Iahfeshauptmusleruna her 2Nanne*R<nneraö chast Gießen. 9/m ©onnlnfl hielt die Marine-Kameradschaft ühr,). n Im Makirn-Hatm an bei Lahn ihre gui bl* |ud).v aal)ri«hauplmu|krung jtuiiH'rab|rf)a|tD|ÜI)rn Uld) nab nun licht der Jtainei ab|d)(i|<«|übruivp für da« ;3ahr 10-10, uu > hem au entnehmen mar, buh audi ba« Krt«g«sahr 1040 al« «In tr|plfhUd)ro be« Atljnit werden kann. (Ein pule« kamerad|d)aftlid)e-> Band Aiülfchen den Romeraben der Front unb der j)flmai besieht, wie die viele» Kartell, Briese sowie irmelllfler Urlauborbesuch Im Marineheim beweisen viele brausten Hehfiibe Kameradkn mürben auegt- Arid)nrt iino besöroort, *21 um im B, lld)Isfahre min- Drn mehrere Tonsilmvcranstaltungtn veranlaßt. bie, vorn Kameraden U)larhu,-(Dlabe|i,lhimbtl Heinemann geleitet, guten 'Beriatlf nahmen und Immer gilt belud)! marin. Ihr ymi'tf, bei brr dugenb bl< Plebe zur See unb den Willen zum Wehrdienst bei her K> I egomarine zu wecken, dürste erreicht sein Die Im Hause beo Wahres abgeholiinen Kamerad chasla-Muslerungen mnren flut besucht. ’Jhu clngi?- reten sind mehrere Kameraden, burm lob schied n *|r. 0 । ul) und da» imtei st Ützenb, Mitglied Biel mann au». Die Kanlerab|cha|t hatte ferner den Tob Ihres langsührigen .tyelmucrmalkre Ernst Biegler zu beklagen. ;d)r Gedtichlni» mürbe gebührend geehrt Der Karne,ab|chastv|iihrer ehrte bann den Kam ra den Wilhelm Schmidt für 40 Jahre bewiesene Treu« zur Kanieradsihast
Nach brm Bericht brr Kamerab|chast«|ührung gaben bie Ka|sen|»ihrer Seibert für Dir uame- rabjÄa|l«fa||ö und Kamerad Herbert sür die W!ll|lbast»|iihruna ihre Nechnungslegimg Nach den Mlttellungei, beo NechniiNg»tiii»fd)uIseo mürben voll« kommen einwandfreie BuchsÜhrling und geordnete Fliianzvcrhäftnlste vorgejunDen. so dast den Kassen* sührern mit Worten de« Danke« Enttastung erteilt werden konnte
Zum Schiestmart wurde stir den einberufenen Schkstwurt der Kamerad Horst Schmidt neu be- stellt. Wk Platzw.ii I wurde neu verpflichtet der Kamerad Viihmlq 'Hieran.
.s)!>uptge|nla|chnito|tihrer Ernst Nuppel sprach bann über die Zusammenarbeit zwischen Marine- $*>A. nnb Marine-Kameradschaft. Nus Grund einer Vereinbarung zwischen der Neichofugendslihrnng und dem Ne - -Mnrinebnnd übernehmen die Marine- 5ramerab|i1)a|len die Unterhaltung des Auobildiings- lind Boolsmaterials her Marine-HI. In (Wehen, wo |il)on Immer enge Bindungen zwischen den formal Io neu, die den Morinegedanken vertreten, bestanden, wird diese Mastnahme weitere Zusammen- nrb-'U zur Folge haben.
Die ^ahrevhonptmufterung wurde vom Kamerad, schaito'üllrer ge|cl)lossen mit der Erinnerung an die ei hoben n O i eigni||e Im Weltgelchehen, mit dank hm em Gedenken an alle, dir stir Dl-ntschland starben nhi-r leiden und mH dem Gelöbnis der treuen (ße- |oln|i1)n|f für den Führer
Vlnfchllkstend an die Iah re« h a u v Imusierullg führten Marlne-.^labsseldw bei H einema n n lind Maat (5 d) m I b t In bem vollbefebten Marineheim dir Krlrgnmorin,-filme ..Sililachstchlfse in Fahrt" nnb „Seefahrt nn'd Wlsfen'chafl" vor. ^nobefonbrre der letztere Film, b-r die ForschunflareUen beo Bermes- sungoschlfse« „Meteor" nnb die vielfältig« Klein- arbeit an ®nrt he» Schilfes zeigte, fand regen Hin» klang. Der Tonfilm „Schlachtschiffe In Fahrt'* war ein lebhalteo Bild her IdllflMt unfercr grasten Krlcaofchisfe.
^ief*ett'CTkitvC.inben.
film Samstagabend hielt die Spar- und Dar» lehn»!ässe Klein-Linden ihre 18. Jahreshaupli'cr. ammfuilg unter Leitung de» Borsiilkuben de» Bus» ichte rat« Heinrich F i | ci)e r ab Kaisen rechne»- Theo- inr Leib erstattete den Bericht über blc Jahres« rechnung und hie Bilanz Allgemein war sesJu» stellen, bah einem RückWig her Schlliden eine auherorbenllldje Erhöhung her Spareinlagen gegenüber stehl Diese wllchsen Im Gefchöftsiahr non niü r.(«) NM auf 4üfl 220 NM an. Der Kleinfpar» Markenverkauf belief sici,, die Schulfporkasse ringe» ici lofsen, ans 10 002 NM; glich hier liegt eine ve« irdd)Üld)e Steigerung gegenüber bem Bors aff, vor. Den Gefchäftlvoridd gab her Direktor her Kasse, Schreinermeister Wilhelm F e >) Der Mitglieder- ltond hat sich um 3 auf 204 mit 272 Anteilen er» nicht. 102 neue Sparbücher konnten ausgestellt mrr- hen Der Neliifi'winn beläuft sich auf 1308,79 NM Oi soll wir lolgt verteilt werden: Ans die ringe- zahlten Mitglirberbeltrüge werden 5 n..(') an Dlul« henbrn ausbrzahlt Der lNenleindeoolks- und Sä tilcr- l'ücherei werden 10 NM., her Kleinkinderschule .0
Reichsmark überwiesen, für da« Krleg-winterhilfs» mcrl1 merben bO yiVlt ber» tlgesteitt. Uei du DieibniDe Nest soll Je zur Hälfte her Betriebirtlcklage und bem Neservesonbo zugesüdrt werben Die Nechnung fand Oknehmigung, jo das, dem Borstand, dein Aus- slchtcrat und Dem 'Hedjni-r einstimmig Entlastung erteilt werden könnt«. t)ae fatzung geniäst aueschel- henbe Uchrstandttmitglied Friedrich Stein und die Aussichlvr-alvmitgliedei Ludwig Bolk IV. und Friedrich Stelnmüller wurden wieder mit ihren Aemtern betraut. Pg Bechtold al» Vertreter der Paitel wies zum Schlust noch auf die gesunden Verhältnisse der Kaffe hin und schlost mit betn Grust an den Führer die Jahreshauptversamm- lickg.
(Siebener (?xblad)ft>iebmarH.
Auf dem aeftrlaen Gießener Schbichtoiehmarkt (Ächlachtvieh-Bei leitung.markt) in der Btehverstet» gcrungshall« Nhetil-Main lasteten Ochicn 32 bl» 43,8, Bullen 30,8 bis 49,5, Kühe 18 bis 46,8 Für» fen 33 bis 40,t, Kälber 27 bis 87, Schafe 20 bl« 44 ytpf. |e % Kilo Lebendgewicht. Für Schweine wurden fe Kilo Lebendgewicht folgend« Preise bezahlt: Klosse n (IhO !<<' und mehr) 1, M, In (I■»> bis 140,5 kg) 1,13, b2 (120 bl« 134,5 kg) 1,11, c (00 bl« 110,8 kg) 1,07, d (80 dis 80,5 kg) 1,01, c l (unter 80 kg) 0,0/, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Allschnei- der) 1,11, g*2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 Vieichimart. Markt verlauf, regeimaizig, alle» zu- geteilt.
