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1N./1l.Mal 1941

Nr. NO Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)

I, in denen sich Schlieffen

dien in die

Unterstützt

das Fugendherbergswerk!

Ein Aufruf bcd Gauleiters.

JtSdJ. Gauleiter und Ncld)»flalfljaller § pren« g r r erläßt an die Bevölkerung des Gaue» Hessen« Jlaffau anläßlich dev Netchvopfer- und Werbetage« dev Deutschen Iugendherbergvwerkes folgenden Aufruf:

Sinn und Aweck dev Deutschen Jugendherbergs« werke» ist cv, unserer Jugend die Schönheiten der deutschen Heimat zu erschließen. Die auv diesem Im Frieden geschlissenen und Im Kriege bewährten Werk gewonnenen sittlichen und körper­lichen Kräfte sind heute nutzbringend wirksam in der kämpfenden Front der Soldaten wie Im moralischen Widerstandswillen der f)dmal. Denn wer die Heimat durch eigenev Erleben I m Kerzen trägt, wird sie umso bereiter verlel- d i g e n t An diese Erkenntnis erinnere ich. wenn ich heute die Bevölkerung dev Gauev dazu auf rufe, dem Deutschen Jugendherbergowerk jede wäg« l I ch e A n t e r ft ii ß u n g jn geben."

(Ein Abzeichen für Blockadebrecher.

Berlin. 9. Mai. (DNB.) Der Führer hat ein Abzeichen für Blackadebrecher gestiftet. Bei Ausbruch des Krieges befand sich eine große Anzahl von See­schiffen in ausländischen Häfen ober aus her Fahrt In ausländischen Gewässern. Der grüßte Teil hat unter höchster Einsaßbereltschast die Heimat erreicht bzw. ein geringer Teil, um der Beschlagnahme durch feindliche Streitkräfte zu entgehen, sich selbst ver­senkt. Eine Anzahl Ist vom Feinde versenkt ober schwer beschädigt worben. Die Besatzungen haben sich hierbei in jeder Beziehung alter seemännischer Tradition würdig gezeigt. Fn Anerkennung dleier Verdienste hat der Führer für die Besatzungen dieser Schisfe das Blockadebrecher-Abzeichen gestiftet.

3n Anerkennung der Verdienste im Güdostfeldzug.

Berlin, 9 7Nai. (DBB.) 3n Anerkennung her­vorragender Führungsverdienste im Sädoslseldzug wurde der Lbef der dort operierenden Luftflotte. General der Flieger Löhr, zum Generaloberst befördert, fein Lhef dev Generalstabev. General- major Korten, mit dem Ritterkreuz de» Eifernen Kreuzes ausgezeichnet.

Oes Jeldherrn Hitler Sieg im Westen

Oie deutsche oberste Führung im Feldzug 1940 in Frankreich und der Schlieffen-Plan.

Bon Ncichsarbeitssührer Reichsleiler Konstantin tzicrl.

häufig über die tatsächliche kriegsgeschichtliche Lage frei hinwegsetzte, um seine LehreBernichtu n g durch Umfassung" bis zur Einseitigkeit zu betonen.

Schlieffens Nachfolger als Generalstabschef, Ge­neraloberst von Moltke, Übernahm für den Heeresaufmarsch und den Operationsplan 1914 wohl im allgemeinen die Idee desSchlieffen-Planes". Er konnte aber die Grundgedanken Schlieffens nicht bis zur äußersten Folgerung sich zu eigen machen, er besaß nicht das felsenfeste Vertrauen zu der Nichtigkeit des Schliefsenschen Feldzugsplanes, konnte aber auch nicht zu einer grundsätzlich anderen Operationsidee den Entschluß finden. Die kriegsge- fchichtlictze Kritik nach dem Weltkriege hat darge- legt, daß 1914 derSchlieffen-Plan" alle Aussicht Sehabt hatte, zu gelingen, und daß der deutsche Angriff nur deshalb nicht zum Ziele führte, weil der operative Grundgedanke Schlieffens schon beim Heeresaufmarsch stark verwischt und ahne Folgerichtigkeit mit halbem Herzen durchgeführt wurde.

