Ausgabe 
11.4.1941
 
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Aus der Stadt Gießen

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I das Junge. Ich merk's ja selber auf Schritt und1 ihm an, daß sein Mißtrauen noch längst nicht ge<-' chen Situationen. Er ist so eisig höflich, daß er

I Tritt. Er möchte am liebsten, daß alles so bleibt, schwanden war, sein Verdacht nicht beseitigt, aber einen geradezu wegfriert. Da ist kein Ankommen,

wie es vor zwanzig oder dreißig Jahren gewesen er machte schließlich eine verdrossene Handbewegung Immerhin, wenn Sie's versuchen wollen...?"

I ist. Er liebt keine neuen Ideen, er will nichts wissen und schwieg. Langsam ging er hinunter zum Wasser, Peter wendete sich an Charlotte:Was meinen

zündete sich eine Zigarette an und dachte nach.

(Nachdruck verboten >

37. Fortsetzung

kommt das Geld, der größte Teil des Geldes we-

war genau der gleichen Meinung.

sich seiner besseren Einsicht fügten." IUnd dann," fuhr Gert fort,wie soll er denn sein Bewenden haben soll. Es kam ja nicht allein

Sann gibt es nur eine Erklärung: er weiß, wer erfahren haben, daß es sich um Ihre Entwürfe auf die Preiszuteilung an! Die war mir wichtig.

der Mann ist, der die Pläne unter dem Stichwort

merkt..

.Nein!" rief Charlotte erbittert.Nein, niemals!

Gert blickte fragend auf Charlotte, aber sie be­

er versteht Sie nicht, Sie sind ihm fremd, und des-

(Fvrtfetzung folgt.)

nicht, Peter! Man muß ihm Gerechtigkeit wider­fahren lassen. Die Grundsätze, die er aufgestellt hat, gelten nicht nur für uns gewöhliche Sterbliche,

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hatte in ihm und tatfrohen

merkte es nicht, sondern sah schweigend zu Boden. Als sie einmal den Kopf hob, warf sie Peter einen Blick heißen Dankes zu. Und dies war für Gert entscheidend.

Er seufzte ein wenig.Meinetwegen! Es ist zwar möglich, daß ich in Deubels Küche komme, wenn ich Sie mit angeschleppt bringe, aber wir werden uns

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im Oktober 1934 seine Ernennung vorfitzenden des Vereins.

Das Musikleben in unserer Stadt

Die beiden Geschwister sahen ihm voller Mitge­fühl nach, wechselten dann fragende Blicke. Gert zuckte stumm die Achseln und machte eine Handbe­wegung, die bedeutete: Ihr müßt euch abfinden. Ich weiß keinen Rat!

Nach einer Weile drehte sich Peter wieder um.

mich nicht länger aufhalten. Ich habe mich mit einer Schwindelei gedrückt, und niemand weiß, daß ich nach Berlin gefahren bin. Morgen früh muß ich wieder an der Arbeit sein."

Peter kam langsam auf ihn zu.Wäre es Ihnen recht, wenn ich mitfäme?"

2)iev Frage kam so unerwartet, daß Gert zurück- fuhr.Sie wollen mit...? Nach Oschnitz? Was haben Sie vor?"

Ich möchte Ihren Vater kennenlernen. Ich möchte mir selbst ein Urtet! bilden. Haben Sie keine Sorge, daß ich etwa Lärm schlagen oder das ver­kannte Genie spielen will. Ganz genau weiß ich selber noch nicht, was ich eigentlich vorhabe. Das

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nigftens, und deshalb haben alle so getan, als ob sie sich seiner besseren Einsicht fügten."

in Darmstadt ____ _______ M.

anschließend im Oktober 1894 in Gießen für Ge­burtshilfe und Gynäkologie. Gleichzeitig war er als Hebammen-Lehrer an der Hebammen-Lehranstalt in der hiesigen Universitäts-Frauenklinik tätig. 1899 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Gießen ernannt, von 1900 ab versah er eine etatmäßige Stelle als außerordentlicher Pro­fessor seines Fachgebiets, daneben war er weiter­hin Hebammen-Lehrer an der Hebammen-Lehr- anstalt und Mitglied der ärztlichen Prüfungskom-

von besonderen Einfällen. Und dieses Neue hat er bei Ihnen herausgefühlt. Daher fein Widerspruch." Peter schüttelte den Kopf.Glaub' ich nicht! Was

j müssen die Umstände ergeben. Ader so geht es nicht!"

W a s geht so nicht?"

Daß es mit der Ablehnung Ihres Vaters nun

Sie zu meinem Plan?"

Sie überlegte sekundenlang.Fahren Sie, Peter! Ich erhoffe mir zwar auch nicht viel; aber ich glaube auch nicht, daß noch etwas zu verderben ist. Also

Mission. Im Weltkriege leitete er von August 1914 bis März 1919 als Chefarzt ein Reserve-Lazarett in Gießen. Auf feinen Wunsch trat er am 1. April 1933 als außerordentlicher Professor an der Uni­versität Gießen in den Ruhestand.

Um die gründliche Ausbildung der Hebammen in der Hebammen-Lehranstalt, die nach Walthers liebertritt in den Ruhestand nach Mainz verlegt wurde, hat sich der Jubilar in langjähriger Arbeit große Verdienste erworben. Neben der praktischen Ausbildung der Hebammen ließ er ihnen durch seinenLeitfaden zur Pflege der Wöchnerinnen und Neugeborenen", der nach der deutschen Aus­gabe in russischer, bulgarischer und japanischer Übersetzung erschien, auch starke theoretische För­derung zuteil werden. In der gleichen Weise nütz­lich wirkten der von ihm herausgegebeneLeit­faden der praktischen Geburtshilfe" und seine um­fangreiche schriftstellerische Tätigkeit in Fachzeit­schriften. Seine Verdienste um die Ausbildung der Hebammen in Hessen wurden im Jahre 1912 durch die Verleihung des TitelsMedizinalrat" besonders anerkannt. 1933 ernannte ihn dieVereinigung zur

Hals- und Beinbruch! Und glückliche Fahrt!" i Am späten Nachmittag fuhren die beiden nach

Oschnitz ab. »

gen Einkäufen mit Jockele nach Hause zurückkam, stand Hanne vor dem Hoftor und hielt nach ihr Ausschau. Das war etwas Ungewöhnliches, dcnn sie wußte, daß er viel zu tun hatte und mit jeder Minute geizte. Er machte ein beunruhigtes Gesicht,

als er sie kommen sah und ihr langsam entgegen- $ ,Jöas gibt's denn?" fragte sie.Etwa schon Nach' richt von' Gert oder Peter?"

Er schüttelte den Kopf, warf einen kurzen Blick auf Jockele, der an ihm hochzuklettern versucht, und sagte halblaut:Die Mutter von Jockele ist da..." .

Charlotte erblaßte und streckte unwillkürlich ott Hände nach dem Jungen aus, um ihn an sich P1 ziehen und festzuhalten. Ihre Lippen zitterten. Sie konnte nichts fragen und nichts antworten. Ihr er* fter Gedanke war, sich und Jockele in Sicherheit ZU bringen. Hanne Jjielt sie am Arm fest.

Sie ist vor einer halben Stunde gekommen und hat nach dem Jungen gefragt."

Was will sie?"

Ich gebe ihn nicht her!"

Aber sie will chn haben!"

Sie schwieg verzweifelt.

Auch Hanne sah ratlos zwischen chr und Jockele hin und her.

Endlich fragte Charlotte:Wie hat sie mich Über» hauvt gefunden?"

Sie kannte Ihren Namen und hat sich bei der Polizei erkundigt."

Und erst jetzt ist ihr eingefallen, daß sie sich

Kleine politische Nachrichten.

In Oberursel sprach auf Einladung der NS.- GemeinfchaftKraft durch Freude" der aus Ober­ursel stammende Ritterkreuzträger Kapitänleutnant Bartels auf einem Dorttagsabend, bei dem vor­wiegend Arbeiter aus Rüftungsbetrieden zugegen waren.

Am 10. April 1941 begeht Generaladmiral Saal­wächter sein 40jähriges Dienstjubiläum als Sol­dat. Als Oberbefehlshaber eines Marinegruppen-- kommandos ist er einer der höchsten Führer im Seekrieg gegen England. *

Auf den deutschen Soldatenfriedhöfen Norwegens fanden am Jahrestag des Beginnes des Norwegen- feldzuges würdige Gedächtnisfeiern statt. In Oslo legten Reichskommissar. Terboven und der Wehrmachtsbefehlshaber Norwegens, General­oberst von Falkenhorst, Kränze auf dem Hel­denfriedhof auf dem Eckeberg nieder.

spreche."

,Hch nehme es Ihnen nicht krumm! Aber Sie irren sich! Solche kleinlichen Gefühle widersprechen feinem Charakter. Er tut dergleichen nicht. Das ist

So feien Sie doch ruhig, Peter!" beschwichtigte ihn Charlotte.Es hängt doch nicht chr Leben daran!"

Nein, aber das Ihre!"

Ach, was kommt es denn auf mich an?"

Er wollte eine heftig widersprechende Antwort geben, schwieg aber und nickte nur Gert zu mit der Aufforderung, weiterzusprechen.

An sich wäre es ja gar nicht verwunderlich," be­merkte Gert,wenn er Ihre Gedanken und Pläne

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Verdunkelungszeil

11. April von 20.13* bis 6.35 Uhr.

DemSecolo" wird aus Bissau (Portugiesisch- Guinea) gemeldet, daß dort ein Rettungsboot mit 18 Schiffbrüchigen des im Atlantik torpedierten eng­lischen DampfersDian Ogilvy" (5802 BRT.) ein­traf.

Das 9. portugiesische Infanterie-^Bataillvn, das am vergangenen Samstag an Bord des Dampfers Mousinho" eingeschifft wurde, um die Besatzung der Azoren zu verstärken, ist in Pvnta Del- gada eingetroffen. Die Bevölkerung bereitete den Soldaten einen herzlichen Empfang.

J Beamte in m

.Wann fahren Sie zurück, Gert?" *

.Noch heute nacht. Nein, nein, diesmal könnt ihr' Als Charlotte am anderen Vormittag von envi»

chr Kind kümmern muß?"

schon irgendwie aus der Schlinge ziehen. Wir kön- Hannne sagte halblaut und in fast entschuldigen« nen uns das ja noch unterwegs überlegen. Ich weiß dem Ton:Sie hat mir eine lange Geschichte et«

nicht verstehen kann. Die Geschmäcker sind eben ver­schieden. Sie hätten dann eben Pech gehabt Aber ..."

Nun, was denn?" drängte Peter.Aber..." Tja, die Form, wissen Sie, das ganze Drum und Dran, w i e er Ihre Ablehnunng durchgesetzt hat, das war auffallend. Sonst sagte er eben ,nein, ,

und damit basta. Aber nach allem, was ich von Pi- i für mich so sicher wie das Amen in der Kirche, storius gehört habe, ist er diesmal gewaltig ins Eher gehe ich Pferde stehlen, als daß der alte Herr Zeug gegangen, vielleicht auch, weil ihm wider- , jemandem von hinten eins auswischt. Wo er eine sprachen wurde, und schließlich haben sich ihm die Leistung anerkennt, läßt er sie gelten, und wenn es anderen eben gebeugt rote immer. Von ihm sich um seinen Todfeind handelt."

Charlotte nickte mehrmals zur Bekräftigung. Sie

allezeit einen warmherzigen Freund Förderer. Auch als Musiker, der Violine und Bra­tsche im Orchester und namentlich in Kammermusik

von Ihnen?"

Bestimmt nicht! Dessen bin ich ganz sicher! Ich wußte doch, worauf es ankam, und lieber hätte ich mir die Zunge abgebiffen, als daß ich aus der Schule geplaudert hätte. Ihren Namen mußte ich ja erwähnen. Das war nicht zu vermeiden, aber ich habe ihm mit keiner kleinsten Andeutung verraten, , .. ..

daß Sie Architekt feien, und noch weniger, daß Sie sondern auch für ihn selber. Würde er jemals einen sich an dem Ausschreiben beteiligen wollen. Er kann! von uns auf solchen Schleichwegen ertappen, er ' ' '1 ' ' würde ihn auf Lebenszeit verbannen, und genau

»Jockele* eingereicht hat", behauptete Peter.

Er weiß nicht!" widersprach Gert fest überzeugt.

W i e soll er denn dahintergekommen fein?"

Vielleicht durch eine unvorsichtige Bemerkung,

Im Vorprogramm sieht man die hier schon be­sprochene neue Wochenschau und einen Kulturfilm Leben der Lotsen auf einer kleinen Ostseeinsel.

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Roman von Wo Renfelöt.

Nein!" unterbrach ihn Gert.Auf keinen Fall! auch Ldlott mit im Spiel. Und auf sie kommt es an. Das entspricht ihm noch viel weniger. Er geht im- Ich gebe das Rennen noch nicht auf. Wenn Sie mer und stets und unbedingt den geraden Weg! mich nicht mitnehmen wollen, Gert, komme ich Jh- Ausspionieren, sich mit jemand zu heimtückischen nen mit der Bahn nach." Zwecken verbünden unmöglich. Sie kennen chn m1 1-----k '

Hans Thyriot. -

Neue Tarifordnungen im Wirtschaftsgebiet Hessen.

NSG. Der Reichstreuhänder der Arbeit hat durch zwei Tarifordnungen die Löhne der in Naturstein­betrieben beschäftigten Gefolgschaftsmitglieder (Na- turroerksteinbetrieb'e, Pflasterstein- und Schotter­werke) für das Wirtschaftsgebiet Hessen neu geord­net. Die Gefolgschaftsmitglieder werden, je nach der Wertung ihrer Tätigkeit, in 6 Lohngruppen aufge­teilt. Die in den Tarifordnungen feftgelegten ©tun« denlöhne sind in Anlehnung an die im Wirtschafts­gebiet Hessen zur Zeit geltenden Löhne gefunden worden. Bemerkenswert ist, daß nunmehr auch in diesen Tarifen nur 4 bzw. 3 Ortsklassen aufgeführt sind, was gegenüber der bisherigen Regelung eine wesentliche Vereinfachung darstellt. Die Tariford­nungen find im Reichsarbeitsblatt Nr. 8 und in den Amtlichen Mitteilungen des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen vom 10. April 1941 veröffentlicht.

Außerdem hat der Reichstreuhänder der Arbeit

Förderung des Hebammenwesens" zu ihrem Ehren­mitglied, der Hessische Hebammenverein beschloß ~~ . ~ zum Ehren-

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ist denn schon neu an meinen Vorschlägen? Gar , nichts! Ich will keine Wohnkästen bauen, sondern Heimstätten, die in das Gesicht der Landschaft passen. Ich will keine Siedlung hinstellen, die geometrisch gegliedert ist, sondern aufgelockert, wie es zu Ihren Rabitsch-Bergen paßt. Die Landschaft soll ihr Ge­sicht behalten. Das kann man nicht alt und nicht neu nennen, und schon längst nicht verstiegen mo­dern. Nein, nein, Gert! Es steckt etwas anderes da-

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ausgezeichnet spielt, hat er sich bei zahlreichen mu­sikalischen Veranstaltungen um deren Gelingen ver­dient gemacht. Er ist ein guter Kener der Quartett- Literatur der Klassik und der Moderne und ein warmherziger Freund der Werke von Brahms und von Reger, für die er sich in unserer Stadt erfolg­reich einsetzte. Mit Max Reger war er in enger Freundschaft verbunden. In dankbarer Würdigung seines eifrigen Eintretens für Regers Schaffen er­folgte die Ernennung Professor Walthers zum Mit­glied des engeren Ausschusses der Max-Reger-Ge- sellschaft. Im Gießener Konzertverein und im Aka­demischen Gesangverein hat sich der Jubilar an einflußreicher Stelle in hohem Maße für die ide­ellen Ziele dieser beiden Vereine unermüdlich be­tätigt und ihnen und damit zugleich dem Gießener Musikleben unvergeßliche Dienste geleistet. Noch

Professor Or. Walther 75 Jahre alt.

Der in Gießen und weit darüber hinaus bekannte Frauenarzt und frühere außerordentliche Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Univer­sität Gießen, Medizinalrat Professor Dr. Heinrich Walther, kann am morgigen Samstag, 12. April in bester Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Neben seiner Berufsarbeit hat auch seine tatkräftige Förderung des Musiklebens in unserer Stadt wesentlich dazu beigetragen, daß dem Jubilar in weiten Bevölkerungskreisen große Wertschätzung dargebracht wird.

heute läßt der Fünfundsiebzigjährige allen Bestre­bungen zur Förderung des Musiklebens tn unserer Stadt seine rege Förderung zuteil werden.

Dem Jubilar wird an seinem morgigen 75. Ge­burtstage das herzliche Gedenken weiter Bevölke- rungstreife in Stadt und Land gelten mit dem Wunsche, daß ihm noch ein langer und schöner Lebensabend beschieden sein möge.

Lornoiizen.

Tageskalender für Freitag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Spähtrupp Hallgar­ten". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Sunde der Rogelia Sanchez".

Ortszeit für den 12. April.

Sonnenaufgang 6.36 Uhr, Sonnenuntergang 20.17 Uhr. Monduntergang 7.05 Uhr, Mondaufgang 21.07 Uhr. Mond in Erdnähe.

Lichtspielhaus:

,0te Sünde der Noqelia Sanchez«.

Ein Roman des 1938 verstorbenen Spaniers Ar­mando Palacio Valdes lieferte den Stoff für eine italienisch-spanische Gemeinschaftsproduktion, die in italienischen Ateliers unter italienischer Regie mit spanischen Hauptdarstellern gedreht wurde. Mario S o l d a 11, Alberto Moravia und Roberto de Ribon schrieben das Drehbuch. Es handelt sich um das Schicksal einer jungen asturischen Frau namens Rogelia, deren Sünde darin besteht, daß sie ihren Mann verläßt und damit die Heiligkeit der Ehe verletzt. Der Mann, in einem Bergwerk beschäf­tigt, ist ein Säufer und Raufbold, der mit seiner Gewalttätigkeit das ganze Dors tyrannisiert. Die junge Frau verliebt sich in den Arzt, der ihren durch einen Messerstich verletzten Mann behandelt hat, und folgt ihm in ein neues Leben. Aber obwohl sie ein Kind miteinander haben, können sie nicht hei­raten; das Verhältnis der beiden kompliziert und erschwert sich so, daß die Frau eines Tages den Geliebten und ihre kleine Tochter verläßt, um zu ihrem Mann zurückzukehren und ihm, der als Steäf» ling für einen aus Eifersucht auf den Arzt verübten Mordanfall büßt, das Leben zu erleichtern. (Die Zustände in der Sträflingskolonie find, nebenbei be­merkt, für unsere Begriffe einigermaßen verblüf­fend.) Der Sttäfling, der sich mittlerweile seinerseits gewandelt hat, kommt bei dem Versuch, einen Un­fall zu verhüten, ums Leben. Dadurch wird die Frau endgültig erlöst; sie kann zu dem geliebten Arzt und^ihrem Kinde zurückkehren und bei ihnen ihr Glück finden. Die Handlung wirkt für unsere Vorstellungen etwas antiquiert, was überdies durch die an amerikanische Vorbilder erinnernde Dialog­führung noch untersttichen wird; technisch läßt die Synchronisierung nichts zu wünschen übrig. Unter der Regie von Carlo B o r g h e s i o erscheinen in den Hauptrollen Germana Montero (Rogelia), Juan de Landa und Rafael Rivelles.

In Berlin wurde eine Internationale Rechtskammer" gegründet, in der die Juristen- oerbände der den Achsenmächten befreundeten Nationen vertreten sind. Der Leiter des 516.= Rechtswahrerbundes, Reichsleiter Generalgouver­neur Dr. Frank, hat das ihm angettagene Prä­sidium dieser Institution angenommen.

Reichsntinister Dr. Goebbels hat als Präsident der Reichskulturkammer den Bildhauer Professor Arno Breker und den Architekten Professor Leonhard Gall zu Vizepräsidenten der Reichs- fammer der Bildenden Künste ernannt.

*

Die Gründung der Reichsuniversität Posen wird am 20. April vollzogen werden. Die Gründungsfeier selbst wird erst am 27. April in Po­sen stattfinden. Reichsminister Rust wird sprechen.

Die 65. Tagung der Deutschen Gesell­schaft für Chirurgie, die für den 16. bis 19. April 1941 nach Berlin einberufen worden war, wird auf unbestimmte Zett verschoben.

Zwischen dem dänischen Mnister für öffentliche Arbeiten Gunnar Larsen und Staatssekretär Klein- mann ist zur Durchführung einer neuen Eisenbahn- und Autobahnverbindung zwischen Deutschland und Dänemark über LübeckFehmarnBeltLaaland Kopenhagen ein Abkommen unterzeichnet worden.

Die dritte deutsch-japanische Akademi­kertagung in Hochsoelden im Oetztal wurde mit einer feierlichen Kundgebung in Anwesenheit des Gauleiters Reichsstatthalters Hofer, des japanischen Gesandten Sakuma und des Präsidenten der Deutsch- Japanischen Gesellschaft, Admiral Förster, beendet.

Aus Nassau (Bahamas) meldetExchange Tele­graph", daß die Jacht des Herzogpaares von Windsor auf der Hohe der Insel Eleutera gesunken ist. Das Herzogspaar wurde geret­tet. Ein Kreuzer und mehrere Flugzeuge wurden zu der Unfallftelle entsandt. Die Jacht wurde ge­hoben und ist nach Nassau unterwegs.

Am 10. April ist in Moskau ein Abkommen ab­geschlossen worden, das den Waren - und Zah­lungsverkehr zwischen Norwegen und der UdSSR, regelt. Die Verhandlungen hierüber sind auf deutscher Seite von Botschaftsrat Hilger, kommissarischen Staatsrat Johannessen und anderen norwegischen Sachverständigen, auf sowjetischer Seite von dem stellvertretenden Volkskommissar für den Außenhandel der UdSSR., Stepanow, geführt worden.

handelt?" Das streite ich nicht ab. Ich wäre sehr glücklich ge-

Oh, ich kann mir vorstellen, daß er mich aus- wesen, wenn man mir den Auftrag gegeben hätte.

spionieren ließ, ohne daß ich etwas davon ge» Aber es werden sich auch noch andere Gelegenheiten

I finden, zu zeigen, daß ich was kann. Hier aber war iDen Jungen haben!

- -- -------A -- - - I Nein!" rief Cbarlott

eine neue Tarifordnung für die Konditoreien int Wirtschaftsgebiet Hessen erlassen. Hierdurch erfährt erstmals das Konditorhandwerk eine einheitliche tarifliche Regelung. Die Entlohnung erfolgt für die vorwiegend im Handwerk beschäftigten Gefola- schaftsmitalieder in Anlehnung an den Bäckereitarif, für die überwiegend in der Bedienung tätigen Ge­folgschaftsmitglieder unter Berücksichtigung der Ta, rifordnung für das Gaststättengewerbe. Je nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit beträgt, ber Urlaub 6 bis 14 Arbeitstage. Die Tarifordnung regelt fer­ner besonders eingehende Fragen des Arbeitszeit- rechtes für Konditoreien, die Weiterzahlung des Lohnes bei Arbeitsverhinderung und Krankheit, so­wie der Einführung einer Lohnbeihilfe beim Tods eines Gefolgschastsmitgliedes.

Neue Nichiiinien für Housaehilfinnen.

NSG. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hat in seinen Amtlichen Mitteilungen vom 25. März 1941 die von ihm neu bearbeiteten Richtlinien für die Arbeitsverhältnifse der in Privathaushalten als Hausgehilfinnen und Hausangestellte beschäftigten Volksgenossen vom 15.2.1941 zum Abdruck gebracht. Diese Richtlinien sind eine Neufassung der bisher gültigen Richtlinien vom 1.9.1937, für die sich eine Aenderung und Ergänzung in vielen Punkten als notwendig er­wiesen hatte. Außer einigen redaktionellen Äende- rungen und der Neufassung der Bestimmungen über Urlaub, Lohnfortzahlungen bei Krankheit usw. enthalten die neuen Richtlinien nunmehr insbeson­dere Lohnsätze für Hausgehilfinnen und Pflicht- jahrmädchen, die in Zukunft zu beachten sind.

Kreis Bübingen.

§ Schotten, 10. April. In der hiesigen För­ster schule beginnen nach Ostern wieder neue Ausbildungskurse für Waldarbeiter, zu denen nun« mehr auch aus weiteren preußischen Gebieten (Be­zirk Wiesbaden) auszubildendes Waldpersonal her­angezogen wird. Forstmeister Ritter wurde nach Ostoberschlesien abkommandiert, Heinr. Bing am Forstamt Schotten wurde zum Forstobersekretär ernannt. Gefreiter Heinrich Meidt wurde zum Unteroffizier befördert.

Stille Aktienmärkte.

FWD. F r a n k f u r t a. M., 10. April. In der Be-

hinter: persönliche Abneigung, persönliche Feind­schaft, Rachsucht Niedertracht! Verzechen Sie, bitte! Ich habe vergessen, daß ich von Ihrem Vater

richtszeit verkehrten die Aktienmärkte an der MW« 51 Frankfurter Börse in sehr stiller Haltung. Es zeigte sich keinerlei Unternehmungslust, und die Kurs- gestaltung war durch die geringen Umsätze unein­heitlich. Immerhin blieb der Grundton freundlich.

In Groß-Gerau am 12. April 1866 als Sohn des Distriktseinnehmers, Rendant Peter Walther ge­boren, besuchte Heinrich Walther das Gymnasium in Gießen, studierte dann hier von 1885 bis 1890 Medizin und war anschließend, nach seinen Exami- nas und der Doktorpromotion, Assistent in der Uni­versitäts-Frauenklinik. Nach Reisen zu seiner wei- wissenschaftlichen Ausbildung praktizierte er rmstadt als Frauenarzt und habilitierte sich

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also gar keine Ahnung gehabt haben. ,

Dann möchte ich wissen, welche Erklärung Sie I dasselbe verlangt er von sich. Es ist, wie ich sage, sonst für feine Entscheidung haben." 1 «r versteht Sie nicht, Sie sind ihm fremd, und des-

Gert kratzte sich den Kops.Schwer zu sagen, halb versteht er auch Ihre Arbeiten nicht. Es gibt ..

Peter. Ich habe natürlich selbst darüber nachgedacht keine andere Erklärung." zwar nicht, was Sie sich von einer Unterredung mit zählt..

Er sträubt und sperrt sich gegen das Neue, gegen l Peter schien widersprechen zu wollen. Man sah ' Dem alten Herrn versprechen. Ich kenne chn in sol-1

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Einige Sonderbewegungen ragten auch diesmal her­vor. Conti Gummi setzten ihre Aufwärtsbewegung bis 314 fort, und auch Südd. Zucker konnten bis 280 anziehen. Bei beiden Gesellschaften rechnet man angesichts einer bestehenden Unterkapitalisierung mit Kapitalaufstockungen. Allerdings hat die Südd. Zucker AG. sich nach einer Aeußerung mit der Frage bisher nicht befaßt. Die Farbenaktie lag weiterhin verhältnismäßig schwach und gab vorüber­gehend wieder bis 183 nach, um dann aber in den letzten Tagen wieder bis 188 anzuziehen. Für Auto­aktien bestand vorübergehend ebenfalls einiges In­teresse, desgleichen für einzelne Montanwerte. Per Saldo hat sich das Kursniveau jedoch wenig ver­ändert. Die Berichtszeit schloß da sich wieder einiges Anlaginteresse und auch einige Meinungs­kaufe ttafen ziemlich fest.

An den Rentenmärkten zeigte sich laufend Nachfrage nach Reichsschätzen und nach Pfandbriefen, in welch letzterem das Angebot nach wie vor so knapp ist, daß die Notierungen mehr ober tveniger rein nominellen Charakter haben. Die Altbesitz­anleihe des Reiches lag zwischen 160 und 161, Steuergutscheine I bröckelten bis 104,25 ab. Jndu- strieobligationen lagen meist freundlich, doch ohne größeres Geschäft.

Im Aktienfreiverkehr war die Umsatz- tätigfeit sehr gering, und die Kursveränderungen kaum nennenswert. Das Bezugsrecht für Beck & Hen­kel (Kassel) wurde mit zirka 8 bis 8,50 v. H. genannt, nach Abgang hörte man die Aktien mit 119 bis 120 v. H. Tagesgeld blieb unverändert 1,75 v. H.

Haupuchvttleuer: Dr. iWebrt» Stiteüe Lange Stellvertreter 6H Hauptichrillletie»- Ernst Bhimfdjde. Vevantwvrllich füt Pollill ent Bllder: Dr. Hr. V. Lange: füi dar Feuilleton: Dr. Han» Ttzortot; to Stadt Sieben, Prvvttv, Äirychml ,. Sport: $mft Biumjchem.

Druck und Vertag BrLdllche UnivertttLievruckeret R. Lange K. < Srrmaeletter. Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeiaenlett«' Han» Beck, Sei-nttworfH* , itr den Inbali der Ämeiaen: DbeodorSümme! W.Nr.t.