Monatlich
RM1.80
Rom, 15. Juni 1941.
ekannt
Der feierliche Staatsakt in Venedig
Venedig, 16. Juni. (Europapreß.) Die alte
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äußere Rahmen des neuen Staates Am 13. Mai wurde die Grenze mit festgelegt, während im Innern die
gebildet.
Auch der festigte sich. Deutschland
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standes, der Stabilität und der Sicherheit der Völker geschützt sehen wollen. Der Krieg, den Deutschland und Italien gegen England führen, hat diese Voraussetzung und dieses Ziel, während wir gleichzeitig bereits mit der Zusammenarbeit der befreundeten Völker die Fundamente für den künftigen Frieden legen. Dies ist die Bedeutung des Dreimächteabkommens und der fortschreitenden Erweiterung seines Kraftfeldes, die darin zum Ausdruck kommt, daß um Deutschland, Japan und Italien sich immer neue Nationen scharen, die im Triumph dieser gemeinsamen Politik chre Geschicke gesichert sehen werden.
Der kroatische Staatsführer Dr. P a v e l i c antwortete nach Ausdrücken seines Dantes für die herzliche Begrüßung: Nachdem der unabhängige Staat Kroatien bereits durch die Tat seiner Auferstehung sich bewußt an die Seite jener Staaten gestellt hat, welche die alten demokratisch-parlamentarischen Systeme verwarfen, und mit umfassendem Gerechtigkeitsgefühl ihre hohen politischen Aufgaben erfüllen, bin ich dem Duce des faschistischen Italiens, dem Führer des Großdeutschen Reiches und dem Präsidenten der Regierung des Reiches der aufgehenden Sonne dankbar, daß sie mir ermöglicht haben, als dem Repräsentanten Kroatiens erneut den Willen meines Volkes zum Leben und zur Mitarbeit in dem internationalen Schaffen der Achsenmächte und der befreundeten und verbündeten Staaten kundzugeben.
Danach beglückwünschten Graf Ciano und Reichsaußenminister von Ribbentrop und die übrigen Vertreter der verbündeten Staaten Dr. Pavelic zu der nunmehr vollzogenen Eingliederung Kroatiens in die europäische Ordnungsfront. Graf Ciano gab sodann im Palazzo Rezzonico ein Frühstück zu Ehren des kroatischen Staatsführers, des Reichsaußenministers und der Delegationen, die nach Venedig gekommen waren. An dem Frühstück nahmen auch die Spitzen der Behörden von Venedig und Beamte des italienischen Außenministeriums teil. Abends gab der frühere Finanzminister Senator Graf D o l p i zu Ehren des Reichsaußenministers von Ribbentrop und des kroatischen Staatsführers einen Empfang. Reichsaußenminister v. Ribbentrop verließ in den Abendstunden wieder Venedig. Zur Verabschiedung hatten sich auf dem Bahnhof Außenminister Graf Ciano, der japanische Botschafter Horikiri, der Präfekt und der Gauleiter von Venedig, die Senatoren Graf Volpi und Graf Cini sowie Vertreter der Wehrmacht, der faschisti-
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kaliakeil bei Tobruk. Leichte deutsche und lieniscbe Kampfflugzeuge griffen die Hafen- Befestigungsantagen von Tobruk guter Wirkung an. Sie zerstörten aus einem tischen Flugplaß durch Bomben und Betchuß Bordwaffen mehrere Flugreuve am Boden.
Agram, Juni 1941.
Auf den Trümmern des früheren Königreiches Jugoslawien entstand der „Unabhängige Staat Kroatien", wie sein offizieller Titel lautet. Er umfaßt rund 115 000 Quadratkilometer aus den früheren Provinzen Kroatien, Slawonien, Bosnien und Herzegowina sowie mit Teilen von Dalmatien und hat rund sieben Millionen Einwohner. Die Bevölkerung des neuen Staates besteht aus 4 817 100 Kroaten, 1848 400 Serben, 145 500 Deutschen, 70 000 Ungarn, 37 000 Slowenen, 44 200 Tschechen und Slowaken und etwa 35 500 Vertretern anderer Nationalitäten und Rassen. Außerhalb des kroatischen Staates bleiben nach einer amtlichen Statistik 1 727 548 Kroaten, davon allerdings 925 000 außerhalb Europas in Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland.
