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Donnerstag.-. Januar Ml

General-Anzeiger für Oberheffen

Sietzen. Zchulstrahe 7-9

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Die inne

die sich im

England will die Franzosen aushungern

Stockholm

ne |üi latum: snöern i!

gewisser Wandel ein lionären Mentalität

Der italienische Bericht.

Rom. 8. Jan. (DRV.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:

In der Lyre n a i k a Streifen- und Artillerle- tätigkeit -wischen Barbia und Tobruk Unsere Tor- pedöfluazeuge haben einen feindlichen Zerstörer bei Sollum torpediert. Jagd- und ftampfWecer haben feindliche motorisierte Einheiten mit Mafchinenoe- wedrfeuer und Sprengbomben belegt. Die feindliche Luftwaffe hat zahlreiche Einflüge auf verschiedene Oertlichkeiten der Lyrenaika und auf die Wohnvier­tes von Tripolis burrfinrhlhrt wo c«. wer Tot- und etwa zehn Verwundete gab. Lin feindliches Flug-

durch Zerstörer stark gesicherten feindlichen Ge­le i t z u g an und versenkte ein Handelsschiff von

Tokio. 8. Jan. (DNB.) Nach zuverlässigen In- ormationen hat die japanische Regierung grund- ätzlich beschlossen, für alle Übergriffe Englands gegen japanische Staatsbürger in Handel und Schiffahrt Vergeltung zu üben, da die bisherigen Übergriffe Englands eine absolute Verletzung des internationalen Rechts gegenüber Japan als neu­tralem Staat darstellten.

füllt wird.

Dor einigen Tagen erst hat Ungarn im Derem mit Jugoslawien durch den Abschluß eines Freundschafts- und Konsulationspaktes in Belgrad

Druck und Verlag : vrühlfche Univerfttät5druckerei B. Lange

2500 BHX.

Die Luftwaffe fetzte auch gestern bei ungün-1 stigem Wetter ihre Angriffe auf London fort kleine Kampffliegereinheiten belegten im Laufe des ganzen Tages die britische Hauptstadt wirkungsvoll mit Brand- und Sprengbomben. Ein­zelne Flugzeuge griffen ferner Flugplätze. Bahn­anlagen sowie kriegswichtige Industriegebiete i n Süd- und Mittelengland erfolgreich an. Sie befchoffen dabei auf mehreren Flugplätzen zahl- reiche abgestellte Flugzeuge im Tiefflug mit Bord- waffen. Weiter wurde eine chemische Fabrik schwer getroffen.

Lin Kampfflugzeug der bewaffneten Aufklärung griff in der mittleren Nordsee nördlich Great 9ar' moifh eine britische Miner iuchflcttille ''"d er­zielte auf einem der Räumboote mehrere Volltref­fer. Das Schiff blieb brennend und in finkendem Zustand liegen. Ein feindliches Flugzeug wurde im Luftkampf bei Dover abgeschoffen.

Japanische Vergeltungsmaßnahmen für englische Llebergriffe.

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Genf, 8. Ian. (DRV.) ..Das französische Volk muß wissen, daß nicht die deutsche Be­ll tzung schuld an dem Lebensmittelmangel im besetzten Frankreich ist, unter dem das französische Volk zu leiden hat, sondern England." Das ist der Grundgedanke einer vom Generalsekretär.ai für Information herausgegebenen statistischen Darstel-1 lung.Nichts erreicht uns mehr an der Meeres­front, die von Dünkirchen bis Biarritz geht. Die Mittelmeerhäfen erhalten wohl Einiges vom Ko­lonialreich, aber was an Gütern eintrifft, ist unbe­deutend im Verhältnis zu den Bedürfnissen Frank­reichs uns zum Import von früher", so heißt es in dieser Auslassung.Denken wir daran, daß sich 1938 im normalen Jahre unsere Einfuhr in folgenden Zahlen ausdrückt: Einfuhr an Lebensmitteln 5 851 5661, an Rohstoffen 39 500 0001, an Fertig­waren 1 717 000 t, insgesamt rund 47 Millionen Tonnen im Werte von 46 Millarden Francs. Von alldem erhalten wir fast nichts mehr. Das ist es, was die Franzosen über die englische Blockade wißen müssen. Im Jahre 1938 erhielten wir: 1 250 800 dz Trockengemüse. 1 585 000 dz Kartoffeln, 682 000 dz Frischgemüse, 4 718 000 dz Weizen,

