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Landarbeiter oder ländliche Hondwer- Familienunterhalts selbst, wie er auch selber
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.»selbst ist der Maun". /'‘eTX gen überstanden. Da
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Seine Amtstätigkeit im Kriege hat vieles ge^ (BAYER) das wQ<z^
gen überstanden. Dafür bürgt
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(Nachdruck verboten.)
14. Fortsetzung,
Is sind Forscher von Ruf, ernste Männer der Wissenschaft, Pioniere des Fortschritts. Wenn sie ein Heilmittel zur Verwendung freigeben, dci.a hat es erfolgreich die schwierigsten Prüfun-
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
durdi das Wunschkonzert hast Du sicherlich schon gehört, daß wir ein kleines Baby bekommen haben, es ist ja so klein und süß. Hoffentlich kommst Du nun bald auf Urlaub und kannst es Dir ansehen. Mutti sagt, sie bekommt für Baby schon seit dem ersten Tag Lebensmittelmarken. Es trinkt aber nur Milch, daher ißt Mutti jetzt zusammen mit uns jeden Tag eine andere leckere Maizena-Speise, denn cs bekommt auch Mutti so gut, weil sie krank ist. Der Klapperstorch hat Mutti nämlich ins Bein gebissen. Wir sollen Dir von Mutti bestellen, daß sie bei der »Maizena« ein Buch angefordert hat, wie es heißt, haben wir vergessen, aber wenn es kommt, schreiben wir Dir darüber. Diesen Brief schreibt Dir Tante Frieda, weil wir ja noch nicht schreiben können. - Einen lieben Kuß von Gaus und Rena.
verdunkelungsiett
10. Mai von 21.02 bis 5.35 Uhr.
11. Mai von 21.04 bis 5-33 Uhr.
unterhalten.
Aleinstadlverwaltung mit großen Aufgaben.
Der Bürgermeister einer kleinen Stadt kann natürlich nicht alle Arbeitsgebiete seines Amtes in vollem Umfange persönlich versehen. Obwohl er für gewisse Gebiete Sachbearbeiter hat — allerdings bei weitem nicht so viele, wie vor dem Kriege, da ein großer Teil seiner ständigen Mitarbeiter heute im Dienste der Wehrmacht steht ist er selbst als verantwortlicher Leiter der Stadt vielfach nicht nur die entscheidende, sondern zugleich auch die selbst praktisch im Getriebe der Arbeit mitschaffende Per- son. Das äußert sich an zahlreichen Tagen z. B. in dem starken Besuch aller Bevölkerungskreise feiner Stadt, die bei ihm Beratung und Hilfe in ihren Anliegen suchen. Das Ergebnis des Tages besteht dann darin, daß der Bürgermeister und seine Mitarbeiter den Volksgenossen bis zum späten Nachmittag zu Auskünften und Beratungen zur Verfügung gestanden haben, alle übrigen Dinge aber liegengeblieben sind und zum Teil noch am Abend oder zusätzlich am nächsten Tage aufgeorbeitet wer- den müssen. Derartige „Ausnahmetage" in der Woche sind keine Seltenheit.
Neben der laufenden VerwalwngstStiakeit sind es gegenwärtig wichtige Aufgaben der Kriegszeit, die alle Arbeitskräfte stark in Anspruch nehmen. Im Vordergrund steht babei die Bearbeitung aller Angelegenheiten des Familienunterhalts für die Frauen und Kinder der einberufenen Manner. Don besonderer Wichtigkeit — und dementsprechend auch zeitraubend — ist die häufig sehr umfangreiche Arbeit zur Klärung der Voraussetzungen für tne Gewährung des Unterhalts, wobei der Anspruch der (Empfänaer gerecht und unzweideutig mit den berechtigten Belangen des Reiches abgegrenzt werben muß. Die vielseitigsten Gestchtsvunkte sind hier- bei besonders dann zu berückstchtigen, wenn die Antragsteller Gewerbetreibende und Landwirte stnd, weil in diesen Fällen mancherlei Faktoren, die bei Lohn- und Gehaltsempfängern nicht gegeben sind, eine Rolle spielen. Daß auf diesem Gebiete auch bei dem Stadtrechner viel Arbeit zu leisten ist. versteht sich von selbst. Mancherlei Anliegen auf dem Gebiete des Steuerwesens kommet, hierbei noch in Betracht. ______________________.
7. Kapitel.
Polizeirat Mühsam hatte die bedauerliche Gewohnheit, lange über feine Dienststunden hinaus im Amt zu bfeiben. Dabei stocherte er dann die unglaublichsten Dinge auf, entdeckte Zusammenhänge, die besser im Dunkel geblieben wären, und kratzte an scheinbar abgeschlossenen Untersuchungen herum. Als Kommissar Schweiger zu später Abendstunde nach der ersten Tatbestandsaufnahme im .fiaufe Luckner ins Amt kam, war Polizeirat Mühsam noch anwesend. Schweiger seufzte und gab an Hand der Erstprotokolle einen lückenlosen Bericht. Die Einbrecher hätten nichts Wertvolles erbeutet, aber das lag, bei Gott, nicht an der mangelhaften Arbeit. Denn die sei ausgezeichnet, der Plan verrat« Mut und Klugheit, auch gute Platzkenntnis. Und über dem Safe sei ein tüchtiger Schlosser gewesen, der es von hinten angebohrt habe.
JBtfn hinten?- wiederholte Mühsam nachdenklich. Dann steckte er feine dicke Nase in die Protokoll«, las jedes Blatt viermal und forschte gleichzeitig in den liefen seines ungeheuren Gedächtnisses. Dieses Gedächtnis und eine Gabe, da« Verwandte anscheinend höchst ungleichartiger Fälle aufzudecken, waren die Grundlagen seiner erstaunlichen Erfolg«.
(Fortsetzung folgte
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Aus der Stadl Stehen.
Oie ,örä Bazi".
Die gestrengen Herren, wohl auch die „drei Eisheiligen" ober die „drei Eismänner" genannt, sind eigentlich ihrer Vier, nämlich die Tageshelligen des 11 bis 14. Mai: Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius. (Letzterer übrigens nicht der Apostel der Deutschen, sondern ein Märtyrer.) Ihnen gesell sich noch die Heilige des 15. Mai, in diesem Fall bezeichnet als die „böse", „kalte", wohl auch „schmutzige" Sophie. Sowohl mit dieser Heiligen als auch mit den obengenannten hohen Herren ist ganz und gar nicht gut Kirschen essen, sind sie es doch, die in gar manchem Jahr mit ihrem eisigen Atem vernichten, wo, die Frühlingssonne schon an Pflanzen und Blüten heroorgelockt hatte.
So werden die „drei Azi", wie sie in Tirol heißen, vom bayrischen Dolkswitz nicht mit Unrecht als die .chrei Bazi" bezeichnet, wie auch die bäuerlichen Wet- ierregeln zu Recht bestehen, die da besagen: Mamertus, Servatius, Pankratius bringen oft Kälte und viel Verdruß", sowie: „Pankraz, Servaz, Bonifaz, schaffen Frost und Eis gern Platz." ,
Im allgemeinen wird in den verschiedensten Gegenden angenommen, daß nach den Eisheiugen kein Frost mehr auftrete, wofür u. a. dos Wort zeugt: „Kein Reif noch Servaz, kein Schnee nach Bonifaz" (Doch traut man anderseits auch dem Heiligen des 25. Mai, dem heiligen Urban, noch allerhand Böses zu: „Urban* gibt den Rest, wenn Servaz noch was übrig läßt."
Bringen die Eisheiligen Sonnenschein, so ist ein gute« W-in- und Getreidesabr gewiß:
„Die drei Azius ohne Regen, Bringen den Winzern reichen Segen.
Bonifatius nimmt sich offenbar Servatius zum Vorbild, denn wir hören: „Ein guter Servaz macht einen guten Bonifaz."
Sankt Pankratius, non dem es in Dberofterretm heißt: .Wenns am Pankrazitag regnet, so rinnt der Most vom Stamm herab", ist aber keineswegs der Schlimmste her Eismänner, denn: „Was der Pankraz übrig laßt, nimmt der Servaz."
Hoffen wir, daß in diesem Kriegsfabr bte ge- ftrenorm fvmm sich bester zeigen als ihr Rist, daß kein „Reif falle in der Frühlingsnacht. L B.
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Vornan von Elisabeth Holt.
meinsam mit dem Wirken des Bürgermeisters der kleinen Stadt, allerdings mit dem Unterschied, daß in der dörflichen Derwaltungsarbeit die Hilfskräfte
Daß neben den zeitbedingten Aufgaben auch die üblichen laufenden Erfordernisse der Dorfverwaltung zu erfüllen sind, versteht sich von selbst. Und auch hierbei heißt es für den Bürgermeister, daß er in den Abend- und Nachtstunden noch vielerlei Arbeit erledigen kann, an die er im Laufe des Tages nicht herankommt, ein Vorgang, der in manchen Wochen fast zur täglichen Regel wird; insbesondere in den Wochen ber Aufstellung des Gemeindehaushalts und der Ermittlung der Steuerausschläge mit der dazu gehörigen Klärung von mancherlei Fragen und Dor-
In der Kampfgemeinschaft der Heimat im Kriege nimmt der Bürgermeister eme besonders wichtige Stellung ein. Als unterste Ber- maltungsbehörde ist er der unmittelbare Der- bindungsmann zwischen der staatlichen Verwaltung und der Bevölkerung, er ist aber auch der vielseitige Träger bedeutsamer kriegswirtschafllicher Maßnahmen. Die Unmittelbarkeit des Bürgermeisters als Persönlichkeit in allen Derwaltungs- und Versorgungsmaßnahmen tritt namentlich in der kleinen Stadt und vor allem auf dem Dorfe stark in den Vordergrund. Darum sei an dieser Stelle einmal ausführlicher über bie Kriegsarbeit dieser Bürgermeister berichtet. Wir haben uns zu diesem Zwecke mit Bürgermeister Geil in Lich und Bürgermeister Schäfer in Watzenborn-Steinberg über ihr Aufgabengebiet in der Kriegszeit
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Amtspflichten des Standesbeamten und des Orts- gerichtsvorftehers zu erfüllen hat. Für ihn heißt s kurz und bündig in allen Angelegenheiten, bie ernt- vermaßen Bedeutung haben: Selbst ist der Mann! Wesentlich vermehrte Heiraten, meist Krlegstrau- ungen, zahlreiche Anträge <rzst Ehestandsdarlehen, bedeutsames Anwachsen ber Geburtenziffern mit den entsprechenden Ausstrahlungen in die manntg- fachsten Bezirke der Versoraungswirtschaft, Elnrich- tungsdarlehen für Landarbeiter ober ländliche Hand, werter usw. halten ihn allein schon ständig m Atem. Dazu kommt noch die vielfältige Arbeit, die mit der Kriegsversorgungswirtschaft auch im Dorf ihren Einzug gehalten hat und für Oie der Bürgermeister als Leiter der Dorfverwaltung die am häufigsten „gefragte und begehrte Person" ist. Er kann natürlich doch nicht alles allein bewältigen, und in dem (Semeinderechner wie in dem Feldschütz, wenn dieser einigermaßen federgewandt ist, hat er schon an- sehnliche Helfer bei ber Arbeit, ebenso — je nach den Erfordernissen — in der Mitarbeit einiger älterer oder jüngerer Einwohner, die als „Federfuchser" zu gebrauchen sind. Aber das Schwergewicht aller Aufgaben kann ihm niemand abneh- men, denn er ist ja der Mann mit der alleinigen Verantwortung für sein Dorf.
der bases. Letztes Modell. Stahl mit Kieselzement- füllung. Einbruchsicher? . K.
„Einbruchsicher! Mist! Burschen wie bte, bie hier am Werk waren, kommen üverall durch." Merkwürdig ordentlich sah auch das Zimmer aus — ein Kitzchen Mörtel auf dem Parkettboden, ein or- deutlich an ber Wand aufgeschichteter Haufen her- ausgenommener Ziegelsteine, die schwere, vom Tisch abgezogene Brokatdecke, die jetzt auf dem Fußboden lag, das war eigentlich alles.
„Wissen Sie", meinte der Inspektor, „bas ist eigentlich gar kein Wohnungseinbruch. Das ist ein regelrechter Bankeinbruch in einer Wohnung.
Alles hatte Spohr ausgenommen, soweit er es zu überblicken vermochte, nichts von Belang vergessen. Roch einmal versuchten sie den Hergang des Einbruchs festzulegen.
„Nur zwei Mann", erklärte der Kommissar bestimmt. „Zwei Mann, ein Kops und eine Hand. Haben die Haustür mit Sperrbaken geöffnet und sofort die Klingelleitung durchgeschnitten, um lieber- raschungen durch etwaige Besucher vorzubeugen. Sie liefen stracks nach oben, sie wußten genau, wo die Rückwand des Safes im Mauerwerk eingebettet lag, hinter versperrter Tur schalteten sie ben Lautsprecher ein, denn Radiomusik übertönt dar Geräusch, das vielleicht in der Nachbarschaft auf« gefallen wäre, — imb dann gingen sie ans Werk.
<chr Werkzeug schien der Arbeit würdig. Handschuhe an den Händen, brachen sie mit einem Mau- erbajonett die Ziegel aus, vierundzwanzig Ziegel, ordentlich ausgesägt. Rasiermesserscharf und stark wie eine Brechstange muß das Instrument gewesen sein.
„Donnerwetter!" sagte Spohr, „die Burschen haben den elektrischen Bohrer einfach mit einem Steck- kontakt an die Lichtleitung angeschlossen, eine Reihe Locher gebohrt und bann bie ganze Front mit einem Ziegenfuß aufgerissen."
Sie brauchten kein Sauerstoffgebläse. keine wuchtigen Hammer, fein umfangreiches Werkzeug, — Kommissar Schweiger lächelte ingrimmig---
baß bie Täter mit einem Ziegenfuß, der zweigeteilten Brechstange mit dem willkürlich verlängerbaren Hebegriff arbeiteten, sagte den Eingeweihten
Ja "
^Wer hat das entdeckt? Sie?" fragte Schweiger und blickte rasch von seiner Schreiberei auf.
Keiner von den Hausbewohnern habe bas entdeckt, sondern der Komponist Carter, der gerade in die Halle hereinspazierte, um Klaviernoten für Frau Luckner abzugeben.
„Er hat nicht geklingelt?"
„Rein, natürlich nicht — der Dieb ist ja eine Minute vor Mr. Carters Erscheinen durch die Tür davon, er hat hinter sich nicht abgesperrt."
„Dieb", murmelte Schweiger. „Das war kein Dieb, meine liebe Dame, das war ein Einbrecher. Hören Sie, Frau Maurer, ich brauche bis morgen früh ein vollständiges Verzeichnis aller Leute, die neulich bei dem Empfang im Haus waren. Sie sagen, damals hätte Frau Luckner den echten Schmuck zum letzten Male getragen, bevor er wieder in die Bank tarn. Also gut! Ein lückenloses Verzeichnis, wenn ich bitten darf: Gäste, Hausbewohner und fremdes Personal. Niemand vergessen!" Widerwillig stemmte er seine ochtundneunztg Kilo aus dem gepolsterten Schreibtischstuhl hoch, tat acht Erstprotokolle, die im geheiligten Amtsstil meldeten, was bie Vernommenen „auf Befragen zum Gegenstände" angegeben hatten, in die versperrbare Mappe und wuchtete wieder ins obere Stockwerk, um sich die üble Geschichte mit ständig wachsendem Unbehagen nochmals anzuschauen.
An der Einbruchsstelle wirtschaftete Inspektor Spohr herum, er hatte Mühe gehabt, den Chauffeur Schütz, der als gelernter Schlosser die Arbeit der Einbrecher mit fachmännischer Kennerschaft beurteilte, lorzuwerden. Spohr warf ihn schließlich hinaus und schloß die Tür hinter sich.
Als ber Kommissar eintrat, wandt« sich der Inspektor um- „Das hat keiner von den hiesigen Geldschrankknackern gemacht." Schweiger nickte. Die schweren Hände auf dem Rücken, stand er mit ge- spreizten Beinen und besah sich das kleine Lock in ber Mauer. lief, tief fraß es sich durch dis dicke Kaminwand und dahinter — ber Inspektor legte seine elektrische Taschenlampe in bte Maueröffnung — bahinter war die zackig aufgerissene Rückenplatte
auch das Standesamt zu verzeichnen. Die Zahl der Kriegstrauungen mit ihren vereinfachten oefttm- mungen ist stark gestiegen. Die Ehestandsdarlehen bzw. die für Landarbeiter oder ländliche Hanüwer- ter mit mindestens fünfjähriger ununterbrochener Tätigkeit vorgesehenen Einrichtungsdarlehen werden verhältnismäßig häufig beantragt und erfordern viel Arbeitsaufwand. Die anhaltende Siel- gerung der Geburtenziffer und die in vielen Fallen ur private Zwecke zur Vorlage bei Behörden de- gehrten Auszuge aus den Standesamtsrealstern sind weitere Faktoren des erheblich angewachsenen Ar- beitsumfanges auf dem Standesamt.
Die Arbeit des Wirtschafts- und Ernährungsamtes erfordert, selbstverstanal'.ch eoensa^s d.e v Ue Anspannung aller dafür eingesetzten Kräfte Wer „hinter die Kulissen" dieser Dienststelle blicken konnte, vermag zu ermessen, welche Unsumme von Arbeit mit größtem Verantwortungsbewuhtsein hier für die Gemeinschaft und für ben Einzelnen zu leisten ist und täglich, auch an „Großkampftagen", bis zum Letzten bewältigt wird. In einer kleinen Stadt mit erheblichem landwirtscyafllichen Bevölkerungsteil erwachsen dabei noch besondere Aufgaben, die in großen Städten mit mehr gleich' artiger Struktur nicht in Erscheinung treten.
Daneben sind es viele andere Aufgabengebiete, die eine gedeihliche Lösung zum Nutzen der Be- völkerung und der Volksgemeinschaft und dazu den vollen Einsatz aller Kräfte und Möglichkeiten erfordern. Nur einige an sich kleinere und doch für das Gesamtinteresse wichtige Teilgebiete seien hier skizzenhaft gekennzeichnet: die Bewältigung eines wesentlich größeren Holzeinschlags als früher_imb die Verteilung der Holzmenge nach gewissen Richtlinien auf die perschiedenen Bezugsgemeinden und auf die Abgab/ an bie eigene Einwohnerschaft bet sorgfältiger Beachtung der jeweils bei den Empfängern verschiedenartig gelagerten Verhältnisse: die zweckmäßige Durchführung aller Schutz- und Pslegemaßnahmen für die Obstbaumanlagen der Stadt: die Maßnahmen zur Betreuung und pfleg- lichen Nutzung des Waldes; die Organisation und Durchführung des Kampfe, gegen den Kartoffel- käfer, und viele ähnliche Dinge mehr, die allesamt ein gewichtiges Stück Arbeit darftellen.
Es ist besonders bemerkenswert, daß aus der Not der Arbeit heraus auch bie kleine Stadt viel- fach zu ben gleichen Einrichtungen gekommen ist, , die wir in der größeren Stadt besitzen, und diese , Einrichtungen in ber besten Weise für. die Bevol- > terung handhabt.
' Bei all diesen Ausgaben ist der Bürgermeister „der Bunkt, um den sich alles dreht", wenn auch die achbearbeiter ihm manche Arbeit abnehmen.
, Wenn aber ber Tag vorbei ist, bann ist für ihn . oftmals noch lange nicht Feierabend sondern dis eigentliche Arbeit am Schreibtisch beginnt bann
genug. Vermutlich war die ganze Geschichte auch verhältnismäßig rasch und lautlos abgegangen, die Brokattischdecke da neben den Ziegeln, die brauchten sie, um das Sägen des Baionetts und bie Ge» räüsche der Bohrmaschine abzudämpfen. „Wie lange meinen Sie, Hot das Ganze gebauert?"-
„(Eine Stunde!" behauptete Spohr Überzeugt.
Das bezweifelte Schweiger allerdings. Eine Stunde war zu kurz, aber in zwei, sagen wir in eineinhalb Stunden ließ es sich vielleicht schäften, und es war auch für zwei Stunden noch eine tüchtige Leistung. Zwei Stunden mörderische Arbeit und bann, Talmi, Glasschmuck in den Händen.
Sie grinsten schadenfroh. „Pech!"
Eine Stunde später erschien der Polizeiphotograph in der Parkstraße, bann wurde das Zimmer endgültig abgesperrt, und den Schlüssel erhielt di« Polizei.
Die Arbeit -es Bürgermeisters im Kriege.
7,eb«n bet »«waNung-iAigk«» noch »i-lsacher H-Is-r mb »erofer »er B-vött.mng
„Und Sie haben damals niemand gesehen?"
„Doch", antwortete Gerda, „natürlich. Ich bin ja auch sehr erschrocken — den Kopf dieses Menschen habe ich im Spiegel gesehen. Er muß da neben dem Schrank gestanden Haden — ja, unbeweglich bat er dagestanden, und wie ich zurücklief, um zu klingeln, ist er davon."
Der Beamte nickte vieldeutig in sein Protokoll hinein. „Nun, und das Oiesicht?" wollte er wissen. ..Jung, alt? Würden Sie den Mann wieberer- kennen?"
Nein, das konnte Gerda natürlich nicht, sie hatte ia eigentlich gar kein Gesicht gefeben, bloß den Umriß «ines lauernd vorgebeugten Männerkopfes, ber sich au» dem Schattenwinkel des Schrankes vorstreckte.
„Dar ber Mann groß oder klein?"
Auch das konnte Gerda nicht mit Sicherheit an* geben, ihrer Meinung' nach muhte er gut mittel* groß fein.
„Sie haben damals sofort an einen Einbrecher gedacht?"
„Nein", erwidert« Gerda zögernd und versuchte, sich alles zu vergegenwärtigen, ..eher an einen Dieb — einen Einschleichdieb, wissen Sie. Mir haben ja ständig Besucher im Haus, und in ber Kleiderablage hängen wertvolle Ueberkleider." Sie überlegte. „Ich glaube aber, so weit habe ich damals gor nicht gedacht. Da» ganze Drum und Dran war so unheimlich, die Radiomusik in dem leeren Zimmer und die fremden Schritte draußen am Korridor, und dann zuletzt noch der unbewegliche Schattenriß im Spiegel--
Der Kommissar offenbarte eine allen Kommissaren gemeinsame Abneigung gegen die Beschreibung von unheimlichen Eindrücken. Er wollte vielmehr wissen, ob die Haustür unversperrt gewesen wär«.
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