rerclique in Belgrad. Es ist nicht so, daß die englischen Kriegsverbrecher diese beiden Staaten gewissermaßen mit Gewalt in den Krieg hineingezogen haben, sie haben wohl alles getan, um Jugoslawien und Griechenland an ihre Seite zu ziehen, es ist aber heute erwiesen, daß auch in Athen und Belgrad Leute am Werke waren, die allzu willige Opfer der Krieasausweitungspläne der englisch« französischen Kriegsverbrecher waren. Die Dokumente, die seinerzeit in La Charitö aufgefunden worden waren, haben der deutschen Regierung bereits Aufschluß über die Treibereien gegeben, nichtsdestoweniger hat aber damals die Reichsregierung aus diesen „engen Beziehungen" noch keine Konsequenzen gezogen, weil der Führer vorher noch den Versuch machen wollte, dem ganzen Balkan und damit auch Jugoslawien und Griechenland den Frieden zu erhalten und die Kriegstreiber und Sekundanten der englischen Kriegsverbrecher auszuschalten. In Belgrad und Athen hatte man sich aber so sehr schon zum Werkzeug der englisch-französischen Politik gemacht, daß man für den Frieden nichts mehr übrig hatte, sondern sich als Bundesgenosse an die Seite Englands und Frankreichs stellen wollte. Die Schuld Athens und Belgrads ist durch die in deutscher Hand befindlichen Dokumente einwandfrei und für alle Zeit erhärtet. Wenn diele beiden Länder mit Krieg überzogen worden sind, so haben sie es den Drahtziehern in Athen und Bel-; grad zu verdanken.
Bei den bisherigen Operationen in Jugoslawien und Griechenland ist eine Berührung zwischen unserer Wehrmacht und den britischen Streitkräften noch nicht festzustellen gewesen. Die Briten halten es also auch hier mit chrem alten Grundsatz, den Krieg bis zum letzten Griechen und Serben zu führen. Sie selbst befinden sich, wie der Londoner Nach- richtendienst zugab, „in der Nachhut", und „könnten jeden Augenblick zur Liquidierung des kriegerischen Durchbruchs eingesetzt werden", wie ein Londoner Rundfunksprecher mitteilte. Von diesem Können hat man aber bisher noch nichts gemerkt, die Briten haben es im Gegenteil vorgezogen, sich auch hier unstchtbar zu machen. Es wird aber sicher der Tag kommen, an dem die deutsche Wehrmacht wissen wird, wo die Briten stecken. Dieser Augenblick roifrb aber für die britischen Streitkräfte durchaus kein erhebender sein. Alle konstruierten Siegesmeldungen und alle Bagatellisierungen der deutschen Erfolge werden sie davor nicht bewahren. Auch die vergangene Woche hat bewiesen, daß Deutschland und Italien nur einen Gegner kennen und daß dieser Gegner England ist. Jeder Angriff und jede militärische Handlung ist auf dieses Ziel abgestellt und bringt uns der Erreichung der Niederringung Englands näher. Der Sieg gehört in diesem Kriege Deutschland. Die über alle Maßen stolzen Erfolge der vergangenen Woche lassen das der ganzen Welt erkennen. Ev.
Englands gefangene Generale
Madrid, 10. April. (DNB.) Das britische Große Hauptquartier in Kairo gibt folgenden Bericht über die britische Niederlage in der Cyrenaika heraus: „3m Verlauf des jüngsten Rückzuges, der sich über eine längere Reihe von Tagen ausdehnte, verloren wir eine gewisse Anzahl von Gefangenen und sind ohne Nachricht über drei (?) höhere Offiziere: den Diktoriakreuzträger Generalleutnant N e a m e, den Generalleutnant Sir Richard O' C o n n o r und den Generalmajor Cambier P a r r y. Die Deutschen behaupten in ihrem Wehr- machtbericht, 2000 Gefangene gemacht zu haben. Diese Zister erscheint nicht unmöglich angesichts der Umstände, unter denen die Kämpfe stattgefunden haben."
Heber die gefangenen Generale teilt Reuter mit, daß Generalleutnant O' C o n n o r als die rechte Hand des Generals Wavell bekannt geworden sei. Er sei im vorigen Monat aum Kavalier und Kommandeur des Bath-Ordens für seine vorzügliche Leitung der Operationen ernannt worden, die durch die Einnahme von Benghasi gekrönt wurden. Er kommandierte das 13. Korps und wurde von Churchill in seiner Rundfunkansprache vom 9. Februar besonders lobend hervorgehoben. Generalleutnant N e a m e sei der frühere Oberkommandierende der britischen Stteitkräfte in Palästina und Generalmajor Cambier P a r r y war Chef der britischen Militärmission, die sich vor einiger Zeit nach Griechenland begab.
Oer italienische Bericht.
Rom, 10. April. (DNV.) Der llallenische Wehr- machlberichl hat folgenden Wortlaut:
An der julifchen Front wurde der Vormarsch unserer Truppen Im Save-Tal über Srunjska Gora fortgesetzt.
3o Albanien wurden an der jugoslawischen Front feindliche Aktionen im Abschnitt von S k u t a r i Im keime erstickt und zahlreiche Gefangene gemacht. Unsere Kolonnen rücken auf jugoslawischem Gebiet nach Osten vor, um sich mit den deutschen Kolonnen zu vereinigen.
An der griechischen Front nichts Neues von Bedeutung.
Unsere Luftverbände haben feindliche Truppen und Kraftwagen in der Gegend von Benco- vazzo bombardiert. Die Hafenanlagen von Sebent c o wurden neuerdings von unseren Bomberverbänden getroffen. Jagdformatlonen haben Ver-
nant zur See Domenico Romano einen englischen Kreuzer der Liverpool-Klasse torpediert.
Oie italienischen Verluste im März
Rom, 10. April. (Europapreß.) Im Monat März sind, wie vom italienischen Hauptquartier bekannt- gegeben wird, an der griechischen Front 3102 Mann gefallen und 6031 verwundet worden, während 7483 Mann vermißt werden. — Die Ver
luste m Nordafrika betrugen 58 Gefallene, 128 Verwundete, 24 088 Vermißte. — In Oft« asrika waren 159 Gefallene, 383 Verwundete und 645 Vermißte zu verzeichnen. — Die Marine meldete 48 Gefallene, 104 Verletzte und 641 Vermißte, während bei der Luftwaffe 33 Gefallene, 44 Verwundete und 298 Vermißte gezählt wurden. Die Derlustmeldungen stützen sich auf Angaben, die bis zum 31. März durch vorschriftsmäßige Nachweise oder amtliche Mitteilungen gemacht worden sind.
Serbischer Grenzschutz von den Ungarn zurückgeschlagen.
Budapest, 10. April. (Europapreß.) Eine amt- liche Mitteilung besagt, daß am Dienstag um 20.30 Uhr serbische G r e n z s ch u tz a b t e i l u n g e n an zwei Stellen auf ungarisches Gebiet ei »drangen. Die Serben versuchten bei Perdoc- major und Somogyudvarhely vorzugehen, und zwar in dem Teil des Komitats Somogy, wo^ die jugoslawische Grenze etwas über d i e Drau reicht. Die ungarischen Grenzwachen eröffneten das Feuer und jagten die Eindringlinge zurück.
Llrsache und Wirkung.
Eine notwendige Klarstellung.
Budapest, 10. April. (Europapreß.) Gegen die von türkischer und auch von anderer Seite geäußerte Auffassung, Ungarn habe den Freundschaftsvertrag mit Jugoslawien gebrochen, wendet sich der offiziöse „Pester Lloyd". Ungarn, so sagt das Blatt, habe den Vertrag mit Jugosla- mien .als Mitglied d e s Dreierpaktes abgeschlossen und damit gleichzeitig Jugoslawien der Dreimächte-Polittk im Südosten näherbringen wollen. Der damalige jugoslawische Außenminister Cincar Markowitsch habe in seinem Trink- spruch beim Abschluß des Vertrages den Wunsch zum Ausdruck gebracht, der Vertrag solle ein Bei
trag fein zur friedlichen Entwicklung im Donau- Becken „im Einklang mit den Bestrebungen der beiden benachbarten Großmächte Deutschland und Italien". Noch Ende Februar dieses Jahres, als Außenminister Cincar Markowitsch nach Budapest gekommen sei, habe er in seinem dortigen Trinkspruch geäußert: „Mögen unsere friehlichen Anstrengungen in der Zusammenarbeit mit unseren großen Nachbarn Deutschland und Italien zum Wohle Ungarns und Juao- slawiens sowie dieser ganzen Region Europas ihre Früchte tragen." — Mit dem Staatsstreich vom 27. März jedoch, so stellt der „Pester Lloyd" fest, sei das Steuer des jugoslawischen Staatsschiffes umgeworfen. Die führenden Elemente hätten keinen Zweifel darüber gelassen, daß das Jugoslawien vom 27. März ein Todfeind des früheren Jugoslawien, des Jugoslawiens der friedlichen Zusammenarbeit mit den Achsenmächten sei, von dessen Beitrittserklärung die Tinte noch kaum ttocken sei. Die Tatsache, daß Ungarn den deutschen Truppen Durchmarsch, recht gewährt habe, sei eine Folge des zwischen Deutschland und Ungarn bestehenden Vertrages, was Jugoslawien bei der Unterzeichnung durchaus bekannt gewesen sei. Es wäre die krasseste Fälschung der Tatsachen, leugnen zu wollen, daß Jugoslawien das deutsche Vorgehen durch sein eigenes Verhalten herausgefordert habe.
„Schatten des Zweifels."
Neuyork fragt: Wo ist die britische Expeditionsarmee auf dem Balkan?
N e u y o r k, 10. April. (DNB.) Der starke Eindruck, den die ersten deustchen Siege auf dem Balkan auch in der 05^.-Oeffentlichkeit ausgelöst haben, findet seinen deutlichen Niederschlag vor allem darin, daß fast sämtliche Blätter in ausführlichen Kommentaren zu den deutschen Erfolgen Stellung nahmen. Selbstverständlich fehlt es angesichts der englandfreundlichen Haltung der meisten Blätter nicht an Beschönigungsversuchen, aber zahlreiche Stimmen tragen doch notgedrungen den Tatsachen offen Rechnung. So schreibt der militärische Mitarbeiter der „New Dort Herold Tribüne", der Fall Salonikis sei eine ernste Drohung für England. Ueberlegene Waffen, sorgfältige Pläne und unglaubliche Kühnheit, verbunden mit gründ- licher Zusammenarbeit der Landtruppen mit den Luftformationen seien wiederum Bestandteile des deutschen Sieges gewesen. Man könne nicht den britischen Zeitungen beistimmen, daß der Fall Salonikis von geringer Bedeutung sei. Saloniki sei vielmehr von größter Bedeutung für die Aufrechterhaltung der jugoslawischen Nachschub- Knien gewesen. Der fehlende Baustein im Balkanstaat sei augenblicklich die b r i t i s ch e E x - peditionsarmee. Niemand wisse, wo sie sich befände, wie stark sie sei ober welche Pläne ihr Befehlshaber habe. Der ganze Zweck der britischen Armee in Griechenland sei gewesen, eine neue Balkanfront zu schaffen. Ob eine derartige Front geschaffen und vielleicht ein Teil der serbischen Armee gerettet werden könne, seien Fragen, auf die
die deutschen Erfolge Schatten des Zweifels würfen.
„New Pork Times" schreibt, die Schnelligkeit der deutschen Balkansiege sei unerwartet gewesen, ebenso wie der Vormarsch der AchsenmäcHe über 2) er na hinaus. Eine große Verantwortung ruhe jetzt auf den Schultern des Befehlshabers der britischen Truppen in Griechenland. Die britischen Truppen seien wahrscheinlich viel zahlreicher als gemeldet, gut ausgerüstet, gut ausgebildet und gut geführt und warten nur aufbie Gelegenheit, Dünkirchen zu rächen! Jetzt werde ihnen diese Gelegenheit gegeben. Wenn sie Erfolge hätten, dann wäre her Mythos der deutschen Unbesiegbarkeit zerstört. Schlägt alles fehl, so würde Idie unerhörte moralische Depression tiefen Einfluß auf den Verlauf des Krieges haben „New York Dimes" weist ebenfalls die englische Dagatellifierung des Falles von Saloniki zurück. Die Nazis seien jetzt am Ostmittelmeer. Sie hätten einen Hafen erobert, den die Engländer selbst „Tor zweier Kontinente" genannt hätten. Der Eindruck der Churchill-Rede ist für die 08^.-Oeffentlich- keit ebenfalls alles andere als ermutigend. Die Presse stellt die düsteren Ausführungen des britischen Premiers und die Warnung vor den kommenden harten Schlägen heraus United Preß berichtet, Churchill habe mit größerem Ernst ge- sprachen als je und habe betont, daß England jedes bißchen. Hilfe gebrauchen könne, das ihm angeboten werde.
Churchills Klagelied
im Llnierhaus.
Berlin, 10. April. (DNB.) Wie alles, was in den letzten Tagen von der britischen Insel zu uns herüberdringt, Zeugnis ablegt von einer tiefen Depression, so auch die Rede Churchills, die er am Mittwoch vor dem Unterhaus hielt. Dieser selbe Churchill, der einst das Wort von „Benghasi statt Butter" als Plagiat in die Welt setzte und dessen Presse sich nicht genug tun tonnte über den Wert dieser Eroberung, verkündet nun, der Verlust von Benghasi sei nur bedauerlich wegen des „kostbaren Fluggeländes", England.wäre eigentlich froh gewesen, wenn es damals seinen Vormarsch bei Tobruk eingestellt hätte. Welches Kompliment ist es für die deutsche Heeresleitung, wenn er zugeben muß, daß die Deutschen mit stärkeren Kräften und früher als erwartet in Asrika er« chienen seien. Mit der kaltschnäuzigen Feststellung, >aß die englische Hilfe für Griechenland und Jugo- lawien „im Augenblick natürlich nur beschränkt" ein könne, mögen sich die beiden für England blutenden Länder selbst auseiuandersetzen.
Wenn aber Churchill in einem Atemzug erklärt, es sei noch niemals Englands Politik gewesen, den Krieg auf dem Balkan auszubreiten
und kurz danach sich des längeren über alle britischen Intrigen bis $u der Reife von Eden und Dill verbreitet, so bestätigt das nur, was wir nicht erst seit gestern oder vorgestern wissen. Nicht erst aus dem Mund des englischen Premiers auch brauchten wir oder die Griechen oder die Jugoslawen zu erfahren, baß britische Truppen an ben Kämpfen auf dem Balkan bisher noch nicht teilgenommen haben. Die „Schlacht im Atlantik" bereitet ihm die größten Sorgen. „Alles", so sagt er, ,chängt von dieser Schlacht ab, die mit wachsender Heftigkeit geführt wird. Unsere Verluste an Schiffen sind sehr schwer. Diese Verluste können sich nicht ewig fortsetzen, ohne unsere Exi - ftenamittel auf das ernsthafteste zu beeinträchtigen. Was wird in der Zukunft werden, wenn die Verluste in demselben Tempo weitergehen?" Diese ungewöhnlich pessimistischen Klagerufe mün» den natürlich in das große Jllusionswort: USA., die aber nach des Ministerpräsidenten eigenen Worten e r ft 1 9 4 2 die ersten neuerbauten Schiffe zur Verfügung stellen können. So mutet die Rede Churchills vor dem Unterhaus am Tage des Einmarsches in Saloniki fast wie ein Grabgesang an.
ieidigungsanlagen und Truppen an der jugoslawisch-albanischen Front mit MG.-Feuer belegt und im Tiefflug bei Slofcüa zehn vor Anker liegende Wasserflugzeuge angegriffen, von denen vier zerstört und die anderen fchwer beschädigt wurden. Feindliche Flugzeuge haben Zara überflogen und wenige Bomben abgeworfen, die einigen Schaden anrichteten.
3n der Lyrenaika versuchte der Feind vergeblich, der von den italienischen schnellen Truppen vollzogenen Einkreisung zu entfliehen, die sich im Vormarsch längs der Küste und südlich des Gebet hinter Derna vereinigt haben. Das erbeutete Kriegsmaterial ist beträchtlich, lieber 2000 Wann, sechs Generale sowie mehrere höhere Offiziere wurden gefangen genommen. Unsere Luftverbände haben feindliche Schiffe im Hafen von Tobruk getroffen und heftige Brände verursacht. Zwei unserer Flugzeuge fehlen, ein englisches Flugzeug wurde abgeschossen.
In Ostafrika ist Wassaua unter dem Druck überlegener feindlicher Streitkräfte nach heldenhafter Verteidigung gefallen. Der Hafen wurde versperrt, die Anlagen zerstört.
Im östlichen Wittelmeer hat eines unserer Il n- terseeboote unter dem Kommando von Cent-
Englands letzte Hoffnungen.
Stockholm, 10. April. (Europapreß.) Während in ben offiziellen Darlegungen der Fall Salonikis in feiner Bedeutung abgefchwächt wird, berichtet der Londoner Korrespondent von „Dagens Nyhete»'". der 9.April fei in London als schwarzer Tag empfunbe-n worden. Man habe den Ernst der Lage erkannt. Ein militärischer Sachverstän- diger habe sich dahin geäußert, die Deutschen hätten den Vorteil des fliegenden Starts gehabt. Die Langsamkeit der Engländer beim An-setzen des Gegenstoßes zeige sich auch jetzt wieder, genau roi e in Belgien und Holland. Aber es fei noch zu hotten, daß England mit Hilfe Griechenlands und Jugoslawiens eine Front über den Südbalkan herzustellen und ben Hauptteil Griechenlands als Brückenkopf noch halten tonne. Auch feien Englands Möglichkeiten zur See noch nicht völlig ausgenutzt. Im übrigen vertrete man die Ansicht, daß Rückschläge auf dem Balkan die Lage im großen nicht entscheidend verändern konnten.
Der Korresvondent des schwedischen Blattes be- [tätigt bann, daß auch in hohen militärischen Kreisen Englands sogar Meinungsverschieden- heiten darüber entstanden feien, ob es zweck
mäßig sei, große britische Stteitkräfte auf dem Balkan einzusetzen. Die nächsten Wochen konnten jedenfalls sehr kritisch werben. Einen zuversichtlicheren Ton versuchen die offiziösen Verlautbarungen zur Lag auf dem Balkan. Man spricht von einer er ft en Phase des Krieges in Griechenland, bie jetzt beendet fei. Die britischen Streitkräfte ständen ja voll ausgerüstetzum Kampfe bereit. Gleichzeitig werde in London bestätigt, baß die Räumung Salonikis gründlich burchgeführt worben fei. Die Engländer hätten nicht nur Kriegsmaterial, fonbern auch Lebensrnittel mitgenommen.
Unter der Ueberschrift „Verlust und Gewinn" unterstreicht die „Time s" in einem Kommentar zur Churchill-Rede dessen pessimifttsche Feftstellun-- gen. Das Blatt schreibt, „der erste Ansturm ber motorisierten deutschen Kolonnen, ber wahre Blitzkrieg, hat sich wieder einmal als ü b ermäßige nb erwiesen, trotz ber Schwierigkeiten des Balkanlanbes. Saloniki fit gefallen, Nordgriechenland entzweigeschnitten. Es stehen noch Eze Kämpfe bevor, und bie britischen Stteitkräfte
noch nicht in Aktton getreten. Aber die ersten Tage des Feldzuges muffen die höchsten Hoff-
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in seiner großen Stunbe, ber greife tief in seine Seele bis zum letzten Grunbe. bann ober steh' er tapfer und sei unverzagt:
Gott ist mit ihm im Bunde!"
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bis in bie tiefste Seele hinein des Opfertums, unb so kann bas ganz- nur burch Opfer und Opserbereitschaft z»
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em Gesetz, er unterstellt sich ihm, weil er weiß, bat er zugleich das große Lebensgesetz seines Dolke- ist. Aus bem Opfer reift bie Tat!
Darum ist auch kein echtes Opfer jemals gani] umsonst, selbst wenn es einmal so aussehen solltr So fürchteten wir es einst im tiefsten Zusammen, bruch für die Gefallenen bes Weltkrieges, baß füi umsonst ihr Leben gelassen. Aber wir haben c, erlebt, baß sie gerade bie metaphysische Kraft gern orben sinb für bas Auferstehen unseres Volk« im neuen Reich, sie marschierten unsichtbar an Spitze ber braunen Bataillone, sie waren ber Geist ber neuen Wehrmacht und führten sie von Sieg p Sieg. Aus ihrem Opfer reifte die neue Tat!
Das nimmt bem Opfertum bann bU Bitterkeit und es bleibt zuletzt nur bas wirklich Große iito j rig, bas reine große Wollen unb das heilige Miif- ’ sen um ber Wahrheit und Freiheit willen, wie ei I ber Dichter in ben Worten ausspricht:
„Wer um bie Wahrheit kämpfen muß
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tiefst in Ordnung gebracht werben — wie verschiv ben bas auch im einzelnen ausgebrückt unb au» geführt werben mag. Immer aber kommt es alldem Wissen, daß unser Leben nicht nur aus sH
Karfreitag stellt uns roieber in Gebauten v« ben großen Opfergang, der einst für die Mensch beit getan würbe. Was bas eigentlich bedeutet, kön. neu wir heute besser denn je verstehen, wo wh mit unferm ganzen Volke uns zum entscheidende l Opfergang rüsten. In ben „Pflichten bes Soldatem' steht auch ein Satz, ber jetzt besonders stark auf, leuchtet: „Die Ehre des Solbaten liegt im bedingungslosen Einsatz seiner Person für Volk unj Vaterland bis z ur Opferung seines gebens. Gehorsam ist die Grundlage ber Wehrmach« Vertrauen bie Grundlage bes Gehorsams." Uiü
unsere alten unb jungen Frontsoldaten haben die, ! Opfergesetz zur Tat unb zur Wahrheit gemacht, wj,. i 1 es auf einem Soldatenfriedhof in Frankreich i5 M t Anlehnung an jenes alte Therrnopylenkämpferwar.1 ' -i & zu lesen steht: „Wanberer, kommst du zur Heimai, kiH verkündige horten, du habest uns ä*,-l *u
roie bas Gesetz es befahl!
Wie bas Gesetz es befahl — ja, 1 ...
bis zum fünften: in dem Augenblick, wo sie einge- etzt werben, ba steht über ihrem Leben bies ehem- , ,ilt - Gesetz von ber Opserbereitschaft bis i, Mha ben Tod. Unb kein echter Solbat entzieht sich bie vir
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mit Europa.
Istanbul, 10. April. (Europapreß.) Die 3 und Po st Verbindungen nach 'unb nj Europa sind seit Beginn ber Kriegshandlung^ auf bem Balkan unterbrochen. Der letzte hier am Samstagabenb abgegangene Zug fit i rückgekommen, nachbem er einen lofl lfl an ber griechischenGrenze festgehal' worben war. Der am Mittwoch fällig 0em€. rumänische Kursbampfer ist hier eingetroffen. Die Zeitung „Cumhuryet ", bet aus Ankara, der türkische Ministerrat habe _ schlossen, wegen ber Schwierigkeiten des Portes zur Sicherstellung ber Früchteausfuyr Syrien ben Landweg zu benutzen.
rrungen erfüllt haben, die der Feind gehegt huttr. mag."
„Oie Vorteile der Offensive."
Großer Eindruck in Stockholm.
Stockholm, 10.April. (DNB.) 2m Südost«- und in Nordasrika entwickelt die deufiche Kriegs maschine jetzt eine gewaltige Kraft und eine fammenarbeit, die eine überlegene strategische MH rung beweist, stellt „Nya Dagligt Allehanda" M Die deutsche Durchschlagskraft habe erneut di i Vorteile ber Offensive gezeigt. Mit untttix. kicher Präzision hätten bie Deutschen auch biestncl ihren alten Fahrplan einhalten köiv nen. Die Engländer schienen von ihrem gewöhnlichen Schicksal getroffen worden zu fein —r zu spät z u kommen. Die englischen Sachverständ!'- gen unb die englische Presse sähen sich nahezu eir- sttmmig zu dem Geständnis gezwungen, daß biii deutsche Panzerwasse unüberroinblitr sei. Die deutsche Pan^rwaffe, so erklärte z. B. bf? militärische Mitarbetter ber „Times", könne nur durch Erschöpfung besiegt werden. Der ,Laily. Gg- preß" betonte, daß ber Krieg erst beendet werdm könne, wenn es gelungen sei, eine Panzerdivision zu schaffen, die die deutschen Panzerdivisionen schlv gen könne.
Oer Eindruck in Vichy.
Vichy, 10. April. (Europapreß.) Die <5onberm& düngen bes Oberkommandos ber Wehrmacht übni die Einnahme von Saloniki bret Tage nach Begim des Balkanfelbzuges wurde am frühen Nachmittag bes Mittwochs in Vichy bekannt unb pflanzten W mit Winbeseile von Büro zu Büro, in ben in btu verfchiebenen Hotels untergebrachten Derwaltungin ber Regierung unb in ben Ministerien fort. Der druck, ben diese Nachrichten machten, ist ungeheu-S groß und mit Worten kaum wieberzugeben. 21m bem Unterton ber Unterhaltungen hört man heraus, daß man auch hier bas Gefühl hat, man befinde si-r am Beginn einer neuen Aera, die weiten* gehende Perspektiven hat für bie Auseinandca' setzung im Mittelmeer, unb bamit überhaupt für k große restliche Auseinanbersetzung m>> E n g I a n b eröffnet. Man hört jetzt mehr u™ mehr Stimmen, bie offen bem Gefühl dafür Ausdruck geben, wie unverantwortlich die englischen v» nordamerikanischen Diplomaten gehandelt haben, die Jugoslawen in dieses Abenteuer getrieben have^ das das Ende des jugoslawischen Staates in w- Form bedeuten wird, die es zwanzig Jahre IwN hatte. Was den Kampf um bie Herrsch«H i m Mittelmeer angeht, so bringt bas dafür durch, daß der Tag herankommen werde, Englands Vormachtstellung im Mittelmeer gebrot' chen fein wird.
Eden und Dill wieder in England.
Stockholm, 10. April. (DNB.) Wie ber W boner Nachrichtendienst meldet, sind Außenminift» Eden und General Dill nach iyrer ausgebebnu* Reise, die sie in den Nahen Osten unb ue Balkan führte, nach Englarrd zurückgekehrt,
Die Türkei ohne Verkehrsverbindungm
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