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zeug wurde von einem unserer Säget im Kamps abgeschoffen.

AndergriechischenFroni Aktionen lokalen Eharakters, in deren Verlauf wir dem Feind starke Verluste zufügten und seine Angriffsversuche auf unsere vorgeschobenen Stellungen abwiesen Eng­lische Flugzeuge haben wiederholt, ohne Opfer zu verursachen, unsere Sanitätssorwationen bombar­diert. Drei feindliche Flugzeuge wurden brennend zum Absturz gebracht Unsere Flotteneinheiten haben mit sichtlichem Erfolg Oertlichkeiten und Fahrstra­ßen längs der feindlichen Küste beschossen.

In Ostafrika ist der Versuch der feindlichen Luftwaffe, eine unserer Ortschaften in Eritrea zu bombardieren, durch das sofortige Eingreifen un­serer Jagdflieger zum Scheitern gebracht worden.

London w'rknnosvoll bombardiert. Berlin, 8. Jan. (DNB.) Das Oberkommando

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England die schwersten Sorgen bezüglich seines Be­standes an H a n d e l s s : f, * /*'

hauptung, daß die englische Handelsflotte unbehin­dert die Weltmeere durchkreuzt, ist schon seit Mo­naten nicht mehr wiederholt worden. Statt dessen werden Stimmen laut, wie z. B. in derDaily Mail", wo es heißt, daß die U-Boots- und Bomben­angriffe auf dem Ozean zu der größten Be­tz r o h u n g des englischen Lebens und der Sicher­heit der Insel geworden sind, der England »emals geoenübergestanden hat. Falls es nicht gelingen sollte, die Bedrohung der englischen Lebenslinie zur See zu überwinden, so würde das einem Fehl­schlag auf allen Kriegsschauplätzen und allen Fron­ten gleichkommenBei dem Schwinden unserer ! Handelstonnage", schreibt das Blatt,wird die Wahl, ob wir Nahrungsmittel oder -Kriegsmaterial befördern wollen, immer schwerer. Wir können unmöglich ohne eines von

1 beiden- auskommen. W i r brauchen beide s." Da«; Blatt weist weiter darauf hin, daß auch die Aufträge für Schiffsneubauten, die nach Amerika vergeben werden sollen, ein geringer Trost seien, da es mindestens ein Iadr dauern

1 werde, bis diese Schiffe gebaut sind. Englands Ret-

5 632 000 dz Reis, 3169 000 dz Zucker, 1862 dz Kaffee und 692 000 dz Del. Dazu kommen noch neben den großen Einfuhren für die Fleijchversor- gung bedeutende Transporte von lebendem Vieh: 240 000 dz Gefrierfleisch und 68 000 dz Konserven­fleisch. .

Gewiß erzeugt Frankreich Weizen, Gemüse und Früchte. Es ist richtig, daß es niemals hinsichtlich seiner Lebensmittelversorgung völlig vom Ausland abhängig ist und daß es die Blockade nicht zur Hun­gersnot führen kann. Aber die Hausfrauen, die be­sonders wegen Zucker, Kaffee, Reis und Oel an« stehen müssen, müssen wissen, daß sie dies alles nicht haben, weil sie infolge der englischen Blockade fast völlig vom Kolonialreich und der Welt abge- schnitten sind. Vergessen wir nicht und dies sei denen gesagt, die unsere Nöte auf dem Gebiete der Lebensmittelversorgung der Besatzung zuschrei­ben wollen daß der Lebensmittelmangel in der freien Zone, wo keine Requisitionen vorge- nommen werden, herrscht. Dies ist das beste 2Irgue i ment, um die ganze Tragweite der englischen

Blockade zu beweisen."

