Ausgabe 
12.4.1941
 
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sch en Ansturm.

Nun ist es soweit. Am 6 April 1941 hallen die Täler der mazedonischen Berge in tausendfachem Echo wider von dem Toben der Artillerieschlacht, dem Heulen der Flugmotoren, dem Donner der einschlaqenden Stuka-Bomben und dem unaufhör-

hatten. Und dann setzte die Hölle ein, die muh |' an den Großkampftagen im Westen nicht schlimmer ' war. Jeder Schuß wirkt sich hier mit Echo uiti Stein-schlag nach dem Auftreffen der Granate dop­pelt und dreifach aus. Das Gurgeln der groß­kalibrigen Geschosse läßt die Gebirgsjäger, die h langen Reihen mit ihren Mulis hinter ihren Ka­meraden, die schon oben auf den Höhen die Bunts der Griechen räumen, durch blühende Obstgärten und Bergwälder hochsteigen, immer wieder Dcrfuiq am Hang suchen. Die bulgarischen Soldaten sind von der Grenze zurückgezogen worden und erleben nm mit großen Augen, in Erdlöchern hockend, was vor ihnen abspielt. Sje haben sich auf den Kamp-, der auch ihnen ihr Recht bringen soll, gefreut, aber nun sind sie doch etwas erschüttert über d ie Machs des deutschen Angriffes. Das haben ft-

doch nicht erwartet. , m

Der Schwerpunkt des Kampfes liegt am Rüpel- Paß, dem Durchbruch der Struma in die Ebener von Serres. Die Berge auf beiden Seiten de- Flusses sind in modernste Festungen verwandelt, dir vom Gegner dicht besetzt sind. Sie stellen das Mittel tück der Metaxas-Linie dar. Zur Eroberung diese- Bergfestungen, die bis über 1800 m hoch liegen, Jirü Gebirgsjäger eingesetzt. Sie sollen über die ©ipfe seitlich des Passes steigen und diesen von hinten öffnen. In der Nacht zum 6. April nahmen sie be­reits die ersteGrenzberichtigung" vor, d. h. dir scharfen Wachhunde der griechischen Grenzposten wurden vergiftet, damit sie die Annäherung ds Spähtrupps nicht melden konnten. Die Posten selbst wurden dann mit Handgranaten ausgehoben, wen- es nicht gelang, sie zu überraschen und ihnen bi: blanke Waffe auf die Brust zu setzen. Die Fern !

Truppen. Kraftwagenkolonnen und Stellungen in Jugoslawien angegriffen. Kampflugzeugver­bände haben Hafenanlagen und Lagerhallen des Flottenstützpunktes Sebenico getroffen. Die Wasier- slugzeugplähe von Divulje und Slofella wurden er­neut mit Bomben und rNaschinengewehrfeuer be­legt, wobei Brände entstanden und vier Wasserflug­zeuge beschädigt wurden. Auch die militärischen An­lagen von Bagufa wurden erfolgreich angegriffen. In Griechenland wurden der Bahnhof von Kiyarissa beschädigt und eine Eisenbahnbrücke übet die Arkadeika (Peloponnes) zerstört. Am 9. April haben Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps den Piräus angegriffen und dabei ein großes Brenn­stofflager in Brand gesetzt und vier große Dampfer sowie Hafenanlagen schwer beschädigt.

In der Lyrenaika geht die Verfolgung des Feindes in östlicher Richtung weiter, während gleich­zeitig das ungeheure Beutematerial gesammelt und die Gefangenen eingebracht werden, unter denen sich auch der Armeegeneral Jleame befindet. Verbände des deutschen Fliegerkorps haben Hafenanlagen und Schiffe im Hafen von Tobruk erfolgreich ange­griffen. Italienische und deutsche picchiatelli und Stufaoerbänbe haben Truppenansammlungen In der Nähe von Tobruk bombardiert.

In O st a f r i t a nichts Neues.

