Ausgabe 
10.2.1941
 
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Freundschaft durch die Verlobung seiner Tochter Gunild mit Konrads Sohn Heinrich zu festigen und zu krönen Um den neuen Bund zu sichern, verzieh- tete Konrad sogar auf die Schleswiger Mark und begnügte sich mit der Eidergrenze. Tatsächlich er­öffnete diese friedliche Verbindung dem deutschen Handel und der Mission von Bremen aus ein neues weites Feld bei den nordgermanischen Völkern

Sie wurde trotz des baldigen Verfalls von Knuts Trostreich und des frühen Todes feiner Tochter die Unterlage für die regen Wechselbeziehungen der Ostseevölker, die ihren Höhepunkt in der Blütezeit der deutschen Hanse erreichte. Die Auseinander­setzung mjt dieser wurde den nordischen Völkern zu einem bedeutsamen Akt der Erziehung; sie fan­den allmählich ihre heute noch bestehende Wesen­heit auf nationaler Grundlage in den drei nordi­schen Staaten. Dabei ernteten sie so unbekümmert, wie das jungen Völkern eigen ist, den Segen der hansischen Arbeit im Ostseeraum. Wiederum war also Deutschland der Gebende gewesen.

Der Hauptnutznießer war Schweden, das sich unter dem Geschlecht der Wasa zu einer europäischen Großmacht entwickelte. Gustav Adolf wollte fei­nem Ostseereich durch die Einverleibung der porn- merschen Küste den südlichen Abschluß geben. Doch gewährte ihm die Vorsehung nur die Erfüllung des damit verbundenen zweiten Planes: die Rettung des deutschen Protestantismus! Daß er 1632 dafür fein Blut bei Lützen opferte, hat ihn in der ger­manischen Welt unvergessen gemacht, und viel Dan­kesschuld des Nordens an das Reich ist damit ab­

getragen worden. Allerdings wurde auch die Gefahr vermieden, daß das Deutsche Reich sich in einen habsburgisch-jesuitischen Süden und einen mit Schweden verbundenen und von diesem beherrschten protestantischen Norden aufspaltete. Dies ist über­haupt das letzte Mal, daß der Norden seine Hände nach dem Süden ausstreckte Es war ihm im 17. Jahrhundert ebenso wenig ein Großreich um die Ostsee beschieden wie tausend Jahre vorher ein sol­ches an der Nordsee.

Die einzelnen Völker sind seitdem ihren eigenen Weg gegangen. Der Norden verblieb in individuel­ler Aufspaltung, trotz aller Einigungsoersuche, die immer wieder unternommen wurden. Der Süden fand über Brandenburg-Preußen feine völkische Einigung. Bemerkenswert ist, daß dabei Schweden und Dänemark ihr Teil beisteuern mußten, wenn auch meist negativ. Aber das junge brandenburgische Heer verknüpft doch seine schönsten Ruhmestaten mit dem Namen Warschau, wo es 1655 mit Schweden und Fehrbellin, wo es 1675 gegen dieses kämpfte. Und endlfch eröffnet ja der Feld­zug gegen Dänemark 1864 das unmittelbare Eini- gungswerk Bismarcks. Diese politischen Begegnun­gen haben selbst wenn sie feindlich verliefen, die freundschaftlichen Beziehungen der Völker nie nen­nenswert in Mitleidenschaft gezogen. Die Kraft des Blutes erwies sich in jedem Fall als unüberwind­lich. Beweis dafür ist der starke Kulturstrom, der sich seit der Reformation unentwegt zwischen beiden Volkern in beiden Richtungen bewegt.

Rollende Luftangriffe aus Malta.

Schwere Bombentreffer auf Unterkünfte und Lagerhäuser.

Berlin, 9.$ebr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Einzelne Kampfflugzeuge griffen gestern bei Tage und in der Nacht kriegswichtige Ziele in den INidlands und in Südoflengland er­folgreich an.

3m Mittelmeerraum erzielte die deutfche Luft­waffe bei rollenden Angriffen gegen Flug­plätze auf der 3nfel Malta und den Hofen La Valetta Bombentreffer schweren Kalibers in Unterkünften und Lagerhäusern. Ausgedehnte Brände entstanden.

Der Feind warf in der letzten Nacht mit wenigen Flugzeugen an drei Stellen Bomben auf Wohn­gebiete in Westdeutschland. Von drei feindlichen Flugzeugen, die nach Norwegen einzufliegen ver- fuchten, wurden zwei abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Der Bericht vom Samstag.

Berlin, 8. Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Einzelne Kampfflugzeuge griffen kriegswich­tige Ziele auf der britischen 3 nf el er­folgreich mit Bomben an. hierbei wurde in einer Hafenstadt der schottischen Ostküste der Kessel eines Gaswerkes im Tiefangriff in Brand geworfen. Bomben schwersten Kalibers trafen in Südosteng- land einen Bahnhof und eine Fabrikanlage. Vor Dundee wurde ein kleines Handelsschiff durch Botn- benvolllreffer zerstört.

3m Mittelmeerraum griffen deutsche

Kampfflieger in den gestrigen Abend- und Nacht­stunden im rollenden Einsatz die Flugplätze Luca und Hal-Far, den Seeflughafen Marsa-Scirocco und die Hafenanlagen von La Valetta auf der 3 n f et Malta an. Bombentreffer zerstörten hal­len und Unterkünfte und verursachten größere Brände.

Der Feind warf mit schwachen Kräften in der letzten Nacht an der Kanalküste Bomben, ohne nennenswerten Schaden anzurichten. Flakartillerie schoß ein feindliches Flugzeug ab.

Oer englische Lustangriff auf Düsseldorf.

Ein bewußter Mordüberfall auf die Zivilbevölkerung.

Berlin, 8.Febr. (DNB.) 3n der Nacht zürn 5. Februar wie im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht bereits gemeldet hatten britische Bombenstreitkräfte die Stadt Düsseldorf angegriffen. Der um das 3ndüstrievieriel gelegte Sperr­feuergürtel wurde, wie einwandfrei festgestellt werden konnte von den feindlichen Maschinen umflogen, und das dicht bef iebelle Wohngebiet der 3nnenstadt planmäßig mit Spreng- und Brandbomben be­legt. Die Zahl der Toten, die diesem heimtücki­schen Angriff zum Opfer fielen, hat sich nach den letzten Feststellungen auf insgesamt 35 er­höht.

Die Räumung Bengasis.

Rom, 8.Febr. (DNB.) Der italienische wehr- Machtsbericht vorn Samstag hat folgenden Wort­laut:

An der griechischen Front wurde im Ab­schnitt der 11. Armee ein feindlicher Angriff unter schweren Verlusten für den Gegner abgewiesen, wo­bei sich das 13. 3nsanterie-Regiment besonders aus­zeichnete. Unsere Luftwaffe hat militärische Ziele in Preoeza bombardiert.

Am 5. und 6.Februar tobte in der südben- gojischen Senke eine äußerst heftige Schlacht mit schweren eigenen und nicht weniger schweren Verlusten des Gegners an Mann und Material. Am Abend des 6. Februar hat der Feind Bengasi beseht, das von unseren Truppen zur Schonung der italienischen Cingeborenenbeoötferung geräumt worden war.

3n Ostafrika, im Abschnitt von Keren, leb­hafte beiderseitige Artillerietätigkeit. An der Sn- dangrenze von Galla und Sidamo Patrouil- lenzusammenstöhe. Abteilungen unserer Luftwaffe haben lagernde feindliche Truppen mit Bomben be­legt 3m Kampfe mit feindlichen Jagdfliegern wur­den drei englische Flugzeuge brennend abgeschossen. Der Feind hat Luftangriffe gegen Keren, hargeisa und javello unternommen.

Am Nachmittag des 31. Januar wurde ein be­waffneter Prahm unserer Kriegsmarine, der zu einem anderen Liegeplatz geschleppt wurde, von einem feindlichen U-Boot angegriffen, das das Feuer gegen ihn eröffnete. Der Prahm erwiderte sofort lebhaft das Feuer, wobei es ihm gelang, das U-Boot zu treffen. Der kleine Schlepper, der wäh­rend des Kampfes getroffen wurde, geriet in Brand und sank darauf. Dis 67 Mann starke Besatzung wurde gerettet

Das Echo in Nom.

Nichts Lebenswichtiges bedroht."

Rom, 9. Febr. (Europapreß.) Bengasi ist von den Italienern selbst geräumt worden. Damit hat der englische Vorstoß in Nordafrika einen Punkt erreicht, wo die englische Führung sich entscheiden muß. ob sie noch weiter gegen Westen marschieren tasten und die syrtische Wüste durchqueren und viel­leicht bis Tunis vorstoßen will, oder ob sie es für bester hält, den mit gewaltigem Aufwand in Gang gebrachten Apparat anzuhalten. Ohne die Augen vor den harten Tatsachen zu verschließen, fragt man sich in Italien, welchen Zweck die gewaltige englische Anstrengung in Nordafrika im Rahmen eines strategischen Gesamtplanes der Kriegführung haben konnte.

Libyen war unglücklicherweise niemals*, so be­tont ,Teoere',eine Stellung von strategischer Bedeutung. Es ist eine reine Siedlungskolonie Wäh. renb einerseits bei einem geglückten Vorstoß über Sidi el Darani hinaus Alexandrien und Suez hatten

gefährdet werden können, wird andererseits von den Engländern nichts Lebenswichtiges b e- droht. Die gegenwärtigen Kriegshandlungen der Engländer in Nordafrika haben daher einen rein demonstrativen Wert, während sie in der Totalökonomie nur negativ zählen können. Was auch immer in Afrika sich ereignen mag, England wird sich immer in schwierigen Umständen befinden, die sich nur noch steigern können. England erlangt da­mit keine Handlungsfreiheit. Im Gegen­teil, es bindet immer mehr neue Kräfte und fesselt seine Bewegung durch die Notwendigkeiten der Be­setzung. Von dem demonstrativen und propagandi­stischen Wert abgesehen, den man allerdings diesen Handlungen nicht absprechen kann, ist der Rest der Bilanz negativ. Es ist überflüssig zu sagen, daß der Krieg nicht mit Demonstrationen und Propaganda gewonnen wird.*

Italien, so hebtPop olo di Roma" hervor, ist stolz darauf, daß es eine schwere Aufgabe zu lösen hat und weiß, daß dieser Krieg nicht in Ben­gasi entschieden wird, zumal England durch die Zer­splitterung seiner Kräfte einen nicht geringen strate­gischen Fehler beging. AuchLavoro Fascista" unterstreicht die außerordentlichen Schwierigkeiten des Kampfes im italienischen Imperium. Es handelt sich um eine grandiose Aufgabe, deren sich Italien, als es zur Verwirklichung seiner Aspirationen und zur Erlangung feiner vollen Freiheit und Unab- hängigkeit in den Krieg.eintrat, restlos bewußt war. Gerade die schwierige geographische Lage des italie­nischen Imperiums und das Fehlen direkter Serbin­bungen von und zum Mutterlande war einer der Hauptgründe der italienischen Intervention, die un­erläßlich war, wollte Italien nicht für alle Zeiten im eigenen Meer Englands Gefangener und Sklave bleiben.

Die Kampfe in Ostafrika.

Der italienische Bericht vom Sonntag.

Nom, 9. Febr. (DNB.) Der italienische wehr- machtberichl vom Sonntag Hal folgenden Wortlaut:

An der griechischen Front Aktionen ört­lichen Charakters. Unsere Luftwaffe bombardierte im Tiefangriff wirkungsvoll feindliche Stellungen und Truppen. Desgleichen wurden einige Ziele der Stützpunkte von preveza und Navarrino getroffen. 3m Verlauf dieser Aktionen wurden ein Flugzeug vom Gloster-Typ sowie eines vom PZL.-Typ ab- geschossen. 3m westlichen Mittelmeer wurde eines unserer Erkundungs-Flugzeuge von drei Jagdflug­zeugen vom Hurricane-Typ angegriffen, von denen eines abgeschossen wurde.

3n Nordafrika Kämpfe örtlichen Ehargkters in der südbengasifchen Senke.

3n Ostafrika erneute der Feind im Ab- schnitt von Keren seine Angriffe, die zurück- geschlagen wurden. An der SomaHfroot wurde ein Angriff gegen eine unserer Stellungen durch einen Gegenangriff zurückgefchlagen. Unsere Luftwaffe hat

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an den Kämpfen mit Tiefangriffen und MG.-Feuer auf feindliche Truppen, Kampfmittel und Anlagen unermüdlich teilgenommen. Der Feind versuchte Luftangriffe auf Asmara und Adi Ugri, die durch das sofortige Eingreifen unserer Jäger vereitelt wurden. Bei dieser Aktion schoß Hauptmann Mario Visentini zwei Flugzeuge ab, womit er feinen 16. Luftsieg errang. Lin weiteres feindliches Flugzeug wurde von der Flock abge- fchofsen. Drei eigene Flugzeuge sind nicht zurück­gekehrt.

3m Aegäifchen Meer bombardierten gestern nachmittag feindliche Flugzeuge unsere Flughäfen. Kein Opfer, leichter Schaden.

3n der Nacht vom 7. zum 8.2. belegten Verbände des deutschen Fliegerkorps mit sichtlichem Erfolg einige Flughäfen auf der 3nsel Malta mit Bom­ben. 3n der Nacht vorn 8. zum 9.2. wurden die Bombenangriffe auf den Stützpunkt Matta von den deutschen Fliegerverbänden mit bemerkenswerter Heftigkeit und Wirksamkeit wiederholt.

Oer Duce im Operationsgebiet.

Holland, Baron Roell ein, besten Kabinettschef er war. Die bisherigen Kommissare für bie Provinzen Utrecht und Limburg finb in ben Ruhestanb Den setzt worden. Der neue Kommissar für Utrecht ge> hört schon seit 1932 ber NSB. an unb war zuleM Bevollmächtigter bes Leiters ber NSB. für die Pro­vinz Utrecht. Auch Graf M be Marchant et d'An- fembourg ist altes NSB.-Mitglieb und gehörte dok 1937 bis Mai 1940 als Mitglied ber NSB. ben Zweiten Kammer an.

waffe mitgetejlt. Beaoerdrook habe bamals er* wibert, baß man viel zu viel aus ben Bomben mache, bie bieEngländer mit ihrer Flakartilleri! aus ber Luft blasen würben!" Williams er* klärte, er habe Beaoerbrook darauf erwidert:2Benn Sie die deutsche Luftwaffe in der gegenwärtige^ Stärke mit dem bekämpfen, was Sie haben, fann es Sie das Empire kosten, und Sie merbir, die Niederlage Ihres Lebens erfahren." Auf ein- Frage des Senators Nye bestätigte Williams äh» lich wie Lindbergh, daß er nicht an einen Sieg Eng­lands glaube.

Auch der ehemalige republikanische Präsident­schaftskandidat Landon lehnte das Gesetz ab uni klagte Roosevelt des Versuches an, die Gegner bes Gesetzes mundtot machen zu wollen. Die Bebath und Redefreiheit über das England-Hilfegesetz roerbt durch Regierungspropaganda und Kriegshysterie er. stickt. Landon bezeichnet es als Feigheit, durch pr» oozierende Beleidigungen den Ruf des Gegners w belasten, um ihn zum Schweigen zu dringen. Es fei leichtfertig, Roosevelt so weite Vollmachten zu ge­währen, daß er ber britischen Regierung gegenüber unbegrenzte Verpflichtungen eingehen könnte, ohn- baß man festgestellt habe, was Englands Ziele air bem Gebiete ber Weltmachtpolitik seien.

Amsterdam, 8. Febr. (Europapreß.) Der Relchskommissar für die besetzten nieberlänbischen Gebiete, Reichsminister Seyß-Inquart, hat drei neue nieberlänbische Kommissare für die Pro- vinzen ernannt, unb zwar Mr A. I. Backer für Nord-Holland, Ing. F. E M ü l l e r für Utrecht unb 9raf M. be Marchant et d'Anfembourg ür Limburg. Mr. A. I. Backer nimmt U ~ bes kürzlich verstorbenen Kommissars für____

Unser Bilb zeigt Mussolini währenb einer In­spektionsreise im Operationsgebiet in Begleitung bes Generalstabschefs ber italienischen Luftwaffe, Ge­neral Francesco P r i c o l o (Mitte).

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Laval lehnt Vorschlag pstains ab.

Genf, 9.Hebr. (DNB.) Aus Dichy wirb gemel­det: Zu ben Besprechungen bes Admirals Bar- Ian in Paris wird Sonntag früh eine Verlaut­barung in der Presse veröffentlicht, die besagt, daß Staatschef Marschall P e t a i n Pierre Laval vor- geschlagen habe, als Staatsminister unb Mitglied eines Direktionskomitees in d i e Regie­rung ein zu treten. Pierre Laval hat das An­gebot des Marschalls nicht angenommen.

Frankreich führt den Arbeitsdienst ein.

Genf, 8. Febr. (DNB.) Die französische Regie­rung hat für alle französischen Bürger männlichen Geschlechts die Arbeitsdienstpflicht eingeführt. Alle Franzosen müssen im Laufe ihres 20. Lebensjahres acht Monate in einem Jugendlager bzw. Iugendwerklager verbringen. Die Einberufun­gen sollen dreimal jährlich erfolgen. Die Einsüh- rung dieser Arbeitsdienstpflicht findet auch auf Algier, bie französischen Kolonien, Protektorats- unb Manbatsgebiete Anwenbung. Die Einführung der Arbeitsbienstpflicht in ber besetzten Zone er« folgt erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Neue niederländische Kommissare.

Folgen des briüschen Tonnagemangels.

Kritische Lage der Viehzüchter Süd-Argentiniens.

BuenosAires,9. Febr. (DNB.) Die kritisch« Lage ber Viehzüchter Süd-Argentiniens, bie durch bie starke Verminderung ber briti­schen F1 eischkäufe infolge ber Einstellung des englischen Schiffsverkehrs mit ben Häfen der Terri­torien Santa Cruz unb Feuerland hervorgeruiein ist, kommt in einem Gesuch ber argentinische« Fleisch-Korporation an ben Landwirtschaftsmini-' fter erneut zum Ausdruck. In ber Eingabe roirti gesagt, daß bie Absatzschwierigkeiten noch erfjöW werden burch bie Maßnahme Chiles, bas z>p» ersten Male bie alljährliche Einfuhr von 700 00® lebenden Schafen aus Patagonien e i n st e l l e. Die bisher für ben englischen Konsum bort oerarbeitete Fleischmenge konnte jetzt wegen bes britischen Ton­nagemangels nicht mehr abgeholt werden. Der Wert des südargenttnischen Viehs, besonder» der Lämmer unb Kapaune, sei burch Un­verkäuflichkeit derart gesunken, daß bie Verarbei­tung in den Fleischfabriken nicht mehr lohne,, zumal bie Versenbung nach ber Bundeshauptstadt; wegen fehlenden Schiffsraumes nicht in Frage: komme. Die Viehzüchter ersuchte baher bie Re­gierung um finanzielle Unterstützung, um die Kosten für Verarbeitung in Büchsensleisch decken zu. können, da sonst bie Viehzucht eingestellt unb der' Bestand vernichtet werden müsse.

Japaner verlassen die LlGA.

Schrumpfung des japanisch-nord» amerikanischen Handels.

Tokio. 8. Febr. (Europapreß.) Die antrjapa* Nischen Wirtschaftsmaßnahmen der Vereinigten Staa­ten führten, wieAsahi Shimbun" schreibt, bereits zu einer ft arten Schrumpfung des nord- cmerikanisch-japanischen Handels. Zur Schließung ihrer Neuyorker Börse hat- ten sich bereits die südmandschurische Eisenbahn, eine große japanische Textilsirma sowie kleinere japanische Handelsgesellschaften gezwungen gesehen. Die am 15. Februar in Kraft tretende Verschärfung des Lizenz- Systems in den Vereinigten Staaten wird zu einer 80prozentigen Einschränkungder Handels- schiffahrt auf dem Pazifik in Richtung Japan führen. Infolge bieses Rückganges ber norbameri­kanisch-japanischen Handelsbeziehungen werden Vor­bereitungen zur Heimschaffung einer größe­ren Zahl von Japanern aus den Vereinig­ten Staaten getroffen. Japanische Großfirnien in Newyork schicken sich an, Familienmitglieder nach Japan zurückzuschicken, die angesichts der gespann­ten Lage im Pazifik spätestens im März oder April ab reifen sollten.

Das japanische Landesverteidigungs- geseh angenommen.

Tokio, 9. Febr. (Europapreß.) Arn Samstag wurden die Abänderungen zum japanischen Gene­ralmobilisierungsgesetz und zum Gesetz zur Siche­rung der Landesverteidigung vom japanischen Un­terhaus ohne Debatte genehmigt. Die wich­tigsten Regierungsvorlagen sind damit angenom­men. Durch das Generalmobilisierungsgesetz erhält die Regierung außerordentlicheDollmach- t e n für die Lenkung unb Kontrolle kriegswirtschaft­licher Betriebe Das Landesverteidigungsgesetz ge­stattet dem Justiz- und Wehrministerium weitgehen­den Einfluß auf bie Gestaltung der öffentlichen Meinung. In Tokio rechnet man mit einem baldi­gen Schluß der Parlamentssesston.

Eine USA.-Marinekonferenz in Schanghai.

Washington, 9. Febr. (Europapreß.) Die Englandhilfe-Vorlage wurde am Samstagnachmit­tag durch das Repräsentantenhaus nach Abschluß der Aussprache über bie Zusatzanträge mit 260 gegen 165 Stimmen verabschiedet. Vor der Abstimmung wurde ein Zusatzantrag des Abgeord­neten Hamilton Fish mit 147 gegen 70 Stimmen adgelehnt, der ein Verbot von Repara­turen ber Schiffe kriegführender Staaten auf Wersten in ben USA. voriah. Die Debatte im Re­präsentantenhaus hatte sechs Tage gedauert. Die Vorlage geht jetzt an den Senat weiter, dessen auswärtiger Ausschuß gegenwärtig die (Benner der Vorlage vernimmt.

Vor dem Ausschuß wies der 21jäljrt$e Student der Pale-Universität B r e w st e r mit offenen Wor­ten auf bie Gefahr bes Englandhilfegesekes unb die Methoden hin, mit denen man es in USA. durch­zupeitschen versuche. Brewster, der auch die Zeit­schriftPale Daily News" herausgibt, betonte, daß er für jenen Teil ber Jugend spreche,der Frieden und Souveränität Amerikas über die britischen Interessen stelle". Er erklärte, gegen das Englandhilfegesetz zu sein,weil es das Schicksal der ganzen Nation in die Hände eines Mannes lege, dessen letztes politisches Ziel Krieg bedeuten müsse, gleichgültig, ob er das beabsichtige ober nicht. Man sollte einem solchen Mann nicht durch Abtretung von Vollmachten unbegrenzte Gewalt über Leben und Tod einer freien Na­tion geben".Jeder Schritt", so sagte Brewster wei­ter aus,sollte dem Volke zur freien Ent­scheidung vorgelegt werden. Das Volk müsse j e l b st entscheiden, ob es ben Krieg wolle ober nicht.

Vor bem Ausschuß beschulbigte ferner ber ame­rikanische Flieger unb Publizist Major Williams bie USA.-Regierung, bie Flotte und das Heer plan­mäßig seiner besten Flugzeuge zu b e rauben, um England zu helfen. Damit würde es unmöglich gemacht, die USA.-Luftwafie ausreichend

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aufzubauen. Tatsächlich sei die USA-Lunmacht fjeuti beklagenswert unzulänglich. Williams Angriff tx, zeichnete das England-Hiljegesetz alsSelbftmotj der amerikanischen Lebensart". Auf einer Sein rXm schwäche die Regierung die Schlagkraft der Vereinig kv^se ten Staaten, andererseits würden Schauermarche, j über die Jnvasionsgefahr verbreitet und den Euro R [et päern und Asiaten in ihre internen Angelegenheile, 1 hineingeredet. Amerika solle das Gerede über dir Unvermeidlichkeit des Krieges verbieten. Erst wen., Amerika ausreichend gerüstet sei, sich zu oerteidi, gen, werde er die Abgabe von Flugzeugen ai fremde Nationen gutheißen. Er habe dem britische, ,t Den Flugzeugbauminister Beaoerbrook oor dr<> Jahren Einzelheiten über die deutsche Lust,

Tokio, 9. Febr. (Europapreß.) Eine Konferenz m b o u r g norbamenkanischer Marineoffiziere im Fernen die Stelle Olten ist, wieTokio Nishi Nishi" meldet, burch für Nord-1Aomrral Thomas Hart, den Oberkommandtereo-