8./0. mär j 19«
Sichrer Anzeiger ISeneral-Anzelger für Wechchen)
Nr. 57 Drittes Blatt
Die Bern
Hilfskreuzer im Weltkriege
ist unverzüglich gangen worven.
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Angewandter Tran
Von Karl Lerbv.
Möbelhaus JuM
daA . ^p/./v^cAcb/d .
MoVaU-Uv.^- 29/20 - täliMWbte 2/U.
unrecht, an die trockenen und weichen
tücfe seiner Werkstatt heran und schnitzle die Marien, die, umgeben von zierlichem Blattergerank und Gezweig, unvergänglich und in ewiger Schönheit aus dem Altar der Herrgottskirche zu Creglingen an der Tauber leuchten und blühen.
Die beiden Marien sind fränkische Bäuerinnen und Mägde, deren Schwestern sich noch heute in den Dorfgärten über die Beete voll Blumen und Gemüse beugen. Schwestern der fränkischen Mädchen, die noch heute mit nackten Füßen und geschultertem Bechen zum Heuwenden in die Main- und Tauberwiesen gehen.
schäften aus den Reihen der ehemaligen halten- d e u t s d> e ii 5V o r poratIon e n , der volk-deutschen akademischen Berbände und der zahlreich aus den alten Gauen des Reiche» ei»,gefetzten Alten Her- ren schon bereit. Angesichts der im Wartheland vorerst noch schwierigen Lebens- und Wohniingsverholt nisse ist der Betreuung und Unterbringung der Stu dierenden in Posen durch die bereits vollzogene Errichtung des Studenten werk» P o f e n erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet worden. Ein geplantes Studentenhaus wird an Größe und Ausstattung
Dabei bediene ich mich keineswegs irgendwelcher neuartigen und mit hochklingenden Namen belegten Flüssigkeiten, die den an sich unzweifelhaft unangenehmen Geschmack des Lebertrans fast unkenntlich machen, sondern ich greife aus den Tran in seiner von alters her üblichen ungemildcrtcn Form zurück^ und zwar weil idy a) jener leider altmodisch gewordenen Gewissenhaftigkeit huldigte, die sich, aller Neuerungssucht fern, vor verantwortungsvollen Entscheidungen an die fldycre Wir- kung des Bewährten halt; und weil ld) b) in der Scheu aller Lebensalter vor schlechtfchmeckenden Heilmitteln eine Berwcichlichung erblicke, die mit unnachsichtlicher spartanischer Strenge an mir selbst und anderen zu bekämpfen ein tiefempfundenes Pflichtgefühl mir gebietet."
„Keineswegs leugnen will ich", fuhr Bakelmann, eine Zwischenfrage beantwortend, fort, „daß sich der Durchführung meiner Anordnung in meiner Familie zunächst gewisse Schwierigkeiten in den Weg stellten. Meine Kinder — es sind vier an der Zahl ___ zeigten zunächst nicht übel Lust, sich gegen das Gebot aufzulehnen und in zügelloser Abneigung gegen den Geschmack des Trans die Pflicht zu finb lichem Gehorsam und zur Unterordnung unter die bessere Einsicht zu mißachten. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß ich diese Unbotmäßigkeit mit eifer- ncr Strenge unterdrückt bzw. geahndet habe.
seinesgleichen nicht haben.
*• ii ii n der Professoren und Dozenten
den Reichswirtschajtsmlnlster; aussal-
911111 spielte sich das Bild ab, wie es schon tau- sendfach geschildert worden ist. Zunächst dramatisch gestaltet durch das Moment der Ueberraschung! Schnell hatte man sich in Uebersee nach der Nle- derringung der deutschen Kamvieinheiten wieder In das Gefühl vollkommener Sicherheit zurückgesunden, ja außerhalb der Nordsee und des Mittelmeeres war sogar eine gewisse Sorglosigkeit in Erscheinung getreten. Da wirkte es wie ein Blitz aus heiterem Himmel, als von der „Möwe" her einem englischen 3000-Ionncr das Signal zu kam: „Stoppen Sie sosortl", begleitet von einer Granate, die vor dem Bug des Schisses krepierte. Die Sprach» war deutlich und eindringlich genug, der Engländer verstand und sügte sich in das Unvermeidliche. Ec ging mit seiner Besatzung aus die „Möwe" über, während sein mit Kupfererz beladenes Schis in den Fluten versank. Er sollte fld) nicht langweilen. Schon bald erhielt er Gejellschast, al» die Besatzung eines Kohlendampfero von dem gleichen Geschür
Oie Reichsuniversität Posen.
Bereits im September 1939, unmittelbar nach der Befreiung der Ostgebiete, gab der Führer den Auftrag, in der Gauhauptstadt Posen des Warteaaues eine Universität zu errichten. Es handelte fid) hierbei keineswegs etwa um eine Wiedererrichtung der ehe maligen Deutschen Akademie, an der ein wirklich planmäßiges Studium nicht durchgesührt werden konnte, sondern um eine der besonderen Bedeutung des wartheländischen Raumes entsprechende Neugründung, für die nur die Stadt Posen den geeigneten Boo-n abgeben konnte. Der Auftrag wurde später noch dahingehend ergänzt, daß die Eröffnung der Universität als Reichsunwersität n o d) während d c s Krieges erfolgen könne. Im Oktober desselben Jahres erging an den seinerzeit noch im Heeresdienst stehenden Leiter des Reichsstuden tenwerkes, - Sturmbannführer Dr. Hanns Streit, der gemeinsame Auftrag des Reichswis- senschaftsministers Rust und des Gauleiters und Reichsstatthalters Greiser, die Borbereitungen für den Aufbau dieser Universität in Posen in Angriff
schließlich Raumordnung.
Das für Posen besonders bedeutsame Fachgebiet der Agrarpolitik wird in dieser Fakultät von dem Ordinariat für „Agrarpolitik und Siedlungswesen" der Landwirtschaftlichen Fakulät mit vertreten. Die Landwirtschaftliche Fakultät wird dem Eharakter des Warthelandes als Kornkammer des Reiches und als echtes Bauernland enisvrechenb vielseitig besetzt werden. 21 verschiedene Lehrstühle — unter ihnen die für Pflanzenzüchtung. Milchwirt- sd-aft und Molkereiwesen, Technologie und Borratspflege der landwirtlchastlichen Erzeugnisse, Tierzucht und Haustiergenetik, lanbwirtschaftliches Bauwesen und Fisck-ereiwesen — überzeugen ohne weitere Begründung davon, daß hiese Landmirtsd)astlid;e Fakultät der neuen Reidisuniversität der Bedeutung, die der junge deutsche Osten für die gesamte Ernah rungswirtsd)aft des Reiches hat, entspricht.
Die Verwaltung der Reichsuniversität Posen wird eine K u r a t o r i a l v e r w a l t u n g etwa nach prcußisd-em Muster sein. Sie ist — wie der gesamte Rcichsgau Wartheland — selbstverständlich eine r e i ch s u n m i 11 e l b a r e Dienststelle. Die Berwaltung gliedert fick; wie üblid) in die staatliche unter dem Kurator und in die akademische unter dem Rektor. Für den Aufbau der Universität stehen neben den laufenden Haushaltsmitteln einschließlich der Schaffung der Wohnungvbauten von leiten des Rcichsflnanzministeriums 25 Millionen RM. in Aus- fidyt. Die großen Universitätsneubauten (einschließ- lid) der Kliniken) sind darin nicht eingeschlossen.
Außerhalb der auf die Fakultäten verteilten Seminare und Institute sind in Posen bereits folgende U n i ve rs it ä ts a nst a l te n vorhanden: Staats- und Universitätsbibliothek, Bucküammelstelle und Berschlußbücherei und das Hochschulinstitut für Leibesübungen. Die übrigen notwendigen Institute sind o angelegt, daß sie innerhalb der Fakultät und zu den Hörsalen benachbart liegen. Das wissenschaftliche Rüstzeug wurde laufend ergänzt; in den Büchereien und in der Ausstattung mit Apparaten konnten trotz mancher Schwierigkeiten wesentliche Lücken geschlos- sen werden. In der Landwirtschaftlichen FakuUat int) die Versuchsfelder und -gärten in unmittelbarer Nähe der Institute anyelegt worden. Eine besondere Entscheidung des Reichsführers -- in seiner Eigenschaft als Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums hat cs ermöglicht, der Reichsuniversität au^edehnte Versuchsgüter zur Verfügung zu stellen. Bemerkenswert ist die beabslch- tigtc Entwicklung der bereits erwähnten Bibliothek auf mehr als eine Million Bände. Die auf Weisung des Gauleiters Greiser errichtete Buchsammelstelle führt den wissenschaftlichen Einridytungen des Warthelandes und damit der Wissenschaftsarbeit des ganzen Reiches wertvolles Gcistcsgut in einem Umfange zu, wie es sonst erst in jahrhundertelanger Ar- beit zusammengetragen werden kann.
Es braudyt wohl nicht besonders betont zu werden, daß die Reichsuniversität Posen zum Studium nidyt nur im Osten beheimatete junge Männer und Frauen erwartet, sondern vor allem diejenigen deut- scheu Studenten und Studentinnen, die den aktiven Kampf des deutsdyen Volkstums gegen die Polen und die von diesem fremden Volkstum hinterlasse- nen Rückständigkeiten mitkämpfen wollen. Durch ihre großen Ausgaben, den Geist ihrer Wissenschaft lidyen Arbeit und durch ihre Einrichtungen will die neue Reichsuniversität die leistungsfähigen und kämpferischen Charaktere des deutschen Studententums anziehen. Die gegebenen Verhältnisse machen für die nächsten Semester nody eine ausdrückliche Zulassung zum Studium in Posen nötig. Für die zu bildenden Kameradschaften innerhalb des NSD.'Studentenbundes stehen die Altherren
vier Semester umfaßt. ,
Für die berufliche Ausbildung in den vorgeschrle« denen Bahnen wird die Reichsuniversität Posen in allen Fakultäten die üblichen Lehrstühle besitzen. Darüber hinaus aber wird sie als erste nationalsoziali- stische Neugründung einer deutschen Universität auch in ollen Fakultäten eine Anzahl neuartiger Lehrstuhle errichten. Dieses gilt in besonderem Maße für die Philosophische Fakultät, die ihrer starken Betonung v o l k w i s s n f dy q f 11 i dy c r Fächer wegen den Namen einer „Volks- und geisteswissenschaftlichen" Fakultät verdienen wurde. Hier wird es neben dem Lehrstuhl für deutsckye Vorgeschichte und für deutsche Volkskunde einen weiteren für Bolkslehre einsclyließlich Grenz- und Bolksdeutschtum geben. Erstmalig wird auch ein L e h r st u h l für R a s s e n p o l l t i k geschaffen und ebenfalls erstmalig neben einem für Musikwis- schäft ein solcher für Geschichte und Wesen desmuslkalischenVolksgutes. Völlig neuartig ist auch der Lehrstuhl für Geschuhte und Sprache des Judentums. Das stärkste Interesse verdient schließlich der Lehrstuhl für GeIstes - iind G l a ub e n s g-e sch i ch t e, auf dessen national- sozialistische Wirksamkeit besondere Hoffnung zu setzen man durchaus berechtigt ist. Sie alle und d,e weiteren Lehrstühle für Agrar- und Siedlung s g e s ch i ch t e einschließlich Bauern- und Wirtschaftsgeschichte, für Politische Auslandskunde und für Volks- und Landes- künde der Sowjetunion werden neben den übrigen Lehrstühlen diese Fakultät zu einer der
reit» geleistete Arbeit für die neue Relchsunlversi ät and) nur zu streifen. Ob es lid) um Arbeltsgemeiii- Idyaften zur Erforschung der Lebensbedingungen, ob e» ld) um die crften Bauten oder Einrichtungen handelt -- überall sind die vollen Voraussetzungen für die Aufnahme eine» geregelten Lehrbetriebes ge« (troffen worden. ..
Da» endgültige Gesicht der neuen Relchsunlversl- tät Posen, die bereit» am 20. April d. Jahre» IhrO Pforten öffnen wird, kann erst durch die vorgesehenen Neubauten großen Stil» gestaltet werden. Der Name Speer bü.zt dafür, daß die Gailhauptstadt bex Warthelande» auch hier da» erhalten wird, was ihrer heutigen uni) vor allem künftigen Bedeutung entspricht. So ist e» denn die Aufgabe der neuen Reichsuniversität, da» Gesicht de» jungen Osten« ruh hirell und geistig mit prägen zu helfen. Sie soll und wird da» lebendige Gewissen de» deutsdyen Geiste» für da» im Osten liegende Schicksal de» deutsdyen Volke» und seine» Reiches sein und bleiben. Mit dein '0. April d.I. beginnt ein neuer Abschnitt deutsdyen Kultursdyns en» im Schicksalsraum der Nation.
