Ausgabe 
11.6.1941
 
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bruch beging, auch ober gerade in den Augen der Qranßofen ihre absolute Gültigkeit, da die Fran­zosen seit altersher geneigt sind, formal-juristisch und sormal-volkerrechtllch zu denken und zu han­deln. Neckt und Völkerrecht, sogar die Satzungen der Liga der Nationen, klagen England eines schnö­den Friedensbruchs an. Die Dölkerbundsatzung hatte das Mandatssnstem legalisiert. Zu den A- Mandaten, also zu solchen, die nach Art. 22 der Völkerbundiatzungeneine solche Entwicklungsstufe erreicht hauen, daß sie in ihrem Dasein als unao- hängige Nationen vorläufig anerkannt werden kön­nen, unter der Bedingung, daß die Ratschläge und die Unterstützung eines Mandatars sie bis zu dem Zeitpunkt leiten, wo sie imstande sein werden, sich selbst zu regieren", gehören neben Palästina und dem Irak, die beide unter englischer Knute seufzen, auch Syrien und der Libanon, deren Mandatar Frankreich ist. Nebenbei bemerkt werden die B- und L-Mandate, also die deutschen Kolonien, niedriger eingestu-ft, da die Bevölkerungen nach Ansicht der Schöpfer der Liga ber Nationen nicht einmal über die niedrigste Enlwickllkngsstufe hinausgelangt seien. Es war dies nur ein übler Trick, die deutschen Ko­lonien nicht direkt, wie Smuts vorgeschlagen, zu annektieren, aber sie doch dauernd Deutschland zu entziehen.

Im Gegensatz zur englischen Plutokratie, die jetzt unter Churchill ihre Wut an dem ehemaligen fran­zösischen Verbündeten ausläßt und nicht nur Moral, sondern auch Völkerrecht und Genter Liga mit Füßen tritt, haben wir im Waffenstillstand Frank­reich nicht nur seine gesamte Flotte unangetastet be­lassen, sondern auch seine Kolonialinteressen insoweit gewahrt, als wir die Möglichkeit zuyestanben haben, Angriffe aus die Souveränität Vichys ans diese Kolonien abzuwehren. Im Falle von Syrien handelt cs sich um einen solchen unqualifizierten Angrkff, und wir stehen moralisch, rechtlich und politisch durchaus auf der Seite des Marschalls Pätain. Jetzt wird auch den Franzosen ein Licht darüber ausge­gangen sein, daß dieses Mandatssystem von Eng­land nur deshalb aufgezogen worden war, um bei der ersten Gelegenheit rücksichtslos bei Seite ge­schoben zu werden. So etwas nennt man Gangster­moral.

Englische Lügen.

Gewalt und Verrat sind Englands Mittel.

Berlin, 10. Juni. (DNB.) Churchill be- müht sich mit cÄIcn Mitteln einer verlogenen und verkrampften Agitation, die englische Agres- sian gegen Syrien zubegründen". Au die­sem üblen Zweck setzte er (eine infamen Lügen auf verschiedenen Wegen in die Welt, ohne daß sie da- durch wahrer werden. Durch Reuter ließ er die frei erfundene Behauptung von der Gefan­gennahme deutscher Fallschirmjäger ver­breiten und durchExchange Telegraph" die Lüge, daß die Deutschen an der Vorbereitung eines syri­schen Flughafens arbeiteten. Eine andere Erfindung Churchills ist die vonExchange Telegraph" ver­breitete Faselei, es seien Versuche festgestellt wor­den, deutsche Truppen auf griechischen Fischerbooten über das Meer herbeizuschaffen.

So verschiedenartig diese Lügen auch sind, so kön­nen sie doch die Tatsache nicht aus der Welt schaffen, daß sich kein einziger deutscher Soldat in Snrien befindet. Diese Tatsache hat eine treffende Charakterisierung in der Madrider Zei­tungPueblo" gefunden, die schreibt:Der beste Beweis, daß sich in Syrien keine deutschen Solda­ten befinden, ist die Tatsache, daß die Engländer dort eingerückt sind". Die englischen Lügen dienen nur dem törichten Versuch, den krassen Rechts« bruch zu bemänteln. Durch seinen militärischen Angrijf auf Syrien, zu dem England durch nichts berechtigt ist, vergewaltigt es die Interessen seines ehemaligen Bundesgenossen brutal, wie in Dran oder Dakar. Ja, England bricht nicht nur das Recht, sondern es verrät 'sogar bedenkenlos seine Jdeqle von der (Genfer Liga, als deren Hüter es sich immer aufspielte. Denn Syrien und der Libanon sind ein Mandat der Genfer Liga, das England jetzt einfach als nicht mehr existierend betrachtet, wo es vor der Notwendigkeit steht, sich eine neue militärische Basis schaffen zu müssen.

Durch Englands Schuld.

*500 bid 600 Todesopfer in Alexandria.

Stockholm, 10. Juni. (DNB.) Der ägyptische Mnisterpräsident hat hem englischen Nachrichten­dienst zufolge am Dienstag bekanntgegeben, daß bei

Die Dominiks.

Roman von Hellmuth M. Böttcher..

1. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Nichts unmöglicher als das! Der Alte mag fein wie er will. Ein Schwätzer ist er nicht. Der hat die Sache mit Martha Spreckels damals hingenommen wie ein Schicksal. Man kann dran zerbrechen aber über die Lippen kommt kein Wort.

Seltsamer Mensch dieser Dominik.

Nie wieder hat er sich Martha zu nähern ver­sucht, nie wieder nur nach ihr gefragt. Als ob sie tot für ihn wäre.

Sie ist tot für ihn. Haha! Martha Spreckels heißt heute Martha Lind!

Es wurde ein Sieg auf der ganzen Linie Mat­theus Lind ist nie in seinem Leben für Halbheiten gewesen. Entweder alles oder Finger weg.

Er spürt einen schalen Geschmack im Munde.

War vielleicht diese Ehe mit Martha Spreckels wirklich etwas Vollkommenes? Tausche dich nicht, alter Junge! Immer die Augen offen behalten und sich nichts vormachen!

Menn das Geld vom alten Senator Spreckels nicht gewesen wäre nicht einmal der Triumph über Dominik hätte dieses van Anfang an ver­spielte Spiel um eine Ehe gelohnt, die niemals eine Gemeinschaft wurde

Also doch kein Sieg auf der ganzen Linie!

Pah! Als ob es im Leben des Mannes nicht auf andere, auf wichtigere Dinge ankäme! Frauen sind wie Zahlen. Wenn sie an her falschen Stelle stehen, stimmt keine Rechnung. Und eine einzige Ziffer in der unrichtigen Kolumne kann aus einem sicheren Gewinn einen dauernden Verlust machen.

Also!

Man ist noch nicht fertig mit denen da drüben. Auch die verpatzte Ehe ist ein Debetposten, der nach seinem Ausgleich verlangt.

Das ist ein Leben wie in der Jahresbilanz.

Und wenn einer sich auf Bilanzen versteht, dann ist es Mattheus Lind.

Sind Frauen wirklich wie Zahlen?

Wenn Zahlen an der falschen Stelle stehen, dann

Großdeuischland in der Rüstung überlegen.

Erkenntnisse in England.

Berlin, 11. Juni. (DNB. Funkspruch.) Nach den schweren Schlägen, die die deutsche Wehrmacht hen Engländern in Griechenland und auf Kreta zugefügt hat, muß nun auch die englische Presse in steigendem Maße die Ueberlegenheit der deutschen Waffen rngeben. die der Kampfes- Überlegenheit des deutschen Soldaten würdig zur Seite steht. Insbesondere hört man in der engli- chen Desfentlichkeit jetzt gelegentlich das Eilige» tändnis, daß die deutsche Luftrüstungs- n d u st r i e hinsichtlich ihrer qualitativen und quantitativen Leistungen kaum erreicht werden kann.

Aus den zahlreichen Presseoeröffentlichungen, die sich in den letzten Tagen mit der Frage der Rüstungsüberlegenheit befassen, kann man als charakteristisch einen Leitartikel des Londoner Daily Telegraph" zitieren, in dem einlei­tend festgestellt wird:Es ist eine Wahrheit, die nicht oft genug wiederholt werden kann, daß wir immer noch sehr weit davon entfernt sind, den großen Vorfvrung des Feindes in der Herstellung von Kriegsmaterial, den er sich in den Jahren seiner zielbewußten Vorbereitung zum Krieg gesichert hat, einzuholen." Das Blatt knüpft an

diese Feststellung die Folgerung, daß der Führer nicht zuletzt auf Grund seine Rüstungsüberlegenheit die strategische Initiative in der Hand habe und aus ihr auch in ZukunftKapitol schla­gen" könne.

Nach diesen gegenüber der bisherigen englischen Propaganda doch sehr weitgehenden Feststellungen muh das englische Blatt das weitere Eingeständnis machen, daß die Verhältnisse in der englischen Rüstungsindustrie wenig befriedi­gend seien. MitErstaunen" weist derDaily Telegraph" daraus hin, daß, namentlich in der eng­lischen Flugrüstungsindustrie die Werke nicht voll arbeiten können und daß Aussicht auf Besserung für die nächste Zukunft fairm besteht. Besonders interessant ist der Hinweis desDaily Telegraph" auf das Ergebnis einer Untersuchung über den Stand der Rüstungsfertigung, nqch der 10, in manchen Fällen sogar 20 v. H. der Arbeiter in Flugzeugwerken sich vor der Arbeit drucken".

Mit der Arbeitsbegeisterung in der englischen Rüstungsindustrie scheint es also nicht soweit her zu sein, wie die englische Propaganda es gewöhn­lich darzustellen pflegt.

Uns selbst und unserem Wesen treu!

Gauleiter Sprenger sprach bei einem Appell der Lustwaffe in Amsterdam.

NSG. Die Einheiten der Luftwaffe in Amster- dam führten am Sonntag einen Betriebsappell der zivilen Gefolgschaft durch. Im Mittelpunkt der Ver­anstaltung stand eine große, den Problemen der (Begenmart gewidmete Rede von Gauleiter Reichs­tatthalter Sprenger. Nach einleitenden Aus- ührungen des Generalleutnants Sieburg und les Obmanns der DAF. Müller, ergriff der Gauleiter das Wort.

Gauleiter Sprenger,

der als einer der ältesten Mitstreiter des Führers den Weg Adolf Hitlers vom unbekannten Front­soldaten bis zum überragenden Staatsmann in allen Etappen mitgegangen ist, zog von diesem Kampfe, der um die Seele des letzten deutschen Volksgenossen geführt wurde, eine treffende Pa­rallele zu her heutigen kriegerischen Auseinander­setzung, die wie jeder Einsichtige heute begriffen haben müsse ein Kamps zweier Weltan­schauungen sei, der um eine neue Entwicklung der Menschheit geführt werde, noch genauer gefugt, fei es der Kampf der nationalsozialistischen Men­schenrechte gegen plUtokratlsche Vorrechte. Jedem müsse es heute klar geworden sein, daß das deutsche Volk um sein Leben, zugleich aber um eine Neu­ordnung Europas kämpfe, das durch die Einflüsse des Liberalismus dem Chaos entgegengetrieben wurde.

Zu einer Betrachtung der augenblicklichen Lage übergehend, betonte her Gauleiter, daß die große Entscheidung in diesem Kriege mit England längst

gefallen fei. Auf die Frage:Was nun?" genüge der Hinweis auf die letzte Zusammenkunft des Führers mit dem Duce auf dem Brenner, die, wie alle bisherigen Besprechungen dieser Art, welt­tragende Entscheidungen erwarten ließen. W i r können nichts anderes, als dem Füh­rer blind vertrauen, denn wir haben bis­her immer wieder erkennen können, daß des Füh­rers Vorhaben mit einer Zielsicherheit verwirklicht wurden, welche die ganze Welt in Erstaunen feh­len. Eins aber wissen wir bei diesem Kampf, so rief der Gauleiter mit erhobener Stimme aus, hin­ter der kämpfenden Front des Gegners, ob es nun Briten, Australier oder Neuseeländer sind, steht das internationale Judentum.

Nach dieser treffenden Charakteristik der Exponen­ten auf der Gegenseite, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ, und nach einer geschichtlichen Untersuchung, die Englands brutale, imperialistische Politik und Machtherrschaft so darlegte, wie sie ge­sehen werden müsse, sprach der Gauleiter von der klaren Front des deutschen Volkes. In seiner Kraft, seiner Jugend und seiner Verantwor­tung sei es sich klar bewußt, daß es das Schicksal Europas trage. Wo ist das Volk, das in der Lage wäre, uns mit Gleichem entgegenzutreten? Tue jeder feine Pflicht, wo auch immer er schaffe; denn wenn wir uns selbst und unserem Wesen treu blei­ben mit dieser Mahnung beendete der Gauleiter seine oftmals von starkem Beifall unterbrochene Rede werden mir auch den Endsieg davontragen.

den beiden Luftangriffen auf Alexandria 500 bis 6 00 Personen getötet worden seien. Zur Behebung der schlimmsten Not der Bevölkeruna wurden die notwendigsten Nahrungsmittel nach Alexandria gesandt.

England hat die ägyptische Hafenstadt Alexandria au einem feiner wichtigsten militärischen Stützpunkte im östlichen Mittelmeer ausgebaut. Die Schuld an den Todesopfern und den durch die Luftangriffe hervorgerufenen Leiden der Bevölkerung fällt daher in vollem Umfange auf die britischen Kriegsbrand­stifter zurück.

Englands neue Fremdenlegionen.

Bölkerrechtöbruch.

Berlin, 11. Juni. (DNB. Funkfpruch.) Samt- liche nnlichen Staats angehörigen von Belgien, Frankreich, Holland, Norwegen, der ehemaligen Tfchecho-Slowakei und des frü­heren Polen, die sich mr Zeit in Großbri­tannien aufhalten, haben den Befehl erhalten,

sich am 10.Juni zum Militärdienst zu stel­len. Dieser Befehl gilt nach einer Meldung des bri­tischen Rundfunks für alle männlichen Staatsange­hörigen im Alter von 26 bis 35 Jahren.

Großbritannien hat feit jeher fein Ziel darin ge­sehen, durch fremde Hilfsvölker feine Schlachten schlagen zu lassen. Nachdem in dem bisherigen Verlauf des Krieges auf allen Kriegsschauplätzen seine Fremdenlegionen so gut wie aufgerieben wurden, ist es erklärlich und für Eng­land typisch, sogleich neue Fremdenlegionen aufzu­stellen. Was aber an den neuesten Maßnahmen be­sonders zu beachten ist, ist ihre schwere Völker- r e ch t s w i d r i g k e i t. Denn diesmal geht Eng­land offenbar darauf aus, nach dem Vorbild 'ver­gangener Jahrhunderte geradezu durch Menschen­raub fremde Staatsangehörige in feine Kriegs­dienste hineinzupressen, deren Heimat sich überhaupt nicht mehr im Kriegszustand mit Deutschland be­findet. England begeht damit nicht nur einen fla­granten Völkerrechts bruch, sondern es scheut sich nicht, diese fremden Staatsangehörigen in eine Lage zu bringen, die sie schärfsten Maßregeln aussetzen könnte.

müssen sie umgebucht werden. Oder man schafft einen Gegenposten. Oder man storniert einfad).

Man storniert einfach! Haha!

Der Vergleich hinkt. Wenigstens bei einer Frau, mit der man verheiratet ist und von der tnart ein Kind, fein einziges, hat. Auch das mit demGegen- poften" ist ' und bleibt immer ein unzulänglicher Notbehelf.

Manchmal möchf man bedenken, es wäre alles besser gewesen, wenn diese Frau nicht feinen Le­bensweg gekreuzt hätte. Es hätte wohl ein bißchen länger mit dem Vorwärtskommen gedauert. Aber geschafft hätte man's doch. Schließlich ist der Mat­theus Lind ein Kerl!

Aber man kann das Leben nicht zurückdrehen wie eine Uhr! und alles wäre gutgegantzdn, wenn der da drüben nicht wäre, der Dominik, der... der...

Seine Hand greift nach dem Fernsprechhörer.

Wo bleibt denn eigentlich Herr Lietzendorf?" Das Fräulein stottert eine Entschuldigung.

Lind trommelt ungeduldig mit den Fingern feiner Linken.

Also schicken Sie ihn raus!"

Lietzendorf ist ein Aktivposten.

Und Lietzendorf soll rechnen helfen.

Wenn Mattheus Lind sich nicht in ihm täuscht, bann sind Ehrgeiz und Fleiß noch immer die Hauptimpulse im Leben dieses Ingenieurs. Das ist das Holz, aus dem man brauchbare Helfer schnitzt.

Die Dominik-Werst wird eine gute Schule für ihn fein. Er kriegt da drüben allerhand zu sehen, was ein Industrieller als Werkzeug braucht. Viel- Ieid)t holt man ihn sich später mal zur Norddeut­schen Werft herüber, wenn er genug gelernt hat. Aber auch bei den Dominiks kann man einen Mann wie ihn gebrauchen. Später!

Vielleicht auch jetzt schon.

Auf alle Fälle sollte man ihn mal zum Tee einlaben. Das schafft einen persönlichen Konnex und verpflichtet zu nichts weiter. Die Damen zu Hause mögen fid) ber Sacl>e mal annehmen. Lind selber hat natürlich für solchen Mumpitz wie Tees keine Zeit und kein Interesse.

Sein Gesicht fährt langsam zur Tür herum. Es hat geklopft.

herein!"

Etwas liegt in der Luft.

Etwas, das noch keinen Namen hat, und doch einmal zum Schicksal werden tann.

Morgen!

Ober über einen Monat.

Etwas, das mit jeder Stunde näherkommt, ohne daß einer weiß, woher, etwas, was mit jedem Schritt weiterrückt, ohne daß einer ahnt, wohin.

Friedrich Dominik fühlt es mit der Feinnervitz- feit des Industriellen, der jede Bewegung in fei­nem Werke genau so fpürf wie die Unregelmäßig­keiten im Kreisen seines Blutes oder im Pochen feines Herzschlages.

Er sieht von ber Morgenpost auf und schiebt seinem Sohn das große Paket an Eingängen zu.

Lies und gib die Briefe dann zur Derteilung an die Sachbearbeiter."

Ja, Vater. Sonst noch etwas?"

Eigentlich nicht. Oder dock)!" Dominik spricht nickst gleich weiter, sondern steht erst auf und geht mit auf dem Rücken zusammengelegten Händen zweimal burd) sein Arbeitszimmer.Also das eine wollte ich dich noch fragen: Traust du Lietzen- borf?"

Ich kann nicht nein sagen."

Also ja?"

Wieder ein nachdenkliches Zögern.

Ich glaube, Vater." Und bann fast hastig, als gelte es ein Unrecht gutzumachen.Doch, Vater. Unbedingt! Lietzendorf ist ein anständiger Kerl!" Er zöaert mit dem Weiterreden.-Aber bann sagt er es bock):Gewiß, er ist uns hier etwas unbequem."

Wie alles, was überflüssig ist", poltert ber alte Herr dazwischen.Wie alles, was mit bem da brühen Husammenhängt!" Er machte eine Bewe­gung mit bem Koos über die Schulter hinweg nach unbestimmter Richtung.Es ist gut!" sagte er bann.

Soll ich etwad veranlassen?"

Nein. Nur die Augen aufmachen!"

Wieder eine Pause.

Kann ich jetzt gehen, Vater?"

Ja! Das heißt, noch eine Fratze: Kennt Lie- tzendvrf unsere Verhandlungen mit der Reichs­regierung über den Bau non Unterseepanzern?"

Als Betriebsleiter? Selbstverständlich."

Hm." Der alte Herr gräbt nachdenklich die Zähne m die Oberlippe. jfl, natürliche sagt

Oie Kämpfe in Syrien

gefecht zwischen englischen und französischen j rffen wurden zwei englische Torpedoboote ge.

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angeworben und ausgebildet wurden. Wie Dienstag aus Jerusalem gemeldet wurde, hatte man dieser

nistenhäuptling Chaim Waizmann in diese, Sache mit dem britischen Kolonialamt verhandell hat.

Kleine politische Nachrichten.

Hnnig ifi y voraus- M besond« "'Wen d tone nich fctoirfele, fc

auf Sommer und Herbst verteilt.

Vor einem Lahr.

Am 11. Juni 1940: Der Feind über die unter# Seine geworfen, die Seine unterhalb Paris über­schritten. Das Heer steht 20 Kilometer vor Paris- Auch auf dem linken Flügel Verfolgung des ge« schagenen Feindes.

Truppen vor ihrem Einsatz'aegen Syrien durch bri. tische Offiziere erklären lassen, ber bevorstehenti Kampf gehe nicht nur um die britischen, sondern auch um jübische Interessen. In arabischen Ären

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Schiften wurden zwei englische Torpedoboote ge. troffen, von denen eines von der Besatzung Den lassen wurde, während das andere brennt.

Bei dem Einfall in Syrien kommen in der bri.

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gert werden, die Sommerferien nur bis zu einen Gesamtbauer von acht Wochen. Die Sommerseriem werden dreifach gestaffelt. Die erste Staffel beginn! Ende Juni, die zweite Anfang Juli und die dritte Mitte Juli. Der Bereich der einzelnen Staffeln wirb nach dem Kriege endgültig festgesetzt. Für die länd> Hd)en Volksschulen und vierklassigen Hauptschulen, wird die für die großen Ferien vorgesehene Zeit! nach den ländlichen wirtschaftlichen Verhältnisse«

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Ankara, 10. Juni. (DNB.) Nach Meldungen aus Ad anal sind die englische n T rup pen, die bis Adlun vorstießen, dort zurückgesckla, g e n worden. Adlun ist wieder in französischer Hand. Angriffe englischer Kavallerie gegen Has. baya wurden ebenfalls zurückgeschlagen. Bei einem

ber jüdischen Einwanderung zu öff. nen. Man hat ferner Beweise dafür, daß der Zio.

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er dann.So was läßt sich eben nicht vor eine« Mann geheimhalten, der überall Zugang hat. - Und wenn du, wie du lagst, Vertrauen zu ihm hast... Kann schon sein, bah ich aus meiner Der» ärgerung heraus bie Dinge etwas schief sehe."

Friedrich Dominik geht ans Fenster. Aber er blickt nicht hinaus. Er horcht bloß. Mit den Ohrem unb mit der Seele. Es gibt Menschen, die das können.

Ich möchte dich trotzdem darauf aufmerksaim machen", sagt er bann noch unb setzt dabei lanss" sam Wort an Wort,und zwar mit allem Nach­druck, daß du als Leiter des Konstruktionsbüros eine besondere unb schwere Verantwortung trägst.

Nissens Kopf fährt hoch.

Wie meinst du das, Vater?"

Es handelt sich um streng geheim zu halten!« Plane... Pläne, die nicht nur für den Bestand» unb den geschäftlichen Erfolg ber Dominik-Werst: von Wichtigkeit sind, sondern deren Geheimhaltung: auch vom Marineamt..."

Der Sohn hört nicht bis zum Ende.

Lietzendorf ist Reserveoffizier!" stößt er Heraus. Genau wie ich", stößt er jetzt Heftig Heraus. Unb* bann, nach einer Atempause, wieder ruhiger:3^ weiß, was du denkst, Vater. Mir ist es auch gegen, den Strich, daß Lietzendorf gerade von Herrn ßtnb- zu uns hereinbugsiert worden ist. 2Iber...J$ Slaude, er wirb nichts tun, was nicht korrekt öärt ch bin bereit, meine Hand für ihn ins Feuer zu legen."

Friedrich Dominik ist wieder in die Mitte des Zimmers gekommen. Ein paarmal scheint es, als wolle er noch etwas sagen. Aber er schweigt.

Gut!" meint er bann nach einer Weile und schiebt bem Sohn mit bem Handrücken nochmals die eingegangenen Briese zu. Dabei nickt er oer abschiedend.

Als Nissen hinaus ist, steht er noch lange unfr unschlüssig am Tisch unb überlegt

Dann tritt er erneut ans Fenster seines mach tlgen Arbeitszimmers, bas, mitten im Werk ge» legen, nach drei Seiten hin freien Ausblick gestattet. Unter ihm weitet sich der breite Hof, dahinter sie!' aen die Fabrikwände empor ruhige kahle Fas' faden, die. nur von bem zielsicheren, schmucklosen^ Zweck wissen, dem sie dienen.

(Fortsetzung folgtjs

sen in Damaskus ist man davon unterrichtet, baß zwischen der britischen Regierung und ber Jewish Agency in Jerusalem Abmachungen getroffen wur­den, Syrien gegebenenfalls ebenso wie Jerusalem

Der Chef der Abteilung Segelflug im Stab des Korpsfichrers des NS.-Flle-gerkorps, NSFK.-Ober« führet Kun§, befichtiate auf Einladung des fpu Nischen Luftfahrtministeriums die SegelflugfLul^ Huesca sowie einige Segelsluggelände. Der spanisch« Luftfahrtminister General Digon hatte längere Aus­sprachen mit dem deutschen Gast, ber Caudillo Generalissimus Franco, empfing Oberführer Kuqz in privater Audienz.

Der kroatische Staatsführer Dr. Ante Pave« litsch ernannte den bisherigen Staatssekretär im kroatischen Außemmnl'sterimn Dr. Mlasen Lorko- v lisch zum Außenminister. Bisher wurde das Außenministerium von Dr. Pavelitsch selbst geleitet *

Die weiöluhe Falange Spaniens hat die Be­treuung aller deutschen und italienischen Helden­gräber in Spanien übernommen. Aus diesem An­laß fanden pn einem Gefallenendenkmal für sieben gefallene deutsche Flieger ber ,Legion Conbor" unb an dem italienischen Heidenmal bei Zaragossa wür­dige Gedenkfeiern statt.

Oie neue I^eichsferienordnung.

Nachdem der Reichserziehungsminister bereits füt das lausende Schuljahr eine entsprechende Ferien» regelung getroffen hat, liegt nunmehr die neue Reichsferienordnung für bie Volks-, Haupt- unb Mittelschulen sowie bie höheren Schulen vor. 6ie tritt mit Beginn des Schuljahres 1941/42 in Kraft Das Schuljahr beainnt mit dem Unterrichtsanfang nach den Sommerferien unb schließt mit bem Ende ber Sommerferien bes solgenben Jahres. Die Ge­samtbauer der Ferien beträgt 85 Tage, wobei bis Sonn- unb Feiertage in ben Ferien mitgerechnei werden. Davon sind 75 Ferientage festgelegt, näm­lich 12 Tage für bie Weihnachtsferlen, 7 Tage füi bie Osterferien, 4 Tage für bie Pfingstferien unb 52 Tage für die Sommerferien. Die als Rest blei­benden 10 Ferientage können als Zusatztage je nach den örtlichen Bedürfnissen oder Gewohnheiten, bem Welhnachts-, Oster- ober Sommerferien angehängü werden. Nur bie Heimschulen dürfen sie bei Bedarf als Ganzes an bie Weihnachts- ober Osterferien anschliehen. Die Pfingstferien dürfen nicht oerlän»

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