Ausgabe 
10.2.1941
 
Einzelbild herunterladen

Montag, w.8ebruar MI

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

I Luftverkehrswege nach dem Fernen Osten und Süd- ostasien und dem gesteigerten Interesse, das umso- mrtKr SIa 1 IQ A KiaF/ih rtrnnotiPninnforoti ftifnPflPtl»

Marineartillerie an der Kanalküste

Britische Lügen.

l Nachricht, daß Calais und die ' Fernkampfbatterien an d

Zeichen für ein

rrsolgte, Einstellung " biinich« oller europolsch-n

MS' eng-

Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Gießen. Schnlstrahe 7-9

Pazifik.

Man wird, wenn man brücksichtigt, daß zu den Positionen, über die eine Weltmacht oersügt, nicht nur deren tatsächlicher Besitz, sondern auch jene Kraftlinien gehören, die sie ausströmt, in Eu­ropa mit Recht zu dem Schluß kommen, daß mit der Räumung der Konzession in Schanghai durch die englischen Truppen nur eine Entwicklung eingelcitet wurde, die seither planmäßig ihren Weg geht. Eines Tages und dieser Tag ist nicht mehr fern wird der englische Einfluß im Stillen Ozean der Vergangenheit angehören. Schon heute ist er in Asien so weit gesunken, daß er über Singapore kaum mehr nennenswert hinausgeht.

Druck und Verlag: vrühlsche UnlversttätLdruckerei 8. Lange

----- k 'en Denn iufubh ber Sr}eben erhalten bleibe.Jeder". io be- Nachrichten sind engllscheDampfersch ^geschaltet, tonte Rudoli Heß,der zur Umgebung des Führers L ° ^_?us dem pazifischen Verkehr aus^^cy gef)5rt, kann bezeugen^ wie sein ganzes Sinnen und Diese Tatsache in Verbindung m.t 3°hlrelche^2n geyorr, r y TOirfcn auflerid>tet mor aui rächen für em weiteres.Vordringen des ime £ friebrid)e Werke der Kultu- und auf die Besserung An Einflusses im Paznik,, mit der . '^^päischen des Lebens der deutschen Menschen, wie er bedacht

Mit modernsten Hilfsmitteln wird die Kanalküste von unseren Truppen beobachtet. Feindliche Streit­kräfte die sich nähern, können dadurch schnell und mit großer Treffsicherheit unter Feuer genommen werden. (PK.'Engelmeyer-Scherl-M.)

^.Jahrgang nr.54 irrftöpint täglich, außer Sonntags und feiertags geilagen: Die Illustrierte Siebener ftnmilienblnttei Heimat imBild DieScholle Ronats-Bezugsvreis: Lt 4 Beilagen RM.1.95 Cbne illustrierte 1.80 guiteUgebübr. . . -.25 itueb bei Nichterscheinen non einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt iternsvrechanschluß 2251 7)mhtanschrift:Änzeiger" Üoiitcberf 11ß8R$vranff. M

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnunimer viS8'/,Ubr deS Vormittags

Anzeigen-Preiie:

Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Beilen breite#

Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Beilenbrcite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Rlengenstasiel B Platzvorschrift (vorherige Bereinbartmg) 25n/o mehr

lasten? v. , m n.io

Jedenfalls sind wohl nur von diesem Gestcyrs- winkel aus auch die enormen Forder-ungen zu ver­stehen, die Roosevelt an den Kongreß für 0 en Neubau von Handelsschiffe n L^richteth rnd die die Indienststellung von über 200 modernen ,roßen Dampfern mit einem Kostenaufwand 0 mehreren Hundert Dollarmillionen vorsehen. >jeoen- 'alls wird nach dem heutigen Stand der Dinge England aus dieser seiner pazifischen Erbmasse^karun noch etwas retten können, denn nach lapanNche

mehr die USA. diesen Fraaenkomplexen entgegen- bringt, alle diese Umstände haben dazu geführt, daß man in Japan den Tatbestand durchschaut und auch diese seltsame Verkehrspolitik als das wertet, was sie ist, nämlich als eine zunehmende Abdan­kung Großbritanniens zu Gunsten Amerikas am

Mit geballter Krafi dem Endsiege Adolf Hitlers zu!"