Oer Secret Service im Raben Osten.

Beim Ausbruch des Krieges verkündete der da­malige britische Minister Inscip im Parlament, daß der Geheimdienst bedeutend ausgebaut und ihm zwei neue Abteilungen angeschlossen worden seien. In der Tat zog in Black Castle, wo die britische Spionageschule in einem efeuumrankten Schloß an» tergebracht ist, und wo der Lehrgang durchschnitt­lich zwei Jahre dauert, ein sehr reges Leben ein. Hunderte von Männern und Frauen meldeten sich zum aufregenden Dienst im Secret Service, der *n England als durchausfair" gilt, und ließen sich auf ihre Fähigkeiten prüfen. Denn selbstverständlich werden nur solche Kandidaten in die Brigaden des Geheimdienstes ausgenommen, die sich für diese im allgemeinen sehr schmutzige Arbeit eignen, die an keinen Gewissensskrupeln leiden/ keine moralischen Hemmungen kennen, und die bereit sind, alle ihnen übertragenen Aufgaben blindlings zu erfüllen. In Black C-astle werden auch qualifizierte Verbrecher als Schüler ausgenommen und unter der Bedin­gung begnadigt, daß sie ihre Fähigkeiten dem Se­cret Service zur Verfügung stellen. Die Methoden des britischen Geheimdienstes sind bekannt, er schrickt vor keiner Untat zurück, auch nicht vor Mord und Brandstiftung, wenn vermeintliche britische Inter- I essen dadurch gefördert werden sollen.

Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis8'/ >U hr des Vormittags

Anzeigen-Vreise:

Anzeigenteil 7 Rvß je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Ros. je mm bei 70 mm Zeilenbrette

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstanel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr

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Nahrungsmittel oder Kriegsmaterial

Britische Tonnagesorgen stören den Einsatz in Nordafrika.

Ungarns Weg in die neue Ordnung

Von unterem ständigen Dr. Grf. Schl.-Berichterstatter.

m. Jahrgang ttr.Z tSrictieim laglict). anher sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte GießenerrVamillenblätter Heimat imBild DieScholle Monats-Vezugsvreis: Mit 4 Beilagen AM. 1.95 Ohne Illustrierte .. 1.80 'Zustellgebühr... -.25 iauck bei 'l.ichterscheinen von einzelnen 'Kummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschlust LL51 iDrahtanschrist:Anzeiger" »Ponscheck 116»« Arants. M.

iquert dii irme, bii m. Dm schnuppk aus dir ( iftmcteon i 10. bi! nnnenbik , loDemfrtr er in bi! LufthU Kilomtki e zu ttp stets auch isstrahlk^ ib 13.2k' chiapa- die Bck n 186:2111 i

