Ausgabe 
15.12.1941
 
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Seekrieg gegen die französische A Handelsschiffahrt. ! jfl

Madrid, 13. Dezember. (Europapreß.) Der bri. I tische Seekrieg gegen die französische Handelsschiff. ! fahrt ist seit vierundzwanzig Stunden "rofsnet. Don allen Teilen der iberischen Küste we i Zwischen- i f-n\\o mtf hnht>r äp# vk-meldet. Sa w 2 der fron. L ,

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Nachdem wir wieder im Boot saßen, wir hatten uns fast eine Stunde auf der kleinen Moorinsel aufgehalten, fuhren wir aus dem Schilfsaum heraus und trieben wieder auf der Hamme.

Die dichte Wolkendecke zerriß, das silberne Licht des Mondes enthüllte uns noch einmal die düstere, hohe Gruppe der Pappeln, dasNadelkissen", still glitt das Boot über das Wasser, heimwärts.

teten mehrere Batterien sowie elf Panzerkampf- ' wagen. Deutsche und italienische Sturzkampfstug- K zeuge fügten feindlichen motorisierten Kolonnen starke Verluste zu. Jagdflugzeuge der Achsenmächte

flugzeugen Flugplätze, Versorgungslager, und Kraftfahrzeugkolonnen des Gegners im Raume von Tobruk mit guter Wirkung bombardiert.

Die bolschewistische Luftwaffe verlor

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Nun schwamm das Boot auf der Hamme, immer mehr und mehr blieb alle Aeußerung von Leben hinter uns. Das Wasser war braunschwarz unter uns, die Hamme, auf der im Herbst viele, viele Torfkähue mit ihrer Last weit ins Land hinein fahren. Der Torf ist so gepackt, als läge in jedem Boot ein großer Sarg, die braunen schönfarbigen Segel ziehen durch das Bild der Landschaft, als gälte es, eine lange Fahrt mit stillem Ziel zu machen.

Der Fluß ist höchstens acht Meter breit, seine Ufer sind von Schilf gesäumt, dahinter dehnt sich die dunkle, unheimliche Weite des Moores. Nur ab und zu der Laut eines Bogels im Schilf, das feine Singen des Schilfes im Nachtwind, sonst Stille,unendliche Stille, fürchterlich", ringsum

So fuhren wir ganz langsam zwei Kilometer den Fluß hinauf, bis unser Begleiter uns rechtzeitig in das Schilf hineinfuhr. Er wollte uns das Brennen des Sumpfgases zeigen.

Während des Vertorfungsprozesses bildet sich an der Oberfläche der faulenden und verwesenden Pflanzendecke, d. h. auf dem Grunde des Wassers, das Methan- oder Sumpfgas. Dieses Gas ist träge und sitzt in Blasen auf dem Grunde des Flusses.

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Oer Wehrmachtberichi vom Sonntag.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 14. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Osten bekämpfte Artillerie des deutschen Heeres feindliche Schiffe im Hafen von S eroa- ff o p o t und kriegswichtige Ziele in Leningrad mit guter Wirkung. 3m übrigen beschrankten sich die Kampfhandlungen auf die Abwehr örtlicher feindlicher Angriffe. Bei Angriffen auf Transportbewegungen, belegte Ortschaften, Kolon- nen und Barackenlager fügte die Luftwaffe an der Ostfront dem Feind starke Verluste an Menschen und Kriegsmaterial zu.

3m Seegebiet um England wurde ein feindlicher Zerstörer am Eingang zum Bristolkanal durch Bombentreffer so schwer beschädigt, daß mit seiner Vernichtung gerechnet wird. 3n der Rächt zum 14.12. belegte die Lustwaffe an der britischen Ostküste militärische Ziele erfolgreich mit Bomben. Bei versuchen, an der Kanalküste einzufliegen, ner- lot der Feind sieben Flugzeuge.

3n Nordafrika wiesen die deutsch-italienischen Truppen im Baume westlich Tobruk Angriffe zu­sammengefaßter britischer Kräfte ab und vernich-

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Kapitols überstrahlten.

OieNormandie" beschlagnahmt.