Rudolf Heß spricht bei der Einführung der schlesischen Gauleiter.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Tokio, Anfang Februar 1941.

Der Ausverkauf des britischen Empire geht un- aufhaltsam weiter. Mit jeder Woche wird der bri- lsche Einfluß in der Welt, in Ost und West, mehr jurückgedrängt, erleidet das englische Prestige neue Cinbufeen ober geht gar englischer Besitz verloren./ Sie weitgehend die Wirkung dieser britischen Ab- tankung hauptsächlich zugunsten der Vereinigten (Staaten draußen in der Welt ist, davon kann nan sich in England selbst heute kaum eine zutref- |?nbe Vorstellung machen, wenn man sich vielleicht mch schon in London die bange Frage vorlegen tag, wie das Britische Weltreich der Zukunft aus­sen wird. Denn abgesehen von den weithin sicht- aren Anzeichen der Unterhöhlung der britischen Seltmachtstellung so der Räumung der Konzes- onen in China, der Ueberlassung britischer Gut- iaben an Amerika und des berüchtigten Tauschge-

war, den sozialen Aufstieg der Massen zu ermög­lichen, wie er bedacht war auf den Bau neuer Woh­nungen, auf den Bau neuer Werke zur Versorgung der Menschen mit Dingen, die sie sich bisher nicht leisten konnten. Alles konnte der Führer eher brau­chen als Krieg, wenn er seine Pläne verwirklichen wollte. Die Geschichte wird diejenigen brand­marken, die die ungeheure Schuld auf sich nahmen, Europa in diesen Krieg zu stürzen, und die zugleich des Führers Pläne des friedlichen Aufbaues um Jahre hinausschoben.

Im Augenblick steht vor allen Deutschen alles andere überschattend riesengroß und fordernd die gewaltigste Gemeinschaftsaufgabe, die überhaupt denkbar ist: der Krieg, eine Gemeinschaftsauf­gabe, die ihre Lösung nur finden kann und fin­den wird im Sieg. Die Engländer haben für die Zeitspannen zwischen dem Polenfeldzug, dem Nor- wegenfeldzug und dem Westfeldzug die Bezeich­nungPaus e" erfunden. Sie nennen alsoPause" die Zeit, in der gerade kein Gegner durch uns nie­dergeschlagen wird. Demgemäß ist augenblicklich für sie wieder einmal eine Pause, eine Pause nämlich, in der das Zentrum der Hauptstadt und noch viele Teile darüber hinaus durch schwerste Vergeltungs- angriffe in Trümmer gelegt wurden, weite Teile der großen Dockanlagen niederbrannten, Hafen auf Hafen die furchtbarsten Luftangriffe der Geschichte erlebten, kostbarste Rohstoff- und Lebensmittellager vernichtet wurden eine solchePause" ist wahr­haftig keine Pause. Das, was in dieserPause" geschah, war ein allmähliches, aber siche­res und ununterbrochenes Zermür­ben, ein Zermürben das die Wirkung ist des heroischen Einsatzes einer verhältnismäßig kleinen Zahl tapferster deutscher Soldaten in der Luft, auf dem Meere, im Meere.

Auch diePause" hat für Deutschland gearbeitet, mögen sie drüben lügen, so viel sie wollen, dies zu verbergen. Wir wissen es bsser! Sie haben drü­ben nur einen kleinen Vorgeschmack bekommen von dem, was nach derPause" geschehen mag. Sie

Seulsch-nordlsche Begegnungen.

Von Dr. E. Waltan.

Der skandinavische Raum als Ganzes ist zwar von der Urheimat der nordischen Rasse in Niederdeutschland nicht unerheblich verschieden, trotz­dem haben die dahin auswandernden Germanen nicht soviel Eigenentwicklung angenommen, daß sie ihre Blutsverwandten vergessen hätten. Vielmehr haben sie als der beweglichere Teil immer wieder Verbindungen nach Süden geknüpft und über allen Wandel der Staatsbildungen und politischen Ereig­nisse hinweg ein Gefühl von Gemeinsamkeit erweckt, das nicht nur einen ständigen Austausch unter ein­zelnen Angehörigen der verschiedenen Völker er­möglichte, sondern diese selbst auch als solche zu wichtigen Begegnungen veranlaßte.

Hierbei spielte im frühen Mittelalter die Be­rührungszone zwischen Nord» und Westgermanen eine bedeutende Rolle. Sie liegt in dem Nordseewinkel an der Elbmündung und reicht westlich bis zur Ems und nördlich wenigstens bis zur Eider. Die hier siedelnden westgermanischen Niedersachsen haben lange Zeit geschwankt, ob sie dem Locken des Meeres oder dem des Landes fol­gen sollten. Die Frage war: sollte sich rings um die Nordsee ein angelsächsisch-normannisches See- reich bilden, oder sollten die Niedersachsen in dem Rahmen der festländischen Germanen sich zu dem späteren deutschen Volk verbinden? Beantwortet hat die Frage K a r l d e r G r o ß e , der die von seinem Vater angetretene merowingische Erbschaft innerlich endgültig verfestigte und nach außen hin abrundete: er fügte, wenn auch mit großen und blutigen Op­fern, 'die Sachsen dem von ihm beherrschten fest­ländischen Germanentum ein. Damit übernahm er auch den Schutz gegen das damals besonders leb­haft vordringende Normannenbum. Er trat diesem zu Wasser und zu Lande entgegen und gewährlei­stete so ein ruhiges Hineinwachsen der Sachsen in die sich allmählich anbahnende Gemeinschaft des deutschen Volkes, in der sie hundert Jahre später schon eine führende Rolle übernehmen sollten.

Diese erste große Begegnung der beiden Völker verlief derart, daß sie ihre beiderseitigen Besitzver- hältnisse gegeneinander absetzten. Allerdings geschah das nicht durch Ziehung einer klaren Grenzlinie, Karl legte vielmehr die Nordmark, also eine Grenz­landschaft, an, in der von mehreren Burgen aus der Grenzschutz ausgeübt wurde. An anderen Stellen haben solche Grenzsäume allmählich zu festen Gren­zen bei scharfer Trennung der Sprach- und Volks­grenze geführt. An dieser Stelle aber, wo die bei­den germanischen Volksgruppen sich auf dem Fest­lande begegneten, da ist es eigentlich bis heute bet einem Grenzsaum geblieben, in dem sich das bei­derlei Volkstum verzahnt, wenn auch im Laufe der Jahrhunderte das deutsche Volkstum ein nicht un­erhebliches Stück nach Norden Dorgebrungen ist. Die Blutsverwandtschaft hat sich eben nicht zu reinlichen Scheidungen durchringen können, zumal die lange Reihe dänischer Könige aus dem deutschen Hause Oldenburg solche durch lebhafte deutsche Einwan- berung zu verhindern wußte.

Die Normannen haben als Herrscher über Fremdoölker in Rußland, Frankreich, Süditalien eine hervorragende staatsbildende Kraft entwickelt. Jedoch hat der ungewöhnlich stark ausgebildete Eigenwille ihrer Stammesgenossen Großstaaten von Dauer >1 nicht ermöglicht. Die Vereinigung Dänemarks, Nor- roegens und Englands unter König Knut dem i Mächtigen hat doch kaum ein Menschenalter ge- > dauert. Interessant ist, wie er sich hierbei auf deutsche Hilfe stützte. Er traf in Rom mit dem machtvollen deutschen Kaiser Konrad I I. 1035 zu­sammen, um die schon seit zehn Jahren gepflegte

England räumt wichtige Positionen am Pazifik

Von unserem -er-Benchterstatter.