Mloffe 'M b

Frsitagnachmittag fand die dritte AusspraKe zwischen M a t s u o k a und Molotow statt- r*

Tokio. 10. April. (DNB.) Der frühere S-»' ralstabschef der japanischen Kwantung-Armee, 0** neralleutnant Kimura, ist als Nachfolger dso Generalleutnants Nanami zum stellvertretend^ Kriegsminister ernannt worden. Gleichzeitig wurD Generalleutnant Poschida zum Direktor des ntw geschaffenen Hauptbüros für die Motoris'^' r u n g der Armee ernannt, während Generalle^ nant M y a k a t u e zum Ersten Jrrspekteur des nm' geschaffenen Nachrichtenkorps ernannt Generalleutnant S o r o b e , der im aktiven Die^ an der Mittelchinafront steht, wurde zum SÖHtfl*1* des Obersten Kriegsrates ernannt, während W1' ralleutnant F u j i o, der Direktor der Armeeschuu^ als Nachfolger des Generalleutnant Kimura 3UI- Kommandeur des westlichen Militärbezirks ernon wurde.

erbittert wehren.

In dem Gelände zwischen den Stellunyen, du- die Griechen natürlich genau kennen und vermess» haben, wirken sie immer wieder mit Granatwerfer und anderen Steilfeuerwaffen. Es treten VerlB' ein. Aber es verliert niemand dis Ruhe. Dir Der- mundeten werden versorgt und gleich von den F fangenen Griechen, die eben erst verstört aus ihr» Löchern herausgekrochen sind, mit nach hinten gw schleppt. Es gibt auch schmerzliche Verluste un:ti den tapferen Männern. Wo der Angriff stecken zp bleiben droht und die Widerstandskraft des Feind-:- noch nicht erschüttert ist, wird durch die Artiller«- beobachter und Verbindungsmänner Unterstützt der schweren Waffen angefordert. Auch die ©t* stiegen auf besondere Aufforderung weitere Aw

10

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3m Cittempo nach Agram.

Bilder vom Vormarsch -er deutschen Truppen aus die kroatische Hauptstadt.

Bon KÄegsberichter Gerhard Emskötter.

3m Kamps um die Metaxas-Linie Vorstoß in allgemeiner Dichtung Aegäisches Meer.

Bon ft-negsbenchter Günther Hehsmg.

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lichen Rasseln der Maschinengewehre. Die deut- öun|u/cn mu-iuuiu unu »uiviuu- r .

s ch e Südostarmee ist angetreten. Mit Unterredung dauerte diesmal über zwei 6tuno< - Handgranatenschlägen und Sprengladungen begann Aus japanischen Kreisen verlautet, daß burd) es schon im allerersten Frühnebel auf den Berg- Besprechung verschiedener Fragen nuntnebf ..

als StoHtrupps der^ Gebirgsjäger die^heit geschaffen worden sei. Am Abend uwhnte * japanische Außenminister auf Einladung der v jetregierung einer Opernvorführung bet

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3 000 Kilometer von der Munitionsfabrik bis zu dieser Front zurücklegen muß, um sich einen Begriff von der Organisation der deutschen Balkan- armee zu machen. Dabei kann noch aarnicht ver­anschaulicht werden, wie diese 3000 Kilometer im einzelnen aussehen; erwähnenswert ist noch, daß nur eine einzige Eisenbahn auf der gan­zen Frontbreite nach Griechenland führt und daß diese Bahn am äußersten linken Flügel hart an der türkischen Grenze verläuft.

Allgemeine Dichtung: AegäischeS Meer

Die Ausgänge der Gebirgstäler, die nach Griechenland führen, liegen auf griechischem Gebiet und sind st a r k b e f e st i g t. Engländer und Griechen versperren sie mit Bunkerlinien, Panzer- kuppeln und Bergbefestigungen. Sie sitzen also so­zusagen wie ein Pfropfen vor einem sehr langen engen Flaschenhals. Die erste Phase des Feldzuges stellt also den Kampf um diese Gebirgsausgänge dar, durch die die deutschen Angriffsdivisionen i n allgemeiner Richtung Aegäisches Meer tief gestaffelt durchstoßen müssen. Eine Der- wendung von Panzern kommt hierbei nicht in Frage. Es ist hier vielmehr eine Lage wie an der Aisne, wo Infanterie, in diesem Falle hauptsächlich die Gebirgsjäger, den Panzern den Weg zu einem Gelände bahnen müssen, in dem sie sich voll aus­wirken können. Das wird auf den linken Flügel,

DNB. ..., 12.April. (PK.) Noch brandet in uns die Erregung, die uns feit gestern abend, wo wir in Agram Einzug hielten, ob des phantastischen Empfanges durch das kroatische Volk unsere Herzen erfüllt. Auch heute morgen setzten sich die Ovationen der begeisterten Bevölkerung ununterbrochen fort. In dichten Gruppen umstehen die Massen jedes deutsche Fahrzeug in den Straßen, immer wieder wird unseren Feldgrauen begeistert zugejubelt. D i e ganze Stadt ist in.ein Flaggenmeer gehüllt. Zwischen dem frohen Rot-Weiß-Blau der kroatischen Nationalfarben leuchten viele Haken­kreuzfahnen. Längst haben wir die. Strapazen ver­gessen, die in den hinter uns liegenden Stunden alle Kräfte erforderten. Der Heimat jedoch, die voll Stolz die Nachricht von der Besetzung Agrams ver­nommen hat, wollen wir kurz schildern, wie der Vormarsch auf die Hauptstadt des jetzt freien Kroatien vor sich ging. .

Die Hauptgruppe der deutschen Panzereinheiten, denen Befehl gegeben worden war, Agram in die Hand zu bekommen, stieß in schnellem Tempo vor. Wir fuhren mit der Aufklärungsspitze, die sich ge­radezu im Renntempo vorwärtsbewegte, und das bei den verschlammten, mit tausend Schlag­löchern gepflasterten Landstraßen. Die Männer hin­ter den Lenkrädern, auf den Krädern und in den Panzern vollbrachten wahre Glanzleistungen ihrer Fahrkunst. Längs der Straße, überall, auch in den kleinsten Dörfern, bildeten die Bauern Spalier, winkten mit frohen Gesichtem ihren Befreiern zu, auch hier, an jedem Haus die Flagge Kroatiens. Eine größere Garnisonstadt lag vor uns. Noch ehe wir sie erreichten, kommt uns ein PKW. entgegen. Heraus steigen kroatische Offiziere mit wei­ßen Armbinden. Sie erklären dem Panzerhaupt­mann, daß sich die Garnison ergeben wolle. Sie hät­ten heute Nacht alle Serben, die sich in ihren Reihen befanden, davongejagt, ihre Geschütze und anderen Waffen vernichtet. Unser Panzerhauptmann läßt den Kroaten durch einen Dolmetscher bedeuten dieser ist der Bürgermeister des Ortes und stellt sich uns

als der Kreisleiter vor, daß die Sache in Ord­nung ginge. Wieder werden die Motoren angewor­fen und Minuten später braust unsere Spitze durch ein jubelndes Spalier kroatischer 6o t- baten in einem Walde. Gerade als wir um eine Ecke biegen, steht plötzlich ein s e r b i s ch e r A r t l l- lerietroß vor uns. Er feuert mit Karabinern auf unsere Panzerspähwagen. Im gleichen Augen­blick jagen einige Feuerstöße aus den Sehschlitzen, hageln MG.-Garben vernichtend in die Panjewagen mit den kleinen Pferden, die im Nu in die Stra­ßengräben stürzen, an den Bäumen zerschmettert werden. Die Serben hebendie Hände. Ab in die Gefangenschaft! Unser Stabsarzt hilft sofort den Verwundeten. Weiter geht der Vor­marsch. In einem Ort kurz vor Agram kommt es noch einmal zu einem Gefecht mit feindlicher In­fanterie, aber auch hier gelingt es ohne großen Aufenthalt, den Widerstand zu brechen und wieder einen ganzen Haufen Gefangene zu machen. Doch wir können uns um sie nicht kümmern. Ein paar Schützen bringen die Graumäntel nach hinten. Je mehr wir uns Agram nähern, um so schneller wird das Tempo. Das ist beinahe wie in Frank­reich bei dem großen Verfolgungs­rennen. Da, die ersten Häuser tauchen auf. Wir haben unser Ziel erreicht in einer Art und Weise, wie sie bei deutschen Panzermännern üblich ist.

Schwieriger hatte es eine zweite Marschgruppe, die von einer anderen Richtung her auf Agram vorstieß. Sie wurde in heftige Kämpfe mit stärkeren serbischen Einheiten verwickelt. Hierbei konnte un­sere Infanterie herrliche Erfolge erringen und die Serben an allen Stellen, wo sie sich dem Vor­marsch entge-gemoarfen, vernichtend in die Flucht schlagen. Zahlreicke Gefangene wurden eingebracht. Auch in diesem Abschnitt vermochte der Feind also nicht den Vormarsch unserer felbgrauen Kolonnen aufzuhalten. Diese Tatsache wird immer von neuem solange der Heimat gemeldet werden können, bis der Endsieg erkämpft ist.

