Aus der Stadt Gießen.
Oie Briefmarke als LeKrerin.
Zum Tag der Briefmarke.
Der 12. Januar ist der „lag der Briefmarke". Für diesen Tag halten einzelne Städte besondere Briefstempel bereit, so z. B München, die Hauptstadt der Bewegung: in früheren Jahren fanden häufig Briefmarkcnausstellungen statt, in denen manchmal wahre Prachtstücke zu sehen waren. Aber mit diesen Seltenheiten wollen wir uns heute nicht beschäftigen, sondern wir wollen betrachten, was das Briefmarkensammeln dem bescheidenen Sammler bietet, dessen Markenalbum keine „blaue Mauri- tius* oder ähnliche märchenhaft« Stücke aufzuwei- sen hat. Da ist denn, neben der Freude am Sammeln, gewiß nicht gering anzuschlagen, die Belehrung, die der Sammler aus eingehender Beschäftigung mit den Marken schöpfen kann. Zunächst natürlich erweitern sich seine erdkundlichen Kenntnisse um ein Beträchtliches. Ich weiß nicht, ob allen Lesern die Caymaninseln oder die Länder Aquipa und Aitutaki bekannt sind. Dem Markensammler fließen derartige Namen mit leichter Selbstverständlichkeit von den Lippen.
Nicht nur über die verschiedensten Länder weiß er Bescheid, auch die aberteuerlichsten Städtenamen sind für ihn ke n G"k"' mnis, dank den Ortssttrn ieln der Marken. Die Poststempel vermehren außerdem die Möglichkeiten des Sammelns: gibt es doch nicht we-
Verdunkelungszeit
in der Woche vom 12. bis 18. Januar: 17.40 Uhr bis 9.20 Uhr.
Bei den Nachrichtenhelferinnen des Heeres.
Ein Besuch in ihrer Ltnierkunst. - Ihr Dienst und ihre Freizeitgestaltung.
Seit einiger Zeit begegnen wir in den Straßen oder auf der Bahn einzelnen oder mehreren junaen Mädchen, gelegentlich auch in geschlossener Marsch, gruppe, die einheitliche Uniformierung tragen und in ihrer abretten Kleidung einen erfreulichen Anblick bieten. Die Uniform läßt sogleich auf die Zugehörigkeit dieser Mädel zu unserer Wehrmacht schließen. In der Tat handelt es sich bei ihnen nicht um Soldaten im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern um Gefolgschaftsmitgliedet des Heeres. Es sind Nachrichtenhelferinnen des Heeres, denen die Aufgabe zuteil wurde, ihre Kraft im Dienste der Wehrmacht in den besetzten Gebieten einzu- setzen.
Die Nachrichtenhelferinnen muffen mindestens 21 Jahre alt fein. Die Einberufung zu dieser Tätig- keit erfolgt auf freiwillige Meldung hin. Damit ist die Gewähr gegeben, daß bei allen Helferinnen von vornherein die notwendige ideelle Dienstbereitschaft vorhanden ist und die Arbeit mit Lust und Liebe zur freiwillig übernommenen Aufgabe geleistet wird. Die (Einberufung erfolgt durch die stellvertretenden Generalkommandos. Die Mädchen werden notdienstverpflichtet, erhalten eine wehrfold- artige Vergütung, gewissermaßen eine Art Ehrensold, freie Unterkunft unb Verpflegung. Durch die Notdienstverpflichtung haben sie die Gewähr, daß ihnen der bisherige Arbeitsplatz in ihrer Heimat gesichert wird und ihnen alle Sozialfürsorge zu- kommt, die auch der zum Wehrdienst einberufene Soldat erhält.
Im besetzten Gebiet haben sich die Nachrichtenhelferinnen auch für das Kriegs-DinterhUfswert eingesetzt und WHW.-Abzeichen an Solbaten verkauft. — (PK. v. d. Piepen. — Scherl-M.)
nige Sammler, die Marken mit allen vorkommenden Abstempelungen eines Landes sammeln und es fo in- und auswendig kennen lernen, wobei allerdings Vorbedingung ein deutlich lesbarer Stempel ist, der beinahe zu Den Seltenheiten gehört.
Auch über die Sprache des betreff.nD^i Landes unterrichtet uns die Marke, über feine Münzwäh- rung, ja sogar das politische Geschick eines Staates können wir in gewissem Umfang von dem kleinen bunten Stückchen Papier ablefen. Es verrät uns, ob fein Ursprungsland Monarchie oder Republik tst, ein unabhängiger Staat ober ein selbständiges staatliches Gebilde innerhalb eines Staates — ich nenne die Wirten des Vatikans und die von San Marino, eines winzigen Staates im Staat (politisch zu Italien gehörig), der zahllose Markenserien heraus- gibt, um den Staats- (richtiger wäre „Stadt"-) fädel zu füllen.
Die Marke sagt uns, ob sie aus einer Kolonie stammt, und da wieder, ob es sich um eine italienische, spanische (und hoffentlich bald deutsche), oder welchem Land immer anqcborenbe Ko'onie handelt, sie zeigt Gewinn und Verlust von Kolonien an.
Besondere Ereignisse finden ihren Niederschlag in Sondermarken. Ich greife einige heraus: Da liegt vor mir eine Marke der Deutschen Gewerbeschau in München 1922, Marken vom Turn- und Sportfest in Breslau, vom Olympia, von der Leipziger Messe, von den Reichsparteitagen. Eine andere mahnt: „vergiß nicht den 9. November 1931?" andere erinnern an die Heimkehr des Saargebiets. Wieder eine andere ist gedruckt zum 100. Jubiläum der Eisenbahn und zeigt die erste Lokomotive. Sehr zahlreiche Markensonderserien hat Italien heraus- aegeben, darunter solche zum zweitausendsten Geburtstag des Augustus, zur Hundertjahrfeier von Lwnardo, Giotto, Svontini, Strad'vari, des hl. Franzi«cus und Antonius usw., usw. Daneben stehen solche Marken, deren Erlös der Jugend zugutekommt, ähnlich unseren Nothilfe- und jetzt Win- terhilf-marken Auch als Sondermarken anzusvre- chen sind die deutschen Luftschutz-, sow'e die Zei- tunamarf('n. letztere einen über den Erdball hin- eilenden Reporter zeigend: die deutschen Dienstmarken weisen das Hoheitszeichen auf.
Auch die zoologischen Kenntnisse werden angenehm bereichert durch die Tierbilder, mit denen manche Länder ihre Marken schmücken. So finden wir auf neufiindländischen Marken den Hund, das Lama auf solchen von Peru, den Bären, den Afien, das Nashorn, Tapir, Krokodil und Hirsch auf den Marken von Nord-Borneo: asiatische und afrikanische Marken tragen Abbildungen, von Elefanten, Dromedaren, Löwen, Tigern ober Leonarden; den Bison zeigen Marken der Vereinigten Staaten von Nordamerika und von Uruguay, Kanada den Biber, Neusüdwales Känguruh, Emu und Leiervogel, ß-b-ria Flußpferd, Eidechse und Reiher, West- Australien den Schwan, Strauß und Giraffe, während Neuseeland gar mit dem Kiwi- und dem Lwiavogel aufwartet. Tasmanien mit dem Schnabelfier und Neukadelonien mit dem Kagu- vogel. Spärlicher ist die Pflanzenwelt ver- treten, doch findet sich die Palme häufig, die Marken von Tonga zeigen den B^otfruchchaum, einige österreichische Marken zeigten die Aehre und ähn- lick's mehr.
Daneben gibt es Marken mit — teilweise sehr re'wollen — Landfchafis- und Städtebildern, so z. D. in Ungarn, in Guatemala, in Nicaragua, Mexiko, Kreta, Uruguay und den Vereinigten Staaten, außerdem Marken mit Szenen aus der Entwicklung eines Landes: Landschaften unter anderem auch bei den höheren Werten der vor dem Weltkrieg a°druckten beugen und bei den WinterhiEsmarken ^Heidelberger Schloß, deutsche Aloenstraße usw.). bei denen vom internationalen Gemeindekongreß 1926 im Saargebiet, auf Marken der USA., Argentiniens, auf solchen von Trinidad — hier z. B. die Landung des Columbus, auf den neuseeländischen die Landung Cooks.
Auch völkerkundlich kann sich der Markeniamm- ler belehren, denn auch mit Szenen aus dem Volksleben sind eine Anzahl von Marken geschmückt (z. B. einige chinesische), wohl auch bann und wann mit Trachtenbild'ern. Andere Markenbilder schildern die Arbeit des Volkes — z B. deutsche und ungarische die des Landmanns, Säen und Ernten, eine andere deutsche die des Schmiedes. Technische Errungen- schäften kommen zu ihrem Recht: zunächst finden sich Abbildungen des Postreiters (Vereinigte Staaten), es folgen Eisenbahnen von der ältesten bis zur neuesten Konstruktion, Segel- und Dampfschifie sind ungemein häufig, Fahrräder und Automobile treten auf, den Abschluß bilden die Flugpostmarken. Die Köp^e bedeutender Männer werden dem Sammler vertraut beim Studium z. B der Marken der Vereinigten Staaten, deutschen Marken, einer ungarischen Jubiläumsmarke und vieler anderer mehr, er lernt die Schutzpatrone einzelner Länder kennen, aus einigen Marken findet er die bevorzugten Kunst- werke ober Denkmäler eines Landes.
Eine Reihe von Marken desselben Landes aus verschiedenen Zeiten stellt gewissermaßen eine Art von kurzem Geschichtsabriß dar. So gab z. B. die Republik Frankreich Im Jahve 1849 Marken mit
Nack einem mehrwöchigen Ausbildungskursus am Sitze des stellvertretenden Generalkommandos, bei dem die Mädchen noch Zivilkleidung tragen, werden sie der Heeresschule für Nachrichtenhelferinnen überwiesen, die als einzige Einrichtung dieser Art im Reich besteht. Hier werden sie uniformiert und in Einheiten zusammengefaßt. Die Uniform besteht aus einem blaugrauen Straßenkostüm, grauen Strümpfen und schwarzen Halbschuhen. Die Kostümjacke hat auf der rechten Brustsette das Hoheitsabzeichen der Wehrmacht, auf dem linken Aermel den Blitz der Nachrichtentruppe. Unter der Jacke tragen die Mädel eine hellgraue Hemdbluse mit Umlegekragen und einen schwarzen Binder mit breitumranbeter Vorstecknabel. Als Kopfbedeckung wird eine gelbpaspelierte Mütze in Schiffchenform wie die Feldmütze unserer Solvaten getragen. Zum Schutze gegen schlechtes Wetter bienen ben Helferinnen em arauer Mantel unb ein hellgrauer Umhang mit Kapuze. Die Führerinnen Haden, am Kragen der Jacke einen gelben Paspel in ber Farbe ber Nachrichtentruppe. Die Oberführerinnen einen silber-schwarz-golddurchwirkten Paspel, die Haupt- führerin einen Paspel in Gold.
Die Heeresschule für Nachrichtenhelferinnen glie- bert sich in Stab und Bereitschaften: jebe Bereit, schäft besteht aus mehreren Zügen zu je vier Ka- meradschaften. Die Kameradschaft untersteht einer Oberhelferin, die am linken Aermel der Jacke einen Winkel trägt. An der Spitze eines Auges steht die NH.-Führerin. Die Bereitschaft wirb von einer Odersührerin geführt. Leiter ber Heeresschule für Nachrichtenhelferinnen ist der Kommandeur.
In der Heeresschule für Nachrichtenhel,erinnen
dem Kopf der Freiheitsgötttn aus, die des Jahres 1852 zeigen ben Kopf bes Präsidenten Napoleon, wenig später den des Kaisers mit der Umschrift „Empire Fran^ais“, 1870 erscheint bann wieber bie Freiheitsgöttin. Aehnliches finoen wir bei den Marken anderer Länder.
Auch wirtschaftsgeschichtliche Kenntnisse vermitteln uns bie Marken — man denke nur an die Inflation, bei denen wir an Hand ber immer höher lautenden Auf- und Ucberbrucfe ben rasenden Sturz der Mark verfolgen können — vom Krieg und seinen verschiedenen Schauplätzen erzählen die Feld- poststücke (natürlich Haden nicht nur neuere Kriege Einfluß auf bie Marken genommen, sondern auch frühere Kriege wie Burenkrieg, Boxeraufstand usw. haben das getan unb sei es nur durch die Stempel), hier finden sich teilweise fremde Marken mit deutschem Ueberbrud; bie Marken erinnern uns an die Entwicklung von der Kleinstaaterei zum geeinigten Reich: bie Marken des Norddeutschen Bundes verschwinden, ebenso bie Badens, Bayerns unb Württembergs, es bleibt die deutsche Marke, leider zu gewissen früheren Zeiten künstlerisch sehr unerfreulich, während bie bayrischen Prinzregenten- und Königsmarken sowie bie von Oesterreich in ben Jahren 1906—08 fjerausgegebenen Marken wirklich schön waren.
Sogar über bie Stimmung eines Volkes vermögen die Marken auszusagen: man denke z. B an bie österreichische Marke, bie einen niedergebrochenen Gefesselten darstellt und an ihr Gegenspiel. die Marke mit der kettensprengenden Tsche- cho-Slowakei. (!)
Es erhellt schon aus dieser kleinen Auslese, daß das Markensammeln keineswegs so albern unb unnütz ist, wie manche Leute geneigt sind, zu behaupten, daß es im Gegenteil, mit Liebe und Verständnis betrieben, eine Fülle von Kenntnissen aller Art zu vermitteln vermag. Also, ihr Jungen unb Mädchen, nur immer lustig weitergesammelt. E. Bgl.
Hornofixen.
Tageskalender für Samstag.
Stabttheater: 19 Uhr NSG. .Kraft durch Freude" „Der Vogelhändler" — Gloria-Palast, Seltersweg: „Bismarck". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Zwischen Hamburg und Haiti".
Tageskalenber für Sonntag.
Stabttheater: 15 15 Uhr „Der Ahnenpaß": 19 Uhr „Madame Butterfly". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Bismarck". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Zwischen Hamburg und Haitt".
Stabttheater Gießen.
Am Sonntagnachmittag wird als Frembenvor- fteüung ber große Silvester-Erfolg, „Der Ahnen- paß". Schwank von Max Neal unb Fr. Rudolf Frank, wiederholt. Spielleitung: Karl Volck. Bühnenbild: Karl Löffler. Außer Miete! — Abends wird bie Oper von Giacomo Puccini „Madame Butterfly" wiederholt. Das Werk ist unter der musikalischen Leitung von Otto S ö l l n e r von Max Schwarze als Gast vom Deutschen Theater Wies- haben neulnszenievt und wurde vollständig neu ausgestattet. Bühnenbild: Karl Löffler.
Dienstag, 14. Januar: „Tiefland", Oper von b'Albert. 16. Dienstag-Miete.
Mittwoch, 15. Januar Gastspiel Georg Alexander „Der Elfte aus der Reche". Komödie von Corrs/
wird bie am Sitze des stellvertretenden Generalkommandos begonnene Ausbildung der Helferinnen in einem mehrwöchigen Lehrgang vollendet. Neben der Vervollkommnung ber technischen Fertigkeiten der Helferinnen im Fernsprech- und Fernschreib, dienst handelt es sich hier in der Hauptsache darum, die aus allen Teilen des Reiches stammenden Mäd- chen einheitlich auszurichten, damit sie auch in ber Öffentlichkeit als eine gut disziplinierte Gemeinschaft erfd)einen. Zu diesem Zwecke werden täglich Ordnungsübungen durchgeführt, die natürlich nicht bem Exerzieren der Soldaten gleichzusetzen sind, aber doch gewisse Anklänge erkennen lassen. Dazu gehört ferner bie Pflege bes gemeinschaftlichen Singens von Marschliedern unb anderen frischen Ge- fangen aus bem reichen Liedgut unserer Zeit, bamit bie Mäbel, bie ja keine Soldaten sind, nach ihren Liebern in guter Marschbisziplin geschlossen auftreten. Bei bieser Ausbildung wird stets darauf gesehen, daß das Frauliche gewahrt bleibt Um bem schnell ermübenben, nervenaufreibenden technischen Dienst einen gesunden Ausgleich für ben Körper entgegenzusetzen, werden Turnen, Sport unb Schwimmen, überhaupt alle ber Frau ent- sprechenden Leibesübungen gepflegt. Turn- unb Sportlehrerinnen haben hier ein weites Arbeits, selb. Die Freizeitgestaltung wirb ebenfalls mit größter Sorgfalt burchgeführt Hier stehen das Singen, bie Pflege bes Geistes durch gute Bücher, Geselligkeitsspiele usw. im Vordergrund der Betreuungs. arbeit. Es wirb also nach jeder Richtung hin alles getan, um den Helferinnen neben ihrem Dienst mancherlei Entfpannungs- unb Erholungsmöglich- feiten zu bieten.
Sodalb die Helferinnen ausgebilbet sind, stehen sie zum Einsatz in ben besetzten Gebieten bereit. Auf Abruf finden sie bei den verschiedensten Korn- mandostellen als Fernsprecherin ober Fernschreibe« rin Verwendung, vor allem in größeren ortfesten! Vermittlungen vei höheren militärischen DienftfteU len. Damit erfüllen sie eine ausgesprochene Frauen^ arbeit, wie sie auch in ber Heimat fast überall nun von Frauen verrichtet wird. Die geistige unb soziales Betreuung ber in ben besetzten Gebieten tätigen] Helferinnen wirb von ihrer Stammeinheit, oefi Heeresschule für Nachrichtenhelferinnen, nach wie vor fortgeführt. In weitgehender Weise werden habet die Wünsche der Helferinnen erfüllt, fei es die Beschaffung von Büchern oder Musikinstrumenten, ober seien es andere der Freizeitgestaltung dienende Dinge der verschiedensten Art. Helferinnen, bie sich in ihren Dienststellen brauhen in frembem Land besonders bewähren, können zu Führerinnen auf* rücken, nachdem sie in der Heeresschule für Nachrichtenhelferinnen einen Führerinnen-Lehrgang erfolgreich durchgemacht Haden.
Für die jungen Mädel ist in ihren Unterkünften in der Heeresschule für Nachrichtenhelferinnen nach jeder Richtung hin vortrefflich gesorgt. Wir konnten recht wohnlich eingerichtete Aufenthalts- und Schlafräume, schöne Gemeinschaftsräume für bie Freizeit, moderne Bade- unb Wascheinrichtungen usw. sehen unb von ber guten ärztlichen Betreuung in einem Krankenrevier hören, in bem auch eine DRK.-Schwester ständig zum Dienst bereit ist. Es wird zu jeder Zeit alles getan, um ben Helferinnen ihren Dienst körperlich unb geistig zu erleichtern.
B.
Ackille. Außer Miete! Die Mittwoch-Miete wird nachgeholt.
Donnerstag, 16. Januar: Gesckl. Vorst f. KdF. 8er Ring 4. Vorst. „Der Dogelyändler", Operette von Zeller.
Freitag, 47. Januar: „Madame Butterfly", Oper von Puccini. 17. Mittwoch-Miete!
Sonntag, 19. Januar: Nachmittags-Fremdenvor. stellung zu kleinen Preisen. Zum letzten Male „Dr. med. Hiob Prätorius" Komödie von Goetz. Außer Miete! Abends „Der Dogelhänbler", Operette von Zeller. Außer Miete!
Gießener Vortragsring.
Im Rahmen des Gießener Dortragsringes veranstalten die Dolksbildunasstätte Gießen, der Goethe- Bunb unb die Kulturelle Vereinigung am Montag, 13. Januar, einen Vortragsabend, an bem ber Mu- ükschriftsteller Alfred Pe U e g r i n i einen Lichtbil- oervortraA mit Erläuterungen am Flügel unb zur Violine über bas Thema „Richarb Wagner, seine beutsch-kulturelle Sendung unb sein berühmtes Bay- reuther Festspielwerk" halten wird.
Gießener Konzertring.
Das nächsten Solistenkonzert des Gießener Kon- Aertrlngs findet nächsten Donnerstag, 16. Januar, statt. Vasa Prihoda veranstaltet einen Diolin- abend. Bei seinem früheren Auftreten in Gießen hatte ber Künstler bereits außerordentliche Erfolge. Auf weiten Konzertreisen hat Vasa Prihoda inzwischen einen internationalen Ruf erworben.
B5-6eineinf6flft M Stuft önnfi Srenöe
Berufs- unb Amateurphotographent
Wir suchen gute Aufnahmen aus dem Rhein- Main-Gebiet. Abdruck wird honoriert. Einsendungen an die Presseabterlung der Gauwaltung Hessen- Rasiau der DAF., Frankfurt a. M., Bürgerstrahe Nr. 69/77. 149D
Erster Op'ersonntag des Zahres 1941
lieber den Sieg der deutschen Waffen im Jahre 1941 steht groß und verpflichtend das Wort Opfer. Aeußerste Kraftansvannuna bis zur Aufopferung des Lebens Haden feinem Sinn die höchste Erfüllung gegeben. Es wäre vermessen, ein Wort von solcher Inhaltsschwere für unsere kleinen Gaden und Spenden in Anspruch zu nehmen, es sei denn I mit grenzenlosem Dank. Nur der Dank, ber unsere Herzen erfüllt, kann das, was wir in der beschütz- ten Heimat tun unb geben können und „Opfer" nennen, der Opfer an Bl-ut und Leben sowie her beispiellosen militärischen Siege wert unb würdig machen. Am morgigen Sonntag ist unser Opfer wieder Ausdruck unserer nattonalsozialistischen Hal- tung!
Auszeichnungen
für Gchwerverwundete des Heeres.
Da festgestellt worden ist, daß noch nicht alle in diesem Kriege schweroerwundeten Angehörigen des Heeres, insbesondere diejenigen, die bereits aus dem aktiven Wehrdienst entlasten worden sind, im Besitz ber ihnen zugedachten Auszeichnungen, z. B. des Verwundetenabzeichens, sind, werden sie hiermit aufgeforbert, sich bei Ihrem zuständigen Wehrmeldeamt zu melden.
Vorsicht vor der Gtrahe^bahn.
Dolksgenoste! Zahlreiche Unfälle ereignen sich bei Dunkelheit durch Unachtsamkeit beim Herannal)en von Straßenbahnen. Bedenke, daß Straßenbahnen vorn mit nur einer, dazu noch abgedunkelten Lampe versehen sind und daß der Sttaßenbahnsührer es darum während der Dunkelheit besonders schwer hat. E r kann dich also erst sehr spät wahrnchm^n; du aber kannst die herannahende Straßenbahn bei einiger Aufmerksamkeit schon aus größerer En.ser- rrung erkennen. Auf- unb Abspringen während ber Fahrt bedeutet bei Verdunkelung Selbstmord.
(Siebener Dochenmarklpreise.
Nachstehende Preise sind Händlerpreise unb verstehen sich für A»5öare. Für B-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger.
* Gießen, 11. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Y» kg 1,80 RM.» Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Kühlhauseier 11 bis 12, Wirsing, Y kg 8, Weißkraut 7, Rotkraut 8, gelbe Rüben 10, rote Rüben 8, Spinat 20, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 8, Rosenkohl 15 bis 32, Zwiebeln 12, Schwarzwurzeln 21, Feldsalat 80, V« 8, Aepfel, Y kg 30 bis 35, i Birnen 30, Lauch 20, Sellerie 15 bis 16, Endivien, das Stück 10 bis 11 Rpf.
Strafkammer Gießen.
Der Zigeuner August Weiß aus Oberrobenback hatte sich gestern wegen Diebstahls, Hehlerei unb Urkundenfälschung zu verantworten. Er war beschuldigt, im Jahr 1937 ein Damenrad entwendet unb in den Jahren 1937 unb 1938 ein Damen- unb ein Herrenrad, bie beide gestohlen waren, verkauft zu haben. Weiß hatte sich ferner einem Ge- fängnisvocsteher gegenüber mit bem Namen St. B. ausgewiesen unb war unter biesern Namen in das Gefangenenbuch eingetragen worden.
Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahr unb vier Monaten. Der Angeklagte wurde wegen Diebstahls, Sachhehlerei in zwei Fällen unb mittelbarer Falsckbe- urfunbung zu einer Oefamtgefängnis- [träfe von einem Jahr unb zwei Monaten verurteilt. Straferschwerend wirkten die Vorstrafen und die Zugehörigkeit zu einer Zigeunerdiebesbande, die bereits abgeurteilt ist. Strafmildernd kamen das Geständnis unb ber Umstand, daß sich ber Angeklagte in den feinen jetzigen Straftaten vorausgehenden 10 Jahren keiner stra baren Handlung schuldig gemacht hatte, in Betracht.
Ortszeit für ben 12. Januar.
Sonnenaufgang 9.33 Uhr, Sonnenuntergang 17.35 Uhr. — Monduntergang 8.12 Uhr, Monbaufgang 16.58 Uhr.
Ortszeit für ben 13. Januar.
Sonnenaufgang 9.32 Uhr, Sonnenuntergang 17.37 Uhr. — Monduntergang 8 57 Uhr, Monbaufgang 18.02 Uhr. Dollmonb 13.04 Uhr.
3hret. Kranken kaffe


