Ausgabe 
11.7.1941
 
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wiederholt

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leutnant Streil wurde bereits im Weltkrieg als

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um so' heftige? wird der Artilleriebeschuß, der sich

lo'iitif vornehmen soll, so glaube ich, daß kein ein- -g-r Abgeordneter dafür auftreten wurde.

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Aus den Kluchiwegen der Sowjets

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überraschend. Bel günsttgsien wellerbedingun- gen und mondheller Nacht stieß der deutsche Kamps­fliegerverband auf den feindlichen Flugplatz im Ge­leit- und Sturzflug herunter. Sämtliche Bomben wurden aus nledrigsker höhe gezielt abgeworfen, in­folgedessen wurden auch die weiträumig gegliederten Plahanlagen an allen wichtigen Punkten gleich­mäßig getroffen. Beim Abflug konnten die Be­dungen der deutschen Kampfflugzeuge die Feuers­brunst, von der die Einrichtungen des Flugplatzes erfaßt worden waren, noch auf mehr als 100 Kilo­meter Entfernung beobachten. Sämtliche deutschen Flugzeuge kehrten unbeschädigt zu ihren Ltühpunk-

fcreinigten Staaten nach England sei er verhaftet mb abgeurteilt worden.

Berlin, 10. Juli. (DNB.) Zu dem Angriff auf den britischen Flugplatz Abu Sueir bei I s m a i l i a, der im Wehrmachtbericht vom 10. 3uü erwähnt wurde, liegen jetzt ergänzende Meldungen vor. Danach hatte das Bombardement des deutschen Kampffliegerverbandes eine geradezu vernich­tende Wirkung, lieber hundert feindliche Flug­zeuge modernster Bauart wurden am Boden z e r st ö r t. TNunitions- und Treibstofflager gerieten unter gewaltigen Lxplosionserscheinungen in Brand. Die gesamte Bodenorganisation des Platzes ein­schließlich der Werfteinrichtungen wurden von Bom-

icht.

LlGA.-Giützpunkie auf Kamtschatka?

Große Aufmerksamkeit in Japan.

Lieber n 00 Flugzeuge am Boden zerstört

Vernichtendes Bombardement auf britischen Flugplatz am Suezkanal.

Unterofffgier mit der Bayerischen GoDenen MWzx. Verdienstmedaille ausgezeichnet. Im Westseldzug ge- lang es ihm an der Spitze seines Regiments m kühnem Angriff den Uebergang über den Qulmn.a» Kanal sowie über die Maas und den Maas-Schelde- Kanal zu erzwingen. Am folgenden Tage erkämpfte er den Uebergang über den Albert-Kanal und durch­brach die hartnäckig verteidigten feindlichen -öe- feftigungen. Am 17. Mai 1940 fiel Oberstleutnant Streil in der vordersten Linie bei der Erzwingung des Uebergangs über den Charleroi-Kanal.

Ludwig Streil wurde 1893 zu Zusammzell (Bayern) als Sohn eines Schmiedes und Land­wirts geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Zusammzell und der Bauschule in Fugsburg war er bei verschiedenen Bausirmen als Praktikant tätig. 1912 trat er als Freiwilliger in das Bayr. Infanterie - Leib - Regiment ein, in dem er nach schwerer Verwundung im Weltkrieg 1917 zum Leut­nant d. R. befördert wurde. Nach Beendigung des Weltkrieges trat er in das Freikorps Epp em und wurde 1920 in das Inf.-Regt. 42 und bald darauf in das Znf.-Regt. 14 versetzt. 1925 wurde er Ober­leutnant, 1929 Hauptmann und 1935 Major. Zwei Jahre später wurde er Bataillonskommandeur im Inf.-Regt. 62 und 1938 Oberstleutnant.

Irland will neutral bleiben.

bl in, 10. Juli. (DNB.) Der irische Mimster- de Valero hat in den letzten Tagen zu der Stellung Irlands im gegen war - Erklärungen abgegeben. De Valera hierzu gezungen, da die britische Regierung

britische Presse einen ständigen Druck auf ausüben, damit es seipe Neutralltatspolitit Es wurden sogar englische Stimmen laut, verlangen, daß man mit Irland gen au s o mit Island verfahren solle. Jetzt foll- USA. dazu den ersten Schritt tun. Am Mitt- estättate de Valera während einer Debatte im erneut die Absicht Eires, unter allen die Neutralitätspolitik beizubehalten. Er daß das irische Volk in dieser Frage voll und hinter ihm stehe. Er sagte:Wenn es zu einer fön« nb hip Nation eine Aenderung ihrer

Jie WochenzeitschriftUnited States News" mel- bel, Washington werde versuchen, die Sowjetregie- rimg auch dann noch zu unterstützen, wenn sie aus Mitropa nach Sibirien vertrieben sein Kirbe. Dies solle zur Einkreisung Japans und zur iWtzung Chinas erfolgen. Diese Meldung bestätigt di- Berichte der vorigen Woche, nach denen die Eoujctunion den Bau neuer Flugzeug - und Mstungsfabriken in' Sibirien erwäge url ent prechende Pläne zum Ankauf von Maschi- nic bereits der USA.-Regierung eingereicht habe.

Taft gegen die Island-Landung.

! Washington, 11. Juli. (Europapreß.) Die . Den Roosevelt persönlich angeordnete Landung rvorö= m rikanischer Truppen auf Island wurde am Don- itirstag von Senator Taft (Ohio) scharf verurteilt urt als eine Eigenmächtigkeit Roo s e - D? ts bezeichnet. Er stellte fest, daß Roosevelt für dch Handlung nichtdieDollmacht vom nord- Wcrikanischen Parlament besaß.

zu gewinnen.

Während eine Panzerspitze durch eine Furt nörd­lich der Stadt vorstößt, geht die Spitzenkompanie unseres Schützenbataillons am späten Nachmittag von der sanften Anhöhe langsam durch das Morast­vorland an den kleinen, sich -in vielen Windungen durch das breite Tal hinziehenden Fluß heran. Wir betreten schwankende Floße, die fast die ganze Brette des Gewässers einnehmen, springest von Baum­stamm zu Bamstamm, sacken am jenseitigen User knietief in Schlamm und Moor ein, bis wir schließ­lich in einen kleinen Wald untertauchen können. Vorher einige kitzlige Minuten, als fünf feindliche Bomber an der Einbruchstelle erscheinen, uns kur­vend umziehen und bann ihre Last beim Erscheinen der ersten MG.s auf uns abwerfen. Deutlich sieht man das Ausklinken der Bomben, dicht stoßen sie auf uns herab, aber keiner wird getroffen, da mir weit auseinandergezogen fest in den moorigen Un­tergrund uns hineindrücken. Nur wirbelnde Erd­klumpen fallen auf uns nieder. Ein Glück, daß unsere Jäger zur rechten Zeit erschienen waren, sonst wäre der Abwurf wohl noch gezielter gewesen.

Langsam tasten wir uns an den genau nach Nor­den führenden Damm der großen Eisenbahn­verbindung längs des Dnjepr heran. Aus der Ferne das langsame Tacken eines sowjetischen MGs. Dann fliegen 'unter zwei geballten Ladungen die Schienenstränge der Babn weit auseinander. Die Verbindung ist unterbrochen, hier rollen keine Ver­stärkungen gegen unsere Division mehr heran. Langsam wird der Brückenkopf nach allen Richtun­gen erweitert. Rechts von uns die kleine Stadt, die vor wenigen Minuten unsere durchrollenden Panzer erlebt hat. Trotz des schwierigen Geländes ist es gelungen, auf einigen Floßsäcken drei In­fanteriegeschütze und zwei Paks mit .heruberzu- bringen. Unsere Panzerjäger wissen sich zu helfen. Als es mit Menschenkraft nicht mehr weitergeht, sind schnell ein paar herumlaufende Pferde einge- fanqen und vorgespannt. Während die Stute schwer in den Seilen liegt und das Geschütz durch Morast und Sand vorzieht, läuft das Füllen mit lustigen Kapriolen hinterdrein. Die Weißruthenen, die, durch das Vorgehen unserer Truppen überrascht, noch sämtlich in ihren Häusern sind, zeigen keinerlei Feindseligkeit. Zweimal erleben wir.es selbst, wie die Männer unseren Geschützen zuspringen und hel­fen sie aus dem Sandbett Der Straße zu befreien.

Bolschewiki kaputt!" und die bezeichnende Gebärde des Halsabschneidens zeigen nur zu deutlich, was diese Menschen vömSowjetparadies halten

Vorsichtig betreten mir die ersten Straßen Der Stadt. Gewehrfeuer empfängt uns stoßweise aus

als bewährt.

Hauptmann Balthasar.

Berlin, 10: Mi. (DNB.) Hauptmann Baltha­sar, Träger des Eichenlaubes des Ritterkreuzes, tyr wie der OKW.-Bericht meldet in sieg­reichen Luftkämpfen am Kanal den Heldentod fand, wurde 1914 in Fulda als Sohn eines Ober- försters, der als Hauptmann 1914 vor Lille den Heldentod fand, geboren. Auf der Oberrealschule seiner Vaterstadt erlangte er 1933 das Reifezeugnis und trat als Freiwilliger beim Art.-Regt. 5 ein. Als Oberfähnrich trat er 1935 zur Luftwaffe über, wo er am 20. April 1935 zum Leutnant befördert wurde. Er gehörte der Aufklärungsgruppe in Prenz­lau an, nahm als Freiwilliger an den Kämpfen der Legion Condor teil und wurde wegen her­vorragender Leistung als Aufklärungs- und Jagd­flieger am 18. Januar 1938 mit einem Rangdienst- alter vom 1.8.1936 zum Oberleutnant befördert. Im Juni 1938 ins Jagdgeschwader Richthofen ver­setzt, kam er im selben Jahr als Staffelkapitän ins Jagdgeschwader 131 und wurde am 1. Dezember 1939 im Jagdgeschwader Nr. 1 zum Hauptmann befördert. Im Juni 1940 wurde Hauptmann Bal­thasar, nachdem er 20 Gegner zum Absturz ge­bracht und elf feindliche Flugzeuge am Boden durch Angriffe aus Der Luft vernichtet hatte, in Aner­kennung seines kühnen Angriffsgeistes das Rit­terkreuz verliehen. Anfang Juli 1941, nach seinem 40. Luftsiege, wurde ihm vom Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen.

Das Ritterkreuz für einen gefallenen Helden.

Berlin, 10. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres nach­träglich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an den gefallenen Oberleutnant Streik, ehemal. Kommandeur eines Infanterie-Regiments. Oberst-

Oer italienische Bericht.

Rom, 10.Juli. (DNB.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort- laut:

Verbände unserer Luftwaffe haben den Flotten­stützpunkt Nicosia auf Cypern angegriffen und beträchtlichen Schaden sowie Brände verursacht. In der Nähe der Küste von Cypern haben unsere Flugzeuge einen 5000-Tonnen-Dampfer torpediert.

Ein Sanitätsflugzeug ist in der Straße von Si­zilien von britischen Jagdflugzeugen angegriffen worden. Südlich Siziliens haben unsere Jäger ein Hurricane-Flugzeug abgeschossen.

In Nordafrika wurde an der Soll um­front eine feindliche von Panzern unterstützte Ab- teilung in die Flucht gejagt. Luftstreitkräste der Achse haben in Tobruk auf der Reede liegende Schiffe sowie befestigte Stellungen bombardiert. Wei­ter wurden, feindliche Flugstützpunkte östlich S i d i el Barani angegriffen. Es entstanden Brände. Auf einem der Flugstützpunkte wurden zahlreiche brittsche Flugzeuge zerstört. Der Feind unternahm Luftangriffe auf Bengasi und Tripolis. Bei dem Angriff auf Tripolis wurden von den sieben angreifenden Flugzeugen zwei von der Bo- denabwehr, vier von den Jägern adgeschossen.

In Ostafrika wies die Besatzung eines Stütz­punktes in Amhara einen feindlichen Annähe­rungsversuch auf untere Stellungen glatt ab. Im Abschnitt von U o l ch e f i t lebhafte Artillerietätig. feit.

Auf ihrer Flucht haben die Bolschewisten überall eine Menge Änegsgerat Suruug^ayen. uh» Panz°^°gen und Lastkraftwagen in einem «einen Flußlauf steckengebUeben. (PL-Jager-Scherl-M^) Schützen und Panzer stoßen zum Dnjepr vor. Von Kriegsberichter Lutz Koch.

wahllos streuend auf die kleine Stadt legt. Schon brennt es hie und da, unsere Panzer rollen wieder nordwärts aus der Stadt heraus. Die gr o 6 e Dnjepr-Brückei st gesprengt, die Bildung eines Brückenkopfes an dieser Stelle für unsere Panzer unmöglich. Irgendwo weiter nördlich wird es an einer anderen Stelle erneut versucht werden müssen, den Fluß zu bezwingen.

Langsam wird in den langen Nachtstunden, in denen wir mit einaezvgenen Köpfen in den Schützen­löchern liegen und die Wut des aegnerffchen Ar­tilleriefeuers und der Bombenwürfe über uns er­gehen lassen müssen, die Stadt, die wir durch einen überraschenden Vorstoß gewannen, elnF lam­me n m e e r. Sengender Brandgeruch durchzieht Die Gassen, die Weißruthenen fliehen unter dem Ge- schoßhagel der Bolschewisten, der ihre offene Stadt zerfetzt, während sich unsere Schützengruppen langsam dem Dnjepr nähern, auf den wir von einer bewaldeten Anhöhe einen umfassenden Ueberblick haben. Hinten am Horizont blitzt es überall auf. Es sind die Abschüsse zahlreicher feindlicher Batte­rien, die unserem Vorgehen gelten. Der Drutüber- gang aber ist dennoch gelungen, und der Erfolg ist gesichert, als wir den Anschluß an ein rechts be­nachbartes Schützenbataillon gewinnen, das auf der rechten Flanke den Drut überschritt und tn Die Stadt eindrang, lieber uns lodern die Flammen und zerbersten Häuser in Glut und Rauch gleich ge­spenstischen Visionen. Eine Schreckensnacht für die kleine Stadt am großen Dnjepr-Strom, der unter un eren Augen entlang fließt. Unsere Schützen aber haben sich in Stunden härtester Erprobung, mehr

PK..... 11. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wieder

testen wir vor zerstörten Brücken und langwierigen Uebergängen. Was an der Beresina begann, setzt sich hier angesichts des Drut und des ve- nachbarten Dnjepr mit stärkerer Betonung fort: härtester Widerstand der bolschewistischen Divisionen, rücksichtslose Zerstörung aller Brücken und zäher Einsatz Der Bomber trotz größter Ver­luste durch unsere Schnellen Jäger.

Das erste Ziel unserer Panzerdivision, die als stählerner Keil dem Gegner immer tiefer in Den Leib dringt, während Hunderte Kilometer rückwärts die zerschlagenen sowjetischen Armeen, eingekreist und zusammengehauen eine unwahrscheinliche Beute herausgeben müssen, ift Der Ueb er gang ub er Den Drut, der bei einer mittleren Stadt am Dnjepr, dort, rop beide sich vereinigen, das erste natürliche Hindernis für unseren Vormarsch bedeu­tet. Panzer und Schützen fällt die Aufgabe zu, mit dem Schwerpunkt links der Stadt einen überraschen­den Angriff zu machen und das jenseitige Drutufer

feiten zu machen.

Kleine politische Nachrichten.

In Bayreuth treffen die ersten Sonderzüge aus den Gauen Südhannover-Braunschweig und Baden einschl. dem Elsaß ein, um am Samstag die erste Aufführung der diesjährigen Kriegsfestspiele, den Fliegenden Holländer" unter der Stabführung von Staatskapellmeister Karl Elmendorfs, zu hören. Vorher findet durch Dr. Ley ein Empfang statt.

Reichserziehungsminister R u st besichtigte in Sont- Hosen Die Adolf-Hitler-Schulen. Er über- zeugte sich persönlich von der systematischen wissen- schaftlichen, musischen und* körperlichen Erziehung.

670 deutsche Frauen und Kinder, die nach mehr als einjährigem Zwangsaufenthalt in niederländisch- indischen Internierungslagern mit dem Dampfer Asamu Maru" in Schanghai eintrafen, wurden von Vertretern des Generalkonsulats, der Partei' und der deutschen Kolonie* herzlich begrüßt.

Botschafter Yoschizawa traf auf der Rückreise von Batavia in Kobe ein und erklärte, daß ein Abkommen mit Niederländisch-Jndien nicht hatte geschlossen werden können, da die internationale Öage Japans von der Niederländisch-Jndiens grund­sätzlich verschieden sei. Es würde zwecklos sein, einen neuen Versuch zu unternehmen, da bei der Haltung der führenden Persönlichkeiten in Niederländisch- Jndien eine günstige Entwicklung der Verhandlun­gen nicht zu erwarten sei.

Die türkische Regierung hat den Schutz der fran­zösischen Interessen in der Sowjetunion über­nommen.

Aus aller Welt.

Earl Friedrich von Siemens f.

Der Chef des Hauses Siemens, Carl Friedrich von Siemens, ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Der jüngste Sohn des Begründers der Firma Werner von Siemens war im Jahre 1899 in den Konzern eingetreten und hatte 1912 den Vorsitz des Vorstandes der Siemens-Schuckert-Werke AG über­nommen. Nach dem Tode seines älteren Bruders Wilhelm von Siemens wurde er Aufsichtsratsvor­sitzender von Siemens & Halske und von Siemens- Schuckert und hat diese Aemter über zwei Jahr- wirtschaftlichen Nutzen des Konzerns

Am Nachmittag des 9. Juli griffen britische Flug­zeuge Syrakus im Tiefflug an. In der Nacht unternahmen britische Flugzeuge einen Angriff auf Neapel, wo 14 Tote und 30 Verwundete unter der Zivilbevölkerung zu beklagen sind.

Vermittlung zwischen Peru und Ecuador.

Buenos Aires, 10. Juli. (DNB) Peru und Ecuador haben den Dermittlungsvorschlag Argen­tiniens, Brasiliens und der Vereinigten Staaten angenommen. Es wird mit einer amtlichen Er­klärung aus Lima und Quito gerechnet, daß sich die Grenztruppen beider Länder, wie es der Der­mittlungsvorschlag forderte, je 15 Kilometer zu - rückgezogen haben, um so die Atmosphäre zu schaffen, in der die diplomatischen Vertreter der drei Vermittlermächte an Ort und Stelle eine Unter­suchung der Vorfälle machen können. Den Militär­attaches Brasiliens, Argentiniens und der Vereinig­ten Staaten wird es obliegen, sich an dem umstrit­tenen Grenzabschnitt selbst ein Bild der Feindselig-

ben schwersten Kalibers zerschlagen. _

Der Angriff kam für den Feind offenbar völlig len zurück.

England spekuliert auf den sowjetischen Schiffsraum.

Berlin, 10.Mi. (DNB.) England hat es bis- -wgt immer verstanden, wirtschaftliche Werte der

1 Kündeten für sich selbstin Sicherheit" zu fanden, wenn diese Verbündeten militärisch ge- sKäsen waren. So hat England jede Gelegenheit tinM um sich der Handelsschiffe seiner Nstundeten zu bemächtigen und damit Den immer

1 zur Neige gehenden eigenen Tonnageraum ' ^igstens etwas erhöht. Auf diese Weise sino Teile 1 Hr norwegischen, holländischen, belgischen, franzö-

1 Mm und zuletzt der griechischen und jugoslawischen Lin-elsflotte in englischen Besitz gekommen.

* Daß nun England in Der gleichen Zeit, in der ü ter englischen Agitation die militärischen Aus- ' fihttn der Sowjets alskeineswegs aussichts- ltzz" dargestellt werden, neue Möglichkeiten zur

' AerMffung von Schiffsraum aus der Niederlage ßir Sowjetunion sieht, zeigt eine Veröffentlichung ' IM Londoner Financial News, in der gesagt wird: ' britische Mission in der UdSSR, wird 5 fl|h neben technischen und wirffchaftlichen Pro- 1 ffienim auch mit Der Frage befassen, welche Rolle ' Är sowjetische Schiffsraum im Rahmen ür gemeinsamen Anstrengungen spielen wird und mte diese Schiffe eingesetzt werden sollen. Die e II,)^SR. verfügt über eine große Anzahl von Schis- « fln in allen Teilen Der Welt, besonders in ameri- " kknijihen Gewässern."

s j)ie Spekulation auf den sowjetischen Schiffsraum > ind, wie dringlich Die englische Tonnagenot gewor- & t£n ist, Denn England kann von Der Sowjetunion ! LIrilien erheblichen Zuwachs von Tonnage enDtrten. Die gesamte Sowjettonnage stellte sich im

i. $Mne 1939 auf nicht mehr als rund 1,3 Millionen Ä. und hat sich durch die Besetzung Litauens, Lettlands und Estlands lediglich um rund 370 000 t. vermehrt. Die recht kleine Flotte hat die stttsche Volkswirtschaft bisher für sich

Lokio, 10. Juli. (DNB) Meldungen aus »öchnghai, wonach die Bildung einer britisch-ame- 1 Misch - sowjetisch - chinesischen Allianz beabsichtigt jxildie besonders Japans Handlungsfreiheit ein- Stenten soll, werden von der japanischen Presse nit Ausmerksamkett wieder gegeben. Man weist auf J steigende Verwicklung der USA. in die oft- «Mischen Verhältnisse durch wachsende Hilfe Wa- sttgtons an die Regierung in Tschungking hin. « Kttumin Schimbun" schreibt: Nordamerikas ftrabe- :ifde Pläne im Pazifik mögen in der Theorie gut Eehen. In der Praxis würde jedoch Störung bei nrr Durchführung ein zuverlässiges Arbeiten der -Kriegsmaschine im Pazifik unmöglich riwiien. Man muß auch damit rechnen, daß die "jSA. im Nordpazifik beispielsweise auf Kam-

:sitatka Militärstützpunkte anlegen, um die nördliche Route zu sichern. Eine solche Mchnahme würde jedoch bei Japans künftigen Ent­hebungen eine maßgebliche Rolle spielen.

n Dosevelt und seine Clique träumen von einer ^Herrschaft der USA.; jedes Mittel ist ihnen liech, um diesen Traum zu verwirklichen, schreibt V\t ZeitungTschugrai Schogio Schimbun" und er= Ion gleichzeitig, daß diesen Herrschaftsgelüsten Deutschland und Japan im Wege stan- i:en.Tokio Nitschi Nitschi" fordert, daß kein Kom- miüfc mit den USA. abgeschlossen werden Durfte, r la Die USA. und England nach wie vor Feinde än jjapms und der Neuordnung seien. Kokumin Schim- lun bezeichnet das Vorgehen der USA. im Fernen * lüften als Abenteuerlust. Es müsse Roosevelt Gsttassen bleiben, das Leben seiner Soldaten gering nimuschätzen und sie ihrem Schicksal im fernsten Mkel der Welt auszusetzen. Vielleicht wollten die "USA. Tschunking bis zum Herbst aufrechterhalten, M selbst Zeit für ihre Aufrüstung und neuen w3fönen zu gewinnen. Aber man vergäße anschei- in Washington, daß auch Japan die Zeit für IMarfte Rüstung benutzen werde, worüber kein ||$ö£ifel bestehen könne.