Ungarns politischer Weg im vergangenen Jahre ist abgesteckt durch Meilensteine einer staatlichen Aufwärtsentwicklung, die das Ergebnis der kon­sequenten Achsenpolitik Ungarns einersetts, sowie der tatkräftigen Hilfe und Unterstützung durch Deutschland und Italien andererseits ist. Nach einer krisenhaften Spannung der politischen Stimmung zu Beginn des Jahres, hervorgerufen durch eine shstemalische, von den Westdemokratien betriebenen Propaganda, die über das ungarische Judentum und feinen feuöabreattionär-Iiberalen Anhang Einaang fand und die Einstellung der ungarischen Oeffent- lichkeit nachteilig für die Achsenmächte beeinflußte, trat schon unter dem Eindruck des deutschen Sieaes in Flandern und im Artois und der ^Flucht der Engländer bei Dünkirchen ein gi Die von der jüdischen und reaft infizierte Presse steckte in ihrer stark nach Schaden- freube schmeckenden Objektivität ihre Pflöcke merk­lich zurück, wobei aber der entscheidende Umschwung in der Presse und den übrigen Elementen der öffent­lichen Meinungsbildung erst mit dem Eintritt Ita­liens in den Krieg am 10. Juni und schließlich mit dem Abschluß des Waffenstillstandsoertrages, den das rtiebergerungene Frankreich mit Deutschland und Italien schließen mußte, eintrat. Von diesem Zeitpunkt an war die große Linie der öffentlichen Meinungsbildung sichtbar beeinflußt von der Achsen­freundlichkeit. Mit anderen Worten, die ungarische Regierung zog aus den glänzenden Waffenerfolgen Deutschlands die einzig mögliche realpolitische Konse­quenz und duldete nun auch nicht mehr unter dem fadenscheinigen Mäntelchen einer verdächtig beflisse­nen Objektivität die Stimmungssabotage jener jüdischen und reaktionären Elemente, die aus nahe- . liegenden Gründen wußten, daß sie ihre Schäfchen nur dann ins Trockene würden bringen können, wenn England Enbsieger im großen Ringen bleibt.

Deutschland und Italien, die als die führenden Großmächte Europas das Recht für sich in Anspruch nehmen, die Neuordnung in Europa zum Segen aller hier lebenden Völker durchzuführen, haben m Südosteuropa im Laufe dieses Jahres bereits eine Reihe von Voraussetzungen geschaffen. Ungarn, das im Weltkrieg an der Seite Deutschlands die Un­gerechtigkeiten des Versailler Systems im Diktatt frieden von Trianon am eigenen Leibe schmerzlich zu spüren bekam, hat erkannt, daß sein Aufstieg nur an der Sette Deutschlands möglich sei. Ungarn wurde in dieser Erkenntnis bestärkt durch die Er­fahrungstatsache des ersten Wiener Schiedsspruches, wo durch die Rückgliederung des Ober- l a n d e s die ersten Fesseln von Trianon fielen, so- wie durch die endgültige Liquidierung der Benesch- Tschecho-Slowakei,' als deren Folge das Kar- p a t e n l a n d zu Ungarn heimkehrte.

Das politische Leitmotiv, das Ungarns Politik feit den Tagen von Trianon beseelt, ist die Re­vis i o n s i b e e. Im Norben und Nordosten waren die Gebiete schon zurückgekehrt, auf die Ungarn auf ber Basis des Volkstumsprinzips, sowie auf der Grundlage seiner außenpolitischen Achsenorientterung Anspruch erheben durfte. Das brennendste Revi- sionssproblem Rumänien gegenüber war aber noch offen und harrte seiner Lösung, die von den Ordnungsmächten des im Entstehen begriffenen neuen Europas, Deutschland und Italien, im zwei­ten Wiener Schiedsspruch vom 30. August auch ge­funden wurde. Die ungarischen Reoisionsanspruche wurden in einem Ausmaß honoriert, wie es nur die großzügigste Anwendung des als politisches Re­gulativ in Anspruch genommenen Volkstumspnn- zips bringen konnte. Ungarn ist mit dem zweiten Wiener Schiedsspruch volle Gerechtigkeit wider­fahren Dies empfindet jeder anständige Magyar« und dies anerkannten auch die führenden 'Staats­männer Ungarns in verschiedenen Aeußerungen vor­behaltlos. 'Der Beitritt Ungarns zum Berliner Dreierpakt im Wiener Belvedere in Anwesenheit des Führers, war daher nicht nur ein Akt der Dankbarkeit, sondern ein verpflichtendes Bekenntnis zum neuen Europa der Achse.

Die Rückgliederung eines Gebietes von 43 UOO Quadratkilometer aus dem großen rumänischen Staatsqebilbe an Ungarn auferlegt Ungarn aber auch Pflichten ber europäischen Gesamtheit gegen­über ebenso, wie gegenüber den in den rudgegue berten norbsibenburgischen Gebieten lebenden Vol- kerschatten. Ungarn trägt infolge der (frmeiterung feiner Grenzen heute stark ausgeprägte Merkmale eines Nationalitäten st sattes. Die Volks- gruppenfrage ist somit in den Vordergrund getreten und harrt einer einwandfreien Lösung nicht nur im Interesse der in Ungarn lebenden Nationalitäten, sondern auch im Interesse des magyarischen Vol­kes selbst Die verantwortlichen ungamchen Staats­männer haben diese Notwendigkeiten offenbar er­kannt. Die Unterzeichnung des Wiener 3 ul a B abkommens am Tage des Zweiten Wiener Schiedsspruches, das die Stellung der deutschen Volksgruppe in Ungarn regelt, spricht Ieben­falls dafür Dor wenigen Wochen hat die ungarische Regierung diesem zwischen Deutschland und Unoarn abgeschlossenen Dolksgruppenabkommen durch Der- orbnung ber Gesamt-Regierung einen Nachdruck verliehen ber ihren Willen funb u biefes Bolfs« gruppenabfommen in Ungarn selbst auch ta d)- lich durchzuführen Der ungarischen Bevölkerung t das Volksgruvpenvroblem ziemlich fremd geblieben. Hier entsprechende Aufklärungsarbeit zu leisten, wird die dankbare Aufgabe eines weisen und weit* blickenden Regimes auch weiterhin bleiben.

Die Atmosphäre zwischen Ungarn uno Rumänien konnte sich bis heute noch nicht in dem gewünschten Maße entspannen Der EibeNo- tvmber zwischen Budapest und Bukarest geschlafs-ne Presserieben hat nach nicht bte m 'd" ge­setzten Erwartungen gerechtfertigt. Das Resjenti-

Die Beziehungen Ungarns zu seinen beiben nörd­lichen Nachbarn, ber Slowakei und der S o w - j e t u n i o n, stehen im Zeichen einer günstigen Auf­wärtsentwicklung. Die kürzlich erfolgte Unterzeich­nung des ungarisch-sowjettussischen Handels- und Schiffahrtsabkommens spricht dafür, daß die beiden Länder auf dem wirtschaftlichen Sektor einander näher zu kommen wünschen. Das zwischen Ungarn und der Slowakei anfangs November abgeschlossene Ammstteabkommen ist ein sichtbarer Ausdruck für die Stärkung des Verhältnisses zur Slowakei, von dem Czaky in feiner Mitte November gehaltenen großen Parlamentsrede erklärt hat, daß er eine weitere Besserung der ungarisch-slowakischen Be­ziehungen ehrlich hoffe und anstrebe.

Man hat überall die Verbrechen des Secret Ser­vice zu spüren bekommen, im Reich, im Vetroleum- gcbiet Rumäniens; überall dort, wo es Unruhe zu stiften galt, waren die Agenten des englischen Ge­heimdienstes zugegen. Augenblicklich macht sich ihre Tätigkeit vorzugsweise im Nohen Osten bemerkbar, wo die Verhältnisse noch labil sind, und wo sich verschiedene Strömungen und Gegenströmungen kreuzen. Man weiß, daß sich die Zentrale des bri­tischen Secret Service in Kairo befindet und dast in der Hexenküche der ägyptischen Hauptstadt alle die Verbrechen ausgeheckt werden, die d"n Nahen , Orttnt in Aufregung und Unruhe oersegt haben.

