Ausgabe 
13.8.1941
 
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Mittwoch, l8. August

General-Anzeiger für Oberhessen

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Einstellung.

Lügen um Smolensk.

Bon unserer Berliner Schriftleitung.

Truppen erschienen in der Nacht zum 15. Juli, nahmen den Molotowplatz und dieses Hotel. Am 16. begann der Straßenkampf, in dem der Gegner jedes Haus erbittert verteidigte. Dieser Kamps dauerte 24 Stunden. Bis zum 24. versuchten zwar die Bolschewisten noch dem in deutsche Hande ge­langten Timoschenko-Befehl nachzukommen, die Stadt koste es, was es wolle zuruckzuerobern, aber nicht eine einzige Minute haben die Sowjets auch nur einen Meter des Bodens von Smolensk zurückgewonnen Der Befehl Timoschenkos konnte nicht erfüllt werden.

Auch die Presse in USA. sieht sich gezwun­gen, die Wahrheit einzugestehen. Der Vertreter der Associated Preß, der an der Fahrt nach Smolensk teilnahm, berichtet: Smolensk gehört jetzt zu den Städten, die durch den Krieg vom Erdboden fast verschwunden sind. Deutsche Soldaten waren überall zu sehen, räumten auf und schufen Ordnung, damit die deutsche Kriegsmaschine m ihrem Ostvorstoß reibungslos funktioniere. Die Front hat sich einige Kilometer weiter in Richtung Moskau verschoben. Artillerie donnert im Osten, Flugzeuge brausen durch die Luft. Die Front mrnhte an den Teilen, die ich besuchte, einen ruhigen Ein­druck. Es wurde jedoch erklärt, daß das Bild trüge­risch sein könne, daß strategische Erwägungen jeden Augenblick Truppen zur Rechten oder zur Linken zum Vorstoß erfordern könnten, und daß selbst bei einem Blitzkrieg an einer Front, die über den gan­zen Kontinent geht, nicht jeder Soldat jede Minute in Bewegung ist. Die Deutschen erklärten, daß viele Soldaten ihre Ausrüstung überholten und sich aus­ruhten. Die Reise von hundert Meilen in dieses Kampfzone, darunter ein großer Teil im Militär­feldtransportflugzeug, enthüllte, daß Stalins Ve^ nichtungsprogramm hier nur zum Teil erfolgreich war. Minsk und Witebsk, über die unser Flugzeug niedrig hinwegflog, wirkten trostlos. Un­ter den Hunderten strohgedeckter Dörfer, die wie dunkle Flecken in einer gelben Landschaft liegen, schien der größte Teil jedoch unberührt zu sein. Der Krieg ist anscheinend an ihnen vorbeigegangen, die vernichtenden Schläge waren gegen die größeren Ortschaften gerichtet. Hier und da einige schwarze Ruinen von Dörfern, in einem Fall stand ein gan­zes Dorf von rund 60 Häusern in hellen Flammen, als wir darüber flogen. Aber selbst in solchen Fal­len sind die Dorfbewohner in der Nähe geblieben.

Berlin, 12. Aug. (DNB.) Die britische Luft- mässe erlitt in den Mittagsstunden des Dienstag bei einem A n g r i f f s v e r s u ch auf das me st deutsche Industriegebiet eine schwere Niederlage. Durch die starke Abwehr behindert, warfen die feindlichen Flugzeuge ihre Bomben i n der Umgebung von Köln ab, noch bevor sie wehrwirtschaftliche Ziele im Industriegebiet erreichen konnten. Jäger und Flakartillerie schossen zehn Bom­benflugzeuge des angreifenden Verbandes ab, ein weiterer Bomber wurde durch Marineartillerie zum Absturz gebracht.

Aus einem Verband britischer Jagdflugzeuge, der sich zur Aufnahme der zurückfliegenhen Bomber der holländischen Küste näherte, schossen deutsche Jäger außerdem sechs Spitsire ab. Gleichzeitig statt- findende britische Ablenkungsangrisfe überder Kanatkü sie führten zu weiteren er- beblichen Verlusten des Gegners, der hier in Luft- kämpfen 13, durch Flakartillerie 2 Jagdflugzeuge

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3m Raum vonLlman zwei Sowjetarmeen völlig vernichtet

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Druck und Verlag: SrühlscheUniverfttArdruckereiLLange

wandtschaft und der Zusammenarbeit, die immer unter den Völkern des Nordens geherrscht hat und herrschen wird."

