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wieder zu danken haben.
(Nachdruck verboten.)
Fortsetzung.
-riqkeit für eine Frau als die Nachprüfung mrev ' Wehens. Während sie das Gesicht mit kaltem ldoM lojer wusch, mit Kölnisch-Wasser abrieb, leicht ieintr ii:r.puberte, die Haare in Ordnung brachte und die ‘!ll e geradezupfte, fiel wie ein 'n,??5 n be^ ?u"kel ein Gedanke. Hastig riß sie eine Schublade r E. <:s suchte ein schmales Heft heraus, blätterte nach
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Einkreisung — keiner entkommt
Oie Sammlung der HZ. für das Kriegswinterhilfswerk.
-leine politische Nachrichten.
Heneral Rommel hat im Auftrag bös Führers et der nordafrikanischen Front dem Oberkomman- dikenden der italienischen Streitkräfte in Nord' efka, General Bastico, und seinem General- sic schef, General Gambara, das Eiserne Kreuz Li-rreicht.
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Os gibt keine ablenkendere und besänftigendere i>»gkeit für eine Frau als die Nachprüfung ihres
tnan stellt einen Lnettetg her (siehe Prospekt ,€>i« rfdytlgt t elgbectheng- AdschnM Änmdg). Sollte er Veden, gibt man noch etwa» Mehl htnpr. v-r Teig wird dünn -uvgerollt, mit beliebigen Zormen ««gestochen, auf dn gefettetes Liech gelegt und dünn mit Milch bestrichen.
Satf teir. Lrwa 10 Minuten bei starker Hitze. Damit der Spekulatius längere Zeit knusprig bleibt, bewahrt man ihn ----- , ., k •at.AXAG» Ällf Bitte MMehnfUt«! fn gut schließenden Blechdosen auf. ________________
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Verstärkte Beoabtenförderung der DA!?.
NSG. Der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, Gauamtsleiter E ck, richtet an alle Betriebs- führer und Betriebsobmänner des Rhein-Main- Gebietes einen Appell der Deutschen Arbeitsfront, laufend begabte Männer und Frauen zu melden, die für eine Förderung im Rahmen der Begabten- förderung geeignet erscheinen, damit die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten überprüft werden können. Alle Betriebe sollen so der Deutschen Arbeitsfront bei d-r Durchführung des 20. Programmpunktes der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei mithelfen.
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Explosion in Raum5
Roman von H.G. Hansen
(fryrlglit by Prometheus-Verlag Dr.Elchacker, Gröbenzell b. München
Theater der Universitätsstadt Gießen
Sondolatsch und Oeißner: »Das Mädchen $ilP.
Freundlichkeiten des Dialogs recht nett heraus: je undefanaener, desto besser. Eine gewisse Konzentratton in Verbindung mit einiger Dämpfung der Lautstärke könnte nichts schaden; im Text richtig sitzende Pointen wirken auch, wenn sie nicht ausdrücklich „gebracht" werden. — Sehr angenehm das - von Herrn Löffler geschaffene Szenenbild.
Käte 3 a eh i et e, das Mädchen Till, einziges weibliches Wesen unter lauter Männern, abwechselnd in großer Toilette, im Reitanzug und im Badekostüm, im übrigen mit einem großartigen Mundwerk und einenr sprühenden Temperament ausgestattet. Herr S i e g e r t stellte sich als Kinderarzt Dr. Wechmar in einer Gustav-Fröhlich-Rolle sympathisch vor. Seine beiden Mitbewerber spielten Herr Funke (recht komisch mit norddeutsch gefärbter Angabe) und Herr Kratz (mit bayerisch- formloser Massivität). Herr Lendrich machte die unfreiwillig-komische Figur eines bedauernswerten Geistesarbeiters. Herr B o l ck war voll freundlicher Bonhomie der Onkel Justizrat, Herr Bosny ein weißhaariger und philosophischer Diener, wie er für gewisse Stücke zum eisernen Bestand gehört. Herr Fischer hatte die schwierige Aufgabe, einen Industriellen zu verwirklichen, wie ihn Lustspielautoren sich zuweilen vorstellen. —
Die Besucher unterhielten sich vorzüglich und spendeten viel Beifall. Hans Thyriot.
u,iq. soo, rv-l!-mnchl, 9 r (3 g-st-tchm r-E-0 Dt. ©e*r 200-250, Sudcr, 1 PMdw XX. Onfcr
3 ttropfm Dt-Oetter »ad.Uroma »imrmrmS.1, 15W Dt. Odfet KurfrcngrwüräZaroma, 1 g-Mh-mr
WSffei 3imt oder Ztna-N-tz, u. I WM« °i« ro°ff-r. 90 , »utttr, tTIargarüu ob« Schw--°-1chm-I»
Kriegs-IVHD.-Holzkreisel für ben Deihnachlsbaum. Bei der 4. Reichsstraßensammlung für das Krieas- WHW., die am 20. und 21. Dezember durchgeführt wird, werden HI. und BDM. zehn kunstvoll geschnitzte Holzkreisel anbieten. Die kleinen Kreisel, die in den Werkstätten für Kunsthandwerk in Habelschwerdt, Grafschaft Glatz, hergestellt wurden, eignen sich besonders hübsch als Schmuck für den diesjährigen Weihnachtsbaum. (Scherl-Bilderdienst.)
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dem Kerl, der als Herr Kaspar bei uns berumgespukt hat, unter einer Decke. Deshalb hat sie auch in der Verhandlung ausgesagt, Herr Kaspar sei schon nm halb sechs Uhr nach Hause gegangen, obwohl sie niemand danach fragte."
„Du, das kann sein!" Michel legte seine Stirn in sttenge Fallen. Er spürte in allen Nerven das Fieber des Kriminalisten, der plötzlich die richtige Fährte aufgenommen hat. „Wenn man sich alles nebeneinander hält, gibt es keine andere Lösung. Die Barkow steckt mit jemand zusammen, der verbrecherische Absichten hat. Der Kerl markiert sich als Herr Kaspar und geht frech ins Werk, sobald er von seiner Komplicin erfahren hat, daß die Luft rein ist, also Herr Kaspar zu Hause weilt. Dem Portier fällt natürlich nichts auf. Er trägt den fremden Kerl als Herrn Kaspar ein. Alles großartig ausgedacht. Aber die beiden haben einen Fehler gemacht. Die Barkow hätte wegen der Zeit keine Aussage machen dürfen. Jetzt hat sie sich fest- 0 „&ir gehen gleich zu Herrn Kriminaldirektor Doktor Ball und sagen ihm alles, ja?" drängte Bärbel.
Aus -er Siadi Gießen.
Güte des Herzens ...
Der Alltag ist nicht immer reizvoll. Seine Me- lodie klingt hart und dröhnend, wie der dumpfe Schritt marschierender Kolonnen. Kein Wunder, denn der Rhythmus ergibt sich hier wie dort aus den gestellten Ausgaben. Eine Truppe hat vorwärtszudringen und darf das gesteckte Ziel nicht aus den Augen verlieren; der Alltag verlangt vom Menschen in der Heimat gleichfalls ein Höchstmaß von Pflichterfüllung. Es ist klar, daß dieser Alltag ein ernstes und sachliches Gesicht trägt Aber zuweilen kommt es vor, daß das Gesicht von einem Lächeln verschönt wird, so daß alle, die es spüren, davon berührt werden wie von einem warmen Sonnenstrahl, der nach dunklen lagen plötzlich die Wolken durchbricht Häufig ist die Ursache eines solchen Vorganges die Güte des Herzens, die inmitten des Alltagslebens mit einem Male bescheiden aufblüht, um für Augenblicke einen strahlenden Glanz zu spenden.
Es ist nicht so sehr die Sache an sich, wie sie sich im alltäglichen Leben, im bunten Wechsel so häufig ergibt, es ist vielmehr der Geist froher Hilfsbereitschaft und des uneigennützigen Handelns, der aus der Güte des Herzens quillt und sie deshalb in so schöner Weise sichtbar macht. Da ist in einem Miethause ein junger Erdenbürger zur Welt gekommen. Die Familie, in der das frohe Ereignis eintrat, verfügt nicht über zahlreiche Güter, vor allem scheint die Wäsche ziemlich knapp zu sein. Ohne viel zu sagen, hält die Flurnachbarin Umschau unter den eigenen Beständen und findet mancherlei verwendbare Dinge. Das gute Beispiel wirkt. Niemand unter den Hausbewohnern will zurückstehen. Am Ende besitzt das Neugeborene eine Wäscheausstattung, wie sie für heutige Verhältnisse geradezu erstklassig ist. Ein anderer Fall: Ein altes Mütterchen steht aufgeregt in der Bahnhofshalle vor dem Schalter und verlangt eine Fahrkarte. Als sie bezahlen will, sucht sie und sucht, aber die Geldbörse ist fort „Ich muß sie auf der dunklen Straße verloren haben", jammert sie schließlich fassungslos. „Was kostet die Fahrkarte?" fragt plötzlich ein jovialer Herr den Schalterbeamten. Der nennt den Preis, und der joviale Herr händigt dem erstaunten Mütterchen ohne Umstände die Fahrkarte ein, was die Umstehenden veranlaßt, sich ebenfalls des Mütterchens hilfreich anzunehmen.
Die Güte des Herzens ist weit mehr wirksam, als man aemeinhin glaubt. Manchmal scheut sie sich, zum Mittelpunkt eines Vorganges zu werden, und dann handelt sie nach dem Wort, daß die Rechte nicht wissen soll, was die Linke tut. Gleichviel: auch sie vermag den Alltag in schönster Weise zu verklären, und das ist es, was wir ihr immer
Kriminalkommissar Kammin war aufs höchste überrascht, als ihm die Meldung ins Zimmer gebracht wurde, Fräulein Karla Kabelt wünsche ihn zu sprechen. Es dauerte eine volle Minute, bis er dem Beamten antworten konnte. In dieser Minute machte er eine Reihe von Stationen des Unbehagens durch. Was wollte dieses Mädchen von ihm? Barg der Fall Wand eine Ueberraschung, die ausgerechnet Karla Kobelt aufdecken sollte? Wie würde die Unterredung verlaufen, nachdem sie vorgestern abend erst um ein Haar zu einem Streit ausgeartet war? Am liebsten hätte sich Theo Kammin hinter einer Ausrede verschanzt und sich verleugnen lassen.
„Lassen Sie die Dame herein!" schnaubte er und blickte dann auf die Tür, durch die lebhaft, graziös, unleugbar von einem sommerlichen Dusthauch umgeben, eine lächelnde Karla eintrat, die ein so sonniges Gesicht aufgesetzt hatte, als seien sie und der Kommissar alterprobte Freunde.
(Fortsetzung folgt.) ________
lang vom Gloria-Palast verabredet. Ueberstunden. Im Cafe König gewesen. Was sagst du nun?"
Ihm dämmerte die Ahnung, daß hier wirklich eine wichtige Feststellung vorlag, und vergaß darüber seine verliebten Blicke. „Das war also am 11. Mai. Ich weiß, daß ich mich einmal so geärgert habe, weil wir wegen deiner Ueberstunden nicht rechtzeitig ins Kino tarnen."
„Na also. Am 11. Mai wolltest du mich um halb sechs Uhr vor der Fabrik erwarten, um mit mir ins Kino zu gehen. Du haft eine ganze Stunde vergeblich unten gestanden und warst ärgerlich darüber. Ich habe dich getröstet. Wir gingen nach Hause essen und dann ins Cafä König zum Tanzen. Wenn ich also an diesem Tage erst um halb sieben Uhr aus dem Dienst kam, und wenn ich kurz vor meinem Weggehen Herrn Kaspar aus seinem Zimmer kommen sah, kann ich mich in der Zeit nicht geirrt haben. Siehst du das jetzt ein?"
In ihrer Stimme schwang Triumph. Michel nickte ernsthaft. Er war nicht so kleinlich, ihr die Genugtuung zu mißgönnen. „Du hast recht. Man kann sich nach langer Frist in der Zeit leicht irren, wenn kein fester Anhaltspunkt vorhanden ist. Das scheidet jetzt aus. Also muß Kaspar tatsächlich um halb sieben noch in feinem Büro gewesen sein."
Er schwieg einfach überwältigt und suchte fieberhaft nach einer Lösung des jetzt erst kompliziert gewordenen Rätsels. Bärbel ließ seine Gedanken laut werden mit der Frage. „Ich habe schon den ganzen Nachmittag überlegt, wie er es fertiggebracht hat, gleichzeitig an zwei Stellen zu fein."
„Das gibt's nicht", meinte er schroff.
„Natürlich nicht." Sie lachte überlegen. „Niemand kann sich teilen. Also müssen zwei Menschen an zwei verschiedenen Orten als Martin Kaspar aufgetreten fein."
,Lwei Menschen?" In der ersten Sekunde kam ihm diese Idee abenteuerlich und romanhaft dumm vor. Dann erwärmte er sich daran. „Natürlich. Anders geht's nicht."
„Und weiter", sagte sie mit glänzenden Augen: „Zu Hause war Herr Kaspar mit vielen Leuten zusammen, die ihn genau kannten. Es ist ganz ausgeschlossen, daß feine Rolle dort von einem Fremden gespielt worden ist. Im Geschäft hatte er nur mit der Barkow zu tun. Und die steckt mit
In vollen Gange befindlichen Kämpfe hak sich fa Öii Gegend westlich Tobruk verschoben, ohne daß es bet Gegner gelungen wäre, entscheidende Erfolge je erzielen. Barbia und Sollum widerstehen mit gvßer Hartnäckigkeit dem wachsenden Druck des (frincrs.
Jm Schuh tiefliegender Wolken warfen einzelne feindliche Flugzeuge Bomben auf einige Orte des hündisch-deutschen Grenzgebietes, die geringe Oper unter der Zivilbevölkerung forderten. Bei dieser Einflügen und bei wirkungslosen Nachtangriffen art die besetzten Westgebiete verlor die britische trtwaffe zwei Bomber.
Schwere Sowjetverluste im Südabschnitt der Ostfront.
Berlin, 14. JOm. (DNB.) An verschiedenen Stilen im Sudabschmtt der Ostfront griffen am Lcnstag die Bolschewisten mit Unterstützung von Mnzerkarnpfwagen die deutschen Stellungen an Lutsche Pakgeschutze nahmen die feindlichen Pan- zeikampfwagen sofort unter wirksames und gut- ij^nbes Feuer und zwangen die Panzerkampf- öcaen zur Umkehr. Deutsche Infanterie ging bar- auhin in energischem Gegenstoß gegen die Bolsche- trrren vor und trieb sie in ihre Ausgangsstellungen zuiuck. Der Feind erlitt dabei schwere blutige Ver- W-
Oos Ritterkreuz.
zerlin, 13. Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Dcehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag bei Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeld, iwrschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des gi-rnen Kreuzes an Oberst Hauser, Komman- der eines Panzerregiments, Oberstleutnant Rein- !hcrdt, Kommandeur eines Infanterieregiments, Hiptmann K o h o u t, Abteilungskommandeur in tnr>m Panzerregiment, Oberleutnant Feig, Korn- pss.iechef in einem Schützenregiment und Unter- oiizrer Schröder in einer Panzerjägerabteilung.
-n Köln hatte Reichsleiter Dr. Ley mehrere hun- tzr: Kinder gefallener Politischer Leiter mit ihren Lizehöritzen um sich versammelt, um ihnen in tr*r schlichten Feierstunde das Gedenken des Führer und der Nation zum Ausdruck zu bringen. Sich in mehreren anderen Gauhauptstädten fanden gliche Veranstaltungen statt, bei denen den Kindern gliche Gaben überreicht mutben.
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>as Sondergericht in Triest fällte am Sonntag Utelle gegen 60 Terroristen, die angeklagt waren, er Serbien aus Eisenbahnattentate in Italien vor- tesitet zu haben. Neun mürben zum Tobe per» feilt. Vier wegen Mangels an Beweisen freige» fachen, bie übrigen erhielten Gefängnisstrafen bis P dreißig Jahren.
1 Hr kroatische Staatsführer Dr. Pawelitsch reifte n Sonntag mit Außenminister Dr. Lvrkowitsch, ftonzminister Dr. Kvsag unb Kultusminister Dr.
nach Italien ab. ,_____________
unb stieß einen Triumphschrei aus. Wie ein Sturm brach sie ins Wohnzimmer, rief begeistert: „Unb ich habe buch recht!" raffte ihre Hanbtasche vom Tisch unb verschwanb durch bie Korribortür.
Nahe ber Straßenbahnhaltestelle war eine Telephonzelle. Sie klingelte das Präsidium an unb verlangte Michels Nummer. Er war noch nicht da, unb Bärbel setzte ihrem Eifer einen Dämpfer auf.
Wie jeben Tag fuhr sie zum Dienst, kaufte etwas Gebäck für den jetzt nagenden Hunger unb machte sich ohne jeben Eifer an bie gewohnte Arbeit. Nach einer halben Stunde hielt sie es nicht mehr aus unb rief Michel nochmals an. Das wiederholte sich mit negativem Ergebnis noch zweimal, bis sie enblich um sechs Uhr ihren Verlobten erreichte.
„Michel, ich habe boch recht. Schwarz auf weiß. Holst bu mich nachher ab? Ich bin in einer halben Stunbe fertig."
Er hörte die geliebte Stimme, bie wie ein Sonnenstrahl in fein finsteres Gemüt fiel, unb sagte sofort zu. Von ba an lebten beibe bie Minuten wie ganze Tage unb wären sich beinahe in bie Arme gesunken, als Bärbel leichtfüßig durch das große Portal auf den Bürgersteig kam, wo Michel wartete Sie begnügten sich mit zwei ober brei geflüsterten verliebten Worten, hakten sich unter unb suchten schnell eine stille Seitenstraße auf.
Bärbel konnte ihre Entbeckung nicht mehr bei sich behalten. „Als bu fort warst, habe ich mit Vater auch noch Streit bekommen, weil er bir recht gab. Und banrt erinnerte ich mich an meinen Kalender. Ich schreibe doch immer ein, wenn wir aus waren ober sonntags einen Ausflug machten, nicht?"
Ja'" sagte er ohne jebes Interesse unb betrachtete voller Zärtlichkeit ihre hübsche Erscheinung, bie bis in bie letzte Faser voll Lebenskraft war.
„Erinnerst du dich noch, daß wir am 11. Mai im Kino waren?"
„Nein", gab er zu. „Wir sind so oft im Kino gemeßen, daß ich mir die Tage wirklich nicht merken kann."
Dann sieh mal her!" Sie hielt ihm den als Tagebuch im Telegrammstil benutzten Kalender vor bie Augen- „Mittwoch, den 11. Mai. Ausdrücklich vermerkt: Mit Michel in die Sechs-Uhr-Dorstel-
Dar Mädchen Till ist bie unerzogene, Iausbuben- unb eulenspiegelhaste Tochter eines Lustspiel-Gene- ralbirektors, die sich für die Sekretärin ihres Vaters ausgibt, um die Männer in ihrer ganzen geschäftstüchtigen und geldgierigen Scheutzlichkeit kennenzulernen. Die Männer sind im wesentlichen die miteinander konkurrierenden Bewerber um einen süddeutschen Schloßbesitz, den der Generaldirektor zum Verkauf gestellt hat. Obwohl Tills sadenscheiniaer Schwindel ziemlich halb burchschaut wird, dient Die Situation dennoch der gründlichen Demaskierung der beteiligten Herren wie auch des Mädchens, die sich im Laufe dreier Akte mit ziemlicher Lautstärke und ungeschminkter Deutlichkeit die Meinung sagen. Den Vogel unter den Bewerbern schießt ein junger Kinderarzt ab, ber zuletzt bas Schloß bekommt, unb auch noch Dill dazu — nicht ohne ihr zuvor alles Erforberliche über Benehmen und Lebensstil grob unb handgreiflich eröffnet zu haben. Das Ganze lebt weniger von der einigermaßen dürftigen Handlung als von ber Konversation, bie recht amüsant wirkt, solange sie nur auf unverbinbliche Unterhaltung bedacht ist; die im letzten Akt angeschla- genen seriösen Tone klingen nach den mancherlei Dorangegangenen Unwahrscheinlichkeiten ziemlich übertrieben.
Herr Ludw ia hatte die Spielleitung und brachte die diversen Ironien und unverblümten
'sjjt fühlte Michel sich verpflichtet, seinem Schatz W sachlichen Gründen beizukommen, in denen alle JiiiB bisherigen Erfahrungen im Beruf und alles, »L an männlicher Ueberlegenheit in ihm war, zu Hs gezogen wurden. Das führte aber erst recht zu empörter Widerrede. Die Folge war, daß ihre M'iiungsverschiedenheit zum Krach anwuchs, daß bare Worte fielen, Bärbel noch mehr weinte, Mrzel sich tödlich beleibiat fühlte und nach kurzer Ze aus dem Zimmer stürzte. Unterwegs hatte er btr festen Vorsatz, nie wieder zurückzukommen, und teig klangen ihm bie letzten Worte Bärbels in ttti Ohren, er möge sich ihretwegen zum Nordpol il0en, aber ja nicht mehr ihren Weg kreuzen. ; Ine Eltern Eberhard fanden eine ganz aufgelöste lot) ter vor unb bekamen nur mühsam heraus, hcher Grunb zu bem plötzlichen Streit vorlag. ti Vater versuchte, Michel recht zu geben und Mel zu erklären, sie müsse sich irren. Die Mutter che nach ausgleichenden Worten. Das war Del i Feuer. Bärbel lieh das Essen stehen, rannte kus unb schloß sich in ihrem Zimmer em. Zwei ■ linden Mittagspause hatte sie. Davon waren jetzt Diertel Stunben vergangen. Eine geschlagene ille Stunbe brauchte sie, um sich zu beruhigen, rin begann eine Renovierung ihres Gesichtes, »n bem unbebingt bie Tränenspuren getilgt wer- si mußten, schon um die Kolleginnen nicht aus- «lksam zu machen.
Durch das Wettrüsten in den Werkheimnachmittigen und Werkheimabenden trägt die Hitler-Jugend auch in diesem Jahre in einer großen Gemeinschaftsleistung für bie vom WHW. betreuten Familien bei. Der Einsatz des BDM. erfolgt darüber hinaus als Helferinnen bei der Betreuung ber Kinder in den Kindertagesstätten der NSV., in den Dienststellen des Kriegswinterhilfswerks und bei ber Gestaltung von WHW.-Nachmittagen mit Märchenspielen usw. »
Seinen Höhepunkt finbet ber WHW.-Einsatz wie alljährlich bei ber großen Reichsstraßensammlung des Kriegswinterhilfswerks vor bem Weihnachtsfest. Die Sammlung finbet am 20. unb 21. Dezember statt unb verspricht wieber viele Ueberraschungen. Nach bem ,Kaperkrieg" unb bem „Blockabekrieg" der beiben letzten Jahre steht die Sammlung dies- mals unter ber Parole „Einkreisung — keiner entkommt". Man wird sich durch eine Spenbe in bie Sammelbüchse den Einlaß in eine umzingelte Stadt erkämpfen müssen, man wirb „Straßensperren", „verminte Straßenzüge" unb andere Hindernisse überwinden, Brückenzoll zahlen müssen usw. Unerschöpflich sind bie Jbeen, bie mit biefer Parole zu oerbinben sind.
Die Abzeichen, deren Auflage wegen ber zu er- roartenben Nachfrage vergrößert würbe, garantieren ben Erfolg. Wieber finb es zehn kleine holzgeschnitzte luftige Figuren, biesmal in ber Form von Kreiseln, bie Alt und Jung Spaß bereiten werben. Im Rahmen ber Reichsstraßensammlung eignen sie sich auch für kleine Kasperlevorführungen, für Würfelspiele usw.
verdunkelungszett
15.12. von 17.06 bis 9.24 Uhr.