Von den sechs arabischen Gebieten, die sich um das i östliche Mittelmeer und um bas Rote Meer grup» pieren, stehen Aegypten, Palästina, Transjordanien und ber Irak unter englischem Einfluß, einige dieser | Länder sind von englischen Truppen besetzt. Weder : ber Irak noch Aegypten konnten von Englanb, trotz ! aller Gewastmaßnahmen Englanbs veranlaßt wer­ben, Deutschland und Italien ben Krieg zu erklären. Es blieb beim Abbruch ber diplomatischen und Han- belsbeziehungen Das Saudische Arabien hat allem Drängen Lonbons und britischer Agenten roiberftan- ben und uneingeschränkte Neutralität gewahrt. We­der der Irak noch Aegypten fügen sich ganz passiv 'bem britischen Druck, die ägypttsche Armee mußte t! alsunzuverlässig" entwaffnet werden und da der Ministerpräsident nicht bedingungslos den britischen i Wünschen sich fügte, so wurde der Secret Service . eingesetzt und der Regierungschef wurde kurzer - Hand vergiftet. Im Irak zeigt sich das dortige Offi­zierskorps, das die am besten bewaffneten einge-

rpolitifchen Verlagerungen, vie |lu, .... Herbst dieses Jahres vollzogen hatten, ; sind von untergeordneter Bedeutung. Die Regierung . verfügt im Abgeordnetenhaus über eine so starke . Mehrheit, daß sie Erschütterungen, die sich auf der parlamentarischen Basis vollziehen konnten, nicht zu ^fürchten braucht. Wirtschaftlich blickt Un­garn einem ernsten Winter entgegen. Infolge des harten und langen Winters im vergangenen Jahr, aber noch mehr infolge der Hochwasserschäden im Frühjahr und im Herbst, ist die Ernte schlecht aus­gefallen. Lebensmittelvorräte sind nur in unge­nügendem Maße vorhanden, und das rückgegliederte Nordsiebenbürgen ist ein wirtschaftliches Zuschuß- Gebiet. Ein wochenlanger Streit in den Kohlen­gruben, der wegen Lohnforderungen der sehr schlecht bezahlten Bergarbeiter ausgebrochen war, hat schwere Ausfälle gezeitigt, die sich in der Industrie gleichermaßen nachteilig auswirken, wie bei der Heizmaterialversorgunq ber Bevölkerung. Die Mitte Dezember in Kraft getretenen Einschränkungen bes elektrischen Stromverbrauchs sinb deutliche Symp­tome bes Kohlenmangels. Hinzu kommt eine mangelhafte Organisation ber Verteilung, erschwerte Transportbedingungen nach den ostsiebenbürgischen ßanbesteilen und die noch immer starke Verjudung der ungarischen Finanz und des Handels, der in verantwortungsloser Weise durch Verstecken und Hamstern der Lebensmittel und anderer Waren Preisspekulation treibt, die zu einer allgemeinen Teuerung mit unverkennbaren inflationistischen Er­scheinungen geführt hat.

Von rechtsoppositioneller Seite werden auch im­mer wieder diese Mißstände gegeißelt und die Re­gierung bedrängt, endlich energisch gegen das jüdischeParasitentum durchzugreifen. Durch die Vorbereitungen eines dritten Iudenge - setzes wirb erkennbar, baß die Regierung sich bte immer bringenber merbenben Mahnungen zu Her­zen nimmt Die Probleme im Innern sinb schwierig genug. Es wirb noch erheblicher Kraftanstrengung bedürfen, um das größer geworbene Ungarn zu festigen Dorbebingung bazu ist das durchgreifende und entschlossene Herangehen an die Fülle unge« : läster sozialer Probleme, die auf dem witt- chaftlichen Sektor in einer bedenklichen Ungleich- ; ^it ber Vermögens- unb Einkommensverhältnisse Ausbruck finben. Hand tn Hand damit geht die Lösung des Jugenproblems, deyn folgnge die Macht des Judentums in Wirtschaft und Finanz in Un­garn nicht endqulttg gebrochen ist, solange ist Auf­stieg unb Gesunbung bes Landes unb seiner Bevöl­kerung in volle Maße nicht gesichert.