(Dichencr Wochenmarktprelfe. Nachstehende Preise stnd Handlerpreife und verstehen sich für A'Warc Für lt-Ware ober abfallende Ware Idiihc für Selbflerzeuger liegen die Pretfe niedriger
♦ 0) I e ß e n, 12. Mürz. Auf dem heutigen Wochen- markt kofteten: Markeiibutler, kg 1,80 NM., Matte 30 Npf., Käse da« Stück 8 bla 9, Kartoffeln, r> kg 45. Wirsing, V. kg 11 bis 14, Weißkraut 8 bis 12, Not kraut 10 bl« 14, rate Nüben 10 bis 12, llnterkohlrabl 0 bis 8, (Orünkohl 10, Zwiebeln 15, Schwarzwurzeln 26, Feldsalat, */ui 10 Npf., XA kg 1 NM., Aep el, 28 bis 40 Npf., Lauch 24, Sellerie 21 bl« 23, Blumenkohl, da» Stück 45 bl« 00, Endivien 20 Npf.
•• Siebzig Jahre alt. Am morgigen Donnerstag, 13. Mürz, wird der Schuhmachermeifter Johannes 01 lItfch, Linhengaffe 4 wohnhaft, siebzig Jahre alt Dem Jubilar bringen auch mir unfern Glückwunsch baf
♦♦ Alte Familien paplere, D o f u ■ mente nsw. Ino Stadtarchiv. Beim Aus- räumen allen, ast lang« Jahre unbeachtet gebliebenen Material« ftostt man zumal In der Umflune« zelt ost auf geschichtlich Wertvolle», rolc alte ßa« mlllcnpaplere, Haushalts-, (Bcfd>üflc- und Tage- bücher. Bleie können nicht selten sllr die (beschichte unserer Stadt von Wert sein Eie gehören deshalb ins Stadtarchiv, wo sle al» Bausteine zu einer künftigen Stadtge>chichte psleo'ich anfbemabrt werden. Es wird deshalb gebeten, Dinge dieser Art nicht zu vernichten, sondern sie dem Siadtarchlv zur Der» silgung au stellen. Gegebenenfalls werden die Ur» künden durch einen Fachmann an Ort und Stelle auf ihren Wert geprüft.
Otraftaiumer (Hieven.
Leider werden die Berdunkelnngsvorschi'isten von manchen Mannern und Frauen immer noch nicht in genügendem Maste befolgt. Die Lässigkeit und der Lelchislnn find mandjmal Io grast, dast man sich sragen must, ob denn die e Berdunkelungssünder noch niemals etwas davon gehört haben, hast feindliche Flieger b^l Ihren nüchtl chen Einslügen nach federn >lchtbnren'Lii'i)t mit Bomben werfen. Und dost durch eine derart leiichlsertige, wenn auch ungewollte lln» lerftilstung beo Feindes nld)t nur da» eigene Leben und das her Familie, sondern auch viele Bewohner her benachbarten Häuser und Straften aufs schwerste aesährdet werden, ist den Berdunrelungvsündern in Ihrer GedankenlvOgkett offenbar auch nicht in den Sinn gekommen. Deshalb must Im berechtigten Inter» e|le bet Volksgemeinschaft gegen berarttg-e Sünber mit aller Strenge voi gegangen werben. Da» erfuhr lebt wieder eine Frau aus Nötigen bei Bob-Nau» Mim i it halt« Im 4 loptembii i-m lg«n Jahr«» bat Küchen senil er ihrer Wohnung nicht auoreld>eiib Der» dunkelt. Für Ihre Sanmsellgkett hatte ste einen Strache>ehl über 30 NM. erhalten. Diele Sühne erschien Ihr zu hoch. Deo halb erhob Ile Einspruch mit dem Erfolg, dast das Amtsgericht in Bad-Nauheim die Strafe auf 10 NM. derobsestte. Aber auch die 10 NM. wollte die Verdnirkelungssünderin nicht be» ' zahlen. Nun legte sle Beruiung gegen das Bad-Nau»
.Heimer Urteil ein, so dast sich die Strafkammer in lhiestkn mit dem Boraang zu belchäflizien hatte. Hier kam die hartnäckige Frau vom Negcn In die Iraufe, denn die Verhandlung ergab elnwandsrei ihre Schuld. Darum wurde die Slrafe, entsprechend bem Antrag be« Anklagevertreter», aus 80 NM. erhöht, so dost ! bae Auomast be» ursorünailchen Slrasdefeyl» wieder Gültigkeit hat. Stra oerschärsend erachtete bas Ole» licht bie Hartnäckigkeit, mit brr bie Frau nach ihrem klaren Vecstost gegen bk elementarsten Nückfichtcn auf blc Völlige ni" In schäft auch noch gegen die Bestrafung analna. Hoffentlich wirb Ihr — unb an- Deren — biese Strafe eine ernste Lehre für bie Zukunft fein.
