Ausgabe 
13.3.1941
 
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-och nicht verhindern, mit denPaukern" in einen, Topf geworfen zu werden. Sie erkannten aber auch frühzeitig, daß das Problem der Volks- und Jugenderziehung nicht mehr vom Lehrer.,stände" her gelöst werden könne, sondern nur durch die er­zieherische, sittliche Gewalt einer das ganze Volk erfassenden weltanschaulichen und politischen Bewe- nung. So ist es kein Zufall, daß sich unter den führenden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus eine große Anzahl früherer Lehrer befindet.

Aber das Lehrerproblem ist aufgeworfen und wird durch den Nationalsozialismus g e l ü st wer­den. Dabei ist es auf keinem Gebiet so schwer, die Fehler der Vergangenheit auszumerzen wie auf diesem. Es sind im Laufe der Zeit von mehr oder weniger berufener Seite Reformpläne aufgeworfen worden, die von den verschiedensten Gesichtspunkten ausgingen. Die.einen meinten, man müsse den Leh­rerberuf mit einem neuen Idealismus durchtränken, die anderen glaubten das Problem fei allein von der Besoldungsseite her zu lösen, wieder andere wollten resignierend auf die Bereinigung gegenwärtiger Schwierigkeiten verzich­ten und erhofften sich alles vom Nachwuchs in der deutschen Lehrerschaft. Einleuchtend ist, daß alle solche Gesichtspunkte zusammengefaßt erst des Wesens Kern ergründen. Man kann das Lehrer­problem eben nicht unabhängig von ben_ sonstigen Problemen unserer völkischen Existenz lösen, son­dern nur im engsten Zusammenhang damit. Richtig ist, daß ein neuer Lehr- und Erziehungs- gedanke die deutsche Schule erfassen mußte.

Das konnte nur die nationalsozialistische Lehre sein. Aus der ungeheuren erzieherischen Gewalt der nationalsozialistischen Bewegung mußte auch der Lehrer seine pädagogische Kraft schöpfen. Er muß diesen Grundgedanken heute auf seinem Einsatzge­biet, dem der schulischen Erziehung, verwirklichen. Richtig ist ferner, daß auch in der Lehrerbe- foldungsfrage noch nicht das letzte Wort ge- sprachen ist und daß, gemessen an seiner Verant­wortung und seinem Auftrag und verglichen mit manchem anderen Beruf, der Lehrer sich zurückge- setzt vorkommen muß. Aber ebenso, wie in der be­vorstehenden Reichslohnordnung die willkürliche Be- Wertung der menschlichen Arbeitskraft in den ver­schiedenen Berufen ihr Ende finden wird, ist nicht daran zu zweifeln, daß auch der Lehrerberuf im kommenden sozialen Deutschland seine ihm ange­messene wirtschaftliche Bewertung finden wird.

3n der Nachwuchsfrage sind in letzter Zeit entscheidende Schritte vorwärts getan worden, und zwar unter dem Gesichtspunkt, daß für den kom­menden Lehrer nicht mehr eine mehr oder weniger mechanischeBildung" allein ausschlaggebend sein kann, sondern die tatsächliche Eignung, die nun einmal unabhängig von Herkommen und Schul- ausbildung ist. Ganz ohne Zweifel sind Tausende von hervorragenden pädagogischen Befähigungen heute nur deshalb nicht im Lehrerberuf tätig, weil ihnen der Weg dazu nicht erschlossen wurde. Gerade die Systemzeit, die eine Revolution des sozialen Lebens verhieß, hat diesen natürlichen Lehrbefähi­gungen den Weg zum Schulfach versperrt, indem sie durch ihre pädagogischen Akademien, in denen oie Reifeprüfung vorausgesetzt wurde, einen Wall vor die Pforte des Lehrerberufes baute. Sie wech­selte damit die erforderliche Lebensnähe im Volks- jchullehrerberuf gegen eine theoretische Bildungs- Maschine aus, ganz abgesehen davon, daß die Mehr- zahl der Abiturienten, einmal zur Hochschulreife ge- langt, natürlich einen aussichtsreicheren akademi­schenVollberuf" dem des damals scheel angesehenen Dolksschullehrers' vorzog.

Die kürzlich veröffentlichte zusammenfasiend« Be­kanntgabe des Reichserziehungsministeriums läßt erkennen, daß heute schon ungezählten geeigneten Kräften der Weg zum Lehrerberuf of- sen steht. Die Reifeprüfung ist nicht mehr Voraussetzung, sondern die Schwenkung zur Be- ru'sausbildung des Lehrers, die in fünf Jahren gründlich und zweckbestimmt vorgenommen wird, erfolgt künftig nach Absolvierung der Hauptschule. Für die Gegenwart und die bevorstehende lieber- aangszeit sind weitere Möglichkeiten geschaffen wor- oen, um die Lücken im Lehrerberuf über die Schul- helferausbildung zu schließen.

Damit zeichnet sich eine Tatsache bereits deutlich ab: die Frage des künftigen Lehrernachwuchses wird ausfchließlich nach dem Gesichtspunkt der E i g - nung und keinesfalls nach wirtschaftlichen.Mög­lichkeiten des Bewerbers beantwortet. Da die Eig­nung gleichzeitig die Neigung zum Lehrerberuf voraussetzt, wird die kommende Lehrergeneration, erzogen im Geist des Nationalsozialismus, auch jenen beruflichen Idealismus mitbringen, der durch verfehlte Experimente und verminderte öffentliche Achtung in der Vergangenheit in so manchem an­fänglich begeisterten Lehrer erstickt wurde. Daß schließlich die wirtschaftliche Existenz des Lehrers zukünftig in einem gefunden Verhältnis zu der ihm anvertrauten Verantwortung für die Schulerziehung junger deutscher Menschen stehen wird, da^ür steht das Wort des Führers ein, nach dem Kriege ein soziales Deutschland zu schaffen, tieften Grundlage die Leistung und die gerechte Be­wertung jedes Einsatzes für das Volk fein wird.

E.G.Dickmann.

Das Ritterkreuz für den Führer der Schnellboote.

Verdiente Auszeichnung des Kapitäns zur See Buetow.

Berlin, 12. Rlärz. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, das Ril- terkreu; des Eisernen Kreuzes an Kapttän zur See Buetow- Als Führer der Torpedoboote Hal er sich wahrend der Norwegen-Unternehmungen durch persönlichen Einsatz und Schneid bei der Be­satzung und insbesondere durch schnelles Anland­sehen der Landungstruppen trotz starker Gegen­wehr große Verdienste erworben. Seit dem Früh­jahr 1940 leitet er den Einsatz der Schnell­boote Im Westraum und Hal damit enlfcheidenden Anteil an den großen Erfolgen unserer Schnell­boote. Kapitän 5. Buetow hat eine Anzahl er­folgreicher Feindfahrten persöntich geführt.

Das Ritterkreuz für Hauptmann Daser

Berlin. 12. März (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Ooerbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Hauptmann Daser in einem Kampfgeschwader. Hauptmann Daser hat in zahlreichen Fernkampfein­sätzen bedeutende Erfolge errungen. Alle Sonder­aufträge hat er auf Grund seines meisterhaften flie­gerischen Könnens, feiner Kaltblütigkeit und seiner vorbildlichen Tapferkeit zielsicher durchgeführt. Im Norwegen-Feldzug flog er bewaffnete Aufklärung

Matsuokas Abreise nach Berlin

Roosevelt unterzeichnet das EnOndhilsegefeh

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melfeuer hatte man in London wie in Washington nenb die Spc die Annahme und Unterjeidyiung des Gesetzes, das len. Die Zah! sofort in Kraft tritt, als eine weltbewegende Haupt» wird mit 13i

Beservisteneinberusungen aus den Philippinen.

sagen exerziert wurden.

Nach diesem vorbereitenden agitatorischen Trom-

im Widerspruch mit ihrem Sohne Josef Wilhelm, dem Großvater Mr Willkies, von dem Juden Bernhard Gerson, der 1857 nach Aschersleben gekommen war, begaunern und verkaufte i h m

Geschäft und Anwesen um den Preis von 3600 Talern. Sie sah aber keinen Pfennig bares Geld Der Jude zahlte ihr 1750 Taler aus. mit den-n sie sofort die Belastung abdecken mußte. 1850 Taler ließ er für die Witwe hypolhe-

grober Vertreters mit dem jugoslawischen Außen­minister Cincar-Markowltsch. der erklärte, der wichtigste Zweck der außenpolitischen Tätigkeit Jugoslawiens sei es. den Frieden zu bewahren und die Sicherheit des Landes zu verstärken. Jugoslawien wolle besonders die Beziehungen festi­gen im Verhältnis zu seinen Nachbarn. Die poli­tische Devise sei Verständnis und Zusam­menarbeit. eine Zusammenarbeit mit allen Mächten, um Südosteuropa von einer neuen Aus«

Badioteleion-DerPindung Born- Ztalienisch-Offafrika.

Rom, 12. März. (Europapreß.) Rach einer TW teilung des italienischen Rundfunks ist zwischen Rom und Italienisch-Ostafrika der radio-telepho­nische Verkehr ausgenommen worden.

Washington, 12. INärz. (DNB.) kurz vor Beginn der heutigen Pressekonferenz unterzeichnete Präsident Roosevelt das Englandhilsegeseh und setzte nach Rücksprache mit Vertretern der Armee und Kriegsmarine die erste Li st e de s Kriegs­mat e r i a t s fest, das wie, er In der anschließen­den Pressekonferenz mitteilte zum größten Teil für England, zu einem kleinen Teil für G r i e- chenland bestimmt ist. Roosevelt lehnte es ab, die Liste der Materialien bckanntzugebcn, so lange sie nicht im Besitze der Empfänger seien, da sonst andere Stellen davon profitieren könnten. Er deutete je­doch an, daß auch Kriegsschiffe dazu gehör- teil. Roosevelt kleidete das in die Form, daßArmee und Marine bei dieser Liste beteiligt waren, nicht aber die handelsschiffsbehörde". Er erklärte, daß der insolvierte Betrag nicht sehr groß fei. Genaue Preise feien noch nicht festgesetzt worden, da es sich teils nm veraltetes, teils um überflüssiges Material handele und man natürlich dafür nicht die vollen Ursprungskoslen berechnen könne. Zu an­gemessener Zeit würden sowohl die Warenlisten wie der festzusehende Wert bekanntgegeben werden. Heber eine Hilfe für Ehina erklärte Roosevelt, daß er den Bericht feines soeben zurückgekehrten Sonder­agenten Lurrie abwarten werde.

ftai)t der Willkie, hat an Hand der Dokumente dies den Vertretern der in- und ausländischen Presse mit

aufflärungsflüge bis in den hohen Norden,46 000 DRT. Handelsschifsraum zu Der* brachten für die Führung wichtige Erkundungen. | senken.

Luftangriffe auf Berlin, Hamburg und Bremen.

Vorwiegend auf Wohnviertel. Bisher acht Abschüsse.

B er lin, 13. März. (DRV. Funkspruch.) In der vergangenen Rächt griffen britische Kampfflugzeuge die Reichshaupt st adt sowie hamburgund Bremen an. Die Angriffe richteten sich, wie üb- tich, mit Schwerkraft gegen Wohnviertel. Brände konnten in den meisten Fällen schon im Eni- stehen gelöscht werden. Einzelne Wohnhäuser wur­den beschädigt. Der militärische und Wehrwirtschaft, liche Schaden ist bedeutungslos. Rach den vorliegen­den Meldungen wurde eine Anzahl Perso­nen getötet und verletzt.

Nachtjäger mnd Flakartillerie zwangen den Geg. ner an mehreren Stellen um Abdrehen oder zu un- gezieltem vorzeitigen Bombenabwurf. Bisher wurde der Abschuß von acht feindlichen Flug­zeugen gemeldet.

gestern von Tokio abfuhr, das Tagesgespräch in der ganzen politischen Welt bildet. Die ständige starke Aktivität der Achse einerseits und die so deutlich de­monstrierte praktische Wirksamkeit des Dreierpaktes anderseits Haden den Angelsachsen gründlich das Konzept verdorben. Wenn jetzt gleichwohl die Ame­rikaner ganze Schiffsladungen von Rüstungsmate­rial nach England schicken, dann werden sie sich ia wohl daran erinnern, daß laut Ankündigung des Führers jedes Schiff, das vor ein deutsches Lancier* rohr kommt, torpediert wird und daß im übrigen jede Möglichkeit einkalkuliert ist.

Die Kehrseite.

Roosevelt fordert sieben Milliarden Dollar für Rüstnngszwecke.^

Washington, 12. März. (Europapreß.) In einem Schreiben an den Sprecher des Abgeord­netenhauses forderte Roosevelt die Bewilligung von sieben Milliarden Dollar für Rüstungs­zwecke, umdie von der Regierung festgelegte Poli- tik" durchzuführen. Der demokratische Senator Bur­ton W h e e l e r erklärte zu Roosevelts Forderung, die angekündigte Mittiarden-Forderung sei nur der Anson- dessen, was der Steuerzah­ler aufzubringen haben werde, um den europäischen Krieg zu finanzieren. Das USA.-Bolt müsse sich daher auf eine erhebliche Erhöhung der Einkommensteuer sowie der indirekten

Abgaben gefaßt machen. In ähnlichem Sinne äußerte sich der republikanische Senator Gerald P. Nye, befürwortete aber im übrigen die Finan­zierung des Englandhilfe-Programms durch eine Sonder st euer, welche der Erhöhung der all­gemeinen Einkommensteuer vorzuziehen sei.

Die Wahrheit über Willkies Großeltern

Durch jüdische Raffgier zur Auswanderung gezwungen. .

s Im Westseldzug richteten sich seine Angriffe gegen Handelsschiffe in der Gironde-Mündung und der Biskaya. Im Krieg gegen England gelang es ihm, im Atlantik, dem Nordkanal und der Irischen See

T o k I o. 12. März. (DRV.) Der japanische Außen­minister Matsuoka ist am Mittwoch um 22.35 Uhr (15.35 Uhr deutscher Zeit) von Tokio nach Europa a'ogereist. Das gesamte k a bi n e t t mit dem Ministerpräsidenten Fürst konoye an der Spitze, zahlreiche Angehörige des Diplomatischen Korps, darunter der deutsche Geschäftsträger V o l h e, die deutschen Wehrmachtattaches und der Italienische Botschafter In dell! sowie der rumänische Ge­schäftsträger, die Direktoren des japanischen Anhen- amts, der Lhef des Generalstabes, General S u- giyama, und zahlreiche weitere führende Persön­lichkeiten bereiteten Matsuoka bei seiner Abfahrt aus dem Tokioter Bahnhof einen herzlichen Abschied. 3m ganzen Bahnhofsgebäude und auf dem weiten Bahn- hofsplah hatte sich neben den nationalen Vereinigun­gen einerlesigeMenschenmenge eingefun- den, die Matsuoka mit begeisterten Banzai-Rufen begrüßte und ihm Kundgebungen barbradjle. In der Begleitung Matsuokas befinden sich neun führende Persönlichkeiten des Auhenarnts und je ein Ver­treter der Wehrmachtteile.

Ich fahre nicht nach Europa, um den Dreier­pakt zu festigen, denn der Dreimächtepakt steht so fest, daß eine Steigerung nicht mehr möglich ist. In diesem Punkte kann und wird Japan niemals chwankend werden", erklärte Matsuoka kurz vor einer Abreise auf einem Presfe-Empfang für deut- che und italienische Journalisten. Er brachte weiter zum Ausdruck, daß er seit der Einladung zum Be- such Deutschlands und Italiens durch die Führer der Achsenmächte am 27. September 1940 ständig auf die Gelegenheit gewartet habe, den Achsenlän­dern einen Besuch abzustatten. Diese Gelegenheit scheine ihm mit der erfolgreichen Lösung der japa- Nischen Vermittlungsaktion zwischen Frankreich und Thailand gegeben.Ich bin", fuhr Matsuoka fort, es meinem Lande schuldig, daß ich als verant­wortlicher Leiter der japanischen Außenpolitik die führenden Männer der mit uns verbündeten Län*

karisch einfragen. Darauf bekam die Witwe, die un» ter den kümmerlichsten Verhältnissen als Näherin ihr Leben fristen muflte eine Rente von 7 -A Tatern. Der Jude Gerson selbst, der mit 7000 Talern nach Aschersleben gekommen war, erwarb Haus und Ge­schäft mit ganzen 600 Talern. Zur Ablösung der 1750 Taler borgte er sich noch 1000 Taler, und aus dem Verkauf einer Diehweidegerechtsame machte er 150 Taler flüssig.

Der Großvater Mr. Willkies konnte diese Gau­nerei nicht mehr mit ansehen. Er schiffte sich am 14. August 1860 auf den DampferBavaria" der Hamburg - Amerika > Linie nach Neuyork ein (laut vorliegenden Schifsslisten). Seine Frau und seine beiden Söhne, die ebenfalls noch in Aschers* leben geboren waren, folgten ihm erst im Jahre 1865. Die Tyrannei kann also bqn alten Vater Willkie doch nicht so sehr auf dem Herzen gebrannt haben, wie Mr. Willkie glauben machen will. Im übrigen leben heute noch verschiedene Verwandte Willkies in Aschersleben, es kann also keinerlei Zweifel sein, daß der Großvater Mr. Willkies der Heimatstadt Aschersleben und dem deutschen Vater* land nur den Rücken gekehrt hat, weil ihm di» Raffgier eines Juden Haus und Geschäft, die ihm einst gehört hatten, und wo er fein Brot hätte finden können, weggegaunert hatte. Und der Enkel redet von deutscher Tyrannei, wo er von jüdischer Gaunerei sprechen sollte. Wohl weil er, dem Judentum hörig, den Dienst für die Juden und das jüdische Kapital als den Inbegriff der echten Freiheit betrachtet.

Bomben im englischen Diplomaiengepä'ck.

Explosion in einem Hotel in Istanbul nach Ankunft Rendells.

Istanbul, 12. März. (DRV.) Kurz nach bet Ankunft des bisherigen englischen Gesandten in Sofia, Rendell, upd seiner aus 70 Personen bestehenden Begleitung im HotelPara-Palast" in Istanbul ereignete sich in der Vorhalle, wo das Gepäck stand, eine starke Explosion. Zwei für- kksche Polizisten in Zimt und eine Engländerin mür­ben getötet, zahlreiche andere Personen, meist Engländer aus Sofia, wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Durch den Lustdruck wurde d i e Vorhalle v e r w ü st e t. Die Fenster und ein Teil der gegenüberliegenden Häuser und ein osr- beifahrender Straßenbahnwagen wurden eingedrückt. Der entstandene Brand konnte von der Feuerwehr gelöscht werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach war ein Sprengkörper explodiert, der in einem Reifekoffer der Engländer ver­packt war.

Die Anatolische Telegraphenagentur meldete, es seien zwei fremde Koffer aus dem Bahnhof Sofia unter das Gepäck des Personals der eng­lischen Gesandtschaft vor der Abreise des Sonder­zuges gemengt worden. Dazu erklärt die bulgarisch« Telegraphenagentur: Die Verladung und Beförde­rung des Gepäcks der englischen Mission vor ihrem Verlassen Sofias ist vom Gesandtschaftsgebäude in zwei Kraftwagen, die d o n bet Gesandtschaft gemietet worden waren, ausschließlich vom Personal der Gesandtschaft uno unter seiner Kontrolle erfolgt. Die Unterbringung bes Gepäcks in die Wagen des Zuges erfolgte durch die Beamten,der englischen Gesandt­schaft, die felbft'bie Plätze und das Gepäck un'er sich verteilten. In derselben Weise wurde das Ge­päck auf der letzten Grenzstation Swilengard um« geladen. Die englischen Beamten erklärten den He begleitenden bulgarischen Beamten, daß alle Gepäck­stücke genau der Zahl nach übernommen wurden.

Verständnis und Zusammenarbeit."

Die politische Devise Jugoslawiens.

Bukarest, 12. März. (DNB.) Das Blatt .Ae- tiuena" veröffentlicht eine Unterredung seines Bel-

gegen Kirkenes, wobei es ihm gelang, den 6 e n | der Vatsözu zerstören. Er griff erfolgreich Ge-1 leitzüge und Truppenausladungen b e i Haar*, ftabt und ein englisches Schlachtschiff an. Fern- § aufflärungsflüge bis in den hohen Norden

unwiderleglichem Beweismaterial belegt.

Danach wanderte der Urgroßvater W i 11* ....

kies, ein Keftelführer Friedrich Willcke, oon! n>eitung des Krieges zu verschonen, eine Derstar- Wichenberg nach Aschersleben zu. Dort wurde ihm \ fUng der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die durch am 25. 2. 1826 ein Sohn Josef Wilhelm geboren, I gegenwärtigen Krieg schwer gelitten habe, lin­der Großvater von Mr. Willkie. Am 6. April 1859 ter dem Zeichen einer positiven Zusammenarbeit machte Friedrich Willcke ein Testament, nach dem werde Europa die Grundlage einer Neuordnung die Witwe die Aufgabe hatte, das Unternehmen für ^gen können. Diele Friedenspolitik Jugoslawiens die Kinder fortzuführen Nach dem Tode dieses, entspreche vollauf feinen ßebensintereffen und dem Friedrich Willcke ließ sich die Witwe Willcke der ( Gefühl der Nation. Per Gedanke einer dauerhaften Verstorbene hatte inzwischen eine zweite Frau ge-; und friedlichen Zusammenarbeit zwischen allen Döl- heiratetauf Grund eines Testamentsparagraphen fern des Balkan- und Donauraumes sei in der

<Tn:xr-u iU Seele des jugoslawischen Volkes tief verankert.

der persönlich kenne, denn schon oft hat die Tatsache, daß Staatsmänner einander persönlich kennen, den Laus der Geschichte entscheidend beein­flußt.Er hoffe, so sagte Matsuoka, auch seine frühere Bekanntfchast mit Mussolini und dem ita­lienischen Außenminister Graf Ciano nicht nur zu erneuern, sondern zu vertiefen und neue Freund­schaften mit weiteren führenden Persönlichkeiten Italiens zu schließen, lieber sein Reiseprogramm sagte Matsuoka, daß er auf feiner Fahrt nach Ber­lin in Moskau öer Jorojetruffftd)en Regierung einen Höflichkeitsbesuch abstatten werde. Er beab- sichtige möglichst schnell wieder nach Japan zurück­zukehren, denn in diesen Zeiten fei ein Außen­minister verständlicherweise nicht gerne oon feinem Lande längere Zeit entfernt. Was die Lage im Fernen Osten angehe, so wisse niemand, was sich ereigne. Solange allerdings England und die USA. in Oftasien keine Unruhe hervorriefen, fei auch mit: keinen Zwischenfällen zu rechnen, da Japan an | Ruhe und Frieden im Fernen Osten interessiert fei.

Seine japanseindlichen Verträge mit Dritten.

Tokio. 12. März. (DNB.) Die Regierung ver- öffentlid)t den im Zusammenhang mit Japans Frie- bcnsucrmittlung erfolgten Briefwechsel zwi­schen Matsuoka und den Botschaftern 93a ra * d u r n und Henry. Der Außenminister stellt zu­nächst fest, daß die japanische Regierung bereit sei, den abgeschlossenen Friedensoertrag zu garan­tieren. Gleichzeitig wird der Wunsch nach freund­schaftlichen Beziehungen und verstärktem Waren­austausch ausgesprochen. Der Außenminister spricht ferner die Erwartung aus, daß sowohl Thailand als auch Frankreich bzw. Französisch-Indochina keine Verträge ober Abkommen mit dritten Staaten abschließen, die politisch, wirtschaftlich ober militärisch direkt ober indirekt gegen I a - p a n gerichtet sind. Wie Domei feststellt, verpflichte­ten sich Henry und Varavarn in ihren Antwort­schreiben, dieser Auffassung nachzukommen.

Tokio, 12. März. (Europapreß.) Nach einer Meldung aus Manila hat die Negierung der Philip­pinen sämtliche Reservisten zu einer vierzehn­tägigen Hebung Mitte März einberufen, ob­wohl die jährliche Uebungspflicht im Jahre 1939 offiziell abgeschafft worden war. Man führt den Regierungsbeschluß auf den D r u ck d e r D e r - einigten Staaten zurück, die damit anschei­nend die Spannung im Pazifik unterstreichen mal* Zahl der Reservisten auf den Philippinen 30 000 Mann angegeben, die in brei« und' Stäalsaftion hifteÜen versucht."Dieses Ma- zehn Divisionen eingeteilt sind. In diesem Zufam- növer ist den beiden Derschwörerstaaten auf emp- menhang ist auch die Ankunft des vierten Kriegs« findlichste Weise dadurch qeftörf worben daß die schisfes der USA., des KreuzersT c e n t o n in Berlin-Reise des japanischen Außenministers, der! Manila bemerkenswert.

Berlin, 12. März. (DNB.) Mr. Willkie, der bei den amerikanischen Präsibentschastswahlen als Kandidat der Republikaner der Gegenspieler des Präsidenten Roosevelt war, sich aber inzwischen zu dem fanatischsten Parteigänger des wiebergewählten Präsidenten Roosevelt bekannt hat, hat dem eng­lischen Nachrichtendienst, als er als Sondergesano- ter Roosevelts in England weilte, eine Botschaft übermittelt, in der er zugab, rein deutscher Abstammung zu sein und nicht Willkie, sondern Willcke zu heißen. Seine Großeltern seien dor 90 Jahrenaus Protest gegen die Tyrannei aus Deutschland ausgewandert, weil sie als freie Menschen leben wollten".

Willkie hat mit dieser Erklärung aber gründlich danebengehauen. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß die Gründe, warum seine Großeltern Deutsch­land verlassen haben, ganz anderer Natur waren. Ein geschäftstüchtiger Jude namens Bern­hard Gerson hatte der Urgroßmutter Haus und Kupferschmiede abgegaunert, wobei die alte Frau nicht einen Pfennig in die Hand bekam Der Archivar oon Aschersleben, der Heimat-

Erwartungsgemäß ist das amerikanische Cngland- hilfegesetz von Präsident Roosevelt nach achtwöchi­gen Unterhandlungen in den beiden Häusern des Kongresses unterzeichnet worden. Diese acht Wochen waren erfüllt in der amerikanischen Oefsentlichkeit mit einer von der Regierung geförderten ständiaen Hetzkampagne gegen Deutschland, in der die jüdische Presse den Ton angab. Gleichzeitig agitierten Roose, uelts jüdische Berater wie Morgenthau, Bloom, der Finanzmann Baruch und der sattsam bekannte Oberste Bundesrichter Frankfurter teils öffentlich, teils unter der Hand für die Beseitigung der söge- nannten Neutralität Amerikas, während zugleich in den Ausschüssen des Kongresses tendenziöse Der- nehmungen mit teilweise geradezu albernen Aus-