Mittwoch. 12. März Ml
Siebener Anzeiger iSenerai-Anzeiger ftr SberheHe»)
enM
Die Schriftleitung.
Sachverständigen.
gern des RLB., bi
ten
Itl
en
it!
en
en
nit dem Duft der Blüten eine Melodie über den Korten. Man meint Klänge, zauberhafte Musik zu
Ortszeit für den 13. März.
Uhr.
Es
bist, ruckt es an seiner
Aber als du am Ufer
es Jussuf; in die
wird.
Meine
kommen.
Zusehen!" behaup-
ichte
sfrau
iflS1
12412,
n :
>och
Am gestrigen Dienstag ist in den Gärten an der Lahn die allgemeine Spritzung der Obstbäume und Beerensträucher begonnen worden, die auch in den übrigen noch vorgesehenen Gärten bis Ende dieser Woche durchgeführt sein soll. Ueber die große Bedeutung dieser Maßnahme und die Zielsetzung zum Nutzen der Gemeinschaft unterrichtet dieser Aufsatz aus der Feder eines
viele :n im
« t!
jnjJ leder wng- und
Uhr.
19.44
Geschicklichkeit seinem Felsen und zieht und
;frei- halt, yeiß- ofld
du. vermeidet Angel zu groß zum
erin [äri, i bis ienst
Angelrute, und Salimu muß alle und Kraft aufbieten, um nicht von herunterzugleiten. Salimu hält fest zieht. Er ist ganz bei der Sache.
Nester keine Jungvögel enthalten. Kinder bzw. Jugendliche dürfen sich beim Beseitigen solcher Nester oder beim Fangen von Vögeln nicht beteiligen. Dieses Verbot gilt auch für das Verhalten gegenüber den Vögeln, die nicht in der Liste der ausdrücklich geschützten Arten aufgeführt sind und landläufig leicht als „schädlich" bezeichnet werden. In Wirklichkeit gibt es jedoch keine Vögel, die — an menschlichen Begriffen gemessen — nur nützlich oder nur schädlich sind. Deshalb werden auch alle Tiere durch das Tierschutzgesetz gegen Quälerei geschützt. Bestraft wird ebenfalls, wer es unterläßt, Jugendliche unter 18 Jahren, die seiner Aufsicht unterstehen, von einer Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften der Naturschutzverordnung abzuhalten. Als Strafen sind Haft und Geldstrafe bis zu 150 Reichsmark oder eine dieser Strafen festgesetzt.
en giri
>r sch: einici’
i*N erlitte,
verdunkelungszeil
12. März von 19.20 bis 7.46 Uhr.
„Jnschallah!" sagst Seit jenem Tage Nähe von Salimus Nasenlöcher sind zu tet er.
herüber: „Ein
daß durch die im ganzen Reich geltende Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 allgemein verboten ist. den Sing- und sonstigen vorwiegend nützlichen oder seltenen Vögeln nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen oder zu töten oder ihre Eier, Nester oder andere Brutstätten zu beschädigen oder wegznnebm"n. Vogelnester, die sich an "oder in Gebäuden störend oder belästigend bemerkbar machen, dürfen vom Eigentümer nur dann entfernt werden, wenn diese
Dornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
NSDAP.: 20 Uhr in der Großen Aula der Uni- isrsität Vortrag von Feldwebel Paul Schicks aus ! annover über „Die Front spricht zur Heimat". — k-loria-Palast, Seltersweg. „Kampfgeschwader lnitzow" (um 14 Uhr Festvorstellung). — Lichtspiel- hus, Bahnhofstraße: „Ich heirate meine Frau". — beffentlicher Vortrag der Universität: 20 bis 21 Uhr in Kunstwissenschaftlichen Institut Lichtbildervortrag Professor Dr. Glöckner über „Das Tier in der 5 unst".
ijiren. Daß man aus einer japanischen Art der Magnolie, und zwar aus ihrer Rinde, Weihrauch breitet, beutet auf dieses Beschwingte, Bewegungsri iche im Wesen der Magnolie hin. Sie verheißt rit der lebhaften Gestik ihres Blütenüberschwangs bn Frühling als die Jahreszeit der zu tausend fielen aufbrechenden Jugend. P•
,n«°
zu haben.