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jzreunoicyails« unu jiun|uiuiiuii=punt= m (jgf Wehrmacht gibt bekannt:

ben Beweis erbracht, baß es die auf bie Stabili- Vei einem Vorstoß gegen die englische Ostküste

sierung bes Friebens in Sübosteuropa gerichtete j« ejn sdineöboot vor ber Themfemünbung einen

Konzeptton der Achsenmächte wohl verstanden hat. 3 - - ..........- * -

Allerdings war eine freunbnachbarliche Einigung mit Jugoslawien insofern leichter, als hier die Viel­falt ber psychologischen (Spannungselemente, wie sie in ber Beziehung Ungarns zu Rumänien vorhan­den sinb, nicht in bie Waagschale fällt. Dafür spre­chen auch bie Kommentare ber ungarischen wie ber jugoslawischen Presse, bie ben Vertragsabschluß ge­wissermaßen als Herzensbebürfnis ber beiden Völ­ker bezeichneten, die eigentlich seit Jahrhunderten immer in bester Freundschaft gelebt haben. Ungarn nimmt für sich in Anivruch die Initiative zum ungarisch-jugoslawischen Freundschaftspakt ergriffen und damit der Befriedung und Stabilisierung, wie sie den Motiven der südosteuropäischen Achsenpolitik entspricht, Geltung verschafft zu haben.

ment zwischen Magyaren und Rumänen ist eben

... « . , 1Q,n zu tief verankert. Auch hier könnte zweifellos die

Budapest, im Dezember 1940. > Pemühung, Verständnis für bie gegenseitigen Be- ~ ' bürsnisse zu schassen, sich segensreich ausroirten.

Ein nach bem Dorbilb bes Wiener Zusatzabkom­mens zwischen Ungarn unb Rumänien auf ber Basis der Gegenseitigkeit beruhenbes Volksgrup­penabkommen wäre geeignet, jenen Rahmen zu schaffen, in bem sich ein freunbnachbarliches ent­spanntes Verhältnis allmählich entwickeln könnte, wenn vorerst allerbings als wichtigste Voraus­setzung bie vorbehaltlose unb ehrliche Absage an alle Revisionsibeen unb Hoffnungen beiderseits er-

Stockholm, 8. Jan. (DNB.) Täglich häufen tung könne baher von solchen Neubauten nicht mehr sich jetzt bie Meldungen, aus benen hervorgeht, baß abhängen. ... . ...

- - * * r * r- ^--qen bezüglich seines B e -Jllustrated London News weist daraus hin, daß schissen hat. Die Be- bie Angriffe ber beutschen U-Boote unb Bomber - !..... ' " England daran Hinbern, sich im Mittelmeer

unb in Norb afri ka so einzusetzen, wie es notwendig wäre.Jedes versenkte Schiss könnte dazu bestimmt sein, die nächste Reise mit Tanks und Geschützen nach Aegypten zu machen", schreibt das Blatt. Auch halb ferttggestellte Flugzeuge, bte burch einen Angriff auf eine Fabrik zerstört wer­den, können den Zweck haben, in Nordasrika einge­setzt zu werden. Selbst wenn nicht einmal Flug­zeugwerke von ben beutschen Bombern unmittelbar getroffen würden, so vermehre bereits der Angriff als solcher das Zvgern, weitere Flugzeuge nach Aegypten zu schicken, denn man müsse immer sorg- fällig überlegen, ob nicht die neuen Luftgeschwaber, bie eigentlich für einen anderen Kriegsschauplatz bestimmt seien, zur Verstärkung der eigenen Ver­teidigung zurückbehalten werden müssen. Genau die aleichen Überlegungen müßten auch bezüglich der Nahrungsmittelvorräte angestellt werden, die zwar für den Einsatz im Osten vorgesehen seien, die aber möglicherweise bald in der Heimat noch dringlicher benötigt würden.

Eichener Anzeiger

** Zchrifttettung unb GeschäfttsteNe: