gestrigen Sonntagnachmittag trafen sich e Kameraden der Kriegerkameradschaft 1874
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wieder bei der beklagten Firma ein. Für den Kläger war jedenfalls jetzt kein Platz mehr, und am 15. Januar d. I. wurde er fristlos entlassen, obwohl das Arbeitsamt der beklagten Firma auf deren Anfrage mitgeteileit hatte, daß der Kläger nicht fristlos entlassen werden könne. Von der beklagten Firma wurde behauptet, der Kläger sei den an ihn gestellten Anforderungen nicht gewachsen gewesen, er sei auch schwerhörig, was er bei der Einstellung verschwiegen habe. Trotzdem ihr diese Mängel bekannt waren, hatte die Firma das Dertragsverhält- nis fortgesetzt und sich so des Anfechtungsrechtes begeben. Nach der Tarifordnung für den Groß- und Einzelhandel im Wirtschaftsgebiet Hessen kann eine Probezeit, die d r ei Monate übersteigt, nicht vereinbart werden. Die Vereinbarung der sechsmonatigen
Probezeit war daher unwirksam. Da bet der Einstellung des Klägers unmißverständlich zum Ausdruck gebracht worden war, daß die Einstellung auf Probe erfolgte, kann der Vertrag auch nicht als A r b e i t s v e r t r a g für die Dauer von sechs Mo, naten angesehen werden. Dem Kläger konnte sonach
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nur das Gehalt bis zum 15. Februar d. 3., dein Tage des Ablaufs der dreimonatigen Probezeit zugesprochen werden. Im übrigen wurde die Klag« abgewiesen. Gegen das Urteil ist die Berufung an das Landesarbeitsgericht zulässig.
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Gießen, den 6. Dezember 1941.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.
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Klarer Kußbattsieg in Breslau.
Deutschland besiegt die Slowakei 4:v (3:0),
Im 4. Fußball-Länderkampf zwischen Deutschland und der Slopakei (gleichzeitig das 25. Kriegs-Län- derspiel des deutschen Fußballsports!), der am Sonntag vor 30 000 Besuchern in Breslau vor sich ging, kam die deutsche Vertretung mit 4:0 Toren zu einem eindrucksvollen Sieg. Die Tore wurden erzielt durch die Stürmer Walter, Durek und'Conen (2). Die deutsche Elf bot eine abgerundete Leistung. Gut gefiel der Angriff, in dem die jungen Wiener Außenstürmer Riegler und Durek für den nötigen Schwung sorgten. Beim Gegner verhütete Torwart Reimann eine höhere Niederlage.
innerung anläßlich des Weihnachtsfestes und Jahreswechsels gesandt wurden. Der Inhalt dieser Päckchen wird den Empfängern sicherlich große Freude beteilen. Jrn weiteren Verlaufe des Appells wurden noch die Vorbereitungen zu der alljährlich üblichen Familienfeier der Kameradschaft am zweiten Weihnachtsfeiertage besprochen. Grüße von Kameraden bei der Wehrmacht bekanntgegeben und dabei die unlösbare, enge Verbundenheit der Front und der Heimat erneut betont. Im Anschluß an den dienstlichen Teil blieben die Kameraden noch einige Äeit in kameradschaftlichem Gedankenaustausch beisammen.
Rnegettamerafrfdjaft 1874 Gießen.
Hatten schon die Pflichtübungen beim turnerischen Reichswettkampf der jungen Meisterklasse in Mainz die vorzügliche Schulung und das Leistunasver- mögen des Nachwuchses klar herausgestellt, so wurde diese Feststellung noch beim sonntäglichen Kürturnen erhärtet. Besonders beim Endkampf der „zwölf Besten" wurden Leistungen gezeigt, die die 3000 Besuchern in der Mainzer Stadthalle begeisterten. Der Württemberger Erich Wied vom Tv. Stuttgart-Münster, der sich schon als bester Pflichtübungsturner erwiesen hatte, ließ sich die Spitze nicht nehmen und sicherte sich mit insgesamt 194,6 Punkten (97,4 Pflicht und 97,2 Kür) den Reichssieg. Zweiter wurde der Westfale Ernst Braun (Dortmund) mit 193,9 Punkten, den dritten Rang besetzten gemeinsam Erwin Linke (Neumünster/WH.) und Theo Wied (Stuttgart) Mit je 192,3 Punkten.
Der Endkampf verlief überaus spannend. Beim Kürsprung am Pferd wurden der Kreuznacher Schne p f und der Dortmunder Braun mit je 19,9 Punkten (die volle „20" wurde am Sonntag überhaupt nicht vergeben!) am höchsten bewertet. Am Barren war Linke (Neumünster) mit 19,7 der Beste, während an den Ringen alle Endkampfteilnehmer hinter dem Hannoveraner Koppey zurückstehen mußten, der bereits am Vormittag 19,9 erzielt hatte und nicht mehr erreicht oder übertroffen werden konnte. Ein Erlebnis war das Bodenturnen, bei dem der Kreuznacher S ch n e p f mit
zahlreiche Kameraden der Kriegerkarneradschast 1874 Gießen im „Burghof" zum letzten Karneradschasts- appell in diesem Jahre. Kameradschaftsführer Dähn gedachte zunächst der in diesem Jahre verstorbenen Angehörigen der Kameradschaft, wobei er die Gefallenen des jetzigen Krieges in die dankbare Erinnerung mit einschloß. Sodann gab er in großen Zügen einen Rückblick äuf die hinter uns liegenden zwei Kriegsjahre mit ihren unvergänglich ruhmreichen Taten der an allen Fronten siegreichen deutschen Wehrmacht, lenkte dabei die Gedanken besonders auf den gegenwärtigen schweren und siegreichen Kampf unserer Soldaten gegen die Weltgefahr des Bolschewismus und betonte, daß die. deutsche Heimat mit starkem und unbedingtem Vertrauen zum Führer und zu unserer sieg- und ruhmreichen Wehrmacht auch in den dritten Kriegswinter eingetreten ist. Weiter teilte der Kameradschaftsführer mit, daß den im Felde stehenden zahlreichen Kameraden aus der Kameradschaft Feldpostpäckchen zu Weihnachten zugeschickt wurden.
Hierauf hielt Kamerad Grießbauer, der frühere Kameradschaftsführer der in die Kriegskameradschaft 1874 übernommenen ehemaligen 222er, einen fesselnden Vortrag über das Thema „Die Kriegsfreiwilligen von 1914". Er rief m feinen Darlegungen die Erinnerung wach an jene großen Tage vor 27 Jahren beim Ausbruch des ersten Weltkrieges, da überall in Deutschland Mll- lionen von jungen Kriegsfreiwilligen aller Stände und Berufe sich zu den Waffen drängten, um teilzuhaben an dem großen Einsatz für die Freiheit und das Leben des deutschen Volkes, das auch damals durch den von England angezettelten Krieg in seiner Aufwärtsentwicklung gebrochen werden sollte. Dor dem geistigen Auge der gespannt lauschenden Hörer wurden die Aufstellung und die Ausbildung sowie der Fronteinsatz der jungen Kriegsfreiwilligen-Regimenter von 1914 lebendig anhand des Beispiels, das der Vortragende aus der Kriegserinnerung des damadigen Reserve-Jnfan- terie-Regimentes 222, das mit einem Bataillon m Gießen ausgestellt wurde, in allen Phasen schilderte. Man bgleitete die junge Truppe bei ihrem ersten Einsatz im Westen und dann bei ihren ruhmvollen Waffentaten in Polen am Südslügel der großen Schlacht um Lodz im Dezember 1914, ferner auch bei ihrem schweren Kämpfen und Bluten in den Karpathen und schließlich wieder im Westen vor Verdun im Mai 1916. Der Vortragende, der als Kompanieführer die junge Truppe mit auf gestellt und dann auch im Kämpft bis zu seiner schweren Verwundung mitgeführt hatte, weckte mit seinen Schilderungen bei den alten Frontkameraden und insbesondere bei den ehemaligen 222em zahlreiche persönliche Erinnerungen und gab zugleich ein packen
des Bild der Hingabe und Opferfreudigkeit deutscher Soldaten, die auch in den jungen Kriegsfreiwilligen von 1914 würdige Waffenkameraden hatten. Der Ruhm jener jungen Regimenter wird in der Geschichte des ersten Weltkrieges für immer feinen Platz behalten und kann auch vor dem Heldentum der Kämpfer des jetzigen Krieges bestehen..
Im Anschluß an den mit lebhaftem Beifall ausgenommenen Vortrag verbrachten die Kameraden noch einige Zeit in guter Unterhaltung beim Austausch ihrer Kriegserinnerungen.
Volksdeutsche Verkaufsausstellung des VDA.
In der Aula des Gymnasiums wurde am Samstag und Sonntag im Auftrag des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland (VDA.) eine Verkaufsausstellung von volksdeutschen Arbeiten gezeigt, die einen Einblick gab in die Intensität nut der unsere volksdeutschen Brüder jenseits der Grenzen und in den zurückgeführten Gebieten bemüht sind, Gegenstände des täglichen Lebens künstlerisch zu gestalten. Fräulein Em melius als Sachbearbeiterin hatte die mühevolle, aber dankbare Aufgabe übernommen, die Ausstellung und den Verkauf der vielen Gegenstände durchzufuhren. Sie fand dabei die volle Unterstützung des Kreisverbandsleiters des VDA., Studienrat S ch w a r z, und einiger weiterer Mitarbeiter der VDA.-Sache.
Der Besuch der Ausstellung war fthr stark, am Samstag sogar als hervorragend anzusehen, und war Beweis für das große Interesse, das in unserer Stadt dem VDA. und seinen Bestrebungen entgegengebracht wird. Aber auch der Verkauf der schönen Gegenstände, von denen vielen Kunstwert zuzusprechen ist, ließ nichts zu wünschen übrig. Die Nachfrage nach vielen Gegenständen war so groß, daß leider nicht alle Ansprüche- befriedigt werden konnten und viele Nachbestellungen erfolgen mußten. Die Ausstellung brachte u. a. schmiedeeiserne Leuchter und Aschenbecher in wunderbarer Ausführung, ferner Wandtaftln, holzgeschnitzte Figuren und prachtvolle Krippenhäuschen. Daneben sah man handgearbeitete Trachtengürtel, schöne Buchhüllen und prächtige Handarbeiten aus Siebenbürgen. Die Volksdeutschen aus der Slowakei waren mit kostbaren Habaner-Keramik-Gegenständen vertreten. Von unseren heimgekehrten Brüdern im Sudetenland stammten praktische Glaswaren wie Schalen und Vasen. Besonderen Gefallen erregten die wunderbar gearbeiteten Egermann-Becher mit den Tiermustern. Die Erinnerung an die wieder ins Reich heimgekehrten Städte wurde durch Wappenkacheln mit 'Stadtwappen wachgeh alten, fo aus Eupen- Malmedy, Memel, Bromberg, Posen, Reichenbexg-, Eger, Wien und aus Schleswig-Holstein. Da wegen Weihnachten besonders nach Spielzeug gefragt wurde, waren die herrlichen, zum Teil handgebastelten Gottschee-Spielzeuge in kurzer Zeit vergriffen; viele der schönen handgewebten Gürtel und der Buchzeichen wären noch gekauft worden.
Dom Arbeitsgericht Gießen.
Ein Angestellter klagte gegen eine Firma in Gießen auf Zahlung des Gehalts für die Zeit vom 15. Januar bis 15. Mai d. I. Der Kläger war am 15. November 1940 als Geschäftsführer der beklagten Firma gegen ein Nettomonatsgehalt von 350 RM. eingestellt worden. Die Einstellung erfolgte auf Probe, und zwar für sechs Monate. Am 20. Dezember 1940 trat der frühere Geschäftsführer
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Gerät-Zehnkampf (Meisterklasse 1918 bi< 1923): 1. und Reichssieger Erich Wied (Stuttgart? Münster) 194,6 P. (97,4 + 97,2); 2. Ernst Braun (Dortmund) 193,9 (96,6 + 97,3); 3. Erwin Link« (Neumünster/WH.) 192,3 (96,8 + 95,5) und The: Wied (Stuttgart-Münster) 192,3 (96,6 4- 95,7)
Heinz Schnepf (Bad Kreuznach) 191,8 (94,S 96,9); 5. Karl Kamps (Düsseldorf) 191,5 (94,4 97,1); 6. Heinz Walter (Essen/WH) 191,3 (95* 95,7); 7. Leopold Frenze! (Leipzig) 190,3 (94,7 95,6); 8. Adolf Doßler (Würzburg) 187,2 (930 94,2); 9. Horst Röscher (Warnemünde) (186,5 (92 6 + 94,3); 10. Albert Steidle (Hüttlingen' Württ.) 185.7 (92,9 + 92,8); 11. Werner Günlhe: (Gera) 185,6 (93,1 + 92^X
19,9 den Vogel abschoß. Sehr gut war auch die Uebung von Braun, aber ein kleiner Patzer kostete wertvolle Zehntelpunkte. Immerhin lag der Dortmunder vor Beginn des Reckturnens nur. Vio Punkt hinter dem gleichmäßig turnenden Eris Wied zurück, und so wurde das abschließende Turnen am Reck auch gleichzeitig zum Höhepunkt der Veranstaltung. Erich Wftd turnte eine saubere Uebung und bekam 19,6 Punkte, während Braur nur eine „19" schaffte und damit Zweiter blieb Reichsfachamtsleiter Martin Schneider nahir anschließend die Siegerehrung vor. Umrahmt mar das Kürturnen von Vorführungen der Mainzer Turnvereine. Ergebnisse:
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