In einem Leitartikel der isländischen Arbeiter­zeitung vorn 22. Mai heißt es u. a.:Von allen Stimmen, die wir aus dem Auslande zu dem Un­abhängigkeitsbeschluß des Allthings gehört haben, reuen uns am meisten die Worte des dänischen Ministerpräsidenten S t a u n i n g. Dort wird unser nationales Recht so unumwunden anerkannt und mit so großem Verständnis von den Beschlüssen des Allthings gesprochen, daß es nur zur tiefsten Freude gereichen muß. Es ist immer der Wunsch von uns Isländern gewesen, daß der letzte Schritt in unserem Freiheitskampf in voller Freund- chaft mit dem dänischen Volk getan wird und mit dessen Führern, die während der letzten Jahrzehnte uns ihre warme Gesinnung gezeigt haben und so viel getan haben, um die alten Sün­den gegen uns wieder gut zu machen. Die Worte Staunings geben uns die Garantie, daß die Freund­schaft in Zukunft erhalten wird."

Aus verschiedenen anderen Zeitungsberichten geht hervor, daß die Zusammenhänge mit dem skan- dinaoischen Kulturkreis gerade in der Zeit der völ­kerrechtswidrigen Besetzung Islands beson­ders stark gepflegt werden. So sind in Island im Verhältnis zu seiner Volkszahl größere Geldbeträge als aus irgendeinem anderen nordischen Land als freiwillige Spenden für den ersten hunderttägigen Kampf Finnlands gegen die Bolschewiken im vorigen Jahr eingegangen. Als die Verbindung mit Skandinavien infolge der militärischen Besetzung Islands durch britische Truppen ganz unterbrochen wurde, gab derNordische Verein" in Island eine besondere Schrift zur Pflege des nordischen Ge­dankens heraus.

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SchwereAiederlage der britischen Lustwaffe

Mißglückter Angriffsversuch auf das westdeutsche Industriegebiet, ßlf Bomber und 30 Jagdflieger ohne eigene Verluste vernichtet.

Ist. Jahrgang Nr. 191

^scheint täglich, äußer sonntags und feiertags

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«ießener Farn ilienblätter |*imat rmBild-DieScholle

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Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Der nachstehende Bericht eines in den USA. lebenden isländischen Journalisten ist beson­ders aufschlußreich, weil er sich auf wort­getreue Übersetzungen von Originalberichten stützt, die auf Umwegen von Island nach Neuyork gelangt sind. Dieser Umstand erklärt auch, daß die Reaktion der Isländer auf die vor einigen Wochen erfolgte überraschende Besetzung Islands durch USA.-Marine­trupp en, die angeblich die ebenso völker­rechtswidrig seit dem 10. Mai 1940 dort sta­tionierten britischen Truppen ,/ablösen" soll­ten, nicht geschildert wird. Wenn sich jedoch das isländische Volk schon vorher einmütig trotz der angelsächsischen Vergewaltigung aus­drücklich zu Europa bekannt hat, dann dies um so mehr nach der skrupellosen Einmischung Roosevelts in das Schicksal dieser zweit- größteu Insel des Atlantik!

Neuyork, Ende Juli 1941.

er am Sonntag in der Stadt,die nicht mehr exi­stiert", wie sich der Korrespondent ausdrückt, auf deutsche Einladung abgestattet hat. Nach einer Schil­derung des Zusammenbruches der letzten sowjetischen Versuche, die Stadt wieder zu erobern, erzählt er weiter:Von den 160 000 Einwohnern von Smo­lensk sind nur noch rund 20 000 übrig, fast aus­schließlich Frauen und Kinder. Wo diese eigentlich wohnen, weiß man nicht. Ein Teil von ihnen hält sich sicher in Kellern und rund umher in Ruinen auf. Das einzige Gebäude in Smolensk, das von Feuer und Granaten unberührt geblieben ist, ist die Kathedrale, obgleich alle Häuser am Fuß der Kathedrale niedergebrannt sind. Sofort nach der Eroberung der Stadt machten sich die deutschen Soldaten daran, alle kommunistischen Ungeheuerlich­keiten desantireligiösen Museums" aus der Kirche zu entfernen, und am Sonntag wurde erstmalig seit 24 Jahren ein Gottesdienst in der alten Kathedrale abaehalten. Es war den deutschen Offizieren gelun­gen einen Pfarrer zu finden, der sich wahrend der letzten 24 Jahre als Maurer ernährt hatte. In den ersten zwei Wochen nach der Besetzung hatte er sich überhaupt nicht aus seinem Schlupfwinkel hervor­gewagt."

