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gestrigen Sonntagnachmittag trafen sich e Kameraden der Kriegerkameradschaft 1874

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sind Montag, den 8. Dezember 1941 auf der Banndienststelle abzuholen.

wieder bei der beklagten Firma ein. Für den Kläger war jedenfalls jetzt kein Platz mehr, und am 15. Januar d. I. wurde er fristlos entlassen, obwohl das Arbeitsamt der beklagten Firma auf deren An­frage mitgeteileit hatte, daß der Kläger nicht frist­los entlassen werden könne. Von der beklagten Firma wurde behauptet, der Kläger sei den an ihn gestellten Anforderungen nicht gewachsen gewesen, er sei auch schwerhörig, was er bei der Einstellung verschwiegen habe. Trotzdem ihr diese Mängel be­kannt waren, hatte die Firma das Dertragsverhält- nis fortgesetzt und sich so des Anfechtungsrechtes be­geben. Nach der Tarifordnung für den Groß- und Einzelhandel im Wirtschaftsgebiet Hessen kann eine Probezeit, die d r ei Monate übersteigt, nicht verein­bart werden. Die Vereinbarung der sechsmonatigen

Probezeit war daher unwirksam. Da bet der Ein­stellung des Klägers unmißverständlich zum Aus­druck gebracht worden war, daß die Einstellung auf Probe erfolgte, kann der Vertrag auch nicht als A r b e i t s v e r t r a g für die Dauer von sechs Mo, naten angesehen werden. Dem Kläger konnte sonach

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nur das Gehalt bis zum 15. Februar d. 3., dein Tage des Ablaufs der dreimonatigen Probezeit zugesprochen werden. Im übrigen wurde die Klag« abgewiesen. Gegen das Urteil ist die Berufung an das Landesarbeitsgericht zulässig.

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es beim ersten Versuch nicht gleicherhalten.

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Kommandeur eines Schützen-Bataillons, Inhaber des E.K. II. von 1917, des E.K. I. von 1940 und anderer Kriegsorden.

Ein tapferes, begeistertes, soldatisches Leben fand höchste Erfüllung!

In tiefer Trauer: Anneliese Koch, geb. v. Grolmann Hedwig v. Herff, geb. v. Grolmann Dr. med. Curt Koch Maximilian v. Herff, Oberst

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Die Ausgabe der Zusahkarlen für Schwer- und Schwerstarbeiter sowie der Zulagekarten für Lang- und Nachtarbeiter für den 31. Versorgungsabschnitt erfolgt von Dienstag, 9. Dezember, bis Zreitag, 12. Dezember L94 1, in der Zeit von 8 bis 12 und 14.30 bis 17.30 Uhr im Liebig- bau, Zimmer 14. 5022D

Bei der Abholung der Schwer- und Schwerst- arbeiterkarten ist die Liste vorzulegen. Die Abgabe der Langarbeiterkarten erfolgt gegen Vorlage der vorgeschriebenen Bescheinigung.

Bei späterer Abholung wird eine Ordnungsgebühr von 1, RM. erhoben.

Gießen, den 6. Dezember 1941.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

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Klarer Kußbattsieg in Breslau.

Deutschland besiegt die Slowakei 4:v (3:0),

Im 4. Fußball-Länderkampf zwischen Deutschland und der Slopakei (gleichzeitig das 25. Kriegs-Län- derspiel des deutschen Fußballsports!), der am Sonn­tag vor 30 000 Besuchern in Breslau vor sich ging, kam die deutsche Vertretung mit 4:0 Toren zu einem eindrucksvollen Sieg. Die Tore wurden erzielt durch die Stürmer Walter, Durek und'Conen (2). Die deutsche Elf bot eine abgerundete Leistung. Gut ge­fiel der Angriff, in dem die jungen Wiener Außen­stürmer Riegler und Durek für den nötigen Schwung sorgten. Beim Gegner verhütete Torwart Reimann eine höhere Niederlage.

innerung anläßlich des Weihnachtsfestes und Jah­reswechsels gesandt wurden. Der Inhalt dieser Päck­chen wird den Empfängern sicherlich große Freude beteilen. Jrn weiteren Verlaufe des Appells wur­den noch die Vorbereitungen zu der alljährlich üb­lichen Familienfeier der Kameradschaft am zweiten Weihnachtsfeiertage besprochen. Grüße von Kame­raden bei der Wehrmacht bekanntgegeben und dabei die unlösbare, enge Verbundenheit der Front und der Heimat erneut betont. Im Anschluß an den dienstlichen Teil blieben die Kameraden noch einige Äeit in kameradschaftlichem Gedankenaustausch bei­sammen.

Rnegettamerafrfdjaft 1874 Gießen.

Hatten schon die Pflichtübungen beim turnerischen Reichswettkampf der jungen Meisterklasse in Mainz die vorzügliche Schulung und das Leistunasver- mögen des Nachwuchses klar herausgestellt, so wurde diese Feststellung noch beim sonntäglichen Kürturnen erhärtet. Besonders beim Endkampf der zwölf Besten" wurden Leistungen gezeigt, die die 3000 Besuchern in der Mainzer Stadthalle be­geisterten. Der Württemberger Erich Wied vom Tv. Stuttgart-Münster, der sich schon als bester Pflichtübungsturner erwiesen hatte, ließ sich die Spitze nicht nehmen und sicherte sich mit insgesamt 194,6 Punkten (97,4 Pflicht und 97,2 Kür) den Reichssieg. Zweiter wurde der Westfale Ernst Braun (Dortmund) mit 193,9 Punkten, den drit­ten Rang besetzten gemeinsam Erwin Linke (Neumünster/WH.) und Theo Wied (Stuttgart) Mit je 192,3 Punkten.

Der Endkampf verlief überaus spannend. Beim Kürsprung am Pferd wurden der Kreuznacher Schne p f und der Dortmunder Braun mit je 19,9 Punkten (die volle20" wurde am Sonntag überhaupt nicht vergeben!) am höchsten bewertet. Am Barren war Linke (Neumünster) mit 19,7 der Beste, während an den Ringen alle Endkampf­teilnehmer hinter dem Hannoveraner Koppey zurückstehen mußten, der bereits am Vormittag 19,9 erzielt hatte und nicht mehr erreicht oder über­troffen werden konnte. Ein Erlebnis war das Bo­denturnen, bei dem der Kreuznacher S ch n e p f mit

zahlreiche Kameraden der Kriegerkarneradschast 1874 Gießen imBurghof" zum letzten Karneradschasts- appell in diesem Jahre. Kameradschaftsführer Dähn gedachte zunächst der in diesem Jahre ver­storbenen Angehörigen der Kameradschaft, wobei er die Gefallenen des jetzigen Krieges in die dank­bare Erinnerung mit einschloß. Sodann gab er in großen Zügen einen Rückblick äuf die hinter uns liegenden zwei Kriegsjahre mit ihren unvergäng­lich ruhmreichen Taten der an allen Fronten sieg­reichen deutschen Wehrmacht, lenkte dabei die Ge­danken besonders auf den gegenwärtigen schweren und siegreichen Kampf unserer Soldaten gegen die Weltgefahr des Bolschewismus und betonte, daß die. deutsche Heimat mit starkem und unbedingtem Ver­trauen zum Führer und zu unserer sieg- und ruhmreichen Wehrmacht auch in den dritten Kriegs­winter eingetreten ist. Weiter teilte der Kamerad­schaftsführer mit, daß den im Felde stehenden zahl­reichen Kameraden aus der Kameradschaft Feldpost­päckchen zu Weihnachten zugeschickt wurden.

Hierauf hielt Kamerad Grießbauer, der frühere Kameradschaftsführer der in die Kriegs­kameradschaft 1874 übernommenen ehemaligen 222er, einen fesselnden Vortrag über das Thema Die Kriegsfreiwilligen von 1914". Er rief m fei­nen Darlegungen die Erinnerung wach an jene großen Tage vor 27 Jahren beim Ausbruch des ersten Weltkrieges, da überall in Deutschland Mll- lionen von jungen Kriegsfreiwilligen aller Stände und Berufe sich zu den Waffen drängten, um teil­zuhaben an dem großen Einsatz für die Freiheit und das Leben des deutschen Volkes, das auch da­mals durch den von England angezettelten Krieg in seiner Aufwärtsentwicklung gebrochen werden sollte. Dor dem geistigen Auge der gespannt lau­schenden Hörer wurden die Aufstellung und die Ausbildung sowie der Fronteinsatz der jungen Kriegsfreiwilligen-Regimenter von 1914 lebendig anhand des Beispiels, das der Vortragende aus der Kriegserinnerung des damadigen Reserve-Jnfan- terie-Regimentes 222, das mit einem Bataillon m Gießen ausgestellt wurde, in allen Phasen schilderte. Man bgleitete die junge Truppe bei ihrem ersten Einsatz im Westen und dann bei ihren ruhmvollen Waffentaten in Polen am Südslügel der großen Schlacht um Lodz im Dezember 1914, ferner auch bei ihrem schweren Kämpfen und Bluten in den Karpathen und schließlich wieder im Westen vor Verdun im Mai 1916. Der Vortragende, der als Kompanieführer die junge Truppe mit auf gestellt und dann auch im Kämpft bis zu seiner schweren Ver­wundung mitgeführt hatte, weckte mit seinen Schilde­rungen bei den alten Frontkameraden und insbe­sondere bei den ehemaligen 222em zahlreiche per­sönliche Erinnerungen und gab zugleich ein packen­

des Bild der Hingabe und Opferfreudigkeit deutscher Soldaten, die auch in den jungen Kriegsfreiwilligen von 1914 würdige Waffenkameraden hatten. Der Ruhm jener jungen Regimenter wird in der Ge­schichte des ersten Weltkrieges für immer feinen Platz behalten und kann auch vor dem Heldentum der Kämpfer des jetzigen Krieges bestehen..

Im Anschluß an den mit lebhaftem Beifall aus­genommenen Vortrag verbrachten die Kameraden noch einige Zeit in guter Unterhaltung beim Aus­tausch ihrer Kriegserinnerungen.

Volksdeutsche Verkaufsausstellung des VDA.

In der Aula des Gymnasiums wurde am Sams­tag und Sonntag im Auftrag des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland (VDA.) eine Verkaufs­ausstellung von volksdeutschen Arbeiten gezeigt, die einen Einblick gab in die Intensität nut der un­sere volksdeutschen Brüder jenseits der Grenzen und in den zurückgeführten Gebieten bemüht sind, Gegenstände des täglichen Lebens künstlerisch zu gestalten. Fräulein Em melius als Sachbearbei­terin hatte die mühevolle, aber dankbare Aufgabe übernommen, die Ausstellung und den Verkauf der vielen Gegenstände durchzufuhren. Sie fand dabei die volle Unterstützung des Kreisverbandsleiters des VDA., Studienrat S ch w a r z, und einiger weiterer Mitarbeiter der VDA.-Sache.

Der Besuch der Ausstellung war fthr stark, am Samstag sogar als hervorragend anzusehen, und war Beweis für das große Interesse, das in un­serer Stadt dem VDA. und seinen Bestrebungen entgegengebracht wird. Aber auch der Verkauf der schönen Gegenstände, von denen vielen Kunstwert zuzusprechen ist, ließ nichts zu wünschen übrig. Die Nachfrage nach vielen Gegenständen war so groß, daß leider nicht alle Ansprüche- befriedigt werden konnten und viele Nachbestellungen erfolgen muß­ten. Die Ausstellung brachte u. a. schmiedeeiserne Leuchter und Aschenbecher in wunderbarer Aus­führung, ferner Wandtaftln, holzgeschnitzte Figuren und prachtvolle Krippenhäuschen. Daneben sah man handgearbeitete Trachtengürtel, schöne Buchhüllen und prächtige Handarbeiten aus Siebenbürgen. Die Volksdeutschen aus der Slowakei waren mit kost­baren Habaner-Keramik-Gegenständen vertreten. Von unseren heimgekehrten Brüdern im Sudeten­land stammten praktische Glaswaren wie Schalen und Vasen. Besonderen Gefallen erregten die wun­derbar gearbeiteten Egermann-Becher mit den Tier­mustern. Die Erinnerung an die wieder ins Reich heimgekehrten Städte wurde durch Wappenkacheln mit 'Stadtwappen wachgeh alten, fo aus Eupen- Malmedy, Memel, Bromberg, Posen, Reichenbexg-, Eger, Wien und aus Schleswig-Holstein. Da wegen Weihnachten besonders nach Spielzeug gefragt wurde, waren die herrlichen, zum Teil handgebastel­ten Gottschee-Spielzeuge in kurzer Zeit vergriffen; viele der schönen handgewebten Gürtel und der Buchzeichen wären noch gekauft worden.

Dom Arbeitsgericht Gießen.

Ein Angestellter klagte gegen eine Firma in Gie­ßen auf Zahlung des Gehalts für die Zeit vom 15. Januar bis 15. Mai d. I. Der Kläger war am 15. November 1940 als Geschäftsführer der be­klagten Firma gegen ein Nettomonatsgehalt von 350 RM. eingestellt worden. Die Einstellung er­folgte auf Probe, und zwar für sechs Monate. Am 20. Dezember 1940 trat der frühere Geschäftsführer

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Eintritt 40 Pfennig.

Die Veranstaltungsringmitgl. erhal­ten ihre Karten durch ihre Einheit.

Beginn 16.30 Uhr. 5023D

Montag, den 8. Dezember

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Gerät-Zehnkampf (Meisterklasse 1918 bi< 1923): 1. und Reichssieger Erich Wied (Stuttgart? Münster) 194,6 P. (97,4 + 97,2); 2. Ernst Braun (Dortmund) 193,9 (96,6 + 97,3); 3. Erwin Link« (Neumünster/WH.) 192,3 (96,8 + 95,5) und The: Wied (Stuttgart-Münster) 192,3 (96,6 4- 95,7)

Heinz Schnepf (Bad Kreuznach) 191,8 (94,S 96,9); 5. Karl Kamps (Düsseldorf) 191,5 (94,4 97,1); 6. Heinz Walter (Essen/WH) 191,3 (95* 95,7); 7. Leopold Frenze! (Leipzig) 190,3 (94,7 95,6); 8. Adolf Doßler (Würzburg) 187,2 (930 94,2); 9. Horst Röscher (Warnemünde) (186,5 (92 6 + 94,3); 10. Albert Steidle (Hüttlingen' Württ.) 185.7 (92,9 + 92,8); 11. Werner Günlhe: (Gera) 185,6 (93,1 + 92^X

19,9 den Vogel abschoß. Sehr gut war auch die Uebung von Braun, aber ein kleiner Patzer kostete wertvolle Zehntelpunkte. Immerhin lag der Dortmunder vor Beginn des Reckturnens nur. Vio Punkt hinter dem gleichmäßig turnenden Eris Wied zurück, und so wurde das abschließende Tur­nen am Reck auch gleichzeitig zum Höhepunkt der Veranstaltung. Erich Wftd turnte eine saubere Uebung und bekam 19,6 Punkte, während Braur nur eine19" schaffte und damit Zweiter blieb Reichsfachamtsleiter Martin Schneider nahir anschließend die Siegerehrung vor. Umrahmt mar das Kürturnen von Vorführungen der Mainzer Turnvereine. Ergebnisse:

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