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vor." Aber in
klärt tyabe: „Stellt die Agitation für die DoUs- regierung ein! Ich ziehe Winston
Wie Moskau die Kinnen erpreßte
Das finnische Dlau-Weiß-Buch.
Prawda" und anderer Zeitungen zitiert, wonach die religiösen Menschen in Zukunft nicht mehr un. terdrückt werden sollten. Die Vereinigung der Gottlosen werde als unzeitgemäß aufgelöst, ihre Tätig, keit sei ein Mißgriff gewesen. Unter der Wucht der deutschen Waffen versprechen die Juden in Mos» kau alles Mögliche, und die Briten tun, als ob sie diesen abgefeimten Heuchlern glaubten. Auch ein Stück der bekannten englischen Heuchelei ... E. S.
portzüge und verursachte durch Volltreffer große Schäden. Bis zum Abend des 8. Juli schossen die finnischen Flieger und die Flak insgesamt 7 3 feindliche Flugzeuge ab. Vier finnische Flugzeuge kehrten nicht zurück.
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* Einige Sowjetflugzeuge warfen Mittwoch in den ersten Morgenstunden Bombenüberder fin- Nischen H a u p t st a d t. Sie richteten dabei ihren Angriff gegen ausgesprochene Wohnviertel. Vierzehn Personen wurden getötet und 93 verletzt. Mehrere Wohnhäuser und drei Schulgebäude erlitten Beschädigungen. Eine Reihe von Holzhäusern, in denen Arbeiter wähnten, wurden durch Feuer vernichtet. Bei dem ruchlosen Versuch der Sowjetflieger, das Ehrenmal für die Gefallenen des Winterkrieges 1939/40 zu zerstören, fiel eine Bombe in unmittelbare Nähe des Denkmals, richtete jedoch keinen Schaden an. Die Bevölkerung nahm die Aufräumungsarbeiten sofort in Angriff.
nen in Dänemark und den entsprechenden Organisationen in Schweden feststellt. Näheres Licht auf die Sabotagetätigkeit wurde durch das Buch „O u t o f t h e n i g h t“ geworfen, das in den Vereinigten Staaten unter dem Pseudonym Jan Valtin veröffentlicht wurde. Aus diesem Buch ergab sich, daß sich in der schwedischen Hafenstadt Göteborg eine Zentrale dep kommunistischen Tätigkeit befand. Diese Vermutung ist durch eine Haussuchung bestätigt worden. In einem Gartenhaus in Göteborg wurden Verhaftungen vorgenommen. Die Polizei entdeckte auch Dynamitvorräte.
An der Gtätte der GpLl.-Morde in Lemberg.
Berliner Vertreter der Auslandspresse hatten Gelegenheit, sich an Ort und Stelle von den furchtbaren Mordtaten der GPU. in Lemberg, der Tausende von Bewohnern dieser Stadt zum Opfer fielen, zu überzeugen. Unser Bild, das ein Auslandsjour- nalist ausgenommen hat, xeigt Hinterbliebene an dem Grab eines ihrer Angehörigen. (AP.-M.)
Britischer Mstungsindustrieller wegen Spionage hingerichtet.
Lissabon, 10. Juli. (Europapreß.) Nach einer Mitteilung des britischen Jnformationsministeriums wurde der bekannte englische Industrielle George Johnson Armstrong am Mittwochvormittag im Gefängnis von Wandsworth durch Erhängen hin« aerichtet. Armstrong, der 38 Jahre alt war, sei, so heißt es in der Mitteilung, der erste Engländer, der wegen Hochverrates unter den Kriegsgesetzen zum Tode verurteilt worden sei. Angeblich soll Armstrong gelegentlich einer Reise nach den USA. vor einigen Monaten einem fremden Spionagedienst feine Mitarbeit Angeboten haben. Bei seiner Rückkehr aus. de«
den Ereignissen gegenüber. Insgeheim rechnete man wohl nach den Erfahrungen des Weltkrieges mit einer neuen, nie wieder gutzumachenden Niederlage des südlichen Nachbarn. Der Siegeslauf der deutschen He-ere hat indessen auch den letzten Skeptiker eines besseren belehrt. Man spricht nicht mehr davon, daß sich Deutschland wie im letzten Kriege tot- siegen werde, sondern hat die feste Ueberzeugung gewonnen, daß nur Deutschland siegen kann.
Müßig und satt hat die dänische Nation der.Geburt des Dritten Reiches zugefeyen, und in künstlich gesteigerter Furcht vor Bedrohung feines schla- rassischen Daseins die ätzende KiÄir des Ueber- mütigen an dem Geschehen jenseits der Grenze geübt. Das Erwachen aus dem Wunschtraum privilegierter Unantastbarkeit des Neutralen — am 9. April 1940 — brachte geschwind alle Vorbehalte wieder zum Vorschein, die endlich einer vernünftigen Beurteilung deutschen Wesens und deutscher Aufgabe gewichen waren. Auch fyier hat am Ende die unwiderstehliche Wucht der Kriegsereig-msse sich zugunsten einer Annäherung an Deutschland ausgewirkt und ^nmerklich fast versöhnlichere Einstellun-- gen geschaffen.
Erst die Kampfansage Deutschlands an den Bolschewismus aber und die erstaunlichen Erfolge dieses Feldzuges gegen Stalins Sowjetarmee haben erreicht, was allen früheren Ereignissen versagt blieb. Wie ein Mann hat sich die in ewigem Partei- Hader zersplitterte dänische Nation zusammengefun- den, um Front zu bilden gegen den Weltfeind Moskau. Die Begriffe Kommunismus und Bolschewismus sind aus dem politischen Wortschatz der Dänen gestrichen. Zum erstenmal stellt sich das ganze Land auf die Idee Großdeutschlanüs ein, das es gewagt hat, gegen den bolschewistischen Mammutstaat Sturm zu laufen. Damit ryat Dänemark die Führerrolle Deutschlands im kommenden Eurova vorbehaltlos anerkannt und eine grundsätzliche An- vassung an die Politik der Achse vorgenommen, die der weiteren Zusammenarbeit mit dieser nur dienlich sein kann.
Oie kommunistische Tätigkeit in Schweden.
Stockholm, 11. Juli. (Europapreß.) „Afton- bladet" fordert Maßnahmen gegen die Kommunisten in Schweden. Das Blatt nimmt an, daß auch jetzt noch Kommunisten als Spione für Moskau tätig sind. Diese Annahme findet eine Stutze in den Erklärungen der Polizei, die einen Zusammenhang zwischen den Sabotageorganisatio-
Helsinki, 10. Juli. (DNB.) Vom finnischen Außenministerium wurde eine zusammenfassende Inhaltsangabe des Blau-Weiß-Buches herausge- geben, in der es heißt: Das Blau-Weiß-Buch legt dar, wie die Sowjetunion versuchte, ihren mitbestimmenden Einfluß in Finnland zu verstärken. Die Tatsachen, die auch in der Hauptsache in der Rundunkrede des Staatspräsidenten erwähnt wurden, ind folgende: Durchfahrtsrecht nach Hanko zu Lande, Entmilitarisierung der Aalands-Jnseln, Nutzungsrechte an den Nickelgruben von Petsamo, propagandistische Wühlarbeit in unserem Lande, Unterbrechung des Handelsaustausches mit Finnland, Anstellung von Sowjetbeamten in unverhältnismäßig hoher Zahl, Grenzänderungen, Einmischung in die inneren Angelegenheiten Finnlands und andere. Um den Frieden zu erhalten, war Finnland gezwungen, diesen Forderungen nachzugeben.
Der Einmarsch sowjetischer Truppen in die abgetretenen Gebiete erfolgte in sehr viel schnellerem Tempo als verabredet und erschwerte die zugesicherte Räumung des Gebietes, so daß die Rückwanderer außerordentliche Verluste erlitten. Die Sowjetunion ging nicht darauf ein, für die Bevölkerung der abgetretenen Gebiete das Optionsrecht zuzubilligen, auch ging sie nicht auf den Vorschlag ein, daß der Sainaa-Kanal als Schiffsweg und Uuras als Verladehafen benutzt werden dürften. Ebenso verweigerte ie Finnland das Recht, das Fahrwasser des Pachtgebietes von Hanko zu benutzen. In falscher Auslegung der Bestimmungen, keine Verträge anzunehmen und zu schließen, widersetzte sich die Sowjetunion dem zwischen Finnland und den übrigen nordischen Ländern geplanten Defensivbündnis, das in keiner Weise gegen die Sowjetunion gerichtet war.
Die Schwierigkeiten des in Petfamo errichteten Konsulats bilden einen eigenen Abschnitt des Plauweißbuches, die Sowjetunion verlangte, daß zum Wirkungsbereich des Konsulats folgende Gebiete gehören sollten: Die Stadt Petsamo, das ganze Lappland — Laen mit den zugehörigen Städten Petsamo, Oulu, Tornio, Kemi, Rovaniemi, Kimi- järvi sowie der Hafen von Liinahmari. Die Sowjetunion verlangte auf diesem ausgedehnten Gebiet eine auffallende Bewegungsfreiheit. So wurde gefordert, daß die Vertreter Der Sowjetunion unter Wasser gehende Fahrzeuge benutzen durften. Die Svwjetbeamten ließen sich dann Spionage und grobe absichtliche Verstöße gegen die Verfügungen zur Aufrechterhaltung der Ordnung ßu« chulden kommen. Die Spekulationen der Sowiet- union auf die N i ck e l g e s e l ls ch a ft von Petsamo führten zu zähen Verhandlungen. Die Sowjetunion trebte entweder nach der Erlangung der einem ausländischen Konsortium bewilligten Konzession, oder nach einer gemeinschaftlichen Mischgesellschaft,
Wirklichkeit ist es keine Meldung aus der Sauregurkenzeit, daß jetzt der sowjetische Rundfunk Aeußerungen der „Jswestija", der „Komsomolskaja
in der die Sowjetunion das Besitzrecht habe. Die Konzession der Gruben gehört auf Grund eines zwischen dem finnischen Staat und der kanadischen Mond-Gesellschaft abgeschlossenen Vertrages seit 1934 der Mond-Gesellschaft.Das Konzessionsverhalt- nis konnte mithin nicht einseitig oon Finnland rückgängig gemacht werden. Der Sowjetunion wurde daher vorgeschlagen, einen Teil der Produkte der Gruben zu kaufen. Die Sowjetunion ging aber nicht darauf ein, und Molotor^bemerkte schon Ende Juni 1940, daß die Sowjetunion nicht nur an dem Nickelerz, sondern auch an dem Gebiet selb st Interesse habe und auch daran, daß die englischen Konzessionsbesitzer von dort entfernt würden. Nach monatelangen gespannten Verhandlungen war Finnland gezwungen, die Forderungen anzunehmen. Aber auch trotz dieser großen weitgehenden Bereitwilligkeit zeigte die Sowjetunion keinen Willen, einen Vertrag auf dem gewöhnlichen Verhandlungsweg zustande zu bringen.
Im Januar 1941 unterbrach die Sowjetunion ihren in Gang gebrachten Exportnach Finnland, indem sie als Ursache dieser Maßnahme angab, daß die Exporte der Finnen nach der Sowjetunion zu gering gewesen seien. Hiermit begann die Sowjetumon den Handelskrieg gegen Finnland. Nach der Clearingbilanz vom 18.6. hatte Finnland bei bft Sowjetunion ein Guthaben von 310 638 USA.-Dollar. Da der Export der Kontingentwaren von der Sowjetunion nach Finnland in diesem Jahre unterbrochen war, sind während des am 30.6. abgelaufenen Vertragsjahres von der Sowjetunion folgende Kontingentsbeträge nicht geliefert worden: 35 000 Tonnen Getreide, 18 000 Tonnen Apatit, 5000 Tonnen Gasöl, 14 000 Tonnen Leuchtpetroleum, 8000 Tonnen Benzin, 300 Tonnen Schmieröl, 30 Tonnen Paraffin, 1000 Tonnen Manganerz, 1250 Tonnen Baumwolle und 3400 Tonnen Oelkraftfutter. Die Sowjetunion hat keinen Tropfen von dem vertragsgemäßen Venzin- kontingent geliefert. Eine gewisse kleine Menge mußte mit freier Valuta bezahlt werden. Don dem vertraglichen Getreide hat die Sowjetunion mir die Hälfte geliefert.
Das Blauweißbuch enthält auch eine Sammlung von Akten, die einen Einblick in die zwischen dem finnischen Gesandten und Molotow geführten Diskussionen über Pläne eines nordischen Defensivbündnisses geben, in welchem Zusammenhang Molotow behauptete, daß es in Schweden Strömungen gebe, die für die Teilnahme Schwedens an dem Krieg gegen die Sowjetunion einträten. Aus den Dokumenten geht auch hervor, daß es der Sowjetunion mißfiel, daß Finnland in der das Nickel von Petsamo betreffenden Angelegenheit auch mit Deutschland unterhandelte.
Kopenhagen, im Juli 1941.
Die Erhebung des europäischen Kontinents gegen den Bolschewismus hat auch in Dänemark die beachtlichsten Ansätze für eine Gesundung des politischen Denkens gezeitigt. Die Stunde ist gekommen, die spezifisch skandinavische Form des „Salonkommunismus" und „Kulturbolschewismus" zu liquidieren. ,
Wie ein schleichendes Gift hat feit zwei Jahr- zehnten die marxistische Denkweise in den intellektuellen Schichten der dänischen Bevölkerung um sich gegriffen. In völliger Verkennung ihrer nihilistischen Grundzüge ließ man sich in Dänemark mit einem kulturell getarnten Bolschewismus füttern, was um so grotesker wirken mußte, als seine Anhänger sich auch Kreisen der Gebildeten und sogar der Begüterten des Landes rekrutierten. Bei diesen Opfern bolschewistischer Derführuna hat man es mit den gleichen Elementen zu tun, denen heute noch die innere Loslösung von England Schwierigkeiten bereitet.
Andererseits glaubten viele von ihnen (dank einer jahrelang betriebenen hemmungslosen Agitation gegen das nationalsozialistische Deutschland durch die verjudete Presse Dänemarks), zur Rettung Europas auf dem Umwege über Asien beitragen zu müssen. Den „heldenhaften Kamps der Menschheit gegen die Barbarei" nannte ein namhafter, viel gelesener dänischer Schriftsteller, dem (l^her wenigsten) ein Ehrensold des Staates gezahlt wurde, diese Betätigung. Wie in zahlreichen ähnlich lautenden Aeußerungen bekannter Persönlichkeiten zeigt hier die beispiellose Irreführung des dänischen Volkes durch Sowjetrußland ihre Wirkung.
Trotzdem hat sich schon feit einiger Zeit ein gründlicher Wandel angebahnt. Es konnte nicht aus- bleiben, daß beim Ueberfaü Sowjetrußlands auf Finnland 1939 die Schar der Nachläufer Moskaus gehörig 'zusammenschmolz. Auch die sich anschließenden Ereignisse im Baltikum waren nicht dazu angetan, das dänische Vertrauen auf die völkererlösende Sendung des Bolschewismus zu stärken. Was sich seither noch an zerbröckelnden Ueberreften eines stark idealisierten, reichlich verschwommenen Kommunismus, wenig beobachtet, zu erhalten Der» macht hat, ist in diesen Tagen von der Empörung einer ganzen Nation hinweggefegt worden.
Schon lange vorher hatte sich der gehässige Kampf der Handlanger Moskaus und Judas in Dänemark totgelaufen. Die Berichte dänischer Beobachter über Deutschland waren die beste Widerlegung mancher Lüge und Verleumdung. Die Masse des dänischen Volles stand indessen bei Kriegsausbruch in ausgesprochen unschlüssiger Haltung
Heuchler.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Das Blatt Lden-, der „Daily Telegraph", bringt eine Karikatur. Zwei Engländer unterhalten sich und der eine erklärt: „Zum erstenmal seit dem Jahre 1917 habe ich Wodka mit reinem Gewissen getrunken." — Dieses Bild englischer Heuchelei hat nur den Nachteil, daß kein bolschewistischer Schnaps nach England gelangen kann, da die deutschen 11» Boote schon für seine Versenkung sorgen. Aber im übertragenen Sinne ist ganz England vom Bolschewismus beschnapst. Die Ankunft einer sowjetischen Militärmission in London führte zu Szenen, die die Einstellung der Briten deutlich zeigen, sie fangen die Internationale und jubelten den Mördern zu, die nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa in eine Wüste verwandeln wollten. Die Selbstsucht der Briten macht die Augen vor den Gefahren zu, die alle Welt erkennt, und verbündet sich mit dem bolschewistischen Satan gegen das Abendland.
Nun stand rein gefühlsmäßig dem bigotten Briten, der in der einen Hand die Bibel und in der anderen das Scheckbuch hat, dort die offizielle Gottlosenbewegung im bolschewistischen Paradies gegenüber. Zwar die Führenden in England fanden nichts dabei. >:r berüchtigte Erzbischof von Canterbury hatte schon 1935 für die jüdischen Bolschewisten gesprochen. Aber die britischen Massen waren immerhin von dem Wüten der jüdischen Bolschewisten an« gewidert. Daß die Gottlosenbewegung eine staatliche Institution in der Sowjetunion war, daß Kathedralen in die Luft gesprengt wurden, die russisch- orthodoxe höhere Geistlichkeit vernichtet wurde, das schlug doch dem Erzbischof von Canterbury geradewegs ins Gesicht. Man hatte nicht vergessen, daß allein in den Jahren 1917 bis 1923 im Bolschewistenreich 28 Bischöfe und 1215 höhere Geistliche, deren Namen damals durch,die englische Presse gingen, von den Sowjets gemartert und getötet waren. Und jetzt? Mit Wonne liest der britische Spießer, die Bolschewisten hätten plötzlich den Begriff Vaterland entdeckt, den Gottesdienst freigegeben und dis Menge sänge religiöse Lieder. Nach 25 Jahren blutigster Verfolgung hätten also die bolschewistischen Henker gewissermaßen wieder die Religion entdeckt und sich bekehrt, und das freut natürlich jssden Briten, weil diese Henker sich gegen die deutschen „Hunnen" wenden.
Wenn der bolschewistische Botschafter in London, Maisky, den Gottesdienst in der St.-Pauls-Kathe- brale besucht, und die englische Presse Bilder bringt, ' die diesen zusammen mit dem Dompropst zeigen, dann nimmt der englische Spießer so etwas ernst! Ein schwedisches Blatt, das diese Sache glossiert, meint, wenn augenblicklich nicht die Wärme des Sauregurkenmonats herrschte, würde ganz England glauben, Stalin habe ein Telegramm an die britisch-kommunistische Partei gerichtet, indem er er»
wina, die Eingliederung der baltischen Staaten haben die Zuversicht der Führerclique des Bolschewismus auf die siegreiche Weiterentwicklung ihrer Weltrevolution gestärkt. Allzu schnell haben sie die großen Rückschläge vergessen, die man ihnen bei ihren verschiedenen Aufstandsversuchen in den europäischen Ländern, am stärksten im spanischen Bürgerkrieg, bereitete, allzu leichtgläubig meinten sie, durch die geschickte Ausweichtaktik eines Vertrages mit dem immer als Hauptfeind angesehenen Deutsch- , land sich in diesem kapitalistischen Krieg der Groß- < rnächte der Welt jene Basis schaffen zu können, von der aus sie mit Erfolg die Weltrevolution weitertragen können.
Mit Aufmerksamkeit haben wir seit dem deutsch- ; russischen Vertrag jene Aeußerungen verfolgt, aus denen immer deutlicher hervorging, wie sehr die ; Bolschewisten mit dem Zusammenbruch Deutschlands rechneten. Manche dieser triumphierenden Haßdikta- toren konnten über ihre Pläne nicht lange genug schweigen. Sie taten schon so, als ob sie vor vollendeten Tatsachen standen. Dabei waren das alles Hirngespinste, die heute unter dem harten Zugriff der deutschen Wehrmacht in ein Nichts zerflattern. Die bolschewistischen Zeitungen wurden zum Sprachrohr politischer Ehrgeizlinge, die schnell bei der Hand waren, um die große „Zukunft" des Sowjet- reiches, die vor der Türe stehe, zu prophezeien. Sie haben uns interessante und aufschlußreiche Beweismaterialien in die Hände gespielt.
An der Spitze dieser Weltbefreier steht aber wie immer ber Iube. Er glaubt, den Sieg sicher in der Hand zu haben, und wieder einmal, wie so oft, muß er erleben, daß er auf ber Höhe seines scheinbaren Triumphes in den Abgrund seiner Verwerflichkeit sinkt. 1921 glaubten bie Juden, sich völlig frei in Deutschland bewegen zu können und die Herrschaft über das deutsche Volk innezuhaben. Damals tagte in Karlsbad ber Zionistenkongreß, und der Jude Arthur Holitscher schrieb darüber: „Wem das Glück zuteil geworden war, das elementare Erlebnis Sowjetrutzland mit dem Herzen und Hirn aufzunehmen, dem mußte in Karlsbad die überraschende Parallele Moskau — Zion zwingend zuck: Bewußtsein kommen. An der Spitze der Bewegung sehen wir die genialen, befreiten O st» juden ungestüm vorwärtsdrängen."
Diese ungestüm vorwärtsdrängenden Ostjuden stellen in ber heutigen Sowjetarmee den größten Prozentsatz der politischen Kommissare, die mit grausamen Verbrechen an wehrlosen Opfern sich hervortun, an aussichtslosen militärischen Stellen zu Hunderten Sowjetsoldaten in das Feuer der an- greifenden deutschen Armeen jagen und deren Terror und Schikane so groß ist, daß die völlig hoffnungslos gewordenen Sowjetsoldaten trotz der ihnen vor- gelogenen drohenden Erschießungen in der Gefangenschaft lieber ihre Peiniger erschießen und in gewaltiger Zahl überlaufen, als sich von ihnen zu Tode quälen zu lassen.
Diese Welt der Derkslavung und des Chaos muß endgültig ausgerottet werden. Wir sehen heute, daß es nicht mehr allein möglich ist, sich vor diesem Massenterror zu bewahren, indem man ihn aus dem eigenen Lande mit aller Härte verbannt, sondern man muß ihn aus der Welt schaffen. Das Sowjetparadies muß ein Ende finden, so wie jede Krankheit überwunden werden muß, soll der Körper wieder leistungs- und einsatzfähig für die ihm gestellten großen Arbeiten sein.
Moskau trifft Verteidigungsvorbereitungen.
Genf, 10. Juli. (DNB.) Der Figaro" vom 9. 7. veröffentlicht folgende von der sowjetrussischen Grenze datierte Meldung über das Leben in Moskau: Drakonische Maßnahmen reglementieren seit fünfzehn Tagen das Leben der Moskauer. Die Zivilbevölkerung hat nach dem Eintritt des Ausgangsverbots kein Recht mehr, auf bie Straßen zu gehen. Personen, bie ein öffentliches Amt bekleiden, müssen mit einem besonderen Ausweis versehen fein. Alle Reisenden, die nach Moskau kommen, werden einem strengen Verhör unterzogen. Don Moskau weggehen? Unmöglich! Nur die Träger eines Erlaubnisscheines ber GPU. haben bas Recht, bie Sowjet- hauptstabt zu verlassen. Selbst bie fremben Diplomaten müssen, um wegzugehen, mit einer Ermächtigung versehen sein, die vom Volkskommissariat für auswärtige Angelegenheiten stammt und auch von der Polizei unterzeichnet sein muß. Ein starker Verkehr herrscht in den Bahnhöfen. Immer zahlreichere Eisenbahnzüge, die mit Soldaten, Tanks und Kriegsmaterial aller Art beloben finb, burchfahren die Hauptstadt. Der Luftschutzdienst ist ganz besonders tätig. In den Untergrundbahnstationen werden rasch Unter st ände eingerichtet. Das Tragen' der Gasmaske ist obligatorisch geworden und häufig finden Luftschutzübm/gen statt. Die Brücken über die Moskwa sind unterminiert. Rund um die Stadt herum sind Schützengräben und Drahtverhaue errichtet. An den wichtigen Punkten sind Flakbatterien und Maschinengewehre postiert worden, während auf den betonierten Terrassen Flaktruppen fieberhaft ihre Kayonen aufttellen.
