Ausgabe 
13.1.1941
 
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der billige Spott über die Berliner zum guten Ton gehörte, gerade aus diesem bayerischen Winkel kam die Vertiefung der Reichsidee zur grobdeutschen Idee unter Adols Hitler.

Das war ein großes Ereignis. Aber es hatte in der deutschen Geschichte, so schmerzlich sie sein mag, doch auch schon Gegenstücke, wenn auch in kleine­rem Format: da ist einmal der Ausgang der Frei- heitskriege von Schlesien her im Fahre 1813, ob­wohl Schlesien gerade 50 Fahre vorher erst end- gültig zu Preußen gekommen war. Als das Rhelit» land und Westfalen 1815 preußisch wurden, fanden die preußischen Offiziere auf den Bällen manchmal keine bereitwilligen Tänzerinnen. Wir glauben des hochnotpeinlichen Beweises enthoben zu sein, daß diesesProblem" seit langer Zeit kein Problem mehr ist.

Das stärkste Hilfsmittel des Staatsmannes ist nicht das Wort, sondern die Tat. Das Wort ver- hallt, die Tat wirkt weiter. Die Tat verändert die Menschen. Diese Wirkung vollzieht sich vielfach jen­seits des Wortes und des Tagesgetriebes. Aber sie vollzieht' sich: mit unerhörter Nachhaltigkeit. Und dabei gibt es sogar noch ein kleines Wunder: Die schöpferische Tat läßt den Menschen nicht nur in neue Größendimensionen hineinwachsen, sondern sie vertieft zugleich das Bewußtsein seines eigenen Wer­tes. Der Bayer ha* nicht aufgehört, Bayer zu sein, vom echten Preußentum ist kein Stückchen abge- bifsen: der Sachse ist stolz auf seine Rührigkeit und seine Unternehmungslust und so weiter durch das weite deutsche Land. Die Reservatrechte sind ver- gesssn aber das lebendig Starke, wüs in den einzelnen Stämmen lebt, hat sich im großen Reichs- rahmen in seiner fruchtbaren Eigentümlichkeit voll entfalten können und hat sein Anrecht auf einen natürlichen Stolz unter einen Beweis gestellt, der jede Widerrede ausschließt. Dr. Ho.

Aufrüsten im Bauwesen.

Eine Rede Dr. Leys.

Berlin, 12. Fan. (DNB.) Auf der zweitägigen Daustofftagung des Fachamtes Stein und Erden in der DAF. sprach der Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley.Der Führer", fo stellt Dr. Ley an Hand geschichtlicher Parallelen unter dem Beifall der Versammelten fest,ist nicht nur der größte Feldherr und Staatsmann aller Völ. fer, sondern auch der einzige Mensch, der gleich- zeitig große Probleme meistern und große Erfolge ertragen kann, ohne die enge Verbindung und Tuchfühlung zum Volk zu verlieren, aus dem er die Kraft zu seinen Taten schöpft". Deutsch­land werde siegen, weil es einen Adolf Hitler zum Führer habe und weip es damit nur ein natiir- liches, im Sinne der Schöpfungsordnung liegendes Gesetz erfülle. Der Sieg müsse so ausgebeutet und ausgewertet werden, daß daraus wirklich ein neues Zeitalter entsteht. Wer den Sieg nicht nutze, habe ihn schon verloren. Fm Bauwesen müßten unter dem gigantischen Bauprogramm der Zukunft auch später die größten Schwierigkeiten überwunden werden und würden die meisten Menschen, Mate­rialien und technischen Vorrichtungen erforderlich sein. Wahrscheinlich werde man noch einige Fahre nach dem Kriege mit der gleichen Intensität Beton- Mischmaschinen bauen müssen, mit der man heute Kanonen produziere. Ein großes Aufrüsten der technischen Voraussetzungen, verbunden mit stärk- §er Rationalisierung, zur Ersparung menschlicher rbeitskraft müsse stattfinden, wenn alle Aufgaben auf dem Baugebiet erfolgreich bewältigt werden sollen.

Oie 4. Reichsstraßensammlung des Kriegswinterhilfswerks.

