borenen Truppen befehligt, den englischen Wünschen, Zi immer weniger gefügig Nur auf den Emir A b - K, dallah von Transjordanien, der von England Ui
vor-
Stockholm, 8.Jan. (DNB.) Nach einem
Be
höbe das Programm des britischen Ernährungsmini- mutete, die Fleischer behielten absichtlich ihre Ware steriums vollkommen über den Haufen geworfen. $,c gesamten Ladeneinrichtungen wurden Die jetzt in Kraft befindlichen gekürzten Rationen zerschlagen. 3n manchen Bezirken kanu man nur stünden lediglich auf dem Papier, da es n'°$ Konservenwurst und das einst in England fo einfach an Vorräten zur Verteilung verachtete Kaninchenfleisch bekommen.
fehle. 1
"origen rouroe aoer scyon damals tn englischen Betrachtungen festgestellt, daß die durch deutsche Fliegerangriffe verursachten Verluste unbl
Stockholms. Ian. (Europapreß.) Ein großes und kriegswichtiges Industrie-Unternehmen in Shef- field scheint durch den letzten deutschen Luftangriff auf Sheffield schwer in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Dies geht aus b?m Umstand hervor, daß das englische Königs- paar dem Werk einen Besuch abstattete. 24 (Stunden nach dem Angriff auf Sheffield hatte der König an den Oberbürgermeister der Stadt ein Telegramm gerichtet und darin versprochen, in geraumer Zeit die Stadt aufzusuchen, um sich von den angerichte- b" ?S,^Cr7U überzeugen. Der Besuch zu bie-Uiuue .Vre 3tamPrrraft oeyair, sen^Industrleuntemehmen scheint daher dem gleichen! und selbst wenn es keine englische Flotte mehr
Der Sternenhimmel wölbte sich auch über die wppelt gespannten Flächen der schwerfälligen großen „Gothas", die vor 23 Jahren mit etwa 120 Kilometer Stundengeschwindigkeit über England hinflogen. Aber sonst war alles anders. Das Heute verblaßte und das Gestern stieg wieder aus den Worten von Hauptmann Henkel, die mir noch immer im Ohre klangen:
neue Dauerermächtigungen verlangen, mit anderen Worten: um feine Pläne durchzuführen, verlangt Roosevelt neue Steuern und eine absolute Gewalt, die Staaten zu unterstützen, die bisher schon amerikanische Unterstützungen erhielten, freliich nur, wenn sie als Vorkämpfer der Demokratie, wozu auch Roosevelt merkwürdigerweise Tschiangkaischek rechnet, abgestempelt sind. Der amerikanische Steuer« Zahler wird bat)ei an die vielen Milliarden denken, die er im Kriege an England verpumpte und nie« mals zurückerhielt, und denen pach Roosevelt noch viele andere folgen sollen.
Den Gipfel imperialistischer Anmaßung erreicht der Präsident der Vereinigten Staaten mit der Er« klärung, die USA. würden keinem Frieden (wohlverstanden: in Europa!) zustimmen, der auf einem Siege der Achsenmächte beruhen würde. Abgesehen davon, daß ein solcher Ausspruch für das Staatsoberhaupt einer angeblich neutralen Macht rmer« hört ist, liegt darin die Anmaßung eines Richter- amtes über rein europäische Angelegenheiten, die die Vereinigten Staaten überhaupt nichts angehen.,
England auf der Suche nach Fleisch
England angesetzten die Starterlaubnis zu
Cnglandflug zwischen damals und heute
Als die ^Gothas« London bombardierten. - (Sin Weltkriegsflieger erzählt.
» Von Kriegsberichter Georg Hinze (PK).
sweck gedient zu haben. Im übrigen benützte der iönig die Gelegenheit, um dem Chefdirektor des Unternehmens angeblich unerwartet zum Sir zu erheben. In der fozialiftischen Presse Englands wird erklärt, es fei das erstemal, daß der König eine derartige Adelserhöhung in einem Jndustriewerk genommen habe.
Roosevelt bleibt sich treu.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Wenn sich Professor Georgii, der damals ''Wetterfrosch" unseres auf England an Kampfgeschwaders III war, Lit cwneu-, einem Nachtflug vom besorgten Herzen gerungen hatte, bann, zeichnete er uns vorsorglich auf der Sternenkarte einenZiel-undHeimat st ern ein, nach denen wir fliegen sollten. Die Abtrifft durch Wind hatte er dabei schon berechnet. Und wir wußten danach nichts Besseres zu tun, als das Maschinengewehr im Beobachterfitz starr einzustel- len, so daß der Flugzeugführer ständig über die- fen MG.-Lauf den zuständigen Stern anvisieren konnte. So kamen wir bis London und auch wieder zurück, wenn alles gut ging ..."
Aus den Gedanken blickte ich auf. Vor mir ragte flar und deutlich die Silhouette des Flugzeugftihers aus dem sternlichterhellten Halbdämmer der Kabine, ftme Augen umfingen eine verwirrende Fülle und Vielfalt auf dem Jnstrumentenbretl: Uhren, Zeiger, Pendel, Meßgeräte, eine komplizierte Apparatur neben der anderen. Nur mit dem Blick meisterte der Pilot Nacht für Nacht den Kurs, in Mondschein, landschaft und durch Wolkengebirge, eine Selbstverständlichkeit.
Wer unter uns könnte auch nur annähernd richtig sagen, wann die erste Tausendttlogramm-Flieger- bombe auf London fiel? Es scheint heute fast unvorstellbar — und doch geschah es vor fast 23 Jahren, am 16. Februar 1918.
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„Gerade so viele Londonflüge habe ich auch gemacht!" unterbrach mich der Hauptmann. Er saß neben mir und schaute mich durch seine Brille mit vergnügten Augen an. Den leicht ergrauten Kopf hatte er oorgeneigt. Erstaunt ging mein Blick über Die braunen Spiegel seiner Lustnachrichtenuniform und die gleichfarbigen Unterlagen der Schulterstücke. Er hing einen Augenblick am E. K. I von 1914 und glitt dann zur Spange zum E. K. II,roeiter, die den Rockaufschlag schmückte. Diese Auszeichnung der jungen Wehrmacht hatte sich Hauptmann Henkel als Chef einer Luftnachrichtenkompanie in den stürmischen Tagen des stürmischsten Vormarsches erkämpft. Das wußte ich. Doch Londonflüge?
„Es war allerdings v o r 2 3 I a h r e n", fuhr der Hauptmann nach einer kleinen Weile fort, in der er sich augenscheinlich an meiner Verwunderung er göht hatte. „Das war 1917, als ich noch zum „Bo- gohl 3", dem Englandgeschwader des Weltkrieges, gehörte." Und dann sprach er vom großen Gestern..
Ein paar Stunden später stieg das, was der alte Londonflieger des Weltkrieges von einst berichtet hatte, fast Satz um Satz noch einmal in meinen Überlegungen auf. Wir glitten hoch über der englischen Insel unaufhaltsam unserem Ziel in den Midlands entgegen. In der Untätigfeit des Anfluges stürmten die eben heraufbeschworenen Schatten der Vergangenheit wieder auf mich ein. Vergleiche kamen urtb jagten einander. Es war ein England- flug zwischen gestern und heute. Nur 116 deutschen Kampfflugzeugen war es im Weltkrieg gelungen, London zu erreichen. Aber wer weiß denn noch etwas , von diesen hundertsechzehn Flugzeugen des Weltkrieges? Wer weiß heute noch, daß London bereits vor der ersten Waffenhandlung dieses englischen Krieges Spuren deutscher Luftangriffe trug? Wer weiß, daß schon vor 23 Jahren die Bombenflugzeuge eines deutschen Geschwaders in rollenden Einsätzen gegen die Insel vorstießen? Wem er- scheint es nicht fast unglaubwürdig, wenn er hört.
Das Ritterkreuz für kühne Unternehmen an derWestfront
Berlin, 8. Januar. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, das Rll- (erfreu; des Eifernen Kreuzes verliehen dem Ober, leutnant Bopp, Kompanieführer in einem 3nfatu lerie-Regiment, dem Oberleutnant Spinbier, Zugführer in einem Infanterie-Regiment. — Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Heeres, nachträglich das Ritterkreuz des (Eifernen Kreuzes verliehen dem Leutnant Danzer, Zug. führer in einem Panzer-pionier-Bataillon.
Oberleutnant Bopp unternahm mit zwei Unter, ofsizieren und fünf Mann eine gewaltsame Auf. flärung, in deren Verlauf ihm nach dem Einbruch in die Befestigung bei Velosnes der Rückweg ab. geschnitten wurde. Durch seine Geistesgegenwatt gelang es ihm, sich mitten in dem befestigten und vom Feind besetzten Ort in einer Scheune zu Der. stecken und das Treiben der Franzosen in der Be. festigung etwa 40 Stunden lang zu beobachten. So erzielte er wertvolle Erkundungsergebnisse über Art, Stärke und Haltung der französischen Truppen. Die Rückführung seines Stoßtrupps ohne Verluste er. reichte er durch Nachahmung einer französischen Wachablösung. Oberleutnant Spindler setzte durch schneidigste Initiative mehrere feindliche Pan. zerwagen, die bis in den Rücken seines Bataillons vorgeftoßen waren, außer Gefecht und vereitelte so einen Umgehungsversuch des Feindes, der die Dormarschstraße der deutschen Truppen bedrohte. Als einer der gegnerischen Panzer herankam, ohne daß es gelang, ihn durch Paktreffer zu stoppen, griff Oberleutnant Spindler diesen Kampfwagen wirksam mit Handgranaten an und schüchterte durch sein entschlossenes Auftreten Vie Besatzung fo ein, baß sie sich gefangennehmen ließ.
Leutnant Danzer hat unter heldenhaftem Einsatz seines Lebens die wichtige Moselbrücke bei Epinal in deutsche Hand gebracht. Zur Durchführung dieses Unternehmens bemächtigte er stch eines an der Straße stehenden französischen^ Straftroagens. Er fuhr auf die Drücke, durchschallt dort im feindlichen Feuer die Zündleitungen und vernichtete die mit ihnen verbundenen Minen. Dann sprang er zurück und wurde dabei durch Bauch- und 0 b e r sch e n k e l s ch u ß schwer verwundet. 24 Stunden später starb er an den erlittenen Verletzungen. Leutnant Danzer hat schon vorher in ganz ähnlicher Weise amLa-Bassöe-Kanal bei St. Omer eine Drücke vor der Sprengung bewahrt und dadurch den Vormarsch der Division um etwa acht Stunden beschleunigt. Dem heldischen Geist dieses Kämpfers wird jetzt nach seinem Soldatentod durch die Verleihung des Ritterkreuzes höchste Anerkennung zuteil.
„Als Beobachter war mein Platz vorn in dem engen kreisrunden Sitz der „Gotha , den wir sehr ^reffend „Hutschachtel" nannten. Das nur fünf Millimeter starke Sperrholz des Bodens bog sich auch unter der Last des menschlichen Körpers, eine unsichere, schwankende Unterlage. Um den Ober» körper aber strich, durch kein Verdeck gehindert, der Flugwind. Im Kreis schwenkbar bewegte sich ein einziges MG. Wollte man steil nach unten feuern, bann mußte man dazu Sicherheitsgurt und An- schnalloorrichtungen lösen und auf den Sitz klettern. Bei Start oder Landung drückte ich mich durch den chmalen unüberdeckten Laufgang zum Flugzeug- uhrersitz nach hinten, denn bei den nicht allzu
Kopfständen der Maschine blieb von der ^Hutschachtel" meistens nichts übrig. Den Sitz des Bordschützen hatte der Konstrukteur ganz dicht am Drehkreis der beiden Druckpropeller angebracht, die, von je 260 PS starken Motoren angetrieben, das Flugzeug vorwärts. drückten. Ein Schutzgitter be, wahrte den Bordschützen davor, in den Propeller- kreis hineinzugeraten. Die Männer unserer Kamvf- geschwader würden heute über diese Vögel ebenso lachen wie ein Nordatlantikkapitän, der etwa mit per Barkasse des Christoph Kolumbus noch einmal die neue Welt erreichen sollte!" Der Vergleich hinkte. Wer je in stürmischen, bitterkalten Dezem. bemachten nach England flog, wird ahnen, was die ersten.deutschen Kampfflieger erlebten.
In der angeregten Unterhaltung hatte der Haupt- mann sein Photographienalbum aus dem Weltkrieg und ein paar Dokumente herbeigeholt. Dann sprach er weiter: Ich will nicht sagen, daß unsere Angriffe wirkungslos waren. Ich habe darüber in dem amtlichen englischen Luftkriegwerk „The War in !•£ A<lr einige sehr aufschlußreiche eng»
lstche Angaben gefunden. So fielen fchon am 13. Juni 1917, als 17 deutsche Kampfflugzeuge am Tage über der Themsestadt erschienen, inner- halb von zwei Minuten 72 Bomben, die im Umkreis von einer Meile um Liverpool- Street« Station einschlugen und in der City beträchtlichen Schaden verursachten. Bei dcm größten rollenden Nachtangriff — wir nannten diese Einsätze damals „Rollfilm" — am 19./20. Mai wurden bann sogar mehr als tausend 1 Londoner Häuser und Geschäftsräume 1 beschädigt oder 3 e r ft ö r t. Auch außerhalb 1 Londons landeten schwere Schläge aus der Luft- I Awei Bomber die bei einem Angriff auf Chatham 1 bie Exerzierhalle der Marinebaracken trafen, töteten 130 Marinesoldaten und verwundeten fast '
daß in einer einzigen Mainacht des Jahres 1918 nicht weniger als 43 deutsche Bombenflugzeuge nach London starteten und davon 19 mit Bestimmtheit ihr Ziri erreichten?
Ich überdachte die Worte des Hauptmannes. Wie hatte er doch gesagt: „Ihr mögt es unvorstellbar und unmöglich finden, wie und unter welchen technischen Bedingungen wir einst nach London flogen. Wir taten es doch. Der Flugzeugführerfitz mit dem vollen Steuerrad — natürlich war es Kettensteuerung — wies nur sehr wenige Instrumente auf: Tourenzähler, Höhenmesser, Oeldruck- und Benzinanzeiger, und schon war es aus mit der Herrlichkeit.
Stunten fpatcr schlug ich in dem amtlichen eng« lachen Luftkriegswerk jene Stelle nach, in der die Uletnung der englischen Kriegführung über die aus« gewerteten Erfahrungen mit der Weltkriegsabwehr niedergelegt war: da stand: „Die einzige Verteidi« gungsmöglichkeit in der Luft, die auf lanoe Sicht bn wirksam fein könnte, kann nur in der Offensive zur Luft bestehen. Diese Luftoffensive hat aber nur dann einen Zweck, wenn sie mit dem Fcmd überlegenen Mitteln durchgeführt . » , , "— «iwunvtitii iu|i kann. ,,. . mit dem Feind überlegenen
ebensopiele. Im übrigen wurde aber schon damals 1 Mitteln." — Das klang wie eine Schickfalsahnuna und ein Gerichtsurteil zugleich.
Die letzten Reden des Ernährungsministers Lord W o o l t o n hätten den Zweck gehabt, die Entrüstung der breiten Massen etwas zu dämpfen. Aber seine Ankündigung, daß nun endlich Maßnahmen gegen bie Preistreiberei getroffen werden sollten, hätten angesichts der früheren Erfahrungen mit ähnlichen Erklärungen keinerlei Glauben gefunden. Wie die Dinge heute lägen, sei nur noch die Versorgung der bessergestellten Be- völkerungsteile gesichert, die sich rechtzeitig, wenn auch gegen Wucherpreise, eingeöedt hätten. Kritisch werde vor allem, daß die Regierung in den letzten Tagen abermals die bevorstehende Einführung von Höch st preisen für Fischkonserven und ähnliche Massennahrungsartikel angekündigt habe, vermerkt. Die einzige Folge derartiger Ankündigungen sei bisher stets getoefen, daß die betreffenden Waren von den wohlhabenden Schichten sofort gehamstert und somit dem Massenverbrauch entzogen wurden. In der Grafschaft Surrey kam es an verschiedenen Stellen zu offenen Demonstrationen der Bevölkerung. In Rickmansworth (Buckingham), das in der weiteren Umgebung Londons liegt, wurden zwei Fleischereien in der Nähe des Bahnhofs g e ft ü r m t, ba bie Bevölkerung vermutete, die Fleischer behielten absichtlich ihre Ware
Das war eine Herausforderung Englands! Dieser kleine, schmutzige Hafen an der Sinaihalbinsel ist nämlich der einzige Platz an der Ostküste des Roten Meeres, der ohne große Schwierigkeiten zu einem wirklich guten Hafen ausgebaut werden kann, während sonst an der Ostküste, bedingt durch die Küsten« formationen, kein einziger Hafen existtert. Selbst Dschidda, der Hasen von Mekka, ist kein roirt- licher Hafen. Die Schiffe müssen weit draußen auf der Reede an fern, weil die Einfahrt durch Koral- lenrifte versperrt ist. Zudem liegt Akaba nur etwa 100 Kilometer von Maan, der Station der Hedschasbahn entfernt, es ließe stch also leicht von diesem Hofen aus unter Umgehung des Suezkanals eine direkte Verbindung zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer schaffen. Gingen nun Akaba und Mann an Saudi-Arabien über, so würde dieses räumlich so große Land durch Verbindung der Hedschasbahn zur Mittelmeermacht und durchkreuzte das so fest geschmiedete britische Bollwerk in jenen Breiten.
Diese Erwägungen mögen genügt haben, um dem Secret Service die Weisung zu erteilen, den unbe- guemen König Ibn Saud zu ermorden. Käufliche Männer stnden sich überall, auch unter den Arabern, dazu kommen noch Starnmesfehden und durch die Religion bedingte Stteitigkeiten. die das An- werben von Meuchelmördern dem Secret Service erleichtern. So wurde denn auch eine Verschwörung gegen bas Leben Ibn Saubs in den Weihnachts- tagen ausgedeckt, an der zweifelsohne die britischen Agenten beteiligt waren. Die Verschwörer wurden rechtzeitig enlarvt und haben ihre (Strafe erlitten aber bie britischen Anstifter bleiben weiter im Verborgenen und können neue Verbrechen an stiften, denn auf einen Mord mehr aber weniger kommt es ihnen nicht an. Aber die Aufdeckung der Der- schworung hat in allen istamittichen Landern ein ungeheures Aufsehen erregt und hat dem Ansehen der Briten in der ganzen muselmanischen Welt so sehr geschadet, daß es ihnen schwer fallen dürfte neue Intrigen im Nahen Orient zu spinnen. Die Araber warten auf den Tag der Vergeltung. U. St.
SkfolmHer Angriff auf Sheffields Kriegs-Industrie.
A-.ui.-juivumtu, utri UUIl große Sudsidien erhält, können die Briten zählen.
Die ^selbständige Haltung des Wahabitenkönigs Ibn Saud begann den Engländern nicht nur um bequem, sondern auch gefährlich zu werden. Vergebens hatten sie nach Ausbruch des Krieges den Briten P h i l b y , der das besondere Vertrauen des Königs genoß, dem er verschiedene wertvolle Dienste erwiesen hatte, der zum Islam übergetreten und von 3bn Saud belohnt worden war, im Herbst 1939 wieder nach Saudi-Arabien zurückgesandt. Aber wenn Philby auch vom König freundlich aufgenommen wurde, so versagten doch seine diplomatischen Agentenkünste. Ibn Saud beharrte auf seiner neutralen Haltung. Ja noch mehr, er bestand auf der Rückgabe von Akaba, das ihm die Engländer geraubt und auf dessen Besitz er niemals verzichtet hat. 1926, nachdem Ibn Saud den letzten Rest der Truppen des Emir Hussein geschlagen, zog er siegreich in Akaba ein, mußte aber unter Protest von der englischen Drohung mit Gewalt weichen. Er hat den Protest oft und auch jetzt wieder in den letzten Wochen wiederholt, und hat, wie verlautet, seine Truppen an den Nordgrenzen seines Reiches verstärkt.
geben würde, ist es nicht wahrscheinlich, daß der : Feind dumm genug wäre, Amerika durch Truppenlandungen über tausende von Ozeahmeilen hinweg anzugreifen, solange er keine strategischen Stütz-
1 punkte hierfür erlangt hat." Also Roosevelt traut uns selbst die „Dummheit" nicht zu, eine Aggression gegen das amerikanische Festland zu unternehmen. Ebenso gut könnten wir den Mars oder den Mond attackieren.
Roosevelts herausfordernde Verdächtigungen gegen die Achsenmächte sind für ein Staatsoberhaupt ohne Beispiel. Roosevelt begibt sich des Anspruches auf Diskussionsfähigkeit feiner Behauptungen, wenn er beispielsweise den Achsenmächten unterstellt, sie seien darauf aus, sich überall in Europa Stützpunkte zu sichern. Das sollte am allerwenigsten der Leit-r eines Staatswesens behaupten, das nicht nur das ungeheure Gebiet des Stillen Ozeans bis unmittelbar in den ßebensbe- reich der ostasiatischen Vormacht Japan hinein mit einem Netz von Seefestungen überzogen hat und das seit einem halben Dutzend Jahren unablässig bemüht ist, unter Anwendung jedes politischen und finanziellen Druckmittels Stützpunkte in Südame- rifa, also gewissermaßen in einem fremden Kontinent aus feinem anderen Grunde zu erwerben, als weil die USA. die südamerikanischen Staaten all- mählich auf den Status von der Art britischer Dominions herabdrücken wollen. Die starke Erregung, die diese nordamerikanischen Bestrebungen unter ben Staaten des südlichen Kontinents hervorgerufen haben, sind noch nicht verebbt.
Ferner zeigt Roosevelt auch in dieser Botschaft wieder, wie die nordamerikanische Außenpolittk ständig zwischen Extremen hin und her pendelt: sein Außenminister hat jahrelang einen regel- rechten Agitationsfeldzug gegen das wirtschaftliche Verrechnungsverfahren und gegen die Tauschwirtschaft geführt, mit denen eine beträchtliche Anzahl pon Staaten unter Führung Deutschlands so fegens« reiche Erfahrungen gemacht haben — jetzt wirft stch Roosevelt, der Großlieferant für den englischen Krieg gegen Deutschland, plötzlich zum Verfechter des Kriegs-Taufchgefchäftes als einer besonderen Er- rungenschaft auf. England soll alles erhalten, was es wünscht, wie Roosevelt sagt, „Schiffe, Panzer- wagen, Flugzeuge, Geschütze" und soll dafür irgend ; wgnn nach dem Frieden ben USA.«ßeuten diese Uw ! terstützung in Waren zurückerstatten. Vorläufig aber । werde er dafür vom Parlament neue Mittel sowie i
Die Botschaft, die Präsident Roosevelt an den 77. Kongreß der Vereinigten Staaten gerichtet hat, unterscheidet sich hon seinen Wahlreden und von seinen kürzlichen „Plaudereien am Kamin" vom 31. Dezember lediglich dadurch, daß sie noch mehr als jene die geradezu erschreckende Unwissenheit dieses Staatsoberhauptes und gleichzeitigen Regierungschefs über Europa und über europäische Probleme aufzeigt und sich in noch übleren 23er- dachtigungen gegen die Achsenmächte ergeht. Das ist nicht verwunderlich an einem Manne, der seine Informationen ausschließlich aus englischen und jüdisch- amerikanischen Quellen bezieht. Seine Geschichts- klitterungen stehen auf einem so trostlosen Niveau, daß sich jede sachlich« Ueberiegung erübrigt. Sie jinb eingehüllt in großartige Redensarten über Recht, Moral und Freiheit, Begriffe, die der Leiter eines so ausgesprochen imperialistisch eingestellten Staatswesens wirklich nur mit äußerster Vorsicht in den Mund nehmen sollte.
Me ein jüdischer Hetzapostel malt Roosevelt aus, was in Gefahr sei, die Freiheit, wie Roosevelt sie versteht, nämlich alle ayderen und sonderlich die südamerikanischen Länder mit den Segnungen des imperialistischen Dollars zu bedenken, die Religionsfreiheit „überall in der Welt", als ob die Achsen- möchte mittelalterliche Inquisitoren und Ketzerverbrenner seien, und schließlich „die Freiheit von Not überall in der Welt", wobei Roosevelt vergißt, daß er selbst seinem eigenen Volke vorwarf, daß es Zuließe, wie ein Drittel unter dem Existenzmini- mum lebe und ein weiteres dieses Existenzminimum nur knapp erreiche. Die Plutokratie ist nach Roosevelt der Schutz, den die autoritären Staaten brechen wollen. Wir haben nicht die Absicht, mit Roosevelt über feine Auffassung dieser pluto-demokratischen Freiheit zu diskutieren. Jeder einzelne der Millionen von Arbeitslosen, der Enterbten und Ausgestoßenen seines eigenen Volkes wird ihn be- lehren können, daß die USA. gut daran täten, zu- nächst die Freiheit und die soziale Gerechtigkeit im eigenen Lande einzuführen. Aber Roosevelt benutzt diese Phrasen nur, um daran seine Botschaft zu hängen, alles dies sei von den autoritären Staaten bedroht, sie wollten die ganze Welt erobern und Amerika sei in dringender Gefahr. Wie lächerlich diese Behauptungen sind —gibt Roosevelt selbst zu! Er sagt wörtlich, „Gewiß besteht keine Gefahr, so- lange die englische Flotte ihre Kampfkraft behält, :
Schäden an Menschenleben gering, dafür aber die militärischen Folgeerscheinungen recht bettächtlich waren. Insgesamt fielen bei den 52 Einzel- und Verbandsangriffen, die London erlebte, 2772 23om« ben Sie verursachten einen Sachschaden von 1 4o4 500 Pfund Sterling. 857 Engländer wurden getötet und 2058 verwundet."
„Und die damalige Abwehr? London hatte sich schon 1917 mit einem dichten Scheinwerfer« netz umgeben. In intensiven Angriffsnächten verschoß die englische Flak bis zu 30 000 Schuß. Fast regelmäßig flogen zehnmal so viele englische Jagdflugzeuge Sperre, als deutsche „Gothas" einflogen. Wir wissen Ijeute auch aus Feststellungen englischer Militärsachverständiger, daß zweimal englsche Jagdverbände dem englischen Hauptquartier in Frankreich entzogen werden muß« ten, wo man diese Lücken sehr schmerzlich empfand. Und doch war die im Verhältnis zu heute vielleicht sogar stärkere Abwehr praktisch fast wirkungslos. Die meisten unserer Kameraden die wir verloren, blieben nicht über englischem Boden. In Gent, nicht weit von unserem Flugplatz Gon« trabe, haben wir sie zur letzten Ruhe gebettet."
So war es damals. Doch jetzt verdrängte der Augenblick alle Verlegungen und Gedanken. Jetzt hatten wir selbst, 23 Jahre später, in einer Dezem« bemacht 1940 roie schon in manchen Nächten zuvor, oie englische Abwehr an unserem eigenen Angriff ZU überprüfen. Unter uns glühten die Brände, 20 bis 30 voneinander- getrennte Feuerherde. Sie gl!« chen ausgestreuten glühenden Kohlenstücken. In ihren wahren Ausmaßen konnte man sie mehr ahnen als wirklich klar feststellen.
In Minuten war alles geschehen. Die Bomben fielen. Wir kurvten aus einem hartnäckigen Schein- werferstrahl heraus, fingen mit einem Blick ein vor« uberschießendes Flakgeschoß auf und waren schon auf dem Helmflug, ehe noch der Blitz des letzten Bombeneinschlages verzückt war.
richt aus London hat das englische Ernährungsministerium in größter Eile Verhandlungen mit der Regierung des Irischen Freistaates eingeleitet, um von dort größere Fleisch mengen zu erhalten. Die englischen Fleischreserven, die immer nur für einige Wochen zur Ernährung der Massen ausreichten, seien fast vollständig erschöpft. Die Frischfleischlieferungen der brittschen Landwirtschaft reichten, obwohl man zu Massenschlachtungen übergegangen sei, längst nicht zur Befriedigung des 'Bedarfs aus. Die Torpedierung einiger aus Neuseeland und Australien kommender Kühlschiffe


