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Freitag. November t<H1

9(. Jahrgang Nr. 27!

um die europäischen Völker und ihre alte Kultur

Vernichtung durch den Bolschewismus

SU

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Diese Art zu handeln, ist nun nicht aus einem Prozeh des Denkens entstanden, aus Uebeilegung,

Halbinsel Kerisch ans Halbinsel Krim

vor der retten.

Der Wehrmachtbericht.

DRV. Ausdem Führerhauptquartier, 13. Jlovcmber. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Krim stehen die deutschen Truppen im Angriff gegen die Befestigungsanlagen von Kertsch. Mehrere Küstenbefestigungen, hart südlich der Stadt, wurden genommen. Starke Kampffliegerkräfte griffen owfetifche Schiffe im Hafen von S e w a ft o p o l. in der Strafte von K e r t f ch sowie vor der Rordoft- küste des Schwarzen Meeres an. hierbei wurden drei Kreuzer, ein Zerstörer und fünf grofte Handelsschiffe chwer getroffen. Vombcnvolltrcffer richteten auch in den hafengebictcn grofte Schäden an.

An der übrigen 0 st f r o n t brachten örtliche Kampfhandlungen weitere Erfolge.

Schwere Batterien des Heeres beschossen kriegs­wichtige Ziele In Leningrad sowie Hasen- und Werftanlagen von Kronstadt.

die auf die Zweckmäßigkeit zielen. Nein, sie hat von jeher in uns gelebt, sie ist mit unserem Volk geboren, mit der Welt-Anschauung des germanischen Menschen, der sich eingebettet fühlt in den Strom Gleichgesinnter und in der Gewissheit lebt, duft über der Gesamtheit eine Führung steht, die ihr den,'

Neuyork, 14. Nov. (DNB. Funkspruch.) Das Flugzeug, in dem der Hude Litwinow-Finkelstein die Reise von Kuibyschew nach Teheran an­treten sollte, ist nach einer United-Preft-Meldung aus London seit zwei Tagen überfällig. Aus einer gleichlautenden Meldung der Associated Preß geht hervor, daß sich an Bord des Flugzeuges auch der U8A.-Botschafter bei den Sowjets, Stein­hardt, sowie der Beauftragte des britischen In- formationsdienstes, Sir Malter M o n rt t o n , und ein ober zwei weitere hohe britische Beamte be­finden.

durch die zahlreichen Luftangriffe, die deutsche Luftwaffe gegen Moskau durchführt.

Litwmow-Fcnkeisteins Flugzeug überfällig.

wirkfame Luftangriffe richteten fich gegen Le­ningrad und Moskau.

3m Seegebtet um England beschädigten Kampf- slugzenge am Tage zwei gröftere Frachter durch Bombenwurf.

Sowjetische Seaenanqriffe zerscklaaen.

Berlin, 1.3. Nov. (DNB.) Nach heftiger Ar­tillerievorbereitung versuchten am 12. 11. in einem Abschnitt Im mittleren le il ber D ft front die Bolschewisten einen starken, von Panzern un- terstützten Gegenangriff. In den harten Kämpfen zerschlugen deutscl)es Artilleriefelier unb zum Gegen­stoß angesetzte beutfdyc Panzer die Bolschewisten. Fünfzehn sowjetische Panzerkampswagen, darunter zwei schwerste mit 52 Tonnen, wurden vernichtet. Vier weitere sowjetische Panzer erhielten durch gut- liegende Treffer fo schwere Beschädigungen, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist.

Wir wollten nur Zeit gewinnen."

Was die Bolschewisten vom deutsch-sowjetischen Pakt hielten

Angriff gegen die Veseffigungen von Kertsch.

Sowjetische Kriegs- und Handelsschiffe im Schwarzen Meer von der Luftwaffe chwer getroffen. Wirksame Luftangriffe auch gegen Leningrad und Moskau.

Bnualrme von Aincmcn für die MttagSmmmier bibB'MIbr beb vormittag*

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Panama wird vorgeschickt.

Washington als Orahtzieher der Diskriminierung des japanischen Volkes.

so kommt es in dem Befehl Stalins zum Ausdruck die

3m Feuerbereich unserer Artillerie.