Der Berliner Korrespondent desA B C", Madrid, schreibt nach seiner erfolgten Rückkehr aus Smolensk: Von Smolensk ist fast nichts übrig ge­blieben nach dem ersten deutschen Bombardement, dem großen Brand, den die Sowjettruppen beim Rückzug anlegten, und dem dreitägigen sowjetischen Artilleriefeuer. Die Stadt ist e i n r e i n e r T r u m- merhaufen. Uebrig blieb ein Wald von Zie- qelschornsteinen, übrig blieb das Hotel Smolensk, die Staatsbank und die Kathedrale. Von den ur­sprünglich 160 000 Einwohnern leben heute offen­bar nur noch 20 000 dort Die übrigen flohen, als Smolensk an allen Ecken zu brennen begann. Man sieht einige alte Weiber, die damit beschäftigt sind, in den Trümmerhaufen herumzuwuhlen, und Scharen von 12- und 13jährigen Jungen im fort­geschrittenen Zustand der Verwahrlosung, die sich zwischen den Häuserruinen Ziegelsteinschlachten lie­fern. Kein Schuß ist zu hören und auch kein noch o entfernter Kanonendonner. Das Schweigen und das Sonnenlicht eines Sommertages hüllen das Drama dieses Skeletts einer Stadt ein, auf der be­reits die Ruhe der Etappe liegt. Auf der Terrasse des Hotels Smolensk erzählt uns ein deutscher Offi­zier von den Kämpfen um die Stadt. Die deutschen

Island bekennt sich zu Europa.

Von unserem P.B.-Berichterstatter.

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Thailands Weg zur Wirtschastsfreiheit.

Thailand, das Land der Freien nennt sich das alte Kaiserreich Siam, auch bekannt als Land des weißen Elefanten, feit der Zeit, do em nationaler Umsturz die jungen nationalen Kräfte ans Ruder gebracht hat. Unter dem gegenwärtigen Minister­präsidenten General Luang Bipul hat sich Thailand eine alle Gebiete des Lebens umfassende nationale Organisation geschaffen und den Weg zur Erringung seiner nationalen und wirtschaftlichen Freiheit zielbewußt beschritten. Der Name Thai­land ist also mehr als ein Name, er bedeutet ein Programm. Freilich ein Programm, von dessen Erfüllung der junge thailändische Staat noch weit entfernt ist.

Zwar war auch das alte Siam schon dem Namen nach ein unabhängiges Land. Aber wie so oft m der Welt hatte es auch hier das allmächtige Eng­land im Wettstreit mit dem damaligen libera- listischen Frankreich verstanden, das Land mehr und mehr in seine Fesseln zu legen. Gegenüber Frankreich hat sich Thailand inzwischen sein Recht wiedergeholt, wobei Japan als Vermittler und Schiedsrichter auftrat. Bedeutend schwieriger ist die Stellung Thailands gegenüber England. Es ist vor allem die ungünstige geographische Gestalt des Lan­des, die seine Freiheit beengt. Liegt doch der wirt­schaftlich besonders wichtige südliche Teil Siams auf der schmalen Malakka-Halbinsel sehr weit entfernt von dem Kerngebiet des Landes und obendrein eingekeilt zwischen B r i t i s ch - M a - l ai) a und dem mit einem langen schmalen Kusten- ftreifen weit nach Süden bis zur Landenge von Kra hinabreichenden Burma. Dieser burmesische Ausläufer trennt Thailand nicht nur von dem west- liehen Meere, 6em Golf von Pegu, sondern laßt ihm auch nur eine äußerst schmale Sanbuerbinbung nach Süd-Thailand, so daß dieses praktisch fast als eine Exklave angesehen werden muß.

Diese ungünstige Grenzziehung ist aber nicht die einzige Fessel für die Selbständigkeitsbestrebungen. England hat es rechtzeitig verstanden, auch diesem Lande seine goldenen Fesseln anzulegen. Der Tikal, die Landeswährung, basiert auf dem Sterling. Das bedeutet Abhängigkeit von London, um so

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

Anzeig en-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf» ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvs. ie mm bei 70 mm Zeilenbrerte

Nackläüe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüße Mengenttanel B Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung)25 /«meine

Berlin, 12. Aug. (DNB.) Bei der Brechung des Widerstandes der im Raum von Um an ernge- schlossenen sowjetischen Kräfte wurden die 6. und 12. Sowjetarmee und das XIII. sowjetische Schutzen- korps völlig vernichtet. Der Oberbefehlshaber der 12. Sowjetarmee, General Pawel Poned- jelin, und der Kommandeur des XIII. Schützen­korps, General Nikolaij Kirillow, gerieten in deutsche Gefangenschaft.

General Ponedjelin erklärte, er habe noch am Abend des 6. August einen Funkspruch nach Mos­kau gegeben, daß er s i ch nicht länger halten könne. Moskau habe ihm daraufhin den Durch- bruch befohlen, der jedoch an dem eisernen Ring der deutschen Truppen gescheitert sei. Der ständige Rückzug der letzten Wochen, so berich­tete der General weiter, sei für die sowjetischen Truppen außerordentlich verlustreich gewesen und habe die Stimmung der Soldaten sehr stark demoralisiert. Die deutschen Truppen seien immer schneller gewesen als die sowjetischen. Immer wieder, wenn er gehofft habe, der deutschen Umklammerung entgangen zu sein, seien im Rücken seiner Truppen deutsche Einheiten aufgetaucht, und die Gefahr der Einkesselung habe von neuem be­standen. So habe er unter äußerst verlustreichen Kämpfen den Rückzug seiner Armee durchführen müssen.

General Kirillow wies vor allem darauf hm, daß durch den ständigen Rückzug und die rollenden Angriffe der deutschen Luftwaffe für die beiden sowjetischen Armeen unüberwindliche Schwie­rigkeiten des Nachschubs und der Ver­pflegung entstanden seien. Die Munitions- und Lebensmittelbestände seien immer geringer gewor­den, ohne daß von den übergeordneten Kommando­stellen Ersatz geschickt worden wäre. Die beiden Generale waren sehr erstaunt, als man ihnen mit-

die deutsche Wehrmacht hatte bereits am 16. 7 d e Eh bt Smolensk genommen. Der Sowietmarschall Xi- ticichenko versuchte vergeblich, die ostwärts von Smo-

k eingefdjloffenen Bolschewisten aus d°r deut- ,n Umtlammerung zu befreien. Er warf immer ie Divisionen, immer neue Panzergeschwader m den ..pf, aber die deutsche Faust hielt die Emgeschlos- ;n fest und versetzte den Entlastungsheeren Timo- Titos derartige Schläge, daß sie darunter zu- ..menbrachen. Schließlich mußten sich die hlnter- irts Smolensk Eingeschlossenen Der

chrmachtbericht darüber ist aller Welt bekannt, iun ist es klar, daß Timoschenko den Verlust die- wichtigsten Stadt vor Moskau schon aus mit irschen Prestigegründen nicht ohne weiteres z - |t':en konnte. Aber was die Engländer aus diesen ichologisch erklärlichen, wenn auch °"yebl>chen | brtrengungen Timoschenkos machten, überstieg Ls Maß. Am 10. August konnten sich ausländische «-richterstatter, darunter di- großen amerikamlchen Kcchrichtenagenturen, durch den'Augenschein

. ikrzeugen, daß das, was die sowie-sch- Barbarei ' k Smolensk übriggelassen hatte, langst m

Men der Deutschen war und?ie 8rontJ I In: weiter nach Osten zu verlief. Aber nach am lli'.chen Morgen hatte London d,e Dummdreistig- k zu behaupten, Smolensk noch -m Besitz der Silschewlsten und eine große Schlacht sei westlich toi Smolensk im Gange. Die in Smolensk anwe^em h- ausländischen Berichterstatter haben Churchill !izen selbst dort den Garaus gemacht, wo man aus Nurchill horte, denn sogar die amerikanischen Blat- Ht bringen heute die Wahrheit über Lmolensk. Äie Wahrheit über Smolensk.

Kopenhagen, 12. Aug. (Europapreßh D.e r-penhagener Presse bringt einen ausführlichen B si->t des Berliner Vertreters des Skandmavwk T- -tTam Bureau über den Besuch m Srnolenj,

teilte, daß sie gerade von der deutschen Dipision gefangengenommen waren, die vor einiger Zeit vorn Moskauer Rundfunk alsvollständig aufge- rieben und vernichtet" gemeldet worden war.

Wie schwierig die Lage der von allem Nachschub abgeschnittenen Bolschewisten ist, geht auch aus einem schriftlichen Bericht des Kommandeurs des 66. sowjetischen Armeekorps, Generalmajors Su­dakow, hervor, der am 11. 8. bei der Aushebung eines sowjetischen Gefechtsstandes in deutsche Hände fiel.Seit dem Verlassen der Stalin-Linie", so heißt es in dem Bericht,befinden sich die Regi­menter des Korps in unmittelbarer Feindberührung. In dieser Zeit haben die einzelnen Truppenteile riesige Gewaltmärsche von 40 bis 50 Kilometer am Tage zurücklegen müssen. Infolgedessen sind die Mannschaften völlig erschöpft, etwa 30 v. H. sind ohne Schuhe und 10 v.H. überhaupt ohne Uniform. Die Regimenter besitzen keine Geldoerwaltung. Bisher hat der Personalbestand keinen Sold bekommen. Es sind keine Mittel vor­handen, um das Nötigste heranzuschaffen. Ich bitte über die angeführten Fragen einen Entschluß zu fassen, denn vorher ist das Korps nicht in der Lage, selbständige Gefechtsaufgaben zu lösen."

145 Sowjetpanzcr vernichtet.

Berlin, 12. Aug. (DNB.) Im nördlichen Abschnitt.der Djtftfront nahmen deutsche Infante« riften mehrere bis zuletzt feuernde Sowjet-Bat­terien im Sturm. Die Bolschewisten erlitten da­bei schwere blutige Äerluste. An anderen Stellen des gleichen Abschnittes wurden 75 Sowjetpanzer, darunter sieben überschwere, vernichtet. In einem Abschnitt des Südteils der Ostfront wurden 70 sowjetische Panzer vernichtet und 15 sowjetische Flugzeuge abgeschossen.

Besonders interessant ist der Wortlaut der An­trittsrede des neuen Reichsverwesers von Island, Sveime B j ö r n s s o n , der srüher isländischer Ge­sandter in Kopenhagen war. Dieser erklärte u. a.: Wegen der militärischen Besetzung einer fremden Macht genießen wir zur Zeit nicht die volle Freiheit unserer Handlungen. Wir ver­suchten und versuchen noch neutral zu sein. Gegen unseren Willen sind jetzt in unserem Lande Truppen einer kriegführenden Macht. Wir haben nicht Waffen zu unserer 23erteibigung geführt. Wir wollen in Frieden mit allen Völkern leben." Be­sonders herzliche Worte widmete dann der Reichs^ verwefer dem dänischen König, dem däni­schen Volk und den anderen nordischen Völkern. Dabei gedachte der Reichsoerweser mit eindring­lichen Sätzen des finnischen Volkes, das mit unvergeßlichem Heldenmut feinen Kampf führt. Dann sprach er von dem eindeutigen Wunsch des isländischen Volkes, sich unter der Gruppe der Völ­ker zu Hause zu fühlen, die wahre Volksstaaten sind. Dies hat offenbar seinerzeit anglo-amerikanischen Berichterstattern Anlaß gegeben, die Worte des Reichsverwesers zu einem Bekenntnis für die eng­lische und nordamerikanische Demokratie umzudeu­ten, was auf einer entstellenden Uebersetzung beruht, dennVolksrecht" bedeutet im Isländischen nicht Demokratie, sondern viel eher völkische und soziale

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<üer ssiid isländische Zeitungen und Original« beuchte eingetroffen, die deutlich erkennen lassen, rr sehr die Nachrichten der letztenMonate über die E ignisse auf Island durch d i e englische Z n f u r gefärbt worden sind. Zuerst fällt es A: l.M au. daß der Beschluß der isländischen Volksvertre- ", tu n, des Allthing, vom 17. Mai 1941 keinesfalls au eine Loslösung vom skandinavischen Norden hin- zikt. Es wird dort nur eine Kündigung des Bun- bciiertrags von 1918 mit Dänemark ausgesprochen, i, Tv. M wi sie in diesem Vertrage nach dem Ablauf des llg^res 1940 vorgesehen war. Aus dem Beschluß

AW., W gelt hervor, daß Island weiter ein Königreich ist, bis zum Ablauf des Vertrages am 1. Dezember 1943 r; 1. (B obir bis Kriegsende. Ein Reichsverweser führt die lech 6:R fiihigsmad)t aus. In dem Beschluß des Allthings 1 iheift es wörtlich:Eine formelle Lösung des Bänd­er: 1 Ii ni|?s mit Dänemark und ein endgültiger Beschluß

2:361. übif die zukünftige Verfassung Islands ist nicht Uze tgemaß." Offenbar wollen die Isländer hier­mit einen Schlußstrich unter den Freiheitskampf von Osten ftol leiten Generationen setzen und haben dabei den )eutsche M» Nnsch geäußert, die alte republikanische Verfassung en-Laus utf nie vor 1000 Jahren einzuführen.

fflnnte Wl ! Uus den isländischen Zeitungen geht hervor, wie Ittr man Wert legt auf die weitere ku11u - II[e Verbindung mit dem europä- 1(0en Norden, und wie sehr man die Stel- wgnabme der offiziellen Kreise Skandinaviens bn Freiheitswillen der Isländer begrüßt. So gfceibt die große Tageszeitung IslandsMorgen- »W* am 22. Mai:Die Stellungnahme der däni- sHn Hauptblätter und des dänischen Ministerpräsi- Kiten Stauning geben uns Isländern Anlaß zur frube, denn gerade dies zeigt, daß in Zukunft ein jttes Einvernehmen zwischen Danen und Iändern herrschen wird, wenn die staatsrecht- Ld? Verbindung endgültig bereinigt ist. Beide Völ- kei werden noch zu Verhandlungen über verschie­be gemeinsame Interessen schreiten. Weder die 3hen noch die anderen Pölker des Nordens brau- äti zu befürchten, daß Island in Zukunft dem ge- Mnsamen Kulturkreis entgleite. Eine solche Ent- frmbung ist unbenkbar wegen der nahen Ver-

octlor. Bei einem weiteren Vorstoß britischer Jagdflugzeuge in den Abendstunden gegen die Küste f des besetzten Gebietes schossen deutsche Jäger neun weitere Feindflugzeuge ab. Die Gesamt Ver­lust e des Feindes betragen damit nach den bisher vorliegenden Meldungen 41 Flugzeuge. Eigene Flugzeugverluste traten nicht ein.

Zehn Bomber

in der letzten Nacht abgeschoffen.

B er lin, 13.Aug. (DNB. Funkspruch.) Britische Bomber flogen in der vergangenen Nacht nach West-, Mittel- und Norddeutschland ein. Eine geringe Zahl von Sprengbomben wurde auf Wohnviertel in Außenbezirken der Reichs- Ha u p t st a d t abgeworfen, ivo einige Tote und Verletzte zu beklagen sind. Rach bisher vorliegenden Meldungen sind zehn der angreifenden Bomben­flugzeuge abgefchoffen.

Sn seinem Bestreben, den von ihm ernst so ge- liUen und nun so inbrünstig geliebten Bolschewl- |tn eine Entlastung zu bringen, hat Churchill me Lügenoffensi've um Smolensk unternommen, iic mit ber größten Hartnäckigkeit durchgehalten | toi von Moskau aus naturgemäß krafttg unter» . fet wurde, bis sie nun schmählich zusammenbrach.

Eichener Anzeiger

. - zchriftl-iknng und »e^äflsftelk: