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lieh 1644 umgesetzt
ireter des Ländlichen Genoffenschastsverbands Rhein- Main-Neckar war Oberreoisor Hartmann Gießen anwesend.
Nach Begrüßungsworten des Dersammlungleuers Gutspächter Philipp Reinheimer-Odenhausen (Rabenau) erstattete Direktor O. He ß-Leihgestern den Geschäftsbericht für das.Jahr 1940. In ausführlicher Weise berichtete er über den guten Geschäftsgang im vergangenen Jahre. An Schlachtvieh seien 1747 Rinder und Kühe, 3639 Kälber,
Persönliche Feindschaft...!
Ob Lietzendorf davon etwas ahnt? Oder gar Gründe ahnt?
Wohl kaum!
Don wem soll er etwas gehört haben?
NS.-Reichskriegerbund an. Etwa die Halste der hierzu gemeldeten Kameraden wetteiferten auf dem Schießstand der Kriegerkameradschaft Daubringen. Am nächsten Sonntagvormittag wird das Schießen fortgesetzt.
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3521 Schweine, 857 Schafe und an
Tiere im Gesamtwert von 1 633 721
worden. Heß wies noch auf manche Schwierigkeiten hin, die hier und da aufgetreten seien, die aber immer schnell beseitigt werden konnten. Ein guter Erfolg sei die Anschaffung des großen Transportautos gewesen. Der Ankauf eines weiteren
Don Nissen Dominik, dem Sohn?
Der weiß sicher selber nichts anderes als die Tatsache.
Also gar von Friedrich selber?
(Fortsetzung folgt.)
Verdunkelungszeit
10. Ium von 21.43 bis 4.59 Uhr.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr.. Samstagnach. mittags geschlossen.
Aus der engeren Heimat.
Schweinemarkt in Butzbach.
* Butzbach, 10. Juni. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 162 Ferkel abgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 28 bis 30, 6 bis 8 Wochen alte 30 bis 35, 8 bis 1Ö Wochen alte 35 bis 40 RM. pro Stück. Bei flottem Handel wurde der Markt geräumt.
Landkreis Gießen.
5 Steinbach, 10. Juni. Am 12. 6. feiern die Eheleute Heinrich S er th II., Landwirt und Fleisch- beschauer, und Katharine Marie, geb. Haas, ihre silberne Hochzeit. Unsere Glückwünsche!
§ Collar, 8. Juni. Am Sonntag trat die Krie- gerkameradschafk Lollar zum erstenmal in diesem Jahre zum Wettkampfschießen im
Don den Leuten In der Stadt? Die stecken _ Nasen bloß zusammen, wenn sie unter sich sind. Dor Fremden halten sie den Mund.
Das Päckchen der Zukunst
Neuerungen im Derpackungswesen.
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Freiheitskri Amerikas
Auf dem wichttgen Gebiete des Verpackung s- wesens sind in den letzten Jahren manche Der- besferungen, Vereinfachungen und Neuerungen zu verzeichnen, für die die Derpackungsforschung beim Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit verantwortlich zeichnet. Von den zahlreichen Derpackungs- Mitteln spielen Papier und Pappe wohl die hervorragendste Rolle. Ganz gewaltige Mengen werden von den Industrien und Den Geschäften verbraucht, so daß gerade auf diesem Gebiet noch bedeutende Einsparungen zu machen sind.
Das Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit Hal durch die Entwicklungsarbeiten auf gemeinschaftlicher Basis erstmalige Versuche unternommen, das 23er- packungswesen mit zu erfassen. Innerhalb des hier bestehenden Ausschusses für wirtschaftliche Fertigung wurde ein besonderer Verpackungsausschuß gebildet, durch den eine Reihe systematischer Untersuchungen über eine rationelle Gestaltung der Verpackung für einzelne Güter an- gestellt wurde. Auch auf diesem Gebiet hat der Vierjahresplan anregend gewirkt, zumal da auch hier die Umstellung auf einheimische Rohstoffe in erheblichem Umfange durchgeführt werden mußte. Dabei hat man auf die Erforschung der rohstofflichen Bedingtheiten bei den einzelnen Verpackungsmitteln besonderen Wert gelegt. Im Rahmen dieser Arbeit ist dann noch die Arbeitsgemeinschaft Werkstoffeinsatz im Derpackungswesen entstanden, die dem oben genannten Derpackungsausschuß berat Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit schon vor zwei Jahren angegliedert wurde. In gemeinsamer Arbeit mit staatlichen und privaten Forschungsinstituten und in Laboratorien der Industrien sind seitdem über 70 Forschungsaufgaben in Angriff genommen und zum Teil durchgeführt, woraus man ersehen kann, daß es sich um ein ziemlich umfangreiches Arbeitsgebiet handelt.
Durch die Gründung der Reichsstelle für Papier und Verpackungswesen setzte eine zentrale Steuerung der Verpackungswirtschaft ein, mit dem Ziel sparsam zu wirtschaften und eine Umlagerung der Verbrauchergruppen auf andere Verpackungmittel zu ermöglichen. Mit dieser Reichsstelle hat die oben erwähnte wisienschaftliche Arbeitsgemeinschaft sehr eng zusammengewirkt, wodurch diese zur Forschungs. und Prüfstelle der Reichsstelle geworden ist. Well die Arbeiten jetzt .einen immer größeren Umfang angenommen haben, hat der Reichswirtschaftsminister angeordnet, daß der Leiter des RKW. eine Zusammenfassung aller Forschungs- und Prüfungsarbeiten auf dem Der- packungsgebiet oornimmt und einen besonderen „Reichsausschuß für Derpackungsforschung beim RKW." bildet. Dieser Reichsausschuß ist nun mit
einen dänischen Dampfer, der in der Elbemündung angefahren worden ist, reparieren sollen. Wahrscheinlich wird man ihn dort hinaufbringen. Die Norddeutsche Werft AG. hat auch in Konkurrenz gestanden. Und ist leer ausgegangen. Ebenso wie Blohm 8r Voß in Hamburg und die Weser-Werft in Bremen. Vielleicht ist das ein Trost?
Mattheus Lind knabbert an der Unterlippe. Eine große Kiste haben sich die Dominiks da drüben hingestellt. Das muß mgn ihnen lassen, auch wenn man sich noch so sehr darüber ärgert.
Aergert?
Eigentlich sollte man sich freuen.
Denn schließlich gehört einem ein gutes Drittel der Aktien. Und noch ist nicht aller Tage Abend!
Wenn Lietzendorf einschlägt und das hält, was man sich von ihm verspricht — oder wenn man sonst eine glückliche Hand fjat, dann braucht es nicht ewig zu dauern, und man hat da drüben nicht bloß mehr eine lumpige Stimme im Aufsichtsrat. Und eines Tages wird das, was da jetzt so breit im Schein der Nachmiltagssonne liegt und hinter den Hellingen am Ufer emporkriecht, diese kleine Stadt von Hallen und Werkstätten, zur Norddeutschen Werft gehören.
Lind ist ans Fenster getreten. Sein Blick tastet alles ab, was sich jenseits des Flusses ihm freigibt. Er wandert in Gedanken durch die Arbeitsräume, in denen Säge, Abrichte und Hobelmaschine das Holz für die Schiffsbauten zurichten, er schwingt weiter in die Werkstätten, wo Eisen und Stahl unter Amboß und Drehbank sich zu Schiffsteilen wandeln.
Wieviel Leute mögen sie jetzt da drüben beschäftigen? An die zweitausend melleicht? Lind macht sich eine Erinnerungsnotiz. Vielleicht kann er das Gespräch mit Lietzendorf darauf bringen? Oder er fragt in der nächsten Aufsichtsratssitzung geradezu. Das ist immer das sicherste.
Ob zweitausend reichen?
Stabs Augen schweifen zu den Maschinenbau- fabrikanlagen, zur Gießerei, zur Kesselschmiede, zu Takel- und Segelmacherwerkstätten.
Weit hinauf am Ufer ansteigend ziehen sie sich hin und verdecken fast ganz die Kraftanlagen, die Verwaltungsgebäude...
Mattheus Lind pfeift leise durch die Zähne. Im-
Die Dominiks.
Roman von Hellmuth M. Böttcher.
,„.. Schiffahrtskurse knapp gehalten, chemische Werte abbröckelnd. Der Einheitsmarkt der Jndu- striepapiere verkehrte in schwacher Haltung..."
Mattheus Lind, Inhaber särnllicher Aktten der Norddeutschen Werft AG., Aufsichtsratsrnttglied der Dominik-Werst unb anderer großer Gesellschaften, Herr auf Rombow, steht am Fenster seines Arbeitszimmers. Aus der Ecke, vom Rundfunkapparat her, klingt der Bericht der Berliner Effekten-Börse. Mit halb zugekniffenen Augen hört Lind zu „...Montanwerte, Kolonialpapiere..."
Er hat ein phänomenales Zahlengedächtnis. Jedem Kurs, der an sein Ohr klingt, vergleicht er aus der Erinnerung die Werte von gestern unb die Be- träge, die er irgendwann einmal für die Papiere angelegt hat. Seine Lippen ziehen sich dabei zu zwei dünnen Strichen zusammen. Die Börse gefällt ihm nicht. Schon seit langem. Vielleicht war's doch ein Fehler, so viel Geld in Aktien anzulegen? Vielleicht hätte man nicht bloß Rambow kaufen sollen, sondern noch die benachbarten beiden Güter, Klöstereß und Parchau? Landwirtschaft ist immer ein sicheres Geschäft gewesen!
Der Wecker am Fernsprechapparat surrt. Lind nimmt den Hörer ab.
„Bitte?"
«Herr Ingenieur Lietzendorf von der Dominik« Werft läßt fragen, ob er..
.Zawohl. In fünf Minuten!"
Lind stellt den Rundfunkapparat ab. Macht sich einige Notizen. Zwischendurch läßt er den Blick durchs Fenster schweifen.
Dominik-Werft...
Da drüben hinter dem breiten silbernen Band des Flusses liegen ihre Hellinge. Weit hinein in das Wasser ziehen sich die Trocken- und Schwimmdocks zum Bau neuer Schiffe. Sie scheinen gut beschäftigt zu sein, die Dominiks! Hol sie der Teufel!
Der große Äufschlepphelling, gan$ hinten am Horizont, wimmelt von Menschen. Lietzendorf hat ihm vor ein paar Tagen erzählt, daß die Dominiks
Kreis Büdingen.
A Schotten, 9. Juni. Kreisfporttehrer Ludwig Deubel von hier wurde vom NSRL.-Bezirksführer SA.-Haupffturmführer O 11 e r b e i n (Friedberg) zum Bezirkssportwart des Sportbezirks Friedberg ernannt; bisher war L. Deubel als Obmann für Männerturnen im Sportkreis Büdingen-Schotten des NSRL.-Bezirks Friedberg tätig. Der bisherige Bezirkssportwart Stabsarzt Dr. Siegert, zur Zeit Büdingen, wird auf seinen Wunsch wieder in fein Amt als Vezirksfachwart für Turnen treten.
G.A.-Gport.
Turnverein 1846 Gießen.
Bei den anläßlich der 60-Jahrfeier des DHE. in Schotten stattgefundenen Wettkämpfen nahmen auch einige Alterstumer des Dv. 1846 mit großem Erfolg teil. Gustav Baldauf, der schon in früheren Jahren mit den erfolgreichsten Siegern genannt wurde, errang in diesem Jahre nach hartem Kampf in der 2. Altersklasse den 1. Sieg. Seine Kameraden des Vereins konnten sich auch der besten Erfolge erfreuen. Die Resultate:
Altersklasse I (30 bis 40 Jahre): 3. Sieg Wilh. Weismantel 57 P. (Kugelstoßen 9,26 Meter, 75-Meter-Lauf 10 Seck., Weitsprung mtt Anlauff 5,40 Meter).
Altersklasse II (40 bis 50 Jahre): 1. Sieg Gustav Baldauf 71 Punkte (Steinstoßen 7,80 Meter. 75-Meter-Lauf 10,3 Seck., Wei-tfprung aus dem Stand 2,80 Meter); 5. Sieg Walter Jürgens 64 P. (Steinstoßen 7,60 Meter, 75-Meter-Lauf 11 Sek., Weitsprung aus dem Stand 2,60 Meter).
Altersklasse III (50 615 60 Jahre): 10. Sieg Ludwig Petri 55 Punkte (Steinstoßen 5,20 Meter,
Wagens sei in Aussicht genommen. Der Redner berichtete bann noch über den außergewöhnlichen Erfolg des Unternehmens in den ersten 5 Monaten des Krhres 1941. Dieser Umsatz übertreffe den der vergangenen Jahre weit. Die Diehverwertung würde sich als bäuerliches Selbschilfeunternehmen immer mehr durchsetzen. Nicht verdienen, sondern dem Bauer dienen sei ihr größtes Ziel.
Bilanz und Jahresrechnung wurden genehmigt. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Der Reingewinn wurde je zur Hälfte dem Reservefonds und der Betriebsrücklage überwiesen.
Das ausscheidende Vorstandsmitglied Landwirt M e n g e l-Reiskirchen sowie die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Gutspächter R e i n Heime r - Odenhausen (Rabenau), Mühlenbesitzer und Bauer H o f -Großen-Buseck und Direktor Dr. van Bentheim-Gießen wurden wieder- und Bürgermeister und Ortsbauernführer Heß- Büßfell» (Kreis Alsfeld) neugewählt.
In feinem Schlußwort dankte der Versammlungsleiter noch allen Mitarbeitern draußen im Lande und den Angestellten für treue Mitarbeit. Herzliche Worte sprach er für Otto Heß für fein unermüdliches Eintreten für die Bauernsache. Er bat, sich auch weiterhin für ihre Organisation einzusetzen, und schloß dann die Jahrestagung in der üblichen Weise.
In einer besonderen Sitzung des Vorstands und Aufsichtsrats wurde auf Vorschlag des Aufsichtsratsmitgliedes Sommer- Gießen Ph. Rein- h e im e r zum Vorsitzenden gewählt, was von der Hauptversammlung begrüßt wurde.
Gießener Dochenmarktpreife.
Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für ^.-Ware. Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger.
* G i eßen, 10. Juni. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Molker^butter, Kilo 1,80 RM., Matte 30 Rps., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, 5 Kilo 47, neue, % Kilo 25, Wirsing, grün, 21 bis 25, rote Rüben 10, Spinat 10, Spargel 85, Meerrettich 60, Rhabarber 15, Kirschen 50, Lauch 24, Sellerie 21, Salat, das Stück 10 bis 15, Salatgurken, das Stück 60 bis 70, Ober-Kohlrabi 12 bis 15, Rettich 25 Rpf.
AG. Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar.
Die in Frankfurt a. M. abgehaltene Hauptversammlung nahm den bekannten Abschluß für 1940 zur Kenntnis und beschloß antragsgemäß die Ausschüttung von 5,5 (wie i. V.) n. H Dividende auf 26 Mill. RM. Aktienkapital. Drei ausscheidende Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. Ausführungen über das laufende Geschäftsjahr wurden — entgegen dem bisherigen Brauch bei der Gesellschaft — in diesem Jahre nicht gemacht.
der Durchführung der verschiedensten Ausgaben betraut worden und arbeitet mit den einschlägigen Industrien und Wirtschaftsgruppen eng zusammen.
Die Aufgaben, die gelöst werden sollen, umfassen folgende Arbeitsgebiete: 1. Überprüfung des gesamten Verpackungsgebietes zur Feststellung, bei Austauschstoffe erfolgen kann; 2. Überprüfung der zur Anwendung gelangenden Verpackungsmittel auf zweckmäßige unb möglichst sparsame Verpackungsmittel, auf zweckmäßige und möglichst sparsame Verwendung von Werkstoffen sowie auf Möglichkeiten der Werkstoffeinsparung durch Verringerung der Materialstärken unb Vereinfachung der Formen durch Normung (Schaffung von Einheitsverpackungen); 3. Ueberprüfung der vorhandenen Austauschwerkstoffe auf ihre Brauchbarkeit für Verpackungsmittel; 4. Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen Füllgut und Verpackung; 5. Ueberprüfung der Einsatz Möglichkeit der Der- packungsmittel für die verschieoenen Transportarten; 6. Bearbeitung der Verpackunas fragen in wirtschaftlicher Hinsicht; 7. Förderung der Umstellung auf neue Derpackungswerkstoffe und Verpackungsverfahren durch Beratung der Industrie und der Verbraucher sowie durch allgemeine Aufklärung durch Derössenllichungen und Ausstellungen.
D. S.
ding waren keine ausreichende Grundlage für das, was Lind mit ihm vorhatte.
Also hatte er ihn erst mal — immer für ein paar Monate — in anderen befreundeten Betrieben untergebracht und ihn dann für ein Jahr in sein Privaffekretariat genommen. Danach erst schien er ihm so weit „fertig", daß er ihn als Betriebsleiter der Dominik-Werft offerieren konnte.
Natürlich hatte es einen Kampf mit den Dominiks gegeben, besonders mit dem alten, dem Friedrich, der nicht zu begreifen schien, daß andere Leute für ihr Geld ebenfalls mitreden wollten. Aber schließlich hat er doch nachgegeben. Nachgeben müssen! Wenn's ihm auch noch so bitter angekom« men ist, daß ihm ein Betriebsleiter vor die Nase gesetzt worden ist, hinter dem der finanzielle Einfluß Linds steht. Denn Lind ist ja nicht bloß Mitglied des Auffichtsrates, er ist außerdem als Inhaber der Norddeutschen Werft AG. Konkurrent!
Unb, was noch mehr bedeutet...
Die persönliche Feindschaft zwischen den Dominiks unb den Linds ist stadtbekannt. Sie ist wohl auch der Hauptgrund gewesen, aus dem Friedrich Dominik diesen Betriebsleiter Lietzendorf durchaus nicht schlucken wollte.
Und noch heute daran würgt...
Es wird ihm nichts helfen! Er wird sich damit abftnben müssen, wie mit noch manchem anderen, das sich im Laufe der Zeit ereignen wird. Lind ist ein guter Rechner. Er hat sich selten im Leben geirrt. Und im Falle Dominik wird die Aufgabe aufgehen. Ueber kurz oder lang. Wahrscheinlich über kurz!
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75-Meter-Laus 12,3 Sekunden, Weitsprung aus dem Stand 2,30 Meter).
Teutonia'Watzenborn-Steinberg
Arn Sonntag herrschte auf dem Sportplatz der „Teutonen" Hochbetrieb. Im ersten Spiel stand die 2. Jugendmannschaft der gleichen der Sportgemeinde Garbenteich gegenüber. Die Einheimischen siegten gegen die nur mit 10 Mann spielenden Gäste mit 5:0, nachdem das Spiel bei Halbzeit noch 0:0 stand.
Anschließend traten sich die 1. Jugendmannschaften beider Vereine gegenüber. Die Gäste überraschten nach der angenehmen Seite. Ein schönes Kopfballtor des Halbrechten Junker brachte die Platzmannschaft in Führung. Garbenteich glich durch einen Hand-Elfmeter aus. Nach dem Wechsel hatten die Einheimischen etwas mehr vom Spiel und stellten durch 2 weitere Tore den Sieg sicher. Weiterhin wurde noch ein Elfmeter an den Pfosten ge» schossen, aber auch Garbenteich hatte noch b’.e eine ober andere Möglichkeit, das Resultat zu verbessern.
Dann folgte das Spiel der 1. Mannschaft der .^Teutonen" gegen die gleiche der Sportgemeinde 06 Burgsolms. Auch hier hatten die Gäste nur 10 Mann zur Stelle. Die Einheimischen hatten eine Mannschaft zur Stelle, die sich aus dem fast 40- jährigen L. Buß, den Spielern K. Schmandt, Fett, Hedrich, Harnisch und O. Burger unb 5 Jugendlichen zusammensetzte. Hier bot der jugendliche Torhüter Hahn eine ausgezeichnete Leistung. Fett brachte die Einheimischen in Führung, zu weiteren Toren reichte es bis zum Seitenwechsel nicht mehr. Der fast sichere Ausgleich der Gäste wurde von Hahn in ausgezeichneter Weise verhindert. Nach dem Wechsel vermochten die Gäste dem Tempo nicht mehr standzuhalten, und die Platzmannschaft gewann mehr und mehr die Oberhand im Feldspiel, doch vorerst verhinderte die außerordentlich sichere Gästeabwahr, und hier besonders der famose Torhüter, weitere Erfolge der „Teutonen". Dann schlug der jugendliche Linksaußen Schmandt den Gästetor. Hüter zum 2. Male, und Volz drückte den Ball noch resttos über die Torlinie. Kurz daraus fiel Nr. 3 auf die gleiche Art, der Ball von L. Buß auf Rechtsaußen kommend. Dann brachen plötzlich die Gäste durch die lichte Deckung der Einheimischen durch, ein scharfer Schuß des Gästelinksaußen ins äußerste Eck wurde von Hahn zwar abgewehr^ den Ball vermochte er jedoch nicht festzuhatten, der Mittelstürmer war zur Stelle und, schon hieß es 3:1. Kaum 10 Minuten später ließ der Halbrechte der Watzenborn-Steinberger, O. Buß, einen scharfen Schuß auf das Tor der Burgsolmser los. der Torhüter vermochte ebenfalls den Ball nicht an sich zu nehmen, Harnisch war zur Stelle und schoß zum 4. Treffer ein. Mit diesem Resultat trennten sich beide Mannschaften.
Spielvereinigung 1926 Leihgestern.
Mit Ersatz antretend, trug die 1. Jugend gegen die gleiche von Allendors (Ulm) in »Löhnberg bas Ausscheidungsspiel um die Gebietsmeisterschaft aus. Hatte man sich schon auf einen hgrt spielenden Gegner vorbereitet, so wurden doch alle Erwartungen übertroffen. Die von Allendors in das Spiel gebrachte Härte entsprach allem, aber nur keinem Fußballspiel. Der Schiedsrichter war gezwungen, 29 Strafstöße und 1-Foul-Elfmeter gegen Mendorf zu verhängen. Unter diesen Umständen konnte es nur geschehen, daß Mendorf knapp mit 3:2 gewann. Technisch war Leihgestern dem Gegner vollkommen überlegen, zeigte aber keine geschlossene Leistung. Zu allem Ueberfluß verschoß man noch den Elfmeter. Der Gegner hatte sein ganzes Spiel auf Sieg eingestellt.
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merhin ist's ganz schön, daß ihm wenigstens ein Drittel davon gehört.
Er nimmt den Hörer vom Apparat.
„Herr Lietzendorf kann in zehn Minuten kommen."
Er hat den Ingenieur vor einem Dutzend Jahren kennengelernt. Damals arbeitete er als junger Dachs auf einer Werst in Ostpreußen. Richtig, in Elbing war's. Die Leute bauten Eisbrecher nach russischen Mustern und machten damit ein Bomben- geschäft.
Ein paar Jahre später war er Konrad Lietzendorf wieder begegnet. In demselben Jahr war das, wo er, Lind, das etfte größere Aktienpaket an der Dominik-Werft in feine Hände bringen konnte und sich damit den Auffichtsratsposten erzwang, den Auffichtsratsposten beim Konkurrenten. Haha!
Damals hatte sich Professor Erik von der Technischen Hochschule seinen Lieblingsschüler als Assistenten aus Elbing zurückaeholt gehabt, Professor Erik, der bekannte Spezialist für Brennstoffchemke Aber Lietzendorf schien sich bei ihm nicht am rechten »zu fühlen. Während auf einem Festessen, wo h trafen, Erik in der einen Zimmerecke Lietzen- dorfs exakte Arbeit, seine Unermüdlichkeit und seine Forscherbefähigung lobte, gestand der junge Assistent Lind selber in einer anderen Zimmerecke bei einer Zigarette, daß er als Nur-Theoretiker wahrscheinlich weniger leffte, als auf einem Platze, wo er die wissenschaftliche Arbeit mit der Praxis verbinden könne. Eine solche- Tätigkeit suche er, eine Arbeit, die zugleich auch feinem Ehrgeiz größere Aussichten bot und — besser bezahlt fei.
So hatte ihn Lind dann bei passender Gelegenheit zu sich herangehott.
Mit dem sicheren Auge des Menschenkenners hatte er dann sehr bald die besonderen Fähigkeiten seines neuen Mitarbeiters erkannt. Das war das Material, aus dem man Männer schmiedete? Dieses Gemisch von Ehrgeiz und Meiß, von wissenschaftlich genauer Denkweise und genialem Gedanken- flug, von Gründlichkeit und weitschauendem Blick war selten geworden unter den jungen Leuten.
Wenn man sich mit Lietzendorf ein wenig Mühe gab — das würde sich eines Tages bezahlt machen.
Natürlich mußte er sich erst noch ein bißchen in der Welt umsehen. Die Theorie der Technischen Hochschule und das bißchen Spezialpraxis in El-