Breslau, 9. Febr. (DNB.) Am Sonntagvor­mittag fand in der Jahrhunderthalle in Breslau die Amtseinführung des neuen Gauleiters von Nieder­schlesien Karl Hanke durch den Stellvertreter des Führer statt. Rudolf Heß sprach dem scheidenden Gauleiter Joseph Wagner als dem letzten Gau­leiter Gesamtschlesiens den Dank für die geleistete Arbeit aus, um dann die Persönlichkeit des neuen Gauleiters zu würdigen. Parteigenosse Karl Hanke, der selbst Schlesier ist, kenne aus eigner Praxis die Führungsau'gaben der Bewegung, denn er habe selbst vorn Zellenleiter angefangen. Er habe am Ausbau des Propagandaministeriums wesentlichen Anteil. Als Staatssekretär dieses Ministeriums ging er als einfacher Soldat an die Front, bewährte sich in Polen und Frankreich, wurde zum Offizier be­fördert, mit dem E.K. I. und II. Klaffe und dem Panzersturmabzeichen ausgezeichnet, das er neben dem goldenen Ehrenzeichen der Partei trage. Ihm fei als Nationalsozialist die Not so wenig fremd geblieben wie als -Soldat scheinbar hoffnungslose Lagen Um so tiefer habe er den Sieg der Bewe­gung und den Sieg des deutschen Soldatentums Adolf Hitlers erlebt. In diesen beiden großen Er­lebnissphären des politischen und des soldatischen Kämpsertums lägen die Wurzeln des Charakters und der Persönlichkeit des neuen Gauleiters und Oberpräsidenten von Niederschlesien.

Rudolf Heß erinnerte daran, daß gerade in Schle­sien das brutale Unrecht des Versailler Vertrages seinen sichtbaren und vor der Geschichte unverwisch­baren Ausdruck gesunden habe. Trotz des namenlo­sen Unrechts, das durch den Raub schlesischer Ge- biete begangen worden sei, sei der Führer bereit gewesen, sich mit dem Lande, das diese urdeutschen Gebiete' raubte, gütlich zu einigen, damit seinem aa «* v O*\ Uf a ^1 aX r A kfl.

seit einem Monat unter dem Feuer britischer Fern- den. kampfartillerie lägen. Hierzu wird von zustän­diger deutscher Stelle mitgeteilt: Weder ist!

i bisher ein einziger Schuß in die Stellung deutscher Fernkampsbatterien gegangen, noch war von einer Berlin 8 Febr. (DNB.) Eine amerikanische seit einem Monat anhaltenden Beschießung der Nachrichtenagentur verbreitet auf Grund von In- Kanalküste durch britische Fernkampfgeschutze etwas formationen' britischer militärischer Stellen die zu spüren. Vielmehr sind alles in allem bis- - - - v i, deutschen her fünf Einschläge britischer Ferngranaten

der Kanalküste im gesamten Gebiet der Kanalküste festgestellt mor-

Für Japan als dem Träger asiatischer Neu­ordnung ergibt sich aber damit zunehmend eine neue Lage. An Stelle der englischen und sonsti­gen europäischen Flugrouten, die infolge des Krie­ges eingestellt wurden, treten solche Amerikas, das bestrebt ist, den süd- und südostasiatischen sowie den südpazifischen Raum, der von Europa abgeschlossen wurde, nun näher an Amerika heranzubringen. Es ist vielleicht eine Frage von nur noch sehr kurzer Zeit, ob England in der Lage sein wird, feige Ver­bindung von Singapore nach dem östlichsten Außenposten Englands, Hongkong, aufrechtzu­erhalten. Wie sich dann Amerika verhalten wird, ist um so bedeutungsvoller, als die Gerüchte nicht verstummen wollen, daß Großbritannien bereits gezwungen war, den USA. Singapore für ihre Flott e zur Verfügung zu stellen. Und schließlich: trifft es in der Tat zu, daß auch hinsichtlich der Verteidigung Australiens und Neu- feelands bereits London mit Washington ein entsprechendes Abkommen getroffen hat? Japan ist sich zwar bewußt,- daß feine Position gut, ja bei­nahe unangreifbar ist; aber mit um so größerer Aufmerksamkeit verfolgt es die pazifischen Machen­schaften der angelsächsischen Verbündeten und :~ besondere die Rolle Amerikas, das durch jeden lischen Rückzug neuen Auftrieb erhält.

können sicher sein, es ist wirklich nur ein kleiner Vorgeschmack. Und sie wissen es auch: Sie schreiben selbst, daß die größte Kriegsmaschine aller Zeiten zum Entscheidungskampf bere-itsteht. Und wir wis­sen, daß diese Kriegsmaschine bedient wird und da­mit beseelt d u r ch d e n deutschen Soldaten. Seine Leistungen im Kriege 1939/40 sind bis heute von keiner moderne Armee übertroffen. Sie reihen sich würdig an die Taten unserer Väter. Jeder Deutsche weiß, daß er in ebenso grenzenlosem Ver­trauen auf feine Wehrmacht schauen kann, wie er in grenzenlosem Vertrauen auf den Führer schaut. In ruhiger Zuversicht steht die deutsche Heimat hin­ter der gewaltigen Kriegsmaschine. Sie kämpft un­ter Einsatz ihrer ganzen Arbeitskraft, ihres Opfer­willens und ihrer Hingabe für den Führer, und es ist unter stolzes Wissen, daß die nationalsozia­listische Bewegung diesen Geist der Einheit, der Entschlossenheit und des Vertrauens in langem und unermüdlichen Wirken im deutschen Volkes gestaltet hat. Mit geballter Kraft schreiten wir die Front des nationalsozialistischen deutschen Heeres und dis Heimat der nationalsozialistischen Arbeit dem Endsiege Adolf Hitlers zu, der leuchten wird über die Geschichte der nächsten tausend Jahrs unseres geliebten Großdeutschen Reiches."

Am Abend nahm Rudolf Heß die feierliche Amts­einführung des Gauleiters Fritz Bracht in Ratto* witz, der Gauhauptstadt des neuen Gaues Ober­schlesien vor und gab die Ernennung des bisherigen Hauptdienstleiters in seinem Stabe, Pg. Albert Hoffmann, zum stellvertretenden Gauleiter von Oberschlesien bekannt. Reichsorganisationsletter Dr. L e y zeigte die Gründe auf, die den Führer oer» anlaßt haben, diesen neuen Gau zu schaffen und zog Parallelen zu dem Kampf der nationalsozia­listischen Bewegung von einst mit dem Lebenskampf, den das deutsche Volk heute nach außen zu führen hat. Der Sieg, so erklärte Dr. Ley, werde pbensa sicher und ebenso groß fein wie damals im Rampf gegen die Gegner im Innern.

Als letzter Coup auf diesem Gebiet ist ein Fchifssroutengeschäft zu nennen, das zwischen Washington und London abgeschlossen vurde und das vielleicht nur deshalb in der Welt­öffentlichkeit nicht die genügende Resonanz gefunden -at, weil beide Teile jeder aus eigenen Grün- )en beschlossen haben, die Sache nicht an die yroße Glocke zu hängen. Für England ist die An­liegenheit mit einem weiteren beträchtlichen Ruck- nang seines Einflusses, wie für Amerika mit einer Verstärkung feiner Position am Stillen Ozean Der- ounden. England fürchtet also einen neuen Prestige- verlust und möchte aus diesem Grunde gerne den Schleier des Schweigens darüberbreiten, während man in Amerika verhindern möchte, daß I a p a n , tos ohnehin gegenüber allen derartigen Geschäften besonders hellhörig ist, diesen neuen Vormarsch der USA. am Pazifik kritisch betrachtet und seine Folge- fungen daraus zieht. Aber gerade die Tatsache, daß die beiden Hauptbeteiligten darüber mit einer Hand- Bewegung hinweggehen mochten, hat die Sache in Tokio zur besonderen Be-achtung empfohlen, und so Mt es in der japanischen Oeffentlichkeit großes Auf- et)cn erregt, daß England und Amerika überein- gekommen sind wie es harmlos genannt wird, .eineUmgruppierung ihrer Schiffahrts- routen vorzunehmen". Aus den Einzelheiten dieser eltsamenUmgruppierung", die im übrigen nur den Schluhpunkt unter eine Entwicklung setzt, die schon ange im Gange ist, ergibt sich die Bedeutung der ituen engltsch-amerikcmisthen Derkehrspolitit am Pa-

Das Abkommen besiegelt ebenfalls ein Tausch­geschäft und es ist nach dem Grundsatz des Jnsel- Zerstörer-Geschäfts abgeschlossen. Das heißt, daß amerita von England wertvollstes Gut übernimmt, iozusagen ein paar weitere Bausteine des Welt­reiches, während Amerika dagegen Dinge bietet, tieren an sich nicht vollwertige Bedeutung ange­sichts der Kriegslage Englands noch geringer er­scheint. England hat sich nach diesem Abkommen verpflichtet, schrittweise seine Schiffe aus iem pazifischen Verkehr Suruckzu - ziehen und die Schiffsrouten den Amerika­nern zu überlassen, während Amerika sich seiner­seits an gewissen nordatlantischen ßinten irtsintereffiert und das Recht zur Befahrung dieser Linien England einräumt. Das Abkommen wahrt nach außen hin das Gesicht der Gleichheit und geht oon der Erwägung aus, daß die besonderen Inter­essen jedes der beiden Beteiligten gewahrt werden. Abgesehen davon, daß aber von einer wirklichen Gleichheit hier schpn deshalb nicht die Rede sein rann, weil England unter dem drohenden Zwang ^er Kriegslage gar nicht anders handeln konnte int) sich damit zufrieden geben mußte, was ihm bei wohlhabendere Bruder geboten hat, ist diese Be- rufung auf die Interessen der beiden Jßartner ein : i>eutlid>es Eingeständnis dafür, daß der englische Rückzug von seinen pazifischen Positionen elne^at- !ache ist, die sich nicht mehr verschleiern laßt. Denn sedem ist heute klar, daß die pazifischen Linien in naher Zukunft voraussichtlich eine weit größere Rolle spielen und durchaus mehr Bedeutung be- 'itzen werden als die relativ wenigen nordatlan- tischen, die von Amerika befahren wurden. Es kommt weiterhin hinzu, daß England damit ofien /-bekennt, diese wichtigen Verkehrswege nicht wehr befahren zu können, obwohl es sich auch um solche handelt, auf denen die Verbindung n ach Australien, Kanada und Neuseeland also den britischen Dominien, aufrechterhalten wurde. Oder sollte man in der Tat m Englano glauben, daß Amerika sich je wieder aus die,em Geschäft hinter dem es selbstverständlich auch 1 politische Vorteile wittert würde verdrängen

chäfts: britische Inseln gegen amerikanische Zer- :örer spielen sich am Rande der großen Welt- reignisse, und insbesondere hier am Pazifik, im- ner wieder Vorgänge ab, bei denen England Jets auf ber Verliererseite zu suchen ist. lluch daß der jüngere Bruder jenseits des Pazifik, ter nur aus reiner geschwisterlicher Liebe zu han­deln vorgibt, sich alles aneignet, was aus der bri- lischen Erbmasse schon heute greifbar ist, versteht sich kbenso am Rande.