Neuyork, 13. Dez. (Europapreß.) Der

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fälle auf hoher See gemeldet. So w zösische Han'delsdampferFormigny" von britischen Marinestreitkräften auf hoher See gekapert Und nach Gibraltar eingebracht. Vor Santander, fünf Meilen nördlich der Küste, griff ein britisches Flug, zeug einen alleinfahrenüen französischen Dampfer an. Insgesamt wurden sieben Bomben abgeworfen. Das Schiff wurde beschädigt und mußte im Hafen von Santander Zuflucht nehmen. Ein englisches U-Boot hat in der Nähe der Balearen dieSt. D e n i s", die mit Wein, Früchten, Gemüse und Schrott nach Frankreich unterwegs war, angehalten und ersucht, ihre Papiere vorzuzeigen. Während der Dampfer den Befehlen entsprach und auf eine Durchsuchung wartete, gab das U-Boot zwei Tor- p e d o s ab. Bei dem Untergang derSt. Denis" fanden drei Desatzungsmitglieder den Tod.

in der Zeit vorn 6.12. bis 12.12. insgesamt 125 Flugzeuge. Davon wurden 88 in Luftkämpfen, 32 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zett gingen an der Ostfront sieben eigene Flugzeuge verloren.

Oer OKW.-Bericht vom Samstag

DNB. Aus dern Führerhauptquartier, 13. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Ostfront wurden örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen. Die Luftwaffe bekämpfte mit guter Wirkung Truppenbereitstellungen sowie Eisen­bahnziele im Douezbecken, am unteren Don und an der Nordfront. Sie bombardierte ferner Flug­zeugstühpunkte der Sowjets südostwärts des La- dogasees und griff in der vergangenen Rächt mili- . tärische Ziele in Moskau an.

3n der Rächt zum 13. Dezember wurden Hafen­anlagen an der Oft- und Sübroeftfüfte Eng­lands von KampffliegerkrSften mit Bomben be­legt.

Das Schwergewicht der in Rordafrika noch

Eisernes Sparen W der Kriegsgüiererzeugung

Staatssekretär Meinhardt gibt wichtige Erläuterungen.

farbene reine Flamme auf, sie wird größer, sie wird kleiner, kleine Funken springen knisternd ab, ein kleines wunderbares Feuerwerk sehen wir vor uns. Nun erlischt sie langsam; die Gasquelle, die mit dem Steinwurf getroffen wurde, ist erschöpft. Aus dem letzten Funken steigt ein weißer Rauch in Schwaden empor, träge zieht er über das Schilf, lastend. Er nimmt eine langgestreckte Gestalt an, sich ständig wechselnd. Der sich verflüchtigende Rest versinkt zwischen dem Schilf. Wieder und wieder werfen wir Steine in das Schilf auf den schwanken­den Boden unter jener alten Weide. Die Temvera- tur und der Feuchtigkeitsgehalt der Luft ist yeute günstig. Hier und dort steigen die kleinen und großen Flammen aus dem dunklen Boden, knisternd werfen sie kleine Brocken des Erdreiches mit her­aus, die leuchtend in der Luft vergehen, der weiße, schwere Nebel zieht in phantastischen Formen über das Schilf und Moor dahin. Dort unter der alten Weide funkelt und sprüht es, mehrere Sekunden lang, der Rauch legt sich um die hängenden, langen Zweige, der Erlenkönig erhält hier unheimlich Gestalt.

Ganz still stehen wir nebeneinander und schauen diesem seltsamen Schauspiel zu, dessen Herkommen so klar und leicht erklärlich ist, und dessen äußere Erscheinungsform dem Reiche der Phantasie, des Spukes, des Unirdischen anzugehören scheint.

Als unser Begleiter den Kahn wieder besteigen wollte, drückte er durch sein Körpergewicht den Bug etwas tiefer in den Schlamm hinein, traf ein paar Gasquellen, und hell umleuchtet stand er im Boot, kein Ende wollte es nehmen mit dem Funkeln und Sprühen, langsam legte sich der Spuk, und die Ge­stalt unseres Begleiters stand von weißen Schwaden merkwürdig umflossen in der Dunkelheit.

