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ebenfalls persönlich, wenn auch nur oberflächlich.

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Neue Tarifordnungen im Wirtschaftsgebiet Hessen.

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Ümmfahrgast und warf sich sichtlich in die Brust. Tz, tz, tz!", machte die Schaffnerin hochachtungs- und dann entspann sich ein Gespräch über die

Sprechstunde des Kreisleiters.

ie Sprechstunde des Kreisleiters findet nerstag, 14. 8. 41, nachmittags von 15 jUUHr, in Gießen statt.

Mich ftir; ^deutsche &

Verdunkelungszeit

13. August von 20.53 bis 5.56 Uhr.

Prosessoi- Erik, mit dem er in fortgesetzter Füh­lung steht, ist der gleichey Ansicht wie er.

Aber der Ingenieur hat sich mit der einen Autori­tät nicht zufrieden gegeben. Er hat sich auf den Hosenboden gesetzt und gebüffelt, hat die Kompen­dien uizd Grundrisse der Brennstoffchemie durchge- wälzt und eine ganze Bibliothek von Spezialwerken gelesen.

Und immer klarer hat sich ein Bild heraus­gearbeitet, das zu verwirklichen nun sein Ziel ist.

Wird nicht auch bei der Verbrennung, die stund- lich und sekundlich im menschlichen Körper stattfindet, ebenfalls Kohle an Sauerstoff gebunden und in Form von Kohlensäure ausgeatmet?

Nun also!

Um diese giftige Kohlensäure, die sich schon immer aus den Lungen der Matrosen bei jeder Unterwasser­fahrt bildet, unschädlich zu machen, gibt es längst ein in der Praxis vorzüglich bewährtes Mittel: Kaliumhydropid.

Hoffentlich hat nicht Nissen Dominik den alten, angebahnten Weg verlassen und ist zu den gleichen Ueberlegungen gekommen! Es wäre Lietzendorf nichts unangenehmer, als wenn seine Erfindung mit* der anderen kollidieren könnte.

Nicht bloß wegen der zu erwartenden Streitereien.

Sondern tr mochte nicht in den Verdacht kommen, als sei an seinem Schaffen auch nur ein Teilchen, das fremdes geistiges Eigentum ist.

Das ist er sich selber schuldig. Und das ist er auch Nissen Dominik schuldig, demgegenüber er doch irgendwie ein schlechtes Gewissen hat.

Gewiß, er hat sein Arbeitsverhältnis anständig und ordentlich gekündigt, wie das seine Pflicht war, und er hat bis zum letzten Augenblick auf der Do- minik Werft seinen Posten ausgefüllt, wie fidi das für ihn gehörte.

Trotzdem!

Er wird ein häßliches .Gefühl des Unbehagens nicht los. Und wenn es nur darum ist, daß er zu Mattheus Lind gehen und damit das Mißtrauen Friedrich Dominiks gegen ihn bestätigen wird.

Das ist natürlich Unsinn! Die Zusammenarbeit mit dem alten Herrn war auf die Dauer unerträg­lich, und jede andere Werft ist genau so Konkurrent wie die Norddeutsche.

Trotzdem! Trotzdem!

(Fortsetzung folgt.)

einen besonderen Nevers unterschrieben. Darin ist von Werkspionage, von Gefängnis- und Zuchthaus­strafen die Rede.

Lietzendorf hat sich also gesichert.

Seine Leute arbeiten mit Lust unb Liebe. Bei solch einer Aufgabe gibt heute jeder in Deutschlaild sein Bestes.

Außerdem werden sie anständig bezahlt.

Und vor allem! Den Schlossern, die ja alle Fachleute sind, imponiert ihr neuer Chef. Die ftoiv struktionszeichnungen sind mit äußerster Genauig­keit gemacht. Da fehlt an keinem Bohrloch die Tiefenangabe, bei keiner Schraube die Größe und Form, bei keinem Blech die Beschreibung von Härte und Material.

Kein Mensch hat es Lietzendorf angesehen, daß so viel in ihm steckt. Da paart sich ein ungewöhnlich großes Wissen mit einer Arbeitskraft und Erfin­dungsgabe, wie man sie nur bei ganz seltenen Köpfen findet.

