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Budapest. im April 1941.
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Die Saupikommission des Dreimächiepakies
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j ber das dauerte nicht einmal 24 Stun- >e!. Dann kam die Ernüchterung, die sich jjeanschleichende, lähmende Furcht. Man glaubte
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Berlin, 10.April. (DRB.) Unter dem Vorsitz des Reichsminiffers des Auswärtigen von Ribbentrop trat am Donnerstag die nach Abschluß des Dreimächtepaktes zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Italien und Japan gegründete Hauptkommission dec drei Rlächte zu einer Sitzung zusammen. Als ständige Bevollmächtigte ihrer Regierungen in der Hauptkommission nahmen der italienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, und der japanische Botschafter in Berlin, hirota Ofhima, an der Sitzung teil. Der Reichsminister des Auswärttgen gab einen Ueberblick über die bisherige Zusammenarbeit auf politischem, militärischem und wirtschaft- lichem Gebiet. Anschließend wurden von der Hauptkommission die Richtlinien und Weisungen für die weitere Arbeit der seit dem Abschluß des Dreimächtepaktes tätigen Unterkommissionen auf den verschiedenen Gebieten festgelegt.
serbischen Heer hätten sie dann zur Flucht nutzt.
Berlin, 10.April. (DRB.) Das OKW. gibt bekannt:
Deutsche Danzertruppen sind am 10.4., abends, unter dem Jubel der Bevölkerung in Agram, der hanplftadt Kroatiens, eingerückt. '
Schiffe mit zusammen 49 000 BRT., darunter einen großen Tanker. Fünf weitere große Schiffe sowie ein britischer Zerstörer wurden durch Bombenwurf schwer beschädigt. An diesen Erfolgen haben Verbände des Generalobersten S k u m p f f besonderen Anteil.
Der Feind flog in der letzten Rächt in Rord- deutschland ein. Sein Hauptangriff richtete sich gegen die Reichshaupt st ad t. Spreng- und Brandbomben verursachten vor allem in Wohnvierteln sowie im Zentrum der Stadt an öffentlichen und kulturhistorisch wertvollen Gebäuden, Kirchen und Museen Schäden zum Teil beträchtlichen Ausmaßes. Die Verluste an Toten und Verletzten unter der Zivilbevölkerung sind im Verhältnis zur Anzahl der abgeworfenen Bomben besonders niedrig. Der Feind griff außerdem Emden und Bremen sowie einige andere Punkte Rorddeutschlands mit schwächeren Kräften an.
In den beiden letzten Rächten gelang es, besondere Abwehrerfolge zu' erzielen. Rachtjagdver- bände unter Führung des Generalmajors Kammhuber sowie Flak- und Marineartillerie schossen in der letzten Rächt 16, in der vorletzten Rächt 7 feindliche Flugzeuge ab. Ein vom Einsatz zutück- kehrendes eigenes Kampfflugzeug brachte in der letzten Rächt ein weiteres feindliches Kampfflugzeug im besetzten Gebiet zum Absturz. Bei Versuchen detz Feindes, am Tage in die besetzten Gebiete einzufliegen, wurden gestern und vorgestern zehn feindliche Flugzeuge abgeschossen. Einschließlich je eines bereits erwähnten und eines durch Jäger in Libyen abgeschofsenen Flugzeuges belaufen sich die G e- famtoerluffe des Feindes seit dem 8.April auf insgesamt 43 Flugzeuge, davon 36 britische und 7 jugoslawische. Eine Anzahl weiterer britischer und jugoslawischer Flugzeuge wurde beschädigt. 3m gleichen Zeitraum sind 19 eigene Flugzeuge bisher nicht zurückgekehrt.
In der Rächt zum 8. April hat sich die Besatzung eines Kampfflugzeuges mit Oberleutnant For- gatfch (Kommandant und Flugzeugführer), Leutnant G e r l a ch (Beobachter), Unteroffizier Thoms (Bordfunker) und Unteroffizier Starke (Bord- schühe) in zweimaligem Einsatz auf ein wichtiges Werk der englischen Flugrüstungsindustrie in den Midlands durch besonderen Angriffsgeist und Kühnheit ausgezeichnet.
