Die LISA, gegen Japan im ostasiaiischen Raum
Der italienische Wehrmachtbericht
— An der Nordfront
Größte Gozialgestaltung — größte Wirtschaffsentfaltung.
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In TromsS ist die erste Ausgabe der Deutschen Polarzeitung" erschiene». Das Blatt« wird sechsmal wöchentlich erscheinen als Unteraus» gäbe der „Deutschen Zeitung in Norwegen" füi
Rom, 10. Febr. (DNS. Funkspruch.) Der ilalie- nlsche Vehrmachibericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front hat der Feind In Kämpfen von örtlicher Bedeutung empfindliche Verluste erlitten. In den Kämpfen der letzten Tage zeichnete sich das 14. Schwarzhemdenbataillon der Legion Leonessa besonders aus. Lebhafte Tätigkeit unserer Luftwaffe gegen Stratzenknotenpunkte, feindliche Stellungen und Truppen sind den ganzen Tag durch zu wiederholten Malen mit Bomben und Maschinengewehrfeuer wirkungsvoll belegt worden. Des weiteren wurden mit sichtbarem Erfolg wichtige griechische Flottenstützpunkte, der KSnal von Korinth und die militärischen Ziele in Saloniki getroffen. In Lusttämpfen haben unsere Jagdflieger elf feindliche Flugzeuge abgeschossen.
In Nordafrika wurde eine feindliche motorisierte Kolonne b e i K u f r a in die Flucht geschlagen und anschließend von unserer Luftwaffe mit Splitterbomben und Maschinengewehrfcuer belegt.
Im Gebiet des Aegäischen Meeres haben feindliche Flugzeuge in der Nacht zum 10. Februar einen unserer Flugplätze überflogen. Von unseren Jagdfliegern angegriffen und von unserer Flak unter scharfes Feuer genommen, entfernten sie sich, ohne Schaden verursacht zu haben.
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„rMeriefeuer auf beiden Seiten iaern. Von den-frühen Ttori— reichte und schwere Geschütze l
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Churchills Hilferufe.
„Ernste, düstere und gefährliche Aspektes
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die nördliche Eismeerzone Finmarken und'Tromsö» jinDerne
In Ostafrlka dauerte die Artillerietätigkeit lm Abschnitt von Keren an. Unsere Luftwaffe hat ununterbrochen Bombenangriffe gegen feindliche Truppen, Kraftfahrzeuge und Artilleriestellungen durchgeführt. Ein Verband unserer Jagdflugzeuge hat bei einem lm Tiefflug gegen einen Flugstützpunkt unternommenen Angriff 15 feindliche Flugzeuge am Boden zerstört.
Feindliche Flugzeuge haben Einflüge auf einige Ortschaften ausgeführt, die dank des raschen Eingreifens unserer Jäger und unserer Flak ergebnislos blieben. Ein Flugzeug des Blenheim-Typs wurde abgeschossen. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt.
Im Morgengrauen des 9. Februar ist, durch starken Nebel begünstigt, ein feindlicher Flot- tenverband vor Genua erschienen. Trotz sofortigen Eingreifens der Küstenabwehr der Kriegsmarine haben die feindlichen Salven, die keine militärischen Ziele trafen, nach den bisherigen Ermittlungen 7 2 Tote und 226 Verwundete unter der Zivilbevölkerung sowie beträchtlichen Sachschaden an Wohnhäusern zur Folge gehabt. Die Ruhe und Disziplin der Bevölkerung Genuas war über jedes Lob erhaben. Eicke unserer Luftformationen hat am Nachmittag die feindlichen Schiffe erreicht und einen Kreuzer durch eine Bombe am
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stadt über die sozialpolitischen Notwendigkeiten bei gegenwärtigen Kriegszeit und des kommenden W« beitsabschnittes nach dem Siege. Der Reichs tteuhän-- der zeigte die Maßnahmen der Lohngestaltung, in*, deren Rahmen u. a. eine grundlegende Urlaubsregelung sowie die Bezahlung der Feiertage unö von Krankheitstaaen eingeführt wurden. Ein Wan- del in der Entlohnung trat mit der zunehmen Verknappung der Arbeitskräfte ein. Das Abgc' en vom Leistungsprinzip bedeutet Untreue gegcifüei einem nationalsozialistischen Grundsätz. Daher schu' der Reichsmarschall im Jahre 1938 die Festsetzung der Löhne auch nach oben. Einzelheiten auf dein Gebiete sozialistischer Gestaltung, so hob der Reichr- treuhänder hervor, müssen im Betrieb geregelt werden. Dazu steht dem Betriebsführer der Vertrauen-- rat zur Seite. Die Arbeit der Vertrauensräte mufi aktiviert werden, um die gewaltigen wirtschaftlichen Anforderungen zu bewältigen. Leistungssteigerung
schwarzes Wasser der sinternden Moorlöcher nck dem Unrat von fauletzden Pflanzenresten hat di « Federn gegerbt; wiesengrünes Wasser, über das dee erste Frost mit dünner Eisschicht geflogen ist, lM ihn bespült und das salzige Wasser der Brandung um Ostseeinseln; die aromatische Heideblüte hat iHv gestreift, die bittere Harzträne der Krüppelkiefer unß das wilde kräftige Aroma der Moosbeeren bviebm im Federbalg zurück.
Wieder ein Vogel in der Luft und am ZVaM weniger. Und ich sehe so, gerne die Lüste und Scev lebendig und vogelbelebt. Warum hat er nicht dm Jäger gemieden! Er ist doch sonst so scheu und NM det den Anblick des Menschen.
Das Fleisch seiner Brust ist gebraten etwas fest Man schmeckt das Wasser heraus, die bittere Bee- renspeise, die sanfte Fadheit der Muscheln und dar Würze der Krebse. Aber die Jäger sagen, man müsse den großen Brachvogel, der auch Regenvost« oder Keilhaken heißt, im Spätsommer essen. W diese Zeit, wo noch eine sirrende, Melancholie Bläue über den nordischen Mooren sich spannt, Y» er schweres und feistes Fleisch angesetzt.
Ich hätte gerne auf diese Kenntnis verzichtet. Mw wäre es lieber gewesen, wenn er im Frühling den Moorsee von Tookern heimgekehrt wäre.
Erleuchtung und Verdunkelung.
Der Polizeimeister Dagn Bro im dänische Praestö diktierte dieser Tage seinem Sekretär soll' gendes: „Wegen Verstoßes gegen die Verdunklung^ Vorschriften wurde Polizeimeister Dagn Bro zu eine Geldbuße verurteilt, die vom üblichen Satz von 1- Kronen auf 20 Kronen erhöht wurde angesichts de. Stellung des Verurteilten, die ihn zu besonderE. Sorgfalt verpflichtet." Dann legte der PolizeiaM 20 Kronen auf den Tisch und erzählte den Hergam) des Falles. Er hatte am Abend vorher Gäste om sich gehabt und einer von diesen hatte versehentH® einen Schalter bewegt. Dadurch war im Garten ei« elektrische Lampe entzündet worden, deren Sche^ dem Gastgeber erst nach 10 Minuten auffiel. 3- seiner „Urteilsbegründung" belehrte der meister sich selbst dahin, daß man während derDea« dunklung auch die Möglichkeit einer fahrlässige Erleuchtung des Gartens aussthließea miW.
Nachruf auf einen Brachvogel.
Von Anton Schnack.
Sein dem Wasser, dem Gras und der Luft gewidmetes Leben ist vorbei, zur Strecke gebracht; der Schuß des Jägers fiel im Morgengrauen eines frostgepeinigten Dezembertages zu Ueberlingen am Bodensee.
Der Vogel wurde geboren auf der Ostgötaebene in Schweden, am Vogelsee zu Tookern. Als der Vogel die Eierschale durchbrach, hatte die Frühlings- wärme die ersten zitternden Sonnenspiele über das weite Moor gelegt, das sich aufrichtende Schilf streckte weiche und hellgrüne üanzenspitzen in die Luft und die Jnfetten sirrten hin und her.
Er wurde seinem Vater ähnlich, ein eleganter Vogelkaoalier, der bestangezogene Mann des Moor- reoiers, und maß, wenn er seine Flügel spannte, siebzig Zentimeter in der Breite. Seine zierlichen Beine steckten in silbergrauem Leder. Der Zehenschuh war schwärzlich gelackt, und feine Spann- Häute verbanden die eine Zehe mit der anderen. Wer putzte sie? Der Tau, der in blinkenden Schnü' ren von Grashalm zu Grashalm gaukelte; die Regenpfützen in der Heide, die vom Gewitter übriggeblieben waren, als es über das ferne Waldgebirge rollte; das brackige Sumpfwasser der Tundren, worin sich die Fischbrut und die Kaulquappen tummeln und die fette Larve der Libelle räuberisch und gefräßig lebt.
Welch ein schöner Schnabel! Ein Dolch, fast ,zwan- zig Zentimeter lang, an der Spitze etwas gebogen, wobei die obere Schnabelkapve eine Kleinigkeit über die untere hinausragt. Der Schnabelansatz bräunelt hell, die Spitze dunkelt beinern wie das Horn der Ziegen. Was macht er mit dieser stolzen Waffe? Fangen und Fischen. Die Natur hat ihm einen reichen Tisch gedeckt. Insekten und Fliegen fängt der Brachvogel anmutig und unfehlbar aus der Lust — der große Schnabel klappt zu wie ein stark gefedertes Messer. Die Tümpel wimmeln von Larven, Schnecken, Muscheln und kleinen Fischen — ein flinker Stoß, ein nachdrücklicher Schluck, und schon äugt er freßbegierig mit der runden und klugen Augenperle nach einem Wurm, der gelb aus der Moorerde sich windet. Dann, zur Abwechslung,
Italienische Verlustliste für Januar.
Rom. 10. Febr. (Europapreß.) Die zuständige italienische Stelle gibt die Verluste der italienischen Truppen in der Zeit vom 1. bis 30. Januar 1941 bekannt. In diesem Zeitraum sind an der griechischen Front 2194 Mann gefallen, 4712 ver- wundet worden und 2639 werden vermißt. In der gleichen Zeit fielen 6 Albaner, 9 wurden verwundet und 63 werden vermißt. — In Italienisch- Ostafrika sind 54 Mann gefallen, 42 Mann wurden verwundet und 7 Mann werden vermißt. — In Nordafrika sind 51 Gefallene, 77 Verwundete und 4080 Vermißte gezählt worden. — Im Januar hatte die Kriegsmarine folgende Verluste zu verzeichnen: 49 Gefallene, 132 Verwundete und 216 Vermißte. — Von der Luftwaffe sind 55 Mann gefallen,' 118 verwundet worden, und 447 Mann werden vermißt.
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Stockholm, 10. Febr. (DNB.) Nachdem be» rette die Londoner Presse über das englische Unternehmen in Nordafrika wahre Orgien gefeiert hat, um diesen Prestigeerfolg mit dem üblichen polm- schen Radau propagandistisch auszuschlachten, hält Churchill nun den Augenblick für gekommen, Amerika für unbegrepzbe Unterstützung geneigt zu machen. Er fühlt, daß ihm das Wasser an der Kehle steht und klammert sich nun an die Hilft der USA. ate letzten rettenden Strohhalm. Wenn er in seiner letzten Rundfunkrede den Geist von Waterloo her- nusbeschwörte, konnte er wohl kaum einen törichte- ren Vergleich finden, denn bei Waterloo tat der englische Feldherr Wellington den klassischen Ausspruch: „Ich wollte, es wäre Nacht, oder die Preußen kämen." So ähnlich steht Churchill jetzt auch da: ,Hch wollte, es wäre Nacht, oder die Amerikaner kämen." So bitter spürt Churchill die englische Schwäche und die geballte Kraft des deutschen Gegners, daß er winselt: „Wir brauchen aufs dringendste ungeheure Lieferungen und beständig Kriegsmaterial sowie technische Maschinen aller Art, und es fit nötig, daß sie hierher gebracht werden. Wir brauchen eine große Menge Handelstonnage, viel mehr, als wir selbst bauen können." Amerika ist Churchills einzige Hoffnung, darum winselt er, irtbem er auf ein Schreiben Roosevelts Bezug
T o k i o, 10. Febr. (DNB.) Der diplomatische Er- olg Japans in der Vermittlung zwischen Judo- china und Thailand und die Friedenskonferenz in Tokio haben die englisch - amerikanischen Pläne chwer getroffen, so schreibt „Tokio Nitschi-Nitschi . Deshalb beabsichtigen die Vereinigten Staaten, deren diplomatische Vertreter im Fernen Osten fieberhaft tätig seien, eine E i n k r e i s u n gsf r o n t gegen Japan oorzubereiten, in die England, 'Ichungking und Niederländisch-Jndien einbezogen werden sollen. Der bisherige USA.-Botschafter in Tschungking, Johnson, habe nach langen Verhandlungen mit Tschiangkaischek einen Aktionsplan nach Washington gesandt, mit dessen Durchführung der neue Botschafter Clarence Gauß, der bisher m Australien tätig war, beauftragt werden solle. Er sieht vor: 1. Unterstützung Tschungkings mit Geld Kriegsmaterial und Beratern (der bisherige Chef des Asiengeschwaders, Admiral Y a r n e l, als null- tärischer und Dr. Currie als wirffchaftlicher Berater); 2. Einkreisungsfront USA.—England—Niederländisch-Jndien — Tschungking gegen Japan, um die Pläne Tokios zu verhindern, da man nach dem Anfangserfolg Japans in Französisch-Jndo- china und in Thailand für die eigenen wirtschaft- lichen und militärischen Positionen fürchte, besonders im Hinblick auf die Philippinen, Niederlan- disch-Jdien und Singapur; 3. eine Sonderkonferenz aller USA.-Wehrmachtsattaäfts im Fernen Osten unter Leitung des Chefs des USA.-Asiengeschwa- ders, Admiral Hart; 4. die Evakuierung der amerikanischen Bürger aus China, nachdem die Banken
Polster er aufgeflogen war, gleichzeitig knickte er voll Anmut in die schlanken Beine. Schön war diese Vorstellung.
Dort hat ihn oft ein alter Mann mit durchdringenden, versengenden Augen, beschattet von einem großen Hut, gesehen und beobachtet. Der Mann hat lange Zeit hinter dem zerrissenen Stamm einer dicken Birke gestanden, so wie Jäger auf der Lauer stehen. War es vielleicht der scheue und merkwür- dige Pan? Der Mann war Knut Hamsun, und er erinnerte sich vielleicht daran, bafc er einstmals als junger Jäger und Liebhaber für Eduarda und Eva Brachvögel geschossen hatte, die er den Mädchen in der Morgenfrühe auf die Fenstersimse legte. Noch einem anderen Jäger ist der Brachvogel begegnet, Herrn Bengt Berg. Einmal sogar am blauen Nil, weit drunten im Süden, auf der Winterreise; und der Brachvogel hatte den Landsmann sofort erkannt und stellte sich ohne Scheu vor ihm auf, damit das Konterfei auf der Platte besonders hübsch gelänge.
Vererbung und Instinkt haben den Brachvogel gelehrt, vorsichtig zu fein. Denn Lust und Erde sind voller Gefahren — der schnürende Fuchs, die Rohrweihe, der Habicht, der Falke; sie trachten ihm alle nach dem Leben. Alles, was sich bewegt, kommt ihm verdächtig vor. Er liebt nur die Genossen seiner Art. Er gehört zu dem Geschlecht der Wächter, und deswegen sind auf den Wanderungen immer dümmere und leichffinnige Vögel um ihn geschart, der Haubentaucher, der Regenpfeifer, der Kampfläufer, die stets aufpaffen und sich danach richten, was der Brachvogel macht. Aber der elegante Aristokrat kümmert sich wenig um sie.
Von den Menschen hat er am liebsten die Hirten, wenn sie mit Schafherden ober Renntieren durch die Moocheide ziehen. Auch die Bauern, die hinter dem Pfluge hergehen oder aus dem umgehängten Sack das Saatkorn in das Fett der schwarzen Erde werfen.
Nun hatte ich seinen Balg kn der Hand. Die viel- fach weißgraue Befiederung entzückt mich. THt den Fingern durchstreiche ich den weichen Federrock und rieche, was der Brachvogel geliebt und ausgesucht hat. Der Duft des fteinarauen. Wassers spätherbstlicher deutscher Binnenseen schwebt darin, kalkig und kiesbesat ist es gewesen; mooriger, Höllen-
ein paar sauersüße Beeren vom Moosbeerenstrauch, oder ein Schnabel voll junger Mütter, gelegentlich auch ein Biß nach zarten Grasspitzen. Des Vogels Tritt ist leicht und groß bemessen, aber stets zierlich und voll Würde. Das Wasser liebt er leidenschaftlich, und er schwimmt und gründelt in ihm, er watet im seichten Uferrand mit den Stelzen, ober spiegelt sich darin in gefälliger Eitelkeit.
Oh Zauber der Tundren! Weithin nur Gras, Gestrüpp und Moorpflanzen, Schilffpeere und Krüppelkiefern. In dieser heimlichen und menschenleeren Welt befindet sich das unscheinbare Nest für das Gelege — eine kleine Vertiefung im harten Riedgras, das ist alles.
Silbern blüht die Mitffommernacht... Durch die weiße unb verschleierte Weite singt die Stimme der Vogelliebe. Hundert andere antworten und stimmen ein zitterndes, lockendes und wehmütig seliges Flötenkonzert an und verzaubern das sinternde Moor und die Demut der Heide^ Dort wartet auf ihn das Weibchen, wenn er von der Winterreife zurück- kehrt, dort stehen die VogelbrWer auf den runden erhabenen Grasbülten, summen und flöten, Klänge wie aus einer Okarina gelockt. Liebe rufen sie, Liebe locken sie, und die warmen Nächte des nordischen Sommers schenken dem Brachvogel keinen Schlaf; durch die bleichen Lichtschleier, worin die Birken ge- senstisch stehen, ruft und zittert die Vogelunruhe.
Die einsame Moorherde ist die Lieblingslandschaft des Brachvogels. Sie liegt eingebettet zwischen einem Gebirgszug im Süden und schwarzen alten Wäldern im Norden. Der Südwind bricht ihren Winterschlaf auf und mit dem Südwind kehrt der Vogel im braun» und graukarierten Federrock ins Moorland heim.
Dort hat ihn der Knabe Niels Holgerfen gesehen, der die wunderbare Reise mit den Wildgänsen machte. Taü... taü ... lockte der Brachvogel. Das bedeutete: Hochwillkommen, lieber Knabe Niels! Und der Brachvogel machte, um den Knaben zu erfreuen, ein paar herrliche Lustspäße, indem er zu beträchtlicher Höhe aufftieg, dann die Flügel an die Brust zog und wie ein schwerer Stein zu Boden sauste, aber einige Meter über dem Boden öffneten sich die Schwingen und der Vogel landete nach verschiedenen ausdrucksvollen Schwenkungen und Flü- gsljchlagen auf der gleichen Grasbülts, von deren
können. Er verzichtete feierlich auf jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten der iberoamerifani- schen Staaten und auf die Anwendung von Gewalt ihnen gegenüber. .. _
Kuba ist heute die Zuckerdose Nordamenkas. Die- ausgedehnten Zuckerrohr-Plantagen auf der Insel befinden sich fast ausschließlich im Besitz nordamen- kanischer Kapütalisten, und da Kuba zudem dem Panamakanal vorgelagert ist, so wäre die große und reiche Insel ein willkommener Bissen, den man gerne untef dem Vorwande eines Schützgürtels gegen die Angriffslust der totalitären Staaten Europas schlucken würde. Es ist zwar diesmal nur bei dem Vorschlag im Senat von Washington geblieben, die Regierung der Vereinigten Staaten hat sich nicht mit ihm identifiziert, aber die Tatsache allein hat genügt, um in Havanna, das durch die Erfahrung klug geworden ist, helle Empörung her- vorzurufen. Auch Madrid protestierte gegen diese Attacke auf die „Hispanität".
Es scheint nun, daß der nordamerikanlsche Appe- tu noch weiter über Kuba hinausreicht. So wird i B. aus Buenos Aires gemeldet, daß zwischen London und Washington Verhandlungen über die Abtretung der Falklandinseln an die Vereinigten Staaten schweben. Die Falklandinseln
Heck getroffen. Englische Flugzeuge haben einige Einflüge auf Livorno und auf die Umgebung von Pisa durchgeführt, wo kein Schaden festgestellt wurde. 3n Livorno wurde ein feindliches Flugzeug von der Flak abgefchossen.
Oie Kämpfe
an der albanischen Front.
Belgrad, S. Febr. (Europapreß.) Italienische Flugzeuge griffen am Sonntag Saloniki sowie andere Staate in Griechenland und im besetzten TM Albaniens an. Wie es heißt, wurden auch Koritza und Prevesa aus der Lust angegriffen. Der Schaden an militärischen Objekten soll be- anders in Prevesa bedeutend fein. Weiter wurden verschiedene Ortschaften des Peloponnes angegriffen.
An der attxmffchen Front sotten, wie von grie- chischer Seite berichtet wird, die Italiener, unter- stützt durch Tankabteilunaen, nordwestlich von Tepeleni zum Angriff ausgeholt haben. Ueber den Ausgang der Operationen liegen keine Einzel' heiten vor. Es heißt lediglich, daß es sich um einen überraschenden Angriff handelte, der imt größeren Einheiten durchgeführt wurde. — An der Nordfront scheint sich das ArMerieftuer auf beiden Seiten jeden Tag zu steiaern. Don den -frühen Morgenstunden an sollen leichte und schwere Geschütze b e i Moskopolis und am Ochrida-See ständig gefeuert haben. Die Einschläge der Granaten wurden entlang der jugoslawischen Grenze deutlich gehört. Die Operationen an der Südfront waren durch heftige Regen fälle behindert.
Kleine polittsche Nachrichten.
In Berlin fand eine Arbeitstagung der Gauwirt, schaftsberater statt. Referate hielten der Reichsmini, fter für Bewaffnung und Munition, Hauptbefehls» (eiter Dr. Todt, Reichskommissar für die Preisbil- düng Gauleiter Wagner und Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium Dr. Landfried. Reichs, organifationsleiter Dr. Ley zeigte die Grundzüge, nach welchen die soziale Lebensgestaltung des deut- schen Schaffenden eingerichtet werden wird.
Don Prag kommend traf der Stabschef der SA. in Reichenberg ein zum Besuch der SA.-Gtuppe Sudeten. Gruppenführer May stellte die Führer der Standarten und Mitarbetter seines Stabes vor.
Aus Anlaß der feierlichen Uebemahme der Aus- landsvrganisation Luxemburg in die NSDAP, de, Gaues Moselland veranstaltete die Partei eine Künd- asbuna, in der die Gauleiter Bohle und Simon den Deuffch-Luxemburgem den Weg in bte Zukunft auf. zeigten.
nimmt, weiter: „Setzen Sie Ihr Dertramn in uns. Wir werden nicht erlahmen und nicht zögern. Wir werden nicht versagen und nicht müde werdem Weder ein plötzlicher Schock in der Schlacht, nach lange Bewährungsproben an Wachsamkett und Anstrengungen werden uns erschöpfen. Geben Sie uns Werkzeuge, und wir werden das Werk vollenden."
Im übrigen versucht der Heuchler , dem britischen Volk wieder neue Hoffnungen vorzugaukeln. Hatte er einst den Winter als Englands „mächtigen Verbündeten" gepriesen, so vertröstet er jetzt mit den „kürzeren Nächten, die auch die Angriffe kürzer werden lassen". Zaghaft muh er allerdings zugeben, ,^aß inzwischen London und die großen Städte die feindllche Behämmerung weiter erleiden müßten". Auch ist Churchills Geständnis bemerkenswert, daß „schließlich und endlich der Ausgang dieses Krieges durch das entschieden wird, was sich auf den Ozeanen und in der Luft und ganz besonders auf unserer Insel ereignet". Soviel Churchill auch in banger Ungewißheit spekuliert, was nach der „Pause" geschehen wird, darin hat er recht, wenn er von „ernsten, düsteren und gefährlichen Aspekten" spricht und nicht verhehlen kann, ,Haß der Krieg baß) m eine Phase wachsender Heftigkeit eintritt".
unb Großfirmen schon geschlossen ober stark verkleinert wurden. Das Blatt schließt aus diesen In- ; formatierten, daß Japan wach unb gerüstet i sein müsse.
Japaner verlassen die USA.
Yokohama, 10. Febr. (Europapreß.) Trotz der Ankunft des neuen japanischen Boffchafters Noma r a in Washington beginnt die Evakuierung der Japaner aus den Vereinigten Staaten. Japanische Frauen und Kinder werden mit der „Tatsuta Maru" am 27. März und mit der „Nitta Maru" arti 11. April das Gebiet der Vereinigten Staaten verlas, sen und in ihre Heimat zurückkehren. Japanische Kreise in Neuyork erklären die Abwanderung aus USA. mit der Verringerung des Handelsvolumens. Man erwartet eine Reduzierung des Handels ab 15. Februar um 80 v. H., da neue Seftimmungcit ein Total-Aussuhrverbot für Treibstoff vorsehen, während bisher nur die Ausfuhr von Flugzeug- Treibstoff verboten war.
England zieht in Hinterindien Truppen zusammen.
Mailand, 10. Febr. (Europapreß.) Wie die „Gazetta del Popolo" meldet, zieht England Trup. pen an der malayisch -thailändischen Grenze zusammen. 15 000 Mann der indischen Armee seien an die malayische Grenze geschickt worden.
sind zwar durch einen Flottenüberfall von England geraubt und besetzt worden, und aus diesem Pira- tenakt leitet England seine Souveränitätsrechte über die Inseln ab. Aber Argentinien, dem die Inseln in Wirklichkeit gehören, hat das „Fait accomph“ niemals anerkannt und hält seine Ansprücke auf den Besitz der Falklandinseln aufrecht. Dieser Handel hinter dem Rücken Argentiniens wird in Buenos Aires übel vermerkt.
Dieselbe Meldung berichtet auch über Verhandlungen zwischen Nordamerika und England über eine evtl. Besetzung der Azoren unb der Kap- Derdischen Inseln, die eine hervorragende strategische Bedeutung im Atlantischen Ozean haben. Die Verhandlungspartner scheint die Tatsache nicht zu stören, daß diese beiden Inselgruppen portugiesisch find unb niemals zum angelsächsischen Bereich gehört haben. Da Portugal aber wieder- holt seine Neutralität betont hat unb niemals auf seine souveränen Rechte verzichten wirb, so könnte die Besetzung der Azoren nur durch einen Piraten- streich erfolgen. Ob sich nun die beiden anglosachst- chen Staaten, die angeblich für das Recht der kleineren Völker unb für die Demokratie kämpfen, zu diesem Gewaltstteich enffchließen werden, bleibt abzuwarten. U. St
NSG. Der Gauobmann der Deutschen Arbeit- > ।
front, Gauamtsleiter Willy Becker, und bti I . Reichstreuhänder der Arbeit, Dr. Semmel ter, .. sprachen vor 1400 Betriebsführern, Betriebs ob männern und Vertrauensmännern des Kreises Darin-