Berlin, 13. Nov. (DNB.) Die deutschen und ru- mänifthen Truppen sind auf der Krim hart an die beiden letzten wichtigen Stützpunkte Kertsch und S e w a st o p o l, die von den Bolschewisten in zum Teil stark auogebauten Stellungen verteidigt werden, vorgestoften. Damit kommen die Verteidi- gungs- und Hafenanlagen dieser beiden Städte, div schon seit langem von deutschen Kampfflugzeugen bombardiert werden, auch Inden Feuerbereich deutscher Artillerie. Nachdem mehrere Kü­stenbefestigungen der Bolschewisten dicht bei Kertsch schon genommen sind, werden die Cinschiffungsver- stiche der Bolschewisten in diesem Halen unter her doppelten Einwirkung von Heer und Luftwaffe fast unmöglich gemacht. Die Versuche der Sowjets, sich über das Asowsche Meer oder nach dem einzigen ihnen noch verbliebenen großen Hafen Nowo­rossijsk in Sicherheit zu bringen, werden von deutschen Flugzeugen unter beträchtlichen Tonnage­verlusten für die Bolschewisten bekämpft.

drohlichen Laae, in der sich die bolschewistische Hauptstadt befindet, haben die Machthaber des Kreml die Ueberwachling der Zivilbevölkerung noch verschärft,lieber Moskau und die angrenzenden Bezirke ist der ' Belagerungszustand ver­hängt. Die Einwohner haben deshalb von 24 bis 5 Uhr in ihren Häusern zu bleiben." So heißt es in einem von Stalin unterzeichneten Befehl des sowjetischen Staatsverteidigungskomitees, der in allen von den deutschen Truppen eroberten Orten um Moskau als Maueranschlag vorgefunden wurde. Personen, die in der genannten Zeit auf der Strafte angetroffen werden, riskiereni den Kops. Sie werden sofort einem Kriegsgericht übergeben und als Provokateure abgeurteilt." Als Hüter der Sicherheit, die Stalin, wie der Befehl eindeutig beweist, von Spionen und Agten bedroht steht, wurde die G P U., verstärkt durch Miliztrup­pen, eingefeßt. Mit der Leitung wurde der Mos­kauer Stadtkommandant General S i n i l o w be­auftragt. Die Tätigkeit dieser nächtlichen Siche­rungskommandos wird allerdings stark erschwert

Die Halbinsel Krim hängt mit dem Festland durch die schmale Landenge von Perekop zusammen, die vor drei Wochen so schwer umkämpst war: und die Halbinsel Krim läuft nach Osten wiederum in eine Halbinsel aus, die Landzunge von Kertsch. Diese Stadt hat auch der Meerenge den Namen gegeben, die vom Schwarzen ins Asowsche Meer führt und die Krim vom Nordkaukasus scheidet.

Kertsch gehört zu den ältesten Städten Europas. Es wurde ckls Kolonie von der griechischen Stadt Milet in Kleinasien vor mehr als 2500 Jahren ge­gründet. Die Griechen holten von Kertsch Getreide, Holz, Häute und getrocknete Fische alles Han­delswaren, die vom Altertum über das Mittelalter bis in unsere Tage für die eigentlichen Mittelmeer, länber sehr wichtig sind. Später residierte in Kertsch Mithridates, der König des bosporanisck)en Reiches. Er war ein gefährlicher Feind der Römer, wurde besiegt und gab sich auf dem Mithridatesberg bei Kertsch den Tod. Später saßen hier Byzantiner, Ta. taren, Genuesen, Türken und zu allerletzt erst feit 1783 die Moskowiter.

Kertsch selbst präsentiert sich vom Meer aus sehr stattlich. Das kommt von seiner Lage an den SVü- stenhügeln, die 70 oder 80 Meter aufsteigen und die auch heute noch die ausgedehnten Befestigungswerke tragen. Ader das ist nun auch alles, was zum Lob dieses Teils der Krim gesagt werden kann. Von der Landenge, die die Halbinsel Kertsch mit der Halb- insel Krim verbindet, bis Kertsch herrscht Steppe, die genau so eintönig ist wie die Steppe in ber Süd- Ukraine. Der Graswuchs fehlt, bafür ist der Boden mit zahllosen Versteinerungen bedeckt, aus denen auch größtenteils der Bahndamm besteht, ber das Festland mit der Halbinsel Krim verbindet. Aber dieser öde Boden ist reich an Schäften. Vom Kau­kasus her ziehen sich Erdöl- und Asphaltgänge unter der Meerenge von Kertsch bis auf die Halbinsel. Das Erdgas wirst Schlammvulkane auf. Ihre Schlamm, lava wird zu Heilzwecken benuftt. In mäßiger liefe lagern große Eifenerzvorkommen, deren Nußung

Punkt ber chinesischen Front zu überführen. Die Piloten, beren Zahl nicht genannt wirb, finb be­reits seit zwei Monaten in Ausbildung. Die Flug­zeuge wurden China von den Vereinigten Staaten zemäh den Bestimmungen des Pacht- und Leih- defeftes zur Verfügung gestellt, auch die Gehälter der Piloten werden aus dem Lend-Lease-Fonds ge­zahlt.

Finnlands Antwort.

Hnll sucht nach Andrcdcn.

Berlin, 13. November. (DNB.) Der starke Ein- druck, den die würdige und klare Antwort Finn­lands auf die dreisten Zumutungen Washingtons in der gesamten Weltöffentlichkeit heroorgerufen hat, veranlaßte den U8A-Außenminister HuU zu der billigen Ausrede, daß erden Text der Antwort Finnlands noch nicht gesehen habe". 3nf gleichen Atemzuge versicherte er dann allerdings, erglaube", daß Finnland der eigentlichen Kernfrage der USA.. Vorschläge aus dem Wege gehe (!). Dabei hat Finnland in seiner umfangreichen Note mit größter Gewissenhaftigkeit jeden einzelnen Punkt der nord- amerikanischen Argumente aufgegriffen und schla­gend widerlegt. Zum Schluß der Ausführungen Hutts wird dann noch die Hoffnung ausgesprochen, daß die Finnen fich doch noch der demokratischen Tradition erinnern möchten, mit der das USA.-Volt sie immer verknüpft habe, und daß sie sich nicht unwiderruflich mit Deutschland festgelegt hätten, was den Verlust ihrer Freiheit und ihrer demokratischen Einrichtungen bedeute. Die finnische Antwort hat vor aller Welt klar herausgestettt, welche Kluft in der Auffassung über Demokratie zwischen Finnland und den USA. besteht. Das finnische Volk hat un­beeinflußt und nur feinen nationalen Lebensnot­wendigkeiten folgend eine eindeutige Entscheidung gefällt. Denn es kennt aus jahrhundertealter Ersah- rung den Todfeind seiner Freiheit und seiner trabi- tionellen Einrichtungen zu genau, als baß es hier­über die schulmeisterlichen Ermahnungen der Wa- shingtoner Patentdemokratei, nötig hätte.

Nur knappe Mehrheit für die Aenderuncr des Aeutralitätsgeseheel. IDaf fjlnglon, 14. Nov. (Luropapreft.) 7NU ber knappen Mehrheit von 212 gegen 194 Stimmen wurde vorn USA.-Repräsentantenhaus bas Gesetz über die Revision des Reutralitälsgefehes angenommen.

Die USA. weisen argentinische Fleischsendunq zurück.

BuenosAires, 14. Nov. (DNB. Funksvruch.) Die argentinische Presse kritisiert lebhaft die Zurück- weifung einer neuen Sendung von 500 000 Pfund argentinischen Büchsenfleisches durch die USA.-Behörden. Aus dem Bericht eines Vertreters der argentinischen Fleischinteressenten in Neuyork geht hervor, daß nur ein halbes Prozent untauglich gewesen sei. Das BlattRazdn spielt aus den starken politischen Einfluß der USA.»

Tokio, 13. Nov. (DNB.) Die Maßnahme P a nomas zur Ausschließung sämtlicher Japaner aus dem Geschäftsleben des Landes hat in Japan einen Sturm der Entrüstung hervorge- rufen. Die gesamte Presse geißelt in scharfen Leit­artikeln das Vorgehen Panamas als eine unerhörte Diskriminierung des japanischen Volkes und weist gleichzeitig mit aller Deutlichkeit darauf hin, daß der Rassegesichtspunkt nur ein Vorwand sei und sich hinter dem Verhalten Panamas in Wirklichkeit nur ein weiterer Schlag R o o s e v e l ts gegen Iapan verberge. Es ist gewiß so schreibt die ZeitungNitschi Nitschi" daß hinter dem neuen Gewo'takt Washington als Drahtzieher steht. Die Maßnahme Panamas ist lediglich ein neuer Be­weis für die internationale Brandstiftertätigkeit der Vereinigten Staaten.Kokumin Schimdun" sagt, daß nunmehr endlich aller Welt die wahre (Sin- Ftettung der USA. gegenüber Japan enthüllt wor­den fei. Die japanisch-amerikanischen Beziehungen eien dadurch gespannter denn je, wenn un­ter diesen Umständen der Kriegsfunken auf den Pazifik überspringt trage Amerika allein die Ver­antwortung.

Japanische Rückwanderer.

Tokio, 13. Nov. (Europapreß.) dieTatuta Maru" trifft am Freitag mit 635 japanischen Rückwanderern, aus den Vereinigten Staaten kommend, in Yokohama ein. DieTatuta Maru" ist das erste der drei von der japanischen Regierung zur Heimholung japanischer Staatsbürger nach den Vereinigten Staaten entsandten Schiffe: !>ic beiden anderen Schiffe, dieTaiyo Maru" unb bteHikawa Maru", sollen binnen kurzem von San Franzisko nach Yokohama zurückkehren mit einer Hoch unbekannten Zahl von Heimkehrern an Bord.

Die Führer der japanischen Parlamentsqruppen bei Tajo.

Tokio, 13. Nov. (Suropaprefc.) Der japanische Ministerpräsident Tojo empfing die Vertreter der verschiedenen Gruppen des Parlaments. Tojo unter- itrich die Notwendigkeit einer weiteren Festigung der vereinigten Front der japanischen Nation und ührte die Gründe auf, die die japanische Regierung \ur Einberufung einer Sondersitzungdes Reichstages veranlaßt hätten. Er sprach die Hoffnung aus, daß die dem Parlament habet zur Borlage kommenden Gesetzentwürfe die Zustimmung sller finden würden.

©er Kommandant der llGA.-FreiwiNigen in TschunaHna.

S ch a n 91) a i, 13. Nov. (Europapreß.) Der Rom- manbeur ber freiwilligen norbarnerikanischen Pi' ! loten, hie sich Tschiangkaischek zur Verfügung stellen wollen, Oberst Claire Henault, ist zu Bespre­chungen mit bem Befehlshaber ber chinesischen Cuft- wasse in Tschungking eingetroffen. Die Nordamerika- I Nischen Piloten sollen einegewisse Zahl" von | nordamerikanischen Maschinen in 'Burma konzen­triert haben, um fte nach Tschungking bzw. einen

bisher durch Beimengungen von Phosphor unb Schwefel eingeschränkt würbe. Phosphor und ©dyrnc- fei machen Elfen spröde und heben seine Gebrauchs- fähigkeit auf. Allein, seit 60 Jahren hat die beutfd)e Industrie auf den ganz ähnlichen lothringischen Mi- nette-Erzen eine blühende, großartige Eifenverhüt- hing aufgebaut. Das Erzvorkommen auf ber Halb­insel Kertsch ist der größte ungehobene Eisenschaft der Sowjetunion. Die Bolschewisten haben co auf 2722 Mitt. Tonnen geschätzt. Die Ausbeute war 193« erst auf 852 000 Tonnen Jahresproduktion gestiegen, stand also hinter Kriwoi-Rog nod) weit zurück. Die Kertscher Erze lassen fid) jedoch mit modernen Me­thoden gut verhütten. Das geschah nld>t nur in Kertsch selbst, sondern auch in Mariupol und Tagan­rog, die bereits in deutscher Hand sind. Es ist daher fehl Zweifel, daß auf lange «sicht gesehen her Halb­insel von Kertsch eine große Zukunft bevorsteht.