Auch den feindlichen Generalstäben war der Schlieffen-Plan" und seine kriegsaeschichtliche Be­urteilung nach dem Weltkriege selbstverständlich be­kannt. Diese Kenntnis scheint nun entscheidenden Einfluß auf die Erwägungen und Entschlüsse der feindlichen obersten Heeresleitung 1940 ausgeübt xu haben. Man erwartete offenbar, daß ent­sprechend dem Grundgedanken desSchlieffen-Pla- nes" der deutsche Hauptangriff mit dem Schwer­gewicht der Kraft auf dem Nordflügel, in Der Absicht zu umfassen, also im Räume nördlich der Maas-Sambre-Linie: tiüttid)Maubeuge er­folgen werde. Die Kräftegruppierung des Feindes: Schwerpunkt auf dem linken, an die Kanalküste ongelehnten Heeresflügel, hier Einsatz der besten Divisionen und fast aller motorisierten Verbände, läßt darauf schließen, daß der Feind tatsächlich ein deutsches Verfahren nach einem erneuerten Schlieffen-Plan" vermutete. Dic feindliche Füh­rung auf diese ziemlich naheliegende Ver­mutung zu bringen, bezweckten auch Nachrichten, die die deutsche Wehrmachtleitung dem feindlichen Nachrichtendienst in die Hände spielte um den Feind irrezuführen. Denn der Führer und Oberste Befehlshaber hatte sich im Frühjahr 1940 ent­schlossen. ganz anders zu verfahren.

Der Schwerpunkt beim deutschen Angriff lag nicht wje beimSchlieffen-Plan" auf dem Nordflügel, sondern beider mittleren Hee­resgruppe. Die Operationsidee des Führers war nicht wie bei Schliessen Umfassung des feindlichen linken Flügels, sondern Durchbruch zwischen Namur und dem Nordrand der Argonnen in Richtung auf die obere Somme. Der Führer hat diesen Entschluß gefaßt, weil die Aussicht bestand, mit diesem Verfahren den Feind zu überra­schen und In wirksamster Richtung zu treffen. Gelang es, dank der Ueberraschung den Maasübergang in der vom Führer in Aussicht ge­nommenen Gegend von Sedan zu erzwingen und im Zusammenhang damit die westlich Monlmedi) wesentlich schwächer ausgebaute Verlängerung der Maginotlinie zu durchstoßen, so bestand die Aus­sicht, den feindlichen linken Heeresflügel, auf dessen beabsichtigten Vormarsch nach Belgien bestimmte Anzeichen deuteten, abzusprengen und unter Ab­drängung an die Küste vernichtend zu schlagen. Angesichts dieser großen Ersolgsaussichten beschloß der Führer, die sehr großen Schwierigkeiten, die das bemafhete Beraland der Ardennen und das tief eingeschnittene Maastal südlich Namur der Be­wegung namentlich motorisierter Verbände bot, in Kauf zu nehmen und durch sorgfältige Vorberei­tungen möglichst abzuschwächen.

Entsprechend den Weisungen des Führers trat dos deutsche Westheer am 10. Mai 1940 zum An- griff an. Die Heeresgruppe A, bei der der Schwerpunkt der Gesamtoperation lag, mar an,re- wiesen. mit dem möglichst rasch vorzutreibenden rechten Flügel den Maas über gang im Ab­

Der Aussatz bietet zum ersten Wate eine« umfassenden Einblick In die ftralcglschen plane des Führers während des Feldzuges 1940 in Frankreich. Besondere Ausmerksam keil verdienen die Darstellungen des Ber- fassers, der vor dem Weltkrieg Lehrer für Kriegsgeschichte und Opcrationvtchre an der bayrischen Kriegsakademie und im Weltkrieg Generalstabschef eines Armeekorps war, weit sie den Ablauf des Feldzuges im Westen mit dem viel besprochenenSchlieffen-Plan" in Bergleich sehen.

Der siegreiche Feldzug 1940 in Frankreich wird in manchen Erörterungen immer noch mit dem viel genanntenSchlieffen-Plan" in Zusammen­hang gebracht. Eine Klärung der Frage, inwieweit solche angeblichen Zusammenhänge tatsächlich statt- gesunden haben, erscheint daher zum Jahrestage der Feldzugseröffnung (10. Mai) angebracht. Wo­rin beftano derSchlieffen-Plan"? Bei dem Schliefsen-Blan" handelt es sich um die letzte große Denkschrift des Generalstabschefs vom De­zember 1905, die er vor seinem Ausscheiden aus Dem Amt gewissermaßen als militärisches Vermächt­nis feinem Nachfolger hinterließ. Schlieffen legte feiner Denkschrift den Einsatz des gesamten deutschen Feldheere-) im Westen gegen die Franzosen I"id eine englische Expeditionsarmee zugrunde und setzte dabei erheblich mehr deutsche Kräfte in Rechnung, als damals im ganzen tatsächlich vorhanden waren.

Bei demSchlieffen-Plan" handelt es sich somit weniger um einen streng auf dem Boden der Wirk­lichkeit aufgebautenOperationsplan", als vielmehr um eine operative Studie, in der es Schlief- fen darauf an kam, feine Grundgedanken für einen gegen Frankreich zu führenden Angriffsfeldzug her­auszustellen, nämlich: Umgehung der starken fran­zösischen Festungsfront VerdunBelfort durch Bel­gien, scharfes Zusammenfassen der deutschen Haupt­kraft auf dem tiefgcgliebcrtcn Nordflügel, Herbei­führung der Entscheidung durch weit ausholende Umfassung des feindlichen linken Heeresflügel s. Noch stärker als In dieser Denkschrift von 1905 tritt eine bestimmte lehrhafte Tendenz Schliessens in seinen später verfaßten, be­kannten kriegsgeschichtlichenEannae"-Stu-

Arbeitseinsatz in Krieg und Frieden.

Duisburg, 9. Mat. (DNB.) Vor der Volks- wirtschaftlichen Vereinigung Im rheinlsch-westfäll. scheu Industriegebiet sprach Staatssekretär Dr. Syruv über den Arbeitseinsatz. Die llnabkömm. lichkeitsstellung der für die Wirtschaft unentbehr­lichen Arbeitskräfte, die Sicherstellung des Ersatz- bevnrfeo für die Einberufenen und die Bereit­stellung von Arbeitskräften für die ausgeweitete Kriegsproduktion hätten sich auf Millionen von Ar­beitskräften erstreckt und feien nur mit Hilfe der Arbeitsbücher möglich gewesen. Der Einsatz aus­ländischer Arbeitskräfte fei mährend des Krie­ges notwendig, verkehrt (ei es jedoch, im Frieden mit einem derartigen Ausländereinsatz zu rechnen. Rur der Boden gehöre auf die Dauer einem Volk, den es selbst pflüge, und nur die Kahle gehöre Ihm, die es selbst fördere. Zur Zelt seien rund 8,3 Millionen Frauen a l s Arbei­terinnen und Angestellte tätig. Die Frauen hätten in hohem Maße Ihre Pflicht getan. Trotzdem seien Im Frauensektor zweifellos n o ch viele Frauen vorhanden, die gesund und nicht durch Pflichten als Mütter und Haus­frau gebunden feien. An (le wende sich der Ap­pell des Fübrers.

Die Umstellung von dir Kriegs- auf ble Friedenswirtschaft werde sich ohne besondere Rei­bungen vollziehen. Besondere Ausgaben würden der Bauwirtschaft zufallen, wobei der Woh­nungsbau an der Spitze stehen werde. Daneben würden die Verbrauchogüterinduftrle und die Exvortindustrie stehen. Bel allen diesen Frie­densaufgaben werde ober als Engpaß der Ar­beit s e I n f a tz bestehen bleiben. Es werde unsere Ausgabe sein, die Schaffenskraft des deutschen Vol- kes soweit wie möglich zu stärken.

Dieses Unternehmen, das in seiner kühnen Anlage und sorgfältigsten Vorbereitung persönlichstes Werk des Führers ist und von der tapferen Truppe am 10. Mai alänzend durchgeführt wurde, hatte vollen Erfolg. Damit wurde der 0. Armee, die motorisierte Verbände möglichst rasch voraus in allgemeiner Richtung auf Brüssel angefetzt war, der Weg geöffnet für rasches Vorgehen.

Die nördlichste Gruppe (18. Armee) hatte das holländische Heer auszuschalten und hierzu möglichst rasch in die F e st u n g Holland" einzudringen. Fallschirm- und Luftlandetruppen, in Gegend südlich Rotterdam abgesetzt, hatten in überraschendem Angriff die Brücken über Maas und Waal in Besitz zu nehmen und für die mög­lichst rasch südlich der Maas vorzutreibenden mo­torisierten Verbände zu sichern.

Die Luftwaffe hatte die Weisung erhalten, die Angriffsoperationen des Heeres unter scharfer Zusammenfassung der Kräfte an den Schwerpunk­ten beim Durchbruch durch die Befestigungen und beim weiteren tiefen Vorstoß zu unterstützen und die feindliche Luftwaffe am wirksamen Eingreifen gegen das deutsche Feldheer zu verhindern. Die Kriegsmarine hatte, Im Zusammenwirken mit der Luftwaffe, die Flußmündungen und Häfen der holländischen und belgischen Küste für feindliche Seetransporte durch Minen und U-Boote zu sperren.

Der Feldzugsplan des Führers gelang bekannt­lich in vollstem Umfange. Die feindliche oberste Führung wurde von dem Operationsverfahren des Führers völlig überrascht, die feindliche Front bei Sedan durchbrochen, die Durch­bruchslücke unter Ueberroältigung der französisch.'»! Grenzbefestigungen rasch erweitert, Der zurück- gehende Feind durch wirkungsvollsten Einsatz der Luftwaffe und in vorbildlicher Zusammenarbeit mit dem scharf nachdrängenden Heere im Weichen gehalten und an der Herstellung einer geordneten Abmehrfront verhindert Nun fetzte der Führer die an der Durck-bruchsfront scharf zufammengefaßten Panzerverbände des Heeres zum Vorstoß i n nordrnestllicher Richtung über Amiens Abböville und nördlich der unteren Somme gegen Die Kanalküste und damit in öle Flanke und den Rücken des feindlichen linken Heeresflnaels an Diese kühne Operation führte zum vollsten Erfolg. 14 Tage nach Beginn der Angriffsoperationen mar der feindliche linke Heeresflügel (50 bis 60 Divi­sionen) völlig abgesprengt und in dem Raume zwischen der Schelde, der Linie Cambrai Dünkirchen und der Kanalküste zufammenge- drängt, mährend an der Somme und Aisne eine feste Abwehrfront feindliche Entlastungsangrisfe abwies, soweit diese nicht von der Luftwaffe be­reits im Entstehen zerschlagen wurden.

Noch bevor der erste Operationsabschnitt durch die Kapitulation der belgischen und französischen Heeresteile und die Flucht der Trümmer der eng­lischen Erpeditionsarmee bei Dünkirchen seinen vollen Abschluß gesunden-hatte, hatte Der Führer seine Weisungen für die Einleitung einer neuen Operation zur Vernichtung der noch verbliebe- nen, z. T. bereite erschütterten Hauptkräfte des französischen Heeres gegeben.

Während im Geiste desSchlieffen-Planes" und

an der Somme und Aisne eine Stellungsfront aus­zubauen, mißlang völlig. An Der Somme und der Aisne und später an Der Saar und am Oberrhein wurde die feindliche Front durchbrochen. Nach dem Hauptdurchbruch an der Aisne drangen deutsche Panzer und andere motorisierte Verbände wirksam unterstützt von der Luftwaffe, in unaufhaltsamer Verfolgung bis zur Schweizer Grenze odr. Der im Raum zwischen Mosel und Rhein umklammerte und in die Vogesen zusammengedrückte Hauptteil des französischen Feldheeres streckte am 22. Imst, eine halbe Million Mann stark, die Waffen. An­dere abgesprengie feindliche Gruppen, im Rückzug im Rhonetal und über Orleans, fielen, unter dem Druck der verfolgenden deutschen motorisierten Ver­bände und unter der Einwirkung der Luftwaffe, die den Luftraum über Frankreich völlig beherrschte, zunehmender Auflösung anheim. In dieser Loge nahm am 25. Juni der französische Staatvchef Die in Compiögne geforderten deutschen Wafsenstitt- standsbedingungen an. Die französische Wehrmacht war damit aus der Zahl her Feinde Deutschlands ausgeschieden, die niederländische, belgische und französische Westküste als Basis gegen England in deutscher Hand.

Der sechswöchige Feldzug in Frankreich steht hin­sichtlich Verlauf und Erfolg einzigartig in der neu- zeitigen Kriegsgeschichte da. Die oberste deutsche Führung zeigte alle ewig gleichbleibenden Merkmale wahren Feldherrntums. Nicht In An­lehnung an denSchlieffen-Plan" oder auf dem Boden der Eannaedoktrin oder sonstiger starrer Lehrmeinungen, sondern im freien künstle- rischen Schaffen aus der Eingebung des kriegerischen Genius heraus hat der Führer Die deutsche Wehrmacht zum glorreichsten Siege ihrer ruhmreichen Geschichte geführt. Wie immer in Der Kriegsgeschichte, ist es dieser kriegerische Genius, Der die feindliche Führung überrascht und lähmt durch die Kühnheit und Neuartigkeit seiner opera­tiven und taktischen Maßnahmen sowie durch die Wucht und Schnelligkeit seines Handelns. Voraus­schauend hat der Führer die umwälzende Bedeu­tung des Motors für die Kriegführung In der Luft und auf der Erde erkannt, sorgfältig studiert und alle Folgerungen In der Rüstung und in der Führung der Wehrmacht daraus gezogen. So hat er auch auf dem Gebiete der Kriegführung revo­lutionär gewirkt.

Ein gütiges Geschick hat dem deutschen Volk in entsd-eidendster Epoche seiner Geschichte den Staats­mann und Feldherrn in einer Person als Führer geschenkt. Er bat durch die Macht seiner Persönlich­keit und die siegreiche Kraft seiner nationalsoziali­stischen Lehre, unterstützt von treuen Mitarbeitern und Gefolgsleuten, das t>eutfd)c Volk aus tiefstem Verfall emporgerissen und die diesem Volke Inne­wohnenden ewigen Werte wieder zu vollem Leben erweckt. Er hat, getragen von dem Vertrauen und der ßiebe, unterstützt durch die volle Hingabe seines Volkes, das zersprungene deutsche Schwert wieder acschm'-'het und als Feldherr siegreich geführt. Seine Person, die eine gütige Vorsehung weiter be- hüten möge, ist die stärkste Gewähr für Den Deut­schen EnDsieq in diesem für das deutsche Schicksal auf unabsehbare Zeit entscheidenden Kriege.

Der Schliefsenschen Operationvlehre die Fortführung der Operationen mit starkem rechtem Heeres­flügel, w e ft l i ch u m Pari s h c r u m zur Um­fassung ausholend, gelegen hätte, entschloß sich Der Führer, die Entscheidung Im Durchbruch durch die feindliche Front südlich Der Aisne herbei- Zufuhren.

Die in Diesem Sinne dem Oberbefehlshaber des Heeres gegebene Weisung betagte ihrem wesent­lichen Inhalt nach folgendes: 1. Die Masse Des Heeres, Dabei starke Panzer- und motorisierte Ver­bände, hatte in s üdost wär11ger Richt u .i g beiderseits Re (ms vorbei anzugreif.'n, mit dem Ziele, die Masse des französischen Heeres in Dein Dreieck ParisMetz Belfort zu schlagen und die Maginotlinie von rückwärts her zum Einsturz zu bringen. 2. Ihn von diesem Hauptangrisf abzulenken, sollte zeitlich voraiisge- henh ein Vorstoß des recht e n Heeresflügel» zwischen Kanalküste und Oise an die untere Seine erfolgen, um demnächstmit schwachen Kräften" die Hauptoperation in der rechten Flanke zu begleiten und zu sichern. 3. Zur Ergänzung der Hauptoperation sollien zeitgerecht als Nebenope­ration schwächere Kräfte In die Maglnot- 11 n I e aii ihrer schwächsten Stelle, zwischen S t. - A v o l d und S a a r g e m ü n b, und, wenn es der Entwicklung her Lage entsprach, auch über den 0 b e r r l) e i n einbrechen.

Entsprechend dieser Weisung des Führers be* gönnen am 5. Juni die neuen Angriffvoperationen des Heeres. Sie vollzogen sich planmäßig und führ­ten zum vollsten Erfolg. Die Absicht des Feindes,

schnitt Namur (einschließlich)-Monzon zu erzwin­gen, weiterhin Die befestigte französische Grenz- ftcllung zu durchbrechen und gegen die allgemeine Linie Ni veiles (20 kni südlich Brüssel)Laon an- zugreifen. Mit Ihrem linken Flügel hatte Die Hee­resgruppe Den Angriff des Geiamtheeres gegen feindliche Angriffe aus füdlick>er oder südwestlicher Richtung zu decken. Vor der Front der Heeres­gruppe hatte als stählerne Spitze des Durchbruch- keiles eine aus motorisierten Verbänden gebildete Armeegruppe gegen und über die Maas in Ge­gend Sedan vorzustoßen.

Nördlich her Heeresgruppe A hatte die Heere fr- gruppe B mit Schwerpunkt auf dem Südflügel die h o l l ä n d i f ch - b e l g i f ch e n Grenzbe­festigungen zu durchbrechen und in westlicher Richtung anzugreifen. Für die Verteidigung Der Maasübergänge nördlich Lüttich und als Eckpfeiler der Stellung hinter dem Albertkanal befaß das neuzeitlich gebaute, sehr starke Werk Eben- E m a e l nördlich Lüttich entscheidende Bedeutung. Der Führer beschloß deshalb, dieses Werk in einem überfallartigen Angriff durch besondere Verbände der Luftwaffe und des Heeres in Besitz zu nehmen.

Bor einem Jahr.

In Begegnung des englisch-französischen Ver­suchs, über Holland und Belgien In das deutsch- Ruhr gebiet vorzustoßen, trat am 10. Mai 1940 Da« Deutsche West he er beim Morgengrauen z u m An­griff über Die Deutsche W estgrenze auf breitester Front an. Die deutschen Truppen über* schritten um 5.30 Uhr Die holländische, luxembur« gische und belgische Grenze und brachen In eng ein Zusammenwirken zwischen Heer und Luftwaffe den feindlichen Widerstand. Bereit» am Nachmittag war bie Assel erreicht, Die Maas auf holländischem (9c« biet überschritten, Maastricht und die Brücken über den Albert-Kanal sowie Malmedii in deutscher Hand. Unter Einsatz von Fallschirmfägern wurde das Fort Eben E in a e l Der Festung Lüttich genommen. Die Luftwaffe landete nicht nur zahl­reiche Einheiten auf belgischen und holländischen Flugplätzen, sondern erzielte auch mit Angriffen auf 72 feindliche Flugplätze und der Vernichtung von 300 bis 400 feindlichen Flugzeugen die ersten gro­ßen Erfolge beim Zerschlagen der feindlichen Luft» ftreltfräfte.

Am 11. Mai 1940 erreichten deutsche Truppen im Norden Holland» Harlingen und die Dftfüftc der Kni- Dcrfee und besetzten die Provinzen Groningen. 91 ad) Durchstoßen der Mel-Stellung wurde Die Grebbe» Linie und weiter Jühlid) Die Peel-Stellung Durch­brochen. Zwischen Hasielt und Maastricht wurde her llebcrgang über den Atbert-Kanal erzwungen. Vor Lüttich drangen die Deutschen Truppen lief in Das Vorfeld der Festung ein. Die durch Südbelgien gehenden Telle des Heeres gewannen rajd) Boden. Ganz Luxemburg fiel in beutfihe Hand. Der Luft­waffe gelang es, über 800 fclnblidie Flugzeuge zu vernichten. An der belgisch-holländischen Külte griff r feindliche Seestreltkräste, Transportschiffe und Ufrlabungen an.

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