Und er ist hinterher. Er ist morgens der erste in der Werkstatt. Und abends, wenn alle Leute fort sind, schuftet er allein noch stundenlang.

Hauptsache ist, daß er zum Frühjahr fertig wird. Länger wartet ßinb auf keinen Fall. Es hat so schon schwer genug gehalten, diese paar Monate heraus- $ Glüc?licherweise haben alle Berechilungen und Konstruktionen sich bisher als zuverlässig und ein­wandfrei erwiesen.

Zur Verwendung kommt eine schnellaufende Die- selmaschine, die nur insofern von anderen Motoren dieser Art abweicht, als zur Ersparung von totem Gewicht an Stelle von schweren Metallen zum größ- ten Teil Duralumin Anwendung gefunden hat. Duralumin ist sehr leicht. Es besteht im wesent- sichen aus Aluminium, dem durch Zusatz von kleinen Prozentteilen Magnesium, Kupfer unb Mangan große Festigkeit und hohe Zähigkeit verliehen ist. Es besitzt überdies Widerstandsfähigkeit gegen ver­dünnte Säuren und Witterungseinflüsse, ist also das idealste Baumittel für den geplanten Zweck.

Der Dieselmotor steht längst bereit. Und nun kommt es eben darauf an, ihn mit Zusatzappara- turen zu versehen, mit deren Hilfe er auch unter Wasser laufen kann.

Lietzendorf sieht seinen Weg ganz klar vor sich.

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Die Dominiks.

Roman von Hellmuth M. Böttcher.

das bewährte Hausmittel bei: Hautaussch lägen, Verbrennungen Ätzwunden, Wundgehen, bei rauher, rissiger Haut und ähnl. Hautschäden

Auch in der Säuglingspflege

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Kein Frischobst-Verkauf durch den Erzeuger an den Verbraucher

Eine erneute Aufklärung und Warnung.

verpflege, das die Schafsnerin mit einigen eige- l Erfahrungen würzen konnte. Natürlich wurde i Gespräch durch die dienstlichen Obliegenheiten Frau Schaffnerin hin und wieder unterbrochen, r es hielt an, bis der Stammfahrgast ausstieg, t die Schaffnerin rief dem Vater noch-nach:Na, In gratilier' ich auch schön!"

sZirklich, manchmal ist das Straßenbahnfahren t recht unterhaltsam. Man erfährt allerhand [ei. Zum Beispiel über Kinderpflege. H. T.

Vornotizen.

Tageskalender für Mittwoch.

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veröffentlicht worden sind und in den Amtlichen Mitteilungen des Reichstreuhänders der Arbeit vom 10. und 25. 8. 1941 erscheinen werden.

Die Tarifordnung für das Metallhand - werk stellt eine wesentliche Vereinfachung in den Arbeits- uub Entlohnungsbedingungen des Metall- Handwerks dar. Sämtliche Berufszweige des Me- tallhandwerks, deren Arbeits- und Entlohnungsoer- hältnisse bisher in 11 voneinander abweichenden Tarifordnungen mit sieben verschiedenen Orts­klassen geregelt waren, sind nunmehr in einer Tarifordnung mit vier Ortsklassen zusammenge­faßt. Die zahlreichen, aus der Vielzahl der seit­herigen Tarifordnungen fich ergebenden Verschie­denheiten sind nunmehr beseitigt. Die Löhne sind unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Ent­wicklung den gegebenen Verhältnissen entsprechend neu festgesetzt worben. Die Tarifordnung tritt mit dem Beginn der Lohnwoche, in die der 15. August 1941 fällt, in Kraft.

Im Zuge der Neuordnung der Angestelltenge­hälter sind nunmehr auch die Lohn- und Arbeits­bedingungen der kaufmännischen und technischen Angestellten in den Betrieben der Chemischen Industrie und den Betrieben des gesamten Holz- und Schnitz st offgewerbes durch Tarifordnungen geregelt worden.

Außerdem wurde eine Gehaltstarifordnung für die kaufmännischen und technischen Angestellten einschließlich der Poliere und Schachtmeister des Bau- und Baunebengewerbes erlassen.

Die neuen Angestellten-Tarifordnungen treten am 1. September 1941 in Kraft.

Heimkehrurlaub für entlassene (Soldaten einheitlich 14 Tage.

Lpd. Den vorwiegend viele Monate an der Front gestandenen und dgnn entlassenen Soldaten und Reichsarbeitsdienstmännern wird vor Antritt der Arbeit an ihrer früheren Beschästigungsstelle zur

lus der Stadt Gießen. I

Auf der (Straßenbahn-Plattform.

as ist wahr: sehr unterhaltend ist das Straßen- ui nfahren zumeist nicht-, man sitzt oder steht da und

:t, das heißt: man wird gefahren; man ist damit Migt, sich befördern zu lassen nicht im ng, auf der Strecke natürlich!; mehr oder weniger man, ja, und sonst geschieht meist nicht viel.

Jur die Stammgäste haben es besser. Ich meine .migen, die jeden Morgen und Nachmittag mit eiben Bahn fahren, auf dem Wege zu oder von

Arbeit. Diese Stammfahrgäste kennen ihre offner, und die Schaffner kennen sie, die Schaff- .men natürlich erst recht. Man begrüßt sich und t miteinander über dies und das. Man tauscht i( i ein paar Bemerkungen über das Wetter oder ciftige Dinge aus, und soweit der Dienstbetrieb der

i loria-Palast, Seltersweg:Friedemann Bach".

Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Musketier er III".

der sehr beschränkten Schlüsselgewalt überhaupt nicht einen Darlehnsvertrag schließen, können keine Sicherheiten geben, können nicht ..."

Martha Lind unterbricht ihn erregt.

Und daran läßt sich nichts ändern?" ,

Nur durch Ehevertrag. Und dazu gehören, wie zu jedem Vertrag, mindestens zwei Personen und eine Verständigung. Und ob nach meiner Kenntnis­nahme des Zerwürfnisses zwischen Ihnen und Herrn Lind eine Freigabe Ihres Vermögens durch Ihren Mann erfolgen wird, möchte ich bezweifeln."

Martha braucht ein paar Sekunden, um Ordnung in ihren Denkmechanismus zu bringen.

Also so ist das.

Friedrich Dominik braucht Geld. Und sie kann es ihm nicht beschaffen. Sie kann nichts leihen. Sie kann ihre Effekten, ihre Hypotheken, ihre 'Beteili­gungen nicht verkaufen, nicht belasten. Arme reiche Frau. Arme reiche Frau.

Wernst erhebt sich höflich.

,Ich bitte Sie, gnädige Frau, überzeugt zu sein, daß mir die Unmöglichkeit, Ihnen dienen zu können, sehr schmerzlich ist. Aber aber vielleicht laßt sich ein Arrangement mit Hilfe des Herrn Dominik treffen. Ich habe das zwar früher abgelehnt aber ich könnte mir denken, daß sich doch em Weg smden

Der'Bankdirektor weiß nachher selbst nicht, wie er dazu gekommen ist, diesen Nachsatz hinzuzufugen. Vielleicht tragen die traurigen, schmerzschweren Augen Martha Linds daran ihre Schuld. Man ist ja nicht bloß Jurist, nicht bloß Bankier auch ein bißchen Mensch, auch ein bißchen Mann.

Er verabschiedet sich mit einer gewandten Ver­beugung. Setzt sein Alltagsgesicht auf. Ganz Jurist. Ganz Bankier.

Martha ist ihm bis in die Mitte des Zimmers gefolgt.

Keine Hilfe für Friedrich.

Keine Hilfe---,

Lietzendorf ist schön vorangekommen

Seine Leute wissen, um was es geht. Er hat sie darauf hingewiesen, daß seine Erfindungmeine Erfindung hat er gesagt. von umwälzender Be­deutung für die deutsche Rüstung sem wird, und daß sie deshalb unter allen Umständen geheimge- halten werden muß. Jeder Arbeiter hat außerdem

Wiktor hinaus will.

Wie meinen Sie das, Herr fernst.

Nun nach dem bürgerlichen Recht liegt im gemeinen die Verwaltung des prauenoermogens ii der Hand des Mannes, ist also der Frau ent- Wn. Ich nehme aber an, daß zwischen ^nen unb Sjtem ... Herrn Lind ein sogenannter Avvertrag bisieht, wonach Sie sich die Verwaltung Ihres Der- nocrens ober wenigstens eines Telles m der Form ds Dorbehaltgutes reserviert haben.

firau Lind muß Nachdenken.

Der Vertrag müßte vor dem Notar oder vor hn Gericht geschlossen sein", hilft Wernst nach. ' Cie schüttelt den Kopf .. f

Nein, ein solcherVertrag besteht nicht. Ich kann Kid) nicht entsinnen." , . . ra.,

2 er Bankmann macht ein sehr bedauerndes Ge ki.

' .Das stellt allerdings die Situation in em ganz unteres Licht, gnädige Frau. Dann können. Sie sich V ohne Zustimmung Ihres Mannes nicht ver suchten. Dann können Sie ja außer ___

Am Ditry'Tage, dem Tage der Feuertaufe des Regiments, wird wie alljährlich ein Kran^ am 116er-Denkmal niedergeleat werden. Eine Anzahl Kameraden hat sich auch in diesem Sommer eifrig am Schießsport beteiligt. Die Tagung sand zum ersten Male unter Verwenduna der von Kamerad Herrn. Fuhr gestifteten Reichskriegerflaage statt. Mit Sieg-Heil auf Führer und Volk schloß Käme- rai> Schneider die schön verlaufene Versamm­lung, zu deren gutem Gelingen auch Küche uni> Keller des Kameraden Ruhl ihr Teil betrugen.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoieh-Verteilungsmarkt) in der Viehoer- sleigerungshalle Rhein Main kosteten Ochsen <jS bis 45, Bullen 40,5 bis 49,5, Kühe 20 bis 44, Färsen 36,5 bis 45,5, Kälber 20 bis 57, Schafe 20 bis 40 Rpf. je ' - Kilo Lebendgewicht. Für Schweine wur­den je Kilo Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26, bl (135 bis 145,5) 1,26, b2 (120 bis 134,5) 1,24, c (100 bis 119,5) 1 20, d (SO bis 99,5) 1,14, cf (unter 80 Kilo) 1,10, ßl (fette Sauen) 1,26. i (Altschneider) 1,24, g2 (an­dere Sauen) 1,14, h (Eber) 1,14 RM. Marktver­kauf: Alles zugeteilt.

*

** Reichsbahn- und P o st - U n t e r r i ch t t« d e r K a u f m ä n n i \ d) c n Berufes ch u le Gieße n. Um die Berufsausbildung des Nach­wuchses der öffentlichen Verkehrsinstitute zu ver- bessern, wunde an der Kaufmännischen Berufsschule zu Gießen mit Genehmigung der zuständigen odpil- behände eine "Abteilung für Reichsbahn-Junghekfer unb Postjungboten eingerichtet. Die Schüler er­halten in ben drei Lehrjahren entsprechenden aus- steigenden Klassen an wöchentliä) zwei Halbtagen 8 -stunden (zur Zeit infolge der Kriegsverhaltnisse gekürzt) gemeinsamen Unterricht in folgenden Fächern: Wirtschaftskunde mit Schriftverkehr, Buch- sührunq kaufmännische und Verwaltungsbuchfuh- rung), Rechnen, Kurzschrift, Maschinenschreiben, Deutsch unb Reichskunde. Getrennten Unter rillst er­halten sie dagegen an den genannten Halbtagen m ihrer speziellen Berufskunde. Die Reichsbahnjung- Helfer erhalten wöchentlich zwei Unterrichtsstunden in Eisenbahn-Betriebs- und Verkehrskunde, die von Beamten der hiesigen Reichsbahndienststelle, den Oberinspektoren bzw. Inspektoren K l i f f m ü 11 e r , Müller und Pfaff, erteilt werden. Die spezielle Berufskunde der Postjungboten erstreckt sich auf Postbetriebskunde und Posterdkunde. Um in diesen Abteilungen ebenfalls den Unterricht so berufsnahe wie nur möglich zu gestalten, wurde ein Mitarbeiter des hiesigen Postamts, Postbeamter Hill, mit bcr Erteilung des speziellen .Berufsuntervichts beauf­tragt.

Strafkammer Gießen.

Die Marie Schneider aus Durgbracht, wegen Diebstahls und Betrugs bereits ganz erheblich vor­bestraft, hatte sich gestern wegen Rückfallsdieb - stahls und -betrug-3 zu verantworten. Mit neunzehn Jahren verheiratete sich die Angeklagte. Aus der in­zwischen geschiedenen Ehe ging ein Kind hervor, das bei den Eltern der Angeklagten lebt. Anstatt

Und 2 Stunden später? ®

Der erste Schrift in den taufri­schen Morgen ist noch voller Schwung. Aber bald wird das Hühnerauge zu bohren anfan. gen. Alsö lieber vorher Elastocon» mit dem Filzring drauflegenl m

Der Ankauf von frischem Obst durch den Ver­braucher unmittelbar bei dem Erzeuger ist durch eine Anordnung der Hauptvereinigung der Deut- chen Gartenbauwirtschast vom 11. 7.1940 auf Grund der Ermächtigung des Reichsministers für Ernäh­rung und Landwirtschaft vom gleichen Tage ver­boten worden. Von diesem Verbot besteht nur die Ausnahme, daß ein Verkauf von Frischobst durch den Erzeuger an den Verbraucher auf ben Wochen- Märkten erlaubt ist unb auch an solche Verbraucher, die in derselben Gemeinde bei Eingemeindunaen am selben Ortsteil wie der Erzeuger ansässig inb. Diese Vorschriften haben den Zweck, in ben Gebieten der Bezirksabgabestellen die Obsternte ord­nungsgemäß zu erfassen, um die Bedarfsgebicte und damit die gesamte Bevölkerung gleichmäßig über die Einzechandelsgeschäste und die Märkte be­liefern zu können.

Leider ist in der letzten Zeit diesen Anordnungen von Verbrauchern in steigendem Maße zuwider gc- handelt worden, indem sich Volksgenossen aus 6c- nach barten Städten auf der Bahn, mit Wagen, Rädern ober zu Fuß in die Erzeugunasgebicte be­geben und zum Teil wesentlich über ihren Bedarf hinaus Waren aufgckau'ft haben, mitunter in jeder greifbaren Menge und zu jedem Preis. Ein solches Vorgehen schädigt die allgemeine Versorgung und

die in der Mehrheit befindlichen Vcrbrauchcrkrcise die auf Belieferung durch ihren Händler angewie en sind. Insbesondere werden hierdurch den zahllo en arbeitenden Volksgenossen, die einfach nicht die Zeit und das Geld haben, durch Fahrten ins Erzeuger- gebiet sich Obst und Gemüse zu verschaffen, wichtige Ernährungsmittel entzogen.

Für die Durchführung auch einer geordneten Win­terversorgung und zur Beschaffuna der notwendiaen Brotaufstrichmittel ist außerdem die Belieferung der Verarbeitungsbetriebe ununigänglich erforderlich, die ihrerseits auch den Getrünkebedars für die arbeitende Bevölkerung wie auch für die Wehrmacht sicherzu- ftellcn haben.

Die genannte Verbotsbestimmung, die ungeänbert in Kraft ist, wird daher hiermit nochmals in allge­meine Erinnerung gebracht. Volksgenossen, die den­noch versuchen, triefe Bestimmung zu umgehen, haben nicht nur mit der Abnahme des aufgekauften Obstes zu rechnen, sondern setzen sich auch strengster Bestrafung ans. Die Erzeugerschaft ist erneut an­gewiesen, Obst nur an die Ortssammelstcllen bzw. die zugehörigen Bczirksabgabestellen, sofern diese eingereicht sind, abzuliefern und die direkte Abgabe an von auswärts kommende Verbraucher 06311- lehnen.

Regelung ihrer persönlichen Angelegenheiten eine gewisse Freizeit, der sogenannte Hcimkehrurlaub, gewährt. Voraussetzung für die Gewährung dieses Heimkchrurlaubs ist, daß der entlassene Soldat seit dem 1. September 1939 mindestens insgesamt drei Monate Wehrdienst außerhalb seines ständigen Wohnsitzes geleistet hat. Der Heimkehrurlaub be­trägt einheitlich 14 Kalendertage. Während dieser Zeit erhält das Gcfolgschaftsmllglied seine Wehr- machtsgebührnisse fort, also den bisherigen Wehr- sold sowie Verpslegungs- und Unterkunstsgeld. Außerdem wird das Entlassungsgeld gezahlt. Bei Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes gilt als Vor- aussetzung für die Abfindung, daß sie üch im Wehr- machtseinsatz befunden und bisher Wehrsold be­zogen haben. Für uk.-gestellte Wehrmachtsange- yörlge erfolgt eine Sonderregelung.

Kameradschastsappell

des ehem. Landwehr-Znf.-Vegts. 116.

Die Kameradschaft des ehemaligen Landwehr- Jnf.-Regts. 116 traf sich am Samstag bei Kamerad Ruhl, Bahnhofstr. Kameradschaftsführer Rudolf Schneider begrüßte die Versammlung, aedachte unserer im Osten siegreich kämpfenden Wehrmacht und betonte, daß die Heimat sich in jeder Weise der für sie kämpfenden Front würdig zu erweisen habe unb dafür sorgen müsse, daß es nach sieg­reicher Beendigung des Krieges diesmal heißen könne, Jie habe sich der Front wert erwiesen und habe alles getan, um ihr den Rücken zu stärken.

Hierbei haben die Reichskriegerkameradschaft und besonders auch die alten Weltkriegssoldaten in erster Linie zu stehen.

Alsdann wurden die Kameraden bestimmt, die bei der demnächst stattfindenden Straßensammlung mitzuwirken haben; es wurde ferner mttgcteilt, daß in Zukunft Schulungskurse des Reichskriegerbundes abgchalten werden, an denen auch Landwchrkame- roden tsilnehmen sollen. ______

SG. Der Reichstreuhänder der Arbsit für das tschaftsgebiet Hessen hat neue Tarifordnungen sjen, die im Reichsarbeitsblatt vom 25. 7. 1941

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Zliaßcnbahn es zuläßt, kommt auf der Hinteren Mtform, wo der Schaffner bzw. die Schaffnerin jjinal ein bißchen länger verweilt, ein Schwatz zu- itnibe über.die kleinen, manchmal aber auch über )je großen Dinge des Lebens.

eulich zum Beispiel stieg ziemlich aufgelöst ein n in die Straßenbahn, ein Stammfahrgast, wie ßch alsbald erwies. Die Schaffnerin wunderte sich Mlich, daß er so spät kam.Sie sind heute aber P fagte sie.Sic sind doch nicht etwa

krmk?" fragte sie noch.

Ja konnte der Stamckifahrgast sie beruhigen.Im enteil", sagte er und blinzelte vergnügt.Ich nämlich Vater geworden."

ch nee!" sagte die Schaffnerin und machte kugel- e Augen.Was ist es denn, Junge oder dchen?" Es war ein Junge. Die Schaffnerin m es mit anerkennendem Kopfnicken zur Kennt- Abcr dann mußte sie in den Wagen hinein, zu kassieren. Als sie wiederkam, fragte sie:Und iel wiegt er?"Zehn Pfund!" sagte der

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Sie ruft ihn an. Hat Glück. Wernst verspricht ihr, fi rt zu kommen. . .

Inb bann sitzt ihr der Mann mit dem schar cu, k-hlen Juriftengesicht gegenüber, sehr verbindlich, st > ein wenig lächelnd eiskalt.

Es ist ein anderes Verhandeln als mit todjneiöer. W sichtig, fast ängstlich setzt Martha ihre Worte^ schrickt vor jeder Pause, die sich m das Gespräch

I hingt.

Nernst scheint sich zu interessieren.

Uber da ist noch eine Frage, eine rem lurrstische.

Ihr Vermögen, gnädige Frau, /wird doch von 8>ren allein verwaltet?"

firau Lind weiß nicht gleich, woraus der Bank-

- ^Fortsetzung. «Nachdruck verboten.»

$!e,M tb die Baltische Bank auch so ängstlich sein muß Urrtr Schneider? Den Direktor, Herrn Wernst kennt ,22 Ist ebenfalls persönlich, wenn auch nur oberflächlich, ln IfCnl

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