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Bei der zweiten großen Meßmethode,
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Rodheim - Bieber, im Juni 1941.
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Gießen, z.Z. Univ.-Frauenkl., 15. Juni 1941 (Fröbelstraße 23)
Ein hervorragendes Filmwerk das unvergessen bleiben wird!
Unser Klaus hat ein Brüderchen bekommen.
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sogenannten Urgewichte Platin oder Berg- kristall. Das letztere hat den Vorteil, sich im Gegensatz zu den Metallen mit der Temperatur nur wenig zu verändern. Einen ganz großen Fortschritt hat hier eine Erfindung des Apparatenbausrs Dr. Sartorius gebracht, der eine Vakuum- waage konstruiert hat, die in luftleerem Raum arbeitet und damit das ganze Problem der Feststellung des Luftauftrrebes vermeidet. Sämtliche Gewichte bis hinauf zu 1/ioooo Gramm werden elektromagnetisch bedient, aufgelegt und abgenommen. Die direkte Ablesung der gemessenen Gewichte durch Projektion reicht bis Vioooo Gramm. Es ist aber möglich, bei den Waagen von Dr. Sartorius noch Vioooooo Gram« elektrisch auszugleichen und Spezialausführungen dieser Spitzenleistung deutscher Feinmechanik ermöglichen es, noch die kaum vorstellbare Winzigkeit von Viooooooo Gramm zu wiegen. Derartige Waagen braucht vor allem der „Spurenchemiker"; besonders die Wirkstoff- Forschung kann derartige Höchstleistungsgeräte nicht entbehren.
Ausgezeichnete Darsteller, unterstützt von der genialen Spielleitung Hans Schweikarts und der starken Wirkung eines unerhört fesselnden Stoffes, machen diesen Film zu einem einzigartigen Erlebnis!
Jeder Autofahrer, jeder Flugzeugführer hat schon ein Dutzendmal solche Reparaturen erlebt, bei denen es nur hieß, altes Teil raus, neues Teil rein. Man erwartet, ohne viel darüber nachzudenken, daß sich die Ersatzteile von den ersetzten Stücken nicht oder jedenfalls nur um hundertstel oder gar tausendstel Millimeter unterscheiden. Weshalb ist ober ein solcher Tausch, der heute in jeder Flugzeugwerft, in jedem Ersatzteillager für Panzerwagen und jeder Kraftwagenwerkstatt der Front Tag und Nacht Lorkommt, überhaupt möglich? — Jedes Werkstück wird, ganz gleich ob es mit einer Maschine automatisch oder mit der Hand an der Drehbank hergestellt ist, vor Ingebrauchnahme ausgemessen. Das darf natürlich keine lange Zeit erfordern und dennoch muß größte Exaktheit gewährleistet sein. Dazu dienen eine Reihe von einfachen und höchst zweckmäßigen Instrumenten, unter denen die sogenannten Lehren die Hauptrolle spielen.
Es gibt solche Lehren in den verschiedensten Formen und für alle möglichen Zwecke. Jedes Kugellager, jede Schraube, kurz jedes noch sck kleine Teilchen wird damit geprüft. Man bekommt erst einen Begriff von der Wichtigkeit dieser Werkstattmessungen, wenn man erfährt, daß für • die Herstellung eines modernen Kraftwagens bis zu 15 000 verschiedene Lehren und entsprechend viele Meßhandgriffe notwendig sind. — Nun müssen natürlich alle diese verschiedenen Lehren untereinander und dann wieder die Lehren der verschiedenen Fabriken genau aufeinander abgestimmt sein. Dazu dienen die „Endmaß e" der Fabriken und die Normalmeter sowie schließlich das Urmeter.
* Dgl. die Aufsätze in Nr. 134, 135 und 138 vom 9., 10. und 13. Juni 1941.
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Von der Börse.
Uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 14. Juni. Die Stimntzj an den Aktienmärkten war in der BeriA zeit nicht ganz einheitlich. Nach den in der berichtszeit zu verzeichnenden starken Kursaufbris rungen erfolgte anfangs ein stärkerer RückW da offiziell verlautbarte, daß während des Ärid der Anleihestock nicht zur Ausschüttung gelang, werde, anderseits auch die Veröffentlichung L Kapitalaufstockungs- und' Dividendenbesteuerungl gesetzes eine erneute Verzögerung erfuhr. Die fI renden Werte gaben teilweise bis zu 10 v. H. 1 (Scheideanstalt 343 nach 355). Im Verlaufe m sich jedoch wieder eine Befestigung durch, fM der Wochenschluß wieder recht fest war und jJ Teil neue Höchstkurse erzielt wurden. Heidelberg Zement, die mit 220 einsetzten, gaben im Ral^ einer Sonderbewegung auf Gerüchte über die lichkeit einer Dividendensenkung bis 210 nach, Bemberg, die bis 199 anftiegen, verloren Jj eine Verwaltungserklärung hin einige ProM Conti Gummi schloffen mit 374 wieder sehr ll- Metallgesellschaft schwankten um 205, ScheidM statt um 245. Farben erholten sich wieder bis 2Üj auch Stahlverein im Versaufe bis 154,75 hinil« gefetzt. Autoaktien blieben vernachlässigt. Von tanaktien konnten Buderus ihren DividendeilM
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In treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland mußte am 81. Mai 1941 bei einem Unglücksfall in Griechenland unser lieber, guter Sohn und Bruder, der Soldat
Karl Mandler
in einer Nachrichten-Baukompanie im Alter von 19 Jahren sein junges Leben lassen.
In tiefem Schmerz:
Karl Mandler u. Frau Marie, geb. Valentin Helmut und Hugo Mandler nebst allen Angehörigen.
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Oeffeniliche Mahnung.
Folgende Rückstände werden hiermit zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säumniszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß:
3. Vorauszahlungsrate Grundsteuer 1941,
1. Rate Hundesteuer 1941.
Gießen, den 16. Ium 1941 26320
Der Oberbürgermeister (Sladlkasse).
Waage, spielt die wenig beachtete Tatsache Rolle, daß sowohl die Gewichte als aüch die zu
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Oer deutsche Vorsprung
Von Dr. Ludwig Kühle.
Man hat nun herausgefunden, das selbst das berühmte Urmeter auf dem Platiniridiumstäb im Keller des Pavillon de Breteuil in Sevres bei Paris nicht genau ist. Ebensowenig die 26 nach ihm hergestellten und an die großen Kulturländer verteilten Kopien. Sie zeigen Längenunterschiede, die größer sind, als die Meßgenauigkeit mancher Flugzeugteile es zuläßt. So hat man diese Maße in Deutschland einfach abgesetzt.
Es kommt bei aller Messung nämlich gar nicht auf die Länge des Einheitsmaßes sondern nur auf seine unbedingte Unveränderlichkeit an. Deshalb hat man sich bemüht, ein Naturmaß zu finden, das sich weder durch Wärme noch durch Kälte noch durch die Aufbewahrung oder das Atter verändern kann, das also alle Nachteile des Urmeters von Sevres vermeidet Eine solche unveränderliche Meßkonstante ist die Lichtwelle. Eine Wellenlänge vom Licht einer bestimmten Farbe ist unter gleichen physikalischen Bedingungen immer gleich lang. Aus dieser fundamentalen Erkenntnis fußend, hat der Direktor in der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, Prof. Dr. Kö-sters, ein Lichtmeßgerät gebaut, das mit dem unveränderlichen Maßstab einfarbigen Lichts Genauigkeiten von mehr als Viooooo Millimeter gestattet. Damit ist Deutschland vom Urmeter unabhängig geworden und kann die in der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt aufbewahrte Meterkopie Nr. 18, die ungenaue Nachbildung des ungenauen Urmeters durch einen weit zuverlässigeren Maßstab ersetzen. Mit Hilfe dieses Gerätes ist das Meter in Wellenlängen des Lichts umgemessen worden, es ist 1553164,25 Wellenlängen der roten Kadmiumlinie lang, bei 15 Grad Celsius und 760 mm Druck in trockener Luft mit 0,03 v. H. Kohlensäuregehalt. — Nachdem diese Beziehung zum Meter durch eine jederzeit wiederholbare physikalische Versuchsanordnung festgelegt ist, wird in Zukunft jeglicher Vergleich mit den Urmetern oder, der Urmeter untereinander überflüssig fein. Mehrere Staaten haben denn auch inzwischen das deutsche Einheitsmaß übernommen. Die Industrie schickt ihre „Endmaße" zur Eichung an die Physikalisch-Technische Reichsanstalt, die mit ihren Lichtwellenlängenmeßgeräten die Maßstäbe bis zur letztmöglichen Genauigkeit ausmißt. So schließt sich der Kreis. Von der deutschen Werkmannsarbeit in der Fabrik bis zur letzten Einheit physikalischer Meßmethoden führt eine Stufenleiter der Genauigkeit, die heute ein in der Welt vielfach beneidetes und nachgeahmtes Vorbild ist.
Düchertisck.
— Wie das Dritte Reich sich schon jetzt mitten Kriege auf seine großen Friedensaufgaben e bereits so werden jetzt auch schon die Vorausse» gen für eine erfolgreiche Kolonialarbeit gefckaß Hieran hat die Wissenschaft hervorragenden 2Int Ihre Aufgaben für die Kolonialarbeit und fpj in den Kolonien zeigt ein Sonderheft der Mon, schrift „Deutschlands Erneuerung" aus I. F. 2 manne Verlag, München 15, „Unsere Kol nien" (Einzelpreis 2,— RM.). — Daß vielfach| lonialarbeit überhaupt erst durch deutsche Leistur; möglich geworden ist, unterstreicht Reichsstatthsl Ritter von Epp in seinen Einleitungsworten. waren es in erster Linie nicht Politiker, fonit Forscher, die in ihrem Drange nach Wissenschaft^ Erkenntnis für die Erschließung des foloniil Raumes arbeiteten. Ein Ergebnis der seit I Machtübernahme wesentlich verstärkten totoni wissenschaftlichen Arbeit unserer Hochschulen ist n das Sonderheft selbst. Aber auch Probleme I Praxis werden in einer Reihe interessanter 2Iuf|ä von guten Sachkennern allgemeinverständlich besk beit. Ein ungemein reichhaltiges Heft, das jei| Freunde unserer Kolonien, insbesondere aber jti)t der sich für künftige Arbeit in unseren Kolonien n bereitet, eine unerschöpfliche Quelle von Belehn und Anregung sein wird.
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Deutsche Feinarbeit.
Ein Lastwagen rollt über die nächtliche Autobahn. Er hat frisches Gemüse geladen und soll nach seinem Fahrplan am frühen Morgen in Berlin sein. Eine Großhandlung wartet auf die Sendung und mit ihr ein Dutzend Gemüsehändler. Der Fahrer weiß, wieviel von seiner Pünktlichkeit abhängt. Er kennt die Strecke genau, ist sie schon öfter mit ähnlicher Ladung gefahren und hat seine Zeit immer einhalten können. Diesmal macht er aber ein bedenkliches Gesicht. Der Motor spuckt schon eine ganze Weile, hoffentlich kommt er noch wenigstens bis Hannover. Dort ist ein großes Erfatzteillager. Wenn es das Zahnrad am Verteilerkopf fein sollte — dort bekommt er vielleicht Ersatz. Die letzten Kilometer werden sehr lang, die Zündung will nicht mehr, aber schließlich rollt der schwere Wagen doch noch gerade in den Autohof. Der Fahrer springt ab und geht rasch hinüber zur Werkstatt: „Habt ihr ein Zahnrad für den Verteiler von meinem 120er Diesel?" — „Will mal Nachsehen!" ruft der diensthabende Werkmeister zurück und geht hinüber ins Ersatzteillager. Ein kurzes Suchen, dann: „Ja, das ist wohl da, welches Baujahr?" — „1937." — „Gemacht!" — und schon kommt er mit dem Zahnrad zurück. Der Fahrer atmet auf, wenn alles gut geht, kann er in anderthalb Stunden fertig fein.
Bekanntmachung.
Zum Schube der Ware gegen Verlust, Beschädigung oder Beschmutzung mährend der Elsenvahnbeförderung wird dringend empfohlen, zum Verschluß von Pavv kästen mit Papier- klebcstreifen nur gut und dauernd haftende Klebestreifen zu verwenden. Die Streifen sind stets beim Aufkleben genügend zu befeuchten, damit sie sich mit der Pappe des Kastens dauerhaft verbinden. Bei durch die Ware nicht vollständig ausgesüllten Pavvkästen sind die Hohlräume entsprechend auszufüllen. Cs wird insbesondere aiich empfohlen, zur Verstärkung des Verschlusses die einzelnen Klappen des Deckels auch untereinander zu verkleben.
Reichsbahndirektion Frankfurt (Main).
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K leine Ameigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und atiejep. 1
Noch ein Gerät ist für die Wirkstoff-Forschung und die Virus-Forschung wichtig geworden, die „Ueberzentrifug e". Mit ihrer Hilfe erst ist es möglich geworden, durch Ausschleudern die ersten Viren in Kristallform zu gewinnen, und damit die wahre Natur dieser kleinsten Krankheitserreger zu klären, nämlich ihre wahrscheinliche Zugehörigkeit zu den unbelebten Eiweißstoffen. Eine solche Uederzentrifuge erlaubt bis zu 60000 Umdrehungen pro Minute. Das bedeutet in der Sekunde die unwahrscheinliche Zahl von 1000 Umdrehungen. Wenn man annimmt, daß der Zentri- fugenkörper 30 cm im Durchmesser mißt, so legt ein Punkt an seiner Außenfläche bei jeder Umdrehung rund einen Meter, in der Sekunde also 1000 Meter zurück. Das ist mehr als die Anfangs- gefchwindiakeit eines Jnfanteriegefchoffes. Um diese phantastische Leistung zu ermöglichen, hat man die nach einem schwedischen Vorbild in einem deutschen Werk gebaute Zentrifuge so konstruiert, daß sie nahezu ohne Reibung läuft. Aus Düsen wird mit Hilfe von Druckluft ein Schaufelrad angetrieben, das die Zentrifuge dreht. Ebenfalls mittels Druckluft wird dabei gleichzeitig der Zentrifugenkörper etwas angehoben. Seine Achse läuft also gewissermaßen auf einem Luftpolster.
Daß bei den meisten Messungen auch die Zeit eine Rolle sviett, möge nur noch kurz erwähnt werden. Seil Jahrhunderten haben Mechaniker, Physiker und Astronomen viel Scharffinn aufgewendet, um ein möglichst genaues Zeitmaß herzustellen. Aber das Normalmaß der Zeit — die Umdrehung der Erde — ist, wie die immer sorgfältigeren Messungen ergeben haben, nicht genau genug. Die Erde kann durch Schwankungen ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit um Sekundenbruchteile pro Tag vor- oder nachgehen. Indessen haben deutsche Physiker auch diese Klippe überwunden und in den Quarzuhren Zeitmeßinstrumente oe- fchaffen, die noch genauer sind als die Erde. Es hat sich gezeigt, daß man mehrere Uhren dieser Art Herstellen kann, die untereinander dis auf Bruchteile einer tausendstel Sekunde gleichmäßig gehen und im Laufe des Tages nicht mehr als eine tausendstel Sekunde vor- oder nachgehen. Damit ist wohl ein Höchstmaß überhaupt denkbarer Exaktheit erreicht worden. Deutsche Feinarbeit und deutsche Forschung haben die Natur weit übertroffen.
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verliert also durch den Auftrieb ein Viertel an Gewicht. Bei feinsten Messungen im chemischen oder physikalischen Laboratorium muß die Meßgenauigkeit aber bis auf zehntausendstel, ja bis auf hunderttausendstel Gramm gehen. Eine andere Schwierigkeit machen die Gewichtsstücke. Sie verändern sich leicht an der Luft. Man benutzt deshalb für die 1
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