Ausgabe 
11.6.1941
 
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[$5 wäre em Irrtum", so sagte Churchill,wenn

Aus der Stadt Gießen

Iti

P. B.

Heimat.

iißcs-uequnrcni|em w i o er n e r uver:ucaierer zärtliches Herzens- ria-Palaft (Seltersweg): und Fernweh, und I spielhaus (Bahnhofstraße):

Well eflxHFce* -ArrnelmlHel sich überall in der Welt millionenfach bewährt haben.Sie vereinigen in sich die Ergebnisse wissenschaft­licher Forschung mit Jahrzehnte-

Ein Fade»

spart Millionen Seifenstücke

Oft sind es scheinbar Nebensächlichkeiten, von denen soviel abhängt. Ein einfacher Faden, in allen deutschen Haushalten überm Waschbecken aufgehängt, könnte Millionen Seifenstücke sparen. Warum? Die Seife liegt meistens feucht.Entweder auf dem Waschbecken im Nassen oder in einem Näpfchen oder einer Vertiefung, von wo das Wasser schlecht ab- läuft. Dauernd wird also Seife aufgelöst, ohne daF man sie benutzt. Die Folge: es wird viel zuviel Seife verbraucht! Man könnte mit der Hälfte oder mit zwei Dritteln bequem Auskommen.

Würde man die Seife an einem Bindfaden aufhängen, so würde man das rasche Auflösen vermeiden. Die Seife würde jedesmal nach dem Gebrauch so schnell wie möglich wieder trocknen. Und würde auch immer trocken

Seife und Waschpulver für schmutzige Berufs« wasche und müssen dabei doch lange reiben und scheuern, bis der Schmutz herausgeht. On solchen Fällen ist ein gutes fettlösendes Neinigungsmittel viel zweckmäßiger. Es löst sofort den Schmutz, besonders den zäh kle­benden fettigen, öligen oder eiweißhaltigen Schmutz wie bei Schlosser- Bäcker- und Fleischerklcidung. Solche stark verschmutzte Berufskleidung mit Öl, Fett, Teer usw. weicht man zunächst in lauwarmer oder heiher Lö­sung ein (Sachen mit blut, ober eiweihhaltiger Beschmutzung Metzger- und Väckerklel- dung darf man nicht heih cinweichen, weil sonst die Flecken einbrennen). Am nächsten Morgen kocht man dann die Sachen in einer frischen Lösung eine Viertelstunde. Danach spült man sorgfältig, erst heih, dann kalt.

Sie werden sich selbst wundern, wie tadel« los sauber so behandelt die vorher schmutzigste Berufskleidung aussieht. Und Sie werden sich freuen, auf diese Weife cm Seife end Wasch­pulver zu lpar-n.

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Aber das ist ja nicht alles und würde auch im Lustspiel nicht drei Akte füllen. Sondern: eine frühere Welt bricht zusammen, ein neues Leben beginnt im verwandelnden Zwang der Inseleinsarn- keit, die nicht immer so romantisch ist, wie manche Schlager im Rundfunk sie anprcisen. Den beiden Autoren kam es, immer im begrenzten Rahmen des Lustspieleinfalls, vor allein auf die soziale Um­wertung an. Dabei sind allerdings, vier zu eins, die Gewichte ein wenig ungleich verteilt ober, mit anderen Worten: wenn der Diener Franz nicht

hängen! Dort, wo Kinder sich waschen, kann die aufgehängte Seife Wunder an Ersparnis­sen vollbringen. Bitte, probieren Sie's mall

Seife und Waschpulver können Sie ober noch bei vielen anderen Gelegenheiten sparen. Wie kommt es zum Beispiel, doh manche Frauen beim Wäschewaschen viel zuviel Seife und Waschpulver verbrauchen? Sie weichen zu kurz und ungenügend ein. Während richtiges Einweichen mit Vleichsoda schon den gröbsten Schmutz von selber löst, müssen diese Frauen ihn erst unter Verwendung von viel Seife und Waschmitteln herauswasck)en. Diese Seife und diese Waschmittel kann man aber sparen. Denn'gründliches Einweichen bringt die Ge­webefaser zum Aufquellen. Der grobe Schmutz wird dadurch gelockert und löst sich dann von selber auf. Alles kommt also darauf an, daß Sie besser und gründlicher einweichen. Am nächsten Morgen sehen Sie an der dunklen Färbung des Einweichwassers, daß sich ein großer Teil des groben Schmutzes gelöst hat.

Diele Frauen verbrauche« eine Wenge

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Verdunkelungszeit

11. Juni von 21.44 bis 4.59 Uhr.

Dornotizen.

Tageskalender für Mittwoch.

BAYER) langer, praktischer Erfahrung

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tockholm, 10. Juni. (DNB.) Nachdem

Churchills Bericht über Kreta.

Klägliche Entschuldigungen. Eine alte Lüge durch eine neue erseht.

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Gießener Gtadttheater.

Just Scheu und Peter Albert Stiller: »Großer Herr auf kleiner Insel

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wäre, würden die übrigen wahrscheinlich nicht rtit- mal die verhältnismäßig kurze Zeit überstehen, bis ein Schrff 'sie findet und zunickbrin-gt'ins alte Leben.

Mit Befriedigung bemerkt man aber, daß die beiden Lustspielschreiber das Beste nicht vergessen haben, die Erinnerung nämlich daran, daß mit dem alten Robinson" nicht nur eines der berühmtesten Aden- tcuerbücher, sondern auch einer der großartigsten Erziehungsromane der Weltliteratur geschrieben wurde. Auch diesen fünf Schiffbrüchigen hier wird die Insel mehr als ein Abenteuer mit glücklichem Ausgang, sie verlassen sie als neue, von manchen Schlacken gereinigte Menschen. Und sogar, daß die junge Tochter, den Irrtum ihrer Verbindung mit demSphn seines Vaters" gründlich di^chschanenb, zuletzt an der Seite des anständigen und tüchtigen Dieners steht, wirkt hier überzeugender als manche traditionelle Luftfpielverlobung.

.Maskercche". Licht- Die ö-ferne Brücke".

Oeffentlicher Vortrag der Universität: 20 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Lud- wigstraße, Lichtbildervortrag von Professor Dr. Glöckner überMalerei und Dichtung". Glo-

bitlii lUptsP ihene } rljälhii«

Krieg führen, ohne auf einer sicheren Grundlage zu stehen".Es ist unheimlich", so faat Churchill, immer über die Schultern sehen zu müssen um fest, zustellen, ob man von dort nicht überfallen wird".

In einem zusammenfassenden Schlußberickt er- klärt Churchill dann noch:Die deutschen Fallschirmjäger hätten keine neusee» ländischen Uniformen getragen". Das Mißverständnis sei dadurch entstanden, weil deutsche Fallschirmtruppen britische und neuseeländiscde Der. wundcte verfolgten, die sich vor ihren Linien be- fanden".

Die Erbärmlichkeit Churchills zeigt sich hier in ihrer ganzen Niedrigkeit, wenn er seine gemeine Lüge über die deutschen Fallschirmjäger nur un­ter dem Druck der Tatsache zurücknimmt, um sie durch eine neue, nicht weniger verwerf-

legische Punkte in den Meeren", so fährt Chur- entschuldigend fort,und wenn man versuche, roll in Sicherheit zu sein, so fei man nirgendwo *.* Die Tatsache bleibt bestehen, an dieser Fest- |inp kommt Churchill heute nicht vorbei, daß die pirsche Rüstuna der deutschen ganz iinerhältnismäßigunterlegen ist. Wie pj rwarten war, sucht er die Schuld dafür von sich -^lenken und sagt mit einem deutlichen Blick auf t nominellen Vorgänger,bie Ausrüstung njrer Armee bei Kriegsausbruch war äußerst Mich und mangelhaft. Die Unzulänglichkeiten r*n besonders deutlich in Erscheinung bei den Dosen, für die der dringendste Bedarf vorlag."

par versucht Churchill wieder, das britische Volk

eraus. * aiw V W'V irrt(tS ins r

fortklingen lassen.

Und nun kam noch diese Ueberraschuna hinzu: Aus einer Nebengasse ^rhob sich plötzlich Gesang von Männerstimmen. Sie schmetterten nicht, einer augen­blicklichen Frohlaune nachgebend, wie es ihnen das Herz eingab und in unbekümmertem Einklang, son­dern es war ein vierstimmiger Chor, dem man viel Vorbereitung und' Fleiß, viel Hingabe und Disziplin anhörte. Diele der Vorübergehenden blieben mit mir stehen. Andere reckten im Weitergehen lauschend den Kopf. Es war eine bekannte Volksweise, ein schlich­tes Preislied auf die deutsche Landschaft. Die Me­lodie verriet Heimatliebe und inniges Versunkensein in ihre Schönheit. Sie war ein fÄ------

geständnis an sie, aus Sehnsucht 1

liche zu ersetzen. Das ganze klägliche Entschulbi- gungsgestammel, das Churchill hier für seine neue Niederlage verbringt, wirkt um so würdeloser, als es der erprobte Rückzugesträte« vor der Schlacht, wie immer, nicht an großen Dorten fehlen liefe, Kreta bis zum Tod zu verteidigen".

Es wird auch dadurch nicht ehrenvoller, wenn Churchill heute erklärt, dafe er die hoffnungslose Position nicht kampflos räumen wollte. Denn wieder sind es Hilfsoölker gewesen, diesmal Australier und Neuseeländer, die in erster Linie ihr Blut opfern mußten, während die englischen Truppen vorzeitig das Feld räumten. Wenn trotzdem Churchill um Vertrauen bittet, setzt er eine Blindheit voraus, aus der das Erwachen umso furchtbarer sein wird.

In einem allerdings unterscheidet sich die Rede diesmal, mit der dieser Katastrophenvolitiker die Kette seiner Niederlagen bislang zu beschönigen ver- jud)te, daß sie nämlich in ihrem Ton von Fall zu Fall b ü ft c r e r und hilfloser werden und immer schwärzer und von den Wolken des drohen­den Untergangs beschattet sind.

urcbill dafür gesorgt hatte, dafe sich der erste curm ber Enttäuschung über die britische Nieder- |C| auf Kreta zuvor in der bestellten Kritik der Riffe austobte, stellte er sich heute selbst dem gslerhaus, um den Engländernvollständigen Anenschaftsdericht" über die jüngste Katastrophe L geben. Aber gleich feine ersten Worte waren Enttäuschung.

aentensträuße oder goldaÄb« Ginsterbüschel in den Fäusten. Die Blüten sollten den schönen Taa noch eine ganze Woche lang durch die sttlle Wohnung

sicher Öaime; er verwttderte zusehends, hörbar und mit Genuß, und er wild uns als schiffbrüchiger Ullrich Gosch lange in freundlicher Erinnerung bleiben. Herr Ernst spielte den Diener gnnu und also eigentlich die Hauptperson auf der einsamen Insel: es formte sich unter seinen geschickten und behutsamen Händen das Bild eines Menschen ohne Romantik, ohne Uebertreidung, nicht ohne Ironie, sauber, prakttsch, innerlich und äußerlich in Ordnung.

Mich Thornae umgab das Mädchen Dorothea mit frischer und instinktsicherer Jugendlichkeit. Hilde Kneip spielte die Frau, die im £hrintett_an der Peripherie steht, wo das Lustspiel an den Schwank grenzt, und erzielte mH einem einzigen Wort den pöfeten Lacherfolg und Szenenavplaur dieses llbends. Dazu ein sehr hübsches, stimmungsvolles Bühnenbild von Herrn Löffler.

vertrösten, aber er mufe zugeben: ,Leder, der sich «ildet, daß England große Quantitäten an Flakge- chizen und Flugzeugen habe, istein schöner Dumm.

darum ein Treubekenntnis voll ergreifender Emp­findung. Wie das Verebben brausender Orgeltöne klang das Lied aus. Dann setzte nach einer kurzen Pauze eine frischere Weist ein, die keck und stürmisch von Liebe und seliger Sommerzeit Jang.

Unwillkürlich ließen sich meine Schritte zu einem kleinen Vorgarten gängeln, in dessen Mitte, um ein Rvstnrondell herum, die Sänger standen. Es waren nicht viele. Die Fehlenden trugen wohl irgendwo in Deutschland ober draußen auf fremder Erde im Kampf oder auf Wacht den Soldatenrock.

Dafe der kleine Sängerkreis den Fernen im Geiste verbunden war, davon zeuate sein Ständchen, mit dem er ein Paar überraschte und beschenkte, das auf dem obersten Balkon des dreistöckigen Hausts erschienen war. Der Mann, in dessen Arm sich die Frau eingehakt hatte, trug Soldatenuniform. Sie schienen beide nicht mehr zu den Jungten zu ge­hören, und eine Frau neben mir bestätigte einem fragenden Herrn, daß es sich nicht um ein neuver­mähltes Paar handele, sondern um den Geburtstag des glücklichen Urlaubers.

An allen Fenstern freuten sich die Menschen mit den beiden Beschenkten. Sie hatten schon manchen Geburtstag mHeinanbcr gefeiert, bald den seinen, bald den ihren, aber diesen würben sie nie ver­gessen. Das Glück hatte ihn in Urlaub gehen lassen, imb nun schenkte es ihm noch diese Freude, das herzliche Gedenken der Freunde und Sangesbrüder

Es war ein freundlicher und amüsanter Abend, der feinen besonderen Charakter dadurch erhielt, dafe Die Aufführung als Abschiedsvorstellung für die Herren Gert Geiger, Hans Geißler und Joachim Ernst herauskam. Es mar gestern bereits in einigen Notizen über die Tätigkeit der scheiben­den Darsteller von ihren Verdiensten im Gießener Ensemble die Rede. Die Aufführung alles in allem schien dazu angetan, uns den Abschied gleicherweise leicht und schwer zu machen. Herr Geißler als Spielleiter nahm die Fabel so locker und witzig, wie es sich für ein Lustspiel ziemt, ohne doch den ern­sten Unterton und die Hintergründigkeit völlig zu verdecken. Er spielte auch selber den ahnungslosen Sportsmonn und bewahrte die Figur durch trockene Kauzigkeit vor peinlicher Deplacierung. .Herr Geiger war der Generaldirektor, und zwar lin bester Form, mit gutem Humor und unnerroüft-

Der Beifall wuchs zuletzt zu einer herzlichen Ab- chiedskundgebuna für die drei scheidenden Mitglie- >er. 21irf der Insel häuften sich Blumen und Hand» öftere Geschenke. Herr (Beiger erstattete mit be­wegten Worten den Dank auch im Namen der Kob legen. Hans Thyriot

Das durch Desoe weltberühmt gewordene Schicksal des seligen Robinson kann sich immer wieder einmal wiederholen. Bon Zeit zu Zeit kann man, auch heute noch, von solchen Fällen lestn, und die Literatur, vor und nach Desoe, hat allemal ein Auge auf die Ro­binsons geworfen: das Motiv scheint von unerschöpf­licher Anziehungskraft. Die Autoren dieses Stückes, Just Scheu und Peter Albert Stiller, .nahmen es, wozu sich auch dankbare Anregungen bieten, vorwiegend von der heiteren Seite. Zunächst haben sie den Originalfall multipliziert: fünf Robinsons auf einmal, als eine Luxusjacht an einem winzigen Inselchen im Atlanttk scheitert. Ein reicher Kaufmann mit Frau und Tochter; ein snobistischer Sportsmann, der schon auf dem Programm lediglich alsSohn seines Vaters" erscheint; und der Diener Franz. Ein pein­liches Abenteuer, aber die Leute sehen es gerne, wenn ein paar moderne Mitteleuropäer so unver­mittelt nackt und rauh an den Busen der feit langem vergessenen Natur zurückgeschleudert werden, llnb die Ur-Probleme des täglichen Lebens, wie sie dem alten Robinson entgegen traten, erscheinen beinah amüsant, wenn man dabei zusehen fajin. Wie kriegt man eine Konservenbüchse ohne Messer auf, wie fängt man einen Fisch mit der Haarnadel, wie macht man ohne Streichhölzer Feuer an?

Beschenktes paar.

Biele Menschen waren auf dem abendlichen Heim­weg. Der ungetrübte, wolkenlose Sonntags hatte sie in Die vorsommerliche Landschaft gelockt. Sie hatten Wiesenduft und den herben Ruch der Wälder geatmet, waren in der Sonne gewandert und haften im Schatten gerastet. Auf ihren Gesichtern, von denen die Alltagsfarbe einer warmen Röte und Bräune gewichen war, schimmerte der Glanz mannigfacher Erlebnisse. Mit allen Sinnen hatten sie Schönheit in sich aufgenommen, und aus froher und reiner gestimmten Herzen sprachen sie levhafter, beschwing­ter miteinander als sonst. Kinder trugen kleine Mar-

L| Haus die Haltung annehmen wollte, eine Er- niung über die verschiedenen Episoden dieses pfes zu verlangen und die Forderung stellen )e, daß jedesmal, wenn eine Kampfhandlunz iren und ein Teil der Front eingedrückt fei.

lot *.D < e Deutsche n", so sagte er,st eilen Hiegsmaterial am laufenden Bande b|r und haben in eroberten Ländern mehr er- il-itet, als fie überhaupt nötig haben, bj er ist unsere Lage von der ihrigen gewiß sehr sn hieben."

tuf das resignierte Eingeständnis, mit dem Chur- M die Verantwortung von sich abwälzen will: a»3 fehlten schon bei Kriegsbeginn alle modernen M'fen, die sich als eine Lebensnotwendigkeit der «fernen Kriegführung erwiesen haben", fühlt sich |oyr Höre Belisha in seiner Ehre getroffen, m er wirft Churchill vor,bafe England in Diintird) en den besten Teil der Aus- tung verloren habe, der je auf der bri- Mjen Insel verschifft worden sei".

Lockerung des Tanzverbots.

Der Chef der Ordnungspolizei teilt mit: Mit so­fortiger Wirkung wird das bestehende Tanzverbot insofern gelockert, als bis auf weiteres an drei Tagen in der Woche von 16 Uhr ab getanzt wer* den darf. Diese Tage sowie der Beginn der Tanz- Unterhaltung werden nach Berücksichtigung der ört» liehen Verhältnisse durch die Kreispolizeibehörden bestimmt. Dabei ist selbstverständliche Voraussetzung, dafe die örtlich festzusetzende Polizeistunde bet Tanz­veranstaltungen genau eingehalten wird.

Einheimischer Tee.

Da uns während des Krieges der Genufe aus­ländischen Tees beschränkt ober ganz versagt bleibt, ist es das Bestreben vieler Volksgenossen, unter den einheimischen Pflanzen einen gleichwertigen Ersatz zu suchen. Nachstehend sei eine Auswahl einheimischer Teesorten ober Teemischungen aufge­führt, die in Gesckmack und Farbe Dem chinesischen Tee ziemlich nahekommen. Man nimmt die Blätter von Brombeere, Himbeere, Erdbeere, Preise!-, Hei­del-, Moos-, Johannisbeere, Birke, Ulme, Kirsche, Schlehe, Weißdorn und Waldmeister, entfticlt sie und läßt sie einen Tag liegen, bis sie angewelkt sind. Dann rollt man die Blätter auf einer reinen, festen Unterlage mit der Hand und läßt die Blätter zusammengepreßt 1012 Stunden liegen. Die Blat­ter werden ausgebreitet und am Ofen ober in der Sonne gut getrocknet. Die Zusammenstelluna der Mischung kann man nach Geschmack vereinfachen ober mit Kamillen, Minzen, Salbei und Schaf­garbe erweitern. Der beste Tee-Ersatz ist wohl her sogenannte Körnlestee (Hagebuttentee), das ist der Samen von der Hecken- ober Hunbsrost. Man kann auch Lindenblüten, Brombeerblätter usw. bei­mischen. Frische, hellgrüne Brombeerblätter geben allein auch einen ausgezeichneten Tee. Frische, un­behaarte Blätter läfet man welken, feuchtet sie leicht an, knetet sie zu einem Ballen zusammen und hängt diesen in einem Tuch an einem mäßig war­men Ort (3040 Grad) einige Tage auf. Hierauf wird der Tee rasch getrocknet und gut verschlossen aufbewahrt, damit er fein Aroma behält, bzw. an Aroma noch gewinnt.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Auf dem geftrigcn Gießener Schlachtvieh markt (Schlachtvieh-Derteuungsmarkt) in der Vtehvcr- steigerungsholle Rhein-Main kosteten: Ochsen 48,5 bis 49,5, Bullen 39,5 bis 51,5, Kühe 20 big 50,5, Färstn 39 bis 53,5, Kälber 20 bis 57, Schafe 14, Hammel 28 bis 44 R-vf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preist erzielt: Klaffe a (150 kg und mehr) 1,20, bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, ef (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen)

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ng ijdl »Wenn wir Kreta verlassen hätten", so fährt zu Mrchill fort,ohne einen Schuß abwfeuern, fo einer W * diese Flucht dem Feind den Schlüssel zum oft- sehe.' ttyn Mittelmeer ausgehändigt. Kreta war", so gibt sM Churchill zu,ein außerordentlich -enV^ Eihiiger Punkt unserer Verteidi- i bi«4 jltigslinte".

' 1 Ih einzelnen auf die ihm vorgeworfenen Fehler

igehen lehnt Churchill ab mit der Begründung:

> Leute lieben keine Niederlagen, sie werden sie nicht lieben, wenn man ausführliche Erklä­ren darüber gibt." Trotzdem aber hat Churchill frie Stirn, an bas Vertrauen des britischen Volkes W ppellier^p unb meint,keine Regierung könne

eil Bericht darüber gegeben werben sollte. Ich käme VAtcd) in Gefahr, dem Feinde für ihn wertvolle Ditreilungen zukommen zu 'lassen." Nach dieser ab- kUofchenen Ausrede fährt Churchill dann mit dem Vcriud), die Niederlage zu bagatellifieren, fort:Ein vierer Grund, der mich zur Mißbilligung einer Dctrtte über den Kampf auf Kreta veranlaßt, ist kr daß dies nur «in Teil eines sthr wichtigen f^zuges im mittleren Orient ist. Einen Abschnitt B Gegenstand einer Aussorache au machen, ist ti» trügerische Methode, oie Kriegführung zu «prüfen. Bei einer genaueren Betrachtung einer IBratian svielen der Gewinn und Verlust a n Re.t, die Auswirkungen der neuen Lage auf die Rlmft eine arofee Rolle, sowie auch die verfüg- Sn Hilfsnüttel. Es gibt zahlreiche Inseln unb

kirn einzelnen geht Churchill dann auf die Überlegenheit i n sb esond ere der t f ch e n Luftwaffe ein unb mufe zugeben, kl sie die britischen Flugzeuge von ben Flug- p!i cn in Griechenland vertrieben" habe unb bie Mze jehr schnell für ben eigenen Gebrauch etn- niete.

II n vollstänbigem Wiberspruch ZU seinen früheren L nuptungen stellt Churchill habet die Lage auf |l Ha von vornherein als hoffnungslos bar unb || :Niemand, der die Verantwortung für die 8|rerbigung Kretas zu tragen hatte, konnte an der tltad)e zweifeln, daß nur eine sehr spärliche Ulter ft ü fe u n g unserer Truppen und oberer Flotte, bie rm Umkreis ber Insel Werte, zu erwarten fei. Das war eine Fest­ig utg", erklärt Churchill heute,bie bie miü- Mchen unb anberen verantwortlichen Stellen ndt erst trafen, als die Enftcheibung gefallen

Widersinnig ist es, wenn nach biefer Erklärung itzt: die vorauszUsehende Niederlage Churchill die BlU'opfer besonders an australischen und neufeclän- Eilten Truppen damit entschuldigen will, daß er sagt: «Ran könne nicht ganz sicher sein, wie eine Schlacht |ti) entwickele, bevor sie überhaupt ftattgefunden