Amtsgericht (Hieben
'Wegen gefährlicher Kvrpcrverlestung hatte sich gestern ein Wlann aus Neiskirchen (Kreis Giestm) zu verantworten. Er hatte Im Dezember v. I. in Nvb-gen einem Mann, ber in ein Abteil einte Zuges einzelnen wollte, in bem her Angellagte fast, mit bem Hust so hestig Ino Gesicht getreten, bast ber i Mann erheblich verletzt würbe. Nach bem Urteil be» Sachverständigen |lnb bk Maststäbe für nor- | nv.de Menfchen aus den Angellao en nicht anzuwenden, ihm sei vielmehr ber Schutz beo §51 filbf. 2 i des Strafgesetzbuches anzuwenben. Der Vertreter der Anklage wies demgegenüber auf bk Roheit des Täters hin und beantragte einen Monat Ge- sängnls. linier Zubilligung mildernder Umstände verurteilte das Olericht Den Angeklagten zu 50RM. Geldstrafe.
Aus her engeren Heimat.
Behelfsmilß-ae Lustschutzräume auch iit den 'Dörfern.
DI« vorn Führer befohlene Vermehrung und Der» besseiung behclismüstlger Luftfchiitzrüume gilt auch für ländliche Gemeinden, für Dörfer und Einzel- Hätz
Ersahrungsgenwst belegen Feindslieger nicht nur aroste Wohnplütze, Städte und Industrieanlagen mit Sprengbomben, sondern auch Dorsanlagen, und diese besonder» häufig dann, wenn der Feindflieger, durch itarken Flakbefchust vom eigentlichen Angriffsziel
abgelenkt gezwungen wird, feine Bombenlast ander» roculfl avzuwerfcn. Oft findet der EnalÜnoer auch da» ihm befohlene Ziel nicht und wirst bann feine Bomben da ab, wo er im Land ein Licht steht. Diese sogenannten Verlegenheitsabwürfe auf land» ltche Gebtete sind weit Aahlreicher als allgemein angenommen wird. Okuno genug, auch im Dorf be» helfcmÜstfge Luftfchutzräume zu erstellen, Deckung vor Splitter, Einsturz» und Trümmerlasten zu schas» fen, wo und wie dtes immer mäalick) ist.
Der geeignetste Raum tm Hause ist der Keller. Wo solche vorhanden sind, must hier zumindest ein Unterschluvs für die Hausbewohner vorbereitet wer. den. Erwünscht ist es, bei der Einlagerung ber Hack, srucht hieraus Nückstcht zu nehmen, d. h., mehr al» bisher, sofern Boden», Klima- und Betrlebsverhält. niste cs zulaffen, von ber Einmietung der Hack, fruchte, Nüben unb Kartoffeln, Gebrauch zu machen. Zur Zelt werben bk Keller von Tag zu Tag fa leerer unb bieten fomit bie Möglichkeit, mit ein» fachen Mitteln Splitterfchutz, einen zweiten Aus» flieg und Sitzgelegenheit zu schaffen, um hier während Luftangriffen Deckung zu haben.
Canbfrc't (fliehen
< Watzenborn-Steinberg, 12. März. Am heutigen Mittwoch feiert bie ä 11 e ft e Etn » n> o I) n «r I n von Watzenborn-Steinberg, Frpu Anna (Hi’nbcdh Schmundt Wito geb >iit$, wohnhaft Bchnhofstraste bei Hrch. Mauer, ihren 9 0. Geburtstag Ihr Ehemann, der ben Krieg 1 1870//1 milnrmadit Hot Ist |cho»i in 1930 cr|i r- den. Frau Schmanbt ist trotz Ihre» ousterordentllch hohen Alter» noch geistig regsam. Der Jubilarin bringen auch mir unseren herzlichen Glückwunsch dar.
Von der Straßenbahn gesprungen und getötet.
LPD. Pk a I n z, 11. März. Am Montagnachmittag stiest ein Wogen ber Slrastenlrohn mit einem Rangierzug der Hafenbahn an der Kreuzung Nhctnalle« zusammen. Kurz vorher sprang ein Fahrgast von her Strastcnbahn ab, um vor ber Hafenbahn bie Straste zu überqueren; er geriet jedoch unter den vorderen Wagen de» Nangierzua-a und wurde so» fort getötet.
SJ.-fporl
Äeräteinannschastskäinpfe de« BDM.
Turnerischer Lcislungowettbewcrb der Müdel unseres Gaues.
Am Sonntag sanden in der Turnhalle des Frank, furter Turnvereins, Sanbweg, die Mannschasts- rümpft des VDM.-Vbergaueo Hessen-Nassau (13) im Gerätturnen statt. Eo wurden Hebungen am Neck, Seitpferd, Barren und eine Schwunggi)m- nastik verlangt. Hierbei erranacii die Mädel de» lliitcrgauce 117 Mainz vom Mainzer Hockeyclub nach einer guten Gi;mnasiikübung, die mit der HücWzahi von 80 Punkten gewertet wurde, den ersten Platz mit 26^,0 Punkten knapp mit 3 Punkten Vorsprung vor dem llniergau 115 Darmstadt (61(13. Darmstadt). An die dritte Stelle setzte sich mit 240,5 Punkten der Untergau 81 (Tv. Vorwärts Dackenheim), nachdem er vor der Gymnastik, für
die er nach einer ausgeglichenen Leistung 70 Punkte bekam, mit Abstand -nn dem vierten Plast gelegen hatte. Bedauerllcherwei c belegten die Müdel des
Ihiterqaiic» 304 (Tv. Alsfeld), nachdem fie nach den (tferdtübunflcix mit nur einem Punkt Abstand khr au slchtsrelch an zweiter Stelle gelegen batten, mit einer nur mit 50 Punkten bewerteten Gym
nastik hen vierten Platz.
Beste Einzelturnerin war Irmgard Brand (Ilm tergau 115) mit 50,0 Punkten vor Hildegard Notl)e (Untergau 304) mit 53,5 und Nia Keller (Unter*
flau 81) mit 50,5 Punkten. Die Höchstpunktzahl 20 wurde nur zweimal von Irmgard Brand und Hlide- gard Roth« am Barren erreicht.
(Spteittercinifluna 1900 (Hießen.
Verteidiger vor sich hatte, die In Hochform spletten, war es zuzuschrewen, daß Gcgenersolge versagt blieben.
Don Splelanfang zeigte sich eine leichte Feld- Überlegenheit der Platzbesitzer. In der st. Mtnut« kam diese bereits durch einen Treffer von Luther zum Ausdruck. Bei etwas mehr Sicherheit des Tor» Wächters wäre dieser Treffer alleidlngs zu vermelden gewesen. In her 17. Minute stellte Kraft II. den Stand auf 2:0. (Eine genaue Flanke von Schmelz köpfte er unhaltbar In bk lange Ecke. Bel weiterer Ueberlegenhelt der Blau-Welsten gelang e» den Soldaten, verschiedene gefährliche SituaUonen vor dem blau-welsten Tor hervorzurufen. Bei zwei Ge. legenhelten hatte Letsch grostes Glück, dast er den Ball noch abwehren konnte. Dor dem Wechsel kamen die Plastbesitzer bann burch Luther noch zu einem dritten (Erfolg. Nach dem Wechsel waren cb die Soldat, n, bk einige Zelt Feldvortelle hatten. Aber auch in dieser Zeit verstanden sie es nicht, dies durch Treffer zum Ausdruck au bringen. Gegen Ende des Spieles ging das Geschehen dann voll und ganz an 1900 über. Drei Treffer von Luther unb ein Tor von Greven, bk teilweise aus guter Kombination entftanben, waren ber Ausdruck dieser Ueberlegenhelt.
Die Mannschaft der Soldaten hatte einige gute Kräfte In ben Neiden Der Elfer war vorbildlich, jedoch genügte er nicht, um eine geschlossene Mnin- schaftüleistung aufzubrtngen, die den Platzbesistern hätte gefährlich werden können. 1900 zeigte vor und nach der Pause in anderer Aufstellung eine gute Letstung, die gegen einen stärkeren Gegner ebenfalls einen Erfolg garantiert hätte.
1900 — Vchrwachl 7:0 (3:0).
Die Blau-Wilsten bestritten am Samstag gegen eine Wehrmachlmaiiiiscbast ein Oksellfchaftsipiel. Das Suiel nahm trotz des grasten Tornnterschiedv einen spannenden Verlauf. Die Soldaten zeiaten manche beochtltche Leistung, und lediglich bem Um- staub, hast ber Sturm in Lippert unb Jäger zwei
tinWMnauficrWL
Kommt von Mo lltnftlöf.
11 Fortfcstnng (Nachbrnck verboten )
Sie besohl slch elnzuschlosen imh schlies auch tatsächlich em, ohne Sorge, bie rechte Zeit All uer* säumen Um zwei ilhr erwachte sie, wie sie sich'o vorgeiumunen hotte, unb erhob sich Kein Laut regte lld) Im Hgnfe. Ste kleidete (Id) geräuschlos lm Dum i.in .ui wusch sich unb rieb sich ba« h«ist« Gesicht mit .Kölnischem Wasser ab Mil bem Üborscharfen Tastgefühl einer Blinden bewegte sie sich ohne Ole- rrtufm, sand mit bem ersten Griff ihre ziirechtgeleg» teil <bad)eii und packle die letzten Kleinigkeiten in blc beiden Koffer.
Kein Klirren, kein Pultern, unhörbar Ihre 6ibrlUr, nur zuweilen ein Knorren der Dielen.
Durch bau Fenster warf sitz einen Blick hinauf zum Himmel. 01 war fterneiiMui VII» urmfelifl« Sichel stand der abnehmend« Mond über dem ko hi en Geäst bei Pappeln drüben am Wall.
OharlvUe zog die Ueberschuhe an, um auch brausten ans dem Flur kein Geräusch zu verursoisten, überAcimlc sich, bast die Garagen- und Schgltschlüsfek, bie sie in Stefan« Hou» entwendet hotte, in ihrer Hanhtofche lagen, der Post, do« Gelb: sie halte nicht» vergessen. Nun noch sämell bie Koppe übeigestreist und die Kosfer gefchlossen.
Fertig'
Sie schab den 1 ürrlcgel zurück, lauschte auf den Gang qliiau» unb wendete und) «Inmol den Blick xiirüif in hie Finsternis hes Ztinmers: Säiotten- hafte llmrllle, duiiUe Fenfterkreuze loufeiih und abertausendmol gesehen und mit tausend 0’rinne» rinigeii verknüpfti
Oh sie |emal^ inleherfommen ivürbeY
Obarlotle schüttelte ben Kopf Niemals mehr!
Sie klinkte die 'Nir aus und huschte htnouo Boni Trcpi’ciilhiii« her fiel mir Immer dos motte Licht bei Nachtampel und hüllte alle» In bläuliche Dämmerung. Ohorlottes Sdialien zuckte gefpeiifllhb verzerrt über hie hellen Wände hin und folgte Ihr Ais Ile an der Schlafzinimerlüi Ihrer Mutter uorübevfam, blieb fie flehen nnb streichelte mit ben ßinger|pl|wn
licbfolcnb über das glatte Holz. (Einen Herzschlag lang nur. Welter 1
Zwei Minuten später hotte sie ba« Hau» durch blr rückwärts gelegene Tür verlassen unb haftete über die leeren Wege be« Siobtgarteno. Noch be- fand sie sich aus gesohrlichem Gebiet: Herrn Krapv, bem Nachtschutzmann, kännie es ein,alle», bk Bünke nach asyiicheuem Gesindd abzusuchon. Aber sie begegnete iiicmanbem, hörte keinen Schritt. Hefe Stille ringsum. VII» sie In ben völlig dunklen Wall elnboa, erlaubte sie sich, langsamer zu geben. Hier glaubte sie sich ,d)on in Sicherheit. Die Weiden rechts und link» standen tu le hie Schattenrisse verwachsener und verrenkter ülclloUeii.
Vlad) einer Viertelstunde war ste am Ziel. Stefan» Hou» auf her stachen Kuvpe des Hügels schlief in ber Stille. Ein großer, lllberiicr Stern stand gerade bar über. 0 horlotte say zu ihm hinaus und lächelte.
Dann öffnete fie geräuschlos die (Borageidür und brachte den großen Kaiser lm Fond de» Wagens unter, hen richien stellte fie neben dem Führersist nlebei Nun galt <■'. die eiste um Hübe < dmm-iitdeil ah überwinden: der Motor mußte ohne verdächUgen Lärm angelassen werden. Der erste Versuch mistlang. Sausende« Surren de« Anlassers, der Motor sprang nicht an. In ber Garage dröhnte jedes Geräusch ueruklfältlgl in ihren Ohren. Der zweite Versuch gelang, her Motor lies.
Eharlotte lenkte ben Wagen hinaus auf blc Strotze, schlost bk Garagentur ab und ging zum Wagen zurück. Während fie bk Lebcrhandfchiihe überstreifte, sah ste noch einmal hinüber zu Stefan« Hau«. Kein Licht hatte sich hort hinter ben Fenstern entzündet. Friedvoll giitzcile dort oben ber silberne Stern.
Lebt wohl, ihr beiden! sagte Eharlotte in Gedanken Wenn euer Junge erst da ist, komme Ich vielleicht und sehe Ilm mir an!
Dann setzte IIc sich hinter da« Steuerrad, liest die Scheinwerfer kurz ausdlisten. und wie sie schaltete, hen Olaebebt! niebertrat und ben Wogen anfuhr, empsanb ste beit ersten Luftzug, der kühl und klar an ihrem Gesicht uorüberftreljlc, wie eine tiefe, lackende Zärtlichkeit.
Der Wogen brummte zur Höbe der Näbltsch- Berge hinauf Mit ihren meisten Lichtfühlern tasteten sich die Scheinwerfer über bie Strotze, zuckten ferner
unb immer ferner durch die Dunkelheit, m ber |id) Ihr letztes ungewiisev Auileuchten ichitetzUch verlor.
Al» der Zug langsam onrollend hinausfuhr In die schlesische Ebene, stand Eharlotte am Gangfenster und sah hinweg in do« fladjc Land, do» brausten verbeizog. Aus ihrem Gesicht lag ein unbewußte» Lächeln. Sie empsanb «in solides Uebermast be» Glückes unb der Erwartung, bei* Freiheit unb ein so berauschende» Selbstgefühl, batz bie ganze Welt um sie hei verändert |d)kn.
In bem Abteil richteten sich nach bie betben Net- ienben ein, bie gleich ihr in Breslau zugestiegen waren: ein junger blosjer Mensch, ber einen viel zu engen blauen Anzug trug, und ein dicker Monn, der bei jeher Bewegung van seinem Fett so bc- drangt wurde, dast es beständig aus ihm rasselte unb Ichnauste. Gr begann sogleich, (ein Frühftüd auszupacken: kaltes Hühnchen mit 'Weißbrot unb einer Tafchenflasche Kognak.
In der Fenstcreckc. der dem Platz Eharlotte» gegenüberlan, stitz ein lunge» Mädchen, da» ein (d)ia(endes Kind auf bem Schost hielt, einen Jungen von etwa zwei Jahren, Er hotte feine kleine Faust geballt unb scst gegen bie pralle, rosige Wange gestemmt, tastete manchmal mit brr anderen Hand noch bem Arm beo Mädchens unb krümmte sich wieder Im Schlos zusammen.
(Eharlotte betrachtete den Jungen, begegnete bem Blick des Mädchens und (ragte fid) unwillkürlich, ob dies junge Ding etwa dir Muttrr brs Kleinen (ei. Sic war kaum viel über zwanzig. «In blähet, verarbeitete«, aber recht hübsches Model mit aschblondem Haar und sehr lebhaften blauen Augen. Sie sah noch |ebr unmüHcrUdi und unreif au« Ehor» lottc enllchiost fld), fie für die große Schwester beo Jungen zu halten.
Noch ber Fohrkortrnkontrolle schlenberte (Eharlotte burch den aanzen Zug. blickte in jebro Abteil, überzeugte f|d>. bast kein Bekannter zugegen war. Darauf frühstückte sic im Speisewagen unb kehrte bann in ihr Abteil zurück
Ihre Neisckofsr hatte sich aus der Autofahrt von ^schnitz na di Breslau unvermutet mehr aU verdoppelt Diele Bereicherung verdankte str Lts Als Eharlotte nämlich bei grauendem Morgen in Breslau einsuhr. entdeckte ste neben fld), festgeklemmt zwischen ben Sistpolstern, «inen Brief, der in bitten.
roten Buchstaben bie Aufschrieft trug: Für dich, Lolott!
Eharlotte brachte ben Wagen sofort zum Stehen und riß ben Umschlag auf: Vicht Fünfzigmarkscheln« unb ein vngbeschr.ebenes Kärtchen fand ste bann.
„Wae Ich dir Hier beigelcgt Habe", Ichrieb Li», „Ist leider alles, worüber ich im Augenblick ver« fugen kann, unb wenn mir Steff eine Nachzahlung verweigert, steht c» in biesem Monat windig au» um mein Haushaltsgelb. Aber ich glaube, er wirb nicht zanken, foiibcrn im stillen froh fein, baß ich bir noch habe helfen können. Heb ee gut auf, 13o» lottl Man kann nie wissen, wie bringeub man ein paar hundert Mark noch braucht, wenn man |oich« auogewachlcne Dummheit begeht wie bu. Vielleicht — hoffentlich kommt bas große Heimweh noch einmal über dich, imb bann sollst du wenigsten« zurückkommen können.
Woher ich weiß, baß bu In Stoffs Auto auerctßen willst? Ich habe zwei gute Augen im Kopf, und du hast die Garagenschlüssel ein bißchen zii auffällig an dich genommen. Verraten werde idi dich nicht. Aber wenn Steff morgen merkt, baß fein Wagen verschwunden ist, werbe Id) ihm wohl beichten mühen. Aber nur ihm, unb ich werbe ihm davon berichten, als ob Ich beine Verbünbetc wäre Vor Papa unb ben anberen werden wir reinen Mnnb halten, and) wenn uns Daumenschrauben angelegt werben sollten unb ber FamiUensluch broht. Wir sind hartgesotten.
Ilm bld) aber, liebe Lolott, bin Ich in schwerer Sorge, unb ich habe nur noch eine Bitte: Mach' meine Sorgen zuschanben! Schlag dich tapfer durch. Jdr kann letzt nur noch beide Daumen für dich halten, beim ich weist, bu wirst niemals um Hilf« bitten. Also, Kops hoch, kleine Lolott, unb bleib blr selbst treu!"
Unb quer über ben ganzen Brief hinweg hatte Lis mit Rotstift geschrieben: „Laß halb von bir hören!"
Der Brief lag wohlverwahrt neben bem Geld In Eharlotte» Täschchen.
Der dicke Mann Im Abteil war nach seinem er» giebigen Frülistück eingeschiasen Der junge Mensch zählte seine Barschaft durch. Sie war wohl nur sehr gering, denn er machte ein sorgenvoll nachdenkliche» Gesicht.
(Fortsetzung folgt.)