Belagerungszustand in Moskau.

Berlin, 13. Nov. (DNB.) Angesichts her

Viehzüchter an, welche auch schon die Einfuhr von argentinischem Kühl- unb Gefrierfleisch ver- hinberten. Deutlicher nod) wirb bte Zeitung , Pam- pero", bie von USA.-Sabotagc gegen bie wirtschaft­liche Entwicklung Argentiniens schreibt. Selbst bie (Sritica" kann nicht bie Besorgnis ber argen­tinischen Viehzüchter über bie Lage verhehlen.

Der Zahlenakrobai.

Vor Monaten erklärte Herr Churchill seinem Volk, baß es nicht zweckmäßig wäre, regelmäßig Zahlen­angaben über bie Opfer ber Atlantik Schlacht zu machen. Er würde sich deshalb vorbehalten, hi grö- fieren Zeitabständen summarisch Zahlen über Den Tonnagekrieg bekanntzugeben. Am Mittwock) hat er diese damalige Ankündigung erstmals wahrgcmart)t. Er jonglierte dabei in der Hauptsache mit zwei Zah­len. Bis zum Juni dieses Jahres wäre der britische Tonnageverlust im Monatsdurchschnitt 500 000 Ton­nen gewesen. Seit Juni dis Ende Oktober dagegen sei er auf ungefähr 186 000 Tonnen im Monat zu- rückgegangen. Damit wollte er beweisen, daß die Atlantik-Schlacht fid) zu Großbritanniens Gunsten entwickelt habe. Nun weiß man von Churchill, daß seine Zahlenakrobatik besonders gewagt ist. Er setzt die Zahlen 110 willkürlich zusammen, um nach dem Grundsatz zu verfahren: Mit Zahlen läßt fid) alles beweisen. Churchill hat aber schon bei früheren Gelegenheiten die Erfahrung machen müssen, daß feine Zahlenkunststücke den deutschen Wehrmachtbe­richten nicht standhalten. Dauad) sind in den Mo­naten März bis Juni unter den Einwirkungen deut­scher See- und Lnftstreitkräfte für England insge- samt 3 233 161 BRT. oder über 800 000 im Mo- natsdurchschnitt verloren gegangen. Von Juli bis ein- schließlid) Oktober 1911 betrugen die britischen Han- delsschiffsverlnste 2 069.500 BRT., gleich über 500 000 im Monatsdurchschnitt. Churchills Lügen haben fid) also schon nach weniger als 24 Stunden totgelaufen. Dabei ist, wenn man bie Zahlen Churchills mit benen her beutfdjcn Mehrmachtberichte nebenein- anberftellt, nod) besonbers zu beachten, baß bie in den Monatsberichten bes Oberkommandos der Wehr­macht genannten Verfenkungsziffern nur bie Min- heftnerhifte finb, in hie die Tonnage nur derjenigen Schiffe ausgenommen ist, deren Sinken mit Be­stimmtheit beobachtet werden konnte Verluste burd) Minen ober beschäbigte Schiffe wurden nicht berücksichtigt.

Genf, 13.9100. (DNB.) Der Hauptschriftleiter ber Reuyorker MittagszeitungPost Meribian", I n lerfoll, berichtet in einem Artikel über seine teiseeinbrücke in ber Sowjetunion, man habe in Moskau versichert, baß bie Haltung ber amerika­nischen Kommunisten gegenüber ber U8A.-Regie- ung töricht gewesen sei. Die Ansicht sei immer wie- »er geäußert worben, sobalb über ben beutsch-sow- etischen Pakt gesprochen würbe. Ihm sei in ber Sowjetunion versichert worben,jeher Tor hätte es» eben können: wir wollten nur Zeit ge­winnen unb mußten beshalb ben Deutschen gegenüber Iföflid) sein. Die Sowjetunion hat Niemals Deutschlanb helfen wollen, Gng-, anb zu schlagen unb hat besyalb ben Deutschen f o wenig wie möglich an Lieferungen ge­geben."

Die Mitteilung bes amerikanischen Journalisten bestätigt nur, was wir seit bem 22. Juli vorigen wahres aus ben bamals von Reichsauhenminister non Ribbentrop der Weltöffentlichkeit vorgelegten Dokumenten wissen und was seitdem durch den Feldzug in ber Sowjetunion selbst tagtäglich er­härtet worben ist. Die Bolschewisten haben ben Nichtangriffspakt mit Deutschlanb lebiglid) bazu bc- nitzt, um Zeit zur Vervollstänbigung ihrer Rüstun- >zen zu gewinnen. Hinter ber Kulisse eines freunb- chaftlichen Einvernehmens mit Deutschlanb wurde >er gigantische Aufmarsch vorbereitet, der, sobald bie Gelegenheit günstig erschien, bie bolschewistischen ringriffsarmeen über bie beutschen Grenzen führen olltc. In welch ungeahntem Ausmaß bie Macht­haber bes Kreml ihre Rüstungen vorangetrieben hatten unb schwerste Angriffswaffen aller Art bc- reitgestellt waren, um Tob unb Verberben über gant Europa zu bringen, bavon haben sich in- zivi, -en Millionen deutscher Soldaten mit eigenen klugen überzeugen können. Daß auch die gesamte Sowjetindustrie in den Dienst dieser gewaltigen Kriegsmaschine gestellt war, ist inzwischen eben­falls hundertfach feftgeftellt worben. Wenn man gcrabe in Washington immer bemüht ist, bie Sam­ets als bie UeberfaUenen hinzuftellen, so hat es »inen eigenen Reiz, baß es ein amerikanischer Journalist ist, ber Moskaus Tarnungsmanöver ein­deutig feftfteUt. Der Führer war es, her mit feinem Entschluß vom 22. Juni cs verhindert hat, daß diese Täuschung ben Sowjets geglückt ist. Die beutsche Wehrmacht hat rechtzeitig zum Schlage ausgeholt,

Freiheit oder Willkür?

Es kehrt nicht um, wer an einen Stern gebunden ist." Dieses woyl schönste unb weiseste Wort eines der tiefsten unb umfassendsten Okifter der Mensd)en. geschichte, de» Meisters Lionardo, mag am Anfang einer Untersuchung über das Wesen der Freiheit stehen, so wie wir Deutschen es zu allen Zeiten er­fühlt haben. Wie der Lichtstrahl nid)t vom Sturm bewegt wird, so haben die Besten unseres Volkes und in ihrer Gefolgschaft in Hochzeiten unserer Geschichte bie Gesamtheit trotz aller Haßwort» unb ber ungezügelten Wut allzu redegewandter de­mokratischer Anwälte niemals von der Erkenntnis gelassen, daß Freiheit an den unauslöschlichen Stern unseres Volkstums gebunden ist, unb daß sie, reckst verstanden, Opfer unb Bindung bedeutet.

Diese Erkenntnis freilich ist uns nicket in den Schoß gefallen. Das deutsche Volk hat bte härteste Schule ber Prüfungen durchmack)en müssen, um zu erkennen, daß Freiheit nicht in der Verzerrung und Verleugnung der Wirklichkeit besteht, daß sie auch kein selbstgefälliger Besitz ist, sondern ein un­ablässiges Arbeiten,seine Willkür zu bcfd)ränfen", wie es Goethe in den Lehrjahren sagt. Wir wissen es heute alle und handeln täglich der Scnbung un­seres Volkes gemäß, wenn wir den Begriff ber Frei­heit nicht mehr loslösen wollen von dem ber Ge­meinschaft trnb ber Zucht. Zucht als soldatische Hal­tung verstanden, für bie es ja gerade in diesem Kriege eine überraschende Zahl von Beispielen gibt. Viele unserer jungen Soldaten haben, als (91 ich der größeren Gemeinschaft unter straffer Führung stehend, Taten vollbracht, die nur ein innerlich freier Mann, der aus Selbstverantwortung zu handeln weiß, vollbringen kann. Sie alle wurden geleitet von dem wundersamen Zlisammensviel der Kräfte eines Volkes, das sich selbst unter seiner Führung in Ordnung" weiß, bas bie Bindung kennt, um durch sie die innere Freiheit des Handelns zu er­werben.

lyz. Jahrgang llr.271 JWf A. sreil

Gießener Anzeiger

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