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Flüchtiger als das gedruckte Wort ist der Front­bericht, der allabendlich im Rundfunk vom Krieg im Osten kündet, und doch blieb so mancher Bericht im Ohr. "Wir meinen hier vor allem jene Berichte von Heldentaten deutscher Soldaten und Offiziere, ohne die die gewaltigen Erfolge der deutschen Wehr­macht im Osten nicht denkbar wären. Wir denken an jenen 19jährigen -Sturmmann, d-er sich plötz­lich einem 52-Tonnen-Panzer der Bolschewisten aegenübersah, auf ihn draussprang und durch Handgranatenwurf den Panzer kampfunfähig machte; wir erinnern uns der Erzählung des Schi­weltmeisters Gustl Berauer unmittelbar nach der Vernichtung eines feindlichen Panzers, iy den er, der Feldwebel der Gebirgsjäger, in Ermangelung einer anderen Gelegenheit feine Handgranate durch das Rohr der Kanone eingeführt hatte; vor uns stehen die schlichten Erzählungen der Flieger eines Kampfgeschwaders, der mitten zwischen feindlichen Truppen die Landung wagten, unmittelbar neben der notgelandeten Maschine ihrer Staffelkameraden.

Und wie eindrucksvoll war jener Bericht von den zweiBäckern", hinter denen sich ein Obergefreiter und ein Kanonier, von Beruf Bergarbeiter und Mechaniker, verbargen. In der lebendigen Erzäh­lung begleiteten wir die beiden in jenes sowjetische Dorf, das die Vorausabteilung schon vor Stunden durchfahren hatte, und sahen Jie in der Backstube 500 Brote für ihre Kameraden backen, und dieses Brot trotz zweier heftiger Angriffe auf ihre Back­stube, bei denen 75 Feinde und ein Panzerwagen auf der Strecke liegenblieben, zu ihrer Einheit zu- rüdbringen. Die Heldentat eines jungen Gefreiten hielt ein Bericht aus Bessarabien fest: Er war kurz entschlossen auf einen feindlichen Panzer ge- fprugen, hatte sich hinter dem Panzerturm vor dem Beschuß durch einen anderen Panzer geschützt und den Panzer schließlich bewegungsunfähig gemacht, in dem er die Sehschlitze von oben herab mit dem Maschinenfett, das dieser Panzer selbst mitführte, zugeschmiert hatte. Die Stimmen des Oberleut­nants einer Flak-Abteilung und seines Richtkano­niers, die schlicht und einfach, so als wenn das kaum der Rede wert sei, von der Vernichtung von 20 feindlichen Panzern durch ein einziges Geschütz im Verlauf weniger Minuten erzählten, sind uns noch genau so im Ohr, wie die der Männer eines Pionierstoßtrupps, die, noch atemlos vom schweren Kampf, von der Vernichtung von zehn roten Bun­kern erzählten.

Die Berichte, die in diesen Wochen in den Front­bericht-Sendungen zu uns sprechen, künden für alle anderen vom Heldentum deutscher Soldaten. Aus dem Erleben des Kampfes geboren, zeigen sie der Heimat immer von neuem, daß der genialsten Füh­rung, die eine Wehrmacht geführt hat, der tapferste Soldat entspricht, der sich ein Schlachtfeld erkämpft hat. D. K. D.

** Eine Siebzigjährige. Am Montag, 11. August, begeht Frau Susanne Krombach in körperlicher und geistiger Frische ihren 7 0. Ge­burtstag. Wir gratulieren.

Schottener Sommermarkt.

Lpd. Schotten, 11. Aug. Der Schottener Sommermarkt findet vom 11. bis 13. August statt; er wird auch im Kriege in überlieferter Form abgehalten, entsprechend der Bedeutung, die dieser Markt von jeher hat. Als Schotten im Jahre 1354 das Sadtrecht verliehen wurde, wurde der Stadt auch als wichtiges Privileg das Marktrecht ver­liehen, das damals wirtschaftlich von größter Be­deutung war. Der Schottener Sommermarkt besteht seit 1652, er kann also in diesem Jahre auf ein Alter von 289 Jahren zurückblicken. Nach der Not des Dreißigjährigen Krieges und der wirtschaftlichen Zerrüttung jener Zeit sollte der Markt dem Wirt­schaftsleben der Stadt neuen Auftrieb geben. Der Sommermarkt hat durch die Jahrhunderte stets eine große Bedeutung weit über Schotten hinaus gehabt; er wird auch jetzt im Kriege seine Ausgabe erfüllen.

Wirtschaft.

Roggenpreisrückvergütung im Wirtschaftsjahr 1940/41.

Der Reichsnährstand hat durch die Hauptver­sammlung der deutschen Getreide- und Futtermittel­wirtschaft eine Anordnung über die Roggenpreis­vergütung 1941/42 und Weizenausgleichsabgabe erlassen. Danach erhalten Mühlen, die in der Zeit vom 1.7.41 bis 30.6.1942 Roggen, den sie nach dem 30.6.1937 für eigene Rechnung käuflich er­worben haben, in der Handelsmüllerei im Rahmen ihrer freigegeberten Verarbeitungsmenge zu Mehl, Backschrot oder Dollkornschrot verarbeiten, wieder eine Roggenpreisrückoergütung. Die Höhe der Rog- genpreisrückoergütung beträgt je 100 Kilogramm im Juli 1941 2 RM.. in den Monaten August bis November 1941 2,50 RM., im Dezember 1941 2,70 RM., im Januar 1942 2,90 RM., in den Monaten Februar und März 1942 3,10 RM., im April 1942 3 RM., in den Monaten Mai bis Juni 1942 2,80 RM. Die Höhe der für Roggen- und Weizenge­menge festgelegten Sätze ist gegenüber dem Vor­jahre unverändert. Die Roggenpreis-Rückvergütung wird nur auf Antrag gewährt.

Beihilfen

für den Bezug von Maulbeerflräuchern

Auch in diesem Jahr hat das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft Beihilfen für den Bezug von Maulbeersträuchern zur Verfügung gestellt, die privaten Interessenten gewährt werden,

Mütterschulkurs««»Säuglingspflegekurs

Anmeldung bei der Kreisfrauenschastsleitung.

Lotte: Hallo, Inge, wohin denn so eilig?

Inge: Heil Hitler, Lotte! Komm, geh ein Stück­chen mit, ich bin eilig, will in den Mütterschul- fürs,häusliche Näharbeiten". Du, wir haben da allerlei gelernt. Ich wußte ja auch nicht recht über die Mütterschulkurse Bescheid, aber jetzt bin ich doch froh, daß mich die Hilde Mayer dazu Über­redet hat. Du, Stopfen und Flicken ist gar nicht so einfach, wie man sich das so denkt. Aber jetzt weiß ich, wie man das bei den verschiedenen Stoffarten am schönsten macht.

Lotte: Na, da kann ich dir ja jetzt meine kaput­ten Sachen bringen, du machst sie mir, bist ja ganz begeistert.

Inge: Nee, nee, nee, weißt du, so ist das ja nun nicht gemeint, aber geh selbst in den nächsten An­fängernähkurs des Mütterdienstes. Ich bin jetzt z. B so weit, daß ich mir sogar eine Bluse nähe. Wir haben gelernt, uns einen Grundschnitt herzustellen, da werde ich in Zukunft meine Sachen so ziemlich alle selbst Herstellen können. Ich habe übrigens ent­deckt, daß ich eigentlich ganz schönes Geschick dazu habe Dabei kostet der Kurs nur 3,60 bis 5, RM. je nachdem, wie es einer bezahlen kann.

Lotte: Du das ist ja eigentlich eine ganz feine Sache. Ader wo meldet man sich da an?

Inge: Na, bei deiner Jugendgruppenführerin oder Ortsfrauenschaftsleiterin oder .gleich an der Kreisfrauenschaftsleitung. Ich will übrigens den Aufbaunähkurs, den wir uns alle gewünscht haben,

im Herbst auch mitmachen, da kann ich mir ja noch mehr nähen, erst mal unter Anleitung. Ich hab jetzt wirklichen Spaß an der Sache.

Lotte: Na du, deine Begeisterung steckt direkt an.

Inge: Und dann soll jetzt auch Mitte August, am 14. ober 15., den genauen Bescheid bekommen wir noch schriftlich mitgeteilt, auch wo der Kurs stattfindet, ein Säuglingspflegekurs lau­fen. Den mache ich auch mit, das sind ja alles Dinge, die man später unbedingt braucht und wenn der Krieg aus ist, heiraten Otto und ich gleich, bann würde es mir ja viel schwerer fallen als jetzt, die Kurse zu besuchen. Ich merke es jetzt schon an dem Nähkurs, das Hausfrausein ist nicht so einfach wie man sich das so denkt. Otto schreibt mir auch, daß er die Einrichtung sehr gut findet und freut sich, daß er eine tüchtige Hausfrau heiraten wird. Für uns Berufstätige ist die Umstellung ja auch dop­pelt schwer. Deswegen kann ich mir denken, daß viele junge Frauen und Mütter, sicher auch Groß­mütter sich zu diesem Kurs melden, weil doch manche junge Mutter heute ihren Beruf möglichst weiter ausüben muß und die Säuglinge werden doch heute anders gepflegt und ernährt als zu un­serer Zeit. Du, mache doch den Säuglingspflege­kurs auch mit. Wir melden uns morgen bei der Kreisfrauenschaftsleitung, Gießen, Frankfurter Str. 1, Telephon 2818, an. Gfs.

Die Dominiks.

Roman von Hellmuth M. Böttcher.

53. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Ein Glück, daß die Einzelzeichnungen lange fertig daliegen.

Ein Glück auch, daß die Maschinenteile geordnet und fertig bereitstehen.

Ein Gluck vor allem, daß er über einen Arbei­terstamm verfügt, dessen Eignung und sachmän- nische Leistung außer Frage steht.

Da läßt sich schon etwas voranbringen. Der Ar­beitstag kann lang sein, wenn man den guten Wil­len dazu hat. Er kann zehn Stunden fein, auch ein­mal zwölf, und wenn Not am Mann ist, geht's so­gar noch bei vierzehn Stunden. Es soll ja nicht für die Ewigkeit sein. Nur für die kurze Spanne von Wochen oder Monaten, bis man Lietzendorf den Vorsprung abgerungen hat.

Nur bis man selber fertig ist!

Daß der Mensch wirklich einmal etwas Aeußer- stes leisten kann, beweist nichts besser als Nissen selber.

Vorbei ist's mit Segeln und Reiten.

Ein paar Atemzüge frischer Lust, ein kurzer Spa­ziergang, ein paar Freiübungen müssen genügen.

An manchen Tagen ist selbst dazu nicht die Zeit da.

Denn Nissen will morgens der erste in der Werk­statt sein. Im dreckigen Schlosseranzug steht er zwi­schen seinen Leuten. Ordnet an, berichtet Bessert. Erklärt.

Dazwischen zeichnet er einmal einen Strich in den Konstruktionszeichnungen anders, verändert eine Dimension, die Dimensionsbezeichnungen für eine Schraube ober einen Bolzen.

Oder er legt selber mit Hand an.

Und Stück fügt sich an Stück, Teil an Teil.

Nissens Hände triefen von Del, fein Gesicht ist schwarz, fein Haar verschmiert, die Fingerspitzen und Handflächen werden hornig und hart.

So vergehen die Stunden, und die Fabriksirenen heulen zum Feierabend,

Die Männer auf dem Montagestand hören nicht daraus.

Das Maß ihrer Arbeit wird nicht von der Uhr bestimmt, sondern vom Pflichtgefühl und von der Kraft, die der gute Wille gibt.

Wenn Nissen abends den Schraubenschlüssel zum letzten Male aus der Hand legt, zittern ihm die Glieder vor Anstrengung. Kaum hat er oft noch so viel Energie und Kraft, den verdreckten blauen Schlosseranzug abzustreifen und unter die Brause zu gehen. Oft ist er zu müde zum Essen Erst in der Nacht, manchmal nach dem ersten Schlaf, wenn der Hunger ihn auftreibt, ißt er fein Abendbrot oder ein Sßück Schokolade aus dem Nachttischkasten.

Aber er kommt vorwärts

Tag für Tag, Stunde für Stunde ...

Und das allein ist wichtig.

Das allein --

In der Mitte des Raumes steht der massige Guß­klotz des Motorgehäuses. Das ist wie ein Herz, das sich feinen Körper erst selber schassen muß.

Immer wieder schwingt der Kran neue, schwere Einzelstücke heran, die für Menschenkraft zu lästig sind.

Sehnen straffen sich, Muskeln schwellen, auf den Stirnen treten die Adern hervor

Dann flitschen Schrauben durch die vorgesehenen Deffnungen, Fingerspitzen wirbeln, Schrauben­schlüssel klappern. Und langsam wachsen um das Herz die Organe.

Zyliyder und Pleuel, Hebel und Düsen, Arme, Gelenke, Buchsen und Bolzen bis zu den win­zigsten Teilen, die kaum die Fingerspitzen fassen und halten können.

Wochenlang dauert das Diele Wochen.

Manchmal, nach Feierabend, wandert Nissen hin­aus in die Vorstadt, wo Lietzendorf feine Werkstatt eingerichtet hat. Sucht von der Straße her die Hausfront ab. Auch dort ist noch Licht. Auch da wird also noch gearbeitet! Auch er ist also noch nicht fertig!

Noch nicht!

Es ist also noch nichts verloren!

Nissen Dominik fühlt keinen Haß gegen Konrad Lietzendorf.

Nur eine Enttäuschung!

Er kann nicht einmal genau sagen, worüber.

Er selber hat ihm ja den Weg freigegeben!

wenn sie auf eigenem Grund und Boden Maul­beeren zur Anpflanzung bringen. Bei einem Be­zugspreis von etwa 50 RM. für 1000 Maulbeer- sträucher gewährt die zuständige Landesbauernschaft auf Antrag eine Beihilfe in Höhe von 15, RM. Auch Maulbeerhalbstämme werden verbilligt, wenn sie auf eigenem Grund und Boden durch private Interessenten angepflanzt werden. Hier werden 50 v. H. des Baumschulpreises zurückvergütet, wenn

10 bis 20 Halbstämme zur Anpflanzung kommen Die Nachfrage nach Maulbeeren, die die Grundlage für die Seidenraupenzuchten sind und deren Ruten einen wertvollen Textilstoff darstellen, ist feit Iah. ren außerordentlich groß.

Interessenten wird empfohlen, sich ihren Bedarf durch eine rechtzeitige Bestellung bei der Reichsfach, gruppe Seidenbauer e. V., Berlin W 50, zu sichern.

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Finnlands Athleten warteten auch am zweiten Tage des Sportfestes in Helsinki mit guten Leistungen auf. Kurki siegte über 5000 Meter in 14:55,6 Minuten, Mikkola warf Öen Speer 69,93 Meter und Hänninen siegte im Diskuswerfen mit 45,59 Meter.

die Montagehalle.

steht seinen Mann trotzdem den ganzes

nen und zu überprüfen. Vielleicht hat sich irgendwo ein Fehler eingefchlichen? Vielleicht man noch etwas bessern und ändern?

Es ist ja alles Neuland, wo er sich bewegt.

Bezirks-Turn- und Sporttag ausgefallen.

die bisherige Bestleistung des Engländers Pope, dir auf 13,294 Kilometer stand, um einige Meter.

Einen neuen Weltrekord im Stunden« Gehen stellte Fritz Schwab (SC. Charlottenburg) in Berlin auf. Mit 13,308 Kilometer verbesserte er

D i e Italiener Niccolo dell'Arca unb Bellini werden beimGroßen Preis der Reichs- Hauptstadt" (100 000 RM.) am 14. September auf die deutschen Spitzenpferde, u. a. Magnat, Orator und Nuvolari, treffen.

Z u den deutschen Fecht-Meister« schäften vom 20. bis 24. August in Bad Kreuz­nach wurden 239 Nennungen abgegeben. Davon entfallen 65 auf das Florettfechten, 62 auf das Degenfechten, 64 auf das Säbelfechten und 48 auf das Florettfechten der Frauen. Sämtliche Vorjahrs­meister verteidigen ihre Titel.

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manche Nacht vorher.

Und zum tausendsten Male eilt Nisten nach Hause ins Konstruktionsbüro und beginnt erneut zu

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Sie lieft in hingeworfenen Worten Friedrichs ebenfooiel wie in feinem Schweigen. , Wenn wenigstens dieses Schweigen nicht wäre- Ist das nun Trotz oder Bitterkeit. Oder ist Da gar schon Verzweiflung? ' . u

Martha saßt sich endlich ein Herz und stellt eines Tages Nisten zur Rede.

Von ihm erfährt sie alles. Nun weiß sie, wie o Dinge stehen. ,

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Ihr Privatvermögen beträgt das Vielfache " Summe, die Dominik zu seiner Rettung braucht- (Fortsetzung folgt)

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Die Austragung der Bezirksmeisterschaften Turnen und Leichtathletik in Gießen mußte Sonntag ausfallen. Die ausgefallenen Wettkämpfe

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Trotzdem!

Alle Wege durfte Lietzendorf gehen! Nur diesen einen nicht Nicht diesen einen Weg zu Mattheus Lind.

Auch jeder andere Weg, der ihn schneller zu sei­nem Ziele gebracht hätte, als Nissen mit feiner Arbeit vorankam, hätte geschmerzt.

Auch wenn Blohm & Voß oder die Germania- Werft oder Schichau ihre U-Boote einmal mit Ein- heitsantriebsmafchinen ausstatteten und damit der Dominik-Werft Konkurrenz machten, würde das bitter und ärgerlich fein. Aber man könnte sich da­mit abfinden! Das war nun einmal der Gang der Welt. Und beim Wettbewerb liegt eben immer einer vorn. Heute ist es der andere, morgen bin vielleicht ich es wieder.

Aber gerade die Norddeutsche Werft! Gerade Mattheus Lind!

Das hätte Lietzendorf nicht tun dürfen!

Auch roenns ihm nicht verboten war fühlen hätte er das muffen! Es gibt Gesetze, die nicht der Buchstabe des Gesetzes und nicht der Wortlaut der Verträge diktiert, sondern das Herz!

Schade!

Warum hat er Lietzendorf vertraut? Wenn man doch die Wände seiner Werkstatt mit Blicken durch­bohren könnte! Nicht um dem andern etwas ab» zusehen oder wegzunehmen, nein, bloß um ein einziges Mal zu wissen, wie weit er ist. Damit man erkennt, ob die eigene Arbeit und Hast noch lohnt, ob die Mühe und die übermenschliche An­strengung noch einen Sinn hat.

Weiß man denn, ob Lietzendorf nicht schon mor­gen die letzte Hand anlegt, ob er nicht gar schon heute nacht soweit ist?

Der Gedanke jagt neue Unruhe ins Blut des nächtlichen Wanderers, eine Unruhe, die ihn auch heute nacht nicht wird schlafen lassen wie schon so

Schwedens Schwimm-Mei st er sch a f t e n begannen in Lidköping. lieber 400-Meter- Kraul war Björn Borg in 4:57,6 Minuten erfolg­reich, während I. Rothman die 200-Meter-Brust in 2:50,2 gewann. Die 4X100-Meter-Kraul-Staffel fiel in 4:14,5 an Hellas Stockholm.

werden am Sonntag, 24. August, ausgetragen.

Um -en Aufstieg in Hessen.

Bab Homburg schlägt Nieder-Rodenbach 5:3.

Nach zwei Heimsiegen mußte Germania Nieder- Rodenbach in der hessischen Aufstiegsrunde (Gruppe Süd) zum ersteimal auswärts spielen und zog hierbei gleich den Kürzeren. Reichsbahn 05 Bad Homburg schlug die Germanen mit 5:3 (3:3) Toren, aber dieser Sieg nützt den Homburgern selbst nichts, die Entscheidung um den Aufstieg fällt vielmehr im Rückspiel zwischen Wetzlar und Nieder-Roden­bach am kommenden Sonntag in Wetzlar. Die Ta­

ten im Augenblick der Gasexplosion im Zylinder, wer kennt die Kontraktionen und Zuschnürungen der sich vereinigenden Gase? Wer weiß, wie sich die Drücke bei ihrer Trennung und erneuten Verbin­dung verhalten?

Neuland! Neuland!

Man hat es ja nicht bloß mit Metallen zu nnl und nicht bloß mit Gasen, sondern mit beiden. Hohe und niedrige Temperaturen fließen durcheinander und führen zu Dehnungen und Spannungen, viel­leicht auch zu Drehungen und Torsionen.,

Wer kann etwas Voraussagen über die Harn der Metalle und ihre Widerstände bei den sich dauernd ändernden Verhältnissen?

Wer kennt die Grenzen der Proportionalität, der Elastizität, der Streckfähigkeit, der Fließfähigkeit, der Quetschung, der Zugfestigkeit? .

Es geht ja nicht um ein beliebiges Experiment Es geht um Menschenleben. .

Wenn da nur ein armseliger Splint nicht eine Asbestdichtung durchschlügt, ein Nippel undichl wird, dann können Schiff und Mannschaft ver­loren sein!

Nissen rechnet und plant und prüft. - Am nächsten Morgen kommt er blaß und über-

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Schwedens größtes Straßen-Rad« rennen, die über 1450 Kilometer führende Sie­bentagefahrt mit Start und Ziel in Stockholm, wurde von dem Landesmeister Sven Johansson m 43:50:56 Stunden mit 16 Minuten Vorsprung vor Hellberg und Jansson gewonnen.

100 Meter in 10,4 Sekunden lief Frank­reichs Kurzstreckenmeister Renä Dalmy in Romans. Er setzte sich damit allein an die Spitze der Europa- Jahresbestenliste, lieber 200 Meter schaffte Dalmy 21,6 Sekunden. '

einseitige Angelegenheit für Henkel/Gies. Verein­barungsgemäß wurde nur auf zwei Gewinnsätze gespielt, und das kam besonders Henke! zustatten. Auf der gegnerischen Seite war Buchholz etwas schwach, das nutzten Henkel/Gies zu einem klarem 6:3, 6:4-Sieg aus.

Italien siegt im Länderkampf gegen Ungarn.

Arn Sonntag wurde der neunte Leichtathletik- Länderkarnpf zwischen Italien und Ungarn been­det. Die Italiener konnten ihre schon am Vortag eroberte Führung behaupten und siegten schließlich mit 93:83 Punkten. Bei nicht sehr guten äußere» Bedingungen waren die Leistungen am zweite» Tage dennoch zufriedenstellend.

Kurze Sportnottzen.

Die deutsche Leichtathletik betrauert erneut den Tod eines ihrer Besten. Weitsprung. Europameister Wilhelm Leichum (Berlin) sand als Leutnant bei den Kämpfen im Osten den Heldentod.

Wer kennt die Dehnungen und Schubkoeffizien- gen, denen die Apparatur ausgesetzt sein wird? ' Wer kennt die Dehnungen und Schubkonffizien-

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Um den Tschammerpokal.

Club, Schalke und Metz siegreich.

Die 2. Schlußrunde im Fußball-Tschamrnerpokal- Wettbewerb wurde am Sonntag abgeschlossen. Un­ter dieletzten Sechzehn" spielten sich noch der 1. FC. Nürnberg, Schalke 04 und FC. Metz, die nun mit den 13 vor acht Tagen siegreich gewesenen Mannschaften am 24. August zur nächsten Runde antreten werden.

Im Frankfurter Treffen zwischen Rot-Weiß und Metz galten die Frankfurter als Favoriten, nach­dem sie vor acht Tagen in Metz ein Unentschieden herausgeholt hatten. Die Metzer zeigten aber die größeren Steherqualitäten und erzielten in den letzten zehn Minuten durch Veinante und Lorrain die beiden siegbringenden Tore. 2:0 (0:0) trennte man sich. In Nürnberg kam derClub" zu einem sicheren 4:1- (L:0)-Sieg über die Spvgg. Fürth, die sowohl im Stürm als auch in der Abwehr den Mannen vom Zabo klar unterlegen war. Nürnberg legte durch Wintjes, Pfänder (2) und Janda vier Tore vor, erst dann kam der Gegner durch Hack zum einzigen Gegentreffer.

In Westdeutschland kamen 6000 Fußballfreunde in die Gelsenkirchner Glückauf-Kampfbahn zum Treffen Schalke 04 Fortuna Düssel­dorf. Die Düsseldorfer, bei denen man den Münch­ner Bayerer als Mittelläufer sah, wurden in der ersten Hälfte von den wieder glänzend zusarnrnen- spielenden Westfalen glatt überspielt und erst nach Seitenwechsel kam die Fortuna besser zur Geltung, ohne aber den Knappen noch den Sieg entreißen zu können. Torschützen für Schalke waren Gellesch, Burdenski, Kuzorra und Hinz. Für Fortuna schoß Kobierski einen Elfmeterball ein und KlUth ver­wandelte einen Freistoß.

Deutsche Tenuis-Meisterschasten.

Die Meisterschaft im Männereinzel gewann'der Kölner G i e s , der in der Vorschlußrunde den Titel­verteidiger Henkel mit 6:2, 13:11, 2:6, 6:3 und im Endspiel Graf Baworowski (Berlin) mit 3:6, 4:6, 6:2, 6:4, 6:3 schlug. Fräulein Ulla Rosenow (Ber­lin) verteidigte durch einen 6:1, 2:6, 6:4-Sieg über Fräulein Käppel (Berlin) die Frauenmeisterschaft erfolgreich. Hatte Henkel seinen Titel im Einzel abgeben müssen, so sicherte er sich dafür diesmal die Meisterschaft im Doppel. In der Vorschlußrunde erwies sich bereits die große Form des Doppels Henkel/Gies, als Gulcz/Egert 6:2, 6:0 überrannt wurden. Auf der anderen Seite hatten sich Koch/ Buchholz, die Titelverteidiger, erst nach 3:6, 6:3, 6:3 über Benedek/Richter in die Entscheidung ge­spielt. Das Schlußspiel war dann auch eine recht

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Weltrekordmann Rudolf Harbig Q5taat5i startete am Sonntag wieder für seinen Stammver- do ein Dresdner SC. im Leichtathletik-Klubkampf M Aevoli gegen den LSD. Rerik, den der DSC. mit 7867,6 zu 7312,8 Punkten gewann. Harbig gewann dabei kpi'W die 200 Meter in 21,4 und die 400 Meter in 47,6 Meinte Sekunden. , E-: ttkläi