Ausgabe 
13.5.1941
 
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1-1. Jahrgang Nr. 112

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Rudolf Heß verunglückt

der

Nacht zum 11. Mal zeichneten sich zwei Besatzungen

Berlin, 12.Mai. (DNB.) Parteiamtlich wird mitgeteilt: Parteigenosse Heß, dem es aus Grund einer seit Zähren sortschreitenden Krankheit vom Jührer streng­stens verboten war, sich noch weiter fliegerisch zu betätigen, hat entgegen diesem vor­liegenden Befehl es vermocht, sich in letzter Zelt wieder in den Besitz eines Alug- zeuges zu bringen. Am Samstag, dem 10. Mai, gegen IS Uhr, startete Parteigenosse Hetz in Augsburg wieder zu einem Flug, von dem er bis zum heutigen Tage nicht mehr zurückgekehrt ist. Lin zurückgelassener Bries zeigte in seiner Verworrenheit leider die Spuren einer geistigen Zerrüttung, die befürchten läßt, daß Parteigenosse Hetz das Opfer von Wahnvorstellungen wurde. Der Führer hat sofort angeordnet, dah die Adjutanten des Parteigenossen Hetz, die von diesen Flügen allein Kenntnis hatten und sie entgegen dem ihnen bekannten Verbot des Führers nicht verhinderten bzw. sofort meldeten, verhaftet wurden. Unter diesen Umständen muh also leider die nationalsozialistische Bewegung damit rechnen, daß Parteigenosse heh aus seinem Flug irgendwo abgestürzt bzw. verunglückt ist.

ftreitkräfke schossen drei, Marineartillerie vier tische Flugzeuge ab. Während der gleichen gingen 18 eigene Flugzeuge verloren.

Bei dem Großangriff auf London in

bri-

Zeit

Der Wehrmachtbericht.

Berlin, 12. Mai. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Luftwaffe griff in der letzten Nacht zahl­reiche Flugplätze in Süd- und Mitteleng­land mit guter Wirkung an. In hallen, Unter­künften, technischen Anlagen und Treibstofflagern entstanden starke Brände. Auf mehreren Flugplätzen wurden Bombentreffer zwischen abgestellten schwe­ren Kampfflugzeugen erzielt. Bei weiteren Luft­angriffen gegen Jndustriezlele in den Küstengebie­ten Süd- und Mittelengtauds entstanden in einem kriegswichtigen Derk von Middles- b o r o u g h fowie in den Dockanlageu von Pem­broke große Brände. Kampfflugzeuge vernichteten im Seegebiet des St.-Georgs-Kanals aus zwei durch Kriegsschiffe gesicherten Geleitzügen her­aus zwei Handelsschiffe mit zusammen 16 000 BRT. und einen Tanker von 8000 BRT. Außerdem wurden drei große Handelsschiffe durch Bombenwurf schwer beschädigt.

Bei einem Vorstoß gegen die britische Südküste schossen deutsche Jäger fünf britische Jagd­flugzeuge vom Muster Spitfire ab.

In Nordafrika beiderseitige ArÜllerietällg- feit Deutsche Sturzkampfflugzeuge erzielten in der Nacht zum 11. Mai Bombenvolltreffer schwersten Kalibers aus drei Einheiten eines britischen Flotten­verbandes vor Bengasi und zwangen ihn zum Rückzug.

Auf der Insel Malta erzielten in der letzten Nacht deutsche Kampffliegerverbände Bombentreffer in den Flugplahanlagen von Luca sowie in einem Torpedolager und in der Slaatswerft des Hafens La Valetta. Es entstanden große Brände und heftige Erplosionen.

Der Feind warf in der letzten Nacht mit stärkeren Kräften Bomben vorwiegend auf Hamburg und Bremen. In Judustriewerken ist der Sachschaden gering: sonstige Schäden entstanden besonders in Wohnvierteln. Die Zivilbevölkerung hat Verluste au Toten und verletzten. Nachtjäger und Flak­artillerie schossen sieben der angreifenden bri­tischen Flugzeuge ab.

3n der Zeit vom 9. bis 11. Mai verlor der Feind zusammen 36 Flugzeuge, hiervon wurden 19 Flugzeuge durch Nachtjäger, weitere sechs hi Tagesluftkämvfen, drei durch Flakartillerie ver­nichtet und eines am Boden zerstört. Leichte See-

folg. Es wurden Bolltreffer in Hochofenan­lagen und Stahlwerken beobachtet, durch die Zwei gewaltige Flächenbrände hervorgerufen wurden.

Inhalt m umgekehrtem Verhältnis zur Überschrift 'tand, weshalb sie vor versammelter Klasse zur Rechenschaft gezogen wurde), dann kann man stch rme ungefähre Vorstellung von dem Grad der Hetze und der vielen Nötigungsoersuche machen, denen weite Schichten der amerikanischen Bevöl­kerung ausgesetzt sind.

Andererseits ist der Englandhllfsrummel auch reid) an grotesken, geschmacklosen und manchmal «uch schamlosen Beispielen. Ende April veranstaltete Oie Hollywooder Filmwelt, um nur t-inen Fall zu nennen, eine Auktion, auf der der

v , nur eine Minderheit dar, aber sie sind gut organi- Wimper zu zucken,[fiert und fest eingenistet ...

Berlin, 12. Mai. (DNB.) Das Schwergewicht der Angriffe der deutschen Luftwaffe in der Nacht vom 11. zum 12. Mai tag auf den britischen Flugplätzen, von denen aus die Flüge nach Deutschland unternommen wer­den. 45 Flugplätze wurden von diesen Angriffen erfaßt und teilweise sehr schwer getroffen. Die deutschen Flugzeuge näherten sich ihren Zielen vielfach i m Tiefflug und warfen ihre Bomben aus geringer höhe ab. Diese überfallarttgen An­griffe hatten bedeutenden Erfolg, da in der rnond- Hellen Nacht auf diese Weise auch die abge- steilten und getarnten Flugzeuge er­kannt werden konnten.

Auf dem Flugplatz Grlffield wurden 12 frei­stehende, offenbar für den Abflug bereite Flug zeuge zerstört, in Boscornbedown 5 Flugzeuge, auf anderen Plätzen wurden mehrere Flugzeuge und Flugzeugboxen getroffen. Auf fast allen Flugplätzen trafen Bomben in hallen, wo mehrfach Brände und starke Explosionen her­vorgerufen wurden. Große Brände entstanden bei­spielsweise auf den Flugplätzen Exeter, lang, m e r e und Linton, wo Benzin - und Mu­nitionslager in Brand gerieten und unter großen und anhaltenden Explosionserfcheinungen ausbrannten.

Auch Nüstungsbeiriebe schwer getroffen.

Berlin, 12. Mai. (DNB.) Deutsche Kampf-

irkungsvolle Angriffe auf 45 Kritische Flugplätze.

Oie Startplätze der RAF. für ihre Oeutschlandflüge schwer mitgenommen.

Leichtmetallwerk Slough ist das zweitgrößte Werk in England und Hauptlieferant von M o - torteilen für die Bristol- und Armstrona-Flua- zeugwerke. Sein Ausfall bildet für die britische Flugzeugindustrie einen empfindlichen Verlust In der vergangenen Nacht führte ein Angriff auf ein großes Werk der englischen Schwerindustrie in Middlesborough gleichfalls zu vollem Er-

einer vornehmen Veranstaltung, wo zehn Dollar Eintritt für Englandhllfe verlangt wurden. Die Peereß stellte am Eingang jedoch fest, daß sie kein Geld bei sich hatte, und nachdem sie dem Türhüter ihre hohe Abstammung enthüllt und versprochen hatte, am folgenden Morgen einen Scheck zu schicken, wurde sie anstandslos hereingelassen. Aber ein Scheck zur Wahrung des britrschen Ansehens ist bis jetzt nicht eingegangen, und ihre Ladyschaft bat sich inzwischen nordwärts begeben."

So weit dieChicago Tribuns. Aber man braucht gar nicht nach Florida zu gehen, um sich zu überzeugen, zu welchemRacket'' derBritish Relief"-Rummel ausgeartet ist. In Neuyork fordern Lehrer und Lehrerinnen ihre Kinder auf. Wolle und anderes Material mitzubringen, damit in gemeinschaftlicher Arbeit Liebesgaben für Eng­land angefertigt werden können. Daß sich unter ihren Pflegebefohlenen Kinder deutscher Abstam-

Kriegssrühling in USA

Von unserem A. L.-Berichterstatter.

flugzeuge haben in den letzten Nächten kühne Ein­zelaktionen gegen hochwertige britische Rü­stungswerke durchgeführt. So griffen mehrere Kampfflugzeuge die Werkgruppe Slough Trading Estate, in der eine Anzahl wichtiger F lu g z e u g - Rüstungsbetriebe zusammcngefaßt ist, mit hervorragender Wirkung an. Trotz. stärksten Ab­wehrfeuers gingen die Flugzeuae zum Tiefan­griff über und setzten aus .50 bis 100 Meter Höhe I eine Anzahl Volltreffer mitten in die Werkhallen.

...... ......... __! Mehrere Fabrikgebäude des Leichtmetall- klafse mit zehnjährigen Kindern das Aufsatzthema .wertes Slough stürzten unter den Volltreffern Worum ich Hitler haste" gestellt wurde (ein deutsch- ! der schweren Bomben zusammen, während starke stämmiges Mädchen schrieb einen Aufsatz, dessen | Brände das Zerstörungswerk vollendeten. _ Das

daß sie jedesmal, wenn sie sich ausziehe, den Eng­ländern einen Dienst erweise.

Die Zahl dieser Beispiele könnte beliebig ver­mehrt werden. Sie ist Legion und beweist vielleicht mehr als alles andere, westen eine durch sinnlose und maßlose Verhetzung krank gewordene Phantasie fähig ist. Daß ein ständig größer werdender Teil der sogenannten Liebesgaben auf dem Meeresgrund landet, wird nur in den seltensten Fällen bekannt. Eine Veröffentlichung würde natürlich den müh­sam angekurbelten Opfergeist der proenglischen Ame­rikaner stören, der keineswegs Selbstzweck ist, son­dern zum Feldzugsplan der interventionistischen Clique gehört, die sich bemüht, aus dem von Eng­land angezettelten Krieg eine persönliche Angele­genheit der einzelnen Amerikaner zu machen und hiermit die psychologischen Voraussetzungen für ein Verlangen nach weitergesteckten Zielen zu schaffen.

Bei Würdigung aller Umstände muß man aller­dings auch heute noch zu dem Ergebnis kommen, daß der schrankenlose Aufwand an Energie bisher in keinem Verhältnis zu den Resultaten steht. Auch Amerika hat seine Hundertfünftigprozentigen. Sie sind englischer als die Engländer. Auf den Wind­scheiben ihrer Auto^ klebt ein ZettelI am a real American (Ich bin ein echter Amerikaner). Das Land ihrer Abstammung ist meistens Galizien oder Palästina! Sie und ihre Gesinnungsgenossen stellen

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Neuyork, Ende April 1941.

Wer in den Atlantikstaaten von Maine bis Neu­york zu den feinen Leuten oder zu denjenigen zählt, die es fein wollen, fährt im Winter und Frühjahr nach Florida. In den feudalen Kurorten dieser amerikanischen Provinz, die wegen der Nähe des Golfstroms auch in den Wintermonaten ein ange­nehmes Klima hat, gibt sich jahraus, jahrein die Hautevolee der Neu-Englandfta.aten ein Stelldich­ein. Reiche Bankiers, die sich eine längere Abwesen­heit leisten können, weil chre Tätigkeit in der Haupt­sache im Coupon-Abschneiden besteht; Mütter, die. glauben, der Welt gegenüber geradezu eine mo­ralische Verpflichtung für einen mehrwöchigen Aufenthalt in Palm Beach zu haben, weil hinter den Namen chror Töchter imSocial Register" ver­merkt iftrin welchem Jahre sieIhren Majestäten am Hofe von St. James" oorgestellt wurden; Leute mit gesellschaftlichen und finanziellen Bindungen nach England und anderen Teilen des britischen Rei­ches; Familien, deren Ernährer Tantiemen aus Oelfeldern in Arabien, aus Tabakplantagen in Mazedonien, aus Kupfergruben in Peru, aus Kriegs- lieferungen nach China und aus vielen anderen Quellen in aller Herren Länder beziehen, das ist un­gefähr die Soziologie der Gäste, die auch heuer wie­der in Miami Beach, Palm Bach und wie die schönen Stätten alle heißen, zusammenkamen.

Außerdem waren als ob tiefer Frieden sei auch in diesem Frühjahr viele ,chlaublütige" Eng­länder vertreten. Niemand weiß, wie sie es fertig­brachten, die Ausreil'evorschriften der englischen Re­gierung zu umgehen, die nach ameritani|cgen und ka­nadischen Zeitungsmeldungen außerordentlich scharf sind und nur kriegswichtige Gründe zulassen. Einige von ihnen gehören sicherlich den über tausend Köpfe zählenden britischen Einkaufskommissionen an (die übrigens jetzt nach Verabschiedung der Rooseveltschen Schenkungsurkunde ihren Namen änderten, weil nichts mehr gekauft wird, sondern nur noch .Geschenke" angenommen werden), aber dic große Mehrheit zahlt zu der breiten Schicht der professionellen britischen Nichtstuer, die unter Be­rufung auf Stammbaum und Bankkonto schon seit Generationen dem Müßiggang ergeben ist und die in diesem Kriege in Amenka Ihre vornehmste Aus­gabe darin sieht, durch ihre bloße Anwesenheit dem verblastenden britischen Nimbus zu neuem Glanz zu verhelfen und damit vor ihrem Gewissen bestehen zu können.

Es wäre allerdings irrig, anzunehmen, als er­gingen sich die Kurgäste in Florida auch in diesem Jahre lediglich in Spiel und Erholung, verbunden mit mehr oder weniger frivolen Lustbarkeiten und gelegentlichen Rennbahnbesuchen Weit gefehlt! Englands Not drückte auch Florida diesmal feinen Stempel auf. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend wurde inBritish Relief" gemacht, dem das Badeleben in diesen gottgesegneten Ge­staden seine besondere Note gab. Lassen wir statt aller weiteren Worte den Gesellschaftsteil einer großen amerikanischen Zeitung sprechen, die sich neben ihrer finanziellen auch die geistige Unab­hängigkeit bewahrt hat. DieChicago Tribüne" berichtete dieser Tage aus Palm Beach wörtlich wie folgt:

Die Englandhilfe hat in Palm Beach und Miami solche Ausmaße erreicht, daß örtliche Wohl­tätigkeitsorganisationen, die für notleidende Ame­rikaner sammeln, überhaupt nicht mehr zu ihrem Recht kommen. Die Bewohner Floridas machen kein Hehl aus ihrem Unmut über chre Gäste, die mit ihren Kotaus vor den englischen Lords und Ladies viel zu beschäftigt sind, als daß sie sich ihrer Verpflichtungen gegenüber amerikanischen Hospi­tälern und Heimstätten noch erinnern. (Eine der amüsantesten Geschichten, die in Palm Beach die Runde macht, betrifft eine adlige Lady, die nie­mals müde wird, sich selbst einePeereß" (höchste englische Ädelsstufe) zu nennen, was sie zweifellos ist.» Im Everglades Club kam sie eines Tages zu

mung oder gor reichsdeutsche Mädchen und Jungen befinden, ist den vielfach jüdischen Lehrkräften gleichgültig. Aber gerade in den Schulen kennt Die Verhetzung kaum noch Grenzen Wenn man bedenkt, daß neulich in einer Chikagoer Schul-

Filmschauspieler Douglas Fairbanks Jr. (öen Roosevelt kürzlich beauftragte, eine zwei­monatige Propagandareise' nach Südamerika zu un­ternehmen) zu Gunsten des britischen Nothilfefonds die gebrauchten Strümpfe aller anwesenden Film­sterne versteigerte. DieEntkleidungskünstlerin" (das sind junge Damen, die heutzutage in allen amerikanischen Nachtklubs, aber auch in vielen volkstümlichen Varietes auftreten und dabei unter dem Beifall eines animierten Publikums ein Klei­dungsstück nach dem andern fallen lasten) Gipsy Lee Rose stellte vor einiger Zeit ihre weiblichen Reize ebenfalls in den Dienst der Demokratie, in­dem sie, nur mit einigen Dutzend aufgeklebten Paviersternen bekleidet, den im Frack erschienen Besuchern auf einem Engandhilfsball gestattete, die einzelnen Sterne gegen Bezahlung abzunehmen. Der Erlöß floß dem britischen Hilfsfond zu. Je diskreter der Sitz der Sterne war, umso mehr wurde gefordert. Eine andere Vertreterin dieses echt amerikanischen Berufs, die sich aus chren Er­sparnissen eine Pferdezucht gekauft hatte, mit der sie England beistehen will, erklärte in einer Und terredung, die die große amerikanische Zeitschrift Life" wiedergab, ohne mit der Wimper zu zucken,!

Der Friede Thailand-Indochina.

Thailand und Frankreich haben sich über dis strittigen Grenz fragen in Indochma geeinigt. Der im März 1941 unter Vermittlung Japans zustande gekommene Ausgleich ist durch den Frieden von Tokio vom 9. Mai endgültig geworden. Dieser Frieden beseitigt Reibungen zwischen der französi­schen Kolonie Indochina und Thailand, dem ein­zigen unabhängigen Staat Südostasiens, und läßt Japan als den gegebenen Führer und Sachwalter der Nationen in Ostasien erscheinen. Damit ist die onglo-amerikanische Vormachtstellung im Fernen Osten in einem entscheidenden Punkt durchbrochen worden, ja, sie kann heute schon als wesenlos be­zeichnet werden.

Siam, oder wie es seit 1937 sich nennt, Land der Tais, das heißt der Freien, war im vorigen Jahrhundert Gegenstand einer Rivalität zwischen England und Frankreich in Fernost, die auf seine Kosten ausgetragen wurde. Als die Engländer sich an der Küste des Bengalischen Meerbusens breit­gemacht und die Malaienstaaten vom damaligen Siam abtrennten, richtete Frankreich seinen Blick auf das indochinesische Gebiet. Bereits im Jahre 1847 und 1858 hatte Frankreich Strafexpeditionen für Christenverfolgungen nach Cochinchina gesandt und Saigon erobert. Im Jahre 1885 geriet Ännam endgültig unter französische Herrschaft und nach Beendigung des französisch-chinesischen Krieges mußte 1858 China auf Tongking verzichten. Siam war nun regelrecht zwischen französische und eng­lische Besitzungen eingekeilt, es hatte abwechselnd französischen ober englischen Druck zu erdulden. Die­sem Druck mußte es gegenüber England in der Abtretung von Malaya weichen. Frankreich nahm ihm 1893 das östliche Ufer des Mekong, im Jahre 1904 und 1907 mußte es die Provinzen Battam- bang und Angkor an Frankreich abtreten. Frank­reich hatte damit ein fernöstliches Kolonialgebiet aufgebaut, das sehr fruchtbar ist und um fast 200 000 qkm den Umfang des französischen Mutter­landes übertrifft.

Thailand war bis 1935 eine absolute Monarchie, der König Maha Tschulalongkorn (1868 bis 1910)

von Kampfflugzeugen besonders aus: 1) Oberleut­nant Ihrig, Feldwebel Lenger, Unteroffizier von (E < h r, Unteroffizier Wolf und 2) Leutnant fiornblum, Unteroffizier Lichtinger, Unter­offizier Sprenger, Gefreiter Schäfer.

13 Sch'ffe mit 76248 DRT. aus Geleitzug versenkt.

Berlin, 12. 2ttaL (DNB.) Aus einem durch Zerstörer stark gesicherten G e l e l t z u g, aus dem bereits 20 000 BRT. versenkt worden waren, haben deutsche Unterseeboote weitere 56 000 BRT. versenkt. Damit sind im zähen mehrtägigen An­griff aus diesem Geleitzug 13 Schiffe mit 76 248 BRT. versenkt worden.

Oer Führer empfing Admiral Oarlan.

Berlin, 13. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der Führer empfing In Gegenwart des Reichsmini­sters des Auswärtigen den Bizepräfidenten des französischen Ministerrats, Admi­ral Darlan.

Oie Partei-Kanzlei dem Führer persönlich unterstellt.

Berlin. 13. Mai. (DNB. Aunkspruch.) Der Führer hak folgende Verfügung erlassen: Die bis­herige Dienststelle des Stellvertre­ters des Führers führt von jetzt ab die Be­zeichnung Partei-Kanzlei. Sie ist mir per­sönlich unterstellt. Ihr Leiter ist, wie bisher, Pg. ReichÄeiter Martin Bormann.

Den 12. Mai 1941. gez. Adolf Hitler.

Generals.ldmarschall von Brauchilsch in Athen.

Bei feinem Aufenthalt in Athen stattete der Ober­befehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von Drouchitsch, in Begleitung des Landesgruppen­leiters der NSDAP., Dr. W r e d e, auch der Akropolis einen Besuch ab.

(PK.-Schlickum-Scherl-M.)