Vom BDM -Werk „Glaube und Schönheit-'.
Doaelschutz.
wird immer noch nicht genügend beachtet.
beutle
knetjl brl
atmen, sich dehnen und gesund und frisch wachsen. 12IU diese Vorteile machen die Winterspritzung zur
Grundlage aller Schädlingsbekämpfung im Obstbau. Deshalb wurde sie auch behördlich angeordnet und muß überall, soweit es die vorhandenen Mittel zulassen, gründlichst durchgeführt wer-
Sonnenaufgang 7.46 Uhr, Sonnenuntergang 19.24 — Monduntergang 7.27 Uhr, Mondaufgang
Er hat dich entdeckt und schrott , ganz großer, bwana, ein Riese!" Und dabei hält er seine Rute krampfhaft fest und kämpft mit dem Fisch. Seine Augen glänzen. Also doch nicht ver- gebens! denkt er sicher.
Bühn]: er i Mich bW an!
I Äch tereg °ÜhlIk! iren it , _ bis! ’ielleitc
ÄÖlPi Echv etufm ßanbfc.
. \
Warum Winterspritzung der Obstbäume?
Von Dr. M. Hanf, Pflanzenschutzamt Gießen.
den. Ein Erfolg ist allerdings nur dann zu erwarten, wenn nicht mit Brühe gespart wird, sondern die Bäume buchstäblich „abgewaschen werden".
Wie schon gesagt, ist diese Spritzung keineswegs ein „Allheilmittel". Viele Krankheiten und Schädlinge treffen wir dadurch nicht oder nur ungenügend. Z. B. den Schorfpilz (Fusikladium), der im Sommer die schwarzbraunen Flecke auf den Aepfeln verursacht, können wir' nur durch Sommerspritzungen mit kupfer- oder schwefelhaltigen Mitteln abtöten und damit gesunde glatte Früchte erzielen. Die Obstmade wiederum muß nach der Blüte durch Arsenspritzungen oder durch Anlegen von Wellpappefanggürteln bekämpft werden.
Jeder 'Obstzüchter sollte es daher nicht bei der einen Spritzung bewenden lassen, sondern alles versuchen, fein Obst so gesund als möglich zu machen und zu erhalten. Dadurch wird nicht nur eine gewisse Ertragssteigerung, sondern vor allem auch Qualitätssteigerung erreicht. Der eigene Keller wird gefüllt, aber auch vor allem der Gesamternäh- rung wertvolles Obst zugeführt.
Neben den Obstbaumkarbolineen kommt auch Schwefelkalkbrühe bei der Winterspritzung zur Anwendung. Allerdings ist hier die Wirkung keineswegs so umfassend. Don Vorteil ist, daß die Schwe- felkalkbrühe empfindliche Unterkulturen wie Salat, Gemüse, Spinat usw. nicht verbrennt, wie es das Karbolineum tut. Aber man kann sich hier leicht dadurch helfen, daß die Unterkulturen vor der Spritzung irgendwie abgedeckt und sofort mit Wasser stark überbraust werden.
Jedenfalls Ust in Hunderten von Versuchen immer wieder erwiesen worden, daß eine Spritzung, und insbesondere die Winterspritzung, für die Erzeugung von Obst, das wir gerade heute so notwendig brauchen, von ungeheurem Vorteil ist. Viele Gießener werden es daher begrüßen, daß auch im Stadtgebiet wieder eine allgemeine Spritzung durchgeführt wird. Allerdings wiro es auch Leute geben, die die Vorteile nicht einsehen wollen und nur Nachteile suchen. Aber auch für diese wird vielleicht die Spritzung einmal eine Selbstverständlichkeit werden.
Fischfang in Ostafrika.
Von Konrad Seiffert.
Salimu geht an der Veranda vorbei. Er hat die Angelrute geschultert wie ein Gewehr. Du fragst: .Wohin willst du gehen?"
