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ict immer wieder eine Erlösung aus dem Dun-
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I. Tarife für Haushalte.
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Stromverrechnung für Gewerbe-Kraft.
1 Die Verrechnung erfolgt entweder mit einer Grundgebühr je nach Größe der angeschlossenen Motore und 8 Pf. Arbeitspreis pro Kilowattstunde oder
2 mit 20 Pf. pro Kilowattstunde und entspre- *" chender monatlicher Zählergebühr;
verbrauch infolge des gleichen Arbeitspreises für Licht und Kraft über einen Zähler gemessen werden kann. Das gleiche gilt bei Zusammenfassung der Wohnung mit einem gewerblichen Betrieb, d. h. also für Betriebe, die ihr Gewerbe direkt im Anschluß an die Wohnung ausüben bzw. dort, wo ein Teil der Wohnung für das Gewerbe benutzt wird;
neben dem Kleinstabnehmer-Tarif für Licht mit 38 Pf. pro Kilowattstunde, für Kraft mit 20 Pf. pro Kilowattstunde, besteht auch für den gewerblichen Betrieb die Möglichkeit zum Bezug von Wärmestrom zu 8 Pf. für die Kilowattstunde, wenn der gewerbliche Betrieb ein fest angeschlossenes Elektro-Wärmegerät wie Herd für die Gefolgschaftsküche, Heißwasserspeicher usw. fest angeschlossen hat.
die Menschen des Westens, dre angelsächsischen verhärteten Händlermenschen, die Ausbeuter diesseits und jenseits des Ozeans, das nicht verstehen und „dulden" wollen, so verschließen sie sich damit ein großes Glück und eine notwendige Zukunft.
Uns aber leuchtet ein Ostern der Verheißung, das uns Kraft gibt aus der Gewißheit eines heiligen Rechtes. Wir find glücklich, uns täglich Freiheit wie das Leben erdienen zu müssen!
Curt Hotzel.
und halb zwischen den Zeilen die verächtliche Haltung Englands auf dem Balkan wenigstens an-
Wohnungsgröße, Anzahl der Wohnräume und Küche,
Größe und Anzahl der gewerblichen Räume iGe werbe),
Größe und Anzahl der angeschlossenen Motore (Gewerbe),
Größe der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LaiÄwirtschaft)
d) Stromverrechnung für Gewerbe-Llchl und Gewerbe-Kraft.
Wählt der Abnehmer sowohl für Gewerbe-Licht als auch für Gewerbe-Kraft den Grundpreis- Tarif mit einem Arbeitspreis von 8 Pf. pro Kilowattstunde, so ermäßigt sich der monatliche Grundpreis um eine monatliche Zählergebühr je nach Größe des Zählers, well der Gesamt-
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Englands Verrat.
Von unterer Berliner Scbriftleitunp.
Der Uebergang über die Donau im Oktober 1915, als ein ganzes Heer im Angesicht des Feindes bei Belgrad über den oft mehrere tausend Meter breiten Strom setzte, wird eine der größten kriegsgeschichtlichen Leistungen bleiben. Schon die Vorbereitung, insbesondere die Herbeischaffung des Materials bis auf den letzten Nagel, den letzten Ponton, die Tarnung der Geschütze, die Bereitstellung der Infanteriemassen, war ein Meisterstück kriegerischer List.
Als am Morgen des 7. Oktober auf das Kommando „Stoßt ab! — Legt ein! — Vorwärts!" der erste Ponton in das regenüberwehte, vom Feuerschein des brennenden Belgrad rot überglänzte Wasser einfuhr, während gleichzeitig von den Save- dämmen aus Boote abstießen und blitzschnell die hundert Kilometer lange Donaufront sich schuppig über den Strom schob, waren die Serben wohl fürs erste überrascht, sie warfen sich aber sofort in die Gegenwehr und suchten die Deutschen und Oesterreichern von den schon eroberten schmalen Streifen des südlichen Ufers wieder in den Fluß zurückzu- werfen. Es gab die härtesten Kämpfe, ehe derselbe Hauptmann, der vor Monden schon die Fahne auf der eroberten Festung Nomo-Georgiewsk aufgepflanzt hatte, nun auch auf der Belgrader Königsburg, dem blutbefleckten Konak, das deutsche Banner hißte, während die Soldaten noch in den Häuserzeilen kämpften und sangen.
Die Härte des Kampfes steigerte sich noch, als in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober die berüchtigte Kossawa losbrach, jener schwarze Donautaifun, der Schiffe aus dem Wasser hob und durch die Luft wirbelte und bis zum 16. Oktober eine Barriere von Wasser und Sturm zwischen Front und Nachschub legte. In ungeheurer Anspannung stemmte sich das Heer vom Strome ab. Am 13. Oktober gab der Feind, erschrocken über die Wälle seiner Toten, das befestigte Pozarevatz auf. Dor einer einzigen bayerischen Kompanie lagen zweihundert gefallene Serben. Der nun folgende Winterfeldzug Mackensens gegen die serbischen Berge im unvorstellbar tiefen Schlamm der Wege, in dem einfach alles steckenblieb, Roß, Mann und Wagen, stellt eine einzige heroische Ueberwindung tückischer Naturgemalte durch den deutschen Infanteristen und Pionier dar.
Die flehentlichen telegraphischen Hilferufe der Serben nach London und Paris verhallten im Leeren. Am 23. Oktober war Altserbien umstellt, die graugrünen Feinde schanzten schon um Kragujevatz, dem größten Waffenplatz ihres Landes. Am 24. Ok-
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aus dickem Horn. In der fächerig gebauten Türken- stadt Dekes am Wardar wurden wir wieder Menschen und sehnten uns bald nach neuen Taten. Es blieb auch dem einfachsten Soldaten bitter unverständlich, daß es nicht nach Griechenland weiterging. Das Wardartal hinunter nach Saloniki, den alten Weltweg Alexanders des Großen; zu gern hätten wir die Engländer und Franzosen ins Meer geworfen, U-Boot-Basen geschaffen und wenigstens an einer Stelle unserer Riesenfront einmal reinen Tisch gemacht.
Leider war damals der Blutkreislauf von der Front zum grünen Tisch schon lange heillos gestört. Wir mußten erst ein Volk werden, um ganz zu werden. Den Wegzoll haben wir Frontkämpfer damals blutig genug gezahlt.
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vis Stadtwerke Gießen haben am 25. März 1941 'k men Stromtarife veröffentlicht und gleichzeitig I lelmtgcgcben, daß bis zum 15. April 1941 jeder Ütuhmer die Möglichkeit hat, schriftlich mitzuteilen, l uh welchem der veröffentlichten Tarife sein Sttom- dixiEchiauch abgerechnet werden soll. Welche Möglich- Heil besteht nun in der Tarifauswahl für die ein« | iftan Abnehmer?
fcme Haushalte, d. h. also Abnehmer, die nur iiii hrer Wohnung an das Netz der Stadtwerke VMzechlossen sind, können abgerechnet werden
a) r ad) dem Grundpreislarif mit einer Grundge-1 W von 60 Pfg. je Raum und Monat und <inem Arbeitspreis von 8 Pfg. ie Kilowatt
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cfreben dem Kleinstabnehmer-Tarif begeht für ‘ lie Haushalt-Abnehmer noch die Möglichkeit, Wärmeftrom zu 8 Pfg. pro Kilowattstunde zu lezichen. Diese Abrechnung wird jedoch nur silchen Abnehmern gewährt, die einen Elektro krb in Betrieb haben. Die Anmeldung zum Närmestrom-Bezug hat also nur für den Ad^ rehmer einen Sinn, der einen Elektroherd de sitzt. Bei diesem Abnehmer wird das Licht zu 33 Pfg. pro Kilowattstunde und der entere ch«nden monatlichen Z-chlergebuhr berechn«
nicht entziehen, er mußte auch in sich selber Ostern werden lassen und damit reif zum Opfer werden. Denn wir wollen uns nicht verhehlen: zum Opfer und zur Opfertat — die ja jeder Krieger vollbringt — muß der Mensch innerlich reifen!
Nun sind wir alle in diese Tat- und Opfergemeinschaft gestellt, draußen an der Front der Soldaten imd drinnen an der Front der Schaffenden und Duldenden. So hat dieser Krieg erst wirklich d i e
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Als wir Serbien schlugen
Von Josef Magnus Wehner.
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Bei Haushalt-Abnehmern, die bisher diesen Tarif noch nicht gemeldet haben, wird in Zukunft, d. h. ab 1 April d. I., die monatliche Ablesung mit 38 Pf. pro Kilowattstunde verrechnet.
Es besteht also für die Verrechnung des Strom- Verbrauchs von Rundfunkgeräten, Bügeleisen, Strahlöfen und sonstigen elektrischen kleingeraten 3um Strompreise von 8 Pf. pro Kilowattstunde nur noch die Möglichkeit durch die Wahl des haushalt- Tarifes.
II. Tarife für Gewerbe.
Bei gewerblichen Betrieben ist zu unterscheiden zwischen den Stromabnahmen nur für Licht, den Stromabnahmen nur für Kraft und den Stromabnahmen für Licht und Kraft.
a) Stromrechnung für Gewerbe-Licht.
Entweder erfolgt die Verrechnung mH monat- lichen Grundpreisen je nach Gröhe der gewerb' lichcn Räume und 8 Pf. pro Kilowattstunde ober b) mit 38 Pf pro Kilowattstunde und entsprechen-
der monatlicher Zählergebühr;
bei den Stadtwerken Gießen an.
Der Bezug von Nachtstrom zu 4 Rpf pro Kilowattstunde
kann allen Abnehmern gewährt werden, ganj gleich, ob sie den Grundpreistarif oder den Kleinst« adnehmertarif gewählt haben. Voraussetzung für die Gewährung des Nachtstrompreis.es ist allerdings der Anschluß und Betrieb eines Heißwasserspeichers. Die Stromentnahme beim Nachtstromtarif zu 4 Rpf. pro Kilowattstunde gilt nur für die Zeit von 22 bis 6 Uhr. Auch der Lichtstrom und sonsttge Wärmeverbrauch wird dann in dieser Zeit zu 4 Rpf. pro Kilowattstunde abgerechnet. (1782A
III. Tarife für die Landwirtschaft.
a) Stromverrechnung nach dem Grundpreistarif. Wird die Verrechnung nach dem Grundpreistarif vorgenommen, dann spielt es keine Rolle, für welchen Zweck der Sttom verwandt wird. Auch die Größe der zu der Landwirtschaft gehörigen Wohnung, der Stallung und sonstigen Betriebsräume sowie die Anzahl und Größe der angeschlossenen Motore und elektrischen Geräte haben keinen Einfluß auf die Höhe des Grundpreises. Der Grundpreis richtet sich nach der genutzten .landwirtschaftlichen Fläche und der Arbeitspreis beträgt 8 Pfg. je Kilowattstunde.
int) der Wärmestrom zu 8 Psg. pro Kilowatt funbe und ebenfalls einer entsprechenden mo- etlichen Zählergebühr
diejenigen Abnehmer, die bereits nach dem Ha jMarrif abgerechnet werden, bezahlen 8 Psg. P Rlümttstunde, ganz gleich, für welche Zwecke
stunde zuzüglich der monatlichen Zählergebühr, und für Kraft mit 20 Pf. je Kilowattstunde zuzüglich der monatlichen Zählergebühr, und 8 Pf. pro Kilowattstunde zuzüglich der monatlichen Zählergebühr bei Anschluß eines Elektroherdes. Als Nebers!cht ergibt sich nach Vorstehendem für alle Abnehmergruppen die Möglichkeit zum Strombezug mit einem Arbeitspreis von 8 Rpf. je Kilo- wattstunde. Lediglich die Grundpreis-Ermitttung ist verschieden und muß von jedem Abnehmer entsprechend der Veröffentlichung der Stadtwerke Gießen vom 25. März 1941 selbst ermittelt werden, um danach seine Wahl für ober gegen den Grundpreis- Tarif zu treffen. Entscheidet er sich für den Grundpreis-Tarif, bann meldet er dies mit den entsprechenden Angaben über
Ostern 1941.
Äls wir im vorigen Jahre das Osterfest feierten (tg die Entwicklung des Krieges noch dunkel und u gewiß vor uns. Wir wußten — in der Breite bs deutschen Volkes — noch nicht, welche Wege »gangen werden mußten, welche Wege zum Siege figren sollten. Und als dann zwei Wochen nach bim Frühlings- und Auferstehungsfeste die deutschen z schwader nach Norden donnerten, als die deutschen Kiegsschiffe die noch immer winterliche See des jtndinaoischen Raumes durchpflügten und die Drschsäulen des Heeres sich auf den Straßen Däne- nvrts und Norwegens verschoben, da ging ein Auf- fltnen und ein Jubel durch das deutsche Herz- die Ii t beglückte uns alle. Und sie war der Auftakt gl einem ungeheuren Geschehen, das bann den Früh- f(nmcr erfüllte und das Antlitz der Welt schon pränbert hat.
Wieder feiern wir Ostern. Wieder spüren wir das Hmmenbe. Aber schon wissen wir in diesem Früh- jhg um die Tat, schon haben wir Gewißheit über bei Weg des Kommenden, insofern, als das ver- engene Jahr und der Beginn dieses Jahres uns k Lösung der gigantischen Aufgabe Schritt um Stritt nähergebracht haben. Und schon marschieren lutere Truppen wieder — diesmal im Süden, im | elften: auf afrikanischer Erde marschieren sie Upen den italienischen Waffenbrüdern und auf dem I Bifan stoßen sie siegreich in die Stützpunktgebiete he Feindes vor.
Nit dem steigenden Frühling wächst unsere Er- I fentnis des großen Geschehens, der großen Wand- lirg. Wir erleben dieses Kriegsostern als faustische Dutsche, die mit ihrem Weltdichter Goethe be- 5 leinen:
„Ja! Diesem Sinne bin ich ganz ergeben. Das ist der Weisheit letzter Schluß:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, Der täglich sie erobern muß."
ij Inb auch bie folgenben Verse bes großen Faust- lUbichts klingen uns heute tief vertraut unb lebens-
„Unb es verbringt, umrungen von Gefahr, | Hier Kinbheit, Mann unb Greis sein tüchtig Solch ein Gewimmel möchf ich sehn, sIahr Auf freiem Grund mit freiem Volk zu stehn." i Im die Osterzeit läßt Goethe seinen Faust be» Mnen, es ist die uns Deutschen seelisch nächste Zeit, ezist die uns innerlich gemäße Zeit des Jahres: Ibi* T a t rauscht auf, die Erde duftet, die Sonne stfqt — es drängt uns zum Schaffen und Kämpfen. Ur> nach dem Dunkel des Winters erleben wir nun in der Form und Bedingtheit des modernsten Ktnpfes um „freien Grund" für „freies Volk" :nüber das Frühlingswunder der Tat. Als der Fnrer am Ausgang dieses Winters zu uns vorn Mhling sprach, da fand er bereite Herzen und ein jublnbes Ja! Zu feiner Forderung unb seiner 23er- hrüiung: Deutschlanb, das deutsche Volk ist bereit, hii1 ihm in diesen Frühling des erneuerten Europa
Sfromoerredjnung nach dem Kleinstabnehmer. Tarif. Wählt der landwirtschaftliche Betrieb den Grundpreis-Tarif nicht, so kann die Adrecb- nung erfolgen entweder nad) dem Kleinstabneh- mer-Tarij für Licht mit 38 Pfg. pro Kilowatt-
ftl. Wir fühlen uns als faustische Menschen immer mi dem Wege zum Heil, immer in der Bewegung Mvärts unb aufwärts. Dankbar nehmen wir bie tote Aufgabe auf uns, in jeder Weife das uns T: ebene mnzupflügen und neu und fruchtbar zu iri >en. Zu keiner Zeit roirb uns das Leben als Iitgabe deutlicher, als eben in dieser Frühlings- kif unb ihrem Feste, der Osterzeit. Als vor acht yfren der große Umbruch unseres völkischen Da- ieiiis erfolgte unb als ..Aufbruchder Nation" ko ganze Volk ergriff, da haben wir dieses Frühem ^wunder wohl am tiefsten gespürt. Es war M'ches Schmerzliche siir diesen und jenen dabei, ttv es gehört zu diesen Auferstehungen, daß sie tyrcrpoll aus dem Alten bas Neue hervortreten
lassen. Unb grabe bieses Ja! zum Leiben, zum Leiden an uns selber unb unserer allzumenschlichen Bebingtheit, ist notwendig, wenn mir unsere Aufgabe als Mensch unb als Volk erfüllen wollen. Keine Neugeburt ohne Schmerzen!
So wirb Ostern für uns eine Bestätigung biefer Dpfemotroenbigteit, ohne bie bas Leben sinnlos und unfruchtbar wäre. Eine durch langen und entnervenden Genußfrieden materialistisch gewordene Welt und Menschheit brachte schließlich einen Menschentyp hervor, wie er uns heute in der britischen Plutokratie entgegentritt: eine Art Mensch, die selbst vom eigenen Unglück nicht mehr innerlich angerührt wird. Hätte diese Menschenart sich für alle Zeiten durchgesetzt unb unser Volk so über« frembet, wie es in ber Zeit nach dem W^tkriege versucht würbe, — bann hätten wir niemals mehr einen Frühling, ein inneres Ostern erlebt, bann wäre bas, was deutsch ist, in uns zerbrochen unb verkommen. Das aber war nicht möglich. Denn dieses Deutsche ist eben stärker unb bamit opferwilliger als jenes sinkende Menschentum des Westens. Das mag manchen unter uns zuerst seltsam unb unverstänblich angemutet haben. Aber bie gewaltige Entwicklung biefer Jahre packte am Enbe auch ihn: er konnte sich bem großen Geschehen1
deuten.
Der englische Skandal von Saloniki hat sich nach weiteren Meldungen noch vergrößert. Schon am Donnerstag wurde festgestellt, daß in Piräus, bem Hafen von Athen, eine große Anzahl non Transportschiffen zusammengezogen worben ist. Diese Schiffe lagen größtenteils sehr hoch aus bem Wasser heraus, waren also leer. Danach steht also fest, daß England genau wie in Namsos und in Dünkirchen eine — vermutlich zum größten Teil zusammengestohlene — Transportflotte einsetzt, um englische Truppen von der griechischen Nordfront in Sicherheit zu bringen.
Kurz vor ber Einnahme Salonikis hatten die Engländer bereHs ihre Staatsangehörigen aus der Stadt abtransportiert, felbstverstänblich ohne sich im übrigen irgendwie um die griechischen Bundesgenossen zu kümmern. Ja, obwohl die englischen Truppen, die man unter so großartigen Hilfsversprechungen nach Griechenland transportiert hatte, noch immer keinerlei Gefechts- berührung mit bem Gegner gehabt haben, unterstrich man in London voll Stolz, baß die englischen Pioniere ,^u r Räumung Salonikis beigetragen" hätten. Das ist die echt britisch ver- kvgene Umschreibung dafür, daß die englischen Pioniere im Bereich von Saloniki ohne Rücksicht auf bie vor ihnen tämpfenbe britische Armee Brücken sprengten, Depots in bie Luft jagten, Lebensmittel vernichteten usw. — alles ausschließlich i m Rücken ber kämpfenden griechischen Armee unb zugunsten ber roieber mal bem Kampfe sich entziehenden Engländer. Am Donnerstag hieß es noch in London, die englischen Truppen würden in Reserve gehalten, am Freitag gebrauchte man bann den ebenfalls täuschenden Ausdruck, sie ständen Gewehr bei Fuß.
Im Grunde genommen ist dies alles nur eine Einzelepisode in dem schimpflichen Verrat, den die angelsächsischen Staaten an den kleineren Völkern mit ihrem ganzen Aufgebot von Kriegshetze, Ga- rantteversprechen, Ankündigung von Rüstungslieferungen, angeblicher Bereitstellung von Kampftruppen usw. verübt haben unb verüben. Die Rechnung zahlen stets nur biese betrogenen Völker, bie selbst nach ben unzähligen oorangegangenen Fällen von britischem Verrat an anderen Völkern, besonders m diesem Kriege, noch Narren genug waren, auf britische amtlid^e Versicherungen irgend etwas zu geben.
tober nahmen die Bulgaren S k o p l j e (Uesküb) unb schoben ihren Truppenriegel über bas sübliche Morävatal: bie Verbinbung zu ben alliierten Truppen, bie nun langsam in Saloniki landeten, war gesperrt.
Am Morgen des 1. November bot der Bürgermeister von Kragujevatz, bie Amtskette um den Hals, vom Wall herab die Uebergabe an; halb barauf fielen Kraljewo unb Nisch. In Kragu- jevatz flog bas Pulvermagazin in bie Luft, bie alte Krönungskirche, über beren Schwelle König Peter unheüverkünbenb gestolpert war, würbe versehrt — nun begann bie tragische Verfolgung bes halb ge- schlagenen serbischen Heeres. In jenen Winterwochen haben wir beutschen Infanteristen bes Alpenkorps Unerhörtes ertragen. In unaufhörlicher Bewegung, bergauf, bergab erreichte uns bald fein Nachschub mehr. Das Brot ging aus, Salz unb Kaffee fehlte, aber wir stürmten oorroärts, ein paar Maiskörner in ber Tasche, auf ber Zunge ben Geschmack serbischen Käses ober ungesalzenen, eilig gekochten Fleisches ohne Würze unb Brot. In Schnee unb Regen folgten wir ben Serben auf bem Fuße, im glühenben Fanatismus ber Verfolgung. Ich erinnere mich bes härtesten Marschtages burch den Schlamm der Dorfstraßen, übernächtigt, die Zähne in die Lippen gebissen, verschneite Hänge hinauf im Eilmarsch. Trotzdem legten wir an jenem Tage auf dem Marsch durch das Windwassertal 70 Kilometer zurück!
Der Serbe war uns überall ein tapferer Gegner, soweit die Soldaten vom Lande stammten. Die Soldaten aus Belgrad, auch die Offiziere, waren feig und unzuverlässig, zum Teil Hysteriker. Die Bevölkerung war stumm und feindselig. Wie oft sehnten wir uns, bis auf die innerste Haut verschlammt und verhungert, nach ben guten, dauerhaften Straßen Frankreichs zurück; wir hätten auch das härteste Arttlleriefeuer in solchen Augenblicken in Kauf genommen! Es ist für ben Soldaten ein gewaltiger Unterschied, ob er mit gefülltem ober leerem Magen in den Kampf zieht!
Es wurde erst bester, als wir nach Mazedonien kamen. Die Mazedonier fühlten sich zu den Bulgaren hingezogen und liebten uns als Bundesgenossen. Hier gab es Maisbrot, und wir vergaßen schnell die ungeheuren Sttapazen im eiskalten Inferno des Ibartals, die Hunderte von abgeschirrten, sterbenden Pferde, die nackten, beraubten Toten, die Nachtlager auf blankem Schnee und den brennenden Hunger. Wir hatten keine Füße mehr, sondern Hufe
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~u ILstern aber heißt auch Einkehr und Samm- gtS (im g. Das Frühlingsopfer brachten unsere Alt- vageren um diese Zeit dar unb ben Dank an bie rbast Wheit, die uns das neue Leben des steigenden m M &res schenkt. Die Auferstehung in uns selber be-
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*SctlwarF Vezßvieiltt-öo-a enthärtet das Wasser und löst über Nacht den Schmutz aus der Wäsche
Wir wissen nicht, wie die griechische Regierung über ben schamlosen Verrat ber Englänber an ber grieckstschen Armee benkt. Aber soviel ist sicher, daß die nochmalige Wiederholung des feigen . militärischen Verbrechens, das bie Englänber schon
Volksgemeinschaft geschaften, bie ja md)t; Quf ben Kriegsschauplätzen von Namsos bis Dün- nur eine Sache bes politischen Bekennens ist, fonbern Kirchen fortgesetzt begangen haben, einen immer ein Akt des Opferns unb ber Tat. Wir spüren die- stärkeren Widerhall peinlichster Art in der ganzen ses Wachstum auch im Alltag unb in ben kleinen ! Welt bekommt. Es muß schon besonbers übel zum Leistungen an unseren Opfersonntagen unb in den Himmel stinken, wenn selbst anglophilen Dienstbarkeiten ber neuen Lebensform, in die uns j 2 § j t u n g e n Amerikas halb ausgesprochen der Nationalsozialismus hineingefuhrt hat. Wenn und halb zwischen ben Zeilen die verächtliche Hal-