Oer ungarische Heeresbericht
Budapest, 10. Juli. (Europapreß.) Der Chef kbes Generalstabes ber Honveds veröffentlicht am ^Donnerstag folgenden Heeresbericht: Unsere schnellen Truppen haben gestern die Kämpfe und d e n 11 ebergang übfer den Fluß Sb rucz in der Verfolgung der feindlichen Nachhuten fortgesetzt. Vom 9. Juli angefangen setzen unsere schnellen Truppen im Verband des deutschen Heeres ihre Operationen fort. Unsere Jnsanterietruppen befrieden weiter die besetzten Gebiete. Die Gesamtzahl ber Gefangenen erreicht 25 000. Diejenigen, die sich als Ukrainer ausweisen können, werben in ihre Heimat entlassen.
Oie finn.sche Fahne wieder über (Salla.
Helsinki, 10. Juli. (DNB.) Generaloberst von Falkenhorst sandte am Mittwoch, 9. Juli, ein Telegramm folgenben Inhalts an Felbmarschall Mannerhe i m: Salla erobert! Auf dem Gipfel des Sallatunturi weht die finnische Fahne. Der * Feldmarschall antwortete dem Generaloberst oon Falkenhorst mit folgendem Telegramm: Sende meine besten Glückwünsche anläßlich der nach schweren Kämpfen erfolgten Eroberung oon Salla Das finnische Volk und seine Wehrmacht freuen sich darüber, daß Sie, Herr'Generaloberst, es zustandege- dracht haben, daß bie finnische Fahne nüeber über dem geraubten Gebiet weht.
Zu dem Telegrammwechsel aus Anlaß der Eroberung von Salla schreibt „Ajan Suunta", das Organ der Vaterländischen Volksbewegung, das ganze finnische Volk freue sich aufrichtig darüber, daß die deutsche Armee die finnische Flagge wieder über den Finnland geraubten Gebieten wehen lasse. Die Kämpfe um Salla feien hart gewesen und auch deutsches Blut sei für Finnland ge-
Dänemark räuchert den Bolschewismus aus
Von unserem Ha.-Korrespondenten.
flössen. Aber dieses Blut sei nicht veraeblich vergossen worden. Die deutsch-finnische Waffendrüder- chaft wurde zu einem immer stärkeren Bunde zu- ammengeschweißt und dadurch auch die beiden Völker.
Finnische Erfolge.
Helsinki, 10. Juli. (DNB.) Wie das Ober- kommando der finnischen Wehrmacht Mittwoch abend bekanntgab, hat an der südöstlichen Landesgrenze hauptsächlich Erkundungstätigkeit und Störungsfeuer der Artillerie stattgefunden. Die innischen Truppen erbeuteten acht Geschütze, eine Menge Maschinengewehre und andere Waffen. An der Ostgrenze wurden die Kriegsoperationen planmäßig fortgesetzt und einige Ortschaften besetzt. Die finnischen Seeftreitfräfte versenkten m den letzten Tagen fünf feindliche Fahrzeuge, darunter zwei große Transporter und einen Minensucher von etwa 500 Tonnen. Die finnische Luftwaffe bom- bardierte feindliche Flugplätze, Bahnhöfe und Trans-