Die Kroaten sind in ihrer erdrückenden Mehrheit Katholiken. Eine Million von ihnen ist mohammedanisch. Die katholische Bevölkerung ist seit Jahrhunderten mit der westeuropäischen Zivilisation eng verbunden. Vom 15. bis 17. Jahrhundert erfolgten die Einbrüche der Türken in die historischen kroatischen Gebiete und Einwanderungen aus dem Osten. Dadurch wurde der historische Lebensraum des kroatischen Volkes stark eingeschränkt. Nun sind diese Gebiete wieder dem neuen Staat einvLrleibt, und es wird eine seiner Hauptaufgaben sein, wie hier an zuständiger Stelle erklärt wird, diesen historischen Lebensraum für das kroatische Volk wieder zu gewinnen.
Das neue Kroatien ist ein autoritärer Staat. An der Spitze steht der Poglavnik Ante P a v e l i t s ch, der im Jahre 1929 durch revolutionäre Mechoden die Befreiung Kroatiens zu erkämpfen versucht hatte. Er bildete die militärisch-revolutionäre Organisation Ustascha, die innerhalb des früheren jugoslawischen States und im Ausland für die Befreiung Kroatiens kämpfte. Im jungen kroatischen Staat soll die Organisation Ustascha eine ähnliche Aufgabe übernehmen, wie sie in Deutschland die Nationalsozialistische und in Italien in Faschistische Partei haben. Mit der Zeit soll die Ustascha-Otganisation das gesamte kroatische Volk erfgssen. Erste Ansätze dazu sollen durch die Errichtung einer Ustascha-Miliz ge-
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Montag, 1b. Juni Ml
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/sUbr desVormittags
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bildet werden, der alle wehrfähigen Kroaten angehören werden. In seiner programmatischen Rede am Markusplatz in Agram erklärte der Poglavnik, der kroatische Staat werde auf der Grundlage der Traditionen des kroatischen Volkes und der modernen Staatsprinzipien Deutschlands und Italiens organisiert werden, denn'diese beiden Großmächte hätten gezeigt, daß nur sie allein die Schwierigkeiten der modernen wirtschaftlichen und technischen Entwicklung zu meistern verständen, das Problem der Arbeitslosigkeit beseitigten und für die Masse der Bevölkerung wieder ein modernes Leben schufen. In sozialer Hinsicht werde man sich, so führte Pavelitsch aus, um eine Ordnung bemühen, welche zu krasse Gegensätze zwischen Reichen und Armen beseitigen werde. Es werde fein Herrentum in Kroatien geben, keine Raubwirtschaft und keine Kliquen. „Unsere alte Devise lautet", so sagte er, „Egge und Pflug sind des Kroaten Brot und Ustascha sein Hort".
Seiner Verfassung nach ist der kroatische Staat ein Königreich. Durch eine Verordnung des Poglaw- nik wurde die historische Krone Svonimiers roieber» hergestellt. Sie soll der Repräsentant der kroatischen staatlichen Souveränität sein und das Symbol der kroatischen Unabhängigkeit. Um keinen Preis, so sagte Pavelitsch, werde Kroatien jemals Bestandteil eines anderen Staates werden, und das kroatische Volk werde niemals und unter keinen Umständen mit einem anderen Volk einen gemeinsamen Staat bilden. Die Krone wurde dem Herzog von Spoleto aus dem italienischen Kömgshause Angeboten, der sie auch angenommen hat. Die Wahl des designierten Königs soll nach dem alten kroatischen Brauch' durch die Groß-Schuppanen, die einstigen Führer der kroatischen Stämme, jetzt die Provinzverwalter am historischen „Duvanjfko Polje" in Bosnien, wo der erste kroatische König Tomislaw gewählt unb gekrönt worden ist, erfolgen. Es wird ein Gesetz über die neue kroatische Dynastie unb die Thronerhebung des Herzogs von Spoleto zum König von Kroatien erscheinen, das die Grundlage für die Wahl und Krönung des neuen kroatischen Königs bilden wird.
britisches 3agdstuqzeug unb brei Kamvstlugzeuge würben in L'iftkampfen unb burdj Flakartillerie ab- gelchosien.
3m Mittelmeerraum griff ein beutscher Kampfflieaerverbanb am 13. 3uni militärische Anlagen unb ein 3nbuffrkroerf auf ber 3 uset Envern erfolgreich an. Deutsche Kamvffluareuge stellten auf ber Höbe von Beirut einen britischen Flottenverbanb unb erzielten einen Bomben- votltreffer auf einen schweren Kreuzer.
Der Feind warf in ber lebten Bacht mit schwächeren Kräften an einigen Stellen in Westdeufsch- lanb Sprengbomben, die jeboch nur geringfügigen Schaben anrichteten.
Oer Schiffsverkehr USA. - Europa um 97 v. H. zurückgeqangen.
Neuyork, 16. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der Schiffsverkehr zwischen den USA. und Europa im Verlauf des Krieges ist, wie aus einem Bericht der Neuyorker Hafenbehörde hervorgeht, gewaltig zusammengeschrumpft. Es besteht derzeit n u r n och ein wöchentlicher Dienst nach Lissabon, ein vierzehntägiger Dienst nach Spanien mit Vigo als Endhafen und ein unregelmäßiger Dienst nach Finnland (Hafen Petsamo), der zugleich den Verkehr nach Schweden vermittelt. Gegenüber dem früheren Normalverkehr stellt sich der Rückgang auf 97 v.,H.
Der neue kroatische Staat
Von unserem B.M.-Korrespondenten.
^ernivreckanschluff 2251 Drahtanschrift:,/Anzeiger" Postscheck 1168« Frankl ^M.
Am 5. April 1941, als. der serbische Verrat den von England gewünschten Krieg auf dem Balkan entfesselt hatte, gingen die ersten Nachrichten von den Sendungen zweier kroatischer Geheimsender durch die Presse, in denen das kroatische Volk zum Widerstand gegen die Gewaltherrschaft ber Serben aufgefordert wurde. Nachrichten von dem Widerstand kroatischer Soldaten, die gezwungen für Serbien kämpfen sollten, waren an ber Tagesorbnung. Am 6. April folgte ber erste Aufruf Pavelitschs an bas kroatische Volk , am 8. April bie Botschaft an ben Duce, bie ben Einmarsch italienischer tctuppen in Kroatien willkommen hieß. In ber Nächt zum 11. April trafen bann zunächst beutfche Truppen in ber kroatischen Hauptstabt Agram ein, von ber Bevölkerung als Befreier begrüßt, unb am 12. April rief General Kvaternik ben unabhängigen Staat aus. Der Runbfunk von Agram forberte bie Kroaten auf, ihre Häuser mit ber Flagge bes neuen Kroatiens zu schmücken unb Pavelitsch, ben Poglavnik, bei seinem Einmarsch in Agram festlich zu begrüßen. Am folgenben Tage würbe Pavelitsch öffentlich zum Poglavnik ausgerufen; auf Befehl bes Generals Kvaternik legten bie kroatischen Solbaten, soweit sie noch im serbischen Heer eingeschlossen waren, bie Waffen nieber. Unb am 16. April würbe bie erste Regierung des unabhängigen kroatischen Staates
Rrmäniens und der Slowakei Platz.
13n einer kurzen Ansprache hieß Gras Ciano ,)if Vertreter der erschienenen Länder herzlich will- timen, woraus das Protokoll über den Beitritt hiatiens zum Dreierpakt verlesen wurde. Nach der Verzeichnung gab Außenminister Graf Ciano im Semen feiner Regierung eine Erklärung ab, in der -hieß: Als im September 1940 Deutschland, Ja- sn und Italien in Berlin das Dreimächteabkom- tin schlossen, war es nicht unsere Absicht, eine vor- iö rgehende Vereinigung von Staaten allein im ! Boanfen an den Krieg zu schaffen, sondern die dauerhaften Grundlagen für eine alb jein eine Zusammenarbeit zu legen, an In alle Nationen teilnehmen konnten, die den D^nsch haben, zusammen mit Deutschland, Japan Inl Italien bie Sehnsucht ber Völker nach einer fcltorbnung zu verwirklichen, die sich auf ©ered)s tg-eit gründet, auf jenen Frieden mit Gerechtigkeit, h stets das hohe Ziel der großen Führer ift, die h2re Geschicke leiten und den sie mit ihrem Geiste liti dem Sieg der Waffen für Europa und die Welt 1!/sichern wissen werden. Wir haben die 11 nab = |äm gigkeit Kroatiens als einen jener vielen Ihe der Gerechtigkeit begrüßt, durch die die Fehler h die Schuld des Versailler Systems wieder gut- ^iiad)t und dank dem eisernen Willen des Führers M des Duce die Wege zur Durchsetzung der Le- Insrechte der Nationen geöffnet wurden, die wir !>t einer neuen Ordnung zur Förderung des Wohl-
OieWirffchafiGyriens.
Ihre schwere Niederlage in Kreta versuchen die Engländer neben • Propagandamanövern der verschiedensten Art auch dadurch zu verwischen, daß sie an anderen Stellen Vorderasiens offensiv vorgehen, um dadurch Erfolge aufzeigen zu können. Es entspricht englischer Kampfmethode, daß man sich dabei nach Möglichkeit gegen solche Gegner wendet, denen man sich überlegen glaubte. Das gilt z. B. für den Irak, aber auch für Syrien. Der Grund für diese Angriffe liegt zweifellos in der wichtigen politischen und strategischen Bedeutung der Lage Syriens. England will hier ein etwaiges Aufmarschgebiet gegen seine Stellung in Dorderasien rechtzeitig ausschalten.
Angesichts der Trennung Syriens vom französischen Mutterland glaubt England leichtes Spiel zu haben, zumal j» auch Syrien in die englische Blockade einbezogen ist. Es ist aber leicht möglich, daß auch diese Rechnung Englands nicht aufgeht, denn Syriens Wirtschaftslage ist keineswegs so hoffnungslos, wie es nach den Unruhen im vergangenen Jahre, die hauptsächlich wirtschaftliche Gründe hatten, aussehen könnte. Die damaligen Lebensmittelschwierigkeiten in Syrien waren in erster Linie auf unverantwortliche Preistreibereien durch Spekulationskäufe zurückzuführen, denen die französische Mandatsverwaltung nicht rechtzeitig einen Riegel vorgeschoben hatte und die anderseits von England bewußt gefördert wurden. Die Getreideernte Syriens im Jahre 1940 war ausgesprochen gut. Sie wurde auf ungefähr 600 000 Tonnen Weizen geschätzt, wozu noch nach Angaben der Mandatsverwaltung 50 000 Tonnen Vorräte kamen. Da der Eigenverbrauch Syriens nur etwa bei 320 000 bis 350 000 Tonnen liegt, sind die Revolten also nicht aus einen wirklichen Mangel zurückzuführen, sondern auf das versagende Preissystem. Eine Preiskontrolle war zwar eingeführt worden, aber sie stand nur auf dem Papier.
Auch sonst ist Syrien ein ausgesprochenes Agrar- und Ueberschußland. Das Mandatsgebiet wirb' von ben Franzosen in vier Teile geteilt, erstens das eigentliche Syrien mit der Hauptstadt Damaskus, zweitens Libanon mit ber Hauptstadt Beirut, drittens Latakia mit der gleichnamigen Hauptstadt und viertens der Dschedl Drus mit der Hauptstadt El Suweda. Die gesamte Fläche bes Mandatsgebiets beträgt 193 000 qkm, wobei ber sogenannte Sandschak Alexandrette nicht einbegriffen ist, ber bekanntlich durch das Abkommen vom 25. Juni 1939 an die Türkei abgetreten wurde. Von diesen 193 000 qkm sind etwa 112 000 qkm bewohnbar, ein für vorderasiatische Verhältnisse ziemlich großes Gebiet. Die Bevölkerung des Mandatsgebiets beträgt 3,45 Mill. Einwohner. Davon entfallen auf das eigentliche Syrien 1,84 Mill., auf den Libanon 860 000, auf Latakia 365 000; rund 300 000 find nomadisierende Araber. Am dichtesten besiedelt ist der Libanon, am schwächsten die syrische Steppe und das Gebiet im Euphrat. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Arabern, dazu kommen Kurden, Türken und Armenier. Letztere wohnen hauptsächlich in den Städten.
Rund 62 v. H. der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Der Ackerbau wird noch in sehr vrimitiver Form betrieben. Hacke und Sichel sind Die hauptsächlichsten Geräte. Die landwirtschaftliche Anbaufläche beträgt etwa 2 Mill. Hektar. Davon entfallen rund 51 v. H. auf Getreide, 10,5 v. H. auf Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Gärten und Weinberge machen etwa 14,7 v. H. aus. Rund 9 v. H.
Kroatiens Beitritt zum Dreierpakt
Von unserem M.P.-Korrespondenten.
b Jahrgang Hl HO
Erscheint täglich außer
Sonntags und Feiertags
Beilagen:
Gießener Familienblätter
Heimat unBilb-DieScholle
Bezugspreis:
scheu Partei und der deutsche Geschäftsträger in Rom, Gesandter Fürst Bismarck, eingefunden.
Britischer Geleitzug westlich Gibraltar zersprengt.
Berlin, 15. 3unL (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Kampfflugzeuge stellten in den Morgenstunden des Sonntags im Atlantischen Ozean westlich Gibraltar einen stark gesicherten Geleilzug bewaffneter feindlicher Handelsschiffe. Der Geleilzug wurde zersprengt. Fünf Schiffe mit insgesamt 21000 BRT. wurden durch Bombenvolltreffer vernichtet.
Deutscher Luftangriff auf Envern.
Berlin, 15. 3tini. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Unterseeboote versenkten im Bordallan- f i k vier feindliche Handelsschiffe und einen Tanker mit zusammen 29 0 0 0 BRT.
Die Luftwaffe bombardierte erfolgreich hafenan- taaen und Rüstungswerke in Süd- und Süd- o st en gl a n d.
Bei der Abwehr feindlicher Flugzeuge, die in die befehlen Gebiete einzufliegen versuchten, kam es mehrfach zu Luftkämvfen, in denen ein Flugzeug vom Bluffer BriftobBfenbeim abgefchollen wurde.
3n Bordafrika Artillerie- und SpäMnwp-
ij ihn machten. Hier war das junge Geschlecht nes Volkes auf dem Marsche, dem Zucht und tschlossenheit, Opfermut und ernster Wille nicht emb, nicht erst mühsam zu lehren waren.
Wie alt die Geschichte der Kroaten in Europa , wurde damals erörtert, als im Zusammenhang it der kroatischen Königskrone der Name König onomirs fiel. Kaum je hat Kroatien in der ropäischen Gefarmte eine solche Anerkennung ge= nden, als in dem Augenblick, in dem es sein iegel unter ben Dreierpakt setzt. Null und nichtig worden ist die Unterschrift, die das einstige Jugo- wien unter ben Pakt setzte, um sie bann nicht rückzuziehen — dazu fehlte ber Mut — fonbern sie zu verraten und mit ihr bie Namen ber änner, die im Wissen um bas wohlverstandene ste des Staatsgebildes von Belgrad nach Wien fahren waren. Die neue Unterschrift, daran zwei- t niemand in Europa, wird auch bann in Ehren tehen, wenn es ernster unb schwerwiegender Beste bedürfen sollte. Dafür bürgt der im Feuer 5 Kampfes für sein Volk, für sein Recht unb ne Freiheit geprüfte Mann, der die Führung s kroatischen Volkes übernommen hat; dafür irgen alle seine treuen Gefolgsmänner in ber lichten Uniform der Ustaschi, dafür bürgt ein lk, das ben Uebergang aus ber Knechtschaft in s neue, saubere Haus des eigenen Staates er- ,1 hat.
Die Führer der beiden großen Revolutionen im uen Europa, Hitler und Mussolini, haben beide ederholt daran erinnert, daß man ein neues aatsleben nicht geschenkt bekommt, daß man erwerben und ordnen muß, und daß ohne Leid, Schmerz nichts geboren wird. Die Völker des opäischen Südostens haben die Richtigkeit dieser ihrhast prophetischen Worte am eigenen Leibe ahren. Jedes von ihnen hat, ehe es ben Weg Bund ber jungen Völker fanb, feine Kampf- d Lehrzeit überroinben müssen. Auch hier tritt oatien würbig als Gleicher unter Gleiche. In ben ihren ber Unterbrückung unb Verfolgung hat es in Preis gezahlt, ber für bie Freiheit eines Ites geforberf wirb. Als aber bie Zeit ber Prägen um mar, rollte bas Rab bes Schicksals jlitzlich mit jähem Wirbel ab, als sollte bas, was langen Jahren verbient worben war, in Tagen id Wochen ausgezahlt werben.
lu .ufött igeruus htviehmtf 11,12U" ien Gebiet! geimpft- azillus Bsnj kostenlos):
planmäßige Entwicklung durch bie Ausweitung der Ustaschi-Orbnung fortschritt. Am 18. Mai empfing der König unb Kaiser von Italien in feierlichem Rahmen den Poglavnik Kroatiens und genehmigte bie Uebernahme der Krone König Zwonomirs durch einen Prinzen bes Hauses Savoyen. Nach seiner Rückkehr aus Rom sprach ber Poglavnik auf bem Marktplatz zu Agram zum ersten Male in aller Öffentlichkeit zum kroatischen Volke, um ihm von seinem Besuch in Rom und dessen Ergebnissen zu berichten. Diese Ergebnisse gehen über bie Annahme der Krone durch einen Prinzen von Savoyen noch hinaus. Auch über die Grenze zwischen Italien und Kroatien, besonders in der schwierigen Frage der dalmatinischen Küste, war man sich in Rom einig geworden. Und so konnte der Poglavnik dem kroatischen Volk eine Reihe von Erfolgen melden, bie überall die größte Begeisterung hervorriefen. Auch die Grenzbereinigung mit den anderen Nachbarn Kroatiens ist inzwischen in Gang gekommen. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem trotz der schwierigen Verhältnisse — herrscht doch noch immer Krieg in Europa — das junge Kroatien voller Stolz auf ein festes Gefüge nach innen unb außen blicken kann.
So trat es in Venebig zum ersten Mal vor bie Weltöffentlichkeit, und baß es in biesen Stunden gerade von den Völkern Europas als gleichberechtigt und als Bundesgenosse Anerkannt und ausgenommen wurde, um am fortschreitenden Neuaufbau Europas mitzuhelfen, mag für den jungen Staat, das alte Volk der Kroaten, ein Beweis dafür fein, daß seine Stimme in Europa wieder Klang und Gültigkeit hat.
Eichener Anzeiger
vrühlsche UnioerfilSkdriicktril B. tauge General-Anzeiger für Oberhefsen «ietzen,^chxlstratze 7-4
8:gunenftadt Venedig bot am Sonntag ein Bild im einzigartiger Schönheit. Die ganze Stadt |rmate im Festschmuck von Tausenden von Fahnen rlUtschlands, Italiens, Japans, Kroatiens und der übrigen dem Dreimächtepakt angeschlossenen Länder, btt feierliche Akt des Beitritts Kroatiens 3um Drei- >N' chtepakt vollzog sich in dem historischen, mit ^mbgemätben von Tizian und Tintoretto ge- Kj nückten Senatorensaal des Dogenpalastes. : Als bie Aborbnungen der zu dem Beitrittsakt Soatiens in Venedig eingetroffenen Mächte zum Jigenpalaft zogen, bereitete ihnen eine vieltaufend- liip fige Menge eine ftürnGche Huldigung. Im Se- Wrorensaal nahmen auf der Tribüne in der Mitte ß - a f Ciano, rechts neben ihm der Poglawnik ^ivelitsch, der Marschall von Kroatien Kva- iirnii und der kroatische Außenminister Lor- Nl witsch, links neben Ciano Reichsaußenminister
Jtibbentrop, der japanische Botschafter H o - likiri sowie die Gesandten Ungarns, Bulgariens,
$tes Elchen ta’frS Zustellgebühr...' ,7 -.25 i > auch bei Nichterscheinen einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt
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Mit welchen Riesenschritten die Entwicklung in uropa vorwärtsgeht, zeigt nichts klarer und ein- ucksvoller als der Beitritt Kroatiens zum Dreier- jft. Es ist ein weiter Schritt von dem Büro, aus km die Werbeschriften für ein selbständiges Kroatien ausliefen, von den Winkeln und Verstecken, h denen sich seine führenden Männer in Europa »erbargen, angewiesen auf ben Schutz, ben sie in iberen Ländern fanben, bis zum Hellen Sommer- g in Venedig, an bem Kroatien in der Politik Europas und der Welt seinen festlichen Antritts- •fetraße il macht. Wer in den Wochenschauen der Licht- , " ieltheater die Bilder der kroatischen Jugend beim — ‘ £ ufmarsch in Agram vor ihrem Poglawnik gesehen
it, der wird diesen Eindruck nicht vergessen haben, n bie Gesichter der jungen Männer unb Frauen
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