Freitag, l3.)um
Ur. 138 droeites Blatt
Gießener Anzeiger (Seneral-Anzelger für (Sderheffen)
Die Altersversorgung der Handwerkerin
Ober die anderen dort in jenem 5)aufc, das
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men überdauerte und erst durch die arabische Er-
liefern ihre Jagdbeute im Gesundheitsamt ab, be
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soll die lange Ferienzeit hindurch, dem Fenster: „Kinder, spielt doch mal
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haben wie ein Buch. Da sind einem engen Hof. Sie toben die Mutter denkt sorgenvoll, wie
licher Weisheit den letzten Frieden zu finden.
Jedenfalls — so wird berichtet — geriet sein Schiff in Seenot, und als er in gelassener Verzweiflung von dem umgewehten Rettungsboot abtrieb, hob plötzlich ein Haifisch seinen zähnestarrenden
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Auch Künstler uni) Gelehrte strömten hier zu-sarn- men. P t o l e m ä u s hatte Alexandrien zum Sitze der Wissenschaften gemacht und verlieh ihr damit
Rachen vor ihm auf. Da der Verfasser in seinem bekannten Buche seltsamerweise diesen Fall nicht vorgesehen hatte, blieb er anfangs unschlüssig, bis er beherzt zum Taschenmesser griff. Er stieß aber nicht zu, da ihn das dräuende Raubtier beinahe entsetzt anstarrte mid dann mit betontem Spott fragte:
„Aber, verehrte'. Herr Knigge, — Fisch mit dein Messer?"
Beschämt sank der so an seine verpflichtende Lebensaufgabe Erinnerte ins Wasser zurück, und der Haifisch schwamm kopfschüttelnd davon.
Adolph Freiherr von Knigge wurde bald darauf von den Matrosen nicht nur für das Leben, son« dem auch für eine beinahe dunkel Überschattete Unsterblichkeit gerettet, die ihm unter Umständen kaum diesen Mißgriff verziehen hätte, so heiter -auch noch einmal der Puderstaub seiner unter Napoleons Grenadierschritten zusammenbrechendcn Zeit darüber wölkte.
kommen dort eine Quittung und gehen damit zum Steueramt, das ihnen diese Quittung auf die Steuerschuld anrechnet. Die Stadtverwaltung ist mit dem bisherigen Erfolg dieser Maßnahme sehr zufrieden und gedenkt diesen Grundsatz, der sich bei der Steuerzahlung als so fruchtbar erwiesen ha^ aucg auf andere Gebiete auszudehnen.
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1-3. Juni von 21.45 bis 4.59 Uhr.
hinaus. Sie hat eben nochmals ihre Punkte über- zählt unb ist ihrer Sache sicher. Im nächsten Sport- geschäft ersteht sie einen Badeanzug. Da sie so blond ' ft, wie man nur sein kann, ist der Anzug himmelblau. „Er wird sehr vorteilhaft für Sie am Strande ! ein", meint die Verkäuferin. „Vielleicht auch an Unserem guten alten Badeteich", meint sie lachend und macht sich auf den Weg in Richtung Badean- talt. Die Enttäuschung, diesmal nicht reisen zu rönnen, hatte sie niedergedrückt, und nun spürt sie vine unbekannte Macht in ihr Herz kommen, die ihr lagt: „Du möchtest zur Freiheit und zu round-’r- baren Erlebnissen? Du kannst alles haben, wenn du Its nur denken willst". Diese Macht ist die Phantasie, bie verlacht und so lange vergessen ist. Aber nun Ifommt sie hervor, ihre Macht zu erproben. Gerade fetzt erfüllt sie die Herzen mit kaum erlebten Kräf- Icn. Das junge Mädchen fährt mit ihrem Badeanzug an eine ferne Insel, weit über das Meer, fand weiter in eine träumend gelcha"te Zukunft.
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Merkwürdige Steuern.
Nur ungern nimmt der Handelsmann statt baren Geldes Mäuse an. Das Stadtsteueramt der indischen Großstadt Bombay jedoch tut es, und gerade die kleinen Steuerzahler, bei denen Bargeld ganz groß geschrieben wird, haben sich daher eifrig der Mäusejagd ergeben. Die Stadt hat sich gezwungen gesehen, diesen kleinen Nagern den Vernichtungskrieg zu erklären, weil sie sich über alle Maßen vermehrt haben und nicht nur am Eigentum der
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Es gibt ein paar Szenen in diesem Film, die wirken wie Bilder aus einer Novelle von Storm, aber das Drehbuch von Kurt Heuser geht auf einen unter dem gleichen Titel erschienenen Roman von Günter Weisenborn zurück. Es ist eine dänische See- und Schiffergeschlchte. Zwei von langer Fahrt heimkehrende Fischer, Ipke u-nd Frerk, verlieben sich in einem kleinen Hafenort in bas gleiche Mädchen, Patricia, die beim Arzt von Fanö als Sprechstundenhilfe arbeitet unb den beiden unterwegs in ihrem Boot begegnet ist. Ehe der schwerfällige Frerk dem Mädchen seine Zuneigung begreiflich machen kann, ist Patricia dem jüngeren, leichtsinnigen Ipke schon mit Leib und Seele verfallen. Aber Ipke hat ihr verschwiegen, baß er verheiratet ist; seine Frau Angens daheim in Hooge erwartet eben ihr erstes Kind. Als Patricia eines Tages nach Hooge kommt, um den Geliebten wieberzufehen, erfährt sie die schreckliche Wahrheit, bricht fast zusammen und flüchtet sich am Ende in ihrer Not unb Verzweiflung zu Frerk, der sein Glück erst gar nicht fassen kann, aber halb erleben muß, baß Patricia Ipke trotz allebem nickst vergessen hat. Als bieser krank wirb unb Angens nicht baheim ist, geht Pat trotz Frerks ausbrücklichem Verbot zu ihm unb pflegt ihn gesund. Da flammt die alte Leidenschaft zwischen beiden wieder auf. Frerk und Ipke glauben zu erkennen, baß einer von ihnen zuviel sei, unb fahren aufs Meer hinaus, um dort ihren Zweikampf auszutragen. Ipke unterliegt, aber im letzten Augenblick finden sie wieder zusammen, um der Besatzung eines in ihrer Nähe in Seenot geratenen Schiffes zu helfen. Auch Ipke und Frerk werden schließlich gerettet, und als sie wieder festen Boden unter den Füßen haben, da ist der unselige Streit begraben, unb beibe kehren zu ihren Frauen zurück.
„Das Mädchen von Fand."
Ein Bavaria-Jilm im Gloria-palast.
düng der Bibliothek, in der der gesamte literarische ( Schulden Gequälte mochte wohl daran denken, der Nachlaß der Vorzeit gefammelt und erhalten wer-. europäischen Bedrängnis ein für allemal zu ent- ben sollte, die entscheidende Tat. Ihr verdanken wir 1 —fc.....- -- k— •'•-*«**<*------
ohne Zweifel sehr viel von der ganzen antiken Literatur und Kultur, die uns erhalten ist. Der Glanz derTheater und Schaustellungen vervollständigte den imponierenden Eindruck dieser ersten Großstadt der Welt. C. K.
Umgang mit Fischen.
Anekdote von Ludwig Bäte.
Als der Freiherr Adolph von Knigge am 6. Mai 1796 sein unruhiges Leben beschloß, das dem rationalen Jahrhundert, bas ihn geboren, /in wirr überschäumenbes, halb schon romantisches Dasein entgegensetzte, fanben die Erben eine gehäufte Anzahl sorgsam gebundener Bücher, Aussätze, Aphorismen, Randbemerkungen, gedruckt und ungedruckt, vor mit der Weisung, sie zu einer Gesamtausgabe zusammenzufassen.
Manches davon kam denn an bas trübe Licht einer ungewissen Oesfentlichkeit, die bald über den armen, ewig beschäftigten, immer schreibenden Kammerherrn, Erfinder, Theaterdichter, Deputierten zahlloser mystischer Geheimbünbe zu lachen anfing, dennoch aber seinem „Umgang mit Menschen" zur Weltbedeutung verhalf. Das als eine Art Lebensphilosophie gedachte, manchmal witzige, ja geistreiche, oft aber auch bis zur Nüchternheit langweilige Buch erfuhr unter geschickten und ungeschickten Händen eine Umarbeitung zu einer Sammlung von Anstandsregeln und ist heute noch nicht vergessen, wenn sich auch die kavalierhafte, menschen- kluge Haltung des graziös spielenden Rokokos m ehrsame bürgerliche Bravheit wandelte und über ben feinen, schimmernden Kerzenschein der Salons das derbe Licht der Moberateur- und Gaslampen goß, unter denen sich eine andere Welt fchwer-
Ipke zu Angens, die in Todesangst am Strand gewartet hat, unb Frerk zu Patricia. Es mag sein, daß diese Lösung in der literarischen Vorlage, die wir nicht kennen, überzeugend erscheint-, im Film wirkt sie, ebenso wie der vorausgegangene Zweikampf in Sturm und Unwetter, etwas konstruiert und gewaltsam; zum mindesten wird man befürchten müssen, daß der alte Konflikt über kurz oder lang aufs neue ausbricht.
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Der Spielleiter Hans Sch w e i ka rt hat einigen Teilen des Films etwas von der herben Dramatik einer Seemannsballade gegeben, wozu ber Kameramann Carl Hoffmann schöne, stimmungsvolle Bilder geschaffen hat. Der darstellerisch stärkste Eindruck geht von Brigitte H o r n e y aus, deren Wesen bie Gestalt der Patricia in hohem Maße zu entsprechen schien. Die sparsame, scheue, verhaltene Ausdrucksweise dieser hochbegabten Schauspielerpersönlichkeit gibt der stillen und starken, nur in kurzen Augenblicken wilo aufflackernben Leidenschaft des Mädchens von Fanö vollkommene Ueberzeu- gungskraft. Ihr Partner ist hier, wie schon in manchen früheren Filmen, Joachim Gottschalk, der schwerfällig, wortkarg unb jungenhaft-unbehofien ben Ipke spielt. Gustav Knuth, stiernackig, dumpf, gefährlich, gibt ben Frerk. Viktoria v. B a l l a s k o, zart, blonb, fchattenhaft: Ipkes junge Frau Angens. Paul Wegener zeichnet mit festen, farbigen Strichen die tragikomische Chargenfigur des Ulerk Ohm, als einziger mit ursprünglich komödiantischem Temperament den schwerblüttg-einsilbigen Dialogstil bes Films burchb.echenb. — Im Vorprogramm läuft bis Wochenschau, die schon besprochen würbe.
Hans Thyriot.
kteisen!" Das wirkt wie eine Zauberformel. Da Jnb eine Kiste und ein paar Gartenstühle. Sofort j'aben sie eine anbere Existenz. Eine rote Samt- tetfe, die zum Klopsen dahängt, bildet die Polster les Luxuswagens. Alle steigen ein: sechs P'wpen, pmige Teddybären und vier Kinder. Das „Abteil" Ift voll, aber man ist unter sich. Wie herrlich, so sus dem Fenster in die Landschaft hinauszusehen. (;iner entdeckt schon die Berge. Sie fahren unb ähren. Ohne, baß sie es ahnen, strömt die Macht er Phantasie in ihre Herzen ein und verleiht ihnen ie Weisheit daß es nur eine Wirklichkeit gibt — iie Wirklichkeit des Glaubens!
; Es ist da auch ein älterer Herr mit spärlicher kenfe. Die ihm so liebe Botanikreise in ein Waldgebirge hat er für diesmal aufgegeben. Aber er eht zu seinem Buchhändler und läßt sich einige Lerke zeigen, die er nicht kannte. Was gibt es a alles on unbekannten, an aufregend neuen Aren! Kolorierte Stiche über flammende Tropenge- oächse. Ober die sparsamen, harten Formen der [feteppe. Eine Zusammenstellung deutscher Wald- (-Humen, die man zu kennen glaubte, erschließen eine Reise, die weiter aelst, als die Erde. Man {dangt durch sie zur Ewigkeitstiefe der alten Mar- . ben, deren Wurzeln alle in unseren Wäldern ruhen jjmb sich von dort aus verwandeln zu Gestalten im feonnenglanjc der Phantasie!
Unb nun werben die Balkons von Tag zu Tag Itimter von Blumen. Die Frauen begießen sie mit ! einen Kannen. „Wie damals, als wir Kinder waren", ruft eine der anderen zu. Es ist feine, die ias nicht verstände. Die Glücklichsten unter ihnen ber besitzen einen Garten jenseits ber Straßen. Sie können die große, die selige Reise antreten, " Ue ben Aelterwerbenben erst ben wirklichen Lebens- 1 nn erschließt: die große Reise zu den kleineren ■ Gingen. Auch über sie wacht die Phantasie. J. v. G.
tig. Sie muß dann entsprechend ihrem Einkommen entweder Beiträge zur Angestelltenversicherung entrichten ober einen Lebensversicherungsoertrag in ber vorgesehenen Höhe abschließen.
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Tageskalender für Freitag.
NSG. „Straft burch Freude": 19.30 Uhr im Stadt« theater „Hans Helling". — Gloria-Palast- Selters« weg: „Das Mädchen von Fanö". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Melodie der Liebe".
Einmalige Wiederholung von „Boccaccio“.
Auf vielseitigen Wunsch wird am Samstag, 14. Juni, im Stadttheater eine einmalige Wiederholung von Franz von Suppes Meisteroperette „Boccaccio“ stattfinben. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Arthur Apelt, die Spielleitung hat Reinhard Lehmann a. G. (Landestheater Darm« ftadt). Bühnenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Außer Miete!
Lolkstumskampf ist ewia.
Die volkspolitische Arbeit des VDA. muß im Kriege in erhöhtem Maße durchgeführt werden. Das ganze deutsche Volk weiß, wie gerade im gegenwärtigen Kriege der Volkstumskamps in Polen und Südslawien durch aufflammende Haßwellen ungeheure Opfer verlangte. Aber mögen sich bie Formen bes Kampfes auch wandeln, bas beutsche Volk muß wissen: Volkstumskampf ist ewig.
Er geht um Befestigung beutschen Lebens, er ist immer unb überall, wo bieses Leben um seine Behauptung gegen fremde Art ringt. Müssen Grenz« und Volksdeutsche diesen Kampf täglich in größeren, kleinen unb kleinsten Dingen führen, unb kann es eine Ablösung für sie nicht geben, so ist es erst recht Pflicht ber ganzen Volksgemeinschaft, sich hinter biese kämpfende Front zu stellen. Das nationalsozialistische Reich vergißt keinen Deutschen in der Welt! Millionen Deutscher hat der Führer heimgeholt ins Reich, dem deutschen Volkstum in Europa. Was zu Millionen weiterhin außerhalb ber Reichsgrenzen verbleibt, bem hat er bie Freiheit seiner völkischen Lebensgestaltung eröffnet.
Es kommt bie Zeit bes Aufbaues. Auf allen Lebensgebieten, politisch, kulturell unb wirtschaftlich, hat die Neugestaltung begonnen. Hunderte und Tausende von Kindergärten, Schulen, Büchereien und Gemeinschaftshäusern müssen errichtet unb erhalten werben, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Hier helfen alle mit burch ihr Opfer zur VDA.-Straßenfammlung am 14. und 15. Juni 1941.
Kämpfe auf Kreta und um Tobruk in der neuen Wochenschau.
Die Persönlichkeit des Führers wird nuch äußerlich immer stärker ber bestimmende Mittelpunkt für alle großen Ereignisse unb Planungen in Europa. Die neuen Wochenschau-Bilbstreifen, bie am Samstag, 14. Juni, erscheinen, machen diese zentrale Stellung Adolf Hillers einmal wieder besonders deutlich. Die Begegnung des Führers mit dem Duce und der Empfang des kroatischen Staatschefs Dr. Pave 1 ic auf bem Obersalzberg geben einen kleinen Begriff von seiner bie Fäden aller wichtigen Positionen in der Hand haltenden Stellung.
Darüber hinaus zeigt bie Wochenschau in immer neuen "Silbern bas zähe Zupacken ber deutschen Wehrmacht gegen den Feind Europas überall da, wo er sich zeigt. Wir erleben eine Kanonade auf einen englischen Geleitzug in der Kanalküste durch Marineartillerie, find ipit über Birmingham, bas nach einem deutschen Lüftangriff an vielen Stellen brennt und können die letzten Kämpfe auf Kreta mitverfolgen, wo unsere Fallschirmjäger — wie diese Bilder beweisen — gezeigt haben, daß sie auf allen Sätteln gerecht sind und eine Spezialtruppe erster Ordnung barstellen.
Don ber Afrika-Front sehen wir diesmal
___, । fällig und mit der verlegenen Unsicherheit eines eine Bedeutung, die"das Königtum seiner Nachfom- eben erst entstehenden neuen Standes bewegte. ,
• *• ri "•> War es Wirklichkeit, war es Erfindung, daß - Bürger größten Schaden anrichten, sondern auch
fiüheste großartige Organisation erfuhr.
Mit gewaltigen Mitteln wurden Stabt unb 5 afen von Alexandrien angelegt, denn der otrand mit seinen Dünen unb Klippen, mit See und Sumpf dahinter mag unwirtlich genug gewesen Lin, unb auch ein Naturhafen war nicht gegeben. So mußte die vorgelagerte kleine Insel durch einen a?roaltiqen Damm mit bem Festland verbunden und q?gcn die von Nord unb Ost oorbringenben Wogen wußten starke Molen gezogen werden. Der Mittelpunkt der Stadt war durch den aewalllgen Damm zvischen der Infe! Pharos unb dem Festend (te*
oberung unterging. Unter ben Wissenschaften stan- man dem nun schon lange unter ber Erde Ruhen-! eine ernste Gefahr für die öffentliche Gesundheit
den Astronomie und Mathematik obenan, ben noch ben Plan einer Reise nach Asien zuschob, barstellen. Da alle Aufrufe unb Mahnungen bes
(Eine Sternwarte stanb zur Verfügung. Die Tt e b i= um für ein Buch „Umgang mit Chinesen" den not- Magistrats an die Bürgerschaft, sich aktiv an diesem , i n machte große Fortschritte, denn es fand sich wendigen Stoff zu sammeln? Unmöglich wäre auch Kampf zu beteiligen, keinen sichtbaren Erfolg hat-
hier Gew'nn bringende Praxis für tüchtige Aerzte. bas nicht gewesen: der kurz vor seinem Ende ge-; ten, verfiel man darauf, die Steuerzahlung in Form
Für die Geisteswissenschaften aber war die (Brün- radezu beängstigend Beschäftigte, Gehetzte, von von Mäuseleichen zuzulassen. Die Steuerpflichtigen
Antike Großstadt.
Bilder aus dem alten Alexandrien.
Alexandrien, die Stadt, die jetzt durch die Angriffe ber deutschen Luftwaffe in den Vordergrund bes Interesses gerückt ist, hat in der Kulturgeschichte eine besondere Bedeutung, da sie die erste menschliche Siedlung darftellt, die den Namen einer Großstadt wirklich verdiente. Die Gründung Alexanders des Großen, die Haupt, unb Residenzstadt der ptolemäischen Herrscher, ift durch i'ire wirtschaftliche Macht ber Mittelpunkt ber Kutter in der hellenistischen Zeit und bis ins Mittel- eiter hinein bie Hauptstadt der Wissenschaft gewesen, i e in derAkademie und ber Bibliothek bte
gemacht roitfy baß man doch durch die Sozialversicherung des Mannes mitversichert sei, ist nicht stichhaltig! Solange bie Hanbwerkerin einen Handwerksbetrieb hat unb in ber Hanbwerksrolle eingetragen ist, bleibt sie nach bem Hanbwerkerversor- gungsgesetz versicherungspflichtig.
Soweit es sich um Witwen hanbelt, ist zunächst zu unterscheiden, ob die' Witwe als selbständige Handwerkerin ein Handwerk selbst praktisch ausübt, ober ob sie ben Betrieb des Mannes weiterführt. liebt eine Witwe das Handwerk selbst aus und erhält sie bereits ein Ruhegeld ober Witwenrente nach ben Vorschriften des Angestelltenoersicherungsgesetzes oder eine Jnvalidenpension nach den Vorschriften des Reichsknappschaftsgesetzes oder eine Invaliden- ober Witwenrente aus ber Jnoali- benversicherung, so ist nach § 13 bes Angestelltenversicherungsgesetzes biese Hanbwerkerin versicherungsfrei. Erhält sie keine Rente, ist sie nicht be- rufsunrähig, unb hatte sie am 1. Januar 1939 ober, falls sie sich später selbständig gemacht hat, am Tage, ber Eintragung in bie Hanbwerksrolle bas 60. Lebensjahr noch nicht vollenbet, so ist sie Der- sicherungspflichtig.
Auch bie Witwe des Handwerkers, die den Betrieb ihres verstorbenen Mannes forlführt, ist versicherungspflichtig nach dem Handwerkerversorgungsgesetz. Sie wird auf Antrag von der Versicherungspflicht befreit, wenn sie eine Witwenrente aus ber Rentenversicherung ber Arbeiter ober Angestellten bezieht ober wenn ber Lebensversicherungsvertrag ihres Mannes eine bem Hanbwer- kerversorgungsgesetz entsprechende Versicherungsleistung gewährt, ober wenn sie den Betrieb binnen einem Jahr nach dem Tode ihres Ehemannes aufgibt. Der Antrag auf Befreiung kann nur innerhalb von zwei Jahren nach dem Tode des Handwerksmeisters gestellt werden. Wenn die Witwe diesen Befreiungsantrag von der Versicherungspflicht nicht stellen kann ober nicht stellt, ist sie bei einer Weiterführung bes Hanbwerksbetriebes — zu ber sie nur berechtigt ift, wenn sie nach einem Jahr feit bem Tode ihres Mannes einen Betriebsleiter mit Meisterprüfung einstellt — versicherungspflich-
Zahlreiche Nachprüfungen bis in die letzte Zeit hinein haben ergeben, daß in Kreisen ber Handwerkerinnen die gesetzlichen Vorschriften über die Altersversorgung entweder nicht genügend bekannt sind, oder baß sie völlig ungenügend beachtet werben, in beiben Fällen durchweg zum eigenen Schaden und Verdruß. Es fei hier deshalb ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das Gesetz über die Altersversorgung des Handwerks vom 21. Dezember 1938 für Handwerkerinnen genau so gilt wie für Handwerker. Jede Handwerkerin, die in der Handwerksrolle eingetragen ist, unterliegt, solange diese Eintragung besteht, ben Vorschriften bes Handwerker- versorgungsgesetzes. Es ist dabei gleichgültig, ob sie verheiratet oder unverheiratet ist. Sie ist versicherungsfrei, wenn sie am 1. Januar 1939 oder — bet einer späteren Eintragung in die Handwerksrolle — das 60. Lebensjahr vollendet hat. Sofern in Einzelfällen freiwillig Invalidenversicherungsbeiträge oder Angestelltenversicherungsbeiträge weiter- gszahlt werben und die Anwartschaft aufrecht erhalten wird, ift auch dann diese über 60 Jahre alte Handwerkerin nach bem Handwerkerversorgungsgesetz oersicherungspflichtrg. Der Versicherungspflicht wirb genügt burch bie Entrichtung von Beiträgen zur Ängestelltenversicherung entfprechenb bem Gesamtbetrag ber Einkünfte im letzten Einkommen- steuerbescheib. Don der Angestelltenoersicherungspflicht kann sich bie Handwerkerin voll ober halb befreien burch Abschluß eines Lebensversicherungsvertrages, der für die Dollbefreiung über mindestens 5000,— RM., für die Halbbefreiung über mindestens 2500,— RM. lauten muß. Ferner ist erforderlich, daß bie Prämie minbestens so hoch — bei ber Halbbefreiung halb so hoch — sein muß wie bie Beiträge, die entsprechend dem Einkommen zur Angestelltenversicherung zu leisten gewesen wären. Die Versicherungsleistung aus dem Lebens- Versicherungsvertrag darf nicht vor dem 60. und nicht nach dem 65. Lebensjahr vorgesehen sein.
Diese Ißerpfluhf ungen bes Handwerkerversor- gungsgesetzes müssen auch von ben Handwerkerinnen erfüllt werden, die verheiratet sind oder zu heiraten beabsichtigen. Der Einwand, ber sehr oft
zelnen Wohnungen. Die Häuser der Bürger waren zunächst durch freie Streifen voneinander getrennt, bis allmählich in dieser ersten Großstadt jene geschlossene Bauweise unb Enge sich geltend machte, die bas Merkmal aller Großstädte geworden ist. Eine hochgestei^gerte Kultur sorgte für reichen Schmuck und Komfort der Häuser.
Die hellenischen Siedler spielten unter ber Bevölkerung die Hauptrolle, während die ägyptischen Lanbeskinber zurücktraten; Syrer unb Araber, Juben und Lykier mischten sich darunter. Es war ein Gewirr von Sprachen unb Menschen. Für Dehnung sorgte die mazedonische Garnison, zu der auch Reiter mit Kriegselefanten gehörten. K a Hirn a ch o s beklagt sich über das lärmende Getümmel dieser Weltstadt, über bas Getöse ber Werkstätten und ben kreischenden Gesang der Wasserträger, die ihn nach durchstudierter Nacht aus dem Morgenschlafe scheuchten. Die Hellenen, die nach der fernen Kolonialstadt kamen, mochten sich vor- konnnen, wie in unseren Tagen europäische Auswanderer, bie nach Neuyork zogen. Aber unter bem königlichen Regimente der Ptolemäer bot sich ein gutes Fortkommen; man konnte als Soldat und Beamter recht behaglich leben, bie Handwerker fanden gute Beschäftigung, und die Stadt als Mittelpunkt des damaligen Welthandels bot bem Kaufmann große Möglichkeiten.
Hanioplosf-elostisch ist ein ideale» fueiKR Schnellverband. Er läßt sich leicht an* *e9en> $itzt soforf unverrückbar fest und schützt die Wunde vor Verunreinigung,
8'ben, ber bie Hafenanlagen in Zwei Telle Meo. Iie Osthälfte gehörte ben Hellenen, tm Westen setz- t,n sich bie Aegypter fest. Der Hauptmarkt lag am ; Zre'.hafen, an bem hellenischen Osthafen Zogen sich de Regierungsbauten entlang, in denen bie Kanz- !?■ hsen unb Ministerien lagen und von denen aus bas
ginze Reich regiert wurde. Aegypten, das Pa - Pierland der alten Welt, legte eine gewaltige rchreibtätigkeit nahe, und große Aktenmengen hiuften sich. „ k »x
Die eigentlichen Prunkgebäube waren Der k o • nigspa 1 ast mit seinen weiten Gartenanlagen, d e Bibliothek unb bas Museum, die Akademie der । Vissenschaften, in der die Gelehrten aud) lPclften
uni) wo sie wohl ihre Dienstwohnungen ■ÜUJ künstlich errichteten Hügeln gewährten große t-nanlagen den Bürgern Erqnickung, Wa |- fsrleitun gen führten das Nilwasser, das durch enen großen Kanal zugeleitet wurde, in die ein«
Aus der Stadi Gießen.
W,r reisen auch heute.
„Mit bem Reisen ist es dieses Jahr natürlich nichts", sagen wir, ehe bie eigentliche Reisezeit an- , gefangen hat. So kann es keine großen Enttäu- ? schungen geben. Wir benken dabei fast mit Zärtlichkeit an „ünsere" Eisenbahn. Wir spüren, wie sie mit äußerster Krall burch Tage unb Nächte rollt, wie alle diese taufende von Bahnhöfen genau dem Organismus menschlicher Herzen gleichen, durch die . pausenlos das Blut strömt in unerschütterlichem i Rhythmus. Wir müssen helfen, daß dieser Kräfte- i ström nicht gestört wird.
Wenn wir die Wohnstättyp aufschlagen könnten, mie Bücher, dann würden wir merkwürdige Dinge erleben. Denken wir uns ein großes Miethaus, dessen Bewohner in diesem Jahr zu Hause bleiben werden. Da geht z. B. eine junge Dame zur Tür