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Mr, überfüllten den, Bahnhof, saßen stundenlang ui ihren Koffern und warteten auf ihren Ab- rcnsport. Wer es irgend konnte, verließ die Stadt ml bald war kein Koffer mehr in Belgrad zu pbin. Dann kam die erste große Berdunke- Ligsübung. Jetzt merkte jeder: es geht
Nach dem Besuch des japanischen Außenministers M a t s u o k a in Berlin und Nom und im Augenblick, wo die deutsche Wehrmacht auf dem Bal-
f an zur Beseitigung des letzten Bollwerkes von Versailles schreitet, das sich nach dem Verrat einer chauvinistischen Clique an den Ideen des Dreimächtepaktes einer vernünftigen und gerechten Neuordnung Europas blind entgegengestellt hat, kommt dem Zusammentritt der Hauptkommission des Dreimächtepaktes besondere Bedeutung bei. Der Dreimächtepakt als das moderne weltpolitische Instrument der jungen totalitären Völker ist auch ideell das Fundament, auf dem sich die Neuordnung Europas und Asiens aufbaut. Sein Ziel ist die Verhinderung einer Ausweitung des Krieges und gerechte Neuordnung der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Verhältnisse in Europa und Asien. In den nach dem Abschluß des Paktes eingesetzten Kommissionen, die nun, in der Berliner Sitzung des Hauptausschusses neue Weisungen erhalten haben, ist unermüdlich an der großen Zielsetzung ebenso gearbeitet worden, wie in prakttscher Kleinarbeit die gemeinsame Idee der Neuordnung verfolgt wurde. Gerade diese praktische Arbeit und die daraus hervorgegangenen praktischen Erfolge stehen in krassestem Gegensatz zu dem leeren Gerede, wie es seinerzeit in dem Genfer Völkerbund und heute noch in den parlamentarischen Institutionen der bankrotten Demokratien üblich ist.
Deutschen in der mazedonischen Stadt U e s k ü b von der bulgarisch sprechenden Bevölkerung mit unbeschreiblicher Freude empfangen. Die Einwohner waren überrascht, weil sie den Einmarsch der Deutschen viel später erwartet hatten. Die Waffen der Deutschen seien mit Blumen geschmückt worden. Je tiefer die Truppen nach Süden Vordringen, desto mehr steigere sich die Freude. Am Mittwoch sei es auch in Bulgarien überall zu Verbrüderungsszenen zwischen deutschen und bulgarischen Soldaten gekommen. Im Lande wurden Freudenkundgebungen veranstaltet, an denen sich besonders die bulgarische Arbeiterschaft der Staatsbergwerke in Pernik beteiligte. Es bilden sich freiwillige Ausschüsse, um Spenden für verwundete deutsche Mazedomenkömpfer zu sammeln. Diese Geschenke sollen zu Ostern den Deutschen übergeben werden. Bei den serbischen Luftangriffen auf Sofia und K ü st e n d i l wurde kein einziges Mitglied der reichsdeutschen Kolonie in Bulgarien verletzt oder getötet. Ebenso wenig erlitten sie Schäden an ihrem Eigentum.
ünscht itri Kriege z u. Zug auf Zug rollte in dichter ebenS. lchincmderfolge aus dem Bahnhof, überfüllt mit ! Dl>r|d)en, Tieren und Gerät, und in endlosen stiftn durchzog das Militär die Stadt.
Üswarder letzte deutsche Sonderungen, mit dem wir Belgrad verließen. Er war Mn fahrplanmäßigen Schnellzug Belgrad Buba* p ll cngehängt. War es ein Symptom, daß er auch onl-letzter Wagen den Bahnhof verließ? Man- mochten solche Gedanken gekommen sein. Diahnhofspolizei, Zoll- und Grenzbeamte: das war bi:? irtzte Berührung, die wir mit Serbien hatten. £':el? von ihnen konnten den Druck der letzten Tage mehr ertragen und so begannen sie mit uns W Ipredjen. höflich, sogar freundlich, wie seit lan- nicht mehr. Die Sorge machte sie mitteilsam; fr Dd-urteUten — es war ihnen sichtlich ein Be- Äpnis, dies gerade uns zu sogen — die hal- tuitj der neuen Regierung.
Der Agrarner Rundfunksender forderte in einem Aufruf an das kroatische Volk auf, öle Waffen niederzulegen und den Eid auf den Staat der unabhängigen Kroaten zu leisten. Kroatien werde nicht mehr für eine fremde, sondern für dle eigene Freiheit kämpfen. Gleichzeitig wurde die Bevölkerung durch den Rundfunk aufgefordert, die Häuser für die bevorstehende Ankunft des kroatischen Freiheitskämpfers, Hauptmann Dr. Ante Pawel lisch, zu flaggen.
Große Erfolge der Lustwaffe.
Seit dem 8. April
43 feindliche Flugzeuge vernichtet.
Berlin, 10.April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die großen Erfolge in Serbien und Griechenland wurden am 9. April bereits durch Sondermeldungen bekanntgegeben.
Aus der Steiermark vorgehende deutsche Truppen besetzten am 9. April Marburg.
Panzerverbände und Infanteriedivisionen des Generalobersten von Kleist stießen nach Besetzung des Eisenbahn- und Straßenknotenpunktes Risch dem weichenden Feinde nach.
3m Vorstoß auf die albanische Grenze wurden nach lleberschreiten des Vardar T e t o v o und p r i- lep genommen. Außer den gestern gemeldeten 20000 Gefangenen fielen etwa 100 Geschütze und mehrere hundert Maschinengewehre sowie große Vorräte an Betriebsstoff, Munition und Gerät in utifere Hand.
Sturzkampfflugzeuge griffen in Jugoslawien Straßen- und Bahnziele erfolgreich an. Kampfflugzeuge belegten Flugplätze in Bosnien mit Bomben, zerstörten hierbei sieben und beschädigten fünf am Boden abgestellte Flugzeuge. 3m Raum zwischen Drau und Save wurden Rachfchubzüge und Gleisanlagen durch Sprengbomben getroffen.
Aus 3ugoflarolen im Vardar-Tal vorstoßende Panzerkräfte gewannen Saloniki. Die weiter ostwärts kämpfenden Truppen erreichten nach Durchbrechen der Metaras-Linie unter Einnahme oon Tanthi das Aegäische Meer. Die von ihren Verbindungen völlig abgeschnittenen griechischen Kräfte ostwärts des Vardar haben bedingungslos kapituliert. e
3n Rordafrika wurde nach hartem Kampf Derna genommen. 80 Kilometer südwestlich davon fiel auch El Mechilli in die Hand der deutsch-italienischen Truppen. Sechs Generale, zwei Obersten im Generalsrang und 2000 Mann wurden gefangengenommen. Die Beute an Kriegsmaterial ist noch nicht zu übersehen.
Starke Kampsfliegerverbände führten in der Rächt zum 10. Avril bei besonders gutem Angriffswetter harte Schläge gegen das britische Rüstungszentrum Birmingham und die bedeutende Hafen- und Werftstadt Rew East le. 3n Rüstungswerken, Schiffswerften und Docks richteten Volltreffer von Bomben schweren und schwersten Kalibers ausge- breitete Zerstörungen an. Es konnten Großseuer und zahlreiche Explosionen beobachtet werden. Auch in den Häfen von 3pswich und Southampton wurden kriegswichtige Ziele wirksam bomllar- biert
Außerdem führte die Luftwaffe am gestrigen Tage den Kampf gegen die feindliche Handelsschi f f a h r t im Seegebiet um England mit großem Erfolg weiter. Kampfflugzeuge versenkten neun
Zreitag, II. April Ml
Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis8'/,Nbr des Bormittags
Anzetgen-Breife r
Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Plavvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25’/« mehr
Dom Umsturz zum Krieg.
Ändrücke eines Deutschen aus seinen letzten Tagen in Belgrad
Von unserem Kö.-Korrespondenten.
halten sollten. Die Unglücklichen wurden so deni Feuer Ddn beiden Seiten ausgesetzt. Die Panik
Me wild kontrastierender Bilder! Zuerst der Mel einer irregeführten, über die Hintergründe ml die sich drohend ankündigenden Folgen des Der» tierischen Vabanquespiels getäuschten Menge. M war es, was die Leute in diesen Rausch Der» War es jener erste Schwung, der so oft bei linr plötzlichen Veränderung die Menschen über hn Kräfte täuscht; war es der Zauber des im jiaOe so oerehrten Namens, den der junge Peter m seinem Großvater geerbt hatte oder war es die illumeine Gier, feine Angst vor dem Abgrund zu ibertäuben?
Deutsche Panzertruppen in Agram eingerülkt
Don der Bevölkerung Kroatiens jubelnd empfangen.
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bilisierungsköfferchen", ober schlechtsitzenden Uniformen zum Hauptbahnhof und vergrößerten durch ihr Zusammenströmen, das von keiner ordnenden Hand geregelt wurde, das allgemeine Chaos. So taumelte Belgrad in den Krieg.
Oie Serben schickten Bulgaren ins Feuer.
Sofia, 10. April. (Europapreß.) Unter den Kriegsgefangenen, die sich in Bulgarien befinden, sind auch der Kommandeur der Breaalnica-Division, General Dragutin Jowanowitsch, ferner der General der Artillerie der gleichen Division, Mihailowitsch, der Divisionschef Grabro- d i j t s ch. In Sofia sind nun auch die ersten g r i e » chischen Gefangenen eingetroffen, die ins Inland weitertransportiert wurden. Sie wurden im Strumatal gefangen genommen. Ein Referveleut- nant aus Mazedonien, ein Bulgare, berichtete nach feiner Gefangennahme, er hätte sich mit Ungarn und Bulgaren, die in der serbischen
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' Mir waren die letzten Deutschen, die ntx) in Belgrad zurückgeblieben waren; alle übri- ger hatten bereits die Stadt verlassen. Nun warte- ter wir, Mitglieder der Gesandtschaft und drei I ।gemaltsten, auf den Zug, der uns über die ■ $rnge bringen sollte. Es war Donnerstag, genau IS W Woche seitdem General S i m o w i t s ch mit einen jungen Fliegeroffizieren die Macht an sich gerb'en hatte.
■i Lie vieles hatte sich in diesen sieben Tagen ge- jliiert: die Stadt, die Menschen! Wie fern schien dar friediche Leben, das durch einen Ausbruch von Mhtgier und Leidenschaft aus feiner Bahn ge- riffn wordeil war! Welche Zufammenballung auf- vülender Ereigniffe in fo kurzer Zeit, welche
| [i Berni man sich die Menschen näher ansah, dann - Mute man ihnen die Besorgnis aus den Zügen ■ I.'scp Die Stimmung war gedrückt. Man bangte um Üe Zukunft, um die Erhaltung Hes Staqtes, um das fflflf 1 gere Ich. Nicht nur die Frauen, auch die Männer I IP Ilitten ernst und niedergedrückt. Der Staat wankte
i lil feinen Fundamenten; das fühlte auch der einfache -ging • Ituin. Kroaten und Slowenen verließen in äderen die Hauptstadt und zogen —darin spiegelten s h! ie ersten Anzeichen des staatlichen Verfalls — IM einer nicht zu verkennenden Unbeteiligtbeit, 9NHI r)er nicht mit kaum verhohlener Freude in ihre o-n jitim at. Alle Züge nach Kroatien und Slowenien 8p laftBRn überfüllt. 20 Jahre lang hatte Belgrad in le nem chauvinisttschen Zentralismus nichts wif- in vollen von den Bitten und Wünschen der Kroa- iinunb Slowenen. Nun war die Macht dieses Zen- kkuB fragwürdig geworden. Werden sie die Ge- vU™ li gm’ieit wahrnehmen? — das war die beuiv rstunde Frage, die sich so mancher Serbe, wenn ei' än nordwärts rollenden Zügen nachblickte, ge- sich hoben mochte.
Gegen England.
Diese Woche gehört wohl zu den bewegtesten der Weltgeschichte. Sie hat nicht nur Ereignisse von weltgeschichtlicher Bedeutung gebracht, sondern ist mit deutschen Siegen von einmaligem Ausmaße verknüpft. Trotz außerordentlich schwieriger Geländeverhältnisse und der überaus starken und tapferen Abwehr haben die deutschen Truppen in wenigen Tagen unerhörte Erfolge erzielt und eine strategische Position geschaffen, von der aus die Niederwerfung Jugoslawiens und Griechenlands unter günstigen Aspekten in Angriff genommen werden kann und die alle Hoffnungen zertrümmerte, die die englischen Kriegsverbrecher auf diesen Kriegsschauplatz gesetzt hatten. Eine Sondermeldung jagte die andere und kündete davon, daß es in einem atemraubenden Tempo an allen Frontabschnitten vorwärts geht. Da wurde im Marsche auf die albanische Ostgrenze Tetovo und Prilep genommen, da durchbrachen deutsche Truppen die stark befestigte Metaxaslinie, eroberten Tanthi und stießen bis zur Küste des Aegäischen Meeres durch, da nahmen starke deutsche Panzerverbände, die aus Jugoslawien nach Süden vorstießen, Saloniki und schnitten damit die griechischen Truppen, die in Thrazien ausgestellt waren, von Griechenland ab, da besetzten schnelle Truppen und Panzerverbände Nisch. Im Vorgehen aus der Steiermark wurden Marburg und Agram genommen. Das Ergebnis dieser Anfangskämpfe der ersten Tage erbrachte schließlich die Kapitulation der ostwärts des Vardar kämpfenden griechischen Armee. Noch hat unsere tapfere Wehrmacht schwere Aufgaben zu lösen. Die stolzen Anfangserfolge berechtigen uns aber zu der Hoffnung, daß auch dieser Feldzug mit einem einzigartigen Siege beendet werden wird. Auch dies- mal haben Heer und Luftwaffe vorbildlich zusammengewirkt und gemeinsam den Gegner niedergekämpft, der sich tapfer wehrt. Aber nicht nur auf griechischem und jugoslawischem Boden, sondern auch in Nordafrika, in der Cyrenaika, haben die deutschen Truppen unter der Führung von Generalleutnant Rommel, im Verein mit ihrem italienischen Kameraden stolze Taten vollbracht, die es wert wären, allein ein Kapitel in der Geschichte dieses Krieges auszufüllen. In kurzer Zeit haben sie ungeheure Sttecken bewältigt und den sich zum Kampf stellenden Feind niedergeworfen. Die Einnahme von Derna und El Mechili, das 80 Kilometer südwestlich von Derna liegt, sind die Gipfelpunkte der Operationen auf diesem Kriegsschauplatz.
Im Zusammerchang mit dem Feldzug in Jugoslawien und Griechenland hat die englische Reklame davon gesprochen, daß England nunmehr Deutschland einen Zweifrontenkrieg aufgezwungen habe, und daß die deutsche Wehrmacht infolgedessen gezwungen fei, ihre Kräfte zu zersplittern. Das würde — so posaunt man aus dem englischen Lügenministerium in die Welt hinaus — den Anfang vom Ende bedeuten und Deutschland zum Erliegen bringen. Diese Argumentation ist aber nichts anderes als ein kümmerliches Propagandamäßchen. Das englische Lügenministerium scheint von Strategie fo gut wie keine Ahnung zu haben, sonst muhte es wissen, daß man von einem Zweifrontenkrieg erst dann sprechen kann, wenn zu einem großen Gegner einer oder mehrere andere große Gegner stoßen, die einen Großteil der militärischen Kräfte des Feindes binden, hier handelt es sich aber nur darum, daß wir auf dem neuen Frontabschnitt auch nur wieder gegen England allein an-ge» treten sind. Wenn wir unsere Kräfte teilen mußten, so doch nur deshalb, weil auch England seine Kräfte geteilt hatte. Es geht hier wie dort, auf der Insel, um die Insel, in Griechenland, in Jugoslawien, in Nordafrika und im Mittelmeer einzig und allein gegen hie englische Front. Dabei haben wir, abgesehen von einem Kriegspotential, das so unerhört groß und stark ist, daß England sich kaum einen Begriff davon machen kann, noch den Vorteil, daß wir die einzelnen Frontabschnitte von innen heraus besetzen können, während England mit der Bestreitung der Kampffrortten erheblich größere Schwierigkeiten hat, da die Strecke viel länger, die Transportzonen außerordentlich gefährdet und die Kräfte von außen heranzuführen sind.^Wenn also schon Nachteile aus einer Teilung der Fronten sich ergeben, so kommen sie einzig und allein aus das Konto Englands, das in Wirklichkett einen Zweifrontenkrieg fuhren muß.
Daß es in Griechenland und Jugoslawien so kommen mußte, ist die Schuld einer hinterhältigen griechischen Regierung und einer notorischen Derschwö-
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Armee dienten, an der bulgarischen Grenze gefunden. Die serbischen Offiziere hätten alle Bulgaren vor die Grenzbefestigungen gestellt wo sie den e r st e n Angriff der Deutschen auf»
M meht den Versprechungen der Usurpatoren; u )eutlich drückten schon die Vorboten des [nie g e s ihre Spuren in das Bild der Stadt, inlb die Zahl der Einberufenen schon in den letzen Lochen und dann von Tag zu Tag immer grö- «fgeworden, wenn man auch amtlich davon nichts Droben wollte — jetzt schwoll sie flutartig an. jlig-slawien mobilisierte. Tausende und fmmfenbe Einberufene durchzogen lärmend die
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krn kam die Abfahrt. Ich werde die Stunde n>"! nrrgessen. Die Nacht war schon hereingebrochen. D"e Linien der Stadt verschwammen im Dunkel, ui d £5 schien, als gingen in dieser Finsternis alle ton?rungen an die Tage eines besinnlicheren Oe- inter. Das aber ist der nachhaltigste, unver- ■ Wrnfte Eindruck aus jenen nervenaufpettfchen- rv plagen in Belgrad: das Bild der mobilisierten Wtöi tausender Pferde, großer und kleiner, stam- . 2 mtgtr und untersetzter, gepflegter und vernachlassig- hov ter, eil Sinnbild ihrer Besitzer. Reit- und Zug-
. Iftirle Droschken- und Zuchtpferde, sie alle hatte
ieI , Mlw cstlich von Belgrad mobilisiert, und nun wur- j/ pi si> Tag und Nacht durch die- ©tabt getrieben ' urii ned) dem Süden gebracht zu werden. Ungezählte solche Pferde durchzogen die fiebernde Hauptstadt unbbrachten den aufgeregt pulsierenden Verkehr — wite nchig war es hier noch vor ein paar Tagen, uttö oielleicht fand in diesem Wandel die allgemeine D'ftcrrierunq ihren stärksten Ausdruck — zum f'feei. Man hatte einem Bauernvolk feint Pferde genommen und trieb nun Mei Reichtum in den Krieg. Daneben aber eilten di' ! Aufqerufenen, junge siebzehniahrige Bur- mit kindlichen Gesichtern, aber auch bärtige .■ i- j mit dürftigen Pappschachteln, „Mo