„Angeln, „bwana*“, antwortet Salimu, „angeln, itj werde dir eine Menge Fische angeln, zum Mit- tegeffen!" Er glänzt übers ganze Gesicht und trabt sqnell davon, als befürchte er, du könntest ihn zrrückrufen, du könntest vielleicht doch nicht damit unverstanden sein, daß er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht. _
Beschäftigung! Ein Laster ist diese Angele»! In jöem Fluß, in jedem Bach stehen die Boys und äugeln. Den ganzen Tag. Die>halbe Nacht. Du hast mich nicht feststellen können, ob dieser Sport hier ik Ostafrikä immer heimisch war, ober ob er aus Heia (Europa) herübergekommen ist. ^ebenfalls äugeln sie jetzt alle mit burchaus europäischem 2ngelzeug und auf europäische Art, Salimu auch.
Der Fluß ist meist voll von Fischen. Zuweilen alerdings kommt es doch vor, daß nicht ein Cchwanz da ist. Aber das schadet nichts: geangelt Bcrb dock). Je weiter der Tag vorfchreitet, und je fl-ringer die Beute ist, desto tiefer waten die Boys ir das Wasser hinein. Sie denken nicht an Die Krokodile. Und am Abend spiegelt sich der Mond ir. ihren glänzenden Schultern. Bis zur Brust । sichen sie im Wasser.
Mittags erscheint Salimu nicht. Du weiht: es ; pt heut keine Fische zu essen. Du schickst Jussus ^nunter zum Fluß. _ , .r
Jussuf ruft Salimu zu: „Na? Sie beißen heut
Eine der wichtigsten und grundlegendsten Maß- t nahmen im Obstbau ist die Winterspritzung. Diese Spritzung, die, wie der Name schon sagt, während des ganzen Winters geschehen kann, wird im allgemeinen mit dem bekannten Obstbaumkarbolineum
Aus -er Stadt Gießen.
Ziersträucher blühen.
Dem zitronengelb lodernden Goldflieder-Strauch, 0113 dessen schlanken Gerten die kleinen Blüten wie htichflämmchen züngeln, sieht man seine Verwandt- ihast mit unserm Flieder nicht an, und doch gehört c ebenso wie der Liguster in die gleiche Familie, leberschwenglich und weithin leuchtend feuert sorsythia, wie sein allgemein bekannter lateinischer Rame lautet, seine Frühlingsfreude über Garten- ;tter und graue Mauern in bie Straßen, sonnever- sißend unb blauen Himmel. Wie eine Fackel lammt er zwischen tnofpenben Bäumen und trei- enben Hecken der Anlagen als Wegbereiter aus irblofer Eintönigkeit in bas bunte Blühen der Lenzmonate. Er verscheucht jede Schwermut aus iiner Nähe und entzückt als strahlende Augenweide •ten, der vorübergeht. Ich möchte einen Arm voll liner flammenden Gerten auf meinem Schreibtisch oben, aber allzu rasch Verladern die zarten Blüten, i-ie teilen das Los aller leidenschaftlich überströ-
Aber Jussuf antwortet: „Es hätte nichts genützt! Deine Angel hätte mich auch da getroffen. Allah wollte es so!"
„Sicher!" machst du. „Aber gefangen hast du doch nichts, Salimu!^
„Hast du ihn gesehen, bwana?" ereifert sich Salimu, „es war wirklich ein Riese! Ein Ungeheuer! So lang!" Und dabei zeigt er, wie das Angler auch in Europa zuweilen tun sollen, wie lang der Fisch war: „Und morgen werde ich ihn herausholen, bestimmt!"
I renden Herzen, jung zu sterben. Aber daß er die (Gai: roch kalten Nächte nicht gescheut, daß er so früh i beftk. : jin goldenes Geloder ausbrechen läßt, macht ihn lir gefeierten Schönheit, und kein Auge wird ihn 3ne stille Dankbarkeit bewundern.
Die Kornelkirsche entfaltet ebenfalls vor dem Haubausbruch ihre Blüten, die in goldgelben Dolen an den Zweigen und Zweigspitzen wie zierliche kllkette aufgesteckt sind. Wie ein vielarmiger, barock rschwungener Leuchter trägt die Kornelkirsche ihren übel burch bie Märztage. Manchmal begegnet sie -ns sogar als Baum, was bie Pracht ber gehäuften olben noch erhöht. Sie ist eine Verwanbte bes ifeus und war schon den alten Griechen bekannt, e das rötliche und feste Holz zu Speeren verar- riteten. Dagegen warfen sie die kleinen eßbaren Qarladjroten Früchte den „erdaufwühlenden Schwei- en" vor, wie es Homer in seiner „Odyssee" berich- t. Im Ganzen wirkt die Kornelkirsche nicht so iberwältigend wie Forsythia, da die Dolden klein ib und vereinzelter stehen. Aber' als Frühlings- lüher grüßen wir auch sie mit herzlicher Freude.
Ob Strauch oder Baum, immer breitet die *Ma- nolie ihre weitausladenden Zweige bereits nahe 5er der Erde, auf denen die großen weißen Nüten, mit zuweilen rosigem Anflug, wie seltsame keine Vögel sitzen. Eine bemerkenswerte Mannig- sltigkeit in den Formen bestärkt den Beschauer n diesem Eindruck. Während einzelne Blüten kurz ur dem Aufklappen der großen Blätter einem Ei cjneln, erinnern andere, die bereits zwei ober mehrte Blätter gespreizt haben, an flattembe ober sich ptjenbe Vögel. Die Vielfalt der Einzelbewegungen kner sich öffnenden Blüte wirkt bei keinem andern brauch ober Baum so einbrucksvoll wie bei ber Magnolie. Diese Cebenbigfeit erhöht die Schönheit H Anblicks. In ihr drückt sich die Freude, der Jibel am wahrnehmbarsten aus. Es ist, als strömte
Ä Ur. 60 Zweites Blatt
°hi x i
Am 1. Februar hat die 4. Geldlotterie des Reichs» buftfchutzbundes begonnen. Die hellblauen Lose mit dem Zeichen des Reichsluftschutzbundes kosten 50 Reichspfennig, Doppellose 1,— RM. Es werden über 104.000 Gewinne und zwei Prämien ausge- spielt. Man kann neben vielen kleinen Gewinnen auf ein Einzellos 25 000,— RM., auf ein Doppel- los 50 000,— RM. gewinnen. Die Ziehung dieser Lotterie findet am 30. April statt. Gut und schön, denkt der Leser, vielleicht gehöre ich zu den 100 000 Gewinnern. Aber, wozu eine Luftschutzlotterie? Der Reichsluftschutzbund hat doch sicherlich viel Geld. Schabe, daß diese gute Meinung nicht richtig ist. Gewiß, es gibt kaum noch Volksgenossen, die den Wert des Reichsluftschutzbundes und vor allem seiner Arbeit im Dienste der Gemeinschaft verkennen. Viele Millionen Frauen und Männer zahlen als Mitglieder des Reichsluftschutzbundes ihren Beitrag. Nur darf man dabei nicht vergessen, daß der Reichs- luftschutzbund eine Selbstschutzorganisation ist und sich in der Hauptsache durch seine Mttgliederbetträge eryält. Die halbe Mark für ein Los kann helfen, ein Menschenleben zu retten, vielleicht sogar das eigene. Denke daran, wenn du die blauen Lose des Reichsluftschutzbundes siehst! Leiste auch du deinen Beitrag durch Kauf eines Loses, und du hast außerdem noch die Aussicht auf einen ansehnlichen Gewinn! Der Verkauf der Lose obliegt den Amtsträ» ~~~ ioch sind die Lose auch bei den Staatlichen Lotterie-Einnahmen, bei den Sparkassen und in den durch Plakate gekennzeichneten Geschäf»
Schwer zu schätzen.
Wenn wir bei irgendeiner Schilderung Angaben über gewisse Größenverhältnisse machen müssen, pflegen wir uns ziemlich allgemeiner Dder vergleichender Ausdrücke zu bedienen. Sind wir gezwungen, unsere Angaben zu präzisieren, so fühlen wir uns unsicher, unb das mit Recht. Es ist für den Durchschnittsmenschen schwer, schätzungsweise zu sagen, wie schnell ein Fahrzeug sich bewegte, ober wie groß etwas ist. Das zeigt sich immer roieber vor Gericht. Bei der Verhandlung über ein Autounglück wirb ber eine Zeuge erklären, der Wagen sei mit 80 Kilometer Geschwindigkeit gefahren, ein anderer behauptet, es seien nicht mehr als 50 Kilometer gewesen, und bann waren es vielleicht nur 40, benn in den weitaus meisten Fällen wird die Geschwindigkeit überschätzt. Noch schwerer ist es, sich über die Schnelligkeit zu äußern, mit ber bas Wasser in einem Fluß strömt. Prüfungen dieser Art, die ein Psychologe kürzlich vornahm, ergaben, daß die Schätzungen zwischen 18 bis 30 Kilometer in der Stunde lagen, während tatsächlich die Schnel- ligfeit der Strömung nur 11 Kilometer betrug.
Interessant ist es auch, im Reptilienhaus des Zoo darauf zu achten, welche Schätzungen die Besucher von der Länge der großen Schlangen machen. Vier Leute unter fünf werden behaupten, daß eine 3,5 Meter lange Riesenschlange wenigstens 6 Meter lang sei. Ebenso viele Fehler werden gemacht, wenn es sich darum handelt, die Länge einer Straße ab»
Es kommt auch noch oft vor, daß mit Luftbuch» sen oder kleinen Gewehren nach Vögeln oder anderen kleinen Tieren geschossen wird, sogar im Winter, wenn sich die Vögel, vom Hunger getrieben, in ber Nähe der menschlichen Wohnungen ober an Futterplätzen sehen lassen. Dies ist eine besonders große Roheit, bie ebenfalls vielfach von Kindern verübt wird. Solche Vergehen werden nach dem Reichsjagdgesetz sowie nach dem Reichsstrafgesetz und, wenn ein Tier gequält wird, auch nach dem Reichstierschutzgesetz besonders schwer bestraft. Es ist überhaupt verboten, an bewohnten oder von Menschen besuchten Orten mit Feuergewehren ober anberen Schießwerkzeugen zu schießen. Zu den letzteren gehören auch Luftbüchsen, Bogen mit Pfeil, Armbrust und Gummischleudern.
Warum Reichslustschuhlotterie?
Jussuf neben dir hat auch große- Augen bekommen und noch größere Nasenlöcher.
„Soll ich helfen?" schreit Jussuf hinüber.
Aber Salmu ist beleidigt: „Nein! Bleib da! Ich schaff's allein!" Salimu hat den richtigen Sportgeist. Und nun bekommt er den Fisch tatsächlich aus dem Wasser. In hohem Bogen saust das Tier über den Kopf Salimus hinweg. An der Angel, ganz hoch oben, macht er ein paar elegante Bewegungen, und im nächsten Augenblick überschlägt er sich, kommt los, landet mit gesträubten Flossen im Wasser und ist verschwunden.
Salimu verliert das Gleichgewicht und stürzt von seinem Platz in den Fluß. Aber er hält die Angelrute fest dabei. Der Haken an der Schnur beschreibt einen kühnen Bogen und findet mit bewunderungswürdiger Sicherheit das linke Nasenloch Jussufs. Da hakt sie sich fest, von innen nach außen bringt ber spitze Haken burch bie Nüsternwand von Jussufs Nase. Salimu ruckt im Fallen noch ein paarmal baran und zieht den schreienden Jussuf ein Stück hinter sich her, zum Wasser hin.
Jussuf brüllt wie ein Büffel. Auch du schreist und reißt an der gespannten Angelschnur. Salimu läßt die Rute verdutzt los, krabbelt aus dem Wasser und bemüht sich mit dir, den Angelhaken aus Jussufs Nase zu ziehen.
Du mußt die Schnur abschneiden und den ganzen Angelhaken durch die Nase Jussufs bohren, von innen nach außen. Dann atmet Jussuf tief auf. Er reibt sich seine geangelte Nase, die nur ein wenig blutet. Er ist grau geworden vor Schreck im Ge- fld£u lachst und klopfst ihm den Rücken. Da lacht der Bursche auch. Und auch Salimu lacht: „Warum hast du dich gerade da hingestellt! Konntest du nicht ein wenig zur Seite gehen?"
or
9D
S
Zeitschriften.
— Das Deutschland-Heft, das die Monatszeit» Zeitschrift „die neue linie" (Beyer-Verlag, Leipzig-Berlin) vor kurzem herausbrachte, gibt gemäß den einleitenden Worten des Reichspressechefs Dr. Dietrich — „einen Ausschnitt von den geistigen Grundlagen und kulturellen Voraussetzungen unseres Sieges". Das geschieht auf eine sehr eindrucksvolle und repräsentative Weise: Geschichte und Gegenwart, bildende Kunst und Architektur, Musik und Schrifttum, — alle wichtigen Gebiete unseres kulturellen Lebens werden in gewichtigen Beiträgen und mit hervorragenden Bildtafeln behandelt, wobei jeweils die neue unb fesselnbe Fragestellung besonders bemerkenswert ift So wird in einem außerordentlich anregendem Aufsatz der Anteil der deutschen Landschaften an der deutschen Kultur untersucht, jede Landschaft wird dazu in einer prachtvollen photographischen Bildtafel gezeigt — Professor Hamann, der Marburger Kunstgelehrte, stellt an Hand von meisterhaften Farbwiedergaben (Ausschnitte aus einem unbekannten Altarbild) die Frage nach dem deutschen Gesicht in der bildenden Kunst. Die Höhepunkte deutscher Reichsherrlichkeit zeigt Professor Haushofer, der bedeutende Geopolitiker in seinem Aufsatz „Erneuerer des Reichs" auf, dazu anschauliche, künstlerisch sehr reizvolle farbige Karten. — Unmöglich, die wertvollen Aufsätze und prachtvollen Bilder sämtlich zu nennen. Dieses Heft ist so umfangreich und inhaltsschwer, daß es den Rahmen einer üblichen Zeitschriftenausgabe sprengt und den Charakter eines Kulturdokw» , ments non bleibendem Wert hat.
zuschätzen, und zwar werden solche Strecken im Gegensatz zu anderen Taxierungen fast regelmäßig unterschätzt. Wenn man sich dagegen über die Breite eines Flusses äußern soll, werden meistens übertriebene Angaben gemacht. Nur wenige Menschen haben eine richtige Vorstellung von der Größe oder Höhe eines Raumes. Die Höhe eines Zimmers wird fast immer größer taxiert als sie ist. Dasselbe ist bet Bodenerhebungen und Bäumen der Fall. Eine solche Schätzung läßt sich annähernd richtig nur auf Grund sehr großer Erfahrungen machen, oder wenn dem Auge ein sicherer Maßstab geboten C. K.
dessen Eier von uns nicht durch die Winterspritzung bekämpft wurden.
Neben diesen Hauptfeinden werden noch unzählige an den Bäumen überwinternde andere Insekten, wie Wickler, Gespinstmotten, Apfelblütenstecher usw., getötet. An Beerensträuchern und den jungen Trieben der Bäume sitzen im Winter in Menge die Eier der verschiedenen Blattlausarten, die wir ebenfalls zum Absterben bringen. Außer dieser direkten Bekämpfung zahlreicher Schädlinge erreichen wir aber noch — und dies ist vielleicht mit der wesentliche Vorteil der Winterspritzung — eine allgemeine „Reini- gung" des Baumes. Die alte Rinde wird abgestoßen, Flechten und Moose, die oft als dicke Kruste die Aeste und Stämme überziehen, werden vernichtet. Der Baum bekommt wieder Luft, kann frei
Schweröl 4 bis 6 v. Sy, Dbftbaumtarbolineum aus Mittelöl 6 bis 8 v. H., Obstbaumkarbolineum emulgiert 8 bis 10 d. Sy). Die Wirkung der einzelnen Mittel ist die gleiche. Je früher im Jahr mir spritzen, um so höher muß die Konzentration der Brühe fein, da dann die Schädlinge noch nicht so empfind lieh sind. Die beste Zeit für die Behandlung unsere Obstbäume und -sträucher liegt im zeitigen Frühjahr, also im Monat März. Auch für die Stadt Gießen ist die Spritzung für diese Tage an- gesetzt worden, ebenso wie für das ganze Gebiet unseres Gaues.
Was wollen wir durch diese Maßnahme erreichen? Hierüber ist allerdings schon viel gesagt und geschrieben worden. Trotzdem fehlt es oft noch am nötigen Verständnis, weil einige Dinge verwechselt werden. Häufig wird die Winterspritzung mit Karbolineum als „Allheilmittel" für unsere Obstbäume angesehen. „Wenn ich gespritzt habe, darf im nächsten Jahr kein Schädling auftreten, und die Ernte muß sich vervielfachen." Aber durch die beste Spritzung können wir keine Aepfel und Zwetschen an Den Baum spritzen. Was nicht durch gute Düngung, Bodenbearbeitung, Schnitt, Auslichten usw. bereits angelegt ist, kann auch durch die Spritzung nicht kommen. Wir erreichen aber durch Bekämpfung der Schädlinge, daß alle Früchte erhalten und besser ausgebildet werden.
Zwei der wichtigsten Obstbaumschädlinge werden durch die Winterspritzung vernichtet. An der Zwetsche ist dies die Schildlaus, kleine braune Buckel, die überall an Aesten und Zweigen sitzen und durch ihre Ausscheidungen im Sommer den üblen schwarzen Ueberzug auf Früchten und Blättern bewirken Schwarze, rußige Zwetschen und Mirabellen konnten wir leider im vergangenen Jahr übergenug in den Läden „bewundern". Am Apfel ist- es der Apfelblattsauger, ein kleines, grünliches, blattlausähuliches Insekt. Der Blattsauger oder Blattfloh saugt an jungen Blättern und Blüten und verhindert die gesunde Ausbildung dieser Organe. Die Apfelblüten bekommen ein bräunliches, verkrüppeltes Aussehen, und es wird dann häufig gesagt. sie seien durch den Frost geschädigt. Nicht der Frost hat die Blüte zerstört, sondern der Schädling,
Am kommenden Sonntag 10 Uhr tritt das BDM.- Werk „Glaube und Schönheit" mit einer Morgen* Veranstaltung im Gloria-Palast, Selterswey, zugunsten des Kriegs-WHW. an die Öffentlichkeit. Wie vielseitig das Arbeitsgebiet des BDM.-Werks „Glaube und Schönheit" ist, wurde von uns bei verschiedenen Gelegenheiten schon berichtet, im Hinblick auf die Veranstaltung am kommenden Sonntag sei aber noch einmal darauf hingewiesen. Je eine Arbeitsgemeinschaft widmet ihre Tätigkeit der Gymnastik, dem Sport, der Hauswirtschaft, der Wertarbeit, der deutschen Dichtung, der deutschen Geschichte, der persönlichen Lebensgestaltung, dem Singen und Spielen, dem Gesundheitsdienst und der bäuerlichen Berufsertüchtigung. Einmal im Monat wird ein Gemeinschaftsabend durchgeführt, der zur Besprechung der politischen Vorgänge benutzt wird. Das Programm des kommenden Sonntags bringt Gymnastik (Lauf, Keulenübungen, Bälle), Lieder, einen Kanon, Orchestermusik, Tänze und das Spiel vom Birkenzweig. Die Veranstaltung dürste sicherlich von besonderem Interesse sein.
Cha*1
Itnf5
ll2hl nicht?" , ,, ,ri
Salimu ist wütend: „Wenn du so schreist wie letten sie da anbeißen?"
Jussuf meldet, Salimu habe noch nichts gefan- g.n, er werde weiterangeln. Gut. Soll er!
Am Nachmittag, die Sonne steht schon tief, unö hr Schein liegt rötlich auf Palmen und Sisal, Schst du mit Jussuf zmn Fluß hinunter. Salimu It ht bis zu den Knien im Wasser, auf einem Felln anscheinend. Er sieht aus roie eine ’oTon&e- fijur. Gut sieht der Bursche aus. Er steht ganz still.
- Herr.
ausgeführt. Von diesem Pflanzenschutzmittel gibt es zur Zeit drei Typen, die je nach ihrer chemischen Zusammensetzung in verschiedenen Konzentrationen verwandt roeroen (Obstbaumkarbolineum aus
Der schwächste Punkt in unserer Gesundheit
sind unsere Zähne, denn keine andere Krankheit hat auch nur annähernd die gleiche Verbreitung wie die Zahnfäule, an der große Teile unseres Volkes leiden. Darum ist die richtige Zahnpflege ein wichtiges Gebot der Gesundheit. Zur richtigen Zahnpflege gehört außer der täglichen, gewissenhaften Reinigung der Zähne mit Zahnpaste und Bürste eine vernünftige Ernährung, gründliches Kauen und die regelmäßige Über* wachung der Zähne. Chlorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege


