Ausgabe 
8.4.1941
 
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Ge-

aus

des

unter hartnäckigen Kämpfen planmäßig fort. Starke

30 n?

3m Südosten drangen einige feindliche Flugzeuge

Brückenköpfen hinzutrat. Befehlsgemäß verlief diese

Insbesondere erhielten der Hauptbahnhof von Belgrad und eine Pontonbrücke über die Do­nau ostwärts Belgrads, ferner einige Trans- p o r t z ü g e schwere Treffer. Zahlreiche Groß­brände wiesen noch in der Nacht den deutschen

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planmäßige Fortschritte unter hartnäckigen Kämpfen

gensatz zum Feind, der erhebliche Einbußen an wichtigen Stellungen sowie Verluste an Gefangenen, Verletzten und Gefallenen erlitt, sind die deutschen

immer nachprüfen konnten, wenngleich das Dor« handensein großer Rudel dieser Raubtiere nichts Neues war.

Endlich breitet sich der Fluß hinter Sweti Wratsch wieder in einem fruchtbaren Becken aus. Die Dör­fer verraten den Reichtum der Tabakbauern und Winzer. Am Pirin-Hang liegt die am Balkan viel­genannte Weinstadt M e l n i k, in der Nähe das orthodoxe KlosterRoschen-Monasttr". Eine Ge­birgsstraße verbindet das Tal mit dem im Pirin gelegenen Kohlenbergwerk der bulgarisch­deutschen Gesellschaft Granitoid. Während die Land­

kraftfahrzeugen wurde eingebracht. I schwer beschädigt. Sieben eigene Flugzeuge gingen

3m Seegebiet um England versenkte die verloren.

Luftwaffe am gestrigen Tage vier Handels-I ---------

schäft hier von den schroffen und pittoresken Zacken des Gebirges abgeschlossen wird, bildet der aus Jugoslawien kommende Nebenfluß Strumitza einen natürlichen Weg in das geschichtliche inter­essante und bis 1919 hart umstrittene Strumitza- becken. Die Strumitza mündet unweit des Städt­chens P e t r i t s ch in die Struma. Petritsch ist auch der Endpunkt der Kleinbahn: deren geplante Fort­setzung bis zu dem Grenzort K l j u t s ch , das auf deutschSchlüssel" heißt, ist leider bis heute noch nicht begonnen worden. Die Struma verläßt bei dem bulgarisch-griechischen Grenzort K u l a t a. bul­garisches Gebiet, doch gibt es bis zur nächsten grie­chischen Bahnstation nur eine wenig befahrene schlechte Sttaße. Verlockend steht ein unwahrschein­lich blauer südlicher Himmel über der Landschaft, die sanft in die Ebene hinabgleitet. An ihrem Ende rauscht das warme, aber auch immer leidenschaft­lich umkämpste Aegäische Meer.

störung von Eisenbahn-, Straßen- und Brückenanlagen durch die Seichen Hin­weisen.

teren Verlauf dieses Kampfes kann auch die Tat­sache nichts ändern, daß der Gegner durch Straßen- und Brückensprenguntzen den deutschen Vormarsch zu hindern sucht.

Wie an dieser Stelle sind die deutschen Truppen überall an der neu entstandenen Front im Begriff, den Operationsraum zu er­weitern. Dabei nahmen sie schon in den Vormittags­stunden nicht weniger als neun Bunker, und trotz Mienen- und sonstiger Sperren erreichten be­reits am Nachmittag Spähtrupps einer Radfahr­schwadron eine bedeutendere Stadt. Einige Mur-Brücken fielen unversehrt in deutsche Hand, bei M. durch das kühne Verhalten eines Un­teroffiziers, der sich unter der Brücke hindurch an das jugoslawische Ufer heranpirschte und die bereits für die vorbereitete Sprengung angelegte Zünd­schnur durchschnitt. Im schnellsten Vorstoß wurden zwei Grenzschutzkompanien etwa 300 Mann gefangen genommen. Ein Teil der Leute war noch in Zivil, da sie nach der General­mobilmachung der jugoslawischen Armee erst am Abend vorher eingetroffen waren. Systematisch sind dann die deutschen Infanterie- und motorisierten Einheiten an die Durchkämmung des ganzen in Be­sitz genommenen Geländes herangegangen.

Ein Tsil der westlich vorgehenden Truppen hatte es insbesondere mit der Wegnahme von hohen zu tun, während im Stromgebiet noch die Inbesitz­nahme von Flußübergängen und die Bildung von

hier

(PK.) . . . ., 8. April. (DNB Funkspruch.) Unter den Stellen, an denen das deutsche Heer zum Gegen­angriff gegen die in Offensive befindlichen Streit­kräfte der Engländer und die mit ihnen gemein­same Sache machende serbische Armee im Südosten angetreten ist, besitzt d i e deutsch-jugosla­wische Grenze eine besondere Bedeutung, weil hier unmittelbar deutsches Reichsgebiet bedroht war. Dieser Grenzabschnitt in den Reichsgauen und Kärnten hat eine Ausdehnung von rund 325 Kilometern Während sich südlich der Ka­rawanken der Ostteil der Iulischen und die Steiner- Alpen als ausgesprochenes Hochgebirge mit wasserscheidenden Rücken zwischen markanten Tä­lern erstrecken, ftnft sich das Gelände nach Osten zu ab. Etwa von Unterbrauburg bis Marburg weist das Bacher-Gebirge noch hohe, teilweise steilere Mittelgebirgsformen auf, um dann über ein schwach zerschnittenes Plattenland zwischen den Flüssen Drau und Mur in Hügelland und Ebene abzufallen.

Im Morgengrauen des 6. April überschritten deutsche Späh- und Stoßtrupps diese Linie, die sich von den Karawanken und dem Loibl-Paß etwa auf der höhe von Klagenfurt über das Bacher» und Windisch-Bühelgebirge zwischen Straß und Radkersburg einem Stück der Mur folgend bis zur ungarischen Grenze er­streckt. Mit Gelassenheit nahm die Trupve am Sonntagfrüh den Befehl zum Antritt auf. In den kleinen sauberen Dörfern und Marktflecken der süd­lichen Steiermark herrscht ein lebhaftes Treiben. Aus der Dämmerung der Nacht treten die bewal­deten höhen zunächst in zaghaften Umrissen, dann von Minute zu Minute deutlicher hervor. Jenseits des kleinen Grenzbaches liegt auf einer Anhöhe das Wachgebäude der jugoslawischen Grenztruppen. Es beherrscht zusammen mit irgendwo im Gelände liegenden MG.-Stellungen und Bunkern die über den Grenzbach führende Brücke und die dort verlaufende Sttaße.

An einen Infanterie-, Pionier- und einen

Zahl von feindlichen Flugzeugen wurde in Luft- in Nordweskdeulschland und Frankreich. Drei feind- I liche Flugzeuge wurden hier durch 3äger, zwei

3n Libyen warfen deutsche und italienische durch Flakartillerie, eins durch Dorposienbooke ab- Schnelle Verbände feindliche Nachhuten nordost- geschossen» 3m Südosten wurden nach bisher vor-

Dienstag,8 AprllMI

Annahme von Anzeige« für die Dttttagsnummer bis 8'/, Uhr des Vormittag-

Anzeigen-Breite r

Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm üeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Beilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel 8 Plavvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr

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AbbruchderdiplomatifchenBeziehungen zwischen England und Ungarn.

B u d a p e ft, 8. April. (DNB. Funkspruch.) Der englische Gesandte in Budapest, Owen St Llalr Nalley, hat dem ungarischen Mnisterpräsidenten und Außenminister von Bardossy mitgeteilt daß Großbritannien die diplomatischen Beziehungen zu Ungarn abgebrochen habe. Der englische Gesandte erbat die möglichst schnelle Ausstellung der Pässe.

Matsuoka in

Moskau, 7. April. (DNB.) Der japanische Außenminister Matsuoka traf Montag vormittag auf dem weißrussischen Bahnhof in Moskau ein. Zum Empfang hatten hatte sich u. a. eingefunden: der stellvertretende Volkskommissar des Auswär­tigen, Losowski, der japanische Botschafter in Moskau, Tatekawa und die Botschafter und Ge­sandten der dem Dreimächtepakt angehörenden Staaten. Nachmittags begab sich Matsuoka zu einer Besprechung mit dem sowjetrusiischen Regierungs­chef und Außenkommissar Molotow

Matsuoka an Ribbentrop.

Berlin, 7. April. (DNB.) Der japanische Außenminister Matsuoka hat dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop folgendes Telegramm übermittelt:hörte heute morgen ihre Rundfunkerklärung über die jugoslawische und grie­chische Lage an und erfuhr zugleich, daß die deutsche Armee angetreten ist. E i n heil dem Führer, Eurer Exzellenz und der deutschen Regierung von dem letzten Bahnhof, Malkinia, wo ich von Deutsch­land Abschied nehme und Ihnen Glück und Erfolg wünsche, gez. Posuke Matsuoka."

Handelsschiffe mittlerer Größe. Ferner rich­teten sich wirkungsvolle Angriffe gegen ha^fen- a n l a g e n an der Ostküsle der britischen 3nset Am 4.April gelang im Bristol-Kanal südostwärts Pembroke ein besonders erfolgreicher Angriff aus niedrigster höhe auf einen G e l e i t z u g. Drei Handelsschiffe von insgesamt 22 000 BRT. wurden so schwer beschädigt, daß mit ihrem Totalverlust gerechnet werden kann. Ein weiteres Handelsschiff trug schwere Beschädigungen davon. Die Luftwaffe zerstörte damit in Tier Zeit vom 4. Avril bis zum 7. April früh insgesamt 1 3 Schiffe mit rund 52 000 BRT. und fügte noch 14 weiteren Handels­

schiffen starke Schäden zu.

Kampfflugzeugen den Weg zu einem vierten 2(n-| Die feindliche Fliegertätigkeit war sehr gering, griff auf die Festung Belgrad. Außerdem wurden """ *"

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schiffe mit zusammen 16 000 BRT. Zwei weitere lgroße Handelsschiffe, darunter ein Tanker, wur- Berlin, 7. April. (DNB. Funkspruch.) Das den'schwer beschädigt. 3n der Nacht zum 7. April Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: !erzielten Kampfflugzeuge Bombentreffer auf drei

An der Sübo ft front schreitet der Angriff " '

|ürf) bis zum Herbst kahlgefressen haben. , yciiyuncm «uvvficu ivuivtu uuu> uuc-

IDie Struma ist nicht immer so harmlos, als sie wärls und südostwärts Benghafi und wehrten einen liegenden Meldungen 35 Flugzeuge im Luft- rcbe jetzt tut. In zahlreiche Arme zerrissen, schleicht Gegen st feindlicher Panzer erfolgreich k a m p f abgeschosfen, 54 Flugzeuge am B o - ik träge durch den Sand, kriecht unter in hohem ah. Zahlreiche Beute an Gefangenen, Waffen und den zerstört und neun weitere am Boden pigen gebauten Brucken hindurch, treibt da und 1 3

Der Einmarsch nach Slowenien.

Brückenköpfe und beherrschende Höhen besetzt.-Handstreich auf Bunker und Klußübergänge

Von Kriegsberichter Kiekheben-Schmidt.

In der Dreiländerecke zwischen Struma und Maritza

Von unserem R. H.-Korrespondenten.

Schon bei Dupniza wächst fast unvermittelt irn gemächlichen Tal das verwitterte Massiv

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M. Jahrgang ttr 83

«Eriltieim i a n i i d). außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die.Illustrierte «Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Monats-Berugovreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr. .25

auck bei Nichterscheinen yon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt yernsvrechanschluß 2251 Dwhtanschrift:,,Anzeiger" Voltscheck 11686 Tranks. M

Schützenzug ergeht der Befehl, sich in den Besitz des Hauses zu setzen und hie Bunker auszu­heben. Die Züge stellen sich bereit. Unendlich ,.... ,

langsam verrinnen die Minuten. Plötzlich peitscht Aktton von den frühen Morgenstunden bis zum vom jugoslawischen Zollgebäude an der Brücke her Sonntagnachmittag im züchgen Schwung und unter ein Gewehrschuß in die Stille hinein. Los! Die Brechung feindlichen Widerstandes an mehreren beiden Züge, setzen sich, in Bewegung. Wiesen, j Stellen. Als sich die Sonne neigte, waren d i e b e >

flat eine Mühle und läßt sich von zahllosen eis- to/en Bächen nähren, die sie von links und von M»ts in ihr Bett aufnimmt. Das Rilarnassiv wird ibrch ein Bergtal abgeschlossen, an dessen Auslauf Äft Städten Gorna Dschurnaja liegt. Dort be- Dmt linkerhand, in einem weiten Bogen nach pitien schwingend, der wilde einsame Gebirgszug i$ rin-Planina, dessen Felsen allerlei kostbare »iätze, wie Kohle, Silber, Kupfer und Eisen * figen.

!>er höchste Berg in diesem sehr zerklüfteten hoch- ilügszug ist der El Tepe, der nur fünf Meter irriger ist als der Musalah. In seinem Schatten ttt ein idyllischer schwermütiger See. Sein Wasser ießt in das parallel zur Struma verlaufende Tal *t Mesta, die, eingeschnitten zwischen Pirin und hrdopen, erst nahe der griechischen Grenze in eine t te Talfurche mündet, um jenseits der ©reru- iiie dem griechischen Namen N e st u s anzuneh- etr. Die Mesta rinnt dann sehr gemächlich durch is thrazische Hügelland, bis sie gegenüber der Jn- 1 Thasos ins Aegäische Meer strömt. Während >r der Struma über das Pirin-Gebirge nur eine | lüge steile Straße führt, hat das Mestatal im , Di)en einen Ausweg nach Plovdiv und liegt gegen li^chenland offen da.

|2ie Romantik des Sttumatales beginnt eigentlich fit mit dem grandiosen, etwa vierzig Kilometer Ms-en Durchbruch zwischen dem freundlichen Dorf» Mi Simitli und dem Städtchen Sweti 7 tsch. Er hat auch eine historische Berühmtheit e!- igt, weil in der wilden Schlucht im zweiten Ml' ankrieg 1913 der griechische Thronfolger mit In r Armee von den Bulgaren gefangen worden 's! Die in den letzten Jahren vom, bulgarischen Ar- ht dienst tadellos ausgebauten Straße, die neben te Kleinbahn herläuft, weist gefährliche und be- icatzigenbe Kurven.auf, die von dem Autofahrer Uif«e Geschicklichkeit verlangen. Die oberen Fels- Pl'hen dieser Schlucht waren noch vor zwanzig »h>en von den Bergbauern in mühseliger Arbeit ! > i errlichen Weingärten ausgebaut worden, doch

| Die Reblaus diese Kulturen völlig vernichtet.

De zum Teil noch gar nicht erforschten geheim- tt-tDflen Urwälder liegen hinter buschbewachsenen ig ln im Hochgebirge des Pir i n. In einem ; airae sahen wir vor dem Hause eines Kürschners te mollige Fell eines braunen Bären hängen, i '8r traten in den Laden und fragten nach dem »eis. Der Mann wollte dafür 1400 Lewa haben, «h etwa 35 RM. Treuherzig wies er aber auf tiritae kahle Stellen und meinte, der Bär habe lei- : te ichon 'da und dort Glatzen, was auf em be-- : ivliliches Alter schließen lasse. Er würde uns bald ,(h Perle von Fell verschaffen. Unseren Hinweis, i te5 ßa der Abschuß von Bären auf Jahre hinaus Piloten worden fei, tat der Händler mit bem . Shtieis ab, wenn wir ihm vertrauten, würde sich : IH Meister Petz schon mal im Gerölleerschla-

t* Wir beschlossen, mit unserem Kürschner spa­te n Geschäftsverbindung zu treten Unterwegs km wir auch die tollsten Geschichten von Wolfen lüschweinen, Dachsen und Füchsen,, die mir nicht

Einmalige Chance"mißachiei

Nach dem Aufruf des Führers an das deutsche Volk und dem weiteren Ausruf an die Soldaten der Südostfront haben die schon bisher veröffenttichten amtlichen Dokumente jede nur gewünschte Klarheit über die Anzettelung der Balkanverschwö­rung gegen Deutschland gebracht. Schon mit den bisherigen Veröffentlichungen, ist die Schuldfrage bis ins letzte geklärt. Die amtlichen Dokumente bringen darüber eine Fülle von unanfechtbaren Daten und Tatsachen. Daraus geht hervor, daß beide Staaten, sowohl Jugoslawien wie Griechenland, schon seit dem Sommer 1939 die heutige militärische Zufckm- menarbeit mit England vorbereitet haben.

Gleichfalls haben sich beide Staaten einer unge­wöhnlichen Unehrlichkeit und Niederträchtigkeit schul­dig gemacht insofern, als beide Deutschland gegen­über in geheimer Uebereinftimmung mit Eng­land und Frankreich den Schein des guten Ein­vernehmens auf alle Weise zu wahren versuchten. Das ging so weit, daß der griechische Gesandte so­gar bei den ernsten Vorhaltungen, die der Reichs­außenminister von Ribbenttop ihm in Fuschl hin­sichtlich der englischen Truppentransporte nach Grie­chenland machte, diese englischen Transporte genau so rund heraus leugnete, wie es die griechische Re­gierung noch bis in dieses Jahr hinein getan (jat.

Es ist in der Tat einegeschichtliche einmalige Chance" gewesen, wenn Deutschland ungeachtet der längst erwiesenen Zusammenarbeit Serbiens und Griechenlands mit den Westmächten gleichwohl den beiden Balkanstaaten noch bis zum 5. April d. I. jede Gelegenheit bot, ihre ebenso gewissenlose wie politisch instinktlose Haltung zu revidieren.

Damit kommen wir zu dem bestimmenden lln- terschied in der Haltung Deutschlands und Englands gegenüber den beiden Balkanstaaten. England und bis zu seinem Zusammenbruch auch Frankreich hatte kein anderes Ziel irrt Auge als die beiden Staaten in den englischen Krieg hineinzu­ziehen. Deutschland dagegen suchte den Jugosla­wen und Griechen den Frieden zu erhalten ja, ihn für diese beiden Völker zu sichern. Dabei ist zu bedenken, daß bei-de Balkanstaaten die Er­haltung des Friedens sowohl nach ihrer inneren Lage als auch wirtschaftspolitisch bitter nötig hatten. Jugoslawien und Griechenland konnten mithin ihre ureigensten lebenswichtigen Interessen nur dort wahrnehmen, wo ihnen nicht die Opferung für die imperialistischen Kriegsziele der Westmächte zuge- mutet, sondern die Erhaltung des Friedens garan­tiert wurde. Während England und Frankreich von den beiden Balkanstaaten unbegrenzte Kriegsopfer und damit ihren Ruin verlangten, forderte Deutsch, land nichts anderes als eine vernünf­tige M i t a r b e i t im Rahmen des neuen Europa und im übrigen die korrekte Innehaltung einer ech- ten Neutralität. Demgegenüber bezeichnete beispiels­weise die Belgrader Verschwörerclique die Ein­ladung an Jugoslawien zum Eintritt in den Drei- mächtepakt als einenVerstoß gegen die jugosla­wische Ehre". Jugoslawien und Griechenland haben den ihnen von Deutschland vorteilhaft gebotenen Frieden ausgeschlagen. Sie werden nun die lange Reihe der Opfer, die sich von England ins Verderben schicken ließen, nur noch verlängern.

bf ungen wird. Das Strumatal hingegen ist das I pirfter des bulgarischen Gebirgslandes nach dem ! feurigen Süden, nach Griechenland und dem Aegäi- [Ifcn Meer.

j Schon in dieser Jahreszeit spürt der Wanderer, br in Sofia noch den eisigen Windzug getroffen

Bk, die wohlige Wärme einer Sonne, die imstande , , y_

Hl dem Wein beschwingende Süße zu geben. In ^Flugplätze in Wittel- und Süd-3ugoslawien in die südliche Steiermark ein und warfen verein- ! fier Tälern blüht im Sommer die Baumwolle, wäh- mit nachhalttgem Erfolg bombardiert und mit zelt Bomben. Nennenswerte Schäden entstanden hEmh rxf.S b-T letzte Schnee leuch- Bordwaffen beschossen. Dabei gelang es, zahlreiche nicht. 3m Westen beschränkte sich die britische,Luft-

Jta Ä fl e ge n bie6 j uflo f 1^.ifc£e 57.?.°^"-!"etnid,lcn- 5in.e g.t0?e Waffe bei Tage unö In der Nach, auf küslenflüqe

Menge, von deren Hängen weiße Häuser her- Wi^rschimmern. Hier ist das Weidegebiet für Zehn- Wl sende von Schafen, die den Rasen und das Ge- " ~ Ä" ***'

Aecker, Höhen, Schluchten, einen Bach, Gestrüpp, fohlenen Tagesziele erreicht. Im Ge» Wege überwindend, sind sie fast zu gleicher Zeit ' ' ~ ..... - -

an dem Grenzhaus angelangt. Das Nest ist jedoch leer, die Betten unberührt.

1 !i I a - ® e b i r g e s empor, der Blick bleibt auf

im schneebedeckten Felsendach Bulgariens, dem FiuuuiuUiy ,uiu

/??ter hohen Musalah, haften. Ein reißen-! Teile der Luftwaffe unterstützten das Vorgehen des durch ein Heeres durch Aufklärung, Angriffe gegen Kolonnen, kFSd, mt bei" DZf3ba5 inni>,«tef)r9mifkt bes 3dnbeS. Wie

Aldern eingebettete Nationalheiligtum der Dul- I^e"s gemeldet, wurden die Festungsanlagen und gren, das Rila-Kloster, liegt. Jenseits des andere kriegswichtige Ziele in Belgrad bei Tage Üa-Massivs entspringt der sagenumwobene bulga= mehrfach von starken verbänden deutscher Kampf- riche Strom, die M a r i tz a, der in der National- flugzeuge mit vernichtender Wirkung angegriffen, fimne:Rausche, Maritza, mit Blut du Getränkte

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen ** 6ie6eH.9Sd)ulRra6e 7-9

Inzwischen ist es heller geworden, die beiden Ausfälle kaum nennenswert. Während des ganzen Züge gehen in Richtung der Straße weiter vor. ersten Tages waren südlich der steirischen Grenze Hier schlägt ihnen bald stärkeres Maschinengewehr- außerordentlich heftige Detonationen ver. feuer aus einem den nächsten Wegabschnitt beherr-' nehrnLar, die auf eine "immer weitergehende Zer» schenden Bunker entgegen. Die Infanteristen unter-' - --- -

laufen das Feuer, erreichen die gut getarnte Stel­lung und bringen nach wenigen Minuten schon durch eine geballte Ladung den Bunker zum Schwei­gen. In den ftühen Nachmittagsstunden ereilt auch einem zweiten Bunker sein Schicksal, und im wei-

. Sofia, April 1941.

Um in das Tal der Struma zu gelangen, fährt Fan von Sofia in südöstlicher Richtung über d e n Nladaja-Paß nach dem Bergstädtchen und tvhlenzentvum P e r n i k, von wo die Straße nach slüden abbiegt. Kurz hinter Pernik überquert man ir kleines, klares Flüßchen, das als ansehnlicher ilttom, die Struma, im Gvlf von Rendina i ii 5 Aegäische Meer mündet. Weiter nach Üüden nimmt die Landschaft immer stärker den , Cjarafter Griechenlands an. Die Dörfer werden teiter, schlanke Baumgruppen unterbrechen die kurten Vierecke der Felder, Bauern galoppieren auf l-inen struppigen Pferden oder lassen ihre Beine tage vom trippelnden Esel baumeln. Hinter dem iirträumhm Städtchen Dupniza beginnt dann le vorsintflutige Kleinbahn, die noch im Balkan- >-«g von bulgarischen Pioniertruppen zur griechi- d-en Grenze nach der BergstM Petritsch ge- :-ut worden war und später friedlichen Zwecken irtzbar gemacht wurde. Sie ist der einzige Schie- iirsttang in dieser abseitigen und von hohen Lrgszügen eingeschlossenen Welt.

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