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feln an die zuständige Stelle abzuliefern. Diese Kartoffeln waren als Reichsreserve gedacht. In einer vom Ortsbauernführer aufgestellten Liste hatten sich die einzelnen Landwirte durch Unterschrift zur Lieferung einer bestimmten Menge verpflichtet. Als nach einiger Zeit die Kartoffeln an die Genossenschaft geliefert werden sollten, verlangte der Angeklagte vom Ortsbauernführer Auskunft darüber,
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gcschchen soll. .Entweder: „Bei Unzustellbarkeit zur Verfügung der Truppe", oder „Bei UnFustellbarte it an Msender zurück".
7. Liebesgabenpäckchen an unbekannte Soldaten schicke ohne Sonderwünsche wie z. B. „An einen Kampfflieger in Afrika" oder ,Lln einen Gebirgsjäger im Hohen Norden"; sie können aus Gründen der Spionageabwehr nicht berücksichtigt werden.
8. Schicke Geld nur auf Anforderung des Empfängers mit Postanweisung ins Feld! Anschrift wie Briefanschrift! Die Geldüberweisung ist auf bestimmte Monatsbeiträge beschränkt. Mehruberwei- sungen können dem Empfänger nicht ausgezahlt werden. Unnütze Mehrarbeit der Feldpost und unbegründete Beschwerden sind die Folge. Bargeld in Brief- und Päckchensendungen ins Feld zu schicken ist verboten und strafbar.
9. Beachte die Bestimmungen über die Gebührenvergünstigungen! Private Feldpostsendungen bis 250 Gramm sind gebührenfrei, für schwerere bis zur Höchstgrenze von 1000 Gramm — soweit sie jeweils zulässig sind — ist eine Gebühr von 0,20 RM. zu entrichten. Postanweisungen unterliegen ebenso wie Telegramme — die jedoch nur in dringlichsten Fällen zulässig sind — den geltenden Jn- landsgebühren der, Reichspost. Sendungen in eigenen, rein gewerblichen Angelegenheiten an Einheiten der Kriegswehrmacht oder deren Angehörige sind gebührenpflichtig. •
Die Versendung von Werbeschreiben, Preislisten usw., die stets gebührenpflichtig ist, ist möglichst zu vermeiden.
10. Meckere nicht über die Feldpost!
In den meisten Fällen bist du selbst schuld, wenn deine Sendung nicht an kommt. Zehntausende von i Reichspostbeamten stehen als Soldaten im Felde; trotzdem werden im Monat mehrere Millionen Feldpostsendungen von der Reichspost und von der Feldpost befördert. Erkenne dies dankbar an und hilf mit, diese Arbeit zum Nutzen des Frontsoldaten dadurch zu erleichtern, daß du dir die zehn Gebote einprügst und sie beachtest!
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** „Kamerad Hum 0 r", das lustige, vom Landesfremdenverkehrsoerband Rhein-Main in Frankfurt a. M. nach einer Idee von Kurt Jahn für unsere Feldgrauen geschaffene Faltblatt tritt in diesen Tagen zum siebenten Male seine Reise zu den verschiedensten Truppenteilen an den Fronten, in den besetzten Gebieten und zu unseren blauen Jungs an. Dieses Mal wurde es von Schriftleiter Robert Mösinger gestaltet. Eine Fülle lustiger, kleiner Geschichtchen aus dem schönen Land am Rhein und Main wurde zusammengetragen, mundartliche Gedichte dazwischengestreut, des Frühlings in der Heimat gedacht und ein wemg Beschaulichkeit hinzugefügt, die rechte Mischung sür ein Soldatenherz in fröhlichen Stunden der Ausspannung. Lino Salinis bewährter Stift hat die siebte Folge des „Kamerad Humor" wiederum trefflich bebildert. Das bunte Titelblatt symbolisiert den Kampf gegen England, während die Landschaften bes heimatlichen Gaues in ihren schönsten Gebäuden erstehen. „Kamerad Humor" wird bei unseren Soldaten als Liebesgabe umso willkommener sein, als er sie nun auch selbst zur Mitarbeit auffordert und in einem Preisausschreiben eine große Zahl schöner und wertvoller Preise für die besten Einsendungen aussetzt.
Schweinemarkt in Laubach.
* Laubach, 10.Juni. Der heutige Schweinemarkt war mit 34 Ferkeln beschickt. Zum Preise von 25 bis 45 RM. pro Stück wurde der Auftrieb bei starker Nachfrage glatt verkauft.
Strafkammer Gießen.
Der J.St. und der W.St. in Büdingen waren beide der Milchfäls chung angeklagt. Der I. St. hatte im Herbst v. I. verfälschte Milch verkauft. Das Chemische Untersuchungsamt Gießen hatte bei zwei Proben 25 und 30 v. H. Magermilchzusatz in der Vollmilch festgestellt. Der Angeklagte war deswegen vom Amtsgericht Büdingen durch Urteil vom 7. April zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden, wogegen der Anklagevertreter Berufung einlegte. In der Berufungsverhandlung wurde das Urteil des Amtsgerichts Büdingen dahin abgeändert, daß der Angeklagte außer der bereits verhängten Gefängnis st rafe zu einer Gelüst r a f e von 50 R M. verurteilt wurde. Außerdem wird der erkennende Teil des Urteils veröffentlicht. — Der W. St. hatte der Vollmilch, wie Proben ergaben, 15 und 6 v. H. Magermilch zugesetzt. Er war zn 15 0 R M. (Seih ft rafe verurteilt worden, wogegen ebenfalls Berufung eingelegt wurde. In der Berufungsverhandlung hielt der Sachverständige es für möglich, daß der Angeklagte fahrlässig gehandelt habe. Das Urteil des Amtsgerichts Büdin-
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gen wurde aufgehoben und das Verfahren einge- st e l l t, da sich die Tat als Uebertretung darstellte und die Uebertretung verjährt ist.
Der W. R. in Fauerbach bei Butzbach hatte einen Strafbefehl über 150,— RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Er war beschuldigt, am 10. Februar d. I. oder um diese Zeit sich geweigert zu haben, eine vorher bestimmte Menge Kartof-
Gunther Unsere Zwillingskinder Ingrid und Wilfried haben am 9. Juni 1941 ein Brüderchen bekommen
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1. Schreibe die Anschrift deutlich und richtig. Jede Feldpostsendung muß die Aufschrift „Feldpost" tragen! Jede Waffenbezeichnung wie Jäger, Kanonier usw. ist unzulässig. Dafür setze „Soldat". Dienstgradbezeichnungen wie Gefreiter, Feldwebel usw. sind zugelassen. Die Feldpostnummer (FP. Nr.) setze an Stelle des Bestimmungsortes, der niemals daneben angegeben werden darf; jede Mitteilung über diesen aus dem Felde ist verboten. Die Feldpostnummer ist eine fünfstellige Zahl. Nullen am Anfang der Zahl nicht weglassen! Setze zusetzliche Buchstaben hinter die Feldpostnummer, vor die Feldpostnummer nur die Buchstaben M und L, sofern sie zur Feldpostnummer gehören. Ist ein Luftgaupostamt anzugeben, setze es unter die Feldpostnummer. Vergleiche stets die letzte Nachricht aus dem Felde. Nur mit der richtigen Feldpostnummer erreicht dein Brief den Empfänger! Hat der Empfänger keine Feldpostnummer, so setze dafür Einheit und mitgeteilten Bestimmungsort. Wiederhole die Anschrift im Innern der Feldpostsendung, vor allem in Päckchen. Beschrifte insbesondere Filme und wertvollere Stücke einzeln.
2. Vergiß nicht, auf jeder Feldpostsendung den Absender, auch im Innern, genau anzugeben.
3. Feldpostpäckchen müssen dauerhaft verpackt sein, wenn sie den Empfänger unbeschädigt erreichen sollen. Fülle die Hohlräume in den Päckchen mit Papier aus. Bezeichne leere Feldpostkartons als „Leergut".
4. Schicke nicht verderbliche Lebens- und Genußmittel oder leicht entzündliche Gegenstände, wie Streichhölzer, gefüllte Benzinfeuerzeuge mit der Feldpost. Der deutsche Soldat ist gut versorgt. Der Mahnruf „Kampf dem Verderb" gilt auch für Feld^ Postsendungen. Durch Versendung von Streichhölzern usw. sind schon wiederholt ganze Wagenladungen mit Feldpost vernichtet worden.
5. Schicke keine unnützen Sachen ins Feld. Jedes unnütze Päckchen belastet die Post, Bahn und Empfänger.
6. Schreibe auf jedes Päckchen unter die Aufschrift „Feldpost", was bei Unzustellbarkeit damit
wünscht sich jede Mutter. Bei ,,Kufeke" und frischer Milch entwickeln sich die Kinder ^ut, haben eine gerege/te Verdauung, werden kerngesund und froh.
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und Eiterungen und bisweilen eine Gefährdung des ganzen Organismus zur Folge haben kann. Es ist des, halb geboten, Wunden jeder Art rechtzeitig zu desinfizieren, um auf diese Weise zu verhindern, daß schädliche Bakterien in das Blut gelangen. Hierzu empfiehlt sich der Gebrauch der bewährten Sepso-Tinktur, die wie Jod- Tinktur desinfiziert und genau so angewandt wird. Sie ist in allen Apotheken und Drogerien in Fläschchen zu ; fünfundfünfzig Pfennigen und in handlichen Tupß V- - röhrchen zu neunundvierzig Pfennigen erhältlich. In- wu folge ihrer großen Tiefenwirkung desinfiziert Sepso- M' M ueve Tinktur rasch und gründlich und verhindert Entzündungen, ^üerseebo Mi von den
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ob er damit seiner Lieferungspflicht genüge; etf bekam aber keine Auskunft. Als dem Angeklagten k dann durch die Polizei eine Lieferfrist bis zuw.I 14. Februar gefetzt wurde, lieferte er fristgemäß die festgesetzte Menae ab. Durch Urteil des Amtsgerichts Butzbach vom 29. November v.J. wurde das Verfahren eingestellt. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagvertreter Berufung ein. Der Anklage Vertreter vertritt die Ansicht, der Angeklagte sei seiner Verpflichtung nicht nachgekommen: beantragte H aber eine Geldstrafe von nur 100,— RM. Das, Urteil des Amtsgerichts Butzbach wurde aufgehoben;
Und der Angeklagte f r e i g e f p r 0 ch en. Das Gericht führte in der Urteilsbegründung aus, daß dein Angeklagten eine Zuwiderhandlung gegen die Ver- ordnung über die Verbrauchsregelung nicht nachgewiesen werden könne.
Amtsgericht Gießen.
Bernhard Altmannin Gießen hatte sich wegen ; Rückfallsdiebstahls zu verantworten. Er hatte bei j Firma, bei der er beschäftigt war, Bosch-Ersatzteilr j im Werte von etwa 500 RM. entwendet. Bis zwn - Hauptverhandlungstermin hatte der Ange klagte hartnäckig geleugnet, dann legte er aber ein umfassendes Geständnis ab. Der Anklagevertreter beantragte eine Zuchthausstrafe von einem Jahr uni ; sechs Monate, sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren. Der Angeklagte wurde zu einer Z u ch t h a u s st r a s« 4 von einem Jahr und sechs Monaten, auf die zwei Monate und 18 Tage Untersuchungs-| haft angerechnet werden, verurteilt. Da der An-1 geklagte bereits früher rückfällig geworden war uni ihm trotzdem mildernde Umstände zugebilligt rour | den, was er aber nicht zu würdigen wußte, mußten I ihm jetzt mildernde Umstände versagt bleiben. ]
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Alten-Buseck, Gießen, Gonsenheim, Dillenburg, Darmstadt, den 10. Juni 1941.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 12. Juni, 1414 Uhr statt.
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In aller Stille brachten wir ihn zur letzten Ruhe.
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Gießen, im Juni 1941.
In tiefem Schmerz:
Marie Gesekus, geb. Braun.
Am 28. Mai 1941 starb in einem Reserve-Lazarett an einer heimtückischen Krankheit im Alter von 34 Jahren mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, unser guter Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
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Rechnungsführer in einer Flak-Einheit.
Er starb für die Größe und den Bestand von Volk, Führer
Für die überaus große Anteilnahme sowie für die Kranz- und Blumenspenden sage ich auf diesem Wege im Namen der Hinterbliebenen meinen innigsten Dank.
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