Mit dem Ruder rührten wir nun den Grund etwas auf, und es kamen große Blasen nach oben, von denen die meisten nicht platzten, sondern auf der Oberfläche des Wassers liegen blieben. Diese Blasen zündeten wir mit einem Streichhölzchen an, und das Gas, es sind natürlich nur ganz geringe Men­gen in jeder Blase, verbrannte mit einer langen, rein ultramarinbbauen Flamme. Meistens brannten mehrere Flammen nebeneinander, ein ganz zauber­hafter Anblick auf der völlig dunklen Wasser­fläche das Wunder einer Flamme, entstanden und genährt aus den Atomen längst vergangener Pflanzen, die einst im Sonnenlicht atmeten, blühten und verblühten. Der ständige Wechsel, die Ver­änderlichkeit alles Lebenden wurde mir wieder ganz klar.

Nun fuhren wir wieder aus dem Schilfe heraus und noch ein Ende weiter die Hamme hinunter. Da tauchten zur Rechten aus dem Dunkel der Nacht einige große Baumgruppen auf, die auf der schwarzen, weiten Fläche des Moores eine Insel zu bilden schienen. Auf diese Gruppe steuerten wir zu, der Volksmund nennt sie dasNadelkissen". Vor dem Aussteigen erhielten mir die Weisung, uns auf jeden Fall dicht an unseren Führer zu halten, und das war dann auch wirklich notwendig.

Wir befanden uns nun auf der Fläche des Moores, bei unseren, ersten Schritten fühlten wir unter uns die Schwingungen, die jeder Schritt aus­löst. Schwarz standen um uns die Gruppen der Baume und Sträucher. Der Wind nahm die Zweige der alten Weiden und schwang sie hin und her, ihr gedrungenes Aussehen ließ sie in der Schwärze der Nacht gleich Wesen unterirdischer Herkunft erschein- nen, gleich Kobolden, die ihr wahres Wesen erst der Nacht enthüllen. Ab und zu der Laut eines aufge- schreckten Vogels, das Singen des Windes im Schilf, dies war alles um uns.

Aus einem Säckchen nahm unser Begleiter nun einige kleine Steine und warf sie in Das Schilf. Totenstille um uns, da das feine singende Ge­räusch von emporsteigendem Gas, erst wenig, dann stärker, jetzt zischend, und von der Stelle, von der das Geräusch zu uns kommt, eine kleine Detonation, und zu gleicher Zeit leuchtet eine herrlich orange­

nähren wollte. ,

Auf diese Abhängigkeit vom Rohstoffimport grün­dete Roosevelt seine Rechnung, die darauf hinaus­lief, Japan durch immer schärferen wirt­schaftlichen Druck von einem politischen Zu- Seständnis zum anderen zu treiben und es auf diese lrt solange aus dem Krieg herauszuhalten, bis die amerikanische Aufrüstung beendet war, um dann in einem geeigneten Augenblick über das Jnjelreich herzufallen. Zu diesem Zwecke schob Amerika eine ganze Reihe von Flotten- und Flugstütz- punkten immer näher an Japan heran und be­trieb zusammen mit England eine konsequente E i m kreisungspolitik gegenüber Japan. Nieder- landisch-Jndien, das China Tschangkaischeks und die Sowjetunion bildeten zusammen mit den englischen und amerikanischen Positionen einen beinahe lücken­losen Einkreisungsring. Freilich gelang es Japan durch das Abkommen mit Frankreich, über die ge­meinsame Verteidigung I n d o ch i n a s sich an einer entscheidenden Stelle Luft zu verschaffen und auch die Absicht, Thailand für die Einkreisung zu gewinnen, scheiterte schließlich durch das rasche ja­panische Vorgehen. Dieser Einkreisungspolitik sollte Japan nach den amerikanischen Plänen nicht nur tatenlos zusehen, sondern es sollte obendrein auch wirtschaftlich immer weiter geschwächt werden. Die Unterstützung Tschangkaischeks erschien Herrn Roose­velt als das sicherste Mittel zur Erreichung dieses Zieles, und in der Tat haben die Japaner in dem vierjährigen Kriege in China nicht nur mehr als 100 000 Gefallene zu beklagen, sondern sie mußten auch die erhebliche Summe von über 20 Milliarden Pen aufwenden. Aber Japan hat diesen Krieg sieg­reich geführt, und so steht diesen Verlusten auf der anderen Seite eine wirtschaftliche und politische Stei­gerung seiner Kräfte gegenüber, die mit Ziffern nicht zu berechnen ist.

