Ausgabe 
13.3.1941
 
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Vergünstigungen bei der Kriegstrauung

Um Montagnachmittag wurde die Ehrung von

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inb schafft einheitliche Bestimmungen für alle in t^sen Betrieben belchäftigten gewerblichen Arbetts-

Amtlichen Mitteilungen" des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen vom 10. März

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Aus der engeren Heimat

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(Nachdruck verboten >

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sie selber Geld herbeischaffen und den Jungen des­halb zu Bekannten aufs Land geben. Er hatte es dort sehr gut gehabt, beteuerte sie. Man sehe es ihm doch an, nicht wahr? So rote Bäckchen und so stramme Beinchen! Bon ihrem Mann sprach sie merkwürdigerweise nichts. Es stimmte irgendetwas nicht in dieser Ehe, dachte Charlotte. Armes Kerb

für unsere Dolksernährung besonders wichtige Voll­kornbrot Auch er konnte beste Erfolge melden, trotzdem sich seiner Arbeit gewisse Kriegsumstande hindernd in den Weg stellten. Er gab den Kreis- amtsleitern weitere wichtige Anregungen für die Verbreitung dieses Volksnahrungsmittels.

Zum Schluß erlaubte Dr. Zöckler verschie- bene grundsätzliche Anordnungen und Entscheidun­gen des Reichsgesundheitssührers.

sen und sich mit ihr auf seine Weise zu unterhalten. Charlotte lernte rasch, ihn zu verstehen und wurde besser aus seinem Gelall klug als seine Mutter.

Er erzählte von einem Dackel, der ebenfalls Jockele hieße, und es stellte sich heraus, daß er ge- wisfermaßen von diesem Dackel seinen Spitznamen hatte, auf den er nun hörte. Er berichtete auch von einem zahmen Reh und von weißen Kanin- chen. Seine Mutter halte er völlig vergessen, und sie schien keineswegs darunter zu leiden.

Auch sie erzählte ober stellte plump neugierige Fragen, die Charlotte überhörte ober ausweichend beantwortete. Sie wollte zum Beispiel wissen, wohin Charlotte reife, und was sie in Berlin wolle. Sie erkundigte sich sogar ziemlich unverblümt, ob Char­lotteviel Geld" habe. Das alles war töricht und kindlich Sie begriff allmählich, daß Charlotte nicht geneigt war, Auskünfte über sich zu geben und wurde etwas zurückhaltender. Dafür begann sie, Charlotte mit der Unterwürfigkeit eines Dienst-

Der Gaubeauftragte für die Heilpflanzensamm­lung, Apotheker Ripperger, gab einen kurzen Ueberblid über die im vergangenen Jahre gelei- stete Arbeit, die zu einem ungeahnten Erfolg führte, der durch die kaum vorstellbaren Mengen nachge­wiesen wird, die sich in den Sammellagern befin­den.

Der Gaubeauftragte für die Dollkornbrotaktion, Professor Dr. H e u p k e, sprach eingehend über das

Eine Weile später gab Jockele zu verstehen, daß er Hunger habe. Seine Mutter kramte einige Brot­schnitten hervor, die vertrocknet, aber dick mit Wurst

Arbeiten der Slaatsanwalt'schaft und Kriminal- Polizei noch nicht abgeschlossen sind. Der Täter be­finde sich auf Grund eines richterlichen Haftbefehls in Untersuchungshaft.

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übrigens Klaus, aber genannt wird er Jockele.

Guten Tag, Jockele!" sagte Charlotte und nahm

Sturz aus dem Fenster.

LPD. Erbach (Odenwald), 12. März. Aus dem oberen Stock des Erbacher Grafenschlosses stürzte ein 1 8 j ä h r i g e s Mädchen aus einem offenen Fenster der elterlichen Wohnung in die Tiefe. Das Mädchen war krank gewesen, hatte nach mehreren Tagen Bettruhe zum erstenmal wieder aufstehen können und sich am Fenster gesonnt. Dabei stürzte es in einem Schwächeanfall aus beträchtlicher Höhe in den Schloßhof a b. Glücklicherweise wurde es von den Zweigen eines Zierstrauches auf­gefangen, der den Sturz milderte. Das Mädchen

ihn auf ihre Knie.

Er nickte befriedigt und preßte seine kleinen strammen Schenkel fest um ihre Knie.

Wie gefällt dir denn das Reisen f

''Hach!" rief er und strahlte über das ganze Ge-

^,Und wo geht's denn hin?" erkundigte sich Char- lo^u (einem Vater", antwortete seine Mutter für

(Sfddtfuni) im Waloe.

Lpd. Friedberg, 12. März. In einer dichten Tannenschonung am Lichten Berg im Nau - Heimer Wald fand man durch Zumll em Ske - leit. Die Kriminalpolizei ist noch mit der Klärung bes Fundes beschäftigt. Vermutlich handelt es sich um die Ueberrefte eines Friedberger Einwohners, der seitzweiJahren vermißt wird.

Bluttat in Darmstadt.

Lpb. Darmstadt, 12. März. Die Justizpresie- stelle teilt mit: In den Abendstunden des 10. März

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Der Junge war inzwischen munter geworden, und sein erster Blick siel auf Charlotte. Er musterte sie eingehend, ernst, aufmerksam. Dann lächelte er ein wenig, und sie lächelte zurück. Er war aschblond wie seine Mutter, hatte aber dunkle Augen, was einen reizvollen Gegensatz bildete. Als Charlotte ihm die Hand hinstreckte, griff er sofort danach und hielt sie fest.Na, du? fragte er.

Um seine Mutter kümmerte er sich kaum. Aller- dings betrachtete er sie mit Argwohn. Als Charlotte ihm auch die andere Hand hinhielt, drängte er sich von dem Schoß seiner Mutter zu ihr hinüber und

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Oie beiden Tarifordnungen gelangen m den

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Roman von (Otto lleOldl.

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Wolfgang Förster und Dr. Heinz George: I a h r e s - A b s ch l u ß m a p p e für den Einzelhandelsbetrieb. (Zweite über­arbeitete und verbesserte Auflage.) Betriebswirt­schaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden. (Preis 3,80 RM.) Der Einzelhandelskaufmann hat neben der Arbeit mit Marken und Bezugscheinen seinen Duchabschluß als Unterlage für die Einkorn- menfteuerertlärung fertigzustellen. Die Einführung der Mindestbuchführung und des Kontenplanes für den Einzelhandel hat noch einige Uebergangsschwie- rigfeiten entstehen lassen. So wird ihm eine Jahres- Abschlußmappe für den Einzelhandelsbetrieb will­kommen sein, deren Verfasser die Referenten für Steuer und Betriebswirtschaft bei der Wirtschafts­gruppe Einzelhandel, Berlin, sind. Sowohl der kleine Geschäftsmann mit Mindestbuchführung wie ber Be­trieb mit Kontenplanbuchführung finden in der Ab­schlußmappe durchgeführte Zahlenbeisviele und ge­eignete Vordrucke (u. a. Abschlußtabelle, Rohbilanz nebst Bilanz und Gewinn- und V^rlustrechnunq). Vor ollem interessieren auch die Winke für die Steuerbilanz, die u. a. eine Abschreibungstabelle und eine Liste ber abzugsfähigen Ausgaben aufweisen.

belegt waren.

Wollen wir ihm nicht lieber etwas Obst geben? fragte Charlotte.

Die junge Frau machte ein ratloses Gesicht. An Obst hatte sie nicht gebucht. Die paar Aepfel, die man ihr mitgegeben hatte, hatte sie selbst gegessen.

Charlotte hob Jockeles Gesicht zu sich empor: Dann gehen wir beide in den Speisewagen, Jockele, nicht wahr? Dort gibt es bestimmt eine Banane für dich. Kommst du mit?" ,

Zockele war sofort bereit. Seine Mutter schloß sich jedoch nicht an und blieb im Abteil zurück, um hier ihr Frühstück zu beenden.

Charlotte ging mit Jockele an ber Hand durch die Gänge und fühlte sich wunderlich beglückt durch den kleinen Burschen, dessen warme Hand sie in ber ihren hielt. Er schwankte hin unb her, stieß sich auch manchmal, wenn ber Zug allzu sehr schaukelte, aber er war nicht empfinblich. Er schimpfte nur, wenn er

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Schon bei den Dokumenten, die zur Heirat zu erbringen sind, bieten sich Vereinfachungen: Es genügt, wenn das Brautpaar den eigenen Geburts­schein, den Trauschein ber Eltern unb das Gesund­heitsattest oorlegt. Letzteres kommt meist nur für die Braut in Frage, da ber Wehrmachtangehörige in den meisten Fällen davon befreit ist. Jedoch ist eine Aufenthaltsbescheinigung über das Verbleiben der Braut im letzten halben Jahr notwendig: hat sie während dieser Zeit an mehreren Orten gewohnt, so ist von jedem die Bescheinigung zu erbringen. Diese Dokumente genügen, um die standesamtliche Trauung vornehmen zu können. Zum Zwecke der Verehelichung erhält der Bräutigam von seinem Regiment einen dreitägigen Urlaub zugebilligt. An­ders liegt der Fall, wenn aus wichtigen militari« schen Gründen im Augenblick keine Urlaubsgenehmi­gung erteilt werden kann. Dann gibt es zwei Mög­lichkeiten für das junge Paar: Entweder bis zum ersehnten Urlaub des Bräutigams zu warten oder eine Ferntrauung einzugehen. Zu dieser sind folgende Vorbedingungen nötig: Der Verlobte legt bei seinem Bataillonskommandeur schriftlich seine Eheabsicht nieder. Dieses Schreiben, bas Rechtskraft besitzt, wird an das Standesamt am Wohnort ber Braut weitergeleitet, unb von hier aus erhält bie Braut die Aufforderung, nun auch ihrerseits eine Eheerklärung abzugeben. Sie erscheint daraufhin mit zwei Trauzeugen vor ihrem zuständigen Standesamt unb unterzeichnet in deren Gegenwart die Eheerklä­rung. Damit ist die Trauung beendet. Die jungen Leute sind rechtsgültig verheiratet, und als Heirats- datum gilt der Unterzeichnungstag der Braut. Sollte in der Zwischenzeit der angehende junge Ehemann gefallen oder gestorben sein, so gilt der Tag als Trautermin, an dem er im Felde seine Eheerklä- rung abgab. Jedoch kommen Ferntrauungen selten

mit großem Hunger, was Charlotte ihm geben ließ, unb seine dunklen Augen, auf deren Grunde es wie Gold chimmerte, strahlten sie dankerfüllt an. Als sie ihn ragte, ob cs geschmeckt habe und er nun satt sei, treidelte er sich feinen kleinen, runden Bauch. Er durfte noch seine Orangeade austrinken, die ihm anscheinend neu war, denn er trank sie voller Andacht, wobei er bie Augen schloß.

Darauf kehrten sie in ihr Abteil zurück. Seine Muster hatte sich inzwischen mit dem jungen, blassen Mann angefreundet, ber neben ihr saß und plau­derte lebhaft mit ihm. Als sie Charlotte bemerkte, brach sie das Gespräch mit einiger Verlegenheit ab unb nahm ihren Sohn in Empfang. Ihre Freude, ihn wiederzuhaben, klang unecht und übertrieben.

Jockele war müde geworden. Er ließ bie Zärtlich­keiten seiner Mutter ohne sonderliche Freude über sich ergehen, hielt sich sehr bald wieder an Char­lotte und schlief schließlich auf ihrem Schoß ein.

Don mir will er gar nichts wissen", klagte die junge Frau.Woran liegt das nur? Bin ich etwa nicht nett zu ihm? Mache ich etwas falsch?"

Er hat sich vielleicht nur noch nicht an Sie ge­wöhnt", tröstete Charlotte.

Warum hat er sich aber so rasch an Sie ge­wöhnt?"

Darauf wußte Charlotte feine Antwort. Sie nahm Jockele von ihrem Schoß unb bettete ihn auf bie Dank, wo er sofort weiterschlief. Die junge Frau stand auf unb reckte sich ein wenig. Als sie auf den Gang hinaustrat, folgte ihr Charlotte.

Sie bemerkte, daß die junge Frau Tränen in den Augen hatte.

Was ist Ihnen denn?" erkundigte sich Char­lotte bestürzt. jRann ich Ihnen helfen?"

Die andere schüttelte den Kopf.Oh, es ist nichts. Ich frage mich nur, warum Jockele Sie so sehr mag und mich nicht. Kann ich dafür, daß ich mich nicht um ihn habe kümmern können? Die Wahrheit ist, daß ich überhaupt nicht verheiratet bin. Ich mag Sie nicht belügen. Ich habe den Ring nur auf- gesetzt, weil ich den Jungen bei mir habe und und jetzt heiraten werde. Sein Vater hat mir den R S?e Äzählte ihre ganze Lebensgeschichte, eine All- tagsgeschichte, bie Charlotte dennoch ergriff.

(Fortsetzung folgt.)

Charlotte fühlte sich sehr glücklich, unb es war iwr unmöglich, immerfort schweigend m der Ecke zu ßtzen.

Sie bemerkte, daß bas junge Mädchen ihr gegen­über die grauen Stoffhandschuhe abgeftreift hotte mb einen Trauring trug. Sie stellte ihn sogar m li.ner Art zur Schau, als wolle sie Charlottes Auf- nerksamkeit darauf lenken. Es war ein funkelnagel­neuer Ring. Charlotte lächelte. Die junge Frau lächelte etwas kokett zurück.

Welch prächtigen Jungen Sie haben!" sagte Charlotte.Es ist doch Ihr Junge nicht wahr?

Die Fremde nickte.3a, finden Sie, daß er nied- ,K6iet?felber betrachtete ihn prüfend und roieber [mb Charlotte, daß etwas Unmutterliches m diesem 8lick lag. .... x

Sie bestätigte, daß sie den Jungen reizend sande.

Sie haben Kinder gern?"

Sehr gern", bestätigte Charlotte.Wenn Sie sich hadi der langen Fahrt ein bißchen Bewegung nadien wollen, dürfen Sie ihn mir ruhig anver- i-auen. Ich verstehe mich auf den Umgang mit fliehen kleinen Kerlen, hoffe ich."

Das ist sehr nett von Ihnen.

Vorausgesetzt, daß Sie sich überhaupt von ihm kennen wollen."

Die junge Frau seufzte. .LH, wir sind io tag «trennt gewesen, daß er mich faum mehr erkannt int unb nichts von mir wißen wollte.

Charlotte unterbrückte bie Frage, weshalb sie sich tnn ihrem Söhnchen hatte trennen müssen. Ader sie brauchte gar nicht 3U fragen. Die junge Fra Mar außerordentlich mitteilsam unb sA'e" nur auf < ne Gelegenheit gewartet zu haben, sich jemanbem emoertrauen zu können. . . K

Sie war noch nicht verheiratet gewesen, als der runqe gekommen war, und da der Vater weder fir sie noch für ihn hatte sorgen können, mußte

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M M finöerreicoen Müttern der Ortsgruppe Klein- fnben der NSDAP, vorgenommen. Ortsgruppen«

h, ' fier (Jung wies auf die Bedeutung dieser oom ^ui9iu|uticn fei JDrer aeldjaffenen Ehrung hin. Bie Ehrung '°'Lw.°.S°st°tt-n I°^I-n. nt turbe folgenden Frauen zuteil: 2. Stufe: Katha-

Gie^en-Meseck.

Die uns nachträglich bekannt wird, wurde ber Werkmeister Philipp Völzel IX. am vergangenen (Sonntag bei bester Gesundheit 7 5 Iahre alt. Herr gIzel, der noch heute trotz seines hohen Alters sinen Beruf ausübt, konnte bereits im vergan­gen Jahr sein SOjähriges Arbeitsjubiläum feiern. $>m Vorstand des Spar- und Vorschußoereins ge- Hirte er lange Jahre an. Wir wünschen dem all- sils geachteten Mitbürger und treuen Leser seines fcimatblattes einen schönen Lebensabend.

(^ieen^lemstinben.

Wege zur Gesundherlsführung

NSG. Unter diesem Leitgedanken stand die Mr- l-ilstagung, zu der der Leiter bes Amtes für Bolks- <-fundheit der NSDAP, und der Hauptabteilung Gesundheit und Volksschutz" ber Deutschen Arbeits- hont im Gau Hessen-Nassau, Dr. Zöckler, seine Nitarbeiter und Mitarbeiterinnen m den Kreisen susammengerusen hatte.

Den breitesten Raum in der Tagesordnung nahm I e gesundheitliche Betreuung der schaffenden deut- chen Menschen in den Betrieben ein. Mtt beson- lerer Genugtuung konnte Dr. Zöckler feststellen, l- trotz Krieg und starkem Aerztemangel auf die- m so außerordentlich wichtigen Gebiet weitere her- toorragenbe Fortschritte erzielt werben konnten. Er txib seinen Mitarbeitern für bas Jahr ber Rutschei- iung umfangreiche neue Richtlinien, damit alle -oor» leereitungen getroffen werden, daß mit Kriegsende l e gesundheitliche Betreuung ber Schassenden m in Betrieben schlagartig einsctzen kann.

Das nationalsozialistische Großdeutfchland hat für liegt werden muß. Nicht nur bei der Beschaffung der den Fall einer Kriegstrauung weitgehende Erleich- Festtagslebensmittel, sondern auch bei dem Dean- terungen und Sondergenehmigungen erteilt, bie den tragen der ä f ch e a u s st e u e r und den dazuge- Heiratslustigen den Schritt in die Ehe bequem unb höriaen Nahmitteln. Das Wirtschaftsamt erteilt De-

Garnitur.

Was das Ehestanbsdarlehen anbetnsst, so hat das meist Zeit, bis das junge Baar sich nach dem Kriege sein eigenes Nest einrichtet und man die Möbel dann gemeinsam anschasst. Jedoch darf die Braut allein das Darlehen in Höhe von 500 RM. beantragen, wenn sie eine Vollmacht ihres Ehepart­ners oorlegt. Sind bie drei glücklichen Tage vor­über, so geht der Alltag seinen Lauf weiter. D-e junge Frau kann im Beruf bleiben, erhält sogar einen Mietbeitrag, ihrer Stellung angemessen. Man trägt ihrem Alleinsein Rechnung und erleich­tert der Frau des Wehrmachtangehörigen die Rück­zahlung des Ehestandsdarlehens, ja man stundet es vollkommen, falls die junge Frau lediglich von Un> terftützungen lebt. Sollte sich Familien zuwachs einstellen, so darf die junge angehende Mutter sechs Wochen vor der Entbindung zu Hause bleiben und Krankengeld beziehen. Erst sechs Wochen nach ber Ankunft des Kindes beginnt sie wieder, ihrem Be­ruf nachzugehen. Inzwischen erhält sie Wochengeld, zu dem sich das Stillgeld gesellt. Sie kann bis zum endlichen Heimkommen ihres Mannes im Beruf blei­ben und braucht sich um die Betreuung ihres Säug­lings keine Sorge zu machen, denn die NSV. nimmt sich in vorbildlicher Weise der P'lege der Kinder von Wehrmachtangehörigen an, besonders natürlich, wenn bie Frau im Beruf steht. H. v. L.

ll)n,Ünt> freust du dich darauf, Jockele?" '

Er antwortete etwas, was wietoll klang, und Charlotte mußte lachen. Er lachte mit, unb in einem jähen Anfall von wilder Zärtlichkeit, bie sie über­ragte, umschlang er sie mit beiden Armen und preßte seinen Kopf gegen ihre Brust.

So zärtlich ist er zu mir nie gewesen , sagte seine Mutter verwundert.Er scheint Sie sofort ins Herz geschossen zu haben. Fall ber Dame nicht

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hörigen Nähmitteln. Das Wirtschaftsamt erteilt Be- zugsscheine für zwei Betten mit allem Zubehör, für Jnlettstoff für die Matratzen, die Keilkissen, zwei Kopfkissen und Oberbetten. Wer Steppdecken oor- zieht, kann sie auch beantragen, erhält uoer statt der Oberbetteninletts den gleichen Stoss für zwei große Fußkifsen. Bettwäsche gibt es zweimal zum Wechseln, außerdem noch eine einzelne Bettwäschegarnitur, die für besondere Fälle gedacht ist. Auch für die Haus- wäsche ist Sorge getragen worden: 8 Stubenhand­tücher, bei denen Die Frottierhandtücher inbegriffen find, genügen einem jungen Ehepaar genau so wie 8 Geschirrtücher nach Wahl, 6 Küchenhandtücher und 2 Staubtücher. Unb mit der Tischwäsche hat es eben­falls keine Not. Man kann entweder 2 Kaffeedecken ohne Mundtücher sich anschaffen, oder eines mit 6 Mundtüchern. 2 weiße Tischtücher mit 6 Mund­tüchern vervollständigen die Tischwäsche der jungen grau. Soll im Hause selbst einiges genäht werden, so darf man sich, ebenfalls an Hand des standes- amtlichen Aufgebots, für 50 Rpf. Nähmittel kaufen. Ferner gibt es für jedes Fenster eine vollständige

vor.

Meist wartet bas Brautpaar natürlich lieber Den Heiratsurlaub bes Feldgrauen ab, um gemeinsam zum Standesamt gehen zu können und um eine schöne, unvergeßliche Hochzeit zu feiern. Denh auch in dieser Richtung hat der Staat ein Einsehen: Er bewilligt zu einem Festfchmaus eine Tagesson­derzuteilung von allen Lebensmitteln für höchstens zwölf Personen. Dabei muß gesagt werden, daß zu allen Vergünstigungen einer Kriegstrauung stets bas standesamtliche Aufgebot als Dokument vorge-

wurde ins Krankenhaus überführt. Lebensgefahr besteht nicht.

Omnibusse statt <^>tra^-nbahn.

Lpb. Marburg, 12. März. Wie dieOberh. Ztg." erfährt, ist eine Umstellung bes Marburger Straßenbahnbetriebes aeplant. Es laufen zur Zeit Derhanblungen, bie fchienengebunbenen Straßen­bahnwagen durch elektrifcheOberleitungs. omnibuffe zu ersetzen. Damit dürste eine wei­tere erhebliche Verbesserung der Verkehrsverhältniffe in Marburg zu erwarten sein.

Itiieöec jjergtfhina durch Bohnen.

Lpb. Limburg, 12. März. Bei einer hiesigen Familie, Mann, Frau unb Kind, stellten sich nach bem Genuß selb ft eingemachter Bohnen, die nicht mehr erneut gekocht worden waren, Vergiftungserscheinungcn ein. Die Fa­milie liegt schwer krank darnieder. Werden ein­gemachte Bohnen vor der Mahlzeit nochmals gekocht oder bis zu 80 Grad erhitzt, ist ihr Genuß unbedenklich.

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£ Robhelm a. Bieber, 12. März. Sams­tag hielt ber hiesige O b ft - und Gartenbau- verein bei Gastwirt Schlierbach seine diesjährige Jahresversammlung ab. Der Vorsitzende gedachte zunächst ber im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder, die in üblicher Weise geehrt wurden. In bem Jahresbericht gab ber Dorsitzenbe einen Rückblick über die Tätigkeit im vergangenen Jahre. Sodann wurde daraus hingewiesen, daß in Kürze für sämtliche Vereine im Kreise Wctzlar Einheits­statuten herausgegeben würden, um eine einheitliche Führung der Vereins zu gewährleisten. Der Rech­ner erstattete hieraus Bericht über die Kassenlage. Die Prüfung der Kasse ergab deren einwandfreie Führung, so daß bem Rechner Entlastung erteilt werden konnte. Mitglied Schlierbach sprach dann über bie kommenden Frühjahrsarbeiten in den Gärten unb im Obstbau. Er schllberte bie rich­tige Bodenbearbeitung unb zweckmäßige Düngung. Er yiies weiter Darauf hin, daß Der Gemüseanbau in der heutigen Zeit mehr denn je gefördert wer­den müsse. Im Laufe des Sommers sollen an ver­schiedenen Sonntagnachmittagen Rundgänge in Den Gärten stattfinden, um die gesammelten Erfahrun­gen auszutauschen und die Belehrungen über zweck­mäßigen Gartenbau fortzusetzen. Für Den Herbst ist eine Obstschau in kleinerem Rahmen vorgesehen. Auch sollen in diesem Jahre wieder Bäume unb Sträucher zur Verteilung an bie Mitglieder ge­langen. Nach Erledigung der Tagesordnung schloß Der DorsitzenDe Die anregenD verlaufene Versamm­lung unD forderte zur weiteren regen Mitarbeit

51SO. Der Reichstreuhänder Der Arbeit für bas riri|chaftsgebiet Hessen heu für zwei bedeutsame ^werbezweige neue Tarifordnungen erlasfen, Die in. Reichsarbeitsblatt vom 25.2.1941 veröffentlicht IDrDen und. Die eine Iari;orDnung regelt Die Lohn- ntb SlrbeitsbeDingungen Der in leDerherstellenden 5trieben, insbefonbere Gerbereien unb Zurichte- Eten beschäftigten Gefolajchaftsmitalieder. Die Ta- t orbnung bringt auch für Diese Arbeitskräfte Die tute üblichen Vorschriften über Arbeitszeit, Weiter- Ölung Des Lohnes in Krankheitsfällen, Urlaub [ib Kunbigung. Die Lohnordnung vereinfacht Das tsher unübersichtliche Ortsklaffenfyftem unD legt für be - in einzelne Tätigkeitsgruppen einaeftellten Ge- UgfchaftsmitglieDer wirklichkeitsnahe Löhne fest.

Die TariforDnung für Die in Der Elfenbein-, Kunst- bf-e-, ZelluloiDwaren- unb Füllfederhaltermbuftne t schöftigten Gefolgfchaftsmitglieber tritt an Stelle rn bisher fechs geltenbcn tariflichen Regelungen

fie' ""n^ttug" bawus 'werd"e/^ ' '

tsurbe folgenben Frauen zuteil: 2. Stufe: Katha- ., - rna Schepp, geb. Jung- Marie Jung, geb. Scheid' JQ'| Z Stufe: Anna Klöppel, qeb. Zunre Lni|e Mand- . W ||Cr geb. Lenz-, Elisabeky Thörner, geb. Schleuning-, pr°t( Stacie Weit?rshous, geb. Weigel: Marie Müller, rn" j,b. Seibel; Wilhelmine Löhner, geb. Jung.

Jüdischer E-erhamster festaenommen. ber ®X.n9BeT1ortf»o^^ W«

Lpd. Butzbach, 12. März. Auf bem hiesigen Groh tötete im Verlaufe einer Auseinander- Bahnhof wurde ber Jude Israel Elias S i m o n | fefeung einen 26jährigen ausländischen S t u aus Frankfurt a. M., der außer einer größeren denken. Urber Die Motive ber Tat und die Aus- Menge Eier auch noch andere Lebensmittel g e - j einandersetzung sowie den Tathergang können hamstert hatte, von der Polizei in Schutzhast nähere Angaben noch nicht gemacht werden, da die genommen. Simon, der aus Pohl-Göns ge- v**** '

bärtig ist, gab bei seiner Vernehmung die Liefe­ranten der Lebensmittel bekannt. Unerklärlich ist es, baß es aud) heute noch sogenanntedeutsche Volks­genossen" gibt, Die sich auf Derlei Geschäfte einlassen.

$41 zum AbDruck.

Der ReichstreuhänDer Der Arbeit für Das Wirt- fiaftsgebiet Hessen, Dr. Schmetter, hat als SonDer- t^uhänDer für Die Natursteinindustrie im Deutschen je ich burch eine Reichstarifordnung Die Arbeitsbe- imgungen Der in Der NatursteininDuftrie befchäftia- 'l m GeiolgfchaftsmitglieDer neu geregelt. Durch Diese ariforDnung ist endlich eine Vereinheitlichung Der netrf21' rhllosen tariflichen Bestimmungen erfolgt. Neben , Urschriften über Arbeitszeit, Zuschläge für Mehr- s H c beit, Nacht- unD Sonntagsarbeit, AkkorDbestim-

rungen, Urlaub, KünDigung, Erschwerniszusckläge i bie Einführung einer Einteilung Der Gefolgschaft ii sechs Tätigkeitsgruppen bemerkenswert. Durch sie DirD je nach Der Vorbildung und Der ausgeübten Migkeit eine Austeilung als Grundlage für eure I$:f;eren3ierung Der Löhne geschaffen. Die eine bes- Ijire Berücksichtigung Des Leistungsgedankens erwog- l;fi)t. Die Reichstarliordnung wird durch bezirkliche lohnorDnungen ergänzt. Die in Kürze veröffentlicht csrDen. Die Bezirkstari^ordnung für Hessen erscheint voraussichtlich im Reichsarbeitsblatt vom 15.3.41.

Neue Xartforöitutucn im Wirtschastsgebiet Hessen.