, auch zu ihr ___ und noch weiter irgendwohin, wo er Schmerzen unb Leid bringen wird.

Auch Nissen sieht die Schatten wachsen. Der Vater geht mit zerklüftetem Gesicht durch die Büros oder die Werftanlagen. Er spricht kaum ein Wort. Er rechnet rechnet zu jeder Zeit. Immer wieder laßt er sich Aufstellungen und Statistiken von der Buch- Haltung anfertigen und arbeitet sie durch. Manchmal sitzt er bis in den grauenden Morgen am Schreib­tisch und rechnet rechnet.

Da liegt doch noch allzuviel im Dunkeln. Auch die ganze Geheimnistuerei mag ja sein, daß sie nötig ist Aber schließlich wissen wir alten leitenden An- gestellten doch auch, was wir der Firma schuldig sind. Jedenfalls, mir gefällt das nicht, und ich mache mir Sorgen, wie das noch werden soll."

Der Chef!" meldet Lietzendorf.

Er geht dem alten Herrn entgegen und über­reicht ihm die Anfrage. Dominik nimmt sie, über» fliegt sie. In seinen buschigen, grauen Augenbrauen zuckt es. Die Anfrage ist aus Berlin. Die Sud­amerikaner unterhalten eine Vertretung Unter den Linden. Das ist angenehm für persönliche Ver­handlungen. _,

Der Direktor legt das Schreiben auf den Tisch zurück. _ _.

Wär' ja schön!" sagt er dann.Sagen Sie mei­nem Sohn Bescheid. Wir müssen die Sache ein­gehend durchsprechen. Zwei Stenotypistinnen sollen dableiben. Sagen Sie ihnen, sie sollen sich was zu essen besorgen. Es kann heute spat werden

Nachher sitzen die Herren zusammen. Beraten stundenlang alle Einzelheiten der Antwort an die Südamerikaner. ...... ,

Zwei Eisbrecher, fünfzehn oder vielleicht auch hundertfünfzig Flußdampfer. Solch ein Auftrag liegt nicht jeden Tag auf der Straße.

ihr Scherflein beitragen. Er wandte sich bann an die Eltern und bat um ihre Unterstützung, falls der eine oder andere Schüler auf dem schwierigen Aus­bildungsweg lau werden sollte. Den Lehrern und Lehrerinnen, die in aufopferungsvoller Weise den Unterricht erteilten, sagte er seinen wärmsten Dank. Er gab weiterhin der Hoffnung Ausdruck, daß manche noch zur Zeit besteyenden Schwierigkeiten behoben sein werden, wenn der Schule einmal ein eigener Raum zur Verfügung steht.

Der Ansprache folgten die Darbietungen der Schüler in bunter Reihenfolge. Mit redlichem Be- mühen suchten alle ihr Bestes zu bieten. Wenn man die Kürze der bereits durchlaufenen Ausbildungs­zeit berücksichtigt, so muß man fast durchweg ver­heißungsvolle Anfangserfolge feststellen. Bei den Violinspielern war die gute Geigenhaltuna und die exakte Bogenführung anzuerkennen. In ihren zum Vortrag gebrachten Kanons, Volksliedern, Menuet­ten ufw. waren sie takllich sicher. Die Blockflöten­bläser zeigten weiches Spiel und gute Atemtechnik. Auch bei den Klavierspielern merkte man die Gründ-

Eimervorräten stets vorhanden sind, sondern auch in der Wohnung selbst möglichst in jedem Zimmer in einem Kasten oder in einem Eimer bie erforder­liche Sandmenge bereitsteht. Die Schaufel mit lan­gem Stiel und breiter Schippe darf selbstverständlich ebenfalls nicht fehlen. Mit diesem Material und im gegebenen Augenblick mit dem erforderlichen beherz­ten Mut ausgestattet, kann man beim Abwurf von Brandbomben in weitgehendem Maße auf dem Wege des Selbstschutzes seine Wohnung und seinen Besitz erhalten. Jedoch darf man nicht vergessen, em Verzeichnis seiner Vermögensstücke, d. h. eine Liste mit dem genau angegebenen Wert der Wohnungs­einrichtung, der Wäsche unb aller übrigen Besttzstucke mit in den Luftschutzkeller zu nehmen, damit im Schadensfälle der ausreichende Ersatz für zerstörte Eigentumswerte die erforderliche Voraussetzung hat.

Die Mchtigkeit aller dieser Erkenntnisse und An- forberungen machte, im Anschluß an einige wettere Erläuterungen über die Wichtigkeit ber 2m.ftchntz* geräte burch den Werbeleiter R u n k, der örtiicpe Luftschutzleiter Major der Schutzpolizeit Hell« mege Emden ben Besuchern in einer kurzen Schlußansprache noch einmal eindringlich und überzeugend klar. Insbesondere legte er den Hörern dringend nahe, mit allen ihren Selbstschutzmitteln gegen Brandbombenangriffe stets bereit zu sein und sich fortlaufend über die dringend notwendigen Maßnahmen zu unterrichten.

Sprechstunde des Krersleiters.

Sprechstunde bes Krersleiters findet

S:or trstag, 17.7.41, nachmittags von 1517 Uhr, ichff statt.

i!« Dornotizen.

Das »flovet* - Kreuz ist das Garantiezeichen für be­währte Arzneimittel, die sich die ganze Welt erobert haben, »floye»*-Arzneimittel werden von den Ärzten in aller Welf ver- __ ordnet und von Millionen mit /**^p*\ vertrauensvoller Zuversicht (BAYER) gebraucht.

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kurzen Worten ein. Die Ausführungen beider Red­ner fanden das lebhafte Interesse der Mitglieder und wurden mit großem Beifall ausgenommen. Das Treffen schloß in der üblichen Weise.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Auf dem gestrigen .Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Lerteilungsmarkt in der Diehoersteige- runghalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 38,5 bis 47,5 Rpf., Bullen 33 bis 51,5, Kühe 22,5 bis 45,5, Färsen 35 bis 46,5, Kälber 40 bis 57, Schafe 36 bis 40 Rpf. je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erziklt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,24, c (100 bis 119,5 kg) 1,20, d (80 bis 99,5 kg) 1,14, el (unter 80 kg) 1,10, gl (fette Specksauen) 1,26, i (Alt- schneider) 1,24, g2 (andere Sauen) 1,14, h (Eber) 1,14 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt.

sch. m'.50 RM. Der Höchstbetrag der Beihilfe, der zur»ch Zehnjähriger Tätigkeit erreicht wird, beträgt lMÄM. Die Ausstattungsbeihilfe wird der Haus- »ihilin bei ihrer Heirat oder nach der Vollendung Xis 0. Lebensjahres ausgezahlt; hat die Hausge- ijni die Anwartschaft schon früher erworben, so jirb bie Heiratsbeihilfe bis dahin auf einem ver- ^sichen Sparguthaben bei einer Sparkasse an-

Ugen des dringenden Bedarfs an Hausgehilfin- iuttmn;Dor allem für kinderreiche Familien, muß in lga-XIn Fällen, in denen in einem Haushalt mehrere M^mgehilsinnen oder Hausangestellte beschäftigt sind, pemprit werden, ob die Beschäftigung mehrerer d)q,g-ä|e unter den heutigen Arbeitseinsatzoerhältnissen naniip i?d)tfertigen ist. Nach einer dritten Durchfüh- Be-rimpoerordnung zur Verordnung über die Be- igtetibrlifung des Arbeitsplatzwechsels vom 10. Juli und müssen deshalb Haushaltungen, die am 15. Au- unbfluft 1941 mehr als eine Hausgehilfin oder Haus- achia^gitellte ober gleichzeitig neben einer Hauscm- biesöiifalten eine Hausgehilfin beschäftigen, dies bis die; m '. September 1941 dem Arbeitsamt auf einem einer!'ri/d)riebenen Formblatt anzeigen. Ergibt die Macprüfung, daß die Weiterbeschäftigung aller faSh-ire den Bedürfnissen der Volksgemeinschaft MNr:ib7spricht, so kann das Arbeitsamt das Arbeits- euterriiltnis der überzähligen zweiten oder weiteren eit5.to-gebilfin ober Hausangestellten durch schnft- j» siche- Bescheid an den Haushaltungsvorstand losen, 'om. um Die dadurch gewonnenen Arbeitskräfte einem Dopoinbren Einsatz zuzuführen. ,

Tll eine Arbeitskraft in eine Haushaltung ein- mpoMt werden, in der sich schon eine Hausgehilfin berCJ« eine Hausangestellte befindet, dann ist nach nid, 7 r gleichen Verordnung im Gegensatz zu der bis- tali.'iipn Regelung künftig die Zustimmung des Ar- ;a6nHarntes auch dann notwendig, wenn der Haus- iae-Mng Kinder unter 14 Jahren angehören. 3il|W^re Auskünfte erteilen die Arbeitsämter.

Fahne Mr?"

I B-e eine Fahne schwenkt er einen Briefbogen tn

Ife Hand. , . ...

.iliifter .Dollen Sie Extrablätter verkaufen? spottet jteid)? ifenborf, der gerade zufällig in der Abteilung Mnd^ui n hatte. ~ .Ä .

fyjiirt1 | Fee. Eine Anfrage. Aus Südamerika.

Zo? Zeigen Sie mal her!"

vi tzenborf liest. Nickt ein paarmal bedächtig, ild dti k^u schon, um wahr zu sein!" sagt er sann und e kB' bitt Das Blatt zurück.Eine südamerrkanische Scyift- Bch'sÄrisgesellschafl braucht zwei Eisbrecher nach Kap t ßö'lkr und Flußdampfer für Amazonas und Pa- Ht l(O-a" Er unterbricht sich und blickt auf.Hunderl-

feig Flußdampfer steht hier. Das wird wohl Mir Schreibfehler, sein und fünfzehn heißen sollen. Mt auch das wäre schon ein Rausreißer, merm s cud) bei diesen Flußdampfern um kleine Dinger

Jw Mei Gott, das wär's!" sagt Arndt aus gepreßtem öv'n.Es wird hohe Zeit, daß wir neue Aus- ftpostr"' ihr kriegen."

Lützendorf kneift ein Auge zu.

® .Nachen Sie sich keine Sorge, Arndt. Wir bauen jteiW iatrchstens Unterseekreuzer, da können wir auf aue

1 ttitren Aufträge pfeifen. Oder meinen Sie nicht?

. Irmbt macht ein Gesicht wie eine Katze, die es 1 ' Wirern hört.

£d) weiß nicht recht", sagt er dann schlleßlich.

fcheii . UN' r un- ! UN'

M Ninahmeuntersuchung für Waffen-^ und Polizei.

* Dr nächste Annahmeuntersuchung von Freiwilli-

Boidfür die Waffen-j- und Polizei findet m iIn-Gi,ßen am 19. Juli, 14 Uhr, imBurghof ,

3-r graben 9, statt.

stellt. . , ,

Für alle Häuser und Wohnungen offenbarte sich die Notwendigkeit, nicht etwa nur eine kleine Büchse ober ein Eimerchen voll Sand zur Brandbomben­bekämpfung ständig bereitzuhatten, sondern minde- tens mehrere Eimer Sand stets griffbereit zur Der- ügung zu haben. Daneben darf natürlich auch der lusreichende Wasservorrat mit der vom Reichsluft- chutzbund als zweckmäßig erprobten Löfchsvritze nicht fehlen, vor allem mit dem Schlauchmundstück zur Erzeugung des Sprühstrahls. Dringend erfor- ..

derlich ist ferner, daß nicht nur im Treppenhaus vor werden zum ^enen Nutzen jeder Wohnung Sand unb Wasser in mehreren denen Dienst für unsere Volksgemeinschaft.

Anerkennung der Leistungen ber Hausge- j;[innen in kinderreichen Haushaltungen und um w Einsatz von Hausgehilfinnen in solchen Haus- 1 gingen zu fördern, hat der Beauftragte für den gsechihresplan mit Verordnung vom 12. Mai 1941 )g't mmt, daß Hausgehilfinnen, die langfristig in 'ffdsrreichen Haushaltungen tätig sind, eine Äus- Htiungsbechilfe erhalten können.

MSch den Durchführungsvorschriften des Reichs- «).dsministers erhalten bie Beihilfe Hausgehilfin- K deutscher Volkszugehörigkeit (Volksmgehörige »tu c)er Staatsangehörigkeit unb Volksdeutsche), ar sie in Haushaltungen deutscher Stacttsange- t|r. ?r mit mindestens drei Kindern unter vierzehn »h n wenigstens vier Jahre tätig sind. Die Bei- 5(e kann auch für eine Tätigkeit in volksdeutschen Haltungen gewährt werden. Es werden hierbei x.sipftigungszeiten oder Lehrzeiten im finber- SijHn Haushalt seit bem 1. Januar 1939 berück- tkt. Die Beihilfe beträgt nach vierjähriger lätig« ^Jlft 00 RM. unb erhöht sich für jebes weitere Jahr