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^Dieser Gegensatz ist politisch, konfessionell, wirt­schaftlich und kulturell wohlbegründet. Wir haben eben gesehen, daß die Kroaten sowohl wie die Slo­wenen seit dem 12. Jahrhundert keinerlei politische Beziehungen mehr zu den Serben hatten, und vor­her war Kroatien so gut wie Serbien Teil des Römischen Reiches, das im 6. Jahrhundert von den Awaren erobert wurde. Nach Vernichtung des Awarenreiches tarnen Kroatien und Slowenien unter fränkische Herrschaft, später unter Ungarn, und 924 gründete Tomislaw ein selbständiges Kö­nigreich Kroatien, das 200 Jahre später nach Er­löschen der Dynastie an Ungarn fiel. Also auch in der Frühgeschichte Kroatiens zeigen sich keinerlei Berührungspunkte mit dem Serventum. Kroatien hat stets alle Anregungen von Mitteleuropa her empfangen, während Serbien durch die Jahrhun­derte unter türkischer Herrschaft blieb und geistig dem Slawentum verhaftet war. Das spricht sich be­sonders deutlich in der Zugehörigkeit des kroatischen Volkes zur römisch-katholischen Kirche aus, während die Serben dem griechisch-orthodoxen Glauben an­hängen. Die kroatische Literatur, ganz von Mittel­europa beeinflußt, bedient sich her lateinischen Schrift, während die Serben cyrillische Schriftzeichen verwenden. Auch wirtschaftlich stand hier stets ein in Industrie und Ackerbau nach westlichen Vor­bildern hochentwickeltes Volk einem Volk von Klein­bauern gegenüber, das den kargen Boden Alt- Serbiens noch nach der Väter Sitte primitiv be­arbeitete.

So gab es auch von diesen Gebieten her keine Grundlage zu einer Verständigung zwischen Serben und Kroaten. Lediglich ein unerhörter Terror des Serbentums hielt diesen Vielvölkerstaat zusammen»

halten, daß man Truppenunterkünfte, Munitions­und Betriebsstofflager, Lazarette, Derpslegungs- rnagazine, Pionier- und Nachrichtenparks, ja sogar Flugplätze anlegen konnte. Die Pioniere Haven hier wieder M e i st e r l e i st u n g e n im Brücken- und Straßenbau vollbracht.

Wenn der gesamte Aufmarsch, der an dieser Front um vieles schwieriger war als beispiels­weise derjenige hinter dem Westwall, dennoch rei­bungslos verlief und in so kurzer Zeit durchge­führt werden konnte, so ist das allein dem rast­losen Einsatz aller Offiziere und Mannschaften der deutschen Balkanarmee zu danken, die nach den oft schweren Strapazen des Marsches an die griechi­sche Grenze keine Ruhe und Erholung kennengelernt haben. Man braucht sich z. B. nur nachzurechnen, rammen, ais oroßirupps oer ojeoirgsjager oie daß jede Granate, die hier auf die Engländer und j Postenlöcher und Bunker der Grieck-en aushoben, Griechen verschossen wird, einen Weg von etmaivon denen sie frei« Sicht auf bulgarisches Gebiet!

griff«. . . . __

So wird in ganz systematischer Arbeit em starke Befestigung nach der anbern aus der Metaxas-Linie herausgebrsi­ch e n, ohne daß auf deutscher Seite allzu gro£! Verluste entstehen. Die Haltung der ®ebirgsjä0 ist trotz des Kampfes, trotz der heißen Sonne, taf h entstehenden Waldbrände, deren Qualm die Taietf füllt, und trotz der großen Geländeschwierigkeit^ S? fabelhaft. Sie wissen schon jetzt, daß ihnen Nf Durchbruch durch die Metaras-Linie im ersten nr.i- den Ansturm glückt und daß sie den Sieg erringt 1

schen Abgeordneten durch den Serben Dunischa tn offener Sitzung der Belgrader Skupschtina den > Gegensatz der beiden Nationalitäten zu erbittertem Kampf.

Die Königsdiktatur Alexanders I. konnte die Gegensätze zwischen den beiden Völkern keineswegs unterbinden, sondern verschärfte sie noch. Das Ser- bentum, das in der Neugründung der Pariser Frie- densdiktare trotz der Vielfalt der Völker lediglich em erweitertes Großserbien sah, brachte dies auch durch die Aenderung des Namens für den Staat nach außen hin sinnfällig zum Ausdruck. Aus demKönigreich der Serben, Kroaten und Slowenen" wurde em Königreich Jugoslawien" und an die Stelle der historischen Landkarten trat die Einteilung in neun Banate, reine Derwaltungseinheiten, die von Bel­grad zentralistisch regiert wurden. Als 1934 König Alexander in Marseille unter den Kugeln von Fein­den des serbischen Zentralismus sein Leben aus- hauchte, war zwar die Königsdiktatur zu Ende, aber der Zentralismus blieb, und die Spannung zwischen Belgrad und Agram wuchs.

Erst der Regierung des soeben durch Belgrader Chauvinisten gestürzten Ministerpräsidenten Zwet­kow i t s ch gelang es, einen gewissen Ausgleich mit der von Matschek geführten kroatischen Bauern­partei zu erreichen. Aber er war von gewissen ser­bischen Kreisen, namentlich in der Armee, von vorn­herein nicht auftichtig gemeint, denn nach wie vor beließ man die serbischen Truppen in Kroatien und S die kroatischen Soldaten, in Garnisonen der ischen Landesteile zu dienen. Auch die Hofs- nungen der Kroaten auf eine ihrer Dolksstärke und ihrer Wk-tschaftskraft entsprechende Beteiligung an der Zentralregierung des jugoslawischen Staates sollten sich nicht erfüllen. Weder in der Außen- Politik, noch in der Wehrmacht wurden sie zu lei­tenden Stellungen zugelassen. Und auch im Bel­grader Kabinett blieben die kroatischen Minister selbstverständlich stets in her Minderheit.

So gab es in Kroatien auch gegen diesen Aus- gleich eine entschiedene Opposition, die von Ante Pawelitsch geführt wurde, der freilich vor den ferbifdyen Nachstellungen auf italienischen Boden flüchten mußte. Seine Bewegung, die vor allem 'auch von den zahlreichen Auslandskroaten unter­stützt wurde, lehnte jeden Kompromiß mit Belgrad entschieden ab und setzte sich für ein unabhängiges Kroatien ein. In dem Augenblick, als der Sturz der Regentschaft in Belgrad die alte Verschworer- cligue serbischer Chauvinisten ans Ruder brachte, wurde her krasse Gegensatz zwischen Serben und Kroaten erneut eklatant. Daß nach langen und recht undurchsichtigen Verhandlungen Matschek sich von den serbischen Katastrophenpolitikeim für ihr Kriegsabenteuer einfangen lieh, wurde im kroati­schen Volk nicht verstanden, und Ante Pawe­litsch, der Führer der kroatischen Opposition, machte sich zum Sprecher des kroatischen Volkes, als er unter dem Schutz der von Slowenien her in die alte kroatische Landeshauptstadt Agram ein­rückenden deutschen Truppen Kroatien zu einem selbständigen Staat erklärte.

Damit gewinnen die Kroaten nun endlich die Möglichkeit, in einem eigenen Staatswesen ihre Ge­schicke nach ihrem Willen selbst zu gestalten. Ein unabhängiges /kroatisches Reich hat es seit dem 12. Jahrhundert nickst mehr gegeben. Aber sowohl unter der Herrschaft der Ungarn, wie im Rahmen der Habsburger Monarchie war den Kroaten Selb­ständigkeit genug geblieben, um sich ihrer Volks- kraft und ihrer hohen geistigen Kultur entsprechend frei zu entwickeln, denn unter ihrem Bonus roar ihnen eine großzügige Autonomie gesichert. Frei- sich haben Kroatien und Slowenien unter den vielen Türkeneinfällen im 16. und 17. Jahrhun­dert schwer gelitten. Erst im Karlowitzer Frieden von 1699 trat die Türkei die beiden Länder an Ungarn ab. Seit 1777 galten sie als selbständige Königreiche der habsburgischen Krone, aber 1814 begann die verhängnisvolle Magyarisievung, die freilich die nationale Erweckung der Kroaten und Slowenen zur Folge hatte. 1848 wurden Kroatien und Slowenien von Ungarn getrennt und mit hem Küstenland und Fiume zu einem eignen Kron- land erhoben, in dem die österreichische Gesetzge­bung gelten sollte. .

In Dem berühmten Ausgleich von 1867 kamen Kroatien und Slowenien wieder zu Ungarn. 55 v.H. der Lande sein tünfte mußten nach Budapest abge­führt werden. Ein eigenes Ministerium für Kroa­tien wurde eingerichtet und ein Bonus als Haupt der kroatischen Landesverwaltung ernannt. Schon damals forderte die von dem genannten Stephan Raditsch geführte kroatische Bauernpartei die Selbständigkeit Kroatiens, gestützt auf die Mitte des vorigen Jahrhunderts entstandene geistige Bewe­gung des Jllyrismus, der, von der Romantik be­fruchtet, eine Gemeinsamkeit der illyrischen Völker annahm und eine über alle illyrischen Gebiete sich erstteckende geistige Bewegung mit Kroatien als Mittelpunkt ins Leben rief. Der bekannte Vertreter dieser Bewegung war der deutschblütige Bischo Strohmayer, unter dessen Führung in den sechziger Jahren eine nationale Partei entstand, die ein selbständiges Königreich Kroatien erstrebte. Der Jllyrismus scheiterte schon damals an dem Gegen­satz zum Serbentum, oas ihn für feine eigensüch­tigen Ziele eines großserbischen Reiches einzufangen

aller deutschen Waffen.

Bald schon stolperten die ersten Gefangenen, zun j Teil blutend, mit angstverzerrten Gesichtern hure- die deutschen Linien den Berg hinunter nach Wl garien. In diese Aktionen mischt sich nun der erjfc i Schuß, her zum Beginn einer furchtbaren un)! machtvoll einsetzenhen Artillerie--j schlacht roirh. Mörser, Kanonen und Haubitzen.» batterien, Gebirgsgeschütze, 3,7- unh 5-cm-Pak nch l men eine volle Stunhe lang hie Befestigungen unte: I Feuer. Die Kuppen her Berge versinken in Staub j wölken, aus denen immer wieder das Blitzen be: I zerspringenden Granaten aufleuchtet. Ein unaufhöi-1 liches Krachen rollt durch die Täler.

Nach diesem Auftakt, den die Gebirgsjäger M | Teil aufrecht stehend mit ansehen, dröhnen, w. Norden kommend, S t u k a st a.s f e l n, die fid) ans j dem wolkenlos blauen Himmel auf die Sergfeftun-1 gen stürzen. Die Kuppen schwanken untkiV den Explosionen her berstenden Boir-I b en. Der Schnee überzieht sich schwarz mit hob« geworfener Erde unh Steinen. Es ist ein Anbli! | von furchtbarer Gewalt, her sich, burch ben schreck'I lichen Lärm unterstützt, zu einem kaum beschreibe i Schauspiel gestaltet. Auch griechische Flugzeuge er­scheinen kurz, werben aber burch die Flakartillem vertrieben. .

Nach dem Stukaangrift setzt wieder das Ar'> t HI e r i ef e u e r ein. Auf alle Höhen wird trommelt. Die Antwort der Griechen fegt über br: vorderen Linien hinweg in die Täler, in denen- deutschen Truppen zum Angriff bereitgestellt mar« und in denen jetzt die zweite und dritte Welle an- tritt Jedem Schuß auf die Berghänge folgt ein Steinregen. J

Nach der Artillerie- und Stukavorbereitung folti nun d ec? In f a nte riea n gr i f f. Das Abwehr­feuer des Gegners kann den Angriffsschwung bc: Gebirgsjäger nicht hemmen. Sie springen uni) lausen, jede Deckung ausnutzend, an die griechisch-- Stellungen heran. Sie lassen sich nicht abuxijnr. als die Griechen nun in den unbeschädigten Buch kern nach dem Artilleriefeuer die Stalstscharten ör- nen und das Feuer aufnehmen. Mit Handgranaicir Sprengladungen, Maschinenpistolen und HandseM- waffen werden die Betonklötze ausgin ! räumt, in denen sich die Gri-echen teilweise noch

wo den Griechen in Thrazien das Hinterland zur Verteidigung und die Rückzugsmöglichkeit fehlt, und wo unsere Truppen von den bulgarischen Bergen schon silbern in her Ferne das erstrebte Ziel schim­mern sehen, nicht ganz so schwierig sein wie all dem rechten Flügel in Mazedonien. Hier, wo mit dem gleichen Ziel im Weltkrieg schon jahrelang vergeblich gerungen worden ist, haben die Griechen als Abbild der Maginot-Linie ihre schwer b e - stückte und über hohe Berge verlau­fende Metaxas-Linie ausgebaut. In ihr erwarteten sie im Vertrauen auf ihre englischen Bundesgenossen unbelehrbar und verhetzt ben beut-

sprechleitungen, hie nach hinten zu ben Bergbefesli. j gungen laufen, würben durchschnitten. II

So wäre es ein Gebot der Klugheit gewesen, durch aufrichtige Zusammenarbeit mit dem Deuffchen Reich die Existenz Jugoslawiens zu sichern, und es war polittscher Selbstmord, als bis serbischen Chauvinisten ben Beitritt zum Dreimächtepakt anul- lierten. Nun ist hie Lawine ins Rutschen gekom­men, die ben jugoslawischen Staat unter sich be­graben wirb. Wie Kroatien durch ben Sieg her deutschen Waffen seine Selbständigkeit erlangt hat und die einstmals durch die Pariser Friedensdiktate von Ungarn abgetrennten Gebiete der Batschka und des Banats wieder mit Ungarn vereinigt werden, o wird der Gedanke der Revision mit den deut- chen Truppen weiter marschieren und gutmachen, was die Väter von Versailles auch im Südosten unseres Erdteils gesündigt haben.

Dr. Fr. W. Lange.

Oer italienische Bericht.

Nom, 11.April. (DNB.) Der iiallenische wehr- machtberichl vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

An der jullfchen Front ist Congatico befehl worben. Die Kampfhandlungen im 5 a ve- Ial sowie im Ljubjanicatal gehen weiter.

In Albanien geht an der Ostfront der Vor­marsch unserer Truppen in jugoslawisches Gebiet weiter.

An der g r i e ch i s ch e n F r o u t nichts Neues.

Unsere Luftwaffe hat im Tiefflug feindliche

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Ernennungen

in der japanischen Wehrmacht | h

Griechisch« Front, 12. ülprii. PK. (DNB.) Seit dem Einmarsch deutscher Truppen in Bulgarien ist nun etwas mehr als ein Monat vergangen. Diese Zeit ist dazu ben-utzt worden, die deutsche Süd­ostarmee des Genera-lfeldmarschalls List an der Grenze aufmarschieren zu lassen.

Am 6. April 1941 sind deutsche Truppen in ganzer Breite über die etwa 370 Kilometer lange bul- garisch-griechifche Grenze vorgegangen. Es ist w i e - der Krieg in Mazedonien. Um aber diesen Krieg in seiner Eigenart beschreiben zu können, muß zunächst einmal der Aufmarsch- und Bereit- tellungsraum der deutschen Angriffsdivisionen ge- childert werden. Es ist die B e r g ro e 11, die sich zwischen Bulgarien und Griechenland auftürmt, die Rhodopen, das Rila- und das Pirnin-Massiv mit Höhen bis z u 2900 Meter. In Anlehnung an die wenigen durchlaufenden Täler, die das Ge­birge von Nord nach Süd durchziehen, ist her Auf­marsch vorgenommen worden. Man mußte zum Her­anführen von Truppen, Munition, Verpflegung und Gerät aller Art die wenigen vorhandenen Straßen benutzen, ©ie sind aber zum großen Teil nur ein- bahnig besahroar, so daß ein Gegenverkehr nur möglich ist, wenn durch die Verkehrsregelung der eine Talausgang gesperrt wird und alle noch in den oft 20 bis 30 Kilometer langen Engstellen marschierenden Fahrzeuge am anderen wieder her­aus sind. Wer einmal' aus dem Flugzeug diese wilde unzugängliche Bergwelt gesehen hat, in der die wenigen Straßen in tiefen, viel­verschlungenen Schluchten verlausen, was man an den graubraunen Staubfahnen leicht erkennen kann, die in ihnen, vom Durchgangsverkehr aufgewühlt, wie Nebelfetzen wandern, der wird nickt glauben, daß in solch einem Gebiet eine ganze Armee auf- marschieren konnte. Er wird es nicht für möglich