Donnerstag.-. Januar Ml
General-Anzeiger für Oberheffen
Sietzen. Zchulstrahe 7-9
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)
Die inne
die sich im
England will die Franzosen aushungern
Stockholm
ne |üi latum: snöern i!
gewisser Wandel ein lionären Mentalität
Der italienische Bericht.
Rom. 8. Jan. (DRV.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:
In der Lyre n a i k a Streifen- und Artillerle- tätigkeit -wischen Barbia und Tobruk Unsere Tor- pedöfluazeuge haben einen feindlichen Zerstörer bei Sollum torpediert. Jagd- und ftampfWecer haben feindliche motorisierte Einheiten mit Mafchinenoe- wedrfeuer und Sprengbomben belegt. Die feindliche Luftwaffe hat zahlreiche Einflüge auf verschiedene Oertlichkeiten der Lyrenaika und auf die Wohnviertes von Tripolis burrfinrhlhrt wo c«. wer Tot- und etwa zehn Verwundete gab. Lin feindliches Flug-
durch Zerstörer stark gesicherten feindlichen Gele i t z u g an und versenkte ein Handelsschiff von
Tokio. 8. Jan. (DNB.) Nach zuverlässigen In- ormationen hat die japanische Regierung grund- ätzlich beschlossen, für alle Übergriffe Englands gegen japanische Staatsbürger in Handel und Schiffahrt Vergeltung zu üben, da die bisherigen Übergriffe Englands eine absolute Verletzung des internationalen Rechts gegenüber Japan als neutralem Staat darstellten.
füllt wird.
Dor einigen Tagen erst hat Ungarn im Derem mit Jugoslawien durch den Abschluß eines Freundschafts- und Konsulationspaktes in Belgrad
Druck und Verlag : vrühlfche Univerfttät5druckerei B. Lange
2500 BHX.
Die Luftwaffe fetzte auch gestern bei ungün-1 stigem Wetter ihre Angriffe auf London fort kleine Kampffliegereinheiten belegten im Laufe des ganzen Tages die britische Hauptstadt wirkungsvoll mit Brand- und Sprengbomben. Einzelne Flugzeuge griffen ferner Flugplätze. Bahnanlagen sowie kriegswichtige Industriegebiete i n Süd- und Mittelengland erfolgreich an. Sie befchoffen dabei auf mehreren Flugplätzen zahl- reiche abgestellte Flugzeuge im Tiefflug mit Bord- waffen. Weiter wurde eine chemische Fabrik schwer getroffen.
Lin Kampfflugzeug der bewaffneten Aufklärung griff in der mittleren Nordsee nördlich Great 9ar' mo’ifh eine britische Miner iuchflcttille ''"d erzielte auf einem der Räumboote mehrere Volltreffer. Das Schiff blieb brennend und in finkendem Zustand liegen. Ein feindliches Flugzeug wurde im Luftkampf bei Dover abgeschoffen.
Japanische Vergeltungsmaßnahmen für englische Llebergriffe.
fliii wird bk ung. Le
Genf, 8. Ian. (DRV.) ..Das französische Volk muß wissen, daß nicht die deutsche Bell tzung schuld an dem Lebensmittelmangel im besetzten Frankreich ist, unter dem das französische Volk zu leiden hat, sondern England." Das ist der Grundgedanke einer vom Generalsekretär.ai für Information herausgegebenen statistischen Darstel-1 lung. „Nichts erreicht uns mehr an der Meeresfront, die von Dünkirchen bis Biarritz geht. Die Mittelmeerhäfen erhalten wohl Einiges vom Kolonialreich, aber was an Gütern eintrifft, ist unbedeutend im Verhältnis zu den Bedürfnissen Frankreichs uns zum Import von früher", so heißt es in dieser Auslassung. „Denken wir daran, daß sich 1938 im normalen Jahre unsere Einfuhr in folgenden Zahlen ausdrückt: Einfuhr an Lebensmitteln 5 851 5661, an Rohstoffen 39 500 0001, an Fertigwaren 1 717 000 t, insgesamt rund 47 Millionen Tonnen im Werte von 46 Millarden Francs. Von alldem erhalten wir fast nichts mehr. Das ist es, was die Franzosen über die englische Blockade wißen müssen. Im Jahre 1938 erhielten wir: 1 250 800 dz Trockengemüse. 1 585 000 dz Kartoffeln, 682 000 dz Frischgemüse, 4 718 000 dz Weizen,
!lde ux ist ebft Dläqpj die hl’
llld W
■ Septtw n Moiö it hat bii aber rcn » unter« unchnm l vor dii finstern«, Die Zoiu »en Ariden mitt
zeug wurde von einem unserer Säget im Kamps abgeschoffen.
AndergriechischenFroni Aktionen lokalen Eharakters, in deren Verlauf wir dem Feind starke Verluste zufügten und seine Angriffsversuche auf unsere vorgeschobenen Stellungen abwiesen Englische Flugzeuge haben wiederholt, ohne Opfer zu verursachen, unsere Sanitätssorwationen bombardiert. Drei feindliche Flugzeuge wurden brennend zum Absturz gebracht Unsere Flotteneinheiten haben mit sichtlichem Erfolg Oertlichkeiten und Fahrstraßen längs der feindlichen Küste beschossen.
In Ostafrika ist der Versuch der feindlichen Luftwaffe, eine unserer Ortschaften in Eritrea zu bombardieren, durch das sofortige Eingreifen unserer Jagdflieger zum Scheitern gebracht worden.
London w'rknnosvoll bombardiert. Berlin, 8. Jan. (DNB.) Das Oberkommando
l,el»k
X
N K s Ui. v s
England die schwersten Sorgen bezüglich seines Bestandes an H a n d e l s s : f, * “ /*'
hauptung, daß die englische Handelsflotte unbehindert die Weltmeere durchkreuzt, ist schon seit Monaten nicht mehr wiederholt worden. Statt dessen werden Stimmen laut, wie z. B. in der „Daily Mail", wo es heißt, daß die U-Boots- und Bombenangriffe auf dem Ozean zu der größten Betz r o h u n g des englischen Lebens und der Sicherheit der Insel geworden sind, der England »emals geoenübergestanden hat. Falls es nicht gelingen sollte, die Bedrohung der englischen Lebenslinie zur See zu überwinden, so würde das einem Fehlschlag auf allen Kriegsschauplätzen und allen Fronten gleichkommen „Bei dem Schwinden unserer ! Handelstonnage", schreibt das Blatt, „wird die Wahl, ob wir Nahrungsmittel oder -Kriegsmaterial befördern wollen, immer schwerer. Wir können unmöglich ohne eines von
1 beiden- auskommen. W i r brauchen beide s." Da«; Blatt weist weiter darauf hin, daß auch die Aufträge für Schiffsneubauten, die nach Amerika vergeben werden sollen, ein geringer Trost seien, da es mindestens ein Iadr dauern
1 werde, bis diese Schiffe gebaut sind. Englands Ret-
5 632 000 dz Reis, 3169 000 dz Zucker, 1862 dz Kaffee und 692 000 dz Del. Dazu kommen noch neben den großen Einfuhren für die Fleijchversor- gung bedeutende Transporte von lebendem Vieh: 240 000 dz Gefrierfleisch und 68 000 dz Konservenfleisch. .
Gewiß erzeugt Frankreich Weizen, Gemüse und Früchte. Es ist richtig, daß es niemals hinsichtlich seiner Lebensmittelversorgung völlig vom Ausland abhängig ist und daß es die Blockade nicht zur Hungersnot führen kann. Aber die Hausfrauen, die besonders wegen Zucker, Kaffee, Reis und Oel an« stehen müssen, müssen wissen, daß sie dies alles nicht haben, weil sie infolge der englischen Blockade fast völlig vom Kolonialreich und der Welt abge- schnitten sind. Vergessen wir nicht — und dies sei denen gesagt, die unsere Nöte auf dem Gebiete der Lebensmittelversorgung der Besatzung zuschreiben wollen — daß der Lebensmittelmangel in der freien Zone, wo keine Requisitionen vorge- nommen werden, herrscht. Dies ist das beste 2Irgue i ment, um die ganze Tragweite der englischen
Blockade zu beweisen."
Oer Secret Service im Raben Osten.
Beim Ausbruch des Krieges verkündete der damalige britische Minister Inscip im Parlament, daß der Geheimdienst bedeutend ausgebaut und ihm zwei neue Abteilungen angeschlossen worden seien. In der Tat zog in Black Castle, wo die britische Spionageschule in einem efeuumrankten Schloß an» tergebracht ist, und wo der Lehrgang durchschnittlich zwei Jahre dauert, ein sehr reges Leben ein. Hunderte von Männern und Frauen meldeten sich zum aufregenden Dienst im Secret Service, der *n England als durchaus „fair" gilt, und ließen sich auf ihre Fähigkeiten prüfen. Denn selbstverständlich werden nur solche Kandidaten in die Brigaden des Geheimdienstes ausgenommen, die sich für diese im allgemeinen sehr schmutzige Arbeit eignen, die an keinen Gewissensskrupeln leiden/ keine moralischen Hemmungen kennen, und die bereit sind, alle ihnen übertragenen Aufgaben blindlings zu erfüllen. In Black C-astle werden auch qualifizierte Verbrecher als Schüler ausgenommen und unter der Bedingung begnadigt, daß sie ihre Fähigkeiten dem Secret Service zur Verfügung stellen. Die Methoden des britischen Geheimdienstes sind bekannt, er schrickt vor keiner Untat zurück, auch nicht vor Mord und Brandstiftung, wenn vermeintliche britische Inter- I essen dadurch gefördert werden sollen.
Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis8'/ >U hr des Vormittags
Anzeigen-Vreise:
Anzeigenteil 7 Rvß je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Ros. je mm bei 70 mm Zeilenbrette
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstanel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr
d- * M * Ü's'S
'S- kl ble ii»' UL», üch ity 5 >rr. fr 1
ren ist 'n, tt, 'urk,i ‘Ober ft v°n f Der jo5 ^utenlki
'es Jfe kur (ar em Shit
Wink i tiar, der nenuntir 9 Ülugu' nhinWi
Nahrungsmittel oder Kriegsmaterial
Britische Tonnagesorgen stören den Einsatz in Nordafrika.
Ungarns Weg in die neue Ordnung
Von unterem ständigen Dr. Grf. Schl.-Berichterstatter.
m. Jahrgang ttr.Z tSrictieim laglict). anher sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte GießenerrVamillenblätter Heimat imBild DieScholle Monats-Vezugsvreis: Mit 4 Beilagen AM. 1.95 Ohne Illustrierte .. 1.80 'Zustellgebühr... „ -.25 iauck bei 'l.ichterscheinen von einzelnen 'Kummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschlust LL51 iDrahtanschrist:„Anzeiger" »Ponscheck 116»« Arants. M.
iquert dii irme, bii m. Dm schnuppk aus dir ( iftmcteon i 10. bi! nnnenbik , loDemfrtr er in bi! LufthU Kilomtki e zu ttp । stets auch isstrahlk^ ib 13.2k' chiapa- die Bck n 186:2111 i
Ungarns politischer Weg im vergangenen Jahre ist abgesteckt durch Meilensteine einer staatlichen Aufwärtsentwicklung, die das Ergebnis der konsequenten Achsenpolitik Ungarns einersetts, sowie der tatkräftigen Hilfe und Unterstützung durch Deutschland und Italien andererseits ist. Nach einer krisenhaften Spannung der politischen Stimmung zu Beginn des Jahres, hervorgerufen durch eine shstemalische, von den Westdemokratien betriebenen Propaganda, die über das ungarische Judentum und feinen feuöabreattionär-Iiberalen Anhang Einaang fand und die Einstellung der ungarischen Oeffent- lichkeit nachteilig für die Achsenmächte beeinflußte, trat schon unter dem Eindruck des deutschen Sieaes in Flandern und im Artois und der ^Flucht der Engländer bei Dünkirchen ein gi Die von der jüdischen und reaft infizierte Presse steckte in ihrer stark nach Schaden- freube schmeckenden Objektivität ihre Pflöcke merklich zurück, wobei aber der entscheidende Umschwung in der Presse und den übrigen Elementen der öffentlichen Meinungsbildung erst mit dem Eintritt Italiens in den Krieg am 10. Juni und schließlich mit dem Abschluß des Waffenstillstandsoertrages, den das rtiebergerungene Frankreich mit Deutschland und Italien schließen mußte, eintrat. Von diesem Zeitpunkt an war die große Linie der öffentlichen Meinungsbildung sichtbar beeinflußt von der Achsenfreundlichkeit. Mit anderen Worten, die ungarische Regierung zog aus den glänzenden Waffenerfolgen Deutschlands die einzig mögliche realpolitische Konsequenz und duldete nun auch nicht mehr unter dem fadenscheinigen Mäntelchen einer verdächtig beflissenen Objektivität die Stimmungssabotage jener jüdischen und reaktionären Elemente, die aus nahe- . liegenden Gründen wußten, daß sie ihre Schäfchen nur dann ins Trockene würden bringen können, wenn England Enbsieger im großen Ringen bleibt.
Deutschland und Italien, die als die führenden Großmächte Europas das Recht für sich in Anspruch nehmen, die Neuordnung in Europa zum Segen aller hier lebenden Völker durchzuführen, haben m Südosteuropa im Laufe dieses Jahres bereits eine Reihe von Voraussetzungen geschaffen. Ungarn, das im Weltkrieg an der Seite Deutschlands die Ungerechtigkeiten des Versailler Systems im Diktatt frieden von Trianon am eigenen Leibe schmerzlich zu spüren bekam, hat erkannt, daß sein Aufstieg nur an der Sette Deutschlands möglich sei. Ungarn wurde in dieser Erkenntnis bestärkt durch die Erfahrungstatsache des ersten Wiener Schiedsspruches, wo durch die Rückgliederung des Ober- l a n d e s die ersten Fesseln von Trianon fielen, so- wie durch die endgültige Liquidierung der Benesch- Tschecho-Slowakei,' als deren Folge das Kar- p a t e n l a n d zu Ungarn heimkehrte.
Das politische Leitmotiv, das Ungarns Politik feit den Tagen von Trianon beseelt, ist die Revis i o n s i b e e. Im Norben und Nordosten waren die Gebiete schon zurückgekehrt, auf die Ungarn auf ber Basis des Volkstumsprinzips, sowie auf der Grundlage seiner außenpolitischen Achsenorientterung Anspruch erheben durfte. Das brennendste Revi- sionssproblem Rumänien gegenüber war aber noch offen und harrte seiner Lösung, die von den Ordnungsmächten des im Entstehen begriffenen neuen Europas, Deutschland und Italien, im zweiten Wiener Schiedsspruch vom 30. August auch gefunden wurde. Die ungarischen Reoisionsanspruche wurden in einem Ausmaß honoriert, wie es nur die großzügigste Anwendung des als politisches Regulativ in Anspruch genommenen Volkstumspnn- zips bringen konnte. Ungarn ist mit dem zweiten Wiener Schiedsspruch volle Gerechtigkeit widerfahren Dies empfindet jeder anständige Magyar« und dies anerkannten auch die führenden 'Staatsmänner Ungarns in verschiedenen Aeußerungen vorbehaltlos. 'Der Beitritt Ungarns zum Berliner Dreierpakt im Wiener Belvedere in Anwesenheit des Führers, war daher nicht nur ein Akt der Dankbarkeit, sondern ein verpflichtendes Bekenntnis zum neuen Europa der Achse.
Die Rückgliederung eines Gebietes von 43 UOO Quadratkilometer aus dem großen rumänischen Staatsqebilbe an Ungarn auferlegt Ungarn aber auch Pflichten ber europäischen Gesamtheit gegenüber ebenso, wie gegenüber den in den rudgegue’ berten norbsibenburgischen Gebieten lebenden Vol- kerschatten. Ungarn trägt infolge der (frmeiterung feiner Grenzen heute stark ausgeprägte Merkmale eines Nationalitäten st sattes. Die Volks- gruppenfrage ist somit in den Vordergrund getreten und harrt einer einwandfreien Lösung nicht nur im Interesse der in Ungarn lebenden Nationalitäten, sondern auch im Interesse des magyarischen Volkes selbst Die verantwortlichen ungamchen Staatsmänner haben diese Notwendigkeiten offenbar erkannt. Die Unterzeichnung des Wiener 3 ul a B ’ abkommens am Tage des Zweiten Wiener Schiedsspruches, das die Stellung der deutschen Volksgruppe in Ungarn regelt, spricht Iebenfalls dafür Dor wenigen Wochen hat die ungarische Regierung diesem zwischen Deutschland und Unoarn abgeschlossenen Dolksgruppenabkommen durch Der- orbnung ber Gesamt-Regierung einen Nachdruck verliehen ber ihren Willen funb u biefes Bolfs« gruppenabfommen in Ungarn selbst auch ta d)- lich durchzuführen Der ungarischen Bevölkerung t das Volksgruvpenvroblem ziemlich fremd geblieben. Hier entsprechende Aufklärungsarbeit zu leisten, wird die dankbare Aufgabe eines weisen und weit* blickenden Regimes auch weiterhin bleiben.
Die Atmosphäre zwischen Ungarn uno Rumänien konnte sich bis heute noch nicht in dem gewünschten Maße entspannen Der EibeNo- tvmber zwischen Budapest und Bukarest geschlafs-ne Presse‘rieben hat nach nicht bte m 'd" gesetzten Erwartungen gerechtfertigt. Das Resjenti-
Die Beziehungen Ungarns zu seinen beiben nördlichen Nachbarn, ber Slowakei und der S o w - j e t u n i o n, stehen im Zeichen einer günstigen Aufwärtsentwicklung. Die kürzlich erfolgte Unterzeichnung des ungarisch-sowjettussischen Handels- und Schiffahrtsabkommens spricht dafür, daß die beiden Länder auf dem wirtschaftlichen Sektor einander näher zu kommen wünschen. Das zwischen Ungarn und der Slowakei anfangs November abgeschlossene Ammstteabkommen ist ein sichtbarer Ausdruck für die Stärkung des Verhältnisses zur Slowakei, von dem Czaky in feiner Mitte November gehaltenen großen Parlamentsrede erklärt hat, daß er eine weitere Besserung der ungarisch-slowakischen Beziehungen ehrlich hoffe und anstrebe.
Man hat überall die Verbrechen des Secret Service zu spüren bekommen, im Reich, im Vetroleum- gcbiet Rumäniens; überall dort, wo es Unruhe zu stiften galt, waren die Agenten des englischen Geheimdienstes zugegen. Augenblicklich macht sich ihre Tätigkeit vorzugsweise im Nohen Osten bemerkbar, wo die Verhältnisse noch labil sind, und wo sich verschiedene Strömungen und Gegenströmungen kreuzen. Man weiß, daß sich die Zentrale des britischen Secret Service in Kairo befindet und dast in der Hexenküche der ägyptischen Hauptstadt alle die Verbrechen ausgeheckt werden, die d"n Nahen , Orttnt in Aufregung und Unruhe oersegt haben.
Von den sechs arabischen Gebieten, die sich um das i östliche Mittelmeer und um bas Rote Meer grup» pieren, stehen Aegypten, Palästina, Transjordanien und ber Irak unter englischem Einfluß, einige dieser | Länder sind von englischen Truppen besetzt. Weder : ber Irak noch Aegypten konnten von Englanb, trotz ! aller Gewastmaßnahmen Englanbs veranlaßt werben, Deutschland und Italien ben Krieg zu erklären. Es blieb beim Abbruch ber diplomatischen und Han- belsbeziehungen Das Saudische Arabien hat allem Drängen Lonbons und britischer Agenten roiberftan- ben und uneingeschränkte Neutralität gewahrt. Weder der Irak noch Aegypten fügen sich ganz passiv 'bem britischen Druck, die ägypttsche Armee mußte t! als „unzuverlässig" entwaffnet werden und da der । Ministerpräsident nicht bedingungslos den britischen i Wünschen sich fügte, so wurde der Secret Service . eingesetzt und der Regierungschef wurde kurzer - Hand vergiftet. Im Irak zeigt sich das dortige Offizierskorps, das die am besten bewaffneten einge-
rpolitifchen Verlagerungen, vie |lu, .... Herbst dieses Jahres vollzogen hatten, ; sind von untergeordneter Bedeutung. Die Regierung . verfügt im Abgeordnetenhaus über eine so starke . Mehrheit, daß sie Erschütterungen, die sich auf der parlamentarischen Basis vollziehen konnten, nicht zu ^fürchten braucht. Wirtschaftlich blickt Ungarn einem ernsten Winter entgegen. Infolge des harten und langen Winters im vergangenen Jahr, aber noch mehr infolge der Hochwasserschäden im Frühjahr und im Herbst, ist die Ernte schlecht ausgefallen. Lebensmittelvorräte sind nur in ungenügendem Maße vorhanden, und das rückgegliederte Nordsiebenbürgen ist ein wirtschaftliches Zuschuß- Gebiet. Ein wochenlanger Streit in den Kohlengruben, der wegen Lohnforderungen der sehr schlecht bezahlten Bergarbeiter ausgebrochen war, hat schwere Ausfälle gezeitigt, die sich in der Industrie gleichermaßen nachteilig auswirken, wie bei der Heizmaterialversorgunq ber Bevölkerung. Die Mitte Dezember in Kraft getretenen Einschränkungen bes elektrischen Stromverbrauchs sinb deutliche Symptome bes Kohlenmangels. Hinzu kommt eine mangelhafte Organisation ber Verteilung, erschwerte Transportbedingungen nach den ostsiebenbürgischen ßanbesteilen und die noch immer starke Verjudung der ungarischen Finanz und des Handels, der in verantwortungsloser Weise durch Verstecken und Hamstern der Lebensmittel und anderer Waren Preisspekulation treibt, die zu einer allgemeinen Teuerung mit unverkennbaren inflationistischen Erscheinungen geführt hat.
Von rechtsoppositioneller Seite werden auch immer wieder diese Mißstände gegeißelt und die Regierung bedrängt, endlich energisch gegen das jüdischeParasitentum durchzugreifen. Durch die Vorbereitungen eines dritten Iudenge - setzes wirb erkennbar, baß die Regierung sich bte immer bringenber merbenben Mahnungen zu Herzen nimmt Die Probleme im Innern sinb schwierig genug. Es wirb noch erheblicher Kraftanstrengung bedürfen, um das größer geworbene Ungarn zu festigen Dorbebingung bazu ist das durchgreifende und entschlossene Herangehen an die Fülle unge« : läster sozialer Probleme, die auf dem witt- chaftlichen Sektor in einer bedenklichen Ungleich- ; ^it ber Vermögens- unb Einkommensverhältnisse Ausbruck finben. Hand tn Hand damit geht die ‘ Lösung des Jugenproblems, deyn folgnge die Macht des Judentums in Wirtschaft und Finanz in Ungarn nicht endqulttg gebrochen ist, solange ist Aufstieg unb Gesunbung bes Landes unb seiner Bevölkerung in volle Maße nicht gesichert.
. hat mit sie Dealt
Das nw6l
Meer hi» etwa li^fll Dort ha k mb wuhir, hnen leise.
kannst fourn- W > sehr leit'
anM.yJ idit lot se"' S MN >«-- fidj tletne eine A unb stra» Ihre 2 härten der sileise oel' Mnle ent i'n de-A
1Ȁ
jzreunoicyails« unu jiun|uiuiiuii=punt= m (jgf Wehrmacht gibt bekannt:
ben Beweis erbracht, baß es die auf bie Stabili- Vei einem Vorstoß gegen die englische Ostküste
sierung bes Friebens in Sübosteuropa gerichtete j« ejn sdineöboot vor ber Themfemünbung einen
Konzeptton der Achsenmächte wohl verstanden hat. 3 - - ..........- * -
Allerdings war eine freunbnachbarliche Einigung mit Jugoslawien insofern leichter, als hier die Vielfalt ber psychologischen (Spannungselemente, wie sie in ber Beziehung Ungarns zu Rumänien vorhanden sinb, nicht in bie Waagschale fällt. Dafür sprechen auch bie Kommentare ber ungarischen wie ber jugoslawischen Presse, bie ben Vertragsabschluß gewissermaßen als Herzensbebürfnis ber beiden Völker bezeichneten, die eigentlich seit Jahrhunderten immer in bester Freundschaft gelebt haben. Ungarn nimmt für sich in Anivruch die Initiative zum ungarisch-jugoslawischen Freundschaftspakt ergriffen und damit der Befriedung und Stabilisierung, wie sie den Motiven der südosteuropäischen Achsenpolitik entspricht, Geltung verschafft zu haben.
ment zwischen Magyaren und Rumänen ist eben
... « . , 1Q,n zu tief verankert. Auch hier könnte zweifellos die
Budapest, im Dezember 1940. > Pemühung, Verständnis für bie gegenseitigen Be- “ ~ ' bürsnisse zu schassen, sich segensreich ausroirten.
Ein nach bem Dorbilb bes Wiener Zusatzabkommens zwischen Ungarn unb Rumänien auf ber Basis der Gegenseitigkeit beruhenbes Volksgruppenabkommen wäre geeignet, jenen Rahmen zu schaffen, in bem sich ein freunbnachbarliches entspanntes Verhältnis allmählich entwickeln könnte, wenn vorerst allerbings als wichtigste Voraussetzung bie vorbehaltlose unb ehrliche Absage an alle Revisionsibeen unb Hoffnungen beiderseits er-
Stockholm, 8. Jan. (DNB.) Täglich häufen tung könne baher von solchen Neubauten nicht mehr sich jetzt bie Meldungen, aus benen hervorgeht, baß abhängen. „ ... . ...
- - * * r * r- ^--qen bezüglich seines B e - „Jllustrated London News weist daraus hin, daß schissen hat. Die Be- bie Angriffe ber beutschen U-Boote unb Bomber - !..... ' " England daran Hinbern, sich im Mittelmeer
unb in Norb afri ka so einzusetzen, wie es notwendig wäre. „Jedes versenkte Schiss könnte dazu bestimmt sein, die nächste Reise mit Tanks und Geschützen nach Aegypten zu machen", schreibt das Blatt. Auch halb ferttggestellte Flugzeuge, bte burch einen Angriff auf eine Fabrik zerstört werden, können den Zweck haben, in Nordasrika eingesetzt zu werden. Selbst wenn nicht einmal Flugzeugwerke von ben beutschen Bombern unmittelbar getroffen würden, so vermehre bereits der Angriff als solcher das Zvgern, weitere Flugzeuge nach Aegypten zu schicken, denn man müsse immer sorg- fällig überlegen, ob nicht die neuen Luftgeschwaber, bie eigentlich für einen anderen Kriegsschauplatz bestimmt seien, zur Verstärkung der eigenen Verteidigung zurückbehalten werden müssen. Genau die aleichen Überlegungen müßten auch bezüglich der Nahrungsmittelvorräte angestellt werden, die zwar für den Einsatz im Osten vorgesehen seien, die aber möglicherweise bald in der Heimat noch dringlicher benötigt würden.
Eichener Anzeiger
““ ** Zchrifttettung unb GeschäfttsteNe:


