Ehrung unserer Gefallenen.
Kranzniederlegung an ihren Gräbern.
Anläßlich des Heldengedenktages (16.3.41) und des Totensonntags (23.11. 41) können Kranzniederlegungen in den besetzten Gebieten Norwegen, Dänemark, Generalgouvernement, Holland, Belgien und Frankreich durch den Volksbund der Kriegs- gräberfürsorge e. V., Berlin Grünewald, Egerstraße 7—9, erfolgen. Im Durchschnitt betragen die Kosten für Kränze im Westen 10,— NM., im Osten 6,— NM. Bestellungen für den Heldengedenktag müssen bis spätestens 20.1.41 bei der Geschäftsstelle des Dolksbundes vorliegen. Postscheckkonto Berlin 81648, Fernruf 894 858. Darüber hinaus übernimmt der Bolksbund die Beschaffung von Lichtbildern der Gräber der Gefallenen in den Operationsgebieten. Für Lichtbilder (je ein Abzug und Negativ) werden 1,— RM. in Rechnung gestellt.
Nachrichter, Pioniere, Artillerie!
Zum „Tag der Briefmarke" wird es im Rhein-Maingebiet drei Sonderstempel geben, die jeder Markensammler gern erwerben wird. x
In Verbindung mit 'ben Veranstaltungen der KdF.-Sammlergruppen zum „Tag der Briefmarke" bringt die Deutsche Reichspost 113 Sonderstempel mit Bildern der Infanterie, von U-Booten, Gebirgsjägern, Nachrichtern, Pionieren und Artillerie. Im Nhein-Main-Gebiet wird in Mainz der Stempel mit den Nachrichtern, in Darmstadt der Sonderstempel mit den Pionieren und in Frankfurt am Main der Sonderstempel mit der Artillerie verwendet.
Deutscher Reichsbahn-Kalender 1941.
Der Pressedienst des Reichsvertehrsministeriums hat für das Jahr 1941 wieder einen Reichsbahn- Kalender herausgebracht, der sich in feiner Bild- und Textgestaltung gleichwertig den zahlreichen guten Vorgängern der früheren Jahre anschließt. Dieser Jahrgang des Kalenders ist unter das Leitwort gestellt: „Die großdeutsche Aufgabe der Reichsbahn". In vielen guten Bildern und in knappen, aber aufschlußreichen Texten wird aus dem Bereich der einzelnen Reichsbahn-Direktionen dargelegt, wie die Reichsbahn und alle ihre Männer ihren besonders in der Kriegszeit doppelt anstrengenden Dienst für die Gegenwart und die Zukunft des Großdeutschen Reiches erfüllen. Neben schönen Landschaftsbildern zeigen zahlreiche andere Bilder und Texte den Eisenbahner bei den Eisenbahnformationen der Wehrmacht, bei den Wehrmacht-Der- kehrsdirektionen, bei der Ostbahn, in den befreiten Gebieten des Ostens, in den besetzten Gebieten des Westens und vor allem auch den deutschen Eisenbahner der Heimat, der hier Tag für Tag seinen anstrengenden Dienst ebenso treu erfüllt wie feine Kameraden draußen im Felde. Das Thema „Reichs, bahn und Landschaft" ist ebenso fesselnd in Bildern behandelt wie das Thema „Reichsbahn und Bau- kunlt" und eine Reihe weiterer Motive ähnlicher Art. Ein Abriß aus der Geschichte der deutschen Eisenbahnen ist ein weiterer wertvoller Bestandteil des Kalenders. In feiner Gesamtheit betrachtet stellt dieser Reichsbahn-Kalender eine hervorragende Leistung der Bild- ufid Textgestaltung, wie auch der guten Druckarbeit dar. Er wird seinen Besitzern Freude bereiten und ihnen im Geiste manche schöne Reise durch die herrlichen Landschaften unteres Großdeutschen Vaterlandes ermöglichen. (6). B.
Oie Bersorgungslage im Nhein-Main-Gebiet.
Die zweite Ausgabe von Aepfeln an Jugendliche bis zu 16 Jahren, Kranke und werdende Mütter findet in der Zeit vom 6. bis zum 18. Januar statt. Die Zuteilungsmengen sind die gleichen wie bei der ersten Ausgabe. Daneben findet weiterhin ein freier Verkauf von Aepfel an alle Verbraucher statt. Es handelt sich hierbei um Aepfel, deren vorgesehener Versand in andere Bedarfsgebiete gegenwärtig unmöglich ist. Eine Belieferung von Verbrauchern, die nicht den eingangs genannten Verbrauchergruppen angehören, kann jedoch nur insoweit erfolgen, als Aepfel vorhanden sind.
Die Bedarfsdeckung mit Butter ist weiterhin gegeben, wenn auch dem einen oder anderen 93er.- oraucher vielleicht ungesalzene Butter statt der gelieferten gesalzenen willkommener gewesen wäre. Der Bedarf an Speifequark konnte im großen und ganzen gedeckt werden. Ebenso war Käse ausreichend am Markt.
Der Bedarf an Fleisch wurde durch die eigenen Auftriebe in Großvieh, Schweinen, Kälbern und Schafen auf allen Märkten und Derteilungsgebieten gedeckt. Entgegen den Vorwochen ist ein Zuschuß nirgends notwendig, dagegen konnten Umleitungen in andere Gebiete erfolgen. Die Fleischqualität bei allen Diehgattungen war, wie bisher, mittel bis gut. Auch in der kommenden Woche wird das Versorgungsgebiet Hessen-Nassau seinen Bedarf selbst decken.
In der Landwirtschaft besteht weiterhin starke Nachfrage nach Futtermitteln. Die Hauptvereinigung der deutschen Zuckerwirtschaft hat einige tausend dz Trockenschnitzel für Betriebe, die Zuckerrüben anbauen, freigegeben.
Auf der Landstraße tödlich überfahren
* Bad-Nauheim, 9. Ian. Auf dem Wege zu seiner Arbeitsstätte in Bad-Nauheim wurde am Donnerstagmorgen der 54 Jahre alte Weißbinder
Dank der Enflchlußkraft des Bezirksfachwartes für Schilauf, Fritz Dörfner, konnten am vorigen Sonntag die Schimeisterschaften des Bezirks 8 Gießen auf dem Hoherods- k o p f durchgeführt werden. In Verbindung mit den Bezirksmeisterschaften wurden die B a n n m eiste r schäften der Untergaue des BDM. und HI. 88, 303, 304, 254 und 116 ausgetragen. Es waren etwa 70 Teilnehmer zckm Hoherodskopf gekommen.
Die Langlaufstrecke mit einer Länge vdn 6 Kilometer führte vom Klubhaus durch den Oberwald in Richtung Lauterbacher Hütte, am Tausstejn vorbei, wieder zurück nach dem Klubhaus. Sie war als Nundfttecke am Samstagnachmittag von den Käme- raden G e r l a ch (Wetzlar) und Hagenauer (Gießen) abgesteckt worden. Alle Jugendlichen bis zu 18 Jahren hatten die Strecke einmal zu durchlaufen, während alle anderen die Strecke zweimal (12 Kilometer) durchlaufen mußten.
Am Sonntag gegen 9 Uhr traten alle Langläufer Mm Start vor dem Klubhaus an. In einer kurzen Eröffnungsansprache ermahnte Bezirksfachwart Fritz D ö r f n e r die Säufer zur Disziplin und Einhaltung der Wettkampfbestimmungen. Nach dem Sieg-Hoil auf unseren Führer wurde der erste Läufer auf die Strecke geschickt. Alle anderen folg, ten im Abstand von je 1 Minute. Bald hatte sich ein harter Kampf! um Sekunden, um Meter und um die Ueberholung des Vordermannes entspon- nen. Die Tagesbestzeit erreichte der in der Jungmannklasse startende Armin Endres (Wetzlar), der für die 12 Kilometer lange Strecke die beachtliche Zeit von 43,55 Minuten herausholte.
Nach der Mittagspause traten die Absahrsläufer zum Start am Jägerheim, Richtung Rennwiese an. Bezirksfachwart Dörfner hatte eine schöne Schuß. Piste ausgesteckt, die jedem Rennläuser Freude be. reitete. Sie verlies im oberen Teil auf der Renn- wiese und bog dann in einer scharfen 8-Kurve nach links in den Wald ein. Dort verlies sie im Schuß durch den Wald bis ins Ziel am Ausgang des Waldes Durch das Antreten von drei Hochgebirgs- fägern war ein spannendes Rennen zu erwarten. So war es nicht verwunderlich, daß alle Augen auf sie gerichtet waren. Mit der Tagesbestzeit im Absahrtslauf wartete mit 41 Sekunden der Gefr. Böck auf.
Dieses Jahr war es das erstemal, daß der Abfahrtslauf getrennt vom Torlauf durchgeführt wurde. Nach dem Abfahrslaus, der in einem Durchgang gestartet wurde, zogen alle Wettkampfteilnehmer nach der Rennwiese, wo Kamerad Hagenauer (Gießen) einen knifflichen Torlauf mit 10 bis 15 Flaggenpaaren abgesteckt hatte. Nachdem die
Karl Reuter aus Friedberg, der auf der Landstraße zwischen Friedberg und Bad-Nauheim mit seinem Fahrrad die Mitte der Straße befuhr, anstatt den Radfahrweg zu benutzen, von einem
Gedenket der hungernden Vögel!
Kraftwagen ungefähren und zur Seite geschleudert. Der schwer verletzte Mann wurde von dem Kraftfahrer sofort in das Friedberger Krankenhaus gebracht, wo er jedoch an seinen schweren Verletzungen verstarb»
Sranffurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 9. Jan. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in Reichsmark: Ochsen a) 46 bis 46,5, b) 41,5 bis 42,5, c) 36 bis 37,5. Bullen a) 44,5, b) 40,5, Kühe a) 43,5 bis 44,5, b) 39 bis 40,5, c) 32 bis 34,5, d) 22 bis 25, Färsen a) 45,5, b) 41,5, c) 34 bis 36,5, Kälber a) 59, b) 57 bis 59, c) 45 bis 50, d) 30 bis 40, Hümmel b2) 48 bis 51, c) 38 bis 44, d) 32, Schafe nicht notiert, Schweine a) 57,5, bl) 57,5, b2) 56,5, c) 54,5, d) 51,5, gl) 57,5. Marktverlauf: alles zugeteilt.
Strecke erläutert worden war, ging es an den Start. Im Abstand von je V± Minute zischten die Läufer durch den Flaggenwald. Jedem war es klar, daß nicht durch wildes Darauslosfahren, sondern durch ruhiges, überlegtes Fahren der Sieg zu erringen war. Hier fuhr Friedel E i d m a n n (Schi- klud Gießen) mit 48,5 Sek. die Tagesbestzeit.
Durch die drei Läufe war die Zeit so rasch vor- angeschritten, daß es nicht mehr möglich war, an Ort und Stelle die Ergebnisse auszuwerten und die Sieger bekanntzugeben. In seiner Abschlußansprache dankte Bezirksfachwart" D ö r f n e r allen Teilnehmern und Mitarbeitern^ insbesondere den Wetzlarer Schikameraden, für ihr Erscheinen bzw. ihre Mithilfe.
Oie Ergebnisse.
Langlauf.
L a n g I a u f (Jungmannen 18—20 Jahren ca. 12 km). 1. Armin Endres, Schikameradschaft Wetzlar, Tagesbestzeit! 43,55 Min.
L a n g l a u f (Allgemeine Klasse ab 20 Jahr, ca. 12 km.) 1. Gottfr. Eidmann, Schiklub Gießen, 49,42 Min.; 2. Gefr. Fischer, Wetzlar, 50,42.
ß a n g l a u f (Altersklasse I ab 32 Jahre, ca. 12 km.) 1. Fr. Bender, Schikaniercvdschaft Wetzlar, 60,9 Min.; 2. W. Streubel, Schikameradschaft Wetzlar, 69,16 Min.
L a n g l a u f (Hitler-Jugend Klasse A) ca. 6 km. 1. Hch. Strauch, Breungesheim bei Schotten, 25,28 Min; 2. Oswald Schmitz, Turnverein Wetzlar, 26,20; 3. Ad. Meub, Nidda, 27,01; 4. Walter Müller, Schiklub Gießen, 27,43; 5. Will). Gleis, Schotten, 28,35; 6. Kurt Otto, Schikameradschaft Wetzlar, 31,38.
lorlauf HI. und VDIN.
H. Klaffe A. 1. Wolfgang Schwarz, Friedberg, 45 Sek.; 2. Wilh. Gleis, Schotten, 46; 3. Kurt Otto, Schikameradschaft Wetzlar, 58; 4. Fr. K. Beller, Schiklub Gießen, 75; 5. Werner Lauer, Schiklub Gießen, 82; 6. Günther Wieth, Schiklub Gießen, 85 Sek.
HI. Klasse B: 1. E. L. Kröhl, Friedberg, 60 Sek.; 2. L. Erk, Nidda, 65; 3. Burkh. Schliep- hake, Gießen, 65; 4. Jrmre Muller, Schiklub Gießen, 70 Sek.
BDM. Klasse A : 1. Eleonore Gerlach, Schikameradschaft Wetzlar, 45 Sek.
BDM. Klasse B: 1. Almut Müller, Schiklub Gießen, 90 Sek.
lorlauf Jungmannen (18—2ll Jahren 2 Durchgänge.)
1. Gernot Eckert, Schiklub Gießen, 61,5 Sek.; 2. Armin Endres, Schikameradschaft Wetzlar, 62,5; 3. Horst Wemper, Schiklub Gießen, 65; 4. Wolfgang Schmidt, Schiklub Gießen, 74,5; 5. W. Knob
loch, Schikameradschaft Wetzlar, 90,5; 6. SBatter Seibert, Schikameradschaft Wetzlar, 94 Sek.
lorlauf Allgemeine Klasse (ab 20 Jahren 2 Durchgänge).
1. Gottfried Eidmann, Schiklub Gießen, Tage^ bestzeit, 48,5 Sek.; 2. Gefr. Hartmann, Weilar, 49,2; 3. Gefr. Fischer, Wetzlar, 55; 4. Gefr. Böck, Wetzlar, 56,5; 5. H. Waldschmidt, Schikameradschaft Wetzlar, 57; 6. Heinz Märzhäuser, Schikamerad« schäft Wetzlar, 58; 7. Walter Märzhäuser, Schikame- r ad sch ast Wetzlar, 58,5; 8. Startnummer 38 (ahne Name) 64,5; 9. Otto Reuter, Schikameradschaft Wetzlar, 65; 10. A. Befort, Tv. Wetzlar, 68,5; 11. H. Geiser, To. Wetzlar, 85; 12. Fritz Waldschmidt, Schikameradschaft Wetzlar, 98; 13. Fritz Heckmann, Scyikaiperad schäft Wetzlar, 114 Sek.
lorlauf Allgemeine Klasse (Frauen).
1. Friedl. Knauer, Schi ickm er ad schäft Wetzlar, 72 Sek.; 2. Anneliese Schneider, Schikameradschaft Wetzlar, 75 Sek.
lorlauf Altersklasse I ab 32 Jahren 2 Durchläufe.
1. K. Althaus, Schiklub Lauterbach, 58,7 Sek.; 2. Fr. Bender, .Schikameradschaft Wetzlar, 61,7; 3. Willi Wagner, Trais-Horloff (Schiklub Gießen), 67,5 Sek,
Torlauf Altersklasse III (genau wie oben).
1. W. Gerlach, Schikameradschaft Wetzlar, 71,5 Sek.
Torlauf Altersklasse I (Frauen) ab 32 Jahren.
1. Frau Schliephake, Schiklub Gießen (1 Durchlauf) 80 Sek.
Abfahrtslauf HI. und BD21L
HI. - Klasse A : 1. Wolfgang Schwarz, Schi« klub Friedberg, 46 Sek.; 2. Kurt Otto, Schikameradschaft Wetzlar, 47; 3. Günther Wieth, Schiklub Oie- feen, 49; 4. Werner Lauer, Schiklub Gießen, 50,2; 5. Walter Schmidt, Schiklub Gießen, 56; 6. Fr. K. Beller, Schitlub Gießen, 57; 7. Walter Müller, Schiklub Gießen, 66; 8. Oßwald Schmitz, Tv. Wetz- lar, 69 Sek.
HI. - Klasse B : 1. Rich. Schmitz, Tv. Wetzlar, 46 Sek.; 2. E. L. Kröhl, Friedberg, 46,5; 3. 2. Erk, Nidda, 47; 4. Herb. Glock, Alsbach, 48; 5. Jrmre Müller, Gießen, 48,5; 6. Burkh. Schliephake, Gießen, 55; 7. Fritz Schäfer, Tv. Wetzlar, 56 Sek.
BDM.-Klasse A : 1. Elenore Gerlach, Schl- kameradschaft Wetzlar, 45 Sek.
BDM.-Kl ässe B: 1. Almut Müller, Schiklu- Gießen, 61,2 Sek. •
Abfahrtsstrecke etwa 300 Meter.
Absahrtslauf (Jungmannen 18—20 Jahren).
1. Gernot Eckert, Schiklub Gießen, 42 Sek.; 1 Horst Wemper, Schiklub Gießen, 46; 3. Walter Sei« bert, Schikameradschaft Wetzlar,47; 4. Wolfg. Schmidt, Schiklub Gießen, 47,5; 5. Armin Endres, Schikameradschaft Wetzlar, 49; 6. K. E. Seelbach, Gießen, 52; 7. Herbert Lauer, -Schiklub Gießen, 54; 8. W. Knobloch, Schikameradschaft Wetzlar, 59,5 Sek. Abfahrtstauf (Allg. Klasse ab 20 Jahren) Manner;
1. Gefr. Böck, Wetzlar, 41 Sek.; 2. Gefr. Hartmann, Wetzlar, 42 Sek.; 3. Fritz Waldschmidt, Schikameradschaft Wetzlar, 43,8; 4. A. Befort, Tv. Wetzlar, 45; 5. ohne Name (Start-Nr. 38), 47; 6. Gott- fried Eidmann, Gießen, 48; 7. Walter Märzhäuser, Schikameradschast Wetzlar, 49; 8. Fritz Heckmann, Tv. Wetzlar, 50; 9. Gefr. Fischer, Wetzlar, 50,4; 10. H. Geiser, Tv. Wetzlar, 52. ll.^fi. Märzhäuser, Schikameradschall Wetzlar, 55, 12. y>. Waldschmidt, Schikameradschast Wetzlar, 59; 13. Otto Reuter, Schikameradschaft Wetzlar, 81 Sek.
Abfahrtslauf
(Allgemeine Klasse ab 20 Jahre.) Frauen.
1. Annel. Schneider, Schikameradschaft Wetzlar, 68 Sek.; 2. Friedl. Knauer, Schikameradschaft Wetzlar, 104 Sek.
Abfahrtslauf (Altersklasse I ab 32 bis 40 Jahren).
1. Karl Althaus, Schiklub Lauterbach, 42 Sek.; 2. Hans Böhm, Schikameradschaft Wetzlar, 45; 3. Fr. Bender, Schikameradschaft Wetzlar. 48; 4. Willi Wagner, Trais-Horloff, (Schiklub Gießen), 55; 5. W. Streubel, Schikameradschast Wetzlar, 179.
2sbfahrtslauf (Altersklasse III ab 50 Jahren).
1. W. Gerlach, Schikameradschast Wetzlar, 66 Sek. Abfahrtslauf (Altersklasse I Frauen).
1. Frau Schliephake, Schiklub Gießen, 63 Sek.
Schi-VezirksmeifferschastenausdemHoherodskops
Str$lndjtlingaufKor|Ma
Nomon von getnz LorenMambrecht
38. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
, Wieso nicht begreifen?"
„Daß ... daß sie einen andern geheiratet hat", stößt sie fast unhörbar hervor.
„Um Gottes willen, Beate!" Viktor ist tiefst erschrocken. Was hat er da mit seiner Erzählung angerichtet! Ist er denn von allen guten Geistern ver- lassen? Mit keinem Wort hat er zwar Mervinger erwähnt, aber er mußte sich doch darüber klar sein, daß sie bei ihrem seinen Gefühl die Zusammenhänge erriet. Er beschwichtigt sie: „Bitte, grüble nicht darüber nach. Suche keine Schuld, wo keine ist, hörst du? Alles hat so kommen müssen, wie es gekommen ist."
„Es hätte aber auch anders kommen können", sagt sie hartnäckig. „Gestern schon, als Mama mir erzählte, habe ich das gefühlt. Ihre Erzähluckg hat es mir noch klarer gemacht."
„Beate, wir sind alle so glücklich geworden, wie Menschen glücklich werden können. Davon mußt du Überzeugt sein."
Beate schweigt mit schmalen Lippen. Ob sie überzeugt ist, daß sie alle glücklich geworden sind? Um sie auf andere Gedanken zu bringen, beginnt er ihr von Rom zu erzählen, das sie bald erreichen werden.
*
Das Gespräch mit Beate löst in Viktor die entschiedene Aufforderung an sich aus, sich selbst einmal Rechenschaft abzuleaen. Abends, als er. allein ist in seiner Kabine, versucht er ernsthaft, sich über alles klarzuwerden. Aber wie kann sich einer klarwerden, der von unklaren Sinnen umfangen ist? Viktor ist in dieser Zeit nicht normal. Er kann es unmöglich sein. Irgendwie ist er ein gespaltener Mensch.
Als er am folgenden Morgen aufwacht, erscheint ihm wieder alles halb so schlimm. Was soll ihm auch passieren? Er wird Thea und Beate nach Venedig begleiten und sich dort von ihnen für im.
mer trennen. Er wird zu. Ancia Maria fahren und Hochzeit machen. Das ist selbstverständlich. Der einzige Entschluß, den er faßt, ist der, zwischen sich und Beate eine Schranke aufzurichten. Das allein erscheint ihm notwendig.
Aber die Ausführung feines Entschlusses wird ihm von Beate selbst schwer gemacht, sie wird sogar vereitelt. Beate ersinnt nämlich von jetzt ab hundert kleine Aufmerksamkeiten, die alle ihm gelten. Es ist, als ob sie sich insgeheim vorgenommen habe gutzumachen, was ihre Mutter verschuldet hat.
Endlich gelingt es Viktor, auch einmal eine Stunde mit Thea allein zu sein. Beate ist in ihrer Kabine, um in ihr Tagebuch, das sie während der Reise führt, zu schreiben. Bis heute hat sie das sehr kurz abgetan, aber nun hat sie auf einmal eine ganze Menae zu schreiben. Viele Sätze, die sie nie. verschreibt, stimmen fast aufs Iota mit denen Überein, die Ancia Maria einmal ihrem Tagebuch an- vertraut hat.
Viktor und Thea sitzen beim Tee. Sie führen eine sprunghafte Unterhaltung. Jeder erwartet vom andern, daß er mit dem beginnt, was so schwer auszusprechen ist.
Schließlich sagt Thea unvermittelt: „Beate sitzt in der Kabine über ihrem Tagebuch. Vermutlich wird da viel über dich hineingeschrieben. Sie hat dich in ihr Herz geschlossen." Sie sagt es leichthin und lächelnd.
Viktor faßt es tiefer auf. Er fühlt sich ein wenig schuldbewußt. Er glaubt, Gedanken abwehren zu müssen, die Thea tatsächlich gar nicht hat: „Aber sie ist ja noch ein Kind, Thea. Sie schwärmt ein bißchen,wie es ihrem Alter zukommt. Das gibt sich bald wieder."
Er lauscht seinen Worten nach. Hat er nicht so ähnlich schon einmal zu einer andern Mutter einer andern jungen Tochter gesprochen?
Als Thea fortfährt, ist ihre Stimme ernster: „Das Kind kann sehr schnell erwachsen sein, Viktor. Bei einem Mädchen geht das rasch. Als du mich kennenlerntest, war ich siebzehn, und da wußte ich schon ganz genau, was ich wollte ..." Sie vrichr plötzlich ab und macht eine hastige Bewegung.
Die Worte waren ungeschickt von ihr. fühlt auch Viktor. Wußte sie wirklich, was sie wollte, so hätte
sie nicht Mervinger heiraten dürfen. Natürlich läßt er sie nicht merken, daß er diesen Schluß zieht. Er bezieht ihre Worte auf sich, wie sie es auch auf gefaßt haben wollte, und sagte: „Das war etwas ganz anderes, Thea. Ich war damals erst zweiundzwanzig Jahre, bedenke das wohl. Heute bin ich fast vierzig. Da kannst du keine Parallele ziehen."
Thea lenkt ab. So tief hat sie das Gespräch über Beate gar nicht gehen lassen wollen. „Nun, wir brauchen uns wahrhaftig nicht den Kopf damit zu beschweren. Lassen wir ihr ruhig das Vergnügen, es ist harmlos und wird sich geben."
Diese Auffassung, die er dock^ selbst eben geäußert hat, aus Theas Mund zu hören, paßt ihm nun auf einmal nicht mehr. Sie ärgert ihn sogar und läßt ihn spitze Worte gebrauchen: „Auch meine Ansicht", sagt er bitter, „man macht ja immer wieder die Erfahrung, daß es sich gibt."
Sie fühlt den Hieb. Ein Zucken läuft um ihren Mund. Sie sagt leise: „Das hättest du nicht sagen sollen, Viktor."
Sofort bereut er seine Taktlosigkeit: „Verzeih mir, Thea. Das war nicht sehr fein von mir."
Sie lächelt schmerzlich. Nach einer Weile beginnt sie zögernd: „Ich habe dich geliebt, Viktor. Als du so plötzlich aus Mannheim verschwandest, gehörte dir allein meine Liebe. Ich habe auf dich gewartet. Ich hätth,dir gehört, auch wenn du gar nichts gewesen wärest. Dann kam der Krieg ..." Sie stockt, dann sind ihre Worte so leise, daß man sie kaum noch versteht: „Später; als ich schon verheiratet war, dachte ich viel an dich. Ich habe mich nach dir gesehnt ... oft. Immer eigentlich. Als ich Beate erwartete ... ich dacht nur an dich. Ich nannte dann das Kind Beate ... Weißt du noch, wie ich dir einmal gesagt habe, daß ich den Namen so überaus schön finde? Und daß ich so einmal eine Tochter nennen wolle? Deshalb ..." Plötzlich bricht sie mit verhaltener Inbrunst aus: „Oh, wie oft habe ich dich gerufen! Du hast es auch fühlen muffen, und -als ich bald nach Beates Geburt durch Lorrings Schwester erfuhr, daß du mit ßorring zusammen in Bnstia seist, habe ich wieder gehofft. Ich ... ich habe dir sogar einmal geschrieben. Ja, das habe ich getan, ovwohl ich verheiratet war. Aber der Brief ist wieder zurückgekommen. Deine Kameraden waren inzwischen in die Schweiz ausgetauscht worden. Du
warst nicht unter ihnen. Ich hatte deine Spur wieder verloren. Es sollte nicht sein. Es durste nicht sein ..."
Viktor sitzt erschüttert von diesem Gestäntmis, auf das er nicht vorbereitet war. Das ist Thea! Ifyea, die ihn liebte unir liebt bis auf den heutigen Tag!
Mit einer hilflosen Geste wendet er sich Thea zu. Er will ihr sagen, was er jefot fühlt. Da merkt er, daß sich ihre Augen mit Tränen gefüllt haben. Bei feiner Bewegung macht sie eine crbwehkende Geste.
„Nicht, Viktor! Bitte, sprich jetzt nichts!" Sie vermag sich nicht mehr zu befjerrfdjen. Sie erhebt sich plötzlich und verläßt mit Haschen unsicheren Schritten den Salon.
Viktor sitzt ‘in sich versunken. Er merft es kaum, als nach einer Weile Beate eintritt und an feinen Tisch kommt.
„Oh, Viktor, allein? Wo ist denn Mama?" Auch Beate nennt ihn schon Viktor. Da mertt sie, daß etwas Dorgefallen sein muß: „Was ist denn geschehen?" fragt sie scheu. „Sie sehen ja so ... so er tört uns."
Viktor lächelt abwesend: „Setz dich zu mir, kleine Beate. Komm, setz dich, kleines Mädchen. Erzähle mir etwas. Du hast mir noch gar nichts davon erzählt, wie du eigentlich deine Zeit Fn Mannheim verbringst."
„Oh, das ist nichts Besonderes. Ich könnte Ihnen massenhaft erzählen. Aber ob es Sie interessiert?"
Viktor hat sich roiebergefunben. Es ist gut, denkt er, daß Beate gekommen ist. Unklar fühlt er, baß er einer großen Gefahr entgangen ist. Er forbert Beate lebhaft auf, indem er sich aufmerksam zurechtsetzt: „Unb ob es mich interessiert, Beate! Alles interessiert mich, was dich betrifft. Also wie ist jetzt bas ba oben am Rhein? Hast du nette Freundin« nen? Gewiß kennst du viele ßeute, bie auch ich einmal kennengelernt habe. Hans ßorring zum Beispiel ..."
Währenb Beate ihre Erzählung von Mannheim beginnt, denkt er verwundert: Wieso bin ich einer Gefahr entgangen? War benn bas, was mich eben zu Thea hinzog, eine Gefahr?
(Fortsetzung folgt)
„w vbl l ■ y!OT utirf t/7MU rj fprj TCt
J-La Hb ark eit und macht fie waff erd ich tl