\V. Bormann
betroffen wurde.
Und so ging das weiter. Zwar wurden nicht alle Schiffe versenkt, sondern je nach Bedürfnissen behandelt, die sich aus den Ausgaben der „M uve ergaben. Da» größte Beutestück war das 7H00 Tonnen lunsassende englische Schiff „A p p a m", da» von Westasrika mit reicher Ladung, u. a. I Mill. Mark in Goldbarren, aber auch mit deutschen Kriegsgefangenen an Bord, sidy auf dem Weg» nach England befand. Da die „Möwe" allnnilylidy ihr Fassungsvermögen für Gefangene und Waren erschöpft halte, schickte nunmehr Graf Dohna dw „Appam" mit einer Prisenbesatzung nach den 'Bereinigten Staaten, die damals nody neutral waren. Er selbst begab sldy auf die Heimfahrt, die lidy trotz aller Aufmerksamkeit des Feindes ohne Hindernis vollzog. Unter dem Jubel der Bevölkenrng landelo er am 4. März 1910 in Wilhelmshaven. Er Hatto 58 000 Tonnen feindlichen Schiffsraum versenkt. Der Erfolg ermunterte. Ende 1910 lief die „Möwe zum zweiten Mal aus. Sie kam am 22. Marz 1917 zurück. Ende Dezember hatte sie den Prlsenbampseik m nrrombale" mit reicher Beute tu die Heimat entsandt Dm Ergebnis bei zweiten Kreuzerfahn betrug 27 Schiffe mit 123 500 Tonnen, die gleichfalls Im Atlantischen Ozean versenkt worden waren.
Den Stillen Ozean suchten sicky als Betätlgungs« selb die beiden Hilfskreuzer „Seeadler" und „W o l f". Ersterer richtete zwar in der stündlichen Schiffahrt der Südesee große Verheerungen an. ober ihm widerfuhr das Unglück, mit seinem Schiff an einem Riff zu scheitern. Er führte zwar den Kaperkrieg mit erbeuteten Fahrzeugen nody weiter, aber schließlich erlag er doch der feindlichen lieber*
Zu Tilmans Lebzeiten haben die gekrönte und die ungekrönte Maria des wunderbaren Altors den , roten Schleifstein auf der Hofreite gedreht, und daneben haben die Männer und Väter gestanden, um die Sensen und die langen Messer zu schleifen und zu schärfen. Die Stunde des Aufruhrs war gekvrn- men und die Bauernrache stürmte gegen Schloß und Kloster, um Vergeltung für lange Fron und Pein zu nehmen. Die holden Marien haben außerdem Reisig und Dornwerk, Steine und gekapptes Jungholz in die Hohlwege und vor die Tore der fränkischen Dörfer geschleppt, damit sich in den Hinder- Nissen die schwergevanzerten Ritter und Spießträger verfangen und verstricken sollten.
Iy Franken stehen allenthalben noch Brücken au» verwittertem Sandstein, darüber die Bauernmarien auf dem gefcheitelten Kopf den zweimal geknoteten Grasbund trugen. Langsam und gemächlichen Schrit tes, weil die Last schwer und drückend war, gingen ie'einher. Und auf den Brücken blieben die Bauernfrauen manchmal stehen, legten den Grasbund auf has abgescheuerte Sandsteingeländer und, atemholend sahen sie auf den Wasserspiegel nieder. Und der ruhige Wasserspiegel warf die Anmut der Ge- sichtszüge zurück, darin der weiße Schaum der frisch- gemolkenen Milch war, die Bräune des reifenden Sommerweizens und das blasse Rot der Heckenrosen, insgesamt alle Lieblichkeiten, die ein ländlickyes junges Weib in feinem Antlitz hat.
Man hat den Eindruck, als ob in dieser Landschaft zwischen Kunst und Wirklichkeit kein Unterfdyicb be- stünde Die mit entrückten Traumgesichtern und gefalteten Händen im Blatt- und Zweiggeranke des Altars stehen, wandeln mit Sichel und Rechen auf
Als der Bauernkrieg mit Feuer, Rauch und Blut durch die fränkischen Gaue zog, als unter dem wu- tenben Ritterfchmert die Blüte des Bauernoolkes niederfank und beim Mauersturm von geschleuder- len Steinen und sausenden Kugeln zerschmettert wurde, oder die stumpfe Müdigkeit einer aussichtslosen Flucht auf grundlos gewordenen Feldwegen ich dahinschleppte, da ging Tilman Riemenschnelder, der Bildschnitzer und Würzburger Bürgermeister ge. peinigt von Bauernnot und schreiendem Zeiten«
Dennoch habe ich mldi entschlossen, neben diese« unerbittlichen, weit wohlgemeinten väterlichen lln- Nachsichtigkeit die Betätigung kluger und nicht minder wohlgemeinter weiblicher List In gewissem Umfang zuzulassen. Nach einigen Bedenken, die sich gegen eine Belohnung selbstverständlichen Gehorsams richteten, gestattete ich, der wiederholten dring« lidyen Anregung meiner lieben Frau endlidy stott- gebenb, die Ausstellung eines Spartopse«, In den nach erfolgtem Einnehmen des Lebertrans je Kind und Löffel der Betrag von fünf Pfennig getan wurde. Ich ließ mldy dabei, obzwar mit einem gewissen Widerstreben, von der Erkenntnl, leiten, daß durdy die gewissermaßen mildernde Wirkung dieser Belohnung die Zuträglichkeit des Hell* mittels gesördert mlrt> — wie beim ja nun einmal solche Unwägbarkeiten seelischer Art bei ber körperlichen Gesunberhaltung eine nicht wegzuleua« nenbe Rolle spielen: unb baß solche Rechnung mit ber menschlichen Gewinnsucht in Ausnahmefallen zulässig sein könne, wenn ber gute Zweck so offen« sichtlidy ist unb üble Reben- ober Nachwirkungen mit aufmerksamer Strenge ferngehalten ober bö* fcltlgt werben können."
„Wunbern muß ich mich", fuhr Bakelmann, eine weitere Zmlsdyenfrage beantwortenb, fort, „baß Im Angesicht eines so völlig klarliegenden Falle» von Ihnen noch die Frage gestellt werben kann, in welcher Welse nach Füllung des Spartopses über dessen Inhalt verfügt wurde. 3dy stelle nicht In Abrede, baß mir aus dem Kreise meiner Kinder, die ich lelbflucrftänblldy hinsichtlich der gewünschten Ber« mendung des von ihnen gewillermaßen uerblenten Geldes befragte, einige leichtfertige, ja geradezu non Vergnügungssucht zeugende Vorschläge gl-macht mürben; während meine Hebe Frau Wünsche! äußerte, denen auf den ersten Blick ber Anschein einer gewissen Zweckmäßigkeit nicht abzusprechen mar, die aber einer Prüfung auf endgültige Notwendigkeit nicht standzuhalten nermoditen. Mit Stolz darf Idy sagen, baß idy allen blefen Versuchen gegenüber unerschütterlich und unbestechlich fest blieb unb teils durch eine zwingende logikbc Beweisführung, teils durdy drakonisdy burdygefülyrto Anordnung die einzig richtige Lösung durchsetzte: Die nämlich, daß ber Inhalt bes Spartopfes jeweils restlos für hie Anschaffung neuen Lebertrans auf*
zu nehmen.
Wie überall im Wartheland, so standen hier den am Aufbau beteiligten Männern ungeheure Schmie- rigkeiten im Wege, um so mehr, als die Polen die bereits vorhandenen Räumlichkeiten und Einrichtungen völlig verwirtschaftet hatten; überdies hatten fie die Akten und Zeichnungen der Baulickykeiten verschleppt oder ocriiidytct. trofobe andy hier an den Neuaufbau herangegangen worden.
Die Reichsuniversität Posen wii.'d eine Voll- Universität werben, die alle Fakultäten — außer der Theologischen — umfaßt. Fett steht die Errich- tung folgender Fakultäten: Philosophie, Rechts- und Wirtschaftswissenschaft, Naturwissenschaft, Medizin, Landwirtschaft und Tierheillunde; die Errichtung einer solckyen für Forstwissenschaft ist zur Zeit nody unentschieden. Die Tierärztliche Fakultät wird vor- erst nur mit dem Institut für Tierheilkunde an der Landwirtsdyaftlickyen Fakultät vertreten sein, bis sie nody Errichtung der tierklinischen Neubauten voll an- laufen wird. Die Medizinische Fakultät bietet bis zur Fertigstellung der notwendigen Klinikbauten nur das vorklinische Studium. Alle übrigen Fakultäten werden teils fofort ganz, teils in den wesentlichen Fächern mit ber Eröffnung zum Sommerst'mester 1941 ihren Lehrbetrieb aufnehmen. Dieses gilt besonders für die Landwirtsdyaftliche Fakultät und für das theoretische Studium der Medizin, das die ersten
frutbtbarften philosophischen Fakultäten überhaupt machen. ... , , ,.
In der Fakultät siir N a t u r w i s s e n s ch a s t e n werden die Lehrstühle für Biochemie, Pflanzen- geographie und für Biologisdye Zoologie ebenfalls den üblidyen Rahmen sprengen. Die Rechts - und W i r t j ch a f t s iv i s s e n s dy a f t l i cky e F a k u l« töt wird sidy im Ordinariat des Oeffentllchen Rech tes die besondere Berücksichtigung be» B o l k s- gruppenredytes und im E^traordinariat des Iugenbrechtev angelegen sein lassen. Außer dem wird im zweiten Lehrstuhl des 'Bürgerlidyen Rechtes das Bauern- unb Bodenr e dy t seine bevorzugte Behandlung finden. Das Handels-, Wirt- schafts- und Arbeitsrecht erhält eine eigene Profest jur ebenso wie im Wirtschaftswisst'nschaftlichen Sektor die Wiltschasts- und Verkehrsgeographie ein
Die. immer wiederkehrenden Meldungen von Sckylsf»Versenkungen Im Atlantischen wie Stillen I Ozean wecken die Erinnerung an die Vorläufer \ solchen deutschen Heldentums In Uebersee während j des Weltkrieges Ihrer Im besonderen ju gedenken, - gibt dieser Monat Anlaß, in dem vor 25 Jahren । ber Hilfskreuzer „M ö w e" unter seinem Morn man- । bauten Korvettenkapitän Burggraf n nd Gras Nikolaus zu D o h n a - S ch l o d l e n nach langer erfolgreicher Kreuzfahrt midy Wilhelmshaven zurückkehrte.
Der Gedanke, Hilfskreuzer auf hie Weltmeere zu entsenden, tauchte aus, als die deutschen Auslands- kreuzer sowie die bei Ausbruch des Weltkrieges zu Hilfskreuzern umgewaudelten Handelsschiffe von der überlegenen englischen Flotte niedergekamvfl worden waren. Da» beachtlichste Hindernis war die Seesperre, welche von der englischen Marine zwischen Norbschottland und Norwegen tnirdy Minen- st-Ider und Beobachtungsfahrzeuge durchgeführt mürbe. An eine Kanaldurchsahrt war bei her bama- ligeu Gesamtkriegslage natürlich überhaupt nicht zu denken. Wollte man also, wie man 1915 sagte, aus dem „nassen Dreieck" heraus, dann blieb nur ber Ausgang burdy die nördliche Nordsee. Im De .„'Uli. '! I'il . <!- hing e» dem (•■Imirii Onljim, ihn mit seiner „Möwe" zu gewinnen. Er war da» Ergebnis einer langen sorgfältigen Vorbereitung und kühner, umsichtlgerSchlffsführung.
Für die „Möwe" hotte sich Gras Dohna einen neuen Frachtdampfer von mittlerer Geschwindigkeit und einer Größe von 4500 Tonnen ausgesucht, ber audy für hie Aufnahme einer beschränkten Anzahl von Fahrgästen eingerichtet war. Die Bestlickung bestand ans einigen 15-em-Geschützen sowie zwei Torpedorohren. Als „Ladung" nahm das Sdylsf eine große Menge von Streuminen an Bord, in deren Bedienung die Besatzung slelßig ausgebildet worden war, sowie erhebliche Vorräte an Proviant, Heizmitteln und sonstigem Material und nicht zuletzt an DcHnrben, die jeweils dem Fahrzeug ein anderes Aussehen geben konnten.
Die erste Ausgabe der „Möwe" war da» Aus- fegen der treumlnen In ber Nordsee, In Lchtttlck !iem Kampf gegen Sturm und Wogen erzwang fie idy von Norwegen her den Weg nad) Westen In de Gegend, wo sie llyre „Ladung" den Fluten an- i vertraute. Als alles gut unb ohne nennenswerte । Störung untergebracht war, konnte man sich am . 1(). Januar 1916 einen Ruhetag nach ber anftren- i genben Arbeit gönnen. Er wurde zum Festtag, da i ein britischer Funkspruch aufgefangen wunde, nad) . dem da» Linienschiff mit dem beziehungsreichen Namen des Elnkreifungskönigs „King Edward VIL" auf eine 9)1 ine gelaufen Und gefunden fei. Nach den Begleitumständen durfte die „Möwe"- Befatzung mit Recht aimehmen, daß sie nicht ganz unschuldig an dem Verlust dieses mächtigen Kriegsschiffes fei. Nach diesem günstigen Ansang konnte man zum Kreuzer krieg übergehen, denn so nad) und nach hatte man die große Seesperre glück- lidy überwunden: der freie Ozean lockte als Be-
„Ich habe", sagte Herr Bakelmann, „teils aus (Erinnerung an eigene, wenngleich zeitlich weit rückliegende Erfahrungen heraus, teils auf Emp- . ehlung eines oortrefflidy bewährten Arztes die Anordnung getroffen, daß meinen Kindern Lebertran in einer für den Kurgebrauch abgemessenen Menge regelmäßig zugeführt wird.
BauernmanenausLindenholz
Bon Anton Schnack.
Es gilt der bienenumfummten Linbenbäume frän- kifcher Erde zu gedenken, aus deren weichem und weißem Holz Tilman Ricmenfchneider die edel- ftirnigen und unsterblichen Marien geschnitzt hat. Der Künstler liebte den Gang durch blühende Lindenalleen, wenn in den krausen Wipfeln der sdymau- knbe, honGfuchende Chor der Bienen summte. Wie oft umarmte er einen den Bauernwea überdachenden Lindenstamm, weil er darin den Leib einer hold seligen Maria schlummern sah.
Im Herbst gefällt unb von der Säge in menschenlange Plödyer geschnitten, wurden Die Linden an die Hauswand gerollt, wo der Meister seine edle Werkstätte hatte. Zugwind und Sommerhitze trockneten das Holz aus, bis es zur Schnitzarbeit recht war. Dann fing Tilman an, die schönsten Frauenhände zu schnitzen, die je unter einem Schnitzmesser erstanden sind. So etwas Reines und Vollendetes ist niemals mehr gemacht worden, nie mehr hat die Kunst solche hoheitsvollen Bauernköniginnen ersdyof- en mit Händen, die fast durchsichtig sind unb die ich gleich langgestreckten Blumenstielen in ein er- ehntes und schmerzlich gefühltes Reick) der Gerech- ligkeit hinaufstrecken. Es finb betenbe unb bittende Hande, von ber äußersten Not und vom bitteren Herzensschmerz gefaltet. Ahnte Riemenschneiber, als er diese unvergängliche Schönheit schuf, daß dereinst seine eigenen Hände auf Befehl des rachsüchtigen Adels und einer unerbittlichen Obrigkeit in ber Folter gekrümmt und gequetscht werden würden, um fortan für den Gebrauch des Schnitzmessers unfähig zu sein! Furchtbares Künstlerschicksal!
tätlgungsfeld!
,H n, unb hie, welche mit hem Grat>biinb auf dem Kopfe Rast an ber Brücke ober unter einem Baume machen, stehen irnbeschwert von Irblschem Tun unb von irdischer Arbeit Im Halbdunkel ber Kirche zu Creglingen, als wollten sie zum Himmel aufschweben.
ergeht durch ........ , , .
lend ist die große Zahl bereite bisher em gegangen er > freiwilliger Meldungen von Wlssensd)attlern für einen Einsatz in her Ostarbeit an ber Universität । Posen. Der im Waktheland tätige Hochschullehrer i wirb nicht nur Wissenschaftler sein können, sondern vor allem auch i m Bolkst u m s k a in p | e seinen Mann stehen müssen. Heute sdyon kann gesagt werden, baß der gesamte Lehrkörper gegenüber bem anderer Universitäten erheblich jünger sein wird.
Es ist in diesem Rahmen nicht möglich, alle be-1


