Ausgabe 
12.3.1941
 
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Aus -er Geschichte -er Bulgaren

derlanden wurde wesentlich gelockert. Gleichzeitig ent*

die sich gegenseitig aufs beste zu er­

gab als

einzelnen speziellen Bedürfnissen gebraucht wer» ')er kann es daher nur ein Vor-

Buf Wunsch vieler Verbraucher gibt es Hen ko, Henkels Cinweich- unü Cnthärtungsmittel, jetzt auch im doppelpaket. Preis 25 Rpf.

Vorläufige Regelung

-er Hausbrandverlorgung.

Die Reichs st eile! ür Kohle hat eine An. ordnung über die vorläufige Hausbrand-Versorgung im Kohlenwirtschaftsjahr 1941/42 verösfentlichi. Die Anordnung sieht vor. daß die Händler im bis­herigen Umfang und auf dem gleichen Handelswege weiter beliefert werden Die Ab­gabe an die Verbraucher regeln die Wirtschafts­ämter nach dem echten Bedarf der Ver­braucher. Die Verbraucher werden nur von dem Händler beliefert, bei dem sie am 1 März 1941 in die Kundenliste eingetragen waren. Beim Dor- liegen besonderer Verhältnisse können die Wirt­schaftsämter Ausnahmen zulassen Die Anordnung tritt am 1. April 1941 in Kraft und bleibt in Gel­tung bis zum Erlaß der endgültigen Rege- lung, die in Kürze erfolgt.

Zreichstreffen

der Dollsaeiundhe tsverbände.

Die Dolksgefundheitsverbände hielten in Wei­mar ihr driues Reichstreffen ab. zu dem fast 1800 Amtswalter der Verbände erschienen waren. Im Mittelpunkt stand eine Kundgebung in der Mei- marhalle, auf der Gaule-ter Sa u cf e l und Reichs- gesundheitsführer Staatssekretär Dr. Conti spra­chen. Gauleiter Sauckel wandte sich gegen den Mißbrauch der Genußgifte und forderte das Be­kenntnis zum Kinderreichtum Reichsgefundheitsfüh- rer Dr. Conti warnte besonders vor dem Miß­brauch von Genußgiften und anderen chemischen Präparaten, die nur aus finanziellen Interessen vertrieben werden Die Erweiterung der Rezept» pflicht habe hierbei schon eine wesentliche Besserung gebracht Auch seien die Wirtschaft und ihre Führer in den letzten Jahren mehr und mehr von her Richtigkeit dieser Ansicht überzeugt worden. Beson-

Der Bauernhof auf -er Drehbühne."

gewaltigen Ausgleichsinstrument für den Zahlungs­verkehr anderer Länder, lieber die Reichsbank lau­fen nicht, nur die Zahlungen zwischen Deutschland und den besetzten Gebieten, sondern auch zwischen dem neutralen europäischen Ausland und D lgien, Holland, Dänemark, Norwegen, Frankreich usw Dr. Ho.

Nieie ®ebiraslan6fd)aft aus dem Westen Bulgariens zahlt zu den herrlichen G°b>°t°n die etzl oon den deutschen Soldaten bei ihrem Vormarsch durchstreift werden. Intereffont sind di- eigen- irtigen Felsbildungen, die der Landschast dort ein besonderes Gepräge geben. (Scherl-Archw-M >

Kärntner und steiermärkischen Gebirgstruppen Der« dunden die hier. 4000 Kilometer von bei Heimat entfernt, gegenüber einer gewaltigen Uebermachl ihre Treue zum Führer unter Beweis stellten und zum Schluß doch Sieger blieben

Drei Sabre zwar sind erst nach der Heimkehr Der Ostmark ms Reich vergangen aber in dieser kurzen Zeitspanne hat sich ein Wandel vollzogen, wie er sonst vielleicht nur in drei Jahrzehnten erreicht wer­den konnte. Die Ostmark gehört zu Großdeutschland, jetzt und in alle Zukunft.

Die Reichsbank berichtet

Von unserer Berliner Schriftleitung.

rung der selbständigen bulgarischen Kirche im Jahre 1870 Aber erst die Niederlage der Pforte im Rus- silch-Türkischen Krieg 1877/87 brachte, wenigstens zu einem Teil, auch die politische Selbständigkeit. Die weitgehenden bulgarischen Hornungen, die im Frie- den von San Stefano schon Gestalt gewonnen hat­ten, wurden allerdings auf dem Berliner Kongreß durch die Umtriebe Englands zunicht gemacht, in dessen Interesse es lag. eine ohnmächtige und Eng­land abhängige Türkei gegey.den erstarkenden Ein­fluß Rußlands ausspielen zu können. Den Preis für

erschienen, also für ein Jahr, das vom ersten bis zum letzten Tage bestimmt war von den Auswir­kungen des englischen Krieges. , ,ri

Was hat die Reichsbank im Kriege zu leisten? Jeder Soldat, der in die besetzten Gebiete kommt merkt sehr genau das Wirken der Reichsbank. Er muß seme deutschen Banknoten entweder inBesatzungs- flelö", nämlich in Reichskreditkassenscheine umtau­schen die für die besetzten Länder ausgegeben wer­den oder aber in die Banknoten der besetzten ©e- biete Die Reichskreditkassenscheine sind ein Hilis- mittel für den ersten Bedarf: heute sind sie m fast allen besetzten Gebieten wieder zurückgezogen, und die deutschen Soldaten zahlen mit französischen, bel­gischen, dänischen und norwegischen Banknoten für die ein besonderes Verrechnungsabkommen zwischen der Reichsbank und den Notenbanken in den besetz- ten Gebieten besteht . .

Mit anderen Worten: die Reichsbank hat bet jedem deutschen Offensivstoß sofort darauf gesehen, daß nicht Banknoten, die in Deutschland umlaufen,

»n würde, man glaubte auch gerade bei Kriegs- Linn. daß die Ostmark die Gelegenheit benutzen xurde sich vorn Nationalsozialismuszu betreten' Jamais riet der Führer Herrn Daladier. der tetzt lingst m der Versenkung verschwunden ist das oe- »hmte Wort zu.Sie werden meine Ostmärker linnenlernen" Und dieses Wort des Führers haben he ostmärkischen Regimenter an allen Fronten D.c- i,s Krieges eingelöst und wahrgemacht, ob es nun in iolen. Norwegen oder beim Feldzug im Westen der fall gewesen ist Und gerade der Name Narvik ist immer untrennbar mit dem Heldentum jener

oemeur in den Händen der Türken lasten und die lürkische Souveränität anerkennen mußte.

Das junge Fürstentum wählte sich Den Prinzen Alexander von Battenberg tu seinem Herrscher, einen Mann. Der sich trotz vielseitiger und grotzer Begabung seiner Ausgabe nicht gewachsen zeigte Es gelang ihm allerdings 1885 Ostrumelien mit 'Bul­garien zu vereinen und jein junges Heer siegreich gegen ©erbten zu führen Aber gerade diese Erfolge erregten die Eifersucht Rußlands, das durch eine Offiziersoerschwörung Alexander stürzen ließ. Eine sofort einsetzende Gegenrevolution machte ihm aller­dings den Weg zum Thron wieder frei, aber der Fürst war durch die gemachten Enttäuschungen und Erfahrungen innerlich so gebrochen, daß er frei­willig verzichtete.

Sein Nachfolger wurde Prinz Ferdinand von Coburg, Der bei feiner Thronbesteigung 1887 außer­ordentlich schwierige Verhältnisse oorfand Zwischen Rußland und der Türkei, die beide Bulgarien in Ab- hängiateit von sich zu erhalten wünschten, wußte er dem Lande allmählich eine wirkliche nationale Selb- ständigkeit zu erringen. Durch zielsichere und von zäher Klugheit getragene Politik und durch Mobili­sierung aller Kräfte Des in jeder Hinsicht so frucht­baren Landes, der wirtschaftlichen wie der geistigen und kulturellen, kam er Schritt für Schritt diesem Ziel näher. Die jungtürkischen Wirren im Jahre 1908 gaben ihm willkommene Gelegenheit, auch den letzten Schein der türkischen Oberhoheit abzustreisen und den alten Zarentitel anzunehmen In Der alten Krönungsstadt Tirnowo ließ er sich krönen.

Im Ltrwald des Amazonas.

rdrantianiiche (ircuAtomnuiioncit von Zndios belagert

Rio de Janeiro. 11 März. (Europaprefe.) Aus Manaos der Hauptstadt der brasilianisch.tr Provinz Amazonas, berichtet der Kommandant Der fruppenabteilung, der von Der durch wilDe Indios belagerten Grenzt ommis s ton ausgesandt worden ist, um Hilfe zu holen, die lor- Hut seiner Truppe habe das Lager der ersten Gruppe der Grenzkommission am Fluß Demirn erreicht. Diese ganze Gruppe konnte vom Druck der Wildm befreit werben Eine zweite Hilfsexpehition mar- schiert eilig gegen Norden zu einer anderen be­lagerten Gruppe, Die sich in den Bergen von Curu- pira südlich der venezolanischen ©renie m der Nahe der Quelle des Flusses Demini befindet. Die Hil's- erpeöition kommt nur m it kleinen Booten auf ben reißenben Gewässern des Rio Negro und Rio Demini langsam vorwärts. Wo die Schiffahrt un­möglich ist, bedient man sich des F > ugze u g e s. Don dieser zweiten Gruppe wird gemeldet, daß ne­ben Mitglieder darunter der Arzt der Expe­dition durch vergiftete Pfeile der In­dios getötet und andere verletzt worden sind. Don weiteren Lagern der Grenz-kommission an Der venezolanischen Grenze fehlt jede Nachricht, man be­fürchtet. daß sie gl"-chfalls den wilden Stämmen die­ses Gebietes zur.. Opfer gefallen find Militärllug- zeuge versorgen aus Manaos die Hilfsexpeditionen mit Lebensmitteln.

Oie Sendung des Fiamenlums.

Brüssel, 11 März. (Europapreß.) Der Leiter des Dlaamsch National Verbond (VNV), S t a f he ©lerque, erläßt in der nationalflämischen Zei­tungVolk en Staat" einen Aufruf, in dem es u. a. helfet, der BND. fei sich darüber klar, dafe er die Verantwortung für d i e Zukunft Flanderns trage. Der DRV sei gerade dabei, die schöpferischen Kräfte des flämischen Volkes zu wecken, aus denen ein neuer Staat des Z u - fammenlebens gegründet werden solle. Dabei müßten alle persönlichen Belange gegenüber dem Gemeinwohl zurückaestellt werden, um einer na- tionalsoziali st Ischen Ordnung zum Siege zu verhelfen, die von wahrhaft germanischem Bewufetsein getragen fei.

Die dänischen M nderheitenschulen in Nord-Schleswiq.

in Wbe ehten ©ebiete fommen Sie hat die deutsche Reichsbahn gekommen ist. Die Durchführung des Währung damita b g e b i ch t e t". Wir heben diesen Zinsabbaues wahrend des Krieges ist eine ins Auge <ßunft n*ur deshalb hervor weil viele Hunderttau- fallende Leistung der Reichsbank. _

Berlin, 10. März. (DNB.) Wie das Reichs- erziehungsministerium bekannt gibt, hat sich her Stanb her Minherheitenschulen mit dänischer Unterrichtssprache in der Provinz Schles- wig.Holstein im Laufe des Jahres 1940 nur un- , wesentlich verändert. Es bestehen von diesen Schulen t nach wie vor die öffentliche Volksschule in Flens­burg und die sieben privaten Volksschulen in Tarup, Iarplund, Langberg, Harrisleeseld, Schles­wig, Tönning und Ladelund sowie die private mitt, lere Schule in Flensburg-Stadt. Die Zahl her Schüler, die am 1 Januar 1940 696 betrug, belief sich am 1. Januar 1941 auf 625 An den acht privaten Schulen mit dänischer Unterrichts­sprache sind zusammen 23 (ein Jahr vorher 24) Lehrkräfte tätig, davon 14 (15) an der mitt­leren Schule in Flensburg-Stadt. Von biefen 23 Lehrkräften besitzen 2 (vor einem Jahr 6) die beut- sche Staatsangehörigkeit.

Soeben ist der Bericht der Reichsbank für 1940 I sende deutscher Soldaten an ihm das fürsorgliche - *- - ------rt u;ä Wirken her Reichsbank merken können, hie ja sonst

eine sehr ferne unb geheimnisvolle Instanz ist.

Aus bem Geschäftsbericht heben wir nur wenige wesentliche Tatsachen hervor. Es ist bekannt, baß die Hälfte bes Finanzbedarfes bes Krieges b u r ch bas Steueraufkommen geheckt wirb. Unter Führung her Reichsbank wirb her Rest bes finan­ziellen Kriegsbedarfes burch Anleihen geheckt. Aber anders als im Weltkrieg, nicht durch fünfpro- zentige Kriegsanleihe, für die eine große Werbung gemacht wird, sondern durch mittel- und langfristige Schatzanweisungen, die ohne große Publikumsbean­spruchung bei den Geldinstituten und ©rofeunter- nehmen untergebracht werden. Wir haben schon wiederholt auf den bemerkenswerten Tatbestand hin­gewiesen, daß die Reichsbank im März 1940 zum 4prozentigen und Anfang dieses Jahres zum 3'/-. prozentigen Schatzanweisungstyp übergehen konnte. Insgesamt wurden unter Führung der Reichsbank Mehr als 16 Milliarden an Anleihen im Jahre 1940 aufgebracht, wozu noch eine ansehnliche Anleihe Der

Die deutsche Messe- und Ausstellungstechnik hat! für die in- unb ausländischen Besucher unserer gro- ßen Schauen schon manche Ueberraschung gebracht. | Die Wiener Frühjahrsmesse wahrt bie j Trabition und zeigt als befonbere Neuheit ben Bauernhof auf der Drehbühne". Dreiundzwanzrg Bilder werben durch dieses neue Mittel der Technik dem Beschauer vorgesührt, in ihrer Gesamtheit er­geben sie ein eindrucksvolles Bild betriebswirtschaft- kicher Neuerungen des modernen deutschen landwirt­schaftlichen Betriebes. So wenden z. B. gezeigt eine arbeitswirtschaftlich richtige Küche, ein vorschrifts- mäfeiger Rinder- und Schweinestall, die Technik der Düngerpflege, moderne Bodennutzung, die Be­sonderheiten der Kulturen von Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln und Zwischenfrüchten, insgesamt gesehen also eine Neuerung, die dem Besucher der Früh­jahrsmesse ohne große Anstrengung einen Eindruck der Erfolge der deutschen Agrarwirtschaft vermittelt.

Diese Sonderschau ist im übrigen kennzeichnend für das besondere Motto, unter dem die Wiener Frühjahrsmesse in diesem Jahre steht. In den ver­gangenen Jahren hat sich die südostdeutsche Handels- Metropole Wien immer stärker zum Vermittlungs- saktor im Handel zwischen Großdeutschland unb dem Südosten und darüber hinaus mit dem d o r - deren Orient erwiesen. Das muß zwangsläufig - ---- - - . - . ,

eine besondere Hervorkehrung der l a n d w i r i -, wird daher gerade in der heutigen Zeit eine de- schaftlichen Fragen zur Folge haben, benn fnnbere Mllston zu tragen haben unb beweisen, dafe die Staaten im Südosten sind vorwiegend Agrar- Großdeutschland unb Sübosteuropa Zwei Wirtschafts, ftaaten unb im Handelsverkehr mit Deutschland vor- gebilbe sind, tJ- yz . 2 nehmlich an der Entwicklung der Ernährungswirt- j gänzen vermögen.

<Leid) diese kriegerische Herrenfchicht im Laufe der fahrhunderte mit den Einwohnern des Landes, den' omaniiierten Thrakern und den Sloyf, isftlos zu einer Einheit verschmolz, hat sie doch dem wnzen Land den Namen gegeben. ..

Die Bulgarenfürsten lagen in ständigem Kamps sgen Byzanz, den sie im 9. und 10 Jahrhundert egreid) vortrugen Die Regierung Boris I. (852 es 890). der 8ß4 das Christentum annahm, bezeich­net den Än'ang der ersten bulgarischen Blütezeit, die 'skines Sohnes Simeon (890927) den Höhe- junft. Dreimal belagerte Simeon Byzanz, unterwarf ist die ganze westliche Balkanhalbinsel unb liefe sch zum Zaren krönen Nach ihm zerfiel das groß- tulgarifdje Reich in zwei Teile und wurde nachein- tmber Beute seiner russischen, serbischen und gri.echl- lien Nachbarn, von denen einer, der byzantinische Kaiser Basilios II., in her Geschichte den Beinamen ,6er Bulgarentöter" behalten hat. Erst gegen Ende les 12. Jahrhunderts gelang es den Brüdern So­lenn und Peter Äsen, ihr Baterland von der by- pntinifd)en Herrschaft zu befreien und unter ihrer 'ationalen Dynastie eine neue Blütezeit herauszu- ühren Tirnowo. die Krönungs- und HauptstaDt lier Äsen, stellte nach dem Zeugnis der ^eitgenosien ein zweites Konstantinopel" dar, die bulgarischen Aaren unterschrieben sich lateinischImperator Bul- : arorum et Blacorum."

Das Vordringen der T ü r k e n im 14. Iahrhun- ert machte der bulgarischen Selbständigkeit ein hal­bes Jahrtausend hinaus ein Ende. Fast mufe es als iiit Wunder erscheinen, daß die Erinnerung an die nationale Blütezeit durch so viele Jahrhunderte tm 3olfe lebendig geblieben ist. Aber in den alten Spen unb Balladen, die immer noch gesungen mür­ben, war das Heldenzeitalter unsterblich geworden: im ben Wäldern und Felsenschluchten des Balkan lebten nie ganz bezwungen hie räuberischen Hai- iurfenftämme, deren Lebensinhalt der Kleinkrieg i>egen hie türkischen Bebrücker war unb bei benen i ch bas Ibeal her Freiheit unb bes kriegerischen Beistes von ©eneration zu Generation forterbte. «eufeerlich lag alle politische Macht in ben Händen ber Türken, bie Muselmänner waren bie privilegierte Schicht unb es kann hoher nicht überraschen, bafe lin Teil ber Bevölkerung zum Islam übertrat. Die Nachkommen biefer mohammedanisch geroorhe» r. en Bulgaren bie Pomaken, leben noch heute im Lanbe bilben seboch nur eine kleine Minberheit. Doch auch innerhalb ber christlichen Kirche, ber bie : rofee Masse bes Volkes treu büeb, brohte ben Bul- : aren bie Brechung ihrer Selbstänbigkeit, inbem bie griechische Kirche von Konstantinopel aus banach Irrebte ihre Herrschaft über Bulgarien auszudehnen. Tatsächlich würbe 1767 bie bis bahin unabhängige bulgarische orthoboxe Kirche aufgehoben unb bas Sanb bem Patriarchen von Konstantinopel unten 'teilt Seitbem war bie geistige Ueberfrembung durch He griechische Geistlichkeit nicht minder grafe als Die solitilche durch die Türken.

Allein das Streben nach nationaler Selbständig- leit, das sich zu Anfang des 19 Jahrhunderts in eilen Völkern zu regen begann, ergriff auch Die Bul­garen Als ihre griechischen Nachbarn das turkiiche !ioch unter der begeisterten Anteilnayme ganz Europas abschüttelten, hofften auch die Bulgaren cuf ihre Befreiung. Mit großer Schnelligkeit griff He nationale Bewegung um sich 1^55 entstand die i irfte bulgarische Volksschule in ©abrovo. unb schon r ad) zehn Jahren gab es deren 53 Bulgarische Bu» Öer bulgarische Zeitschriften wagten sich überall ans Licht unb fanden weite Verbreitung Der erste wirk- lid)p Schritt zur Befreiung war die Wiedereinsuh-

uu;|C .^uum i;uuv ... Linie das neu errichtete den Beweis erbracht, daß es versteht, die Zeichen Fürstentum Bulgarien zu zahlen, das auf ben Zu- her Zeit zu beuten unb gewillt ist, bie ihm zukvm- x ,um Aegäischen Meer verzichten. DftrumHien menbe Rolle beim Ausbau des neuen Europa zu

Monome Provinz unter einem christlichen Gou- übernehmen. W.

Die Bal kankneae verliefen jedoch für Bul­garien höchst unglücklich und kosteten ihm fast ganz Mazedonien sowie einen Teil der Dobrubscha unb Ostrumeliens. Der schwerste Schlag für bas Land aber war her Frieben von Neuilly, Den es 1918 hm- nehmen mußte, weil es in treuer Waffenbrüherschaft mit Deutschlanh unb Oesterreich versucht Hatte, seine so oft zurückgestellten nationalen Ziele zu verwirk­lichen. Dieser Frieben, ber Bulgarien von neuem vom Aegäischen Meer abschnitt, war nicht minber schmachvoll wie für Deutschland das Diktat von Ver­sailles. Durch Zahlung unmöglicher Reparationen, durch das Verbot der Wehrhaftigkeit und andere ent­ehrende Bedingungen suchte man Bulgarien ebenso zu entrechten wie Deutschland.

Es zeugt für die Lebenskraft bes bulgarischen Volkes, daß es unter dem jungen Zaren Boris, nach Abdankung seines Vaters Ferdinand, unver­drossen barangegangen ist, sich Schritt für Schritt von diesen Fesseln zu befreien, durch Einführung der Arbeitsdienstpflicht und Wiederherstellung seiner Wehrhoheit den ©rund zu neuem Aufstieg aus eige­ner Kraft gelegt hat. Den ehrenvollen Beinamen der Preußen des Balkans", der ihm schon früher von Bewunderern wie von Neidern zugelegt worden ist, hat es sich damit von neuem verdient. Durch seinen Ansch an die Achsenmächte hat es nun vollends

Der Name Bulgarien erinnert an ben Namen fites Wolgadorfes: Bvlgary. Tatsächlich birgt l efes Dorf die Ruinen einer einst mächtigen Stadt, l-r ehemaligen Residenz der Wolgabulgaren, eines imisch-ugrischen Stammes, dessen blühendes Reich n 14 Jahrhundert durch Timur zerstört wurde Im : uge bet großen Wanderungen der europäischen !-älter flämme von Osten nach Westen und Süden Irad) auch ein Teil der Wolgabulgaren westwärts iuf unterwarf die Ukraine, die Moldau und Sieben- r . liirgen unb ließ sich enblich im 7. Jahrhundert sud- fluß Rußlands ausspielen zu Ich der Donau, im heutigen Bulgarien nieder. Ob- diese Politik ^atte in erster L .... l < f * f f. A______.Mi O nnu har

An ber Grenze zwischen kriegswirtschaftlicher unb volkswirtschaftlicher Betätigung steht schließlich die Ausweitung bes Verrechnungsverkehrs o- wohl mit bem neutralen Ausland wie mit den be­setzten Gebieten. Es haben sich da fd)on viele Zwi- chenformen ausgebildet. Gegenüber dem Protektorat U ,.u.. L°hm°n-M°hr-N sind am I.pttober mrt ber Zoll-

Erzeuguns chlacht grenze auch bie Devisenbeschränkungen gefallen Der kontinental- Zahlungsverkehr zwischen Deutschland und den Bie-

schäft interessiert. Die Darstelluna ber besonderen Verhältnisse unseres landwirtschaftlichen Aufbaues in her Ostmark finb dabei burchaus geeignet, die Besucher aus den Bauervölkern des Südostens zu interessieren. Wie früher schon, so ist auch bei ber diesjährigen Ausstellung bie deutsche Lanb - maschineninbustrie in überzeugenber Stärke vertreten. Der Einsatz ber Technik roirb babei außer ben Ständen ber einzelnen Industriefirmen ver­stärkt burch bie eingeglieberten Lehr- unb S o n » derschauen bes Reichsnährstandes. Wir wissen, bafe es heute nicht nur barauf ankommt, in Deutsch, (anb selbst eine Erzeugungsschlacht zu schlagen, heute gilt es mehr, heute gilt es, eine E in allen europäischen K-......-... ...

ftaaten burchzusühren. Was konnte bafür wich- ----------- -_ . . ,

tiqer fein ols der Ein fotz 3 m e et m ä 6 i q e r wickelt sich die Reichsbont immer mehr ZN einem Londmofchinen und Gerät«. Deutfchsiind Für den Äodluno».

ist trotz bes Krieges in der Lage, fremben Länbern alle lanbwirtschaftlichen jSeräte zu liefern, die bei ben einzelnen speziell ben. Für alle Befuthi. teil sein, wenn neuen ben zahlreichen maschinen­technischen Schauen ein Gesamtüberblick über bie landwirtschaftlichen unb ernährungswirtschaftlichen Arbeiten Deutschland gegeben wirb. Denn wer viel sieht, kann viel lernen. Die Wiener Frühjahrsmesse