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Englands Rechtsbruch.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Oer Wehrmachtbericht.
Berlin, 10. Juni. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Luftwaffe versenkte an der britischen S ü d k ü st e und im Atlantischen Ozean zwei Frachtschiffe mit zusammen 10 000 BRT. Zwei weitere Handelsschiffe würden im Atlantik und auf der höhe von Portland so schwer beschädigt, daß auch mit ihrem Verlust gerechnet werden kann. 3m Bristol-Kanal erhielt ein bewaffnetes feindliches Tankschiff einen Bombentreffer.
In Nordafrika wurden feindliche Stoßtrupps vor den deutsch-italienischen Stellungen bei Tobruk abgewiesen. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe bombardierten britische Flakstellungen und Verteidigungsanlagen bei Tobrnk und Warsa INatruk.
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vi ihrer bisherigen Bedeutungslosigkeit neben dem pol tisch führenden Reich zu stärker werdenden, für die weitere europäische Entwicklung wichtigen Ra- tiiralstaaten empor. Am Beginn dieses geschicht-
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Genf verlegten Liga der Na , , schen Schöpfung, der die USA. nicht angehörten, England und Frankreich aber beitraten. Die Satzungen dieser Liga der Nationen sind also auch für England bindend. Diese Satzungen befassen sich auch mit dem Mandatssystem, das auf Beran-
zunächst das übermäßig gerüstete Frankreich der führende Teil, bis Anfang der dreißiger Jahre, als auch England feine Rüstungen besonders auf der See und zur Luft verstärkt hatte, die Führung der Entente mehr und mehr in Englands Hände überglitt, und zwar um so sichtbarer, je stärker das Deutsche Reich unter nationalsozialistischer Führung heranwuchs. Die französische Regierung gab aus Angst vor dieser Entwicklung ihre politische Selbständigkeit in steigendem Maße auf und ließ sich schließlich von der skrupellos zum Kriege drängenden englischen Plutokratie in den Angriffskrieg gegen das Deutsche Reich hineinreißen. Die Folgen für Frankreich sind bekannt: Nach den ersten größeren Mißerfolgen auf den Schlachtfeldern im Westen hat England Frankreich genau so wie Polen, Norwegen, Holland und Belgien im Stich gelassen und sich „mutig" auf seine Insel zurückgezogen. Nicht genug damit, hat England vor Oran, vor Dakar und in anderen französischen Kolonien feige Ueberfälle auf die Kriegs- und Handelsflotte seines bisherigen Verbündeten unternommen, und die Welt erlebt heute das eigenartige Schauspiel, daß England das von ihm ins Unglück gestüpfte französische Volk nicht nur mit seiner Hungerblockade bedroht, sondern nun auch das französische Mandatsgebiet Syrien besetzen will.
zösische Regierung, die sich einem solchen Kampfe nicht gewachsen fühlte, ,chie Ohrfeige von Faschoda" ohne Versuch einer Gegenwehr ein. Sehr bald darauf trat eine überraschende Wendung ein: Frankreichs Rachedurst und Englands Handelsneid Deutschland gegenüber fanden sich zusammen, und es begann die Periode der französisch-englischen Entente, die, von der Verständigung in Afrika zu Ungunsten des Deutschen Reiches ausgehend, immer engere Formen annahm und schließlich zum Ausbruch des Weltkrieges führte.
Auch nach dem Weltkriege wurden die beiden Hauptnutznießer des Versailler Diktats, die sich schon während der Friedensverhandlungen in Paris vielfach in die haare geraten waren — so scheiterte Frankreichs Anspruch auf das gesamte linke Rheinufer an Englands Angst vor der französischen Vorherrschaft auf dem Festland —, nur durch den gemeinsamen Wunsch der dauernden Niederhaltung des deutschen Volkes zusammengehalten. Dahei war
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Nordafrika sowie bei Einflugsversuchen in die befehlen Gebiete verlor der Feind zehn Flugzeuge. hiervon wurden durch Iäger sieben, durch Flakartillerie ein Flugzeug abgeschossen. Vorpostenboote schossen in der Nordsee zwei britische Kampf- flugzeuge ab. Damit hat diese Vorpostenflottille in drei Tagen vier britische Kampfflugzeuge vernichtet.
Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Nacht statt.
In der Kriegführung gegen die britische Versorgungsschiffahrt waren Fliegerverbände des Generalobersten Stumpf besonders erfolgreich. In der Woche vom 1. bis 7. Iuni verfenklen sie elf Schiffe mit rund 80 000 BRT. und beschädigten 15 weitere Schiffe schwer. Damit haben diese verbände seit dem 1. Februar 1941 insgesamt 33 Handelsschiffe mit 208 000 BRT. vernichtet und 86 Schiffe beschädigt.
kämpfen würden, erklärte der Duce, er wisse nicht, mann und wie Italien
das ostaftikanische Imperium zurückerobern werde, aber er könne schon jetzt kategorisch und endgültig erklären, daß Italien dies von den Italienern zivilisierte und mit italienischem Blut getränkte Gebiet zurückerobern werde. „Unsere Toten werden und können nicht unigerächt bleiben!" (Minutenlanger stürmischer Beifall.)
Der Duce behandelte sodann kurz die Rückeroberung der Cyrenaika, die durch deutsche Panzertruppen gemeinsam mit italienischen Truppen durchgeführt worden sei. (Stürmischer Beifall.) Mit der Eroberung Kretas habe die Achse einen wichtigen Stützpunkt für die Operationen der Luftwaffe im Mittelmeer gewonnen. Damit werde der Zeitpunkt beschleunigt, an dem Großbritannien aus dem östlichen Mitt'elmeer verjagt sein werde.
Der Duce gab sodann einen lleberblkf über die Beziehungen zu den mit Italien verbündeten und befreundeten Mächten und wies auf die enge kameradschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien hin. Bei diesen Worten erhob sich der gesamte Saal von den Plätzen und brach in stürmische Rufe: „Es lebe der Führer!", „Es lebe Deutschland!" aus.
Die beiden Völker, so fuhr Mussolini fort, führten einen einzigen Krieg und würden auch nach dem Siege unbedingt weiter kameradschaftlich zusammenmarschieren.
Hinsichtlich Japans unterstrich der Duce die von Matsuoka abgegebenen Erklärungen, daß Japan einem Angriff der Vereinigten Staaten gegen die Achse nicht gleichgültig zusehen würde, zumal Japan wisse, daß auch sein Schicksal auf dem Spiel stehe. Zu Spanien erklärte der Duce, es müsse selbst in voller Freiheit die Entscheidung treffen. Das falangistische Spanien wisie, wo seine Feinde und seine bewährten Freunde stünden.
hinsichtlich der USA. betonte Mussolini, auch eine volle Intervention würde heute verspätet kommen und könnte Großbritannien nicht mehr den Sieg sichern.
Zum Schluß wies der Duce unter stürmischem Befall auf die granitene innere Geschlossenheit und Festigkeit des italienischen Volkes hin.
England könne diesen Krieg nicht gewinnen, weil es alle Positionen in Europa verloren habe.
Positionen, die auch durch die Vereinigten Staaten nicht ersetzt werden könnten. In diesem Kampfe zwischen dem Golde unb dem Blut weiDe das Blut siegen.
Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitAsdruckerei 8. Lange
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Jahrhunderte alte Gegner
England und Frankreich im Laufe der Geschichte.
Von Major a. D. von Keiser.
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Luftwaffe versenkte erneut zwei Frachtschiffe mit zusammen 10000 VRT.
Oer Feind verlor zehn Flugzeuge.
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„England kann diesen Krieg nicht gewinnen."
Die Erklärungen Mussolinis vor der faschistischen Kammer.
'N Prozesses aber stand, da das englische Königs- s Ansprüche auf die französische Königskrone >b, der mehr als hundertjährige Krieg zwischen and und Frankreich von 1339 bis 1453, der ftte der ganzen Weltgeschichte, in dessen Verlauf n/kreichs Nationalheilige, die Jungfrau von Or- s, von den Engländern in Rouen als Ketzerin rannt wurde. Nach vielen blutigen Schlachten, Ebenen anfänglich Frankreich mehrfach vernich- gefchlagen wurde, und nach einem Zwischeniriden von kurzer Dauer, in dem Frankreich Ca- » und den ganzen Südwesten des Landes bis nDlich an die Loire an England abtrat, mußte snsts schließlich alle seine Eroberungen bis auf Ea- roieber an Frankreich herausgeben. Dieser eng- iliiife Brückenkopf auf französischeyi Boden blieb
; rund hundert Jahre in britischem Besitz, wurde - 1558 von den Franzosen mrückerobert.
H Jahre später, im pfälzischen Erbschaftskriege, jlaiden die beiden Westmächte sich wiederum im Ihipfe gegenüber. Französische Truppen landeten Mibergebenö in Irland, und 1692 wurde die sran- Mche Flotte von den Engländern und Hvllän- m bei Cap La Hogue geschlagen. Auch im spani- Idet Erbfolgekriege zu Beginn des 18. Jahrhun- kris standen England und Frankreich in feindlichen 3ce?rn, die Franzosen wurden von dem englischen Zl!Herrn Malborough im Verein mit dem Prin- |n Eugen mehrfach geschagen, zuletzt bei Malpla- pd Im Friedensschluß mußte Ludwig XIV. an Wand Frankreichs überseeische Besitzungen Neu- iiiianb, Neuschottland und die Hudsonbai ab-
R o m, 10. Juni. (DNB.) Das verbündete Italien blickt am heutigen Tage auf ein Jahr Krieg, zurück. Im Mittelpunkt der Ereignisse dieses Tages stand die heutige außerordentliche Sitzung der faschistischen und korporativen Kammer mit einer Rede des Duce. Die Sitzung gestaltete sich ' zu einer einzigartigen gewaltigen Kundgebung der bedingungslosen Treue und Gefolgschaft des ganzen italienischen Volkes für den Duce.
Als gleich zu Beginn Kammerpräsident Justi.z- minister Grandi die Gesetzesdekrete über die Eingliederung ber Provinz ßaib ach und Dalmatiens der Kammer vorlegte und diese durch Akklamation angenommen wurden, brach ein Beifallssturm aus. Mitten in diesen tosenden Beifall rief Präsident Grandi „Evviva il Duce!", worauf die Nationalräte, die sämtlich in der faschistischen Parteiuniform erschienen waren, sich von ihren Sitzen erhoben und minutenlang den Duce feierten. Von allen Bänken und Tribünen um- braufte den Duce tosender Beifall.
Der Duce
gab zu Beginn seiner Rede zunächst eine zusam- menfassende Darstellung des italienisch-griechischen Feldzuges unter besonders eingehender Schilderung der Operationen bis zum Zusammenbruch des griechischen Heeres. Mit stärkster Betonung und unter stürmischem Beifall erklärte der Duce, daß das von den Engländern mit allen modernsten Waffen ausgerüstete griechische Heer ohne die englische Hilfe sich nicht hätte halten können. Während die italienischen Truppen sich vorbereiteten, das griechische Heer zu vernichten, zeigte Jugoslawien sein wahres Gesicht.
Nach einem kurzen Ueberblick über die gemeinsamen Operationen der Achsenmächte auf dem Balkan, die zum Rückzüge Englands aus Griechenland und damit zur völligen Ausschaltung Englands aus Griechenland und auf dem europäischen Kontinent geführt hätten, betonte der Duce, daß
die Ausschaltung Englands eine tiefgehende Veränderung der politischen Karte dieses Teiles Europas
hervorgerufen habe. Nach einem Hinweis auf die Gebietsänderungen, die Bulgarien, Albanien, Ungarn und Deutschland und Italien betreffen, unterstrich der Duce die besondere Bedeutung des neu- geschaffenen kroatischen Staates.
Nach einer eingehenden sachlichen Würdigung der Leistungen der italienischen Truppen in Ost- a f r i C a , die, wie der Duce betonte, unter dem Befehl des Herzogs von Aosta ein Ruhmesblatt in die Geschichte des italienischen Heeres geschrieben haben und auch noch bis zum äußersten weiter-
Tagesbefehl General Garibaldis.
Rom, 11. Juni. (DNB. Funkspruch.) Zum Jahrestag des Kriegseintritts Italiens richtete der Ober» befehlshaber der italienischen Streitkräfte in Nordafrika, General Gariboldi, an die ihm unterstellten Truppen folgenden Tagesbefehl:
„Nach einem Kriegsjahr habt ihr den Fuß w i e- der in Feindesland gefetzt. Ihr seid bereit und sehnt euch nach neuen Taten. Ich weiß, daß ich auf euch zählen kann zum Ruhm des Vaterlandes. Wir verneigen uns vor unseren tapferen Gefallenen und versprechen sie zu rächen".
Der italienische Bericht.
Rom, 10. Juni. (DNB.) Der italienische Wehr» Machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:
Im zentralen Mittelmeer haben unsere Flugzeuge s ü d w e st l i ch von Malta im Kamps mit feindlichen Jagdflugzeugen einen feindlichen Jäger abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt.
In N o r d a f r i k a sind an der Tobruk- Front kleine Ausfalloersuche des Feindes prompt zurückgeschlagen worden. Unsere Artillerie hat Batterien und Munitionsdepots von Tobruk mit sichtlicher Wirkung beschossen. Italienische und deutsche Luftverbände haben Luftabwehr und Verteidigungsstellungen im Abschnitt von Tobruk und bei Marsa Matruk angegriffen. In Tobruk wurden Schäden und Brände verursacht. Zwei Hurricane wurden von deutschen Jägern abgeschossen.
In der Nacht zum 9. Juni hat der Feind einen neuerlichen Einflug auf Tripolis und Bengasi unternommen.
In Oftafrita gehen im Gebiet von Galla und Sidarno unter Kämpfen die durch das schlechte Wetter behinderten Bewegungen der eigenen und feindlichen Kolonnen weiter. Im Gebiet von G o n d a r hat der Feind die Befestigungsanlagen von Debra Tabor bombardiert und mit MG.-Feuer belegt sowie seine Aufforderung zur lieb er gäbe erneuert, die unsere Besatzung abgelehnt hat.
Unsere U-Boote haben im Atlantik einen großen feindlichen Geleitzug angegriffen und neun Dampfer mit insgesamt 63 000 BRT. versenkt.
Goldene Medaille
dem Herzog von Aosta verliehen.
Rom, 10. Juni. Die Goldene Medaille, Italiens höchste Kriegsauszeichnung, wurde vom Duce dem Herzog von Aosta für die heldenhafte Verteidigung von Abessinien verliehen.
Beilagen:
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'Der brutale Einfall Englands in das französische Arndatsgebiet Syrien und die dadurch hervorge- niene Verschärfung der Beziehungen Mischen Eng- lirb und Frankreich, das von England nicht nur iiulos im Stich gelassen, sondern auch rücksichts- Id! ausgeplündert und in feinem Besitzstand ge- schvächt wurde, erinnern die Welt daran, daß Eng- lstd und Frankreich schon Jahrhunderte alte Geg- r-y gewesen sind und daß England noch nie all- Miel für Frankreich übrig gehabt hat, sondern nur sii undschastsgefühle betonte und für die Entente cadiale eintrat, solange es das englische Interesse
lassung des burischen Verräters und jetzigen Ministerpräsidenten von Südafrika, S rn u t s, in die Pariser Friedensverträge und demgemäß auch in die Völkerbundssatzung ausgenommen wurde. Der Einfall in Syrien durch die Briten ist nun nicht nur ein direkter Bruch des Manbatssystems, sondern unterläge auch — woran hier erinnert sei — der nach der Völkerbundssatzung vorzunehmenden Prozedur, d. h. es müßte sich der Völkerbund irgendwo in Kanada mit dieser Angelegenheit befassen, er müßte seststellen, ob, wie Marschall P 61ain sehr richtig sagt, ein unqualifizierter, nicht herausgeforderter Angriff, auf gut Deutsch: ein ruchloser U eher fall, stattgefunden hat, ob die Einwände der Briten, Deutsche hätten sich a n» ge blich in Syrien befunden, stichhaltig sind, oder ob der Vichy-Regierung, die solche englischen Propagandalügen glatt als solche bezeichnet, mehr zu glauben sei. Dann würde nach der Völkerbundssatzung die Prozedur weitergehen. Wenn Frankreich mit seinem Mandatssystem nach den Völkerbundssatzungen gehandelt hat, dann ist England schuldig, und es muß dann, eben auf Grund dieser Satzungen, nicht nur vom Völkerbund mit wirtschaftlichen Sanktionen bedacht werden, sondern dieser Vökerbund muß auch seine Mitglieder aufbieten, um den Friedensbrecher England militärisch au bekämpfen. Im Syrien-Fall müßten die Völkerbundsgelehrten noch mehr auf ihrem Schein bestehen, als im Falle des italienisch-abessinischen Konfliktes, ber schließlich an der Peripherie ber ganzen Völkerbund serörterungen lag, während jetzt zwei sog. Schutzmächte der Liga ber Nationen, England und Frankreich, sich über eine von ihr geschaffene Einrichtung, über bas Mandatssystem und seine Bedrohung, in die Haare geraten sind. Es ist kein Zweifel, daß die Liga ber Nationen auf Grund ihrer Satzungen England in Verruf erklären und ihre.Mitglieder auffordern mühte, solidarisch den Friedensbrecher England zu bekämpfen und niederzuzwingen.
Aber Kanada ist weit, und die Liga der Nationen, die ehedem ein Machtinstrument zur Durchsetzung der Pariser Unfriet)ensoerfrüge und deren Aufrechterhaltung war und von Frankreich und England dazu benutzt wurde, ift heute praktisch tot und vegetiert irgendwo im Dunkel der englischen Kolonien. Trotzdem behält die vorstehende lieber» leguirog, daß England einen klaren R e chts-
... PI- Jahrgang HrJ36
Erscheint täglich, außer ö btt I Eonntags und feiertags
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agnchl Hoch nicht ein halbes Jahrhundert später, wäh- e-i des Siebenjährigen Krieges, bekämpften sich “ Enc änber unb Franzosen schon roieber, zu Lande nimerifa und Deutschland, zur See in allen üßelb r.ltr Die Engländer errangen vorwiegend dank »er Siege fremder, meist deutscher Soldaten fast ite:aü das Uebergewicht, und Frankreich muhte m Friedensschluß Kanada, außerdem Besitzungen n ‘ Ostindien und am Senegal an England abtre- ni. Nach kurzer Friedenspause, im nordamerikani- fyr Freiheitskriege, kämpften die Franzosen auf xiim Amerikas gegen England. Lasayette errang zusammen mit Washington den Endsieg über kls and bei Yorktown, während in Europa Fran- o: und Spanier vergeblich versuchten, Gibraltar Hi oer britischen Fremdherrschaft zu befreien. 1783 n Frieden zu Versailles mußte das geschlagene Eiglanb an Frankreich Tabago in Westindien ab= ritm und ihm das Senegalgebiet wieder zurück- Ocn.
8:ch diesmal dauerte der Friede zwischen Fronk- '«h unb England nur eineinhalb Jahrzehnte: Na- )de:n Bonaparte unternimmt als Feldherr ber ' Musischen Republik 1798 seinen berühmten Zug ' hüh Aegypten, erobert Alexandria und Kairo, fran- iÄpje Truppen bringen bis nach Oberägypten vor. ! 'n er Seeschlacht von Abukir wird aber die fran- .Pfoe Flotte von den En-g-ländern fast vernichtet, ' 86 Frankreich muß Aegypten dem englischen Ein- ■ preisgeben. In den unmittelbar folgenben • toll honst rie gen kämpfen En-gl and unb Frankreich i wechselnden. Erfolgen gegeneinander, bis schließ- Ü0L8O5 der britische Admiral Nelson über bie ! riivsische und spanische Flotte bei Trafalgar ' 's: vollen Sieg erringt. Ein Jahr darauf macht •torkon mit seiner Kontinentalsperre gegen Eng- den großzügigen Versuch, Europa von ber 1 vll'chen und wirtschaftlichen Bevormundung Eng- .lyü- zu befreien. Insoweit kann man den großen •‘kn.n als einen Vorläufer der heutigen geschicht- ptyr Entwicklung bezeichnen, die wiederum zum f Icunp'fe ganz Europas gegen die brittfche Dittatur- |We geführt hat. In dem sechsjährigen Kriege 4* v * ^cpdeons gegen Spanien und Portugal 1808 bis U fir- M greift England wiederum sehr wirksam m £ u ^ampf gegen Frankreich ein. Von Spanien au- )ringt dann im Laufe her Kämpfe von 1813 Bü Kto 1815 Wellington in Süd frankreich ein und be- 0 fite bie Franzosen bei Toulouse. Bei Belle-Alliance (»ci den Engländern Waterloo genannt) weicht 3M-igtons Heer bereits vor den Franzosen zurück, a»lsÄücher mit den Preußen ihm zu Hilfe kommt ‘.lapoleon entscheidend schlägt.
i jat das ganze 19. Jahrhundert hindurch herrschte öinn Friede zwischen den beiden Erbfeinden dies- ßft: _rnd jenseits des Kanals. 1870/71 stand aber llsmlcvd, obwohl nicht in den Kampf eingreifend, usgesprochen wohlwollender Neutralität hinter T^evschland, und englische Staatsmänner haben da- ^^5 bie Rückgabe Elsaß-Lothringens an Deutschland 3i5 einen Akt selbstverständlicher Gerechtigkeit Wc»net. 1898, als England dem französischen Ver- llxs zwischen feinem westafrikanischen Kolonialreich Dschibuti am Roten Meer eine Verbindung zu Klwr.n, bei Faschoda schroff entgegentrat und es a$I iie Frage „Krieg ober Frieben" stellte, wäre ^Uouahe zu einem erneuten französisch-engttschen gekommen. Schließlich aber steckte die fran-
oer'angte.
Ä krst um die Mitte des 13. Jahrhunderts fliegen iS lokftnm Frankreich und bald darauf auch England
Siebener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen "Zäx*