Berlin, 11. Jan. (DNB.) Die vierte Reichs- straßenfammlung des Kriegs-Winterhilfswerkes, die am 14. und 15. Dezember 1940 von Hitler» Fugend und BDM. durchgeführt worden ist, hat ein vorläufiges Ergebnis von 14 031 575,75 RM. gehabt. Dieses Ergebnis hat sich gegenüber der gleichen Reichsstraßensammlung des Vorjahres um 4 757231,15 RM., das sind rund 51 Prozent, erhöht. Damit steigert sich der Durchschnitt von 12 Rps. auf 17 Rpf. je Kopf der Bevölkerung.

Oer Gauleiter vor den Gaurednern.

NSG. Zum Zwecke der Unterrichtung der Gau­redner über d i e Ernährungslage und die damit verbundenen Maßnahmen der Kriegsernäh- rungswirtschaft fowie die örtlich bedingten Ver­schiedenheiten der landschaftlichen und agrarpoli- ttschen Verhältnisse fand am ll.Januar im Sitzungs­saal des Adolf-Hitler-Hauses unter Leitung der Gaupropagandaleitung eine Arbeitstagung aller Gauredner mit den Kreis- und Bezirksbauernfüh­rern der Landesbauernschaft Hessen-Nassau statt. Fm Mittelpunkt der Tagung standen besondere Fragen der Erzeugungsschlacht, die praktische Durchführung der Kriegsernährungswirt- schäft in Hessen-Nassau und die zukünftige Aufgaben­stellung des Bauerntums im großdeutschen Lebens- raum. Fm Verlaufe der Tagung ergriff derGau- lei t e r das Wort zu längeren Ausführungen über die Bedeutung der nationalsozialistischen Agrarpoli­tik und der Ernährungswirtschaft im Krieg fowie der Aufaaben, die den Gaurednern als Aufklärungs­träger daraus erwachsen. Neben dem Gauleiter sprachen der Landesbauernführer Dr. Wagner, Gauschulungsleiter Ruder, Landesobmann Weintz und Landwirtschaftsdirektor Dr. Menzel.

Oer 100. Geburtstag General von Bomhards.

Deutschland hat dem General der Arttllerie von Bomhard an seinem hundertsten Geburtstag hohe Ehre und Auszeichnung als dem ältesten Soldaten des Reiches zuteil werden lassen. Schon am Vor­abend hatte den Fubilar der Besuch des Gauleiters des Traditionsgaues, Adolf Wagner, erfreut. Fn der Morgenstunde des Sonntags zog ein Ehren­posten der Wehrmacht vor dem Hause General von Bomhards auf der Ernsdorfer Höhe bei Prien auf. Generaloberst Halder, der Chef des General­stabes des Heeres, überbrachte dem hundertjährigen Soldaten die herzliche Anteilnahme des Führers, die Glückwünsche des Heeres und feines Oberbefehls­habers und überreichte ihm die Urkunde, die ihn zum Tragen der Uniform des Artillerieregimentes 7 mit dem Abzeichen eines Generals berechtigt. Er wird außerdem in der Rangliste der deutschen Wehr­macht als General geführt.

Der Stellvertreter des Führers über­gab General von Bomhard als Geschenk das Buch Der Führer im Westen" mit einer persönlichen Widmung. Die Glückwünsche des Wehrkreises 7 sprach der stellvertretende Kommandierende General des 7 Armeekorps, General der Arttllerie W a - chenfeld, aus Für die mit der milifärifthen Laufbahn des Jubilars jo eng verbundene deutsche

Der deutsche Bergmann, der erste Soldat der Arbeit.

Aus Kohle und Erz wird die Rüstung des deutschen Freiheitskampfes.

Berlin, 11. Fan. (DNB.) 568 Bergleute aus allen Revieren des deutschen Bergbaues und 57 Ar­beiter der ReichswerkeHermann Göring" waren einer Einladung des Reichsmarschalls Göring in die Reichshauptstadt gefolgt. Fn einer Feier­stunde im Haus der Flieger empfingen sie aus der Hand des Reichsmarschalls als Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen das ihnen vom Führer und Obersten Befehlshaber der deutschen

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Unser Bild zeigt Reichsmarschall Görina beim Betreten der festlich geschmückten Räume, begrüßt von den ein Spalier bildenden Bergleuten. (Scherl-Bilderdienst.)

Wehrmacht verliehene Kriegsverdienst» kreuz. Der Reichsmarschall selbst nahm die Aus- Zeichnung der 67 Bergarbeiter vor, die für ihren tapferen Einsatz das Kriegsverdienst- kreuz mit Schwertern erhielten. Den Dank der Bergleute sprach einer der Knappen aus, der dem Reichsmarschall eine Grubenlampe überreichte, während ein Arbeiter der Waffenbaubetriebe der ReichswerkeHermann Göring" ein Gefchützmodell überbrachte. Der Beauftragte für die Leistunas- fteigerung im Bergbau, Reichskohlenkommissar

Walter, übermittelte zum Geburtstage des Reichsmarschalls die Glückwünsche der deutschen Bergleute.

Der Reichsmarschall ging auf die Bedeutung des Bergbaues im Bierjahresplan ein.Als damals", so führte der Reichsmarschall aus,der Lierjahres- plan vom Führer verkündet wurde, da war es klar, daß allen voran jene Rohstoffe zu stehen hätten, die ein Volk stark und wehrhaft machen: Eisen und Kohle. Es galt, die Erzeugung gerade dieser Rohstoffe aufs äußerste zu steigern und gleichzeitig auch, alle sonstigen Schätze zu fördern, die die deutsche Erde in ihrem Schoß verborgen hält. Vier Fahre sind vergangen. Der Plan, der zuerst von unseren Gegnern belacht und dann gefürchtet und gehaßt rouroe, ist verlängert worden und mußte verlängert werden. Denn im Kampfe um Deutsch­lands Lebensrechte und Größe steht die Förderung der Schätze und Rohstoffe mit an vorderster Stelle. Der Führer hat vor wenigen Wochen dein deutschen Rüstungsarbeiter gedankt. Ich kann mich nur aus tiefstem Herzen dem Dank anschließen. Und dieser Dank gilt auch all den Millionen deut­scher Arbeiter, die in echter und wahrer Ka­meradschaft mit mir Seite an Seite die Voraus­setzungen für die Durchführung des gewaltigen Vier- jahresplanes geschaffen haben und schaffen. Die Parole heißt auch weiter: Rüsten und Kämpfen!

Ich habe mich immer dagegen gewandt, daß man sagt, Deutschland sei ein armes Land. Gewiß gibt es Rohstoffe, die wir dringend benötigen und die wir nicht besitzen. Aber unendlich reich sind wir doch an solchen Rohstoffen, die die U r ft o f f e sind und die Voraussetzung für alles weitere. Und diesen Reichtum zu heben und zu fördern, seid ihr berufen Ungeheure Mengen deutschen Eisens wurden ge­fördert. Und wenn auch die Tonne vielleicht etwas teurer zu stehen kam, so hat dieses deutsche Eisen, wenn es in Form von Bomben und Granaten auf den Feind niederhagelte, seine Schlagkraft bewiesen. Wenn es allein nach dem- Einsatz der Drucker-- schwärze gehen würde, dann hätte England längst diesen Krieg fünfmal gewonnen. Solange es aber nach dem Einsatz von tapferen Männern geht, siegt Deutschland und wird Deutschland siegen. Wenn die Rüstung die Voraussetzung für den siegreichen Kampf ist und sie ist es! banri, ergibt der Vergleich, daß im ganzen deutschen Land und über­all dort, wo heute der deutsche Einfluß gilt, die gesamte Rüstungsindustrie unversehrt im gleichen, ja in gesteigertem Tempo weiterarbeitet, während sie beim Gegner eine gewaltige Einbuße erlitten hat und die Gefamtwirtschaft beträchtlich zurückge- gangen ist.

Das Ausmaß der bisher erzielten Leistungssteifte- rung veranscl-aulichte der Reichsmarschall mit einigen zahlenmäßigen Unterlagen, aus denen hervorging, daß im deutschen Stein- und Braunkohlen­bergbau mehr gefördert wird, als in jedem an­deren Lande der Welt, daß die deutsche Eisenerz­förderung laufend steige und sich seit Jahresfrist ver­doppelt habe. Besonders groß sei die Zunahme b e i den ReichswerkenHermann Goring"j die deshalb besondere Anerkennung verdienten, weil, hier ganz von neuem angefangen werden mußte, um jenes bisher so geschmähte deutsche Erz zu för­

dern. Auch bei der Förderung von Metallerzen und Kali sei mehr erzielt worden als man er» wartet habe. Endlich betrage die Gesamtproduktion an Erdöl im Deutschen Reich ein Vielfaches der früheren Jahre, und hier habe besonders die Ost» mark wesentlich zur Steigerung beigetragen.

Diese Leistungssteigerung des Bergbaues hat in ganz gewaltigem Maße die deutsche Wirtschaftskraft erhöht. Kohle undErz sind die unentbehrlichsten Grundstoffe unserer Arbeit und für uns wich, tiger als alles Gold Nur ein Volk das über Kohle und Eisen und Erze verfügt, kann seine Frei- beit und feine Lebensrechte verteidigen. Durch den Dierjahresplan ist die deutsche Kohle nicht mehr länger nur Heiz- und Feuerungsmaterial, sondern der wichtigste Rohstoff überhaupt. Aus Kohle ent­stehen zahlreiche hochwertige Erzeugnisse, so na- mentlich Chemikalien aller Art, Treibstoffe, Buna, das uns frei machte von Kautschuk, Kunststoffe und neuerdings auch Textilwaren: industrielle Fette ge­hören auch dazu. Aus diesen schwarzen Klumpen heraus fließt auch das Benzin, das dem Flieger er- laubt, ununterbrochen im Einsatz gegen England zu fliegen, ohne vom Auslande abhängig zu sein.

Diese gewaltigen Leistungssteigerungen aber sind die Erfolge des deutschen Bergmannes. Darum ist der deutsche Bergmann der erste Soldat der 21 rb ett. Ohne eine zahlreiche, gutausgebildete deutsche Bergarbeiterschaft gibt es feine Freiheit der deutschen Wirtschaft und keine Reichsverteidigung. Die harte Arbeit des deutschen Bergmannes gewähr­leistet Sicherheit und Stärke Großdeutschlands, ge­nau so wie das scharfe Schwert unserer stolzen deut­schen Wehrmacht, das aus dem von ihnen geförder­ten Stoff geschmiedet wird. Um die anstrengende Arbeit des Bergmannes zu erleichtern, ist getan worden, was im Rahmen der deutschen Kriegswirt­schaft nur getan werden konnte. Für die zusätzliche Ernährung des Bergmannes ist nach besten Kräften gesorgt worden. Auch die deutsche Lohnpolittk wird der schweren Arbeit des Bergmannes Rech­nung tragen. Der Bergmann soll in der gesamten deutschen Arbeiterschaft wieder der be st be­zahlte Arbeiter werden. Vor allem sollen Ehre und Ansehen des deutschen Bergmannes für alle Zukunft gewahrt bleiben. Er blickt auf eine stolze tausendjährige Tradition zurück. Diese Tra­dition gilt es zu pflegen und auf kommende Gene­rationen zu übertragen. Wenn euere Arbeit hart und schwer ist, und wenn ihr vielleicht oft in dem Uebermaß dieser Arbeit zu verzagen droht, bann denkt an den Mann, der für uns alle schafft und arbeitet, denkt an den Führer, der ununter­brochen die gewaltigste Verantwortung, die je ein Deutscher auf seinen Schultern trug, zu tragen hat. Er steht für das Reich, für seine Größe und für feine Zukunft! Sein Genie ist es gewesen, das uns aus tiefster Nacht wieder emporgehoben hat zu strah­lendem Licht. Seine mächtige Willenskraft, sein un­erhört starkes Pflichtbewußt'sein schufen die Voraus- setzung für den größten aller Kämpfe. Und er wird es auch fein, der den größten aller Siege erfechten wird. Wir gedenken in dieser Stunde in heißer Dankbarkeit unseres Führers, des ersten Arbeiters des Reiches, des ersten Soldaten der Wehrmacht, des großen Feldherrn. Begeistert stimmen die Teilnehmer in das Sieg-Heil auf den Führer^ein.

Artilleriewaffe war der Inspekteur der Artillerie erschienen. Unter den weiteren persönlichen Gratu­lanten war auch Reichskviegersührer General Reinhard.

Oer norwegische Komponist Smding 85 Jahre alt

Oslo, 11. Jan. (Europapreß.) Der norwegische Komponist Christian Sinding, der neben Eduard Grieg als der Mitbegründer der Weltgeltung der norwegischen Musik anzusprechen ist, beging bei voller Gesundheit und Arbeitsfreude feinen 85. Ge­burtstag. Er hat feine musikalische Ausbildung vor vielen Jahrzehnten am Konservatorium in Leipzig begonnen und Deutschland sein ganzes Leben hin­durch wärmste Freundschaft bewahrt. Reichskom­missar Terboven übermittelte dem Jubilar zu­gleich mit seinen Glückwünschen zum Geburtstage eine Einladung nach Deutschland. Reichsminister Dr. Goebbels sprach ihm telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche aus und übermittelte dem greifen Tondichter sein Bild mit eigenhändiger Wid­mung. Reichsminister Rust sandte ebenfalls ein in herzlichen Worten ^gehaltenes Glückwunschtelegramm. Der 'Leiter der Nordischen Gesellschaft, Gauleiter Lohse, hat Christian Sinding das Ehrensiegel der Nordischen Gesellschaft verliehen. Diese Auszeich- nung der Nordischen Gesellschaft ist bisher ver­liehen worden: Jean Sibelius, Gunnar Gunnarsfon, Professor Alfred Ploetz, Hans Friedrich Blunck so- wie dem Generaldirektor der dänischen Staats­bahnen Peter Knutzen.

Empfang Molotows für den deutschen Botschafter.

Moskau, 12. Jan. (DNB.) Aus Anlaß des Abschlusses der deutsch-sowjetischen Verträge ver­anstaltete der sowjetische Regierungschef und Außen- kommissar Molotow einen Empfang für den deutschen Botschafter in Moskau, Grafen von der Schulenburg, den Leiter der deutschen Wirtschaftsdelegation Gesandten Dr. Schnurre, die deutschen Waffenattachös mit ihren Damen und dem übrigen Stab der deutschen Botschaft in Mos­kau. Von sowjetischer Seite nahmen an dem Empfang teil: der Volkskommissar für den Außen­handel der UdSSR., M i k o j a n , der stellvertre­tende Außenkommissar Wyschinski, der stellver­tretende Außenkommissar Losowski, der stell­vertretende Kriegskommissar Marschall Kulik, der stellvertretende Außenhandelskommissar Kruti­kow mit ihren Damen sowie anderen Vertretern des Auhenkommissariats, des Außenhandelskommis, sariats und des Kriegskommissariats.

Ldn Saud fordert Solidarität der arabischen Welt.

Ankara, 11. Jan. (Europapreß.) Der König von Saudi-Arabien, Ibn Saud, der zur Zeit in Mekka weilt, empfing dort eine Anzahl von ara­bischen Würdenträgern. In einer Ansprache betonte Ibn Saud die Solidarität aller Araber. In verschiedenen Ländern seien die Araber gezwun­gen, gegen England vorzugehen, weil England die im Werden begriffene arabische Einheit allent­halben zu stören juche. Mehr denn je müsse

man die Einigkeit aller Araber fordern, weil nur dadurch die Welt des Islams stark genug werde, um den Frieden zu erhalten.

Eine Kundgebung mohammedanischer Nationalisten Mdiens in Nom.

Rom, 11. Jan. (Europapreß.) Von den in Rom lebenden mohammedanischen Nationalisten In­diens ist anläßlich des Festes Aid el Kabis (Opfer- fest) in einem großen Stadthotel ein Empfang ge­

geben worden, zu dem zahlreiche italienische Per­sönlichkeiten erschienen waren. In einer kurzen An- Öe sprach Professor Hassan Khan sein Bedauern er aus, daß ein großer Teil seiner Lands­leute beider Religionen sich habe durch die englische Propaganda täuschen lassen, die versucht habe, die Achsenmächte und Japan als Feinde des Islams und Feinde Indiens hinzustellen. Der Redner feierte den Führer der Achse und gab seiner Uederzeugung Ausdruck, daß das englische Imperium unweiger­lich besiegt werden würde.

Italienischer Torpedobostsarrgriff im Kanal von Sizilien.

Rom, 12. Jan. (DRV.) Der lkalienische Vehr­machtbericht vom Sonnlag hat folgenden Wortlaut:

In Albanien feindliche Angriffe an der Front der 11. Armee. Unsere Gegenangriffe haben dem Feind empfindliche Verluste zugefügt.

3m zentralen Mittelmeer haben die Ein­heiten des deutschen Fliegerkorps in Fori- sehung der gestern unternommenen glänzenden Tä­tigkeit Aufklärungs- und Angriffsflüge gegen eng­lische Formationen durchgeführt. Zwei starke Schiffs­gruppen wurden angegriffen, wobei ein Kreuzer vom Birminghamtyp mit einer Bombe schweren Kalibers einwandfrei getroffen wurde.

3n der Cyren a ika Artillerie- und Patrouillen, lätigfeil. Unsere Flugzeuge haben feindliche For­mationen in der Nähe von G i a r a b u b bombar­diert. Wiederholte feindliche Luftangriffe auf einige unserer Stützpunkte in der Lyrenaika. 3n O st - a f r i t a Patrouillentätigkeit an der Sudan- und Kenyafront. 3n der Gegend von Gallabat hat einer unserer Vorposten einen von Artillerie unterstützten Angriff zurückgewiesen und dabei dem Feinde Ver­luste zugefügt.

3m Morgengrauen des 10.3anuar sichtete eine Abteilung Torpedoboote bei einer Ueber- wachungsfahrt im Kanal von Sizilien eine starke aus zahlreichen Ueberwafsereinheilen zusammen- gesetzte feindliche Schiffsformation. Un­

tere beiden Torpedoboote griffen entschlossen die Mitte der Formatton an und trafen dabei mit zwei Torpedos einen Kreuzer, der anschließend 1 n sinkendem Zustand beobachtet wurde. Es folgte ein erbitterter Kamps zwischen den feindlichen, von Kreuzern unterstützten Torpedojägern und un­seren Torpodoeinheiten, die ein intensives und lang- anhaltendes Feuer eröffneten, während dem sich aus zwei getroffenen feindlichen Torpedozerstörern sicht­bare Brände entwickelten. Eines unserer Torpedo­boote wurde von einer Salve erreicht, die seine Motoren zum Stillstand brachte, und anschließend von einer weiteren Salve im Munitionsdepot, was seine Versenkung zur Folge hatte. Das andere Tor­pedoboot begab sich sofort zur Rettung der Schiff­brüchigen an den Ort der vernsenkung.

~ 3n der Rächt vom 11. zum 12.3anuar haben über die Schweiz gekommene feindliche Flug­zeuge einen Angriff auf Turin und/ Sa- oigüano durchgeführt und Bomben fowie kleine Brandbomben abgeworfen. 3n Turin wurden einige Wohnhäuser getroffen. Drei Tote und vier verwun­dete find zu beklagen. 3n Saoigtiano sind das Mili­tärlazarett, einige Privalhäuser und die Pfarrkirche getroffen worden. Einiger Schaden, keine Opfer, lieber Catania Hal einer unserer 3äger am Rach­mittag des Samstag ein englisches Flugzeug vom Gwenu-Martin-Typ brennend abgefchoffen.

Deuisch-japanifcher Gedankenaustausch

Telefongespräch zwischen ReichSminister Or. Goebbels und Präsident Ito.

stand der Ausbeutung durch andere Nationen sein. Die Japaner sind fest davon überzeugt, daß sie in der Lage sind, ein politisch und wirtschaftlich selb­ständiges neues Ostasien zu gestalten und daß jede Nation ihren richtigen Platz unter der Sonne ein- nehmen wird. Reichsminister Dr. Goebbels er­widerte: So wie Japan bestrebt ist, im ostasiati­schen Raum eine politische Neuordnung zu verwirk­lichen, arbeitet das nationalsozialistische Deutsch­land zujammeg mit dem verbündeten jajchijMch

Berlin, 12. Jan. (DNB.) Am Sonntagvor­mittag fand ein Telephongesprach zwischen Reichs­minister Dr. Goebbels und dem Präsidenten des japanischen Informationsbüros Prof. Dr. Ito, statt. Letzterer erklärte: Unsere Politik bezweckt eine Umge­staltung Ostasiens auf einer yeuen Grundlage. Es ist notwendig, eine neue Kultur zu schaffen, die eine unerschütterliche Grundlage für die gemeinsame Arbeit der Völker sicherstellt. In Zukunft darf Ost- asten nicht mehr Kolonie anderer Völker oder Gegen-