Auch die Abschneidung seiner Rohstoffzufuhren aus den USA. durch die verschiedenen Arten des amerikanischen Embargos, die vommoralischen" Embargo im Rahmen der Neutralitätspolitik bis zur direkten Exportsperre, durch das System der Exportlizenzen ging, vermochte Jovan weitgebend dadurch zu parieren, daß es die benötigten Roh­stoffe, insbesondere Erdöl und Baumwolle, aus anderen Ländern, wie etwa Mexiko, bezog. Als freilich die USA. noch einen Schritt weitergingen und die japanischen und chinesischen Guthaben ein­frieren ließen, sah sich Japan dadurch praktisch in seinem Außenhandel auf den Penblock beschränkt. Es fehlte nun die Möglichkeit des Spitzenausgleichs in Dollarwährung bei feinen Verrechnungsabkom­men, hauptsächlich mit den südamerikanischen Stao- - ten. England und Niederländisch-Jndien schlossen sich der Guthobensperre ebenfalls an, so daß auch dieser Handel für Japan unmöglich wurde.

Es wird immer ein Beweis der überheblichen Anmaßung Roosevelts bleiben, daß er geglaubt hatte, dem japanischen Volke derartiges zumuten zu können, ohne mit einer Gegenwehr zu rechnen. Selbst jetzt aber versuchten die Japaner noch im Verhandlungswege eine Aenderung zu erreichen, allerdings mit dem Erfolge, daß Roosevelt dadurch in feiner Überheblichkeit nur gestärkt wurde und in seinem Schreiben an den Tenno die unannehm­bare Forderung stellte, daß Japan ungeachtet feiner

Schwedisches 20 OOO-DKT.-Schiff von den USA ȟbernommen-.

Gens, 14. Dez. (DNB.) Wie Reuter aus Wa­shington meldet, gibt das USA.-Staatsdepartement bekannt, daß das schwedische 20 OOO-BRT.-Motor- schiffKungsholm", das früher im Irans- atlantikdienst eingesetzt war und kürzlich für Ver­gnügungsreisen im Karibischen Meer benutzt wurde, von den USA.übernommen" werde. Das Staatsdepartement erklärte hierzu, daß, obwohl die Kungsholm" einer befreundeten Macht gehört, es unpraktisch wäre, sie während der Dauer des Krie­ges für Vergnügungsfahrten zu benutzen.

Probealarm in Washington.

Washington, 13. Dez. (Europapreß.) Die fieberhaften Luftschutzmaßnahmen der letzten Tage in Washington fanden am Freitagnachmittag ihre Krönung in einem Probealarm. Seit Donnerstag abend sieht man in den Straßen der Bundeshaupt-

heit 500 RM. oder die Hälfte davon. Auch Ur- laubsabgeltung, Entschädigungen für nicht ange­tretene Familienheimfahrten und Lehrabschluh- Prämien der Lehrlinge können eisern gespart werden. --

Auch die Unternehmer werden angeregt, eisern zu sparen: in der Form von Betriebsanlage- Guthaben und Warenbeschaffung s- Guthaben. Es gibt viele Unternehmer, die über große flüssige Mittel verfügen, da die Ersatzbeschaf­fung und die Neuanschaffung von Betriebsanlage­gütern mit Rücksicht auf ben Vorrang der Kriegs­gütererzeugung nicht möglich ist. Dazu kommen, insbesondere beim Handel, die flüssigen Mittel aus der Verminderung und Auflösung der Warenlager.

Es ist gebeten worden, die Bildung steuerfreier Rücklagen zuzulassen, um daraus später die jetzt unterbliebenen Anschaffungen und Instandsetzungen nachholen zu können. Es würde aber mit dem Gedanken einer gesunden Kriegsbewirtschaftung unvereinbar sein, wenn solche Rücklagen fteuerfret gelassen würden und auf diese Weise der Kauf- kraftüberschuß der Unternehmer nur vergrößert würde. Das Reich ist aber bereit, eine erhebliche steuerliche Vergünstigung für d i e Zeit nach dem Krieg zu gewährleisten, in der die Unter­nehmen finanziell besonders beweglich sein müssen, um Betriebsanlagegüter zu ersetzen und neu anzu­schaffen, Instandsetzungen und Ergänzungen vorzu- nehmen und ihre Warenlager aufzufüllen. Diese erhebliche steuerliche Vergünstigung wird sich nach der Größe des Betrages bestimmen, den der Unter­nehmer gegenwärtig bei seinem Finanzamt einzahlt zwecks Bildung von Bettiebsanlage- Guthaben und Warenbeschaffungs-Guthaben. Beide sind nebeneinander zulässig. Es liegt im Interesse eines jeden, vor dem 10. Januar 1942 den größt­möglichen Betrag einzuzahlen. Es ist nicht ausge­schlossen, daß solche Einzahlungen später erneut zu- gelassen werden. Die Bedingungen werden natür­lich nicht so günstig sein. Es wird insbesondere nicht Zurückzahlung sofort nach Beendigung des Krieges verlangt werden können, auch wird die Verzinsung nicht mit dem Zeitpunkt der Beendigung des Krie­ges beginnen.

vierjährigen Anstrengungen und Opfer feine Trup­pen aus China zurückziehen sollte, wobei er als Gegenleistung nichts anderes bieten wollte, als die Bereitschaft für neue Verhandlungen. Die mate­rielle Geisteshaltung der Plutokratie und des Ju­dentums, die alles mit Ziffern und Zahlen berech­nen zu können meint, trat hierin wieder einmal kraß zutage. Man übersah, daß eine stolze und ehr­bewußte Nation niemals auf solche, Forderungen eingehen konnte, und wundert sich nun, daß Japan entsprechend handelte. Die Schläge, die es bereits in den ersten Tagen austeilte, sind wahrhaft ver­nichtend. Jetzt klagt der Weltverbrecher Roosevelt über japanischeNiedertracht". Wenn aber etwas niederträchtig ist, bann ist es jenes Streben Roose­velts nach einer Weltbiktatur bes Judentums, die alle Lebensrechte der Völker mißachtet und in der ganzen Welt jene Versklavung und Vertierung der Menschen herbeiführen möchte, die wir mit Grausen in der Sowjetunion feststellen mußten. V. A.

mit Ausnahme weniger wie Zinn und Gummi, in saft unerschöpflichen Mengen verfügen, ist der ja­panische Raum ausgesprochen arm an ben wich­tigsten industriellen Rohstoffen. Einzig bie Kohle ist in ungefähr ausreichenden Mengen auf den In­seln vorhanben, boch selbst hier besteht ein Mangel insofern, als die japanische Kohle kaum oerkokungs­fähig ist. Die Fruchtbarkeit des japanischen Bodens hält keinen Vergleich mit ben Vereinigten Staaten aus, und nur bem unermüdlichen Fleiß seiner Bau­ern und der ausgedehnten Ernährung durch Fisch hat es Japan zu verdanken, wenn es feine Ernäh­rung einigermaßen sicherstellen kann. Die notwen­digen Reiseinfuhren konnte es sich in dem von ihm sicher beherrschten Raume ebenfalls verschaffen.

In dieser Lage blieb den Japanern nichts an­deres übrig, als ben Weg zu einem v e r a r b e i tenben Jnbustrielanb zu beschreiten. Man importierte Rohstoffe unb exportierte bie baraus hergestellten Fertigwaren. Darauf beruht ber riesige Aufschwung etwa ber japanischen Textilinbustrie. Diese Struktur seiner Wirtschaft schien Japan aber besonders empfinblich für einen Wirtschaftskrieg zu machen. Mit Ausnahme ber Natur- unb Kunft- feideninbuftrie beruhten alle japanischen Jnbustrien auf importierten Rohstoffen. Baumwolle unb Wolle spielten bie beherrschend Rolle in ber japanischen Einfuhr, aber auch Eisenerze, Schrott sowie Erböl unb die meisten Bunbmetalle mußte Japan impor­tieren, wenn es arbeiten und feine Bevölkerung er-

ftanzösische LuxusbampferNormanbie" (83423 BRT.), ber sich zu Beginn des Krieges in den Hafen von Neuyork gerettet hatte, ist von den nordameri­kanischen Behörden beschlagnahmt worben. Er soll als Flugzeugträger umgebaut wer­ben. Gleichzeitig wurden zwölf weitere fran­zösische Schiffe mit Beschlag belegt. Ihre Besetzung erfolgte burch Mannschaften ber U8A.-Küstenwache, wahrenb bie französischen Besatzungsmitglieber ent­fernt würben.

Bemerkenswert ift, baß die nordamerikanische ZeitschriftTime" bereits in ihrer Ausgabe vom 3. November darauf hinwies, daß bieNormanbie" sich hervorragenb als Flugzeugträger eignen würde. Das Blatt schrieb, Fachleute hätten darauf aufmerk­sam gemacht, baß bieNormanbie" augenscheinlich im Hinblick auf einen berartigen Umbau konstruiert worden sei. Die Schornsteine ließen sich ohne Schwierigkeiten an die Seite des Schiffskörpers verlegen. Alle vier Personenaufzüge feien in einem Schacht zusammengefaßt, so baß sich aus ihnen ein Auszug für Flugzeuge konstruieren lasse. Die Um­baubett werde auf nur sechs Monate geschätzt.

stadt Luftschutzposten, deren Aufgabe die Unterweisung ber Bevölkerung ist, bie sich bei den Probealarmen in Neuyork unb San Franzisko un­gewöhnlich nervös zeigte. Vor ben Portalen ber Regierungsgebäube haben stahlhelmbewehrte Posten Wache bezogen. Obwohl bie totale Verbunkelung Washingtons noch nicht angeordnet ist, verlangen die Luftschutzbehörden doch, daß die Fensterläden ber Regierungsgebäude nach Eintritt ber Dämmerung geschlossen werben. Die auffälligste Luftschutzmaß- nahme aber ist bie Ausschaltung ber Scheinwerfer, bie sonst währenb ber ganzen Nacht die Kuppel des

Ln Erlkönigs Reich.

Von Anneliese Lüders.

Wir gingen von Worvswebe aus eine Stunde durch fast schwarze Nacht über kräftig duftendes Weioeland. Hinter fliehenden, schweren und leichten Wolken war mitunter bas Licht bes Mondes spür­bar. Der Umriß eines Gehöftes, wie es schien, inmitten hoher, alter Pappeln gelegen, kam näher unb näher, bis wir bann nach einigen Winbungen bes Weges vor einem länblichen Gasthof ftanben, bem Ausgangspunkt unserer nächtlichen Fahrt auf ber Hamme.

Unser Begleiter, ein bewährter Kenner bes Moores, besorgte bas Fahrzeug, wir bestiegen es, er setzte bas Boot in Bewegung unb ruderte es aus bem kleinen Hafen heraus, ben ber Fluß an der Stelle bildete, wo das Gasthaus lag.

Leipzig, 13. Dez. (DNB.) Staatssekretär Reinhardt sprach im Gewandhaussaal in Leipzig über bas Eiserne Sparen, bie Betriebsanlage-Gut­haben und Warenbeschaffunasguthaben. Stehen Mann unb Frau in einem Arbeitsverhältnis, so kann jeder ber beiden Ehegatten für sich im Rah­men ber gegebenen Möglichkeiten eifern sparen. Bei ber Entscheibung über Anträge auf vor­zeitige Zurückzahlung wirb nicht kleinlich verfahren werben. Die Ursachen eines dringenden Notfalls können verschiedener Natur fein. Auch ber Tod bes eisernen Sparers kann für seine Hinter­bliebenen ein dringender Notfall sein. Die Steuer­freiheit und die Beitragsfreiheit, bie dem eisernen Sparer für bie eisernen Sparbeträge gewährt wor­ben sinb, werben nicht hinfällig. Das Kreditinstitut wirb für bie zurückgezahlten Beträge auch keine Borschuhzinsen berechnen. Jede eiserne Sparerin kann in den letzten vier Wochen vor ihrer Ver­heiratung beantragen, daß ihr bas Eiserne Sparguthaben ganz ober teilweise zurückgezahlt wird. Einem solchen Antrag wird, wenn die Arbeit- nehmerin eine Bescheinigung darüber vorlegt, daß das Aufgebot bestellt ist, in jedem Falle entsprochen werden. Auch nachher Geburt eines Kin­des wird, wenn es erforderlich ist, einem Antrag auf Zurückzahlung des Eisernen Sparguthabens entsprochen werden.

Das Krankengeld der eisernen Sparer unb, bie anberen Barleistungen ber gesetzlichen Kranken­versicherung berechnen sich nicht nach bem Lohn­betrag, ber nach Abzug bes eisernen Sparbetrages verbleibt, fonbem nach bem vollen Arbeits­lohn. Die Ermäßigung bes Beitrages zur Kran­kenversicherung wirb als Belohnung Dafür gewährt, baß ber Arbeitnehmer eisern spart. Sie ist auf bie Höhe bes Krankengelbes ufw., bie bem Arbeit­nehmer im Fall einer Erkrankung gezahlt werden, ohne Wirkung. Die eiserne Sparerklärung kann auch auf 50 Rpf. arbeitstäglich, 3 RM.- wöchentlich aber 13 RM. monatlich lauten. Auch bie Weihnachts- unb Neujahrszuwen- b u n g e n bleiben frei von Steuern unb von So­zialversicherungsbeiträgen, wenn sie ganz oder zur Hälfte eisern gespart werden. Höchstbettrag für die Gewährung von Steuerfreiheit und Beitragsftei-

Lüchertisch.

Wilhelm von Scholz: Claudia Co­lonna. Schauspiel. 78 Seiten. Preis 80 Rpf. Ver­lag von Velyagen & Klasing, Bielefeld und Leipzig. In der von L. Gruenderg und Dr. P. Haber­mann herausgegebenen ReiheVelhagen & Kis­sings deutsche Lesebogen" erschien als Nr. 267 das SchauspielClaudia Colonna"; in Genua im 16. Jahrhundert spielend, gestaltet es einen Stoff, ben ber Dichter in einer Novelle bes Italieners Giovanni Battista Giralbi teilweise vorgebildet fand. Aus Giralbis Geschichte einer Mutter, bie den Besieger ihres Sohnes im Zweikampf für ben Ge­töteten an Kinbes Statt annimmt, entwickelt Scholz einen echten Konflikt: nachbem ber Sieger vergeb­lich versucht hat, seine Schulb durch willige An­nahme des löblichen Richterspruches zu büßen, und auf Bitten ber Mutter, Claudia Colonna, begnadigt worden ist, muß er ihr, die ihn als Adoptivsohn angenommen hat, eine Liebe gestehen, bie mehr ist i als bie Liebe eines dankbaren Kindes. Claudia er­widert diese Neigung, aber sie erkennen beide in schmerzlichem Verzicht die einzige hier mögliche Lösung. In diesem Stück, das bereits an einer Reihe von deutschen Bühnen seine Feuerprobe bestanden hat, kann man eine neue Abwandlung des früher tm Roman gestalteten MotivsUnrecht der Liebe finden, wie überhaupt das Drama in feiner Kom­position unb manchen Einzelzügen z. B. bem Sn* einanberfpielen von Wirklichkeit unb Ueberwirklich' feit im zweiten Bilbe sich charakteristisch in das ©efamtbub bes bichterischen Werkes von Wilhelm von Scholz einfügt. Hans Thyriot

Abba von Äoenigsegg: Die große Pflicht. Roman. 358 Seiten. Brosch. 3,80 RM-, Leinen 4,80 RM. Deutscher Verlag, Berlin. (96) Eine Geschichte aus ber Zeit vor dem Weltkriege, aus bem Leben bes ostpreußischen Landadels. In ber Schilderung einer in mancher Hinsicht verschollenen Welt mit Gesellschaftsszenen unb sozialen Streiflichtern, mit Reitjagd und Leut- nantsslirt, mit Hofball und Erntebier steht bie Er­scheinung eines jungen Mädchens im Mittelpunkt, bas auf die Erfüllung einer Jugendliebe ver­zichtet, um pflichtbewußt das Erbe ber Väter zu bewahren. Hana Ttyrlou

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