Ausgabe 
12.3.1941
 
Einzelbild herunterladen

Mittwoch. 12.März MI

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Schristleitung und Gefchästrstelle:

Sietzen. Zchulftratzr 7-9

dadurch wurde mit einem Schritt die Grund-

AnchÄalien begrüßt denEurovabesuchAiatsuokas

11 März (Europapreß.) In den Mittags-«Heuchelei hatten, über den Haufen geworfen. Das >s Dienstags wurde auch in Rom die amt-! gleiche Gefühl der Erhebung, das die Brücke zum

stählernen Pakt der Achse schlug, hat auch zwischen Europa und Ostafien in einem gemeinsamen Willen des Verständnisses und einem gemeinsamen Empfin­den internationaler Gerechtigkeit die Brücke zum Dreimächtepakt geschlagen. Mittels des Dreimächte­paktes erkannte Europa die volle Reife und die ge­waltigen kulturellen Funktionen der großen Kräfte des modernen Asiens an, wie andererseits Asien den alten Gemeinplatz angelsächsischer, Marke von bet verhängnisvollen Unfähigkeit des Sichverftehens zwischen dem europäischen und dem asiatischen Geist" zunichte machte. Denn zwischen zwei univer­salen Mentalitäten die die beiden größten Kulturen der Welt, ja die beiden einzigen Kulturen der Welt schufen, kann es kein verhängnisvolles Sichnichtver-

ftehen geben.

Botschafter Ottauk der Befte nach Berlin

Hsingking, 11 März. (DNB) Der deutsche Botschafter in Tokio General Ott. kam auf seinem Wege nach Berlin, wohin er sich anläßlich des Deutschlandbesuches Matsuokas begibt, Montag 22.16 Uhr in Hsingking, der Hauptstadt von Mandschukuo. an Botschafter Ott wurde am Bahn­hof vom deutschen Gesandten Dr Wilhelm Wag­ner empfangen. Rach einem kurzen Aufenthalt be­stieg Botschafter Ott den Zug nach Charbin, um dort den internationalen Zug nach Manchuli zu er­reichen Der Gesandte Dr. Wagner begleitete Bot­schafter Ott nach Charbin.

stört. Mit der Vernichtung mehrerer am Boden be­findlicher Flugzeuge ist zu rechnen.

Verbände der deutschen Luftwaffe griffen auf der Jnfel Malta den Hafen La Valetta und den Flugplatz Lucca wiederholl an. Bomben mitt­leren und schweren Kalibers richteten starke Zerstö­rungen an. 3n Nordafrika wurden bei Age- dnbia britische Truppenansammlungen und molori- sicrte Kolonnen wirkungsvoll mit Bomben und Bordwaffen bekämpft und mehrere Panzerwagen und andere Fahrzeuge zerstört oder beschädigt.

Der Feind warf in der letzten Nacht Bomben auf eine Stadt in Westdeutschland. Es wurden keine mitt- torischen Ziele getroffen, dagegen Wohngebäude und ein Krankenhaus schwer beschädigt sowie einige Zivilpersonen getötet oder verletzt.

.Asahi Shimbun". Das Blatt schreibt: ,,Die Dichtigkeit dieser für den Fernen Osten historischen Konferenz liegt in zwei Punkten: Einmal ist durch 'en Abschluß der Verhandlungen die Aufcechterhal- rjnq des Friedens und der Ordnung Ostasiens f e st in d i e Hände dieses Erdteils gelegt.

Druck und Vertag: VrühUcheUntverfitatsdruckerei 8. Lange

Der wieder nach Deutschland zurückgekehrte japa­nische Botschafter, Exzellenz General Oshima, stattete dem Stellvertreter des Führers

Die Luftwaffe fetzte den Kampf gegen Groß­britannien überall erfolgreich fort. Starke Kampf- flicgerverbände griffen in der letzten Nacht die Hafen, und Dorfanlagen von Portsmouth in mehrstündigem Einsatz an. Durch heftige Explosio­nen und Grohfeuer entstanden im Hafen und in den Werftanlagen schwere Zerstörungen. 3m Seegebiet vor der britischen Südostküste und vor dem Bristol­kanal bombardierte die Luftwaffe mehrereha n- delsschiffe und beschädigte zwei Frachtschiffe

Japans Führungsanspruch in Ofiasien.

Oie japanische presse zum Friedensvertrag zwischen Thailand und Lndochina.

Preßburg, im März 1941.

Der jüngste europäische Staat, die Slowakei, be­geht am 14 März inmitten der gigantischen Aus­einandersetzung, die zwischen einer verfallenden libe- ralistischen Welt und einer kampferprobten, siegreich anmarschierenden Neuordnung vor sich geht mit würdigen Feierlichkeiten im ganzen Land den Tag eines zweijährigen Bestandes. Die Entwicklung des Landes unter der Tatra ist in diesen beiden Fahren über alle aus dem Aufbau sich ergebenden Schwie­rigkeiten hinweg getragen gewesen von dem Willen, vor aller Welt als Nation zu bestehen, die. nachdem sie viele Jahrhunderte hindurch unterjocht war, sich reif genug zeigt, um selbständig zu leben und an der Seite der jungen Nationen mitzubauen an der Neu­ordnung Europas. ..

Diese zwei Jahre haben aber auch genügt, um von der Welt als selbständiger slowakischer Staat zur Kenntnis genommen zu werden. Ein wichtiger Schritt in dieser Richtung war der Beitritit der Slo­wakei zum Dreimächtepakt, durch den der junge Staat vor aller Welt in die Reihe der jungen Volker der europäischen Kontinents ausgenommen wurde. Und es sind nur Phantastereien, wenn heute noch tschechische und slowakische Emigranten in London behaupten wollen das slowakische Volk wollte in der von ihnen erträumten neuenTschecho-Slowa- kei" leben Denn es gibt keinen Slowaken unter der Tatra, der nicht für die Selbständigkeit seines Staa­tes einstehen würde. Damit wurde aber auch der Beweis erbracht, daß die slowakischen Volkssührer vor zwei Jahren beim Zerfall des tschecho-slowa- kischen Staatengebildes den einzig richtigen Weg gewählt haben, indem sie ihr Land unter den deutschen Schutz stellten und daran gingen, auf den nicht mehr lebensfähigen Trümmern des Be- nesch-Staates einen neuen Staatsorganismus auszu­bauen. _ , . .

Es waren dabei nicht geringe Schwierigkeiten zu überwinden. Ein eigener Staatsapparat mußte aufgestellt werden, eine Armee wurde ge­schaffen, die Monate später schon mit den siegreichen deutschen Truppen gegen Polen zog; ein eigenes selbständiges Wirtschaftsleben mußte orga­nisiert werden; denn bisher war die slowakische Wirt­schaft eigentlich nur ein Zweigunternehmen Prags gewesen. In diesen schweren ersten Monaten des ' Bestehens der selbständigen Slowakei hat das i befreundete Deutsche Reich dem slowakischen Aufbau - auf allen Gebieten trotz des Krieges mit Rat

Zerstörung der Werften stellt ferner einen erheb­lichen Ausfall an Reparaturkapazitäten für die eng­lische Kriegsmarine dar. Auch die Bekohlungs­und Oelfeuerungsanlagen von Ports­mouth sind für die englische Kriegsmarine von gro­ßem Wert. Daß Portsmouth ein ausgesprochener Kriegshafen ist, geht aus der Tatsache hervor, daß für den Handelsverkehr in Friedenszeiten lediglich zwei Piere zur Verfügung gestellt wur­den. Portsmouth ist auch ein Standort der engli­schen R ü st u n g s i n d u st r i e. Im Stadtgebiet be­finden sich Werke für die F l u g z e u g m o n t a g e und für die Herstellung von Flugzeughallen und Flugzeugteilen. In den Flugzeugwerken von Ports, mouth werden in erster Linie Jagdflugzeuge her- gestellt.

Oer Wehrmachtbericht

Berlin. 11. März. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Kriegshasen portsmonlh sechs Siunden lang im deutschen dombenregen

Der japanische Außenminister Matfuoka. (Scherl-Bildarchio-M.)

Oer Krieg vor feiner finstersten Phase". Englands Luftfahrtminister im Unterhaus

Stockholm, 11. Marz. <DNB., Der britische Luftfahrtminister Sinclair brachte im Unterhaus den Haushaltsvoranschlag für'sein Ministerium em. Sinclair äußerte sich über neue Typen und die Um- Wandlung bestehender Typen inpraktisch vollstän­dig neue Typen". Er zählte fast zwei Dutzend ver­schiedene Flugzeugtypen, darunter mehrere ameri­kanische, auf, ohne allerdings mitzuteilen, daß diese Vielzahl von Modellen die Ausbildung erheblich er­schweren muß. Der Minister kam dann ins Phan­tasieren, indem er sich zu der irrsinnigen Behaup­tung verflieg, daßdie englischen Piloten heute d:e größte Schwierigkeit darin erblickten, die Deutschen zur Annahme des Kampfes zu zwingen". (!!) Nach­dem der Minister so dem Lob derrevolutionären Fortschritte der RAF." glaubte Genüge getan zu haben wurde er allerdings reichlich kleinlaut in­dem er sagte:Nach meiner persönlichen Anschau­ung steht der Krieg jetzt v o r s e i n e r f l n st e r st e n Phase. Es wird keine leichte Aufgabe sein, das nationalsozialistische Deutschland zu besiegen, aber da es notwendig ist, es zu tun, werden wir es tun. Sinclair konnte aber trotz aller Schönfärberei dem englischen Volk nur eine wirkliche Gewißheit geben, daßsicherlich stärkere deutsche Angriffe denn je vor der Tür stehen".

Von ital'enischen tt-Booten im Atlantik versenkt.

Rom, 12. März. (Europapreß.) In einem Bericht von einem italienischen Unterseeboots-Stützpunkt aus stelltGiornale d^Jlalia" fest, daß von italienischen U-Booten im Atlantik im Laufe des Februar rund 56 500 BRT. feindlichen Schiffsraums ver­senkt worden sind. Dieses Ergebnis lasse voraus- sehen, daß mit Beginn der besseren Jahreszeit und der dann bestehenden Möglichkeit eines größeren Einsatzes von U-Booten sowie einer engeren Zusam­menarbeit mit der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe noch größere Erfolge erzielt werden kön­nen. Insgesamt seien seit dem Eintritt Italiens in den Krieg im Atlantischen Ozean über 250 000 BRT. feindlichen Schiffsraums versenkt worden.

Portsmouth ist der bedeutendste Kriegs marinebafen Englands. Die Stadt selbst hat rund 250 000 Einwohner und ist mit ihren großen Hafenanlagen auf einer vorspringenden Landzunge erbaut. Die Bucht von Portsmouth ist gut geschützt und für Hafenzwecke besonders geeig­net. Der Kriegsmarinehafen von Portsmouth ist ffürdie größten Kriegsschiffezug ang­lich Im Hafengebiet befinden sich neben der gro­ben Königlichen Werft mehrere private Werf en von erheblicher Leistungsfähigkeit von denen sich «inige für besondere Zwecke spe/'al'sie^ haben ,S

Zwei Jahre selbständige Slowakei

Von unserem Tch.-Korrespondenten.

iN- Jahrgang Rr.60

»titbeini täglich, außer ionntaas und feiertags eilagen: Die Illustrierte ießenerFannlienblatter eimanmBild DieScholle ronats-Bezuasvreis: rii 4 Beilagen NM. 1.95 hne Illustrierte 1.80 Mstellgebühr. -.25 uch bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt gsvrechanschlust 2251

tanschrift:Anzeiger" check 11686 Tranks. M

Oie fernöstliche Klammer.

Von unserer Berliner Schnstlettuna

Es ist begreiflich, daß die Meldung, wonach der verantwortliche Leiter der japanischen Außenpottttk M a t \ u o f a , persönlich die rund 10 000 Kilometer weite Reise nach Berlin und Rom durchführt, m den politischen Kreisen der angelsächsischen Staaten mit besorgter Aufmerksamkeit verfolgt wird. Denn es qt eit 36 Jahren das erstemal, daß em ia- wnischer Außenminister in offizieller MUston aus­ländische Regierungen besucht. Zuletzt geschah das m Jahre 1905; damals wurde nach dem russisch-iapani- schen Kriege der Friede von Portsmouth am 5 September geschlossen, wobei 2apan durch einen Außenminister vertreten war. Diese Erinne­rung ist insofern von Bedeutung, als der jetzige Be­such' des japanischen Außenministers in Europa un-

Annabme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags

Anzeigen-Prerle

Anzeigenteil 7 Rvf ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Plavvorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25"/«» mehr

ter wesentlich anderen Vorzeichen steht als der seines Vorgängers vor 36 Jahren. Während damals das siegreiche Japan unter dem Druck der angel­sächsischen Mäche auf die mit Recht erhoffte hohe Kriegsentschädigung verzichten mußte und die sapa- nische Nation so um einen Teil ihrer blutig erkauf­ten Erfolge gebracht wurde, steht die Reise"Matsuo- kas in die Hauptstädte der beiden europäischen Ord­nungsmächte unter besonderen Kennzeichen:

Der japanische Außenminister kommt als offi­zieller Vertreter des fernöstlichen Mitgliedes des Berliner Dreierpattes. Bei den diploma­tischen Aktionen und Vertragsabschlüssen der drei Ordnungsmächte war Japan bisher durch seinen Berliner Botschafter vertreten. Wenn jetzt ungeachtet der ungeheuren Entfernung der Chef der japanischen Außenpolitik persönlich in Berlin und Rom erscheint, so hat diese Reise logischerweise ein ungewöhnliches diplomatisches und politisches Gewicht, was sich in absehbarer Zeit noch deutlicher Herausstellen wird.

Die Reise erfolgt ineinerZeitwachsender politischer Aktivität der Dreipakt-Mächte. Eben erst hatten sie in einem für die Entwicklung des Krieges besonders wichtigen Augenblick den

und Tat zur Seite gestanden, was von den führen­den slowakischen Staatsmännern auch immer wieder dankbar betont wurde.

Heute ist der slowakische Staat über die Anfangs­schwierigkeiten hinweg, der Staatsapparat hat sich eingelaufen. Man ist sich aber in Preßburg be­wußt, daß die Zugehörigkeit zu den Nationen der europäischen Neuordnung auch Pflichten auferlegt. Es gilt, einen nationalen und sozialen Staat auszu- bauen und dabei noch die letzten Reste der liberalen Aera, also die gestrigen Methoden und ihre An­hänger auszumerzen.

Der slowakische Ministerpräsident Dr. T u k a , der für die Freiheit seines Volkes rund zehn Jahre in, tschechischen Kerkern saß, hat vor einiger Zeit das Programm seiner Regierung für den Ausbau Umrissen, das auch von allen nationalbewußten Slowaken als das ihrige anerkannt wird. Neben einer gerechten sozialen Neuordnung auf der Grundlage von nationalsozialistischen Prin­zipien, sieht diesesgardistische Programm" wie es genannt wird die gründliche und schnelle Lösung der Judenfrage vor, die heute immer noch eines der wichtigsten Probleme des jungen Staates darstellt. Schritt um Schritt geht die slo­wakische Regierung an die Verwirklichung dieser Aufgaben, und das slowakische Volk ist guten Wil­lens, mitzuhelfen.

In diesem kurzen Rückblick über die ersten zwei Jahre selbständigen Bestehens der Slowakei muß auch die deutsche Volksgruppe genannt roerben; denn die 160 000 Volksdeutschen des Lan­des haben seit den ersten Stunden der slowakischen Selbständigkeit mit Hand angelegt beim Aufbau des Staatswesens. Sie waren vielfach Mittler zwi­schen der slowakischen Nation und dem deutschen Muttervolke, standen vor den östlichen Toren des Deutschen Reiches und sind ihren Pflichten jederzeit nachgekommen Heute stehen die Karpathendeutschen als gleichberechtigte, erste Bürger ihres Staates, sich stolz zur nationalsozialistischen Weltanschauung bekennend, auf ihrem Platz und erfüllen die ihnen gestellten Aufgaben.

So kann nach Ablauf dieser zwei Jahre selbstän­diger Slowakei eine freudige Bilanz gezogen wer- den; es wurde unte. dem deutschen Schutz im jun­gen slowakischen Staat ein schönes Stück Aufbau­arbeit geleistet Große Aufgaben und harte Arbeit stehen noch bevor; denn es gilt, Schritt zu halten mit den jungen Völkern des neuen Europa.

Rom, 1».----u- v----* r "j/ .- w

fanden des Dienstags wurde auch m Rom lid)e Mitteilung über den Besuch des japanischen slußenmimsters Matsuoka in Berlin bekanntge- t-eben Dazu schreibt Gayda im(3 i o r n a l e r 5t al i a , das Streben nach Freiheit und Wie­deraufbau müsse sich in Asien nach den gleichen M"thoden abwickeln wie jenes der Achse in Europa innb Afrika. Der Feind dieses Strebens sei der ileichs die verbündete angelsächsische Welt. Gleich Die die Achse solidarisch sei in Europa und Afrika, lei sie auch solidarisch mit Japan hinsicht- !ich der Beurteilung aller asiatischen Fragen. Japan Einerseits wisse, daß seine Sache nicht nur bem Heroismus seiner Kämpfer und der Treue der Na- ion sondern auch den Bekämpfern des angelsach- ischen Imperiums anvertraut sei. Dem tätigen emdlick>en Bündnis setze die Geschichte das Problem ines gleichen tätigen Bündnisses jener Machte ent­gegen, die das Bedürfnis nach Befreiung emp-

lage für den ost asiatischen Großraum geschaffen. Dann aber zeigt auch der japanische Er­folg in einer ersten internationalen Vermittlerrolle Japans Führer st ellung in Ostasien." Das Blatt fährt bann fort, ber Verhandlungserfolg biete trotz ständiger angelsächsischer Störungsversuche die Gewähr dafür, daß Thailand sowohl wie Jndochma das englisch-nordamerika nische Joch endgültig abgeschüttelt hätten. Jetzt sei es Japans Aufgabe, durch wirtschaftliche Zu­sammenarbeit mit diesen Staaten an die Stelle zu treten, die bisher von der imperialistischen engllsch- nordamerikanischen Finanz eingenommen worden fei.

Seit dem Waffenstillstand vom 31. Januar und der darauf folgenden Eröffnung ber Vermittlungs­konferenz am 7. Februar in Tokio hätten die anglo­amerikanischen Mächte nichts unversucht gelassen, um die Vermittlung zu stören, so schreibtC h u - gai Shogy o". England sei sogar so weit gegan­gen, längs der malayisch-thailändischen Grenze Truppen z u s a m m e n z u z i e h e n und darüber hinaus ständig neue japanfeindliche Propaganda- Gerüchte in die Welt zu setzen. Trotz dieser Obstruk­tionen habe "'Japan alle Schwierigkeiten überwunden und die beiden Seiten zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes geführt. Japan habe sich damit eine führende Stellung im Süd- pazisik geschaffen, wo bisher der angloamerikanische Einfluß seine stärksten Positionen instehatte.

Der japanische Reichstag wirb am 15. März zu einer Geheimsitzung zusammentreten und Erklä­rungen bes Ministerpräsidenten Fürst K o n o y e über den Abschluß ber Friedensverhanblungen ent­gegennehmen.

Tokio, 11. März. (Europapreß.) Die japanische «resse beschäftigt sich eingehend mit bem Friebens- prtrag zwischen Thailanb und Jndochina. Symp- tmatisch für die Einstellung ber japanischen Oef- mtlichkeit finb bie Ausführungen ber Zeitung

Auch Agenzia Stefani betont, Matsuokas Anwesenheit in Europa werbe den Dreimächtepakt m seinem konstruktiven Geist verkörpern. Die Soli- arität zwischen Italien, Deutschlanb unb Japan habe Hd) automatisch an jenen Tagen herausgestellt, als *rei Länder, jedes auf eigene Rechnung, den kate­gorischen Imperativ verspürten, sich gegen die ori- iische Vorherrschaft und die plutokratische Unter­drückung aufzulehnen. Als nach dem August 1939 ie Plutokratien bie Maske fallen ließen unb ihr sntiitallenisches, antibeutsches unb antijapanisches Haßerfülltes Antlitz offen zeigten, empfanden bie drei Imperien bie Pflicht, eine gemeinsame Front gegen )»en gemeinsamen Feinb zu bilben. Die Pt^tokratien Hatten gerechnet, Deutschlanb, Italien unb Japan ^tÄni5bCbiebi^m, I and-nsich "eine länge« herzliche

Serlin unb Tokio von ber englischen Perfibie unb | Aussprache anschloß.

verHgt Portsmouth °über eine der bedeutendsten ^^ei einem Angriff 'auf den Flugplatz

Neuyork. 12. März (DNv.) wie der wehr- machlberichl meldete, griffen starke kampffliegerver- bänbe in der Nacht zum Dienstag die Hafen- und Dorfanlagen von Portsmouth an und verurfachlen ! chwere Zerstörungen. Dazu berichtet United Preß, die deutschen Flieger hätten in endlosem Ansturm die schwere Flaksperre durch­brach e n und in kühnen Angriffen das Gebiet von Portsmouth sechs Stund en lang bombardiert. Käufer und Geschäfte" seien vernichtet und das Verkehrswesen zeitweilig lahmgelegt worden. Es sei der längste und heftigste bisher erlebte Angriff auf Portsmouth gerofen. Rettungskomman­dos hätten bis zum Morgengrauen gearbeitet, viele Straßen seien durch Trümmer völlig blockiert wah­rend der Morgenstunden hätte es neue Flieger­alarme gegeben.

INDO

l »US

ftanqty*

\ho'On

THAILAND (SIAM)

LCfflNA