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Besichtigung in Syrien

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Maße neue Besatzungstruppen nach dem Irak werfen.

Diese Gruppe bedroht hier ständig die britischen Trdnsporte. Die Bahnverbindung zwischen Basra und Bagdad ist immer wieder gestört, da nachts durch Sprengstoffanschläge von den Irakern wieder zerstört wird, was die britisch-indischen Pioniere während des Tages aufbauen. Infolge der Tätig­keit der irakischen Aufständischen ist die britische mili­tärische Führung gezwungen, in immer stärkerem

ist, zu fliehen, oder ob er von der britischen Polizei verhaftet worden ist.

zier S ch l i ch t t n g unb Unteroffizier kühne, zeich­nete sich burch vorbilbliche Durchführung ihrer Auf- gaben besonders aus.

Blick auf die Stadt und den Hafen von K a n e a, die Hauptstadt Kretas im Westteil der Insel, die von unseren Truppen zuerst besetzt werden konnte. Das Bild veranschaulicht die Ausdehnung der Stadt und der Hafenanlagen. (PK.-Grunwald. (Scherl-M.)

Oberstleutnant Knabe hat sich im Westfeldzug durch persönliche Tapferkeit und umsichtige Führung seines Bataillons ganz besonders hervorgetan. Im Einsatz in Nordafrika nahm er nach anstrengendem Wüstenmarsch mit der ihm dort unterstellten Bor« ausabteilung am 12. April Sollum und Ca- puzzo. Die schnelle Eroberung dieser beiden für die Operationen des Afrikakorps wichtigen Punkte ist nur der energischen und umsichtigen Führung des Oberstleutnants Knabe zu verdanken. Die fol­genden Abwehrkämpfe gestaltete er durch angriffs­weises Vorgehen zu einem vollere Erfolg der deut­schen Waffen. Abgesehen von seinem persönlichen außerordentlichen Einsatz und seiner Tapferkeit hat er aus der richtigen Erkenntnis der Gesamtlage heraus mit allen Mitteln den Vorstoß beschleunigt durchgeführt, den Ort gegen die wiederholten An- griffe der Engländer gehalten und dadurch die Ge­samtlage des Korps sehr günstig beeinflußt.

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Er machte eine Pause und wischt sich den Schweiß von der Stirn.Gegen Abend sammelten wir die

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Ritterkreuz für Oberstleutnant Knabe. Der Eroberer von Sollum und Capuzzo.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Ge­neralfeldmarschall von Brauchitsch, das Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleut­nant Knabe, Kommandeur eines Kradschützen­bataillons.

konnte! Dann gingen wir zurück, um Hilfe zu holen." So wie heute stach die Sonne auch an jenem Kampftag glühendheiß. Am zweiten Tage wurde das Lager vom Feinde umstellt und mehr­fach überfallen.Handgranaten suchten neue Opfer, Kugeln pfiffen den Wehrlosen um die Ohren, die Fahnen des Roten Kreuzes dienten eher als Ziel­scheibe denn als Schutz für die Waffenlosen. Tom- mies und Griechen kamen, nahmen Uhren und Brief­taschen mit, erschossen einen, der sich wehren wollte. Ein paar verwundete Griechen schützten den Sani­täts-Gefreiten vor der Wut der Gegner. Ein an­derer Grieche springt wiederholt durch das feindliche Feuer und schleppt Wasser herbei. Keiner von denen hier hat wohl noch mit einer Rettung gerechnet.

Am dritten Tage", so erzählt der Arzt weiter, aber kommen mir zurück. Eine Handvoll Männer, bespickt mit Handgranaten und Pistolen, dazu ein Kraftwagen. Man lacht und jubelt und schreit und drängt an uns heran! Wir laden sechs Mann ein, kommen heil durch das Feuer, kehren zum zweitenmgl ziemlich unbehelligt zurück, ge­winnen erneut den Heeresverbandsplatz und setzen zum drittenmal an. Diesmal aber ist das Lager in vierzig Meter Abstand völlig umstellt. Wütendes Feuer peitscht uns von allen Seiten entgegen. Hand­granaten zerkrachen mitten im Lager. Ein Mann wälzt sich schwerverwundet auf dem Boden. Und bei alledem ist nichts vom Feinde zu sehen' Meine Männer feuern blindlings in die Richtung der Ab­schüsse, werfen Handgranaten am laufenden Band, täuschen so eine starke Abteilung vor und halten uns den Feind vom Halse. Der Rest der Mann­schaft wird auf Wagen geladen, auch Esel haben wir mitgebracht. Was gehen kann, wankt hinter­her. Es bleibt niemand zurück. An der Spitze hum­peln Griechen, geschart um die Rote-Kreuz-Fahne, dann kommen Männer von uns, der Kraftwagen, die Esel und der Rest der Waffenfähigen. Wir werfen und feuern um uns, was raus will. Noch einmal setzt drüben auf der Straße ein höllischer Feuerhagel ein/ aber das Schicksal ist mit uns. Alle sind gerettet, wir sind durch!"

Britischer Kreuzer vor Beirut getroffen.

(PK.).....,15. Juni. (DNB.) Flugzeuge als

bewaffnete Aufklärung nahe Cypern sichteten dicht an der Küste Syriens vor Beirut zwei schwere Kreuzer und einige Zerstörer. Zwei Zer­störer kamen in hoher Fahrt von Beirut her auf den Verband zugefahren. Noch waren die deutschen Flugzeuge nicht erkannt, als sie im hohen Sturz auf die Kriegsschiffe losginaen. Aus allen Rohren feuernd flüchteten die britischen Kriegsschiffe nach allen Himmelsrichtungen davon. Ein schwerer Kreu­zer erhielt einen Volltreffer auf den Bug und zeigte sofort eine dunkle Qualmwolke. Von den Besatzungen der abfliegenden Flugzeuge wurde be­obachtet, wie der getroffene schwere Kreuzer am vorderen Mast an der Signalleine eine große Not­flagge hißte und seine Fahrt verlangsamte. Ein Zer­störer eilte ihm zur Hilfe. Der Umfang des Scha-

DNB. .... 16. Juni. (PK.)Hier war es, es sind erst wenige Tage her. Der junge Assistenzarzt der Fallschirmjäger deutet lebhaft mit der Hand in die Runde. Wir stehen auf einer kleinen Lichtung inmitten fleischiger Agaven und dürrer Disteln. Nicht weit von uns stehen im Kreisrund, soweit das Auge blicken kann, grüne Olivenbäume, über die die sonnenflimmernde Luft einen silber- grauen Schleier legt. Kaum 50 Meter weit bringt der Blick in die verwirrende Fülle dieser Vegetation, die für weite Landstriche Kretas charakteristisch ist. Hinter den endlosen Olivenhainen wächst weit in der Ferne ein steiler Felsrücken in den blauen Himmel. Hier und da entfalten Oleanderbüsche ihre unerhörte Blütenpracht. 1

Wir empfinden in diesem Augenblick die teuflische Hitze Kretas nicht, wir achten nicht mehr des stechen- Iben Getiers, das uns umschwirrt, unser Fuß senkt sich unbekümmert in den stachelreichen Boden, wir sind nun noch in stilles Staunen versunken und suchen nachzuerleben, was hier geschah. Fall­schirme liegen verstreut, Eierhandgranaten rollen wie Apfelsinen aus einer umgestürzten Kiste, Waf­fen, Munition und Zeltplanen türmen sich zu wir­rem Haufen. Braune Blutspuren zeigen, wo der Boden durstig war. Hier sprangen unsere Fall­schirmjäger, hier litten, kämpften und siegten sie.

,Zch sprang", so erzählte der braungebrannte, stämmige Arzt,mit den anderen nicht weit von hier. Jedtzr einzelne Olivenhain vor uns und um uns war man sieht es ja noch durch kleine Erdwälle befestigt. Dahinter lauerte der Feind. Wir kaum zu Boden gekommen klebten an der tropenheißen Erde wie im Schmelztiegel des Sa­tans! Der Feind beharkte jeden einzelnen von uns mft peinlicher Genauigkeit. Aber wir kamen

dens konnte nicht mehr festgestellt werden. Es muß aber nach Lage des Volltreffers angenommen wer­den, daß er das Vorschiff des schweren Kreuzers übel mitncchm. Holzhausen.

Fortdauer der Unruhe im Irak

Damaskus, 15. Juni. (Europapreß.) Don nor­malen Zuständen im Irak kann entgegen den Be­hauptungen der englischen Heeresberichte keineswegs die Rede sein. Vier größere irakische Kampfverbände und zahlreiche kleinere Freischärlergruppen kämpfen nach wie vor gegen die britischen Truppen weiter und erkennen auch nicht die unter englischer Kon­trolle stehende Regierung Madfai an. Die erste und vermutlich stärkste der kämpfenden Gruppen unter dem Kommando von Fawzi Kaukji operiert im Grenzgebiet von Transjordanien. Die zweite Kampfgruppe im Euphrattal bedroht die britischen Nachschubwege nach Syrien. Eine dritte irakische Kampfgruppe steht nördlich und östlich von Mossul, also in Kurdistan, während eine vierte Gruppe im i Wüstengebiet zwischen Bagdad und Basra kämpft.

G e n f, 15 Juni. (DNB.) Die französischen Trup­pen in Syrien leisten, wie aus Vichy amtlich ver­lautet, den kombinierten Anstrengungen der briti» K'äXSs» »"-.ilrÄ 5«

worden, nachdem sie zunächst Saida wiederer-- drängt. Ein ^^fämafen

obert und sich während des ganzen gestrigen Tages den Verletzten zurück der emsige, der kämpfen dort gehalten hatten. Nach starker Beschießung durch die britische Flotte wurde jedoch Saida nachts von den französischen Truppen .wieder geräumt. Im Gebiet von Merdjayoum und südlich von Damaskus habe der Feind nicht Wecker vorstoßen können. Eine aus dem Irak kommende britische Panzerabteilung, die am 10. Juni mit den französischen Vorposten in Abu°Kemal in Kon­takt gekommen sei, habe am Samstag diese vor­geschobenen Stützpunkte eingenommen. Die fran­zösischen Truppen seien in ihrem Widerstand durch | Flieger wirksam unterstützt worden. In der Nachts vom 13. auf den 14. Juni habe die Luftflotte den Gegner durch wiederholte Bombardierungen südlich von Saida stark gestört. Samstags hätten franzö­sische Bombengeschwader, um den Druck des Geg­ners auf die an der Küste eingesetzten Streitkräfte zu lockern, zwei Angriffe gegen die britischen Schiffe ausgeführt und sie dadurch gezwungen, sich vor­übergehend von der Küste zu entfernen. Die Luft­waffe hat neue Verstärkungen erhalten.

Radio Beirut teilte Sonntagmittag mit, daß französische Artillerie und Marine eine große Ak­tion gegen die englische Flotte an der libanesischen Küste begonnen haben. Anschließend sprachen im Sender Beirut zwei englische Kriegsge­fangene, Alexander ßongmore von einem Hoch- länder-Regirnent und Norman Jubb von einer australischen Abteilung. Beide versickerten, daß sie während der Kämpfe auch weiterhin k e i n e D e u t - scheu in Syrien gesehen hätten. Marschall P^tain hat den Oberkommissar und Oberbefehls­haber der französischen Streitkräfte in Syrien, Di- visionsgeneral Deutz, in Anerkennung seiner Ver­dienste zum Armeegeneral ernannt.

. Prisenkommandant zum Offizier befördert.

Berlin, 14. Juni. (DNB.) Der Oberbefehls­haber der Kriegsmarine hat den Steuermannsmaat Paul Meyer wegen besonderer Auszeichnung vor dem Feinde zum Leutnant zur See be­fördert. Mener befand sich als Unteroffizier an Bord eines deutschen Hilfskreuzers und erhielt den Auftrag, eine wertvolle Prise in die Heimat zu bringen. Er hat das aufgebrachte Schiff als Pri'en- kommandant mehr als 10 000 Seemeilen sicher geführt. Er hat hierbei nicht nur navigatonsch und seemännisch ausgezeichnetes Können bewiesen, sondern auch durch tapferes und geschicktes Ver­halten dem Feind gegenüber die erfolgreiche Aus­führung feines Befehls ermöglicht. Mit einer Pri­senbesatzung von nur wenigen Mann hat der 23jährige Unteroffizier die Besatzung des aufge­brachten Schiffes auf wochenlanger Seefahrt durch vom Feind patrouillierte Gewässer in Schach gehalten. Mit der glücklichen Einbrin­gung des Schiffes in einen heimischen Stützpunkt war ein besonders wertvoller Beitrag für die deutsche Ernährungswirtschaft verbunden.

Der Steuermannsmaat Meyer ist der erste Unter­offizier der Kriegsmarine, der eine Leistung dieser Art aufzuweisen hat. Diese Leistung ist so hoch be­wertet worden, daß der Unteroffizier unter lieber* fpringung des Oberfeldwebel-Ranges unmittelbar zum Leutnant befördert wurde.

Der Wehrmachtbericht vom Gamstag.

Berlin, 14. 3uni. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Luftwaffe bombardierte in der letzten Ttad)t Hafenanlagen In der Themf e-Wün- dung und an der britischen Sflb- und Oft- lüfte sowie zahlreiche Flugplätze vorwiegend In Osteng 1 and.

3n Luftkämpsen über der Nordsee und über bem Kanal wurden drei britische Flugzeuge abgeschossen.

3m Mittelmeerraum griffen Berbande der deutschen Luftwaffe die Hafenanlagen von Tobruk und Haifa wieder mit guter Wirkung an. Deutsche und italienische Batterien bekämpften erfolgreich britische Geschützstellungen im Festungsgebiet von Tobruk.

Der Feind warf in der letzten Nacht an einigen Stellen Westdeutschlands Spreng- und Brandbom­ben. Die Zivilbevölkerung hatte Berluste an Toten

Ser irakische Geschäftsträger in Kairo verschwunden.

Kairo, 15. Juni. (Europapreß.) Der Geschäfts- träaer des Iraks in Aegypten, ein Bruder des früheren irakischen Ministerpräsidenten Raschid el Kailani, ist aus Kairo verschwunden. Er war von seinen Freunden davon verständigt wor­den, daß der Intelligence Service ein Attentat gegen ihn vorbereitete. Man weiß noch nicht, ob es dem irakischen Geschäftsträger gelungen

Dor einem Jahr.

Am 13. Juni ist der zweite Abschnitt des West, feldzuges mit dem Zusammenbrechen der französi­schen Nordfront beendet. Zwischen Paris und Sedan ist der Feind in vollem Rückzug. Die Saarfront tritt zum Angriff gegen die Maginotlinie an.

Am 14. Juni wird Paris kampflos besetzt, lieber Versailles weht die Reichskriegsflagge. Das Heer bricht in das Festungskampffeld der Maginotlinie ein. Die starke Werkgruppe Saaralben-West wird genommen. Die Verfolgung des Feindes ist zwischen der unteren Seine und der Maas überall im Gange. Am 14. Juni griffen Fliegerverbände aller Waffen an der Saarfront die Maginotlinie an. Im Raum VerdunMetzBelfort richteten sich wirksame Luft- angriffe gegen Truppenansammlungen und -bewe- gunqen auf Bahnen und Straßen.

Am 15. Juni wird Verdun erobert. An der Saar­front wird die Maginotlinie zwischen St. Avold und Saaralben durchbrochen. Der Oberrhein wird östlich Colmar in breiter Front überschritten. Südostwärts Paris stoßen starke Panzerverbände rastlos nach Süden vor. Das Plateau von Langres wird über- schritten. Die Rückzugslinien der von Saar und Rhein zurückweichenden französischen Kräfte sind damit abgeriegelt. Rollende Angriffe der Luftwaffe richteten sich mit starker Wirkung gegen die auf Bahnen und Straßen auf die Loire zuruckgehenden Teile des Feindes.

Arn 16. Juni fluten die zusammengebrochenen französischen Armeen scharf verfolgt von den Ver- bänden des Heeres nach Süden und Südosten zurück. Orleans wird unversehrt genommen. In Burgund gewinnen die über Langres vorbrechen­den schnellen Truppen weit nach Süden Raum. Südostwärts BesanMn wird die Schweizer Grenze erreicht. Südlich Saarbrücken gehen unsere Divi­sionen gegen den Rhein-Marne-Kanal vor, auf dem Westufer des Oberrhein ist der Angriff auf die Vogesen zu im siegreichen Fortschreiten.

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sind Brachland, und etwa 14,7 v.H. entfallen auf] Wald. Ein Grund dafür, daß die Landwirtschaft I noch auf einer sehr primitiven Entwicklungsstufe I steht, liegt in den, Bodenbesitzoerhältmssen. Ein gro­ßer Teil der Anbaufläche gehört Großgrundbesitzern, die das Land verpachten, und zwar muß der ara-1 bische Bauer meistens die halbe Ernte als Pacht abgeben, wobei er noch alle Lasten an Staats- und Gemeindeabgeben zu tragen hat. Die wichtigste Ge­treideart ist Weizen, an zweiter Stelle folgt die I Gerste (1939 betrug die Ernte 370 000 Tonnen), an Mais wurden 1938 27 500 Tonnen geerntet. Kar­toffeln, Baumwolle, Hans, Sesam und Tabak wer­den weiter angebaut. Der Gartenbau liefert beacht­liche Mengen von Citrusfrüchten, Aprikosen, Quit­ten, Bananen, Nüssen und Weintrauben. Auch die I Olioenkultur ist ausgedehnt; sie wird hauptsächlich an der Küste betrieben; 1930 zählte man etwa sechs Millionen Olivenbäume. Die Erzeugung an Oliven­öl erreichte 1938/39 153 000 Doppelzentner.

Die Viehzucht ist wie der Ackerbau noch sehr I primitiv und ging von Jahr zu Jahr zurück. Den Hauptbestandteil bilden Schafe mit etwa 2,13 Mill. Stück und Ziegen mit etwa 2,3 Mill. Stück. Rinder zählte man Ende 1938 343 000 Stück; ferner sind 189 000 Esel, 32 000 Maulesel, 76 000 Pferde und etwa 91 000 Kamele nach der gleichen Zählung von 1938 vorhanden. Wolle und Leder sind die Haupt- ausfuhrprodukte der Viehwirtschaft.

Die Industrie ist unbedeutend, da die ungehin­derte Einfuhr von Fertigfabrikaten den Aufbau einer eigenen Industrie verhinderte. Am weitesten entwickelt ist die Textilindustrie, deren Zentren Aleppo, Damaskus, Homs und Harns sind. Im Li­banon besitzt die Seidenweberei eine gewisse Be­deutung. An sonstigen Industrien ist noch die Ze­mentfabrikation zu nennen. Die zwei in Syrien und Libanon bestehenden Zementfabriken decken nicht nur den Bedarf des Landes, sondern konnten 1938 noch etwa 100 000 Tonnen (bei einem syrischen Eigenverbrauch von etwas über 200 000 Tonnen) exportieren, und zwar hauptsächlich nach Palästina und dem Irak. Die Färbereiinduftrie, die Speiseöl- und Mühlen-Jndustrie sowie das Kunstgewerbe (Kupfer- und Holzerzeugnisse) sind weiter zu nennen. Rund 200 000 Menschen sind in der Industrie be- schästigt. Die Arbeitszeit schwankt zwischen 10 bis 12 Stunden. Frauen- und Kinderarbeit sind weit verbreitet.

Im Außenhandel Syriens stehen als Abnehmer syrischer Erzeugnisse Palästina, Irak und die Ver­einigten Staaten von Amerika an der Spitze. An 4. Stelle erst folgt Frankreich. In der Einfuhr stand 1937 Japan an der Spitze aller syrischen Lieferan­ten, an zweiter Stelle folgte Frankreich, an dritter England, an vierter Italien, an fünfter die USA. und an sechster Stelle Deutschland.

Das Verkehrswesen Syriens ist verhältnismäßig gut ausgebaut. Die Eisenbahn besitzt ein Netz von 1097 km Gesamtlänge. Sie verfügte 1936 über 90 Lokomotiven, 192 Personen- und 1503 Güterwagen. Die Straßen sind meist für den Verkehr von Last- und Personenwagen geeignet. Anfang 1940 zählte man in Syrien 8716 Personenwagen, 1661 Last­kraftwagen, 482 Autobusse und 777 Krafträder.

Die Wirtschaft Syriens zeigt im ganzen gesehen das typische Bild eines nach fremden Interessen ent­wickelten Aufbaues. UeberaU, wo politische ober wirtschaftliche Interessen des Mandatars in Frage kamen, wie beispielsweise in allen Verkehrsfragen, beim Bau der Delleitung, dem Ausbau der Häfen ufw., ist Geld vorhanden gewesen. Dagegen ist nichts Ernsthaftes unternommen worden, um die Grund­lagen der syrischen Eigenwirtschaft, nämlich Land­wirtschaft unb Viehzucht, zu entwickeln oder eine bodenständige Industrie zu fördern. V. A

Harte Kämpfe in Syrien.

unb Berichten. Militärischer ober Wehrwirtschaft- licher Schaben entstanb nirgenbs. Flakartillerie

schoß zwei ber angreifenben britischen Flugzeuge ab. 8 Jw, Unb

Die Besatzung eines Aufklärungsflugzeuges, Ober- fen.er,h) ' "1- Rt " bch

Der Oberbefehlshaber der französischen Truppen, die gegenwärtig m Syrien un Kampf gegen die britischen Raubgelüste stehen, General Dentz, der Oberkommissar in Syrien und Libanon, bet einer Besichtigung kurdischer Reiter in Syrien.^(Scherl-Bilderdienst-M.)

Ais Truppenarzt der Fallschirmjäger in Kretas Olivenhainen.

Von Kriegsberichter Bernd Richter.

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