Ausgabe 
10.11.1941
 
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Sterbefälle.

16.10.1941: Fabrikarbeiterin Marie Hofmann, 15 Jahre, Heuchelheim, Kreis Gießen, Ludwig- strahe 4; Helga Staudinger, 3 Monate, Giehen, Walltorstraße 47; Wagnermeister Heinrich Spies, 70 Jahre, Giehen, Horst-Wessel-Wall 27. 17. 10.: Elisabeth Prinz, geb. Sauer, 76 Jahre, Giehen, Lindengasse 14; Wilhelmine Hofmann, geb. Hau­bach, 77 Jahre, Giehen, Frankfurter Str. 12. 18. 10.: Büglerin Katharine Kaiser, 45 Jahre, Giehen, Krofoorfer Str. 1. 19. 10.: Kaufmänni­scher Lehrling Adolf Becker, 14 Jahre, Gießen, Asterweg 20. 21.10.: Schreinermeister August Heh, 62 Jahre, Giehen, Grabenstr. 11.22.10.: Landjalir- mäoel Irene Theih, 14 Jahre, Giehen, Neuenweg 2. 24. 10.: Luise Agel, geb. Weber, 66 Jahre, Duten­hofen, Kreis Wetzlar, Bahnhofstr. 186; Marie Blum, geb. Drechsler, 60 Jahre, Giehen, Graben- strahe 9; Gemeindediener Rudolf Müll, 56 Jahre, Göbelnrod, Kreis Giehen; Schlosser Karl Zölzer, 36 Jahre, Giehen, Neuenweg 27. 28.10.: Tapezier­meister Theodor Erb, 71 Jahre, Giehen, Sonnen- strahe 12. 29. 10.: Berta Schmieder, geb. Peter- mann, 76 Jahre, Giehen, Am Nahrungsberg. 37r Schlossergehilfe August Gümbel, 35 Jahre, Duten­hofen, Kreis Wetzmr, Bahnhofstr. 224. 30. 10.: Heinrich Rinn, 51 Jahre, Heuchelheim, Kreis Giehen, Ludwig-Ninn-Str. 6. 31. 10.: Auto­schlossermeister Friedrich Medebach, 52 Jahre, Giehen, Marburger Str. 22.

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Geschmackvoll Vornehm Persönlich

Reich entsteht. Denn warum sind wir sonst ge­storben?"

Vor einem in schlichten, großen Linien aufge­bauten Bühnenbilde (K. Löffler) fand das Spiel unter der streng stilisierenden und gliedernden Füh­rung von W. M. Mund und der straff akzen­tuierenden Orchesterleitung von O. E n t e r l e i n seine Verwirklichung. Als disziplinierte Sprecher setzten sich ein C. B. Schmidt, 5). Köchling, W. M. Mund. A. W. Funke, H. Roux, R. Freihen, H. Henzky und K. I a e nicke. Mit­glieder der HI. wirkten in den Chören der Ge­fallenen, der Abgestorbenen und der Blinden mit.

Das Theater war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Besucher verließen mit tiefen Eindrücken die würdige Helden-Ehrenseier. Hans Thyriot.

Wenn es dembösen Nachbarn nicht gefällt

Schiller wußte noch nichts von Luftangriffen, sonst hätte er festgestellt, daß ein böser Nachbar nicht nur den Frieden verscheucht, sondern auch Tod und Verderben heraufbeschwören kann. Denn wer schlecht verdunkelt, lockt das feindliche Bombenflug­zeug heran und gibt ein unverkennbares Ziel. Nicht immer trifft die Strafe den Schuldigen. Die Bombe kann daneben gehen und den Nachbar vernichten. Wer auf gute Nachbarschaft hält, muß auch gut ver­dunkeln!

Weihnachtsgratifikationen.

Wie in den Jahren 1939 und 1940, so hat auch in diesem Jahre der Reichsarbeitsminister eingehende Vorschriften über die zulässige Höhe der Weihgachts- und Abschlußgratifikationen herausgegeben. Der all­gemeine Lohnstop verbietet an sich Erhöhungen der Löhne und Gehälter, der sonstigen regelmäßigen Zuwendungen und die Ausschüttung einmaliger Zu­wendungen an die Gefolgschaftsmitglieder. Nach der jetzt im Reichsarbeitsblatt veröffentlichten Anord­nung des Reichsarbeitsministers ist es jedoch trotz des allgemeinen Lohnstops auch in diesem Jahre möglich, den Gefolgschaftsmitgliedern in Anerken­nung treuer Dienste Weihnachts- und Abschlußgrati- fitat'ionen in einer dem Bruttobetrag nach gleichen Höhe wie zulässigerweise im Vorjahre zu gewäh­ren. Dort, wo im Jahre 1940 noch keine Gratifika­tionen gegeben worden sind oder nur geringfügige Beträge ausgeschüttet wurden, kann der Betriebs­führer in Einzelfällen diese Bruttobeträge bis zu einem Viertel des Monatsoerdienstes oder bis zu einem Wochenverdienst erhöhen. Doch soll von die­ser Möglichkeit in Anbetracht der gegenwärtigen kriegswirtschaftlichen Verhältnisse nur sparsamst Ge­brauch gemacht werden. Eine Senkung vorjähriger Weihnachtsgratifikationen ist nach Möglichkeit zu vermeiden, soweit nicht ordnungswidriges Verhal­ten des Gefolgschaftsmitgliedes oder die schlechte wirtschaftliche Lage des ' Betriebes eine Kürzung ober den Wegfall der Gratifikation rechtfertigt. Die Anordnung findet sinngemäß auch auf die in Heim­arbeit Beschäftigten Anwendung. Der Reichsarbeits­minister erwartet ferner, daß der Betriebsführer, der in der Lage und willens ist, seinen Gefolgschafts­mitgliedern im Rahmen dieser Vorschriften eine kleine Anerkennung zum Weihnachtsfeste zukommen zu lassen, derer nicht vergißt, die von seiner Gefolg­schaft im Felde ihre Pflichten für Volk und Heimat erfüllen. Ausnahmen von dieser Anordnung kann nur der Reichstreuhänder ober Sonbertreuhänber der Arbeit zulassen.

* * Deutsches Frauenwerk, Orts­gruppe Gießen-Mitte. Am Donnerstag, 13. November, 20 Uhr pünktlich, finbet imBurg­hof" der Gemeinschaftsabend statt. Es spricht die Abteilungsleiterin für Kultur, Erziehung, Schulung, Frau Toni B e l l er, über die Türkei.

** Sträflicher Leichtsinn. Ein 14jähriger Weißbinderlehrling aus Beuern hatte sich, während er in Gießen beschäftigt war, auf feiner Arbeits­stelle mehrere dort benötigte Sprengkapseln ange­eignet. Mit einigen Alterskameraden trieb der Junge allerlei Unfug mit den gefährlichen Kapseln und kam schließlich auf den Gedanken, siezum Spaß" am Dynamo seines Fahrrades zu befestigen: es kam zu einer Explosion, der Junge trug erheb­liche Verletzungen im Gesicht davon und mußte in die hiesige Augenklinik eingeliefert werden.

** Zur Schußzeit für wilde Enten hat der Reichsjägermeister verordnet, daß im Jagdjahr 1941/42 im gesamten Reichsgebiet die Jagd auf Erpel bis zum 31. Januar ausgeübt werden darf.

Aus der engeren Heimat.

Kahnen-Zubiläum der Kriegerkameravschast Alsfeld.

Alsfeld, 3. Nov. Am 31. Oktober 1841 wurde die erste Fahne des im Jahre 1840 gegrün­deten Veteranen- und Kriegervereins Alsfeld in den Dienst gestellt. Zur Erinnerung an dieses Ereignis veranstaltete die Krieger- kameradschaft 1840 Alsfeld eine Ju° bi'läumsfeier imDeutschen Haus", zu der die Kameraden fast vollzählig erschienen waren. Kameradschaftsführer Lehrer Hartmann berich­tete in seiner BeLrüßungsansprache über die Schick­sale der Traditionsfahne im Laufe der letzten 100 Jahre und hob die Bedeutung der Fahne als Sym­bol der Treue in Vergangenheit und Gegenwart hervor. In würdiger und eindrucksvoller Form ge­dachte der Kameradschaftsführer ick ehrenden Wor­ten der Blutopfer der im Kampfe für Großdeutsch­land gefallenen Söhne der Stadt Alsfeld. Kreis- kriegerführer Gg. Reuscher (Alsfeld) beglückwünschte wünschte die Kriegerkameradschaft 1840 Alsfeld zu ihrem Fahnenjubiläum und sprach über die Auf­gaben des Reichskriegerbundes im totalen Kriege und über feine Pflichten in der Heimat. Er über­reichte der Kameradschaft im Auftrage des Reichs- kriegerführers eine Fahnenmedaille mit der Zahl 100. An verschiedene Mitglieder der Kameradschaft wurden anläßlich ihrer 40jah- rigen bis 25jährigen Mitgliedschaft Ehrenzeichen durch den Kriegerkameradschaftsführer verteilt. An­schließend wurde der FilmEuropa im Kamps gegen den Bolschewismus" vorgeführt, der auch packende Bilder vom Kriegsschauplatz im Osten ent­hielt. Gemeinsame Lieder und Musikvortrage ver­einten die Kameraden zu einem Abend echter Kame­radschaft.

Landkreis Giehen.

4- Grünberg, 7.Nov. Nachdem die hiesige Kun st gemeinde Ende Oktober mit Schillers Kabale und Liebe" durch die Rhein-Mainische Lan- desbühne ihre Winterveranstaltungen eröffnete, fand am Donnerstagabend als zweite Veranstaltung ein Gastspiel der Gauvarietsbühne statt. Die zweistün­dige Dortragssolge der Künstler aus Großdeutsch­land, Ungarn und China brachte heiteren Gesang und frohe Musik, Tänze, allerlei Zaubertricks und schwierige Akrobatik. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, die guten Darbietungen der Künstler fanden reichen Beifall.

Jrantfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt am Main, 8.November. Es notierten je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 4546,5, b) 4142,5, c) 37,5. Bullen a) 4344,5, b) 40,5, c) 3535,5. Kühe a) 4344,5, b) 38,540,5, c) 3034,5, d) 2025. Färsen a) | 4445,5, b) 4141,5, c) 3536,5. Kälber a) 59, b). 55-59, c) 4650, d) 3240. Beste Mastlämmer 4851, mittlere Mastlämmer 3244. Schafe a) 4244, b) 3640, c) 2032. Schweine a) 61, bl) 61, b2) 60, c) 58, d) 55, e und f) 53, gl) 61. Marktoerlauf: alles zugeteilt.

Strafkammer Gießen.

Der O. P. in Gießen hatte sich, wegen schwerer Urkundenfäschung zu verantworten. Er hatte im April aus der Steuerkarte das Wortledig" ge­strichen und dafür das Wortverheiratet" einge­tragen, um auf diese Weise einen geringeren Steuer­abzug zu erreichen. Der Angklagte hatte anfänglich geleugnet, war aber dann in vollem Umfang ge­ständig. Er wurde" wegen schwerer Urkunden­fälschung zu einer G e s ä n g n i s str>a f e von einem Jahr, auf die ein Monat der Unter­suchungshaft angerechnet wird, sowie zu einer Geldstrafe von 30 RM. verurteilt. Strafmildernd wirkte der Umstand, daß der Angeklagte einen ver­hältnismäßig geringen oder gar keinem Gewinn hatte und daß er in absehbarer Zeit heiraten wollte, straferschwerend wirkten dagegen die einschlägigen Vorstrafen (der Angeklagte ist bereits dreimal wegen Urkundenfälschung bestraft). Es wurde ihm eindringlich klar gemacht, daß er im Wieder­holungsfälle mit Zuchthausstrafe zu rechnen habe.

Amtsgericht Gießen.

Der W. W. in H. hatte im Juni einem anderen drei Dierkanthölzer entwendet. Der Angeklagte roat geständig. Er wurde an Stelle einer an sich ver­wirkten Gefängnisstrafe von einer Woche zu einer Geldstrafe von 40 RM. verurteilt. Die seit­herige Unbescholtenheit des Angeklagten wirkte strafmildernd.

Der G. Sch. in R. hatte einen Strafbefehl über 10 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Er hatte am 7. September am Bahnhof in Gießen ruheftörenden Lärm verübt. Der Angeklagte be­stritt, sich schuldig gemacht zu haben, er wurde aber üb erführt. Die Geldstrafe wurde auf 30 RM. er­höht.

Fufiball-^undschau.

Favorilenslürze lm Reichsbundpokal.

Die zweite Reichsbundpokal-Dorrunde war reich an Ueberraschungen. Die größte Ueberraschung kam wohl in Fulda zustande, wo die Auswahl des Gaues K u r h e s f e n mit 4:2 (1:1) über den Pokal- oerteibiger Sachsen gewann, der bekanntlich auf biß Spieler des Dresdner SC., glaubte verzichten zu können, was sich wohl aber jetzt natürlich zu spät als eine Fehlrechnung erwiesen hat. Die süddeutschen Mannschaften kämpften im übrigen ohne Glück. Baden ging iiti Karlsruher Phöyix- Stadion, allerdings völlig verdient, mit 1:3 (0:2) gegen iie wesentlich schnelle Niederrhein- E l f ein, Württemberg zog in Stuttgart gegen den -Bereich Mitte, der anscheinend an fein er­folgreiches Pokaljahr 1935 anknüpfen will, mit 4:6 (2:3) den kürzeren, und Bayern verlor in Köln trotz besseren Feldleistungen mit 3:4 (2:3) gegen Köln-Aachen. Den eindrucksvollsten Sieg des Tages landete die stark verjüngte O st m a r k - E l f in Wien, wo sie gegen Oberschlesien 5:0 (4:0) gewann. Westfalen, ohne die Schalter Spieler, stand gegen Niedersachsen auf verlorenem Posten und unterlag nach torlofer ersten Hälfte mit 1:4. Nordrnark schlug in Breslau den Bezwin­ger von Hessen-Nassau, Niederschlesien, mit 3:0 (0:2), während es in Berlin zwischen Ber­lin-Brandenburg und Ostpreußen trotz verlängerter Spielzeit ein torloses Unentschieden gab.

Für die Zwischenrunde am 7. Dezember stehen also vorerst sieben Mannschaften bereit, und zwar: Kurhessen, Köln-Aachen, Mitte, Niederrhein, Nie­dersachsen, Nordmark und Ostmark. Dazu kommt noch der Sieger des Wiederholungsspieles Ostpreu­ßen Berlin-Brandenburg.

Meisterschaftsspiele In Hessen-Nassau.

Kickers Offenbach TSVgg. Hanau 1860 4:0

FC. Hanau 93 KSG. Wiesbaden 9:0

FSV. Frankfurt SV. 05 Wetzlar 6:1

NSG. Rotw. Franks. RSG. Wormatia Worms 1:0 SV. 98 Darmstadt Union Niederrad 5:5

Lahn.

Ehringshausen TSV. Naunheim 0.5

SV. Watzenborn-Steinberg Burgsolms 1:0

Die Terminliste.

16.1L: 1900 Luftwaffe. Naunheim V. f. B-- Reichsbahn. Burgsolms Sportfreunde Wetzlar. Ehringshausen Watzenborn-Steinberg.

23.11.: V. s. B.-Reichsbahn Burgsolms. Sport­freunde Wetzlar Luftwaffe. Ehringshausen 1900. Watzenborn-Steinberg Naunheim.

30.11.: Ehringshausen V. f. B.-Reichsbahn. Burgsolms Lu'ftwaffe. 1900 Naunheim.

7.12.: V. f. B.-Reichsbahn Sportfreunde Wetz­lar. Watzenborn-Steinberg Luftwaffe.

14.12.: Luftwaffe Ehringshausen. Sportfreunde Wetzlar 1900. V. f. B.-Reichsbahn Watzenborn- I Steinberg.

Hockey-Länderspiel.

InVudapest: Ungarn Deutschland 0:2 (0:1)«

Handball.

Meisterschaftsspiele Hessen-Nassau.

TG. Hanau Polizei Frankfurt 2:18; TG. Offen­bach LSV. Gießen 8:9; TV. Marnbach X®. Friedberg 20:5; GsL. Pfungstadt TG. Rüssels, heim 9:8.

Fußball-Werbung im Gan Hessen-Nassau.

In Hessen-Nasiau werden am Sonntag, 30. No­vember, an verschiedenen Orten des Gaugebiets Fußball-Werbespiele der aktiven Mannschaften in Verbindung mit Spielen der Hiller-Jugend durchgeführt. Diese Spiele werden vornehmlich in den neuen Gebieten des Gaues stattfinden und

verdunkelungszeil

10.11. von 17.36 bis 8.32 Uhr.

sollen von den Mannschaften der Gauklafse, die an diesem Tage in der Meisterschaft spielfrei sind, bestritten toerben. Folgende Treffen sind angesetzt:

In Gießen: Stadtelf Gießen RSG. Rot- weiß Frankfurt; in Limburg: SD. 05 Wetz­lar Union Niederrad; in Friedberg: Aus- wähl Friedberg-Nauheim FSV. Frankfurt; in Gelnhausen: Auswahl Geldhausen-Büdingen FC. Hanau 93; in Dieburg: Auswahl Rodgau Kickers Offenbach; in Alzey: Auswahl Alzey Wormatia Äorms; in Bingen: Rheingau- Rheinhessen Eintracht Frankfurt; in Bad Schmalbach: Auswahl Untertaunus Kampf­sport Wiesbaden.

Bereits am Sonntag, 23. November, spielt der SV. 98 Darmstadt in Bensheim a. d. B. gegen eine Auswahl der Bergstraße. Im Laufe des Winters werde» noch weitere Werbespiele durch­geführt.

Don der Börse.

FWD. Frankfurt a. M., 7. November. Die vergangene Berichtszeit brachte an fast sämtlichen Tagen an den Aktienmärkten überwiegend leichte Kursabschwächungen, da die Umsatztätigkeit überaus klein blieb. Diese Tatsache war für viele Kreise eine gewisse Enttäuschung, da man nach Er­laß der neuen Bestimmungen, die der Börse einen totalen Charakter gaben, eine Belebung der Um­sätze erwartet hatte. Erst im weiteren Wochenver­lauf trat kleines Anlagebedürfnis hervor, das aber ohne nennenswerte Kurssteigerungen befriedigt wer­ben konnte. Eine Sonderbewegung verzeichneten nur einige wenige Aktienpapiere, wie Südd. Zucker, Sie mehrfachen Schwankungen unterlagen und zum Schluß leicht erhöht lagen. Zell Waldhof bröckelten dagegen ebenfalls unter Schwankungen etwas ab. Bei den meisten Papieren hielten sich die Kursver­änderungen unter 1 v. H., Stahlverein und IG. Farbenind., beides als Standardwerte anzusehen, verzeichneten kaum eine Aenderung. Am Einheits­markt wurden vielfach Kursnotierungen mangels jeglicher Gefchäftstättgkeit ausgesetzt. Stärker ge­drückt lagen Grün & Bilfinger, die insgesamt etwa 10 v. H. niedriger schlossen.

Am Rentenmarkt stand die neue Folge der 3,5 v. H. Reichsschatzanweisungen im Vordergrund. Die Kündigung der 4,5 v. H. Reichsschätze von 1937 bewirkte vorübergehend eine leichte Abschwächung der Kurse. Reichsaltbesitz bei kleinen Umsätzen kaum verändert, auch Steuergutscheine I wenig verändern In Pfandbriefen unb Kommunalobligationen waren die letzten Notierungen meist weiter rein nominell. Jndustrieobligationen veränderten sich kaum, mit Ak­tien gekoppelte Obligationen im Zusammenhang mit der Aktienbewegung abbröckelnd bzw. schwankend.

Am Freive'rkehrsmarkt kam es ebenfalls nur zu sehr kleinen Umsätzen. Fränk. Schuh gaben dabei bis 116,5 nach. Für Katz & Klumpp, die nun­mehr wieder 6 v. H. Dividende ausschütten, bestand zu 167 Nachfrage. Tagesgeld unverändert 1,75 v. H.

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Am 5. November 1941 verunglückte bei einem Fluge und starb den Flie­gertod unser ihniggeliebter, einziger Sohn und Brud6r, Enkelsohn, Neffe und Vetter -

Hans Dieter Fischer

Oberfähnrich Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und des deutschen Schutzwallehrenzeichens.

Das unerbittlich^ Schicksal hat nach Gottes Ratschluß einem hoffnungsfrohen Leben nach 22 Jahren jäh ein Ende gesetzt.

Schmerzerfüllt und in tiefer Trauer: Dr. Paul Fischer, Zahnarzt Elfriede Fischer

Brigitte Fischer im Namen aller Familienangehörigen.

Gießen (Seltersweg 64II), 8. November 1941.

Die Beisetzung findet am Dienstag, 11. Nov., um 15 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. __4628 D

Tieferschüttert erhielten wir die unfaß­bare, schmerzliche Nachrieht, daß mein über alles geliebter,treusorgenderMann, unser hoffnungsvoller, unvergeßlicher Sohn, mein lieber Schwiegersohn, unser herzensguter Bruder, Schwager, Onkel und Pate

Albert Rühl

Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Inhaber des E. K. II

in Folge einer schweren Verwundung in einem Feldlazarett im Osten am 6. Oktober sein junges Leben für seine Heimat gab.

Der ist in tiefster Seele treu wer die Hei­mat liebt wie Du.

Das hat er mit seinem Heldentod besiegelt.

In tiefer Trauer:

Helene Rühl, geb. Müller Adolf RUhl und Frau Berta Lina Müller Wwe. und alle Angehörigen.

Laubach, Oberh., Adolf-Hitler-Str. 18, Rod am Berg üb. Usingen,Ts., Henriettenhof-Grünberg Land, Oberhessen, den 5. November 1941.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich desHeldentodes unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes, Bru­ders, Schwagers, Onkels, Neffen und Paten Konrad Preiß, Oberjäger in einem Gebirgs- jäger-Rgt., sagen wir hiermit unseren innig­sten Dank. In tiefer Trauer

Im Namen der Hinterbliebenen:

Familie Joh. Heinr. Preiß

Gießen (Wetzlarer Weg 80), im Nov. 1941.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem schweren Verlust, den wir durch den raschen Tod meines lieben Mannes und unseres guten Vaters erlitten haben, sowie für die ehren­den Nachrufe danken wir herzlichst.

Frau Marg. Medebach und Söhne.

Gießen, den